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Zwischen Markt und innerer Orientierung Wie viel Anpassung braucht mein Business?

Die Märkte verändern sich rasant. Neue Technologien, KI und wirtschaftliche Unsicherheiten verschieben Rahmenbedingungen immer schneller. Viele Selbstständige erleben dadurch einen Gefühlscocktail aus Unsicherheit und dem Druck, ständig hinterherlaufen zu müssen.

Zwischen Marktveränderungen und innerer Orientierung: das letzte Treffen der Ü60-Gruppe.

Marktveränderungen und innere Führung

Ulrike Bergmann eröffnete das Thema mit dem Hinweis, dass reine Marktorientierung oft zu reaktiven Mustern führt: Wir erkennen Entwicklungen und versuchen, Schritt zu halten, statt aus innerer Klarheit die Führung zu übernehmen. Noch denken viele in abstrakten Zielgruppen. Doch es lohnt, sich zu fragen: Wo stehen meine Kundinnen und Kunden gerade, und was brauchen sie wirklich? Aus der eigenen Antwort ergeben sich Anhaltspunkte für künftige Angebote.

Der Schatz der eigenen Erfahrung

Wir Älteren bringen berufliche Kompetenz, Krisenerfahrung und ein starkes Gespür für Sinnhaftigkeit mit. Das sind Qualitäten, die in Zeiten schnellen Wandels Orientierung und Halt geben. Statt klassischen Marketingbegriffen wie USP zu folgen, empfahl Ulrike, sich auf die persönliche Einzigartigkeit auszurichten, die aus allen Facetten der eigenen Lebens- und Berufserfahrung erwächst. Ein Gedanke aus der Diskussion brachte dies auf den Punkt: „Ab 60 gibt es Fragen, die man nicht allein beantworten kann, weil Antworten erst in Resonanz entstehen."

Austausch und Erkenntnisse

Aus den Breakout-Sessions brachten die Teilnehmenden sehr unterschiedliche Ergebnisse mit. Während in komplexen Projekten Erfahrung besonders geschätzt wird, verändert KI andernorts ganze Tätigkeitsfelder. Gleichzeitig entstehen durch Spezialisierung und Fokus auf persönliche Beratung neue Möglichkeiten. Deutlich wurde auch: Niemand muss alles allein bewältigen, Netzwerke und Kooperationen schaffen Freiraum.

Vielfach schwebte auch die Frage im Raum: Wie lange möchte ich eigentlich noch arbeiten – und warum? Für viele Selbstständige Ü60 geht es nicht nur um ein Einkommen, sondern auch um Sinn, Gestaltungsmöglichkeiten und Freude an der eigenen Arbeit.

Am Ende stand als Fazit: Reine Anpassung erzeugt Dauerstress. Entscheidend bleiben Erfahrung, Haltung und persönliche Beziehungen, und viele Antworten entstehen erst im Austausch miteinander.

Vernetzung und Ausblick

Ulrike Bergmann lud dazu ein, den Dialog auch in der neuen LinkedIn-Gruppe für Selbstständige 60plus fortzusetzen, die sie gemeinsam mit Ralf Hasford moderiert.

Ausblick

Das nächste Treffen findet am 13. April 2026 um 16.30 Uhr statt.
Thema: Ein Jahr nach der Wahl. Was erwarten wir Selbständigen von der Politik? Mit Max Hilgarth, dem Geschäftsführer des VGSD, sprechen wir über die Themen, die uns älteren Selbständigen auf den Nägeln brennen.

👉Zur Präsentation

Text: Heike Andersen

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