Wann das Thema Unternehmensnachfolge angesprochen wird, ist sehr unterschiedlich. Häufig hängt es vom Alter der Eltern und Kinder ab. Heutzutage wird die Nachfolge innerhalb einer Familie zwar offener diskutiert als früher und es gibt viele frei verfügbare Informations- und Unterstützungsangebote. Dennoch fällt es vielen schwer, das Gespräch mit ihren Kindern zu beginnen.
Kinder wachsen unterschiedlich stark in das Unternehmen hinein. Werden sie früh und auf natürliche Weise einbezogen, entsteht oft leichter Interesse an einer späteren Mitarbeit oder Nachfolge. Trennen Eltern Familie und Beruf dagegen konsequent, wissen Kinder häufig nur wenig über das Unternehmen und setzen sich erst spät oder gar nicht mit einer möglichen Nachfolge auseinander.
Entscheidend ist außerdem, welches Bild du von deiner Selbstständigkeit vermittelst. Erleben deine Kinder vor allem Stress, finanzielle Sorgen und Unzufriedenheit, wirkt eine Unternehmensnachfolge eher abschreckend. Vermittelt deine Tätigkeit dagegen Freude, Flexibilität und Erfüllung, kann das ihr Interesse an einer Tätigkeit im Unternehmen oder an einer eigenen Selbstständigkeit fördern.
Die Entscheidung, ob ein Unternehmen im Rahmen einer Nachfolge von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt insbesondere von den Haftungsrisiken sowie von steuerlichen und erbrechtlichen Aspekten ab und sollte immer individuell und ganzheitlich geprüft werden.
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