Ein hoher Anspruch an dich selbst und deine Arbeit kann positiv sein. Wenn dieser Anspruch jedoch unverrückbar wird und du auf zunehmende Belastung immer nur mit noch mehr Einsatz reagierst, kann das in Richtung Burnout führen. Frühzeitig solltest du deshalb prüfen, ob du deine Arbeitsweise oder deine Erwartungen anpassen musst.
Zu den frühen Warnzeichen gehören hoher Leistungsdruck, verstärkter Einsatz und die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse. Später können Freude und Interesse an der Arbeit, an Hobbys und am sozialen Leben nachlassen. Du funktionierst dann zunehmend nur noch, fühlst dich weniger steuerungsfähig und hast das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
Körperliche Beschwerden sind ein weiteres deutliches Warnsignal. Dazu können Schlafstörungen, häufige Infekte, Muskelverspannungen, Tinnitus, Magen-Darm-Beschwerden oder eine nachlassende Libido gehören. Bei anhaltendem Stress stehen unter anderem Adrenalin und Cortisol dauerhaft erhöht, wodurch der Körper in einem ständigen Stresszustand bleibt.
Wenn du irgendwann morgens nicht mehr aufstehen kannst, nicht mehr zur Arbeit gehen kannst oder dich nach einem Urlaub nicht erholt, sondern besonders erschöpft fühlst, ist die Belastung bereits weit fortgeschritten. Je später du gegensteuerst, desto länger kann die Erholung dauern.
Um frühzeitig zu erkennen, wie stark du belastet bist, kann ein Fragebogen hilfreich sein. Solche Fragebögen kannst du im Internet finden und für eine erste Einschätzung nutzen. Wichtig ist außerdem, aus der Haltung „Ich muss das irgendwie schaffen“ herauszukommen und dir bewusst die Frage zu stellen: Wie geht es dir gerade eigentlich? Bei zunehmender Belastung kann es sinnvoll sein, dir Unterstützung zu holen.
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