Neurodivergente Menschen erleben häufig andere Herausforderungen als neurotypische Personen. Bei ADHS können typische Blockaden ein Ideenüberschuss, Reizoffenheit, Schwierigkeiten bei der Priorisierung sowie ein starkes Anspringen auf neue Themen sein. Dadurch werden oft viele Projekte gleichzeitig begonnen, ohne sie alle abzuschließen. Bei Autismus können dagegen häufige Kontextwechsel, soziale oder sensorische Belastungen, unklare Anforderungen und perfektionistisches Festhängen die Umsetzung erschweren.
Oft liegt das Problem nicht in mangelnder Motivation, sondern darin, dass klassische Arbeitsweisen und Business-Systeme nicht zu den eigenen Bedürfnissen passen. Deshalb ist es wichtig, die eigene Arbeitsweise zu verstehen und passende Strukturen zu schaffen, statt dauerhaft gegen die eigenen Stärken und Bedürfnisse zu arbeiten.
Besonders wichtig ist eine klare und offene Kommunikation. Anstatt sich durch sogenanntes „Maskieren“ dauerhaft anzupassen, solltest du nach Möglichkeit mit Menschen zusammenarbeiten, die dein Anderssein akzeptieren und respektieren. Bei Kooperationen oder Geschäftspartnerschaften lohnt es sich zudem zu prüfen, ob potenzielle Partner/innen Projekte zuverlässig umsetzen und ob ihre Arbeitsweise langfristig zu deiner passt.
Erfolgreich zu arbeiten bedeutet nicht, sich zu verbiegen, sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen deine individuellen Stärken genutzt und deine Herausforderungen berücksichtigt werden können.
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