Der erste Schritt ist, zu prüfen, wie deine Website von KI-Suchsystemen betroffen ist. Der Begriff GEO (Generative Engine Optimization) beschreibt dabei die Optimierung für KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Googles AI Overviews. GEO wird hier als Teildisziplin von SEO verstanden, nicht als Ersatz für SEO.
Um einen ersten Überblick zu bekommen, solltest du die Google Search Console einrichten. Sie ist kostenlos und zeigt dir unter anderem, wie sich Impressionen und Klicks deiner Website entwickeln. Da die Search Console nur Daten der vergangenen 16 Monate speichert, solltest du die Entwicklung rechtzeitig prüfen und wichtige Daten gegebenenfalls sichern.
Achte insbesondere auf das “Krokodilmaul-Phänomen”: Die Impressionen bleiben gleich oder steigen, während die Klicks deutlich zurückgehen. Das kann darauf hindeuten, dass Nutzer/innen ihre Antworten zunehmend direkt über KI-Zusammenfassungen erhalten und deshalb weniger auf deine Website klicken. Besonders informationelle Inhalte können davon betroffen sein.
Die Google Search Console bietet außerdem einen begrenzten Einblick darin, welche deiner Seiten in Google AI Overviews erscheinen. Der Report liefert allerdings nur wenige Informationen und zeigt beispielsweise nicht, ob auf die jeweiligen Quellen geklickt wurde. Trotzdem kannst du damit einen ersten Eindruck davon bekommen, welche Seiten in KI-Ergebnissen sichtbar sind.
Zusätzlich können die Bing Webmaster Tools interessant sein. Sie bieten einen AI-Performance-Report, der detailliertere Informationen liefert als der entsprechende Google-Report. Du kannst dort unter anderem sehen, welche deiner Seiten von Bing oder Copilot zitiert wurden und bei welchen Suchanfragen beziehungsweise Prompts sie sichtbar waren. Gerade im B2B-Bereich können diese Daten relevant sein, da Bing und Copilot dort genutzt werden.
Mit Google Analytics kannst du außerdem nachvollziehen, wie viel Traffic über KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Copilot auf deine Website gelangt. Diese Zugriffe aus den KI-Systemen lassen sich beispielsweise in einem Looker-Studio-Dashboard auswerten. Die Google AI Overviews selbst lassen sich darüber jedoch nicht entsprechend erfassen.
Es gibt auch spezialisierte Tools wie Peec AI, Rank Scale AI oder Otterly AI, mit denen du bestimmte Prompts und deine Sichtbarkeit in verschiedenen KI-Suchsystemen verfolgen kannst. Diese Tools werden jedoch kritisch bewertet, weil sie teuer sind und die Ergebnisse von KI-Suchen sehr volatil sind. Derselbe Prompt kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder an unterschiedlichen Orten verschiedene Ergebnisse liefern. Außerdem gibt es sehr viele unterschiedliche Formulierungen für ähnliche Suchanfragen. Deshalb solltest du zunächst mit den kostenlosen Tools arbeiten und erst bei vertieftem Bedarf auf spezialisierte Lösungen zurückgreifen.
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