Die Regierung will eine Rentenpflicht für Selbstständige einführen, doch diese ist nicht zu Ende gedacht. In unserer Petition fordern wir, die Rentenpflicht mit wichtigen Reformen zu begleiten, damit Selbstständige heute und in Zukunft rentabel und rechtssicher arbeiten können! Schon weit über 10.000 Menschen haben unterzeichnet – mach auch du mit!
Inhaltsübersicht
- Meilenstein erreicht: Über 10.000 Unterschriften (und 2.700 Kommentare)!
- Rentenpflicht für Selbstständige – was geplant ist und warum es begleitende Reformen braucht!
- Rentenpflicht-Petition unterzeichnen auf openPetition: So geht's!
- Verbände und Multiplikatoren, die unsere Petition unterstützen
- Mehr zur Rentenpflicht, Rechtssicherheit und fairen Beiträgen für Selbstständige lesen
Meilenstein erreicht: Über 10.000 Unterschriften (und 2.700 Kommentare)!
Nach obenRentenpflicht für Selbstständige? – Nur mit Rechtssicherheit und fairen Beiträgen! Dieser Forderung haben sich bereits gut 10.300 Menschen angeschlossen und unsere gleichnamige Petition unterstützt. Damit haben wir einen ersten, wichtigen Meilenstein erreicht! Auch knapp 20 Verbände und Organisationen tragen die Petition mit. Wir freuen uns sehr darüber und sagen Danke für diesen tollen Support!
Doch nicht nur die Zahl der Stimmen beeindruckt und bewegt uns, sondern auch die vielen Zuschriften und Kommentare, die wir zu dem Thema erhalten. Alleine unter der Petition haben sich Stand heute rund 2.700 Kommentare angesammelt. Reinlesen lohnt sich, denn viele Selbstständige schildern dort ihren ganz persönlichen Blick auf die Dinge: Die Mitzeichnenden schreiben zum Beispiel darüber, wie sie in ihrem Business durch die Rechtsunsicherheit in Sachen Statusfeststellung eingeschränkt sind, wie stark sie die hohen Sozialbeiträge belasten – oder welche Folgen der Rentenpflicht für künftige Gründer/innen sie befürchten.
Einige Kommentare wollen wir hier mit dir teilen:
"Ich bin 61, selbstständig und eher nicht betroffen. Doch ich unterstütze die Petition, weil es für junge Menschen und generell Gründer:innen so nicht tragbar ist." (Antje R.)
"Als Selbständige habe ich seit über 25 Jahren die Problemstellung einer restriktiven Statusfeststellung und dadurch stetige Unsicherheiten bei meinen Auftraggebern. Es kann nicht sein, dass eine Rentenversicherungspflicht als Beitragszahler angegangen wird, aber weiterhin die Unsicherheit mit der Scheinselbständigkeit bestehen bleiben soll." (Marion F.)
"Die Erfahrung zeigt – hier auch wieder –, dass Idealist*innen auf der Strecke bleiben. Einkommen reicht oft nicht für die hohen Sozialabgaben. Ich verstehe nicht, warum es dem Staat kein Wert zu sein scheint, dass Menschen sich ihren eigenen Arbeitsplatz geschaffen haben. Da wünsche ich mir deutlich mehr praktische Würdigung." (Regina P.)
"Ich bin selbständig und sehe die Problematik gerade für kleine Unternehmen und Gründerinnen, die es mit diesem Vorhaben nicht schaffen werden zu wachsen und damit letztlich ihr Gründungsvorhaben oder ihre Selbständigkeit aufgeben müssen. Das ist kontraproduktiv, wenn wir uns neue, starke und innovative Unternehmen wünschen und unsere Wirtschaftskraft insgesamt wachsen soll. Ich selbst sorge seit Jahrzehnten selbst vor mit unterschiedlichen Anlagen und wenn es eine Pflicht gibt, muss diese bezahlbar, gerecht und abgesichert sein." (Nadja P.)
"Das Statusfeststellungsverfahren in seiner bisherigen Form beinhaltet große Risiken für Auftraggeber und -nehmer. Das reduziert Innovationspotenzial und verlagert Arbeitsplätze ins Ausland. Die überfällige Reform wird auf den St.-Nimmerleinstag verschoben werden, wenn die RV-Pflicht für Selbstständige kommt. Beides muss daher als Paket verabschiedet werden." (Franz G.)
"Weil es absolut notwendig ist, dass es auch in Zukunft Menschen gibt, die das Risiko der Selbstständigkeit eingehen und diese Menschen faire Rahmenbedingungen brauchen." (anonym)
Großer Zuspruch zu unserem Experten-Talk zur Rentenpflicht
Besonders gefreut haben wir uns außerdem über den großen Zuspruch zu unserem Experten-Talk "Was auf dich zukommt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur geplanten Rentenpflicht. Darin haben wir kürzlich die Empfehlungen der Rentenkommission vorgestellt und eingeordnet, so verbindlich das aktuell möglich ist. Einen Ausschnitt kannst du dir hier ansehen:
Du willst mehr über die Pläne für eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige erfahren? Als VGSD-Mitglied steht dir eine Aufzeichnung des gesamten Experten-Talks kostenfrei zur Verfügung:
Petition zur Rentenpflicht: Jetzt unterzeichnen und weitersagen!
Du hast die Petition noch nicht mitgezeichnet? Dann unterschreibe am besten jetzt gleich und teile die Petition gern auch in deinem Netzwerk weiter. Egal, ob du sie auf deinen Social-Media-Kanälen teilst oder beim Lunch in deiner Bürogemeinschaft davon erzählst: Jede Empfehlung hilft – denn jede Stimme zählt! www.openpetition.de/rentenpflicht
Rentenpflicht für Selbstständige – was geplant ist und warum es begleitende Reformen braucht!
Nach obenDie Regierung will eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige einführen, die einen Großteil der künftigen Gründer/innen finanziell überlasten würde. Bestandsselbstständige müssten derweil um den Vertrauensschutz ihrer bestehenden Altersvorsorge fürchten.
Was ist geplant?
- Künftige Selbstständige: Wer nach einem (noch festzulegenden) Stichtag gründet, soll zwingend in die DRV einzahlen, ohne die bisher stets vorgesehenen Opt-out-Möglichkeiten in eine private Vorsorge. Mit einer dreijährigen Karenzzeit soll auf die knappe Liquidität nach der Gründung Rücksicht genommen werden.
- Bestandsselbstständige: Wer heute schon selbstständig ist, soll aus der neu eingeführten Versicherungspflicht "voraussetzungslos herausoptieren" können. Die allermeisten Selbstständigen sorgen schon heute auf vielfältige Weise für ihr Alter vor. Der Opt-out dient dem Vertrauensschutz für die langfristigen Verpflichtungen, die sie in diesem Rahmen eingegangen sind.
- Obligatorisch Abgesicherte: Selbstständige, die aufgrund ihrer Tätigkeit schon jetzt Pflichtmitglieder in der DRV, in berufsständischen Versorgungswerken o.ä. sind, werden ganz oder teilweise von den obigen Regelungen ausgenommen.
Warum muss die Regierung zeitgleich für Rechtssicherheit und faire Beiträge sorgen?
Weil die Regierung die Empfehlungen der Rentenkommission als Gesamtpaket umsetzen will, wird die geplante Rentenpflicht für Selbstständige aller Voraussicht nach nicht mehr abzuwenden sein – um so wichtiger ist es, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen.
Deshalb fordern wir die Regierung in unserer Petition auf, die Rentenpflicht für Selbstständige zeitgleich mit Reformen der Statusfeststellung und der Beitragsbemessung der Sozialbeiträge zu beschließen – damit heutige und künftige Selbstständige rentabel und rechtssicher arbeiten können!
- Eine Reform der Statusfeststellung braucht es zum einen, damit der Vertrauensschutz für die bestehende Altersvorsorge heute bereits Selbstständiger nicht über Statusfeststellungsverfahren ausgehebelt werden kann – und zum anderen, um die zermürbende Rechtsunsicherheit in Sachen Scheinselbstständigkeit endlich zu beenden. Selbstständige und ihre Auftraggeber müssen endlich wieder ohne eine Vielzahl bürokratischer Compliance-Maßnahmen und ohne Angst vor horrenden Nachzahlungen zusammenarbeiten können!
- Eine Reform der Beitragsbemessung ist notwendig, um die finanzielle Belastung künftiger Gründer/innen, aber auch von uns Selbstständigen insgesamt zu mindern. Denn aktuell zahlen Selbstständige weit höhere Sozialbeiträge als vergleichbare Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber zusammen. Die hohe Mehrbelastung durch die geplante Rentenpflicht wird einen Großteil der künftigen Gründer/innen (zu 70 Prozent nebenberuflich!) finanziell überfordern, das Gründungsgeschehen massiv zurückgehen.
Unterstütze unsere Petition für Rechtssicherheit und faire Beiträge!
Deshalb haben wir am 1. September 2026 gemeinsam mit zahlreichen weiteren Verbänden und Organisationen eine neue Petition gestartet: "Rentenpflicht für Selbstständige? – Nur mit Rechtssicherheit und fairen Beiträgen!"
Unterzeichne die Petition jetzt und teile sie in deinem Netzwerk – jede Stimme zählt!
Du willst unsere Online-Petition mitzeichnen? Super! Hier erfährst du, wie es funktioniert:
Du findest die Petition unter diesem Link. Dort kannst du nachlesen, warum wir eine zeitgleiche Reform der Statusfeststellung und Beitragsbemessung parallel zur Einführung der Rentenpflicht für zwingend nötig halten und erfährst mehr über die Hintergründe.
- Schritt 1: Direkt unter dem Titelbild siehst du ein türkisfarbenes Banner. Um die Petition zu unterzeichnen, trage dort deinen vollständigen Namen sowie deine E-Mail-Adresse ein. Wähle aus, ob deine Unterstützung für die Petition "öffentlich", "nicht öffentlich" (nur sichtbar für Petent und Empfänger) oder "geheim" (vollständig anonym) sein soll. Klicke dann auf "Unterschreiben".
Bitte beachte: Wenn du die Petition auf dem Smartphone anschaust und nach unten scrollst, erscheint ein türkisfarbener Button mit "Unterschreiben". Klicke diesen an und die Seite springt automatisch an die Position, an der du deine Daten eingeben kannst. - Schritt 2: Gib deine Anschrift an. (Dadurch sollen Duplikate verhindert werden.)
- Schritt 3: Im optionalen Feld "Warum ist Ihnen diese Petition wichtig?" kannst du einen kurzen Kommentar schreiben, welche Voraussetzungen vor Einführung einer Rentenpflicht für Selbstständige gegeben sein müssen. Gib gern deinen Beruf an und welches Argument aus deiner Sicht besonders wichtig ist.
Bitte beachte: Dein Kommentar wird veröffentlicht – wenn du anonym bleiben möchtest, schreibe in dieses Feld also nicht deinen Namen oder andere persönliche Informationen hinein. Klicke auf Unterschreiben! - Schritt 4: Du erhältst von OpenPetition eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Klicke diesen an, dann erst ist deine Unterschrift gültig.
Geschafft! Wir danken dir für dein Engagement!
Von der Einführung der Rentenversicherungspflicht sind Selbstständige aus allen Branchen, Berufen und Fachrichtungen betroffen. Deshalb müssen wir auch alle gemeinsam laut werden, um mit unserem Protest Gehör zu finden. Folgende Verbände und Multiplikator/innen unterstützen und bewerben die Online-Petition "Rentenpflicht für Selbstständige? – Nur mit Rechtssicherheit und fairen Beiträgen":
- Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) e.V.
- isdv – Interessengemeinschaft der selbständigen DienstleisterInnen in der Veranstaltungswirtschaft e.V.
- TKV Berlin – Tonkünstlerverband Berlin e.V.
- BVGD – Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V.
- VNN – Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V.
- AGEV – Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V.
- .DBITS – Deutscher Bundesverband für IT-Selbstständige e.V.
- FDHPS – Fachverband deutsche Heilpraktikerschulen e.V.
- GSA – German Stunt Association e.V.
- DBfT– Deutscher Verband für Tanzpädagogik e.V.
- DDIM – Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.
- BVFK - Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V.
- bdfm - Bundesverband der Freien Musikschulen e.V.
- Jimdo GmbH
- VDT - Verband Deutscher Tonmeister e.V.
- bvft - Berufsvereinigung Filmton e.V.
- unisono - Deutsche Musik- und Orchestervereinigung e.V.
- Netzwerk Geschichte wird gemacht e.V.
- Freie Heilpraktiker (FH) e.V.
Du vertrittst einen Verband oder eine Organisation, der/die unsere Petition unterstützen und verbreiten möchte? Unser Leiter Politik Jörn Freynick freut sich über eine Nachricht von dir!
Mehr zur Rentenpflicht, Rechtssicherheit und fairen Beiträgen für Selbstständige lesen
Nach obenUnsere Stellungnahmen zur Rentenversicherungspflicht:
- Stellungnahme der BAGSV zu den Empfehlungen der Rentenkommission (August 2026, PDF)
- Ergänzender Bericht hierzu (August 2026)
- Stellungnahme der BAGSV auf Anfrage der Rentenkommission (März 2026, PDF)
Die wichtigsten Informationen zur Rentenversicherungspflicht für Selbstständige:
- FAQ zur geplanten Versicherungspflicht: Was Selbstständige jetzt wissen müssen (August 2026)
- Was die Empfehlungen für uns Selbstständige bedeuten – Bericht der Rentenkommission unter der Lupe (Juni 2026)
- Mit Infos zu unserer Stellungnahme: Rentenkommission tagt zu Einbeziehung Selbstständiger in die gesetzliche Rente (April 2026)
- Ergebnisse des gestrigen Koalitionsausschusses: Sie haben sich geeinigt! Aber auf was? (Juli 2026)
Weitere Hintergründe:
- Drei Gründe, warum Selbstständige zu viel Sozialbeiträge zahlen (März 2024)
- "Freiwillig" krankenversichert? Was das für die Altersvorsorge von Selbstständigen bedeutet (August 2026)
- Rentenkommissions-Mitglied MdB Pascal Reddig (CDU) im ZDF: "Aktivrente sollte dann auch für die Selbstständigen gelten" (August 2026)
- Lichtblick im Gründungsgeschehen? Nebenerwerb lässt Gründungszahlen steigen (Juli 2026)
- Was hältst du von diesem Vorschlag zum Bürokratieabbau? Wie die geplante Rentenversicherungspflicht zu weniger statt mehr Aufwand führen könnte (Juli 2026)
- Rentenversicherte Selbstständige: Wird schon jetzt bestehendes Nebeneinander unterschiedlicher Regeln noch größer? (Juli 2026)
Pressemitteilungen:
- Pressemitteilung: Ohne begleitende Maßnahmen wird es dramatisch weniger Gründungen und höhere Beitragsschulden geben (August 2026)
- Pressemitteilung: Bericht der Rentenkommission – Wenn die Rentenreform gelingen soll, braucht es zusätzliche Maßnahmen für Selbstständige (Juni 2026)
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