Um deine aktuelle finanzielle Situation zu verstehen, kannst du eine private Vermögensbilanz erstellen, ähnlich wie Unternehmen sie jährlich erstellen. Diese Bilanz zeigt dir, zu welchem finanziellen Ergebnis dein bisheriges Leben geführt hat.
Dafür stellst du zwei Seiten gegenüber:
- Vermögenswerte (Aktiva): Auf der linken Seite listest du alles auf, was du besitzt, zum Beispiel Bankkonten und Bargeld, Wertpapierdepots, Kryptowährungen, Immobilien (selbst bewohnt oder vermietet) und weitere Vermögensgegenstände.
- Schulden (Passiva): Auf der rechten Seite trägst du alles ein, was du noch bezahlen musst, wie zum Beispiel offene Immobilienkredite, Leasingverträge (z. B. für ein Auto) und sonstige Darlehen oder Verbindlichkeiten.
Anschließend berechnest du:
Nettovermögen = Vermögen − Schulden
Diese Kennzahl zeigt dir, wie viel Vermögen dir tatsächlich gehört. Es ist sinnvoll, dein Nettovermögen mindestens einmal pro Jahr zu überprüfen, besonders wenn du selbstständig bist.
Zusätzlich kannst du zwischen Nettovermögen und investiertem Nettovermögen unterscheiden. Beim investierten Nettovermögen berücksichtigst du nur Vermögenswerte, die potenziell Erträge oder Rendite bringen, zum Beispiel: Aktien und Fonds, vermietete Immobilien und andere Investitionen.
Eine selbstbewohnte Immobilie zählt in der Regel nicht zum investierten Vermögen, da sie laufende Kosten verursacht und keine direkten Einnahmen generiert. Sie reduziert zwar deine Mietkosten, liefert aber normalerweise keine Rendite.
Die Vermögensbilanz ist somit eine Bestandsaufnahme deiner finanziellen Situation bis heute. Sie hilft dir zu erkennen, ob du dein Einkommen überwiegend ausgegeben oder einen Teil davon langfristig aufgebaut und investiert hast.
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