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KI in der Arbeitswelt "Low Performer" profitieren stärker von KI

KI verändert die Arbeit Selbstständiger – und löscht sie teilweise aus: Eine Studie zeigt ein gesunkenes Jobangebot für Autoren. Vor allem Top-Kräfte sind betroffen. Eine Studie unter Beratern zeigt indes "Niedrigperformer" als größte Profiteure von KI.

Ein kleiner Prozentsatz an Freelancern muss seine Jobs bereits an ChatGPT abgeben, so eine aktuelle Studie

Weniger Jobs und Lohndumping für Autoren

Die Verwendung etwa von ChatGPT hat nachweislich Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt für Selbstständige. Eine Studie der Universitäten St. Louis und New York zeigt, dass die Zahl der Jobangebote für freiberufliche Autoren auf der englischsprachigen Freelancer-Plattform Upwork seit der Einführung des Tools um zwei Prozent gesunken ist. Ihre Verdienstmöglichkeiten sind um 5,2 Prozent zurückgegangen. Auf Upwork sind aktuell zwölf Millionen Freiberufler registriert.

Ähnliches haben die Forscher bei Anbietern von Design- und Bildbearbeitungsdiensten nach der Einführung von KI-gesteuerten Diensten wie Midjourney beobachtet. Bemerkenswert ist, dass Höherqualifizierte und die Anbieter hochwertiger Dienstleistungen von Auftragsverlusten und sinkenden Verdiensten stärker betroffen zu sein scheinen als die Anbieter niedrig entlohnter Tätigkeiten. Wenn eine hohe Rechnung droht, ist der Anreiz, kostensparend eine KI einzusetzen, offenbar groß.

KI gleicht die Leistung von Niedrig- und Hochperformern an

Positiv ist zu vermerken, dass Berater, die KI einsetzen, einen erheblichen Produktivitätszuwachs verzeichnen können - insbesondere diejenigen, die zuvor an KI-Schulungen teilgenommen haben. Sie arbeiteten im Schnitt 25,1 Prozent schneller und erzielten bei kreativen Tätigkeiten 40 Prozent bessere Ergebnisse als Kollegen ohne KI-Einsatz. Das ergab eine Erhebung der Boston Consulting Group mit mehreren amerikanischen Universitäten, über die Handelsblatt und FAZ berichteten. Eine beeindruckende Erkenntnis der Studie ist, dass KI Fähigkeiten von Menschen mit unterschiedlichem Potenzial angleicht. Menschen mit unterdurchschnittlichen Leistungen profitieren daher stärker als Leistungsträger von ihrem Einsatz – sie holen deutlich auf. Berater, die zu Beginn der Studie am schlechtesten abgeschnitten hatten, verzeichneten einen Leistungssprung von 43 Prozent, während High Performer einen geringeren KI-Schub erhielten.

Allerdings: Bei der analytischen Problemlösung habe die KI die Leistung der Berater deutlich verschlechtert. Sie habe nicht die beste Lösung gefunden, und zusätzlich hätten die Berater der Technologie vertraut, ohne selbst noch einmal grundlegend zu analysieren, so das Handelsblatt über die Studie. Das Henderson Institute der Boston Consulting Group beschreibt diese Ergebnisse tiefergehend.

Noch keine Jobverluste in Deutschland messbar

Bislang zeigen sich übrigens am Jobmarkt in Deutschland in den meisten von KI potenziell betroffenen Berufen keine negativen Auswirkungen, so eine Analyse von Stellenausschreibungen durch die Berliner Index-Gruppe und dem Informationsangebot "D:ECONOMY" der FAZ. Einzige Ausnahme: Call Center Agents, wo die Zahl der Stellenanzeigen um 18 Prozent zurückgegangen ist. Hier konnte allerdings noch kein direkter Zusammenhang mit dem technologischen Fortschritt belegt werden.

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