Viele denken, dass wir uns vor allem aus finanziellen Gründen selbstständig machen und einen möglichst hohen Gewinn als Ziel haben.
Bei den früher von mir veranstalteten Seminaren für Gründer/innen habe ich diesen immer die Frage gestellt, warum sie sich selbstständig machen. Ich war selbst überrascht, wie selten bei den Antworten ein höherer Verdienst eine Rolle spielte. Die häufigste Antwort war: Nicht mehr vom Chef alles Mögliche haarklein vorgeschrieben zu bekommen, gerade nicht den Gewinn optimieren zu müssen, sondern die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen und entsprechend der eigenen Werte und Qualitätsansprüche arbeiten zu können.
Natürlich kann man als Selbstständige/r wirtschaftlich nur überleben, wenn man sauber kalkuliert und kostendeckende Honorare verhandelt. Zu den Kosten gehören auch die eigene soziale Vorsorge und Rücklagen für Krankheit und Urlaub. Wirtschaftliches Denken ist deshalb für Selbstständige wichtiger als für Angestellte, deren Gehalt "garantiert" ist und die solche Überlegungen an ihren Chef "delegieren" können.
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