Selbstständige werden von manchen als Einzelkämpfer/innen gesehen, die am liebsten alles allein machen und denen es an Teamfähigkeit fehlt. Tatsächlich ist *Selbstwirksamkeit* der wohl entscheidende Grund dafür, sich selbstständig zu machen: Die Überzeugung, schwierige Aufgaben durch eigenes Handeln erfolgreich meistern zu können, alleine mehr zu bewirken, den Kunden zufriedener machen zu könnne als mit einem Chef, der einen ständig dazwischenredet.
Deshalb sind Selbstständige aber keine Eigenbrötler. Um erfolgreich zu sein, müssen sie gut kommunizieren können – mit ihren Kunden, deren sowie eigenen Mitarbeitenden und Dienstleistern. Oft ziehen sie eine Bürogemeinschaft oder einen Coworkings-Space dem Home-Office vor und finden sich mit anderen (Solo-)Selbstständige zu Kooperationen zusammen, arbeiten in Netzwerken oder projektbezogen in Teams.
Teamfähigkeit zeigt sich in der Selbstständigkeit – anders als im klassischen Angestelltenverhältnis –weniger durch dauerhafte Zugehörigkeit zu einem festen Team, sondern durch flexible Zusammenarbeit, Selbstorganisation und die Fähigkeit, sich schnell auf neue Arbeitskonstellationen einzustellen. Genau diesen Kompetenzen gewinnen mit dem Wandel der Arbeitswelt weiter an Bedeutung.
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