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Warum dein Netzwerk mehr Pflege brauchst als du denkst Social Fitness

Das Treffen am 13. Juli war dem Thema „Social Fitness“ gewidmet. Referentin Claudia Strixner zeigte, warum tragfähige Beziehungen weit mehr sind als berufliches Netzwerken und weshalb sie gerade für Selbstständige 60plus auch ein wichtiger Gesundheitsfaktor sind.

Kannst du eine gute Balance halten zwischen starken und schwachen Verbindungen?

Social Fitness: Netzwerken ist Glücksfaktor

Zum Einstieg erläuterte Claudia Strixner, was sie an „Social Fitness“ so fasziniert: Wie unsere körperliche Fitness brauchen auch Beziehungen Aufmerksamkeit und Pflege. Denn Beziehungen bleiben nicht lebendig, nur weil sie einmal gut waren.

Ausgangspunkt ihres Impulses ist eine seit über acht Jahrzehnte laufende Harvard-Studie zur Lebenszufriedenheit. Eines der wichtigsten Ergebnisse daraus: Menschen mit stabilen, vertrauensvollen Beziehungen leben nicht nur glücklicher, sondern bleiben auch länger gesund. Gute Beziehungen sind also kein „weicher Faktor“, sondern ein entscheidender Bestandteil von Lebensqualität. Und das gilt auch fürs Business.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um Akquise oder Marketing. Social Fitness bedeutet vielmehr, Beziehungen bewusst zu gestalten und ein lebendiges Netzwerk strategisch aufzubauen, das über die eigene „Bubble“ hinausreicht.

Starke und schwache Verbindung

Ein weiterer Impuls war die Unterscheidung zwischen starken und schwachen Verbindungen. Während wir uns häufig auf unseren engen Freundes- und Kollegenkreis verlassen (strong ties), entstehen neue Ideen, Chancen und Perspektiven oft gerade durch losere Kontakte zu Menschen aus anderen Lebens- oder Arbeitsbereichen (weak ties).

Ab 50 verändern sich Netzwerke: Menschen verlassen das berufliche Umfeld, dadurch reduzieren sich die Kontakte und gleichzeitig wächst die eigene Bequemlichkeit. Umso wichtiger ist es, das eigene Beziehungsnetzwerk regelmäßig zu überprüfen und bewusst lebendig zu halten.

Austausch in den Breakout-Gruppen

Einige Teilnehmende berichteten, dass sie auf dem Land oder im Homeoffice nur wenig Möglichkeiten für spontanen fachlichen Austausch haben. Andere erleben seit vielen Jahren, wie wertvoll Netzwerke für die Selbstständigkeit sind, sowohl fachlich wie menschlich. Ein gemeinsames Thema war die Suche nach Gleichgesinnten, mit denen aktuelle Entwicklungen, etwa rund um KI oder neue Technologien, offen diskutiert werden können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass persönliche Begegnungen trotz aller digitalen Möglichkeiten eine besondere Qualität besitzen und durch Online-Formate allein nicht ersetzt werden können.

Fazit

Zum Abschluss lud Claudia Strixner dazu ein, den Blick auf den nächsten kleinen Schritt zu richten: Welche Beziehung möchte ich wiederbeleben? Wo wünsche ich mir neue Kontakte? Und welches Netzwerk könnte ich künftig bewusster pflegen?

Ausblick

Im August machen wir Sommerpause, ehe es am 14.09.2026 mit einem faszinierenden Thema weitergeht: „Wie Kleidung wirkt: Mehr Anziehungskraft für dein Business“. Hättest du gedacht, dass du anhand deiner Lieblingskleidung zu Klarheit und Orientierung für dein Business gelangst? Wir nutzen wir den Kreativraum der Mode für überraschende Erkenntnisse – und das sind andere als du vielleicht denkt.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch.

Text: Heike Andersen

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