Annette Widmann-Mauz, unsere neue Gesundheitsministerin?

Annette Widmann-Mauz hat beste Chancen, Gesundheitsministerin zu werden, Foto: Bundesregierung, Steffen Kugler

Neben der künftigen Arbeitsministerin (bzw. -minister) ist auch die nächste Gesundheitsministerin für uns von großer Bedeutung, denn sie hat erheblichen Einfluss darauf, wie schnell die beschlossene Halbierung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge umgesetzt wird und ob wir darüber hinaus weitere dringend nötige Verbesserungen für Selbstständige erreichen können.

Der bisherige Gesundheitsminister Hermann Gröhe wird nach übereinstimmenden Berichten zahlreicher Medien vom Gesundheitsministerium in das Ministerium für Bildung und Forschung wechseln. Seine bisherige parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (ebenfalls CDU) soll ihm als Gesundheitsministerin nachfolgen.

 

Wer ist Annette Widmann-Mauz?

Annette Widmann-Mauz wurde am 13. Juni 1966 in Tübingen geboren, ist verheiratet und lebt in Balingen. Sie studierte in Tübingen Politik- und Rechtswissenschaften.

Mit 18 Jahren im Jahr 1984 trat Widmann-Mauz der CDU sowie der Jungen Union bei. Seit 1991 gehört sie dem Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg an, 2003 wurde sie stellvertretende Landesvorsitzende, seit 2012 ist sie im Bundesvorstand der CDU.

Seit 1998, also ihrem 32. Lebensjahr, gehört Widmann-Mauz dem Deutschen Bundestag an und wurde seit 2002 ununterbrochen im Bundestagswahlkreis Tübingen direkt gewählt.

Seit Oktober 2009, also seit gut acht Jahren, ist sie Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Zuvor, von 2005 bis 2009, war sie bereits Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, von 2002 bis 2009 zudem gesundheitspolitische Sprecherin, von 2001 bis 2002 Beauftragte für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und seit 2000 Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

 

Als Bundesvorsitzende der Frauen Union interessiert an Frauenpolitik

Seit September 2015 ist sie Bundesvorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands. Zuvor war sie seit 1995 Landesvorsitzende in Baden Württemberg und seit 1999 auch stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses „Frauenpolitik“.

Widmann-Mauz war schon bisher als parlamentarische Staatssekretärin eine vielbeschäftigte Frau. Wir haben mehrfach den Vesuch unternommen, bei ihr einen Termin zu erhalten und haben mit ihr bisher nur kurz am Rand einer Ausschusssitzung sprechen können. Sie hat aber zugesagt, am 14.3.2018 auf einer Veranstaltung des IKK e.V. die Eröffnungsrede zu halten, bei der VGSD-Vorstand Andreas Lutz auf dem Podium sitzt.

Das Interesse der künftigen Ministerin für Frauenpolitik könnte möglicherweise ein Ansatzpunkt sein, um über die bereits beschlossene Senkung der Mindestbeiträge zur Krankenversicherung hinaus Verbesserungen zu erreichen. Von einer weiteren Senkung würden vor allem Frauen profitieren, die in Teilzeit selbstständig sind und die auch nach einer Gesetzesänderung im Einkommensbereich von 450 bis 1.150 überproportional hohe Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen müssen – und künftig zudem Altersvorsorgepflichtig werden, was zu Abgabenbelastungen (ohne Steuern) von bis zu 60 Prozent führt. Wir hoffen hierzu Gehör bei ihr zu finden.

5 Kommentare

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  2. Hans schreibt:

    Frau Widmann-Mauz studierte 16 Semester lang Politik- und Rechtswissenschaften, bevor sie ohne Abschluß die Universität verließ. Ihre „Berufserfahrung“ beschränkt sich auf eine Tätigkeit als studentische Mitarbeiterin am Projekt „European Studies Program“ der Uni Tübingen. Leider wieder eine reine Berufspolitikerin, die die Welt „draußen“ nicht kennt.

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    1. hans schreibt:

      Martin Schulz, war nicht auf der Uni. Wir sollten ihr unbefangen eine Chance geben. Vielleicht denkt sie gerade aus dem Grund pragmatischer und realistischer als andere. Schließlich kommen viele Tüftler und erfoglreiche Selbstständige aus dem „Ländle“.

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      1. Hans schreibt:

        Ob sie einen Universitätsabschluß hat oder nicht ist ziemlich egal. Es ging im Eingangspost um die Frage nach Berufserfahrung vs. Berufspolitiker. Die Dame ist Letzteres.

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