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Update Was wir (Solo-) Selbstständigen für Klimaschutz und Fachkräfteversorgung beitragen So geht der Dialogprozess im Wirtschaftsministerium weiter

Bei der Auftaktveranstaltung des Dialogprozesses "Mittelstand, Klimaschutz und Transformation" im Bundesministerium für Wirtschaft und Klima

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima hat Anfang Juli den Dialogprozess "Mittelstand, Klimaschutz und Transformation" gestartet. Lars Bösel vertrat dabei den VGSD
Beim Auftakt am 5.7.2022 in Form eines Worldcafés zu Themen wie Fachkräftemangel und Transformation der Energieversorgung arbeitete er den wichtigen Beitrag von (Solo-) Selbstständigen an diesen Themen heraus.

Update, 28.07.2022

Argumente und Forderungen gesendet, Fortsetzung am 30.9.2022

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Wir nahmen im Anschluss an die Auftaktveranstaltung das Angebot von Staatssekretär Kellner wahr, unsere Argumente in einem ausführlichen Schreiben zu erläutern – inklusive der daraus resultierende Forderungen und Empfehlungen. Wir legten dabei Schwerpunkte auf Maßnahmen zur Schaffung von mehr Rechtssicherheit bei der Statusfeststellung sowie die Forderung nach einem Strategieprozess für Gründer, Selbstständige und Kleinstunternehmen nach dem Vorbild der gerade veröffentlichten Start-up-Strategie des BMWK.

Lars Bösel wird als Vertreter des VGSD am 30.9.2022 auch an der zweiten Veranstaltung des Dialogprozesses teilnehmen und sich erneut für unsere Interessen stark machen.

Beitrag, 05.07.2022

Fachgespräch im BMWK: Was wir (Solo-) Selbstständigen für Klimaschutz und Fachkräfteversorgung leisten

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Zusammen mit 40 Vertretern verschiedener Verbände und Institutionen wurden wir ins Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) zum Auftaktgespräch des Dialogprozesses „Mittelstand, Klimaschutz und Transformation“ eingeladen, um über wesentliche Herausforderungen zu diskutieren, die momentan ganz oben auf der Agenda im Ministerium stehen.

Es ging um die Themen Fachkräfte, Finanzierungsfragen, Dekarbonisierungsstrategien und Energiepreise, die in Form von vier Worldcafés diskutiert wurden.

Für den VGSD mit dabei: Lars Bösel

Für den VGSD mit dabei: Lars Bösel, Regionalgruppen-Sprecher aus Berlin, vertritt uns verstärkt auch bei politischen Veranstaltungen

Für den VGSD dabei: Lars Bösel, "unser Mann in Berlin", der mit weiteren Regionalgruppensprecherinnen nicht nur die dortige Regionalgruppe Berlin-Brandenburg leitet, sondern auch Gastgeber unseres Podcasts ist und viele Experten-Talks moderiert hat. Besonders kompetent zu den diskutierten Themen ist er zudem, denn er berät unter anderem Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind, so dass er Hinweise direkt aus der Praxis geben konnte.

Jetzt sind viele Solo-Selbstständigen zwar nicht im gleichem Maße von steigenden Energiepreisen betroffen, wie ein energieintensiver Betrieb etwa in der Lebensmittel-, Reise- oder Veranstaltungsbranche. Andererseits können wir aber - wenn man uns lässt - einen wichtigen Beitrag in Hinblick auf die Dekarbonisierung leisten, z.B. als selbstständige Berater, als Ingenieure, etwa bei der Entwicklung energiesparender Prozesse oder der Verbreitung nachhaltiger Energien usw..

Wir leisten einen wichtigen Beitrag, man muss uns aber bitte auch machen lassen!

Vor dem Start: Sitzungsraum im BMWK

Und wir können einen Beitrag leisten zur Bekämpfung des Fachkräftemangels, denn in aller Regel sind wir für mehrere Unternehmen tätig, füllen Lücken, wo dringender Unterstützungsbedarf besteht und qualifizieren vorhandene Mitarbeiter, indem wir unser Wissen weitergeben.

Doch dazu muss man uns auch machen lassen: Sonst könnte es zu einer Verschärfung des Fachkräftemangels kommen, wenn uns die Selbstständigkeit weiter so erschwert wird, dass ein Teil von uns zum Beispiel frühzeitig in Rente geht, weil unser Status immer wieder in Zweifel gezogen wird. Und das ist eine echte Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Schließlich sind deutlich mehr als die Hälfte der Solo-Selbstständigen älter als 50 Jahre und haben entgegen dem, was landläufig verbreitet wird, zumeist sehr gut für das Alter vorgesorgt.

Auch wenn es bei der Veranstaltung also auf den ersten Blick um uns weniger betreffende Themen ging, war es wichtig, Argumente wie diese bei den Gesprächspartnern im Wirtschaftsministerium (an solchen Veranstaltungen nimmt immer eine große Zahl von Beamten als Beobachter teil) und auch bei den anderen Verbandsvertretern zu verankern, damit sie die entsprechenden Zusammenhänge erkennen und bei der Lösung der Probleme auch an uns und nicht nur an mittelständische und große Unternehmen denken.

Wie funktionierte ein World-Café?

Worldcafé im Stehen, moderiert von BMWK-Mitarbeiter

In wechselnder Runde in vier verschiedenen Räumen mit jeweils ca. zehn Verbandsvertretern wurde über eines der oben genannten Themen diskutiert. Mit einer Reihe von Leitfragen bzw. Hypothesen sorgten jeweils ein bis zwei Moderatoren für eine lebendige Diskussion. Sie fragten gezielt nach, sorgten für die Beteiligung aller Anwesenden und dokumentierten das Gesagte. Schließlich ist ein Worldcafé ein kreativer Prozess, bei dem eine Vielzahl relevanter Argumente gesammelt wird, diese werden dann Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) präsentiert und fließen hoffentlich in politische Prioritätensetzung ein. Sein Staatssekretär und Mittelstandsbeauftragter, Michael Kellner, war persönlich anwesend.

Nach dreißig Minuten wechselte man dann zu einem anderen Thema. Jeder Teilnehmer konnte an zwei Diskussionen teilnehmen. Lars war für den VGSD bei den Runden zu Fachkräftemangel und Dekarbonisierungsstrategien dabei.

Am Ende fassten die Moderatoren die Ergebnisse der einzelnen Runde vor dem Plenum zusammen. Zudem gab es die Gelegenheit, falls etwas Wesentliches übersehen wurde, dies noch einzubringen.

Dialogprozess geht im September weiter

Sitzungsraum im BMWK mit Teilnehmer/innen

Durch die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung hatten wir die Möglichkeit, die wichtige und zu wenig beachtete Rolle der Solo-Selbstständigen und ihren unverzichtbaren Beitrag zur Lösung zentraler politischer Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Dekarbonisierung deutlich zu machen und aufzuzeigen, welche konkreten politischen Schritte nötig wären, damit wir unseren Beitrag auch wirklich (künftig noch) leisten können.

Der Dialog mit dem Ministerium geht weiter. So haben wir jetzt die Möglichkeit, unsere Vorschläge, Wünsche und Forderungen dem Ministerium schriftlich zur Verfügung zu stellen. Ende September soll der Dialog dann vor Ort im BMWK fortgeführt werden. Wir werden uns an diesem Prozess weiter beteiligen.

Wir danken Lars für sein Engagement!

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