Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Blitzumfrage zur Umsatzsteuersenkung: Gibst du die Ersparnis weiter?

Foto: viarami, Pixabay

Zwei Tage vor dem Stichtag haben Bundestag und Bundesrat für das zweite Halbjahr 2020 eine Senkung der Umsatzsteuersätze von 19/7 auf 16/5 Prozent für das zweite Halbjahr 2020 beschlossen.

Ab 1. Juli müssen Kassen-, Rechnungs- und Buchhaltungsprogramme bereits umgestellt sein.

Wie gehst du angesichts des damit verbundenen Aufwands mit der Umstellung um?

Zur Blitzumfrage

 

Bitte Abbildung anklicken, Umfrage öffnet sich in neuem Fenster

 

Gerne kannst du die Ergebnisse der Umfrage mit anderen VGSD-Mitgliedern diskutieren. Nutze dazu die Kommentarfunktion unten.

10 Kommentare

  1. Andreas Lutz schreibt:

    Wir haben beim VGSD viele Selbstständige, deren Kunden selbst Unternehmen sind, die meisten davon umsatzsteuerabzugsfähig. Für diese spielt die Höhe der Umsatzsteuer gar keine Rolle, da sie sich vom Finanzamt „zurückholen“ können. Im B2B-Geschäft bringt die Umsatzsteuersenkung deshalb zusätzlichen Aufwand, ohne einen direkten Vorteil. Von daher wäre meine Erwartung, dass sehr viele Teilnehmer ihre Nettopreise beibehalten.

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  2. Lutz Loebel schreibt:

    Ich werde bis Ende des Jahres manuelle Rechnungen schreiben, gebucht wird ohnehin beim Steuerberater, meine Software bekommt für ein halbes Jahr Pause: mir ist der Aufwand schlicht erheblich zu hoch, der aus der Umsatzsteuersenkung zu erwartende Effekt dürfte bei mir gegen Null laufen, da ich zu 99% B-2-B-Geschäft habe.

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    1. Antworten
      1. Andreas Lutz schreibt:

        Tipp: Wenn du oben auf „Blitzumfrage“ klickst und die aus nur einer Frage bestehende Umfrage beantwortest, siehst du direkt, wie die anderen vorgehend.

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        1. Antworten
  3. Andreas Lutz schreibt:

    Hier einige praktische Erfahrungen von uns, wie wir bei der Umstellung der Umsatzsteuer vorgehen. Wie macht ihr es? Von einem solchen Erfahrungsaustausch profitieren sicher viele, die noch unsicher sind.
    .
    Vorweg: Bitte achtet auf die korrekte Angabe der Umsatzsteuer – insbesondere im Web. Es besteht sonst die Gefahr, dass findige Rechtsanwälte eure Fehler für eine Abmahnung nutzen. Das kann dann teuer werden.
    .
    Als Verein sind wir hinsichtlich Ausgangsrechnungen von der Änderung nicht betroffen, weil unser Mitgliedsbeitrag umsatzsteuerbefreit ist. Auf der Einnahmeseite freuen wir uns da, wo die Nettopreise unverändert bleiben, natürlich über etwas geringere Bruttopreise.
    .
    Betroffen sind wir allerdings mit unserer VGSD Service GmbH, über die wir unsere Buchhaltungsseminare anbieten (vgl. https://www.vgsd.de/seminare/rechnung-buchfuehrung-steuern).
    Wir haben die Nettopreise der Seminare unverändert gelassen und das System so angepasst, dass bei einem Teilnahmedatum im zweiten Halbjahr die Preise mit 16% statt 19% angezeigt und abgerechnet werden.
    .
    Wenn Kunden eine Teilnahme im zweiten Halbjahr schon vor unserer Umstellung gebucht und eine Rechnung über 19% erhalten haben, dann korrigieren wir nach erfolgter Teilnahme die Rechnung und überweisen die Differenz zurück bzw. kann der Kunde natürlich auch gleich den reduzierten Preis überweisen. (Durch die Korrektur nach erfolgter Teilnahme verhindern wir, dass ein Chaos dadurch entsteht, dass eine Rechnung erst korrigiert und die Teilnahme bzw. das Seminar dann womöglich storniert oder verschoben wird.)
    .
    Die Seminarteilnahmen stornieren wir als Ganzes und stellen sie dann mit dem dann gültigen Umsatzsteuersatz in Rechnung. In der Umsatzsteuervoranmeldung geben wir den stornierten Umsatz (z.B. 19%) negativ an, den neuen Umsatz (z.B. 16%) dann positiv.

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  4. Andreas Lutz schreibt:

    Von Onlineshop-Betreibern habe ich gehört, es gäbe keine Verpflichtung, die Höhe der enthaltenen Umsatzsteuer bei jedem einzelnen Produkt auszuweisen, so dass diese den Ausweis rausgenommen haben.
    Für die Lieferung ist laut Aussage des Steuerberaters in unserer Expertentelko (https://www.vgsd.de/?p=37545) der Versandzeitpunkt (als Zeitpunkt des Gefahrenübergangs an den Empfängers entscheidend.
    In der Telko gab es vom Experten auch den Hinweis, dass bei einer über den Monatswechsel andauernden Teilleistung der am Ende gültige Umsatzsteuersatz gilt.
    Alle Angaben ohne Gewähr, fragt im Zweifelsfall bitte euren Steuerberater oder das Finanzamt.

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  5. Andreas Lutz schreibt:

    Lexware hat vom 19. bis 24.6. eine Umfrage mit 8.355 Teilnehmern zu unserem Thema durchgeführt: https://www.lexware.de/presse/pressemitteilung/lexware_umfrage_zur_mehrwertsteuersenkung/
    72 Prozent rechneten eher oder bestimmt NICHT damit, dass die Umsatzsteuersenkung zu zusätzlichem Umsatz führen würde – damit rechneten nur 4 Prozent!
    73 Prozent rechneten vor allem mit Mehrarbeit durch die Umstellung.
    Trotzdem gaben 54 Prozent an, die Steuererleichterungen an ihre Kunden weitergeben zu wollen (15 Prozent waren zum Befragungszeitpunkt noch unentschieden).

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  6. marc fritzler schreibt:

    Wer sich in diesen Zeiten Gedanken macht um eine USt 19 vs. 16% (Vorsteuerabzug !!!) scheint keine anderen Probleme in diesen Monaten erfahren zu haben.
    .
    Dennoch, ehrlich: Glückwunsch!
    .
    In der Blitzumfrage fehlt eine Option: „Kann bedingt durch staatliche Intervention / Marktzerstörung keine Rechnungen stellen“ – oder s.ä.

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  7. Bettina schreibt:

    Im B2B-Geschäft bleiben meine Nettopreise gleich. Bei den wenigen Privatkunden werde ich die Bruttopreise beibehalten.

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