Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Ergebnisse der Experten-Telko: „Aufträge, Urlaubstage, Rente, Vermögen: Wann habe ich eigentlich genug?“

Buchproduzent Frank-Michael Rommert

Experte: Frank-Michael Rommert
Moderator: Lars Bösel
Co-Moderator: Eike Totter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchproduzent Frank-Michael Rommert widmete sich in unserer jüngsten VGSD-Telko der Frage „Aufträge, Urlaubstage, Rente, Vermögen: Wann habe ich eigentlich genug?“. Im Gespräch mit den Moderatoren Lars Bösel und Eike Totter führte er aus, wie wir alle eine individuelle Antwort darauf finden können, um ein Leben in Achtsamkeit und Zufriedenheit zu führen.

Instrumente, die dabei helfen, sich diesem „Wann habe ich genug?“ anzunähern, gebe es kostenlos. Rommert demonstrierte in der Telko, wie er etwa eine Vermögensbilanz erstellt. Es sei essentiell, so Rommert, zu erfassen, wohin die privaten Ausgaben fließen. „Im Büro haben wir die Finanzen im Griff, privat oft nicht“, sagte er. Die Frage, ob uns die private Ausgabe dem näher bringt, was wichtig ist im Leben, sollten wir öfter stellen. Falls dies nicht der Fall ist, sollte man künftig womöglich kein Geld mehr dafür ausgeben.

Auch einen Blick in die Zukunft warf der Familienvater: Wie kriegt man ein Gefühl dafür, ob die Ausgaben auch im Alter gedeckt sein werden? Ist eine Lücke zu erwarten? Falls ja, wie kann sie geschlossen werden?

 

Während der Telko hat Frank-Michael unter anderem folgende Fragen beantwortet:

  • Wie kann ich einschätzen lernen, ob ich gut mit meinem Geld umgehe? Wie erfasse ich, wohin es abfließt?
  • Welchen Nutzen hat eine Vermögensbilanz und wie sieht so eine Bilanz aus?
  • Wie kann ich ein Gefühl dafür bekommen, ob meine Ausgaben im Alter durch arbeitsunabhängige Einnahmen gedeckt werden oder ob eine Lücke zu erwarten ist? Wie könnte ich diese schließen?
  • Welchen Einfluss hat die Sparquote auf den Zeitpunkt, zu dem Erwerbsarbeit in meinem Leben optional wird?
  • Was hat es mit der FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early) auf sich und was ist davon zu halten?
  • Welche Aspekte sind wichtig, um meine persönliche finanziellen Verhältnisse stressfrei zu pflegen und aktuell zu halten?
  • Was kann ich noch heute tun, um in meinen Geldsachen endlich einen Schritt voranzukommen?

 

Hier das Video der Telko

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Wer die Frage „Wann habe ich genug?“ vertieft mit Frank-Michael diskutieren möchte, dem empfehlen wir Frank-Michaels Wochenendseminar „Wie viel ist genug“. Für weitere Informationen dazu, klicke bitte hier.

1 Kommentar

  1. Frank-Michael Rommert schreibt:

    Im Chat gab es Fragen, die in der Telko nur am Rande angesprochen wurden. Daher hier die Fragen und meine Antworten:

    FRAGE: wie heisst diese community? „FI“?
    ANTWORT: Der erwähnte Trend heißt FIRE (Financial Independence Retire Early). Die erwähnte Konferenz heißt FIWE (Financial Independence Week Europe).

    FRAGE: Mister Money ??? – was war das?
    ANTWORT: Mr. Money Mustache (https://www.mrmoneymustache.com). Dahinter steht der US-Amerikaner Pete Adeney. Er belebte Ideen neu, die Vicki Robin und Joe Dominguez 1992 in dem Buch „Your Money or Your Life“ beschrieben hatten. In Deutschland gibt es ebenfalls Akteure in dieser Szene. Zu nennen wäre Oli Noelting, der mich als Co-Referent beim „Wie viel ist genug“-Workshop im November 2019 unterstützte. Sein Blog frugalisten.de ist einen Blick wert. Beim nächsten „Wie viel ist genug“-Workshop vom 1. bis 3. Mai 2020 in der Abtei Marienstatt wird Vicki Robin per Videointerview Impulse beisteuern.

    FRAGE: Wie werden Unterhaltszahlungen auf der passivseite eingetragen? Der gesamte geschätzte Wert bis zum angenommenen ende der Zahlungen?
    ANTWORT: Die Passivseite ist Teil der Vermögensbilanz. Unterhaltszahlungen würde ich aber auf jeden Fall auch in der zuerst gezeigten Tabelle mit der Ausgabenübersicht eintragen. Dafür würde ich dann eine eigene Zeile anlegen. Die Unterhaltszahlungen gehen ja in der Regel monatlich raus.
    Klar, man kann auch den verbleibenden Gesamtwert schätzen und ihn in die Vermögensbilanz auf der Passivseite eintragen. Dazu würde ich dann einfach eine Zeile „Verbleibende Unterhaltszahlungen“ anlegen und diesen Wert dann immer Mal aktualisieren (zum Beispiel einmal im Jahr).

    FRAGE: ist die Inflation bei alle dem eingerechnet?
    ANTWORT: Wer eine Ausgabenübersicht führt und dies eine Weile lang durchhält, der lernt seine persönliche Inflationsrate kennen. Diese unterscheidet sich von der Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt mitteilt. Die eigene Inflationsrate ist aber viel aussagekräftiger, denn sie spiegelt die persönliche, reale Situation wider, die einen betrifft und die finanziert werden muss. Wer seine Zahlen kennt, der kann zum Beispiel leicht herausfinden, wie sich die Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) über die Jahre entwickelt haben oder zum Beispiel die Ausgaben für Nahrung und Kleidung. Oder eben auch die Gesamtkosten. Ein Effekt kann sein, dass man dazu übergeht, bestimmte nicht notwendige Ausgaben zu reduzieren, weil sie einem nicht mehr so wichtig sind wie die Zeit, die aufzuwenden ist, um das Geld für diese Ausgaben zu verdienen. Im Ergebnis kann die persönliche Inflationsrate daher sogar einen negativen Zahlenwert annehmen. Wenn man nicht aufpasst, passiert aber oft genau das Gegenteil. Wenn man zum Beispiel einen lukrativen Auftrag beendet hat oder sonstwie mehr Geld ins Leben kommt, passen viele Menschen ihren Lebensstil den neuen Verhältnissen an und geben mehr Geld aus als vorher. Das bedeutet, dass ihre persönliche Inflationsrate entsprechend ansteigt und höher ausfällt als die Rate, die das Statistische Bundesamt ermittelt. In der FIRE-Community spricht man hier auch von Lifestyle Inflation.

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