Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Ergebnisse der Telko: „Rüruprente als Opt-out aus der Altersvorsorgepflicht: Für wen lohnt sie sich, für wen nicht?“

Finanzexperte Sven Kesberger; Foto: privat

Experte: Sven Kesberger
Moderator:
 Eike Totter
Co-Moderatorin: Sabine Reimers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist die Einführung einer Altersvorsorgepflicht für Selbstständige vorgesehen; ein entsprechender Gesetzesentwurf könnte noch Ende des Jahres vorgelegt werden. Mit Finanzexperten Sven Kesberger thematisierten wir daher in einer Telko der vergangenen Woche die „Rüruprente als Opt-out aus der Altersvorsorgepflicht: Für wen lohnt sie sich, für wen nicht?“. Mit den Moderatoren Eike Totter und Sabine Reimers diskutierte unser Gast die Vor- und Nachteile der möglichen Vorsorgealternative, sowie die Gemeinsamkeiten und den Unterschied zur Gesetzlichen Rente.

Der Hauptunterschied zwischen Rürup- und gesetzlicher Rente liegt Kesberger zufolge im Finanzierungssystem. Die gesetzliche Rente funktioniere nach dem sogenannten Umlageverfahren: Alles, was die Rentenversicherung heute an Rente ausgibt, wird durch aktuelle Einnahmen in die Rentenkasse plus Steuergelderzuschuss finanziert. Die Rüruprente ist im Vergleich dazu kapitalgedeckt, das heißt: Die geleisteten Beiträge werden wie beim klassischen Sparen als Vermögen angehäuft und später in Raten ausbezahlt. Bei – etwa durch die Corona-Krise bedingtem – finanziellen Engpass ist es möglich, die Rürup-Rente beitragsfrei ruhen zu lassen oder auch in guten Zeiten Zuzahlungen zu leisten.

Sven ging ferner darauf ein, für wen und in welchem Lebensalter die Rüruprente beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung die bessere Option sein kann. Wichtig war ihm vor allem auch der Hinweis, dass es wenig Sinn macht, auf die eventuell kommende Altersvorsorgepflicht zu warten, sondern möglichst bald mit Vorsorge zu beginnen. Wenn du dir selbst einen Überblick über die Vor- und Nachteile der Vorsorgemöglichkeiten verschaffen willst, schau dir das Experten-Gespräch gerne auch im Nachgang an.

 

Während der Telko beantwortete Sven unter anderem folgende Fragen:

  • Wie ist der aktuelle Stand zur AV-Pflicht?
  •  Was ist eine Basisrente (auch Rürup-Rente genannt)?
  •  Welche Vor- und Nachteile hat eine Basisrente?
  •  Für wen rechnet sich eine Basisrente und für wen nicht?
  •  Wo liegt der Unterschied zur gesetzlichen Rente?

Das komplette Video

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Wenn du noch Fragen zur Basisrente hast, oder dich über den Kostenvorteil für VGSD-Mitglieder beim Abschluss einer Basisrente informieren möchtest, schreibe gerne Sven Kesberger eine E-Mail.

1 Kommentar

  1. Christian schreibt:

    Was mich etwas stört, ist die Vermarktung von Herrn Kesberger als unabhängiger Berater, bzw. kommt das ganze erst kurz vor Ende heraus. Herr Kesberger ist kein unabhängiger Berater, sondern Vermittler, er erhält eine Courtage von den Versicherungen bzw. FInanzprodukten für jedes von ihm an Kunden verkaufte Produkt. Unabhängige Berater sind Versicherungsberater bzw. Finanzberater, die ausschließlich gegen Honorar beraten, denn nur so besteht keinerlei Verkaufsinteresse, weil sie für ihre Beratung vom Kunden direkt vergütet werden. Zudem lohnt sich ein Honorarberater, da dieser netto-Produkte anbieten kann, das heißt ohne Abschluss- und laufende Provisionen, wodurch der Kunde auf lange Sicht richtig Geld spart bzw. eine höhere Rendite erzielt!

    Zweiter Punkt, die gesetzliche Rentenversicherung wird mir zu schlecht geredet (na gut, an der verdient ja auch keiner). Die hat keine Rendite von 1 %, sondern durchschnittlich liegt diese bei über 3 %: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Arbeitnehmer-und-Selbststaendige/01_Vorteile-der-Rentenversicherung/vorteile-der-rentenversicherung_node.html Das umlagefinanziertes Rentensystem garantiert zudem, dass die Rentenbeiträge nicht plötzlich von einer Inflation oder durch größere Schwankungen im Finanzmarkt massiv entwertet werden. Dazu kommen noch die vielen weiteren Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung hinzu, die private Produkte nicht haben, bzw. nur gegen höhere Kosten wie die angesprochene Todesfallabsicherung von Angehörigen (Witwen- bzw. Witwerrenten- und Waisenrenten sowie Erziehungsrenten; selbst für geschiedene Ehegatten kann ein Anspruch auf Hinterbliebenenrente bestehen); Erwerbsminderungsrente; Rehabilitationsleistungen; Präventionsleistungen, wie z.B. Haushaltshilfen; Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben; Finanzierung von Umschulungen, Weiterbildungen; usw.

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