Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Jetzt online: Petition zum Thema Scheinselbstständigkeit

Gerade ist unter der Adresse www.vgsd.de/schein unsere Kampagnenwebsite zum Thema “Scheinselbstständigkeit” online gegangen.

Die Kampagnenwebsite umfasst:

  • die eigentliche Petition „Rechtssicherheit für Selbstständige und ihre Auftraggeber“,
  • umfangreiche Hintergrundinformationen (zum „Aufklappen“),
  • Blogbeiträge zum Thema (gespiegelt von unserer eigentlichen Website),
  • die Termine unserer Vortrags-Roadshow durch sechs Städte: „Das Ende der Selbstständigkeit?“ (weitere Events in Planung),
  • Aktion “Frag Deinen Abgeordneten”,
  • UserVoice-Abstimmung mit Wahl der geeignetsten Kriterien und Ansätze für eine bessere Abgrenzung von Scheinselbstständigkeit,
  • Viele weitere Ideen, wie Du aktiv werden kannst, wenn Du noch mehr tun möchtest.

 

Hilf mit unser erstes Ziel von 1.000 5.000 15.000 Mitzeichnern zu erreichen

KampagnenbannerBitte zeichne gleich mit und informiere Dein Netzwerk über die Kampagne. Die Share Buttons am unteren Ende des Petitionsformulars helfen Dir dabei.

Unser erstes Ziel ist es, mit Deiner Unterstützung und Mundpropaganda und der unserer anderen Mitglieder möglichst schnell (heute noch?) die Zahl von 1.000 Mitzeichnern zu erreichen, damit unser Anliegen von anderen Verbänden und Journalisten ernst genommen und als aussichtsreich beurteilt wird. [Update: Bereits am ersten Tag haben wir 1.500 Mitzeichner erreicht. Vielen Dank und macht bitte weiter so!]

Wenn wir gemeinsam die ersten 1.000 Unterschriften erreicht haben, wollen wir darüber berichten und dann 5.000 als nächstes Ziel ausrufen. Wir arbeiten uns inzwischen schon auf das Ziel von 15.000 vor. Vgl. dazu diesen Beitrag.

 

Textvorschlag zum Weiterempfehlen der Kampagne

Wir haben einen Mailtext entwickelt, der Euch das Weiterempfehlen der Kampagne vereinfacht. Gerne könnt Ihr diesen verwenden:

 

Betreff: Bitte mitzeichnen: Kampagne des VGSD zum Thema Scheinselbstständigkeit

Hallo,

vielleicht hast Du es schon mitbekommen. Falls nicht, möchte ich Dich auf die Petition der VGSD e.V. zum Thema Scheinselbstständigkeit aufmerksam machen. Bitte unterschreibe sie mit und leite sie weiter:

www.vgsd.de/schein

Die Petition wendet sich gegen die Gefährdung unserer Selbstständigkeit. Die Lage ist aufgrund einer geänderten Verwaltungspraxis in Hinblick auf Scheinselbständigkeit bereits sehr ernst. Nun droht die Ministerin diese Praxis in neuen Gesetzen festzuschreiben und weiter zu verschärfen.

Das könnte für viele Freiberufler und Kleinstunternehmen das Aus bedeuten. Wir können das verhindern, wenn wir nicht den Fehler machen zu glauben, dass wir nicht betroffen sind oder mit Glück vor einer Verfolgung verschont bleiben, sondern uns hierzu organisieren und wehren. Bitte unterstütze das!

Herzliche Grüße

 

Stolz auf das Erreichte – Jetzt geht es aber erst richtig los!

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir etwas mehr als drei Monate nach der Gründung unserer Arbeitsgruppe „Scheinselbstständigkeit“ neben einem fundierten 5-seitigen Positionspapier eine so inhalts- und funktionsreiche Kampagenseite launchen konnten.

Natürlich fängt jetzt erst die richtige Arbeit an. Aber es ist toll, dass wir ab sofort nicht mehr im kleinen Kreis arbeiten, sondern  etwas Vorzeigbares haben, was wir gemeinsam mit Euch allen noch weiter entwickeln können, und ein gemeinsames Ziel, nämlich möglichst viele Leute zu informieren, aufzuklären und fürs Mitzeichnen und –machen zu gewinnen.

Die Kampagnenwebsite ist übrigens auch unter der Adresse www.vgsd.de/echt aufrufbar ;).

Vielen Dank fürs Mitzeichnen und Weiterempfehlen!

 

9 Kommentare

  1. Thomas Kimmich schreibt:

    In der IT sind die TOP-Architekten und Entwickler Freiberufler.
    Diese hochambitionierten Experten sind maßgeblich und grundlegend für den wirtschaftlichen Erfolg der BRD und ganz Europas. Wir haben nun mal keine Bodenschätze. Unser Rohstoff ist das Know How dieser Experten. Dieses Fundament ist unersetzlich.
    Die ‚Hexenjagd‘ auf diese Leistungsträger ist höchst kontraproduktiv.
    Die Gängelung dieser ’schutzbedürftigen‘ Top-Leistungsträger würde zur Abwanderung in die USA, in die Emirate o.Ä. führen. Wie bereits in der Wissenschaft viel zu oft vollzogen. Sie sind überall willkommen!
    Damit ist niemandem gedient.
    Dem VGSD ein herzliches Dankeschön für die arbeitsintensive Aufarbeitung dieses Tabu-Themas und für die konstruktiven und praktikablen Lösungs-Vorschläge.

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  2. Antworten
  3. Ursula Schiller schreibt:

    Das ist großartig!!!!!
    Auf Twitter ist richtig viel los!

    Antworten
  4. Marc Fritzler schreibt:

    Vorsicht vor falschen Freunden

    Ich habe die Petition unterzeichnet, gleichwohl nicht ohne Bauchgrimmen. Denn sie ist zweifelsohne sehr holzschnittartig, sehr einseitig. Von Selbstkritik ist dort nichts zu lesen.

    Diese Selbstkritik stünde auch den Selbständigen, dem VGSD gut an.

    Denn wahrlich nicht alle, die sich „selbständig“ nennen, sind dies auch real, beziehungsweise wollen dies überhaupt sein. Auch unter uns gibt es solche, die nichts lieber als (schön sicher bezahlte und versorgte) Angestellte wären, wenn sie denn einen Vertrag bekämen. Zur Not sind sie eben vorübergehend „selbständig“.

    Ich befürchte, dass diese Debatte den „echten“ Selbständigen mehr schadet als nützt (täusche mich aber gerne).

    Ein Punkt zur Petition: Was bitte soll ich verstehen unter der Forderung. „Klare und nachvollziehbare Kriterien für eine rechtssichere Beauftragung von Selbstständigen“ …? Das ist so nebulös wie in einer schlechten PR-Broschüre.

    Wir sollten die Courage haben, uns von den wahren „Schein“-Selbständigen zu distanzieren.

    Zwei heikle Punkte spricht die Petition leider nicht näher an: a) die Rolle der Auftraggeber (zu denen auch die „Öffentliche Hand“ gehört, gerne vertreten durch die verdianer) und b) wie die echten Schein-Selbständigen den echten Selbständigen das Geschäft verhageln.

    Etwas Selbstkritik stünde auch uns gut zu Gesicht.

    Antworten
  5. Andreas Lutz schreibt:

    Hallo Marc,

    vielen Dank, dass Du trotz Bedenken unsere Petition mitgezeichnet hast und hier die Möglichkeit bietest, auch über Zweifel und Gegnenargumente zu diskutieren.
    Mit dem Petitonstext mussten wir die komplizierten Zusammenhänge auf den Punkt bringen und verständlich machen, warum so viele Selbstständige an den Regelungen zum Thema Scheinselbstständigkeit regelrecht verzweifeln.
    Es ist nicht unsere Absicht, das Problem Scheinselbständigkeit klein zu reden. Vielmehr fordern wir Maßnahmen bzw. Kriterien, die einen Missbrauch effektiv bekämpfen ohne die Existenz derer in Frage zu stellen, die freiwillig und gerne selbstständig sind. Dazu haben wir neue, an den eigentlichen Regelungszielen orientierte Kriterien vorgeschlagen und stimmen darüber in einem transparenten Prozess ab.
    Uns war auch wichtig, unsere Argumente von beiden Seiten abzuwägen. In unserer Arbeitsgruppe hat auch ein Betroffener mitgewirkt, der über Jahre *dafür* geklagt hat, als Scheinselbstständiger anerkannt zu werden. Warum? Weil die schwammigen Kriterien und der langwierige Rechtsweg weder Sicherheit in die eine noch in die andere Richtung geben, weil letztlich derjenige bzw. die Organisation gewinnt, der einen langen Atem und viel Geld hat, während der Schwächere auf der Strecke bleibt.
    Ich empfinde es auch als Skandal, dass es besonders häufig die öffentliche Hand ist, die Menschen in Scheinselbstständigkeit drängt und damit echte Selbstständigkeit erschwert.
    Im Gegensatz zu Dir finde ich den Punkt „klare und nachvollziehbare Kriterien für eine rechtssichere Beauftragung von Selbstständigen“ überhaupt nicht nebulös. Es geht darum, dass jeder Selbstständige (oder spätestens sein Steuerberater oder Anwalt) anhand nachvollziehbarer Kriterien entscheiden kann, ob eine Beauftragung rechtssicher (= selbstständig) ist oder dies nicht zutrifft – und genau dafür haben wir konkrete Vorschläge gemacht.

    Liebe Grüße Andreas

    Antworten
  6. Dietmar Klein schreibt:

    Scheinselbständige sollten ihre Rechte einklagen können. Wer aber wirklich zufrieden ist mit seiner Selbständigkeit, der sollte nicht unnötig behindert werden. Es bleibt ein schmaler Grad, dessen gesamtgesellschaftliche Auswirkungen kaum absehbar sind.
    Trotz ähnlicher Bedenken wie Marc unterschreibe ich.

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  7. Mirco Vlatic schreibt:

    Ich kann Marc Fritzler nur zustimmen.
    Desweiteren finde ich die Erklärung/Begründung unter „Würde eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige das Problem lösen?“ einfach falsch. Natürlich haben Selbstständige keine höheren Beiträge zur KV und PV. Woher auch? Den Arbeitgeberanteil der nicht Selbstständigen haben diese doch vorher auch durch ihre Arbeit erwirtschaftet. Wenn man als Selbstständiger den AG und AN Anteil nicht erwirtschaften kann und Beitragsschuldenen auflaufen… sorry, dann ist das Hobby aber keine Selbstständigkeit.
    Selbstständige mit mittleren und hohem Einkommen würden doch gerne in die gesetzl. RV einzahlen wenn dadurch der Kelch der möglichen Scheinselbstständigkeit an ihnen vorbei gehen würde.
    Natürlich hat die DRV daran Interesse Geld in ihre Kassen zu bekommen, ich befürchte nur das der Kampf dagegen ein Kampf gegen Windmühlen ist. Warum nimmt man die DRV nicht mit ins Boot? RV Pflicht – dadurch keine Scheinselbstständigkeit.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Mirco,

      mein Punkt war nicht, dass Selbstständige sowohl den Arbeitgeber- als auch -nehmeranteil bezahlen müssen, sondern dass sie diesen auf ein fiktives und oft nicht existierendes Mindesteinkommen bezahlen müssen. Und das ist nicht die einzige Schlechterbehandlung in diesem Bereich. Vgl. auch http://feedback.vgsd.de/forums/172849-anliegen-ziele-des-vgsd-mitbestimmen/suggestions/3081875-hohe-mindestbeitr%C3%A4ge-zur-kranken-und-pflegeversic

      Das ist laut UserVoice-Wahl der Anzahl der Stimmen nach das wichigste Anliegen unserer Mitglieder und dafür gibt es gute Gründe.

      Wenn du jede Erwerbstätigkeit mit einem Einkommen bzw. Gewinn von weniger als 2.200 Euro/Monat als Hobby bezeichnest, das aufgegeben weden sollte, dann gäbe es einige Millionen ALG2-Bezieher mehr.

      Schon mal darüber nachgedacht?

      Ich glaube auch nicht, dass Marc Deiner Aussage zustimmen würde.

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