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Lesetipp Jimdo-ifo Geschäftsklimaindex Februar 2026 Geschäftsklima der Selbstständigen hellt sich auf – strukturelle Belastungen bleiben

Das Geschäftsklima der Selbstständigen ist im Februar um fünf Punkte gestiegen, getrieben insbesondere durch weniger pessimistische Erwartungen. Damit das kein konjunkturelles Strohfeuer bleibt, fordern wir strukturelle Reformen. 

Das Geschäftsklima unter Solo-Selbstständigen stieg im Februar um 5 Punkte von minus 21,5 auf minus 16,5 Punkte.

Das Geschäftsklima unter den Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen hat sich im Februar deutlich verbessert: Der Jimdo-ifo Geschäftsklimaindex stieg von minus 21,5 auf minus 16,5 Punkte. Vor allem die Erwartungen legten um 6,6 Punkte auf minus 15,1 zu. Auch die aktuelle Geschäftslage wurde weniger negativ bewertet und stieg um 3,5 Punkte auf minus 17,8.

Auch in der Gesamtwirtschaft hellte sich das Geschäftsklima auf und liegt nun bei minus 6,5 Punkten. „Die deutsche Wirtschaft sendet erste Signale einer Belebung“, sagt Katrin Demmelhuber vom ifo Institut. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass die Befragung vor Beginn des Iran-Krieges am 28.2.2026 stattfand.

Vor allem die Geschäftserwartungen legten im Februar zu.
Aber auch die aktuelle Geschäftslage wurde weniger negativ bewertet.

Die Unsicherheit unter Selbstständigen bleibt trotz eines leichten Rückgangs hoch: 32 Prozent gaben an, ihre Geschäftsentwicklung schwer einschätzen zu können (Januar: 33,5 Prozent). Damit liegt der Wert weiterhin deutlich über dem der Gesamtwirtschaft (21,4 Prozent).

"Nach den schwierigen Monaten ist die aktuelle Erholung ein positives Signal", erklärt Matthias Henze, CEO und Mitgründer von Jimdo. "Der Anstieg bei den Erwartungen ist allerdings auch saisonal geprägt. Zum Jahresbeginn starten Projekte, Budgets werden freigegeben und aufgeschobene Investitionen umgesetzt – besonders in vielen dienstleistungsnahen Bereichen. Gleichzeitig bleibt die Lage der Selbstständigen strukturell schwierig: Alle Indikatoren des Geschäftsklimaindex liegen weiterhin im negativen Bereich. Anhaltend hohe Betriebskosten und Abgaben, schwache Nachfrage und Planungsunsicherheit belasten kleine Betriebe besonders stark."

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Auch die Unsicherheit unter Selbstständigen hat sich leicht gebessert, sie ist jedoch immer noch relativ hoch: 32 Prozent können ihre Geschäftsentwicklung schwer einschätzen.

Verbesserung vor allem im Dienstleistungsbereich

Die Erholung zeigte sich vor allem im Dienstleistungssektor bei Selbstständigen und Kleinstunternehmen. Erwartungen und Auftragslage verbesserten sich spürbar, die Umsatzerwartungen fielen erstmals seit August 2024 wieder optimistisch aus. Besonders positiv entwickelten sich Architektur- und Ingenieurbüros sowie Kreative. Im Gastgewerbe und bei den Freiberuflern verschlechterte sich die Lage hingegen. Im Einzelhandel stieg der Klimaindikator leicht, die aktuelle Geschäftslage trübte sich jedoch weiter ein.

Ingenieur- und Architekturbüros entwickelten sich im Februar besonders positiv, ebenso die Kreativen.

Andreas Lutz: "Brauchen jetzt strukturelle Reformen"

Angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage fordert der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) strukturelle Reformen: "Erhöhte Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben scheinen langsam in der Wirtschaft anzukommen. Damit dies kein konjunkturelles Strohfeuer bleibt, brauchen Solo- und Kleinstunternehmen jetzt strukturelle Reformen: die angekündigte Reform der Statusfeststellung, eine faire Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge, die Einbeziehung in die Aktivrente sowie das geplante Altersvorsorge-Depot. Andernfalls wird das stille Sterben kleiner Unternehmen weitergehen", sagt unser Vorstandsvorsitzender Andreas Lutz.

Ergebnisse im Detail (23 Grafiken):

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Dass das ifo Institut gemeinsam mit Jimdo und VGSD jeden Monat differenziert nach kleinen und großen Unternehmen über Geschäftslage, -erwartungen, -klima und andere wichtige Entwicklungen berichten kann, verdanken wir dem Engagement vieler Vereinsmitglieder, die sich für das ifo-Panel registriert haben und regelmäßig online einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Willst auch du mitmachen und zu mehr Transparenz über die wirtschaftliche Situation von Solo- und Kleinstunternehmer/innen beitragen? Hier erfährst du, wie das geht!

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