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Neues aus der Arbeitsgruppe „Scheinse“ 10.000 Mitzeichner - Termin mit DGB-Chef Hoffmann - GULP sponsort Vortragsreihe

Liebe Mitglieder unseres Arbeitsgruppen-Verteilers zum Thema Scheinselbstständigkeit,

1. Schwelle von 10.000 Mitzeichnern geknackt

Letze Woche bereits haben wir bei unserer Petition die Schwelle von 10.000 Mitzeichnern geknackt. Stand heute sind es sogar schon fast 10.800. Nachdem zwischendurch das Tempo der Mitzeichnungen nachgelassen hatte, geht es jetzt wieder in größeren Schritten auf unser nächstes Ziel von 15.000 Mitzeichnern zu.

Auch sonst haben wir im Verein wichtige Wegmarken genommen. Wir haben jetzt über 1.000 Vereinsmitglieder und über 6.000 Community-Mitglieder.

Auch unsere Social-Media-Aktivitäten haben von der Kampagne und der erhöhten Aktivität profitiert, so haben wir bei Twitter die Schwelle von 1.000 Followern geknackt (aktuell sogar schon über 1.100.) Übrigens suchen wir für unser Social-Media-Team weiter Verstärkung. Bei Interesse bitte melden!

Wie berichtet, wollen wir die Kampagne das gesamte zweite Halbjahr fortsetzen und erwarten, dass sie einen zusätzlichen Schub erhält, wenn Details über das Gesetzesvorhaben bekannt werden und die Medien darüber berichten. Bis dahin wollen wir mit Eurer Unterstützung bereits eine möglichst breite Basis an Unterstützern und Kooperationspartnern aufgebaut haben.

Gerne könnt ihr das Erreichen der 10.000-Marke zum Anlass nehmen, Euer Netzwerk kurz über den Fortgang der Petition zu informieren und ihnen für ihre Mitzeichnung bzw. Weiterempfehlung zu danken. Gerne könnt Ihr dazu diese E-Mail weiterleiten!

2. GULP sponsort Vortragsreihe – größere Räume - Kooperation mit XING-Gruppe

Am Donnerstag nächster Woche (23.07.15) findet das erste Vortragsevent unserer Roadshow mit Christa Weidner statt und zwar in München. Wegen des großen Interesses mussten wir den Raum wechseln und haben jetzt im Coworking-Space „Arbeits(t)raum“ Platz für rund 75 Zuhörer.

Nächsten Monat (Freitag, 14.08.15) sind wir dann zu Gast im Hamburger Coworking-Space „Betahaus“ mit Platz für bis zu 150 Gäste. Wir laden gemeinsam mit der offiziellen „XING Live Hamburg“-Gruppe zu dem Event ein und wollen es gemeinsam auf eine dreistellige Zahl von Zuhörern bringen.

Vielleicht klappt es auch in weiteren Städten mit ähnlichen Kooperationen. Wir wollen möglichst viele Betroffene auf die Entwicklung aufmerksam machen und als Unterstützer gewinnen.

GULP unterstützt unsere Vortrags-Roadshow als Raumsponsor mit einem Zuschuss pro Vortragsevent. Das erleichert die Organisation der Events ganz erheblich, denn bei Veranstaltungen mit >= 50 Teilnehmern gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Veranstaltungsorten und die Mieten sind „ganz ordentlich“. Durch das Sponsoring trauen wir uns, größere Veranstaltungen zu organisieren.

Um die Anmeldungen für die Veranstaltungen verbindlicher zu machen, haben wir in München alle angemeldeten Teilnehmer noch mal angeschrieben und den Anmeldeprozess für alle Städte so umgestellt, dass Nicht-Vereinsmitglieder bei der Anmeldung ihren Eintritt per Paypal (Kreditkarte, ...) vorab bezahlen können und direkt eine Rechnung/ Eintrittsticket zugesendet bekommen.

Bei einer größeren Veranstaltung ist natürlich am Abend einiges zu tun, etwa bei der Einlasskontrolle. Falls Ihr Euch für eine Veranstaltung angemeldet habt und bereit wärt, ein wenig früher zu kommen und mitzuhelfen, wäre dies für die Regionalgruppensprecher in Eurer Region sicher ein große Hilfe. Bei Interesse bitte einfach eine kurze Mail an sie schreiben (Mailadressen siehe http://www.vgsd.de/meetups/).

Bitte macht Kollegen und Bekannte auf die Veranstaltungsreihe aufmerksam und meldet Euch auch selbst frühzeitig an, damit wir besser planen können.

3. Termin mit DGB-Chef Rainer Hoffmann / Kontakte auch zu Gewerkschaftsbasis

Für die Gleichsetzung von Solo- und Scheinselbstständigen Anfang Juni haben wir den DGB-Vorsitzenden Rainer Hoffmann kritisiert. Gleichzeitig hat unser Arbeitsgruppen-Sprecher Andy Bosch aber auch den Dialog mit ihm gesucht, was zu einem Gesprächstermin am 04.09.2015 mit ihm in Berlin geführt hat. Wir warten noch auf die endgültige Bestätigung, sind aber zuversichtlich, dass es klappt.

Unser Ziel ist es zwar, zusammen mit anderen Selbstständigen-Verbänden direkt in den Dialog mit Fachpolitikern über neue, uns betreffende Gesetze eingebunden zu werden. Wir halten es aber für wichtig, auch einen Dialog mit den an solchen Gesprächen bereits beteiligten Organisationen (wie den Gewerkschaften) zu eröffnen.

Auf uns sind auch selbstständige Mitglieder der Gewerkschaftsbasis zugekommen, die unsere Petition mit großer Sympathie sehen, weil sie auch selbst schon entsprechende Erfahrungen (verlorene Aufträge durch Rechtsunsicherheit) gemacht haben. Sie wollen die Position der Gewerkschaften „von innen“ ändern. Wir versuchen, ein bis zwei Dialog-Treffen von VGSD-Regionalgruppen mit Gruppen selbstständiger Gewerkschaftsmitglieder „anzuleiern“ (wahrscheinlich in Berlin und Hamburg, bei Interesse bitte bei info@vgsd.de melden).

Rainer Hoffmann steht übrigens mit seinen Bemerkungen nicht alleine. Offenbar hat sich auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske ähnlich geäußert (Quelle folgt).

Aufschlußreich auch: http://www.dgb.de/themen/++co++46eecd14-262c-11e5-a4fc-52540023ef1a  Dort heißt es im weiteren Verlauf zum Thema Solo-Selbstständige: „Mit der Digitalisierung entstehen größere Potenziale für flexible Arbeitsformen, die jedoch den Trend zur (Solo-)Selbständigkeit, Selbstorganisation und Ergebnisorientierung verstärken. Damit mehr Flexibilität den Beschäftigten tatsächlich neue Freiräume und Selbstbestimmung bietet, müssen flexible Arbeitsformen sozial abgesichert werden. Ungesicherte Abhängigkeiten durch digitale Scheinselbständigkeit müssen vermieden werden. Der Sozialversicherungsschutz sollte daher grundsätzlich auf alle Formen der Erwerbsarbeit (insbesondere Soloselbständige) ausgeweitet werden. Für Plattform-Arbeiten im Netz sollten Mindesthonorare und arbeitspolitische Standards eingerichtet werden.“

4. Logo-Bereich mit Logos von Unterstützern auf Kampagnenseite geht nun wirklich in Kürze online

Wie schon angekündigt werden wir diese Woche noch unsere Kampagnenseite um einen Bereich „Unterstützer“ ergänzen mit zunächst 15-20 Logos von uns unterstützenden Organisationen erweitern. Neben anderen Verbänden listen wir auch Vermittler und Verlage/Webseiten/Onlinemedien mit Zielgruppe Selbstständige als Partner.

Wenn Ihr Mitglied in einer Organisation seid, die als Unterstützer in Frage kommt, so ist der Logo-Bereich nach unserer Erfahrung ein guter Aufhänger für die Ansprache. Schreibt einfach in Eurer Rolle als Mitglied den Vorstand Eures Verbands etc. an, schreibt kurz worum es bei der Kampagne geht und regt an, dass sie sich mit uns in Verbindung setzen sollten. Wenn Ihr uns cc nehmt (scheinse@vgsd.de), gehen wir auch von unserer Seite auf diese Organisationen zu. Das hat schon mehrfach sehr gut funktioniert.

Bei anderen Organisationen könnt Ihr uns auch einfach direkt die Kontaktdaten zusenden mit einem kurzen Hinweis, dass und warum wir sie ansprechen sollten. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Update: Der angekündigte Unterstützer-/Logo-Bereich ist seit gestern abend online: http://www.vgsd.de/kampagne-scheinselbststaendigkeit#unterstuetzer

Wenn Ihr Verbände anspricht, in denen Ihr Mitglied seid, oder auch Euren Vermittler o.ä. könnt ihr gerne darauf verweisen.

5. Frag Deinen Abgeordneten - Abgeordnete oft auf altem Stand und dankbar für aktuelle Informationen

Inzwischen hat Andy schon rund 80 Infopakete verschickt und wir bekommen laufend Rückmeldung von Mitgliedern über die Gespräche mit ihren Bundestagsabgeordneten. Was auffällt: Der Kenntnisstand vieler MdBs ist völlig veraltet. Häufig gehen sie davon aus, dass die fünf Kriterien aus den Jahren zwischen 1999 und 2003 (z.B. 5/6-Regelung) immer noch gelten würden, dass Rechtssicherheit durch ein Statusfeststellungsverfahren herstellbar sei (wie das bis ca. 2009 der Fall war) usw.

Indem wir sie hier faktenbasiert auf den neuesten Stand bringen, gewinnen wir Glaubwürdigkeit als Gesprächspartner. Sie sind oft sehr überrascht, wenn wir die Auswirkungen der restriktiven DRV-Praxis und des geplanten Gesetzes auf uns Selbstständige schildern und geben uns das Feedback, dass es sich um ein für sie wertvolles Gespräch handelt.

Man darf sich also nicht gleich entmutigen lassen oder wütend werden, wenn man beim ersten Kontaktversuch eine Antwort erhält, die auf mangelnde Sachkenntnis des Gesprächspartners schließen lässt, sondern dies ist eine Chance, sich selbst als glaubwürdigen und kompetenten Gesprächspartner zu positionieren. Die Gespräche verlaufen dann durchweg positiv.

Wenn Du Dir auch vorstellen kannst, ein solches Gespräch zu führen, dann fordere bitte bei Andy (andy@vgsd.de) unser Infopaket „Frag Deinen Abgeordneten“ an.

6. Zusammenarbeit mit Designerverband AGD bei Treffen beschlossen

Am Freitag (10.07.2015) hat in unserem Münchener Büro ein Treffen mit der Geschäftsführerin und einem weiteren Vertreter des AGD (Allianz Deutscher Desginer e.V.) stattgefunden. Im AGD sind rund 2.800 Webdesigner, Grafiker usw. organisiert. Es wurde eine engere Zusammenarbeit im Bereich Scheinselbstständigkeits-Kampagne beschlossen und eine konkrete gemeinsam Maßnahme vereinbart, über die ich Euch hoffentlich in einer der nächsten Rundmails ausfühlicher berichten kann.

7. Treffen mit FDP Bayern heute nachmittag

Heute (14.07.2015) nachmittag findet eine Treffen mit dem Generalsekretär der FDP Bayern und einem Vertreter der FDP Rosenheim statt. Sie wurden durch den Vortrag eines Mitglieds in Rosenheim auf unsere Kampagne aufmerksam und wollen mehr über uns und unsere Kampagne erfahren. Wir berichten Euch über die Ergebnisse.

Update: Treffen mit FDP Bayern gestern nachmittag verlief positiv. Sie wollen die Mitglieder des bayerischen Landesverbands anschreiben und eine Mitzeichnung empfehlen.

8. Warum berichten Medien und Journalisten so zurückhaltend über das Thema Scheinselbstständigkeit?

Es ist – vorsichtig ausgedrückt – nicht ganz einfach mit dem Thema „Scheinselbstständigkeit“ in die Medien zu kommen. Warum ist das so? Zum einen kennen viele Journalisten „echte Scheinselbstständige“ die früher eine gut bezahlte Redakteursposition hatten und heute als freie Journalisten, oft schlecht bezahlt, tätig sind. Zum anderen sind sie selbst rentenversicherungspflichtig über die KSK (Künstlersozialkasse) und stehen auf dem Standpunkt, dass die anderen Selbstständigen gefälligst auch in die Rentenversicherung einzahlen sollten. (Auf einem anderen Blatt steht, dass sie als KSK-Mitglied nur den Arbeitnehmer-Beitrag zahlen müssen.)

Einen lesenswerten Beitrag zum Thema Scheinselbstständigkeit in den Medien findet ihr unter http://www.taz.de/!5210276/

9. Interviewpartner für Bayern 2-Beitrag gefunden – Danke!

In der letzten Mail hatten wir nach Interviewpartnern für einen ausführlichen (25 Minuten) Beitrag auf Bayern 2 (Radio) gesucht. Es haben sich eine ganze Reihe von Euch gemeldet und der Journalist war sehr zufrieden mit den Interviews. Er ist noch Richtung Auftraggeber am Recherchieren, der Beitrag wird voraussichtlich Ende September ausgestrahlt.

Vielen Dank für Eure Unterstützung im Namen der gesamten Arbeitsgruppe „Scheinse“

Herzliche Grüße

Andreas

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