Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Neues Video zum Thema Krankenkassen-Beiträge: Was ist eigentlich fair und was unfair?

Nachdem unsere Experten-Telko zum Thema „Überhöhte Krankenkassenbeiträge – Das kannst du tun“ (zum Mitschnitt) auf so viel Interesse gestoßen ist, dass wir – trotz Verlängerung – nicht alle Fragen in Ruhe beantwortet werden konnten, haben wir uns noch einmal Zeit genommen, Antworten auf wichtige Fragen aufzgezeichnet und stellen die resultierenden Videos in unserem YouTube-Kanal (bitte abonnieren!) kostenlos zur Verfügung.

 

 

Thema des ersten Videos ist: „Selbständige in der gesetzlichen Krankenversicherung: Warum ihre Beiträge unfair sind im Vergleich zu denen von Angestellten.“ – Andreas Lutz geht im Gespräch mit Danielle Böhle nicht nur auf die hohen Mindestbeiträge ein, sondern auch auf die breitere Bemessungsgrundlage, die bei Selbstständigen gilt.

1 Kommentar

  1. Sibylle schreibt:

    Vielen Dank, dass Sie die Probleme einmal deutlich gemacht haben:
    Ich habe schon zweimal versucht, meine Krankenkasse darauf anzusprechen, dass wir Selbständigen/Freiberufller auf ein Jahreseinkommen (Lt. Steuerbescheid) Krankenkassenbeiträge bezahlen, das noch die zu zahlenden Steuern und die zu zahlenden Krankenkassenbeiträge enthält. Die kompetenten Auskünfte lauteten: „Wir nehmen immer den ersten Betrag oben“ oder „Sie wollen wohl umsonst versichert werden“.
    Wie ist es möglich, dass diese Ungleichbehandlung, die Sie noch weiter ausführen, erst jetzt zum Thema wird – wieso konnten sich alle Regierungen erlauben, das nicht zu korrigieren?

    Ich möchte aber noch ein persönliches Problem ansprechen, von dem ich glaube, dass es auch viele andere Freiberufler betrifft:
    Ich bin inzwischen 69 Jahre, muss aber weiter arbeiten, weil meine Rentenansprüche nach einer missglückten Ehe minimal waren. Ich habe zudem unseren Sohn ab seinem 5. Lebensjahr als alleinerziehende Mutter großgezogen. Insgesamt beträgt meine Rente knapp 500 €
    Diese werden teilversteuert und fließen auch in die Beitragsberechnung der KV ein. Das Gros meines Einkommens beziehe ich nach wie vor aus meiner freiberuflichen Arbeit. Die KV weist auch auf einem Statusblatt regelmäßig aus, dass ich mein Haupteinkommen als Selbständige erwirtschafte. Dennoch hat sie mir die Krankentagegeldversicherung ab 65 Jahren gestrichen – da ich ja Rente beziehe.
    Als ich sie darauf wiederholt angesprochen habe, erhielt ich eine Auskunft mit zig zitierten Paragrafen, die aber keinen Grund für diesen Logiksprung angaben.
    Zum guten Schluss noch dieses: das KV-System muss meiner Meinung nach völlig weg von dem System der Beitragsbemessungsgrenzen, nicht nur aus den von Ihnen genannten Gründen.
    4000plus € im Monat verdienen viele Angestellte; im Extremfall können sie Millionen im Jahr verdienen und zahlen dennoch höchstens ca. 340 € KV-Beitrag selbst, während bei Selbständigen ja im Durchschnitt sicher gut 500 € fällig sind. D. h. ein gut verdienender Angestellter kann noch diverse Zusatzversicherungen abschießen, bevor er in die Nähe dessen kommt, was kleine Selbständige hinlegen müssen. Um es polemisch zu sagen: ich finanziere Leute wie Herrn Winterkorn mit.
    WIr brauchen eine Bürgerversicherung, in die ausnahmslos alle zahlen. Damit fiele der Wasserkopf von 168 (?) gesetzl. Krankenversicherungen weg und die Beiträge könnten sehr moderat sein. Wer es sich leisten kann/will kann dann noch private Zusatzversicherungen abschließen. Ich kenne das aus der Schweiz. Freunde dort, die ein Mehrfaches von dem haben, was ich erarbeite, zahlen wesentlich weniger als ich, aber auch die mit dem kleineren Portemonnaie können die Beiträge stemmen. Während mir und meinen Kollegen allmählich schlecht wird bei den Summen, die die KV verlangen – und dennoch regelmäßig nach Erhöhung schreien.

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