Reformer übernehmen Führung der Hamburger Wirtschaftskammer

Das designierte Führungsteam der Handelskammer (von links): Dr. Johann Killinger, Christine Stumpf, André Mücke, Tobias Bergmann, Diana Rickwardt, Dr. Torsten Teichert und Kai Elmendorf. Foto: Burkhardt Müller-Sönksen

Das designierte Führungsteam der Handelskammer (von links): Dr. Johann Killinger, Christine Stumpf, André Mücke, Tobias Bergmann, Diana Rickwardt, Dr. Torsten Teichert und Kai Elmendorf. Foto: Burkhardt Müller-Sönksen

Der spektakuläre Erfolg der Gruppe „Die Kammer sind WIR!“ bei der Hamburger Handelskammer-Wahl hat vor einigen Wochen ein bundesweites Medienecho ausgelöst. Inzwischen ist es wieder ruhiger geworden um den anstehenden Machtwechsel bei der Kammer. Aber intern werden die Weichen für tiefgreifende Veränderungen gestellt. Am 6. April soll laut Abendblatt Tobias Bergmann, der Sprecher der so genannten Rebellen, zum neuen Kammer-Präses gewählt werden. Sechs weitere WIR-Vertreter bewerben sich um Stellvertreter-Ämter. Die Abstimmung über das neue Führungsteam dürfte Formsache sein, denn die WIR-Fraktion besetzt im Plenum 55 von 58 Sitzen.

 

„Neues Plenum bildet Vielfalt der Unternehmerschaft ab“

Zur neuen Handelskammer-Spitze sagte Bergmann dem Abendblatt: „Wir haben ein großartiges Team, welches sich seiner Verantwortung für die Handelskammer bewusst ist und die notwendigen Reformen konsequent vorantreiben wird.“ Er könne sich an kein Präsidium erinnern, das die Vielfalt der Hamburger Unternehmerschaft ähnlich gut abgebildet habe.

Nach dem Amtsantritt wird die neue Führung vor der Herausforderung stehen, die Wahlversprechen umzusetzen. Die WIR-Gruppe will

  • Zwangsbeiträge abschaffen,
  • Selbstbedienung und Verschwendung beenden,
  • das duale Ausbildungssystem zukunftsfähig machen und
  • eine Interessenvertretung für alle Hamburger Unternehmen schaffen.

Mit diesem Programm war das Bündnis „Die Kammer sind WIR!“ in die Wahl für das Plenum der Handelskammer gezogen, die Mitte Februar 2017 endete. WIR konnte offenkundig viele unzufriedene Zwangsmitglieder der Kammer mobilisieren: Zum Erfolg der Reformer trug die auf 17,6 Prozent verdoppelte Wahlbeteiligung wesentlich bei.

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