Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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ZDFzoom: Staatliche Hilfen für Solo-Selbstständige oft nicht mehr als leere Versprechen

ZDF-Regisseure vor den mehr als 100 Zuschriften von VGSD-Mitgliedern, Screenshot

(Update vom 20.08.20) Gestern Abend sendete das ZDF unter dem Titel „Alleingelassen in der Krise“ eine Reportage über staatliche Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige. In der ZDF-Mediathek kannst du dir die Sendung jetzt anschauen – oder auch direkt weiter unten auf dieser Seite.

Regisseur Norman Laryea hatte für die Sendung Andreas Lutz vom VGSD interviewt (Minute 10:30). Zusätzlich hatten wir euch Anfang Juli gebeten, eure Erfahrungen direkt an die verantwortliche Produktionsfirma zu senden, was zu mehr als hundert Zuschriften an die Redaktion führte, die unsere Aussagen zur Grundsicherung am Beispiel vieler Einzelschicksale bestätigten (Minute 16:20).

 

Drei Schicksale – ein Fazit

Drei dieser Schicksale griffen Laryea und seine Kollegin Viktoria Timkanicova heraus und interviewten den selbstständigen Tontechniker und Bühnenmeister Christophe Colveau, den Theaterkritiker und Meinungsforscher Klaus Knodt sowie die Sales-Expertin Isabel Stühler.

Das Fazit am Ende der knapp 30-minütigen ZDFzoom-Reportage:

„Die Auswirkungen von Corona treffen Deutschlands Wirtschaft mit voller Wucht. Um so wichtiger ist es, dass staatliche Hilfen unkompliziert, unbürokratisch und zielgerichtet sind. Doch für viele Solo-Selbstständige entpuppen sie sich als leeres Versprechen. Immer mehr fürchten um ihre Existenz.“

Den Regisseuren gelingen bewegende Porträts der Betroffenen. Wenn etwa Christophe Colbeau gefragt wird, wie es für ihn war, Hartz IV zu beantragen oder er und seine Frau gegenseitig beieinander Trost suchen.

 

 

Jetzt ZDFzoom-Reportage anschauen (alternativ in ZDF-Mediathek)

 

 

Wirtschaftsminister Altmaier verweigert sich Gespräch

Der fehlenden Hilfe werden in der Reportage die Versprechungen der Politiker aus der Anfangszeit der Corona-Krise gegenübergestellt, insbesondere von Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz, der inzwischen Kanzlerkandidat der SPD ist.

Wochenlang hat Normal Laryea versucht, ein Statement von Altmaier zum Thema zu erhalten. Schließlich wurde er von der Presseabteilung des Ministeriums auf einen Minister-Auftritt bei Maybritt Illner verwiesen. Aber auch dort verweigerte Altmaier sich einem Gespräch.

Alexander Kritikos, Forschungsdirektor beim DIW und seit vielen Jahren Experte für Gründungen und kleine Unternehmen berichtet über seine Studie zum Thema und bringt es auf den Punkt: Die Corona-Krise trifft die (Solo-) Selbstständigen stärker als jede andere Bevölkerungsgruppe.

 

Lebensleistung von 30 Jahren verrinnt zwischen den Fingern

Und einige Branchen sind noch schwerer betroffen als andere. Tontechniker Colbeau hat Angst, dass ihm alles zwischen den Fingern verrinnt, was er sich in über 30 Jahren aufgebaut hat. Zwar hat er 9.000 Euro Soforthilfe des ersten Hilfspakets der Bundesregierung erhalten und auch für den Erhalt des Betriebs und den Lebensunterhalt der vierköpfigen Familie ausgegeben.

Das Geld ist aber nur zur Deckung ganz bestimmter Betriebskosten gedacht. Doch als selbstständiger Bühnenmeister hat Christophe Colbeau kaum Betriebskosten. Die hat er nur, wenn er auf Veranstaltungen arbeitet. Keine Veranstaltungen bedeuten keine Arbeit, wenig Betriebskosten.

Das Beispiel von Klaus Knodt bestätigt, dass auch Hartz IV keine Hilfe bringt. Von einem einfachen Verfahren kann keine Rede sein. Wer – wie die große Mehrzahl der Selbstständigen –  für sein Alter vorgesorgt hat, soll erst die Ersparnisse aufbrauchen, um dann später auf Grundsicherung angewiesen zu sein. Kein Einzelfall, sondern verbreitete Praxis.

 

Zuständig sind die anderen

Isabel Stühler, die Verkaufsexpertin aus dem hohen Norden – ist vielen durch ihr sympathisches YouTube-Video („Ein Video-Brief an unseren Ministerpräsidenten“) bekannt, mit dem sie es in die Zeitung und schließlich zu einem Gespräch mit dem Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Bernd Klaus Buchholz (FDP), geschafft hat. Der nimmt sich eine Stunde Zeit und beauftragt eine Mitarbeiterin, mit Isabel die Antragsunterlagen durchzugehen.

Von Laryea gefragt, warum Schleswig-Holstein nicht dem Beispiel anderer Länder folgt und im Rahmen der Soforthilfe wenigstens das Lebenshaltungsminimum anerkennt, sagt er, dass er zusammen mit den anderen Wirtschaftsministern der Länder beim Peter Altmaier dafür geworben habe, der habe dies aber abgelehnt. Seine Landesmittel könne er dafür nicht einsetzen.

 

Großbritannien als Gegenbeispiel

Dass es auch anders geht zeigt die Sendung am Beispiel von Großbritannien. Dort gibt es fünf Millionen Solo-Selbstständige. Diejenigen, die unter deutlichen Umsatzrückgängen aufgrund der Corona-Krise leiden, haben dort – trotz angespannter Staatskasse – pro Kopf bis zu 2.800 Euro pro Monat erhalten – als Entschädigung für verlorene Einnahmen, die sie ausdrücklich auch für private Ausgaben wie Essen, Miete und Krankenversicherung verwenden durften. Zuständig waren dort – wie vom VGSD immer wieder gefordert – die Finanzämter. Maßnahmen, die schnell und effizient helfen. Anders als in Deutschland.

Hat die Reportage die aktuelle Situation richtig beschrieben? – Das ZDF, die Macher (und auch wir) freuen sich über deinen Leserbrief, Facebook-Kommentar oder Tweet. Und natürlich sind Kommentare auch auf dieser Seite unten möglich. Danke!

 

ZDFzoom am Mittwoch um 22:45 Uhr: „Alleingelassen in der Krise – Selbständige in der Corona-Falle“

Regisseur Norman Laryea befragte Mitte Juli Andreas Lutz – mit Sicherheitsabstand, Foto: Max Hilgarth

(Update vom 18.08.20) Mitte Juli war das ZDF fast drei Stunden für Dreharbeiten zu Gast im VGSD-Büro. Norman Laryea von der Produktionsfirma M.E.WORKS befragte Andreas Lutz mehr als eine Stunde lang zur Ausgestaltung und Wirksamkeit der Corona-Hilfen für Selbstständige. (Vergleiche Bericht unten.)

 

Wie geplant wird die halbstündige Reportage nun morgen Abend (Mittwoch, 19.08.20) um 22:45 Uhr gesendet (ZDFzoom-Website). Fragestellung: Werden die Solo-Selbstständigen von der Regierung in der Corona-Krise im Stich gelassen?

 

Wirkungsvolle Soforthilfe?

Zusammen mit der Kollegin und ZDFzoom Reporterin Viktoria Timkanicova begab sich Laryea auf Spurensuche. Sie trafen Bühnenmeister Murphy Colbeau. Er hat die beantragten 9.000 Euro Soforthilfe des ersten Hilfspakets der Bundesregierung erhalten. Das Problem: Das Geld ist vor allem zur Deckung von Betriebskosten gedacht. Für Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom oder Lebensmittel darf es nicht ausgegeben werden.

Doch als selbstständiger Bühnenmeister hat Murphy Colbeau kaum Betriebskosten. Die hat er nur, wenn er auf Veranstaltungen arbeitet. Keine Veranstaltungen bedeuten keine Arbeit, wenig Betriebskosten und letztendlich auch wenig Soforthilfe. Auch die Überbrückungshilfe des zweiten Hilfspakets hilft dem zweifachen Familienvater kaum. Das Problem bleibt das gleiche.

Sein Beispiel zeigt: Auf Hilfsgelder des Bundes haben die meisten Solo-Selbständigen in der Praxis keinen Anspruch. Für Murphy Colbeau bedeutet das: Auf Sparflamme leben, die eisernen Reserven aufbrauchen – im schlimmsten Fall sogar seine Selbstständigkeit aufgeben.

Einige Bundesländer haben zwar reagiert und greifen den Solo-Selbstständigen finanziell unter die Arme. Andere tun dies nicht. Die Konsequenz: ein Flickenteppich.

 

Hartz IV abgelehnt aufgrund bestehender Altersersparnisse? – Einzelfälle oder verbreitete Praxis?

Die Bundesregierung bietet für finanziell in Not geratenen Solo-Selbstständige Hartz IV an, die sogenannte Grundsicherung (VGSD-Experten-Telko zur Antragstellung). Mit einem vereinfachten Zugang sollen Betroffene so „schnell und mit möglichst minimalem bürokratischen Aufwand“ finanziell unterstützt werden. Die Realität sieht für viele jedoch anders aus: Betroffene berichten „ZDFzoom“ von komplizierten und langwierigen Anträgen, Bergen von Papier und aufwändigen Prüfungen, und oftmals auch negativen Bescheiden.

So auch Klaus Knodt. Normalerweise arbeitet er für ein Meinungsforschungsinstitut. Doch seit Corona sind ihm fast alle Aufträge weggebrochen. Mit dem vereinfachten Hartz-IV-Zugang hatte er gehofft, die Krisenmonate überbrücken zu können. Aber sein Antrag wurde abgelehnt. Begründung: Er habe zu viel „verwertbares Vermögen“. Knodt ist wütend, sagt dass dieses Geld seine Altersvorsorge sei. Die Ersparnisse fürs Alter auflösen um dann Hartz IV beantragen zu dürfen – Einzelfälle oder verbreitete Praxis? ZDFzoom geht auch dieser Frage nach.

 

Dreharbeiten: ZDFzoom zu Gast beim VGSD

(Ursprünglicher Beitrag vom 14.07.20) Heute war das ZDF fast drei Stunden lang zu Gast beim VGSD. Das TV-Team drehte für das investigative Doku-Format ZDFzoom,

Regisseur Norman Laryea befragte Andreas Lutz mehr als eine Stunde lang über Ausgestaltung und Wirksamkeit der Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige. (Erfahrungsgemäß kommen allerdings nur ein oder wenige Statements in den fertigen Beitrag.)

Für die Reportage spricht Laryea auch mit Wissenschaftlern und zahlreichen Betroffenen. Auch Wirtschaftsminister Altmaier sollte für die Sendung befragt werden.

ZDFzoom wird Mittwoch abends ausgestrahlt. Voraussichtlicher Sendetermin ist der 19. August um 22:45 Uhr.

Galerie

Regisseur Norman Laryea  befragt Andreas Lutz mit einigem Sicherheitsabstand, Foto: Max Hilgarth
Der Tontechniker befestigt das Mikrofon, Foto: Max Hilgarth
Kameramann und Regiesseur bei den Vorbereitungen, Foto: Max Hilgarth

22 Kommentare

  1. Gerald Baumann schreibt:

    Die Anrechenbarkeit der Altersvorsorge auf Hartz IV versuche ich über eine Petition zu ändern. Alles dazu unter AV-Depot.de. Bitte zeichnet mit, wenn der Petitionsausschuss die Petition veröffentlicht.
    Danke Gerald

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    1. Barbara Brosch schreibt:

      Habe ich das richtig verstanden? Die Petition ist nur für die Sicherung von Aktien?
      Ich habe aber eine Lebensversicherung, die auch nicht als Altersvorsorge akzeptiert wird. Sondern ich sollte sie für den „vereinfachten“ Corona-Hartz-IV Antrag auflösen. Diese Versicherung ist aber für meine Altersvorsorge gedacht und ich wollte sie bei Ablauf in eine monatliche Rentenzahlung umwandeln. Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt.
      Sehr, sehr schade, dass ihr das in der Petition nicht berücksichtigt habt. Ansonsten ist das natürlich eine ganz wichtige Petition.
      Lieber Gerald Baumann, magst Du Dich mal bei mir melden? barbara.brosch@freenet.de

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  2. Jens Wagner schreibt:

    Dieser Beitrag des ZDF ging unter die Haut, selbst Angestellten aus meinem Umfeld ist nun klar geworden, worum es geht.
    .
    Zum Verhalten von Peter Altmaier: ein Bundeswirtschaftsminister, der steuerzahlende Klein- und Soloselbständige in die Pleite und in Folge vielleicht auch in die Altersarmut drängt, muss sich doch mal fragen, ob er den richtigen Job macht.
    Auszug aus Artikel 38 des Grundgesetzes: Sie (die Abgeordneten des Deutschen Bundestages) sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

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    1. Antworten
  3. Andreas Terveen schreibt:

    Kriminelle haben aufgrund bzw. in bezug auf ihre Handlungen sehr, sehr selten ein reines Gewissen!

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  4. Danke für nichts schreibt:

    Persönlich bin ich gespannt, wie viel von den 50 Mrd. EUR Soforthilfe am Ende tatsächlich geholfen haben werden. Sind ja aktuell nur 15 Mrd. EUR verwendet worden und die ganzen Rückforderungen stehen noch aus. Kein Wunder, dass man es damit aktuell auch nicht so eilig hat. Schlechte Nachrichten verschiebt man eben besser auf später, wenn sie keinen mehr interessieren. An dieser Stelle Glückwunsch an die Herren Minister! Da haben Sie richtig gut gespart. Unbürokratische Hilfe und „mit Wumms aus der Krise“ sähen zwar sinnvollerweise anders aus, aber darüber wollen wir besser nicht reden. Also erstmal besser wegducken. Aber keine Angst die Herren! Die Rechnung kommt noch. Von SPD und CDU fühle ich mich nicht mehr vertreten. Mal schauen, ob ich da der einzige bin …

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  5. michel jacot schreibt:

    ihr könnt gerne meine vita in meiner page art-micheljacot.com lesen.der Lebensweg war steinerd und hart und heute stehst du ohne mit einer kleinen rente da und lebst unter der Armutsgrenze.wer vom Staat giebt dir als Kunstmaler einen Cent.??

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  6. Marc Jacquemin schreibt:

    Sehr gute Reportage und eine gute Zusammenfassung der letzten 5 Monate. Es kommen die zu Wort, die sich während der gesamten Coronakrise für die Selbstständigen eingesetzt und auf die Problematik der Soforthilfen hingewiesen haben.
    In der Dokumentation wird auf eine Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW hingewiesen. Die Publikation ist sehr lesenswert. Für alle, die sie noch nicht kennen:
    Corona-Pandemie wird zur Krise für Selbständige
    https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.791679.de/diw_aktuell_47.pdf

    Die Szene mit dem Bundeswirtschaftsminister, der dem ZDFzoom Team im Fahrstuhl den Rücken zudreht, spricht Bände. Unfaßbar daß es keinerlei Gespräche zwischen Selbstständigenverbänden und Selbstständigen auf der einen Seite und Peter Altmaier und Olaf Scholz auf der anderen Seite gibt.

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  7. Julia schreibt:

    Danke für diese wirklich gute Reportage, die es auf den Punkt bringt. Ich hatte erst gestern Abend dazu ein Gespräch mit meiner Yogagruppe, deren Teilnehmer völlig erstaunt waren, dass die Sofort-Hilfe nicht hilfreich ist. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, die Bevölkerung darüber aufzuklären und diese Reportage trägt dazu bei.

    Und wenn ich darüber hinaus bedenke, dass in dieser Krise KMU ungerechtfertigter Weise Kurzarbeitergelder beantragen und erhalten (wodurch nachweislich Planungs- und Führungsfehler aufgefangen und vertuscht werden sollen – ich kenne so einen Fall aus dem Bekanntenkreis), dann wird mir übel.

    Das Peter-Prinzip gilt – sowohl für die freie Wirtschaft als auch für die Politik. Und mit Blick auf letztere: Staats-DIENER agieren anders. Momentan sehe ich bei vielen der Herren (!) kollektives und willentliches Vollversagen, ohne dass daraus persönliche Konsequenzen gezogen werden. Ich nenne das: Unfassbare Selbstherrlichkeit.

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  8. Monika Weyer schreibt:

    Der Bericht ging wirklich unter die Haut, ich musste mehrmals heftig schlucken, damit mir nicht auch die Tränen kommen. Nach wie vor sind die Bedingungen nicht hinnehmbar und teils demütigend, wenn ich beispielsweise meine kompletten Vermögenswerte darlegen muss. Warum wird Selbstständigkeit in diesem Land so unglaublich unbeholfen und argwöhnisch betrachtet? Das frage ich mich mehr und mehr. Wir sind 2,2 Millionen Menschen, die ihre Arbeit lieben und auch in dieser verdammte Krise weitermachen möchten. Warum alles so kompliziert? Es werden doch auch für große Unternehmen Milliardenpakete geschnürt. Ich kenne einige, die das als Angestellte betrifft und niemand von ihnen wurde je nach seinen Vermögenverhältnissen be- bzw. ausgefragt. Das macht mich sprachlos, nein es macht mich wütend!

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    1. Sildolas schreibt:

      Warum Selbständige so betrachtet werden? Ist doch klar, kein Mensch braucht Selbständige, die sich erfolgreich aus der Lohnabhängigkeit befreit haben. Was benötigt wird, sind fähige Arbeitskräfte, die aus Not für einen Apfel und Ei Malochen oder die die zum Erhalt des Status Quo notwendige Arbeitslosenbreservearmee aufstocken…hat alles System…

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  9. Daniela Blei schreibt:

    Am meisten schockiert im Bericht hat mich die arrogante Ansage des Wirtschaftsministers gegenüber Frau Stühler, sie solle doch mal die Texte lesen, dann wisse sie auch, wie sie was beantragen könne. Da kann ich nur den Kopf schütteln.
    Na wenigstens hat sie überhaupt durch ihre Hartnäckigkeit eine Antwort bekommen. Im Gegensatz zu mir …. Ich war die ganzen Monate seit Start der „Soforthilfe“ dazu auf Twitter unterwegs. Hab da unter anderem das Bundeswirtschaftsministerium direkt angeschrieben mit Fragen. Zumindest hab ich dort eine – wenn auch wie üblich extrem floskelhafte – Antwort zeitnah erhalten.
    Das Wirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein, das (nur) mit der Pressestelle @wirtschaftsland auf Twitter vertreten ist, hat bis heute auf 2 Anfragen überhaupt nicht reagiert. Ich wollte wissen, ob für SH auch eine eigene Hilfe (wie Berlin, Hamburg) geplant ist, und wenn nicht, warum nicht. Und was die zu tun gedenken, da ich als Grafikdesignerin in SH damit auch einen wettbewerblichen Nachteil gegenüber den Unmengen an Kollegen in Hamburg habe, die diese Hilfe von Hamburg sehr wohl erhalten haben. Keine Reaktion. Und das von einem FDP Wirtschaftsminister, dessen Kollege Johannes Vogel der einzige war, der dazu immer seine Stimme erhoben und versucht hat, hier zu helfen.
    Warum hat man nicht einfach gesagt, wir haben das Geld nicht oder wollen es nicht ausgeben in SH, es gibt nur das für die meisten nicht brauchbare Geld vom Bund? Ist doch auch eine Milchmädchenrechnung – die Grundsicherung muss doch dann sowieso vom Land bzw. den Kommunen getragen werden.
    Mit Murphy Colbeau hab ich mitgeweint. So wie mit vielen anderen in den vergangenen Monaten. Und die Aussagen von Angestellten mit Kurzarbeitergeld, ja wir haben dafür ja eingezahlt und ihr nicht, habt ihr Pech gehabt weil falsches Geschäftsmodell, und das muss man doch monatelang locker überleben können als Business, sonst sollte man doch nicht selbständig sein – ich hör da mittlerweile weg, erklären hab ich aufgegeben. Interessiert niemanden außer uns Betroffenen.

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  10. Ein Unternehmer schreibt:

    Der Knaller ist ja, dass Kurzarbeitergeld bis zu 80% problemlos gezahlt wird.
    Hier wird ja immer argumentiert, dass die Arbeitnehmer ja schließlich selbst über ihre Arbeitslosenversicherungsbeiträge die „Rücklagen“ gebildet hätten. Dass diese aber längst aufgebraucht sind und daher der Steuerzahler – und somit eben auch die Selbstständigen!! – nun dafür zahlen darf man wohl getrost als staatlichen Betrug bezeichnen. Wieso soll man als Selbständiger erst seine Altersvorsorge aufbrauchen, wenn das von den Arbeitnehmern nicht gefordert wird? Damit hinterher Heil wieder schwadronieren kann, dass Selbständige nicht für ihr Alter vorsorgen und deshalb ALLE in das schon jetzt marode und wie man ja sieht, klientelgesteuert-korrupte System einzahlen sollten?

    Also: Entweder Kurzarbeitergeld für ALLE, oder für keinen. Punkt. Bitte arbeitet darauf hin und stellt die unfähigen Politiker endlich zur Rede. Vor Allem Altmaier und Scholz, das sind die Übeltäter.

    Heißen Wind machen, können sie, aber wenn man mit der Nadel reinpiekt, fallen sie in sich zusammen. Dass sich so einer wie Scholz überhaupt traut, Kanzlerkandidat zu werden. Pfui!
    Und Heil gehört auch mit zu der kriminellen Bande aus Heuchlern und Wahlgeschenkeverteilern an die eigene Klientel (Sozialabhängige), um die eigene Wiederwahl zu sichern.

    Wieso wird über die Verlängerung des KuG bis nach der Wahl (sic!) philosphiert, während man Selbständige in den Abgrund laufen läßt? Das darf doch wohl alles echt nicht mehr wahr sein. Deutschland 2020. Auswandern in Länder, die Selbständigkeit schätzen, ist wohl das einzig Richtige und Sinnvolle.

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  11. Thomas G. schreibt:

    Eine Zusatzinfo zu den 2000 Euro, die in NRW für die Lebenshaltungskosten angerechnet werden durften:

    Auf Nachfrage in der Behörde in Köln, gilt dies nur für diejenigen, die im März bereits die Soforthilfe beantragt haben – also zu einem Zeitpunkt, zu dem teilweise noch nicht klar war, ob man überhaupt berechtigt ist oder nicht. Alle die gewartet haben und bspw. erst im Mai ihren Antrag stellten, durften die 2000 Euro nicht mehr ansetzen.

    Als Begründung wurde genannt, dass die damalige Formulierung auf der Antragsseite, für was die Unterstützung verwendet werden darf, missverständlich/falsch war. D.h. eigentlich war das keine wirklich beabsichtigte Unterstützung für Solo-Selbständigen des Landes NRW, sondern eher ein Versehen.

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  12. Hans Hoefer schreibt:

    Nächstes Jahr steht die Bundestagswahl an – und genau darauf ausgelegt wurden bereits, Ende März, die sog. „Soforthilfen“.
    Wie ich dieses Argument erkläre?
    Ganz einfach: Ende März, nachdem erstmal geruhsame 14 Tage, von den Bundesministern, für Finanzen und Wirtschaft, dafür aufgewendet worden waren, das man sich um das Kurzarbeitergeld beraten hat , denn dieses war ja auch wesentlich wichtiger und vorrangiger, weil es wesentlich mehr Arbeitnehmer, als Selbstständige, gibt und somit auch die Wählergruppe, der Arbeitnehmer größer ist, also, Ende März war die denkwürde Pressekonfernez gegeben worden, von den Ministern Altmaier und Scholz, in dem sie, mit stolzgeschwellter Brust, an das Volk bekannt gaben, das sie, die Selbstständigen und Kleinunternehmer, mit sage und schreibe 56 Milliarden Euro unterstüzen und durch die Krise bringen würden.

    Dann kam die Beantragungs-Möglichkeit – und insbesondere hier in Rheinland-Pfalz, war dies eine gigantische Katastrophe: nicht nur, das man den Antrag erst einmal ausdrucken und unterschreiben musste (mit eidestattlicher Versicherung und der Androhung, des Subventionsbetruges, sollte man etwas, beim Ausfüllen, falsch machen, obwohl es keinerlei hilfreiche und aussagekräftige Anleitungen dazu gegeben hatte), nein, man mußte auch noch im Besitz eines max. 1 Jahr alten Personalausweises sein (wo einen älteren Ausweis erneuern lassen, wo doch die Ämter, während des Shutdowns, allesamt geschlossen hatten?) und diesen einscannen und ebenfalls ein steuerliches Dokument einscannen, als Nachweis, das man wirklich das genannte Unternehmen führt, dann auch den Antrag wiederum einscannen und alles in eine Datei zusammen fassen und das gesamte Dokument dann in PDF umwandeln und per E-Mail an die ISB-Bank versenden.

    Dann durfte man die längste Zeit, aller Bundesländer, darauf warten, ob der Antrag genehmigt werden würde und ob es zu einer Auszahlung kommen würde.

    Nördlich, von Rheinland-Pfalz, für alle, die das nicht wissen, liegt Nordrhein-Westfalen. Dort wurden, zzgl. zu den Soforthilfen, monatlich ganze 2.000 Euro, zur Bewältigung der privaten Kosten, ausgezahlt – und im Süden, von unserem Bundesland, in Baden-Württemberg, wurde zumindest die Mindestsumme ausgezahlt, die bei 1.180 Euro liegt. Aber unser allseits verehrter Minister Wissing (FDP) meinte, man könne an die Rheinland-Pfälzer Unternehmer keine solchen Gelder ausbezahlen, man müsse erst einmal abwarten, was der Herbst und der künftige Winter, an Schwierigkeiten, bringen würde! Das hat keinem Selbstständigen und Unternehmer geholfen!

    Und Ende Juni, wurde dann, durch Wirschafts-Medien bekannt gegeben, das, bis dahin lediglich, von den angepriesenen 56 Milliarden minimale 12 Milliarden zur Auszahlung gekommen seien – eben, weil nur minimal wenige Kosten, in die Beantragung, mit hinein genommen werden durften und dann noch eine Differenzspanne einkalkuliert werden musste, falls man noch einige Umsätze, innerhalb der 3 Monate, die die Soforthilfe gültig war, realisieren konnte.

    Hatte man aber, in den besagten 3 Monaten, höhere Umsätze erreichen können, dann muss man baldmöglichst die erhaltende Soforthilfe zurück zahlen!

    Hilfsgelder, die man nur mit großen Mühen hat beantragen können, die dann ewige Zeiten später erst zur Auszahlung gekommen sind und die man dann noch versteuern wird müssen, mit der Einkommenssteuer, sind nun wahrlich keine Hilfen! Denn, über die Versteuerung, macht der Staat ja, von den Auszahlungsbeträgen, schon wieder einen großen Teil wett und wer eben noch Umsätze hat machen können, der darf womöglich einen Kredit aufnehmen, um die geforderte Rückzahlung ermöglichen zu können!

    Also, das kein Selbstständiger und ebenfalls kein Kleinunternehmer den „Fehler“ begehen wird, das er, bei der Bundestagswahl 2021 bei SPD oder CDU/CSU sein Kreuzchen setzen wird, dafür haben die beiden Minister Altrmaier und Scholz ihr absolut Bestes gegeben – zumal unser Steuerberater uns kürzlich noch mitgeteilt hat, das, von seinen weit über hundert Mandanten, lediglich 3 so drastische Umsatzeinbusen, zum vergangenen Jahr, im Vergleich, hin gemacht haben, das sie überhaupt jetzt Anspruch, auf die „Konjunkturhilfen“ haben!

    Also sind diese „Hilfsgelder“ auch wiederum nur Luftblasen, die die Arbeitnehmer glauben lassen sollen, das der Staat etwas für die Selbstständigen und Kleinunternehmer tun würde – es aber tatsächlich nicht macht.

    Antworten
  13. Alfons Pass schreibt:

    Auch diese Sendung wird nichts bringen, außer einem gefüllten Sendeplatz für das ZDF. Das sich Altmaier und Scholz verweigern ist doch klar. Sie haben zum Beginn der Pandemie vollmundig die beruhigenden Statements abgesondert, aber die Umsetzung rasch in die Ministerien delegiert. Für die beiden war es werbewirksam.

    Ich habe gesagt und ich bleibe dabei, wenn zehntausende Betroffene ihr MdB persönlich anschreiben, ihre Position klar machen und die Wiederwahl im September ablehnen, evtl. mit dem Hinweis auch noch die Wählerschaft im Umfeld zu aktivieren, dann werden sicherlich einige Dutzend MdB aufgescheucht.

    Ich bin sicher, dass die sich dann schon mal an die Kollegen Altmaier und Scholz wenden werden und die Unruhe in der Wählerschaft kommunizieren.

    Ich würde auch erwarten das seitens des VGSD noch mehr an Aufmerksamkeit organisiert würde.

    Einfach nur hier kommentieren baut zwar Frust ab, bringt gar nichts in der Sache.

    Antworten
  14. Barbara Brosch schreibt:

    Lieber Andreas, lieber Max,
    nun habe ich mir dieses Video angeschaut und ich finde, dass die Situation unzureichend und zu harmlos dargestellt wird.
    60.000 € Vermögen darf ich als Soloselbstständige behalten – doch wird das Vermögen meines Partners/meiner Partnerin – nur! – mit 30.000 € eingerechnet. Also zu zweit 90.000 €. Und was ist, wenn ich Kinder habe?
    Dann soll ich nicht nur Aktien und Sparbriefe verwerten, sondern auch meine Lebensversicherungen auflösen. Aktien verkaufen und LV auflösen ist mit teils hohen Verlusten verbunden und das alles, um nur eine begrenzte Coronazeit zu überbrücken? Bei mir wurde trotz Widerspruch definitiv verlangt, meine LV aufzulösen, obwohl ich sie nach dem Ablauf in monatliche Rentenzahlungen hätte umwandeln können.
    Dann möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass NebenberuflerInnen und RentnerInnen keinen!!!! Anspruch auf Soforthilfe hatten. Das MdB-Mitglied Reinhard Spiering von der SPD / Landkreis Osnabrück war sich nicht zu schade zu behaupten, sie wollten nur hauptberuflich Tätige unterstützen, denn nur diese würden ja davon leben müssen. Zweifach verkehrt, denn Lebenshaltungskosten wurden explizit nicht berücksichtigt und nebenberuflich Tätige müssen natürlich auch von ihrer Arbeit LEBEN und anscheinend ignoriert er und mit ihm die gesamte Bundesregierung die Menschen, die wegen einer kleinen Rente auch dazu verdienen müssen.
    Und bisher ja auch konnten!
    Ich wiederhole: wir wurden per Verordnung an unserer Arbeit gehindert, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dafür gehören wir anständig von der Allgemeinheit / vom Staat unterstützt.
    Ich finde, dass GB ein leuchtendes Vorbild ist und genau das haben wir vom VGSD doch auch immer gefordert.
    Wie geht es denn nun mit der Bundestagspetition weiter?
    Es ist nach wie vor dringend!!!!!
    Ich grüße Euch herzlich,
    Barbara Brosch

    Könnt ihr bitte meine mail an die beiden von der Reportage weiterleiten?
    Natürlich mit einem Dank, dass sie sich des Themas angenommen haben.

    Antworten
    1. Stephan Eckert schreibt:

      Hallo Frau Brosch,

      ich kann Ihr Statement nur bekräftigen. Die Frage ist, wie stehen die Chancen um die „Anträge auf Entschädigung nach §56 Infektionsschutzgesetz“? Ich habe am 25.05.2020 einen entsprechenden Antrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt, und habe dann am 17.06.2020 nach Rückfrage die Antwort erhalten, dass der Antrag eingegangen ist und in Bearbeitung sei. Weitere Rückfragen zum Status sind nicht möglich.

      Ich werde mich jetzt an den Regierungspräsidenten von Oberfranken wenden.

      In diesem Zusammenhang empfinde ich es als Soloselbständiger (Trainer & Coach) als Ungerecht, wenn (angestellte) Eltern, die Ihrer Tätigkeit nicht nachgehen können, weil die KiTa geschlossen ist und die Kinder von diesen Eltern betreut werden müssen, bis zu 5 Monate lang bis zu 2.067 EUR für ihren Lebensunterhalt (Verdienstausfall) erhalten. Hierfür wurde der §56 IfSG extra um einen Absatz 1a ergänzt.

      Wieso haben wir dann keinen Anspruch gem. §56 IfSG? Wir Trainer & Coaches (wie viele andere Branchen auch) wurden auch durch An- und Verordnungen an der Ausübung unserer Tätigkeit gehindert.

      Darüber hinaus kann ich nicht nachvollziehen, dass Studenten, die wohl meistens in Ihrem bisherigen Leben noch nichts in die Sozialsysteme, auch keine Lohn- bzw. Einkommensteuer, einbezahlt haben, bis zu 500 EUR monatlich (zu beantragen über die Studentenhilfswerke, Kontoauszug ist vorzulegen) erhalten, da sie ja ihre Jobs, z. B. in der Gastronomie, verloren haben.

      Ich bin seit 28 Jahren selbständig, habe 2 Unternehmen (50 Mitarbeiter, 16 Mio. EUR Umsatz) aufgebaut (2006 verkauft) und bin seit 2008 als Trainer & Coach in der neuen Selbständigkeit tätig. Wenn ich da mal alles zusammen rechne, was ich selbst an Steuern, mein Unternehmen an Steuern und meine Mitarbeiter an Steuern, z. B. Umsatzsteuer beim Verbrauch) an den Staat abgeführt habe, dann bin ich schon sehr erstaunt und enttäuscht, wie man mich und andere Soloselbständige hängen lässt.

      Auch ich wäre sehr an den E-Mail-Adressen der beiden Moderatoren aus dem ZDF-Beitrag interessiert.

      Herzliche Grüße, Stephan Eckert

      Antworten
      1. Bettina schreibt:

        Hallo Herr Eckert,
        ich denke nicht, dass es förderlich wäre, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen. Medienberichten zufolge haben tatsächlich viele Studierende ihre Jobs verloren und gibt es durchaus auch Fälle, in denen die Studies keinen Cent Hilfe erhalten haben, obwohl sie finanziell ebenfalls zu den Verlierern gehören.
        Es ist nicht so, dass ich den Arbeitnehmern kein längeres Kurzarbeitergeld gönne. Mich macht es nur wütend, dass unsere Gruppe zugleich sich selber überlassen wird.
        Mir persönlich wäre es sogar lieber, wenn die Studies vom Staat unterstützt werden, ansonsten gibt es durchaus den einen oder anderen, der versucht Aufträge an Land zu ziehen, die von qualifizierten Kräften (Soloselbständigen?) ausgeübt werden sollten und diese wiederum fehlen dann den qualifizierten Profis. So z. B. bei Textern, Übersetzern, aber sicher auch Webdesigner u. ä.

        Antworten
  15. Wolf Struensee schreibt:

    Mit dem Fokus auf den angeblichen „Mittelstand“ grenzt der BundesWiMi ständig die Selbständigen aus: So sind z.B. die Fördermittel für IT-Zuschüsse bei Investitionen UNTER 17.000 € nicht zu erhalten! Selbständige, die jetzt dringend in IT-Ausbau investieren müssten (z.B. virtuelle Online-Kommunikation) werden so meist von der Förderung ausgeschlossen!

    Antworten
  16. Karl Kraus schreibt:

    Ein Beitrag vom ZDF? Ehrlich? Betreutes Denken promoted by VGSD? Das brauchen wir nicht.

    Antworten
  17. Sebastian schreibt:

    Hallo Herr Kraus,

    ich verstehe Ihren Beitrag inhaltlich nicht. Was finden Sie an dem Bericht bzw. dem Einsatz des VGSD ggf. kritisch? Bitte konkret werden.

    Im Übrigen: großes Lob an Andreas Lutz und den VGSD für diesen Einsatz!

    Viele Grüße

    Sebastian

    Antworten

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