Wenn du bemerkst, dass etwas nicht stimmt, solltest du dir zunächst bewusst Zeit freischaufeln, um deine Situation zu reflektieren und zu überlegen, was du verändern musst. In dieser frühen Phase, in der noch keine ausgeprägten Symptome bestehen, kann Unterstützung durch Coaching oder Gespräche mit Freund/innen, (ehemaligen) Kolleg/innen oder anderen Selbstständigen hilfreich sein.
Wenn innere Prozesse, etwa persönliche Antreiber, dich daran hindern, notwendige Veränderungen umzusetzen, kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein. Das gilt auch, wenn du erkennst, dass deine berufliche Tätigkeit grundsätzlich nicht mehr funktioniert und du möglicherweise eine weitreichende Veränderung vornehmen musst.
Dabei wird zwischen autoplastischen und alloplastischen Veränderungen unterschieden: Autoplastisch bedeutet, dass du etwas an dir selbst veränderst, während alloplastisch bedeutet, dass du deine äußeren Bedingungen veränderst. Gerade Selbstständige versuchen häufig zunächst, sich selbst noch besser zu strukturieren, mehr zu leisten oder sich besser zu erholen, obwohl eigentlich eine Entlastung im Außen notwendig wäre.
Da Burnout als Überlastungserkrankung beschrieben wird, ist die Entlastung ein zentraler Bestandteil. Es muss also etwas von der bestehenden Belastung wegfallen. Das kann beispielsweise bedeuten, Aufgaben abzugeben oder sich anderweitig Freiräume zu schaffen.
Für Selbstständige ist außerdem eine ausreichende Absicherung wichtig. Das können zum Beispiel sein: Krankentagegeldversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Ausfallversicherung und eine geeignete Vertretung. Dadurch soll verhindert werden, dass eine längere Arbeitsunfähigkeit zusätzlich zu finanziellen Problemen führt.
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