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Lesetipp VGSD-Voting Welche Vorurteile über Selbstständige unsere Mitglieder am meisten ärgern

Das große VGSD-Voting zu Irrtümern und Vorurteilen über Selbstständige stieß bei Mitgliedern und Lesern auf großes Interesse: Mehr als 4.000 Stimmen wurden auf rund 40 Vorurteile vergeben. Jetzt stehen die Top 10 der gängigsten Irrtümer fest!

Vorurteile beeinflussen, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen und auch, wie wir handeln.

Mit dem Voting haben wir bei unseren Mitgliedern einen Nerv getroffen. 427 Selbstständige haben sich an dem VGSD-Voting zu den verbreitetsten Vorurteilen und Irrtümern beteiligt, fast 4.000 Stimmen unter rund 40 vorgeschlagenen Irrtümern vergeben und in mehr als 150 Kommentaren darüber diskutiert. Wir sagen Danke für eure rege Beteiligung!

Update, 13.08.2026

Voting abgeschlossen: Das sind die häufigsten Vorurteile über Selbstständige!

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Seit heute ist das Voting abgeschlossen und die häufigsten Vorurteile und Irrtümer stehen fest!

Die Top 10 der Vorurteile über Selbstständige

  1. Selbstständige beteiligen sich nicht am Sozialstaat
  2. Selbstständige sind prekär und sorgen nicht für das Alter vor
  3. Selbstständige wollen eigentlich lieber angestellt sein
  4. Selbstständige sind Großverdiener
  5. Selbstständige können alles von der Steuer absetzen
  6. Umsatz des Selbstständigen = Brutto des Angestellten
  7. Die Selbstständigen können sich alle / sind alle privat krankenversichert.
  8. Selbstständige können jederzeit Urlaub machen
  9. Wer selbstständig ist, kann sich nicht in ein Team einfügen
  10. Selbstständige arbeiten selbst und ständig

Wie aber umgehen mit derlei Irrtümern in der Selbstständigkeit? In einem ausführlichen Beitrag beleuchten wir, ob an den gängigsten Vorurteilen wirklich etwas dran ist – und geben dir eine praktische Argumentationshilfe an die Hand für den Fall, dass du in Gesprächen mit einem oder gleich mehreren Vorurteilen konfrontiert wirst. Hier geht's zum Beitrag mit Argumentationshilfe – schau gern einmal rein, wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Update, 03.08.2026

Vorurteile beeinflussen die Wahrnehmung und die wiederum das (politische) Handeln

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Jede/r von uns hat sich – und das meist mehr als nur einmal – über Vorurteile geärgert, die einen als Selbstständige/r in den Medien, ganz besonders den sozialen Medien begegnen. Besonders ärgerlich ist – und das wollen wir unbedingt ändern –,  dass Politiker von falschen Wahrnehmungen über Selbstständige geleitet Gesetze beschließen, die trotz guter Absichten ihre Zielsetzung ganz oder teilweise verfehlen. Man denke nur an die Corona-Hilfen! 

Richtig wütend macht es einen, wenn mit dem einen Vorurteil zusätzliche Belastungen begründet und mit seinem genauen Gegenteil, dass Selbstständigen von Vergünstigungen ausgeschlossen werden, die Angestellten und Beamten selbstverständlich gewährt werden. Tatsächlich gibt es einige Vorurteile, die nicht gleichzeitig zutreffen können.

Du hast noch nicht mit abgestimmt über die häufigsten / ärgerlichsten Vorurteile und Irrtümer über Selbstständige? Dann wird es höchste Zeit: JETZT ABSTIMMEN

Über manches Vorurteil kann man auch schmunzeln, manches hat einen wahren Kern. Wir haben selbst den einen oder anderen Witz über Selbstständige in Form mit der Kommentarfunktion geteilt. Wer über sich selbst lachen kann, statt das Gespräch abzubrechen und sich zu ärgern, zeigt innere Größe, beweist Humor und ermöglicht einen Dialog über zutreffende Aspekte ebenso wie falsche Schlussfolgerungen. Unser Ziel ist es, mit den häufigsten Irrtümern aufzuräumen und eine sachlichere Diskussion zu erreichen. Dazu ist es wichtig, ins Gespräch zu kommen.

Diese beiden Vorurteile liefern sich ein Wettrennen um Platz 1 und 2 

Auf Platz 1 unseres Rankings steht aktuell mit wenigen Stimmen Vorsprung "Selbstständige beteiligen sich nicht am Sozialstaat" – der Rang kann sich noch ändern, wenn in den nächsten Tagen weitere Nutzer/innen unserer Website abstimmen. Der mitschwingende Vorwurf fehlender Solidarität ärgert viele, die als Selbstständige verschiedenste und hohe Steuern und Abgaben leisten, deutlich höhere Sozialversicherungsbeiträge als vergleichbare Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber zusammen, um dann in der Corona-Krise mehr oder minder allein gelassen zu werden.

Auf Platz 2 gemessen an den vergebenen Stimmen (nach der Zahl der dazu verfassten Kommentare sogar auf Platz 1): "Selbstständige sind prekär und sorgen nicht für das Alter vor". Auch dieses Vorurteil impliziert fehlende Solidarität und Verantwortungsbewusstsein, kombiniert mit etwas Mitleid: Selbstständige verdienen wenig, weil sie nur das tun, was ihnen Spaß macht – und wenn sie viel verdienen, hauen sie das Geld auf den Kopf, um dann im Alter der Gesellschaft (genauer gesagt: den verantwortungsvoll arbeitenden und vorsorgenden Angestellten und Beamten) auf der Tasche zu liegen.

Dieses Vorurteil ist ein gutes Beispiel dafür, wie falsche Annahmen und zugleich ihr genaues Gegenteil kursieren können, denn auf Platz 4 (nur wenige Stimmen von Platz 3 entfernt) steht aktuell: "Selbstständige sind alle Großverdiener". Während das eine Vorurteil genutzt wird, um die Einführung einer Rentenversicherungspflicht zu rechtfertigen, schließen dieselben Leute Selbstständige von einer fairen Verbeitragung aus mit der Begründung, wir seien alle Großverdiener. Prekär und zugleich Großverdiener? Das schließt sich gegenseitig aus. Ohnehin dürfte die Wahrheit in der Mitte liegen: Die meisten Selbstständigen sind weder prekär noch Großverdiener. Sie arbeiten gerne und viel und werden dafür zumeist (mindestens wenn sie für Firmenkunden arbeiten) auch fair bezahlt.

Mit diesem Vorurteil wird die Hexenjagd auf angeblich Scheinselbstständige gerechtfertigt

Aktuell auf Platz drei unseres Rankings: "Selbstständige wollen lieber angestellt sein" – ein Vorurteil, das speziell unter Spitzenfunktionären von Gewerkschaften weit verbreitet ist und dazu führt, dass diese sich so stark für eine Verfolgung angeblicher Scheinselbstständigkeit einsetzen. Nur: In Wirklichkeit ist die große Mehrzahl von uns gerne und freiwillig selbstständig (wie gerade unsere große Befragung zu Statuskriterien deutlich gezeigt hat) und empfindet den Versuch, Selbstständige in eine abhängige Beschäftigung zu drängen, als übergriffig. Zumal er ja nicht zu einer Zunahme sozialversicherungspfichtiger Jobs führt, sondern zu einer Abwanderung von Aufträgen ins Ausland. Insofern handelt es sich wohl um dasjenige Vorurteil, das unserer Wirtschaft den größten Schaden zufügt.

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Auf Platz 5 steht ein Vorurteil, das in Berlin ebenfalls weit verbreitet ist und oft zur Rechtfertigung von Diskriminierungen herangezogen wird: "Selbstständige können alles von der Steuer absetzen". Also quasi selbst bestimmen, wie viel sie an Steuern zu bezahlen haben. Passend dazu auf Rang 11: "Selbstständige zahlen keine Steuern."

Dazwischen auf den Rängen 6 bis 10: "Umsatz des Selbstständigen = Brutto des Angestellten", "Die Selbstständigen können sich alle / sind alle privat krankenversichert", "Die Selbstständigen können jederzeit Urlaub machen", "Wer selbstständig ist, kann sich nicht in ein Team einfügen" und das ultimative Klischee "Selbstständige arbeiten selbst und ständig".

Dirty Dozen: Die zwölf häufigsten Arten von Vorurteilen über Selbstständige

Lassen sich bei den Vorurteilen Muster erkennen? Im Folgenden versuchen wir, die vielfältigen zum Voting vorgeschlagenen Vorurteile über Selbstständige zu Themenblöcken zusammenzufassen:

  1. Selbstständige beteiligen sich nicht am Sozialstaat und dessen solidarischer Finanzierung. Sie versichern sich privat gegen Krankheits- und Pflegekosten. Zugleich sorgen sie nicht für ihr Alter vor. Deshalb landen sie im Alter häufig in der Grundsicherung und müssen bis ins hohe Alter weiterarbeiten.
  2. Selbstständige wären lieber angestellt, die Solo-Selbstständigkeit ist eine Übergangslösung bis sie eine "richtige Arbeit" (sprich Anstellung) finden oder selbst Arbeitgeber/in werden. Die meisten Solo-Selbstständigen sind ohnehin scheinselbstständig.
  3. Selbstständige können alles von der Steuer absetzen, "haben viele (steuerliche) Gestaltungsmöglichkeiten", zahlen keine Steuer oder arbeiten an der Steuer vorbei (also schwarz). 
  4. Die folgenden Irrtümer haben mit mangelndem betriebswirtschaftlichem Wissen zu tun und führen immer wieder zu falschen politischen Entscheidungen: Selbstständigkeit ist mit einem hohen Risiko verbunden, Selbstständige müssen entsprechend sehr risikofreudig sein. Für eine erfolgreiche Gründung braucht man eine geniale Geschäftsidee. Mit der richtigen Geschäftsidee kommt der Erfolg von alleine. Umsatz = Gewinn = Brutto von Angestellten. Und: Gewinn = Geld für Luxusausgaben. Lebenshaltungskosten, Krankenversicherung und Altersvorsorge ist dagegen schon bei einem Gewinn von 0 Euro abgedeckt.
  5. Selbstständige machen nur, was ihnen Spaß macht. Sie können ihre Zeit frei einteilen und jederzeit Urlaub machen, zumal sie von überall aus arbeiten können.
  6. Selbstständige sind Großverdiener, sie lassen andere für sich arbeiten, denken nur ans Geld, sind ständig auf Akquise und bereichern sich an ihren Kunden. 
  7. Selbstständige sind Einzelkämpfer und nicht teamfähig.
  8. Selbstständige arbeiten selbst und ständig, also sehr viel und werden auch nie krank.
  9. Selbstständige haben ihre Selbstständigkeit frei gewählt, dürfen sich darüber also nicht beklagen. Sie können die Selbstständigkeit jederzeit auch wieder beenden.
  10. Auch unter Selbstständigen gibt es Irrtümer über Scheinselbstständigkeit, zum Beispiel diese: Selbstständige mit einem Auftraggeber sind scheinselbstständig. Und: Ich habe mehrere Auftraggeber, deshalb kann ich nicht scheinselbstständig sein.
  11. Selbstständige sind eine homogene Gruppe, ein Sonderfall, eine Ausnahme von der Anstellung als Normalform der Erwerbstätigkeit. Sie lässt sich gesetzlich mit einem Nebensatz regeln.
  12. Selbstständige werden oft im Preis gedrückt und warten zudem lange auf ihr Geld.

Wir haben ein Vorurteil übersehen? Du hast noch nicht abgestimmt und möchtest jetzt Einfluss auf das Ranking nehmen? JETZT ABSTIMMEN

Beitrag, 29.07.2026

Neues VGSD-Voting: Es wird Zeit, mit den häufigsten Irrtümern über Selbstständigkeit aufzuräumen!

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"Selbstständige leben prekär und sorgen nicht für das Alter vor": Solche Sprüche über Selbstständige sind nicht nur nervig, sie prägen auch das Bild von Selbstständigkeit in Politik und Gesellschaft – und führen zu falschen Entscheidungen. Mach' deshalb beim neuen VGSD-Voting mit und hilf uns, die größten Irrtümer über Selbstständige zu entlarven!

Vorurteile und Irrtümer über bestimmte Berufsgruppen (Anwälte, Ärzte, Lehrer) und unterschiedliche Arten von Erwerbstätigkeiten (Beamte, Angestellte oder Selbstständige) sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Die meisten davon betreffen wahrscheinlich Beamte. Mal Hand aufs Herz: Auch du kennst bestimmt mindestens ein Vorurteil oder einen Witz über Beamte, oder? 

Warum wir andere Formen der Erwerbstätigkeit oft kritisch beäugen

Oftmals dient die – teils humorvolle, teils ernst gemeinte – Kritik an anderen dazu, die eigene berufliche Lebensentscheidung zu rechtfertigen und sich selbst zu bestätigen, dass man "das Richtige getan" hat, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen das auf die Betroffenen haben kann.

Denn diese verzerrten Wahrnehmungen sind nicht zu unterschätzen, so haben sie oft auch reale Folgen für die Lebensrealität der Betroffenen - etwa, wenn sie sich in konkreten Gesetzgebungsentscheidungen spiegeln. Das gilt insbesondere für Selbstständige: Es kommt immer wieder zu Regelungen, die Selbstständige finanziell oder bürokratisch belasten, von Vorteilen ausschließen - etwa die Aktivrente. Auch gut gemeinte Gesetze wie die Corona-Hilfen wuden in der Vergangenheit so ausgestaltet, dass sie ihr Ziel verfehlen.

Zum Vergleich: Auch wenn es über Beamte sicher mehr Vorurteile und Witze als über Selbstständige gibt, so haben sie als Staatsbedienstete doch erheblichen Einfluss auf die Gesetzgebung und auch Angestellte haben mit den Gewerkschaften eine Organisation an ihrer Seite, deren Einfluss bis tief hinein in die politischen Parteien und Ministerien reicht. 

Die verbeitesten Irrtümer über Selbstständige

Die Vielzahl an - teils widersprüchlichen - Irrtümern und Vorurteilen, die über Selbstständigkeit kursieren sind beachtlich. Hier eine kleine Auswahl:

  • "Selbstständige sind prekär und sorgen nicht für das Alter vor"
  • "Selbstständige sind Großverdiener"
  • "Selbstständige können sich nicht in ein Team einfügen"

Alle dieser Irrtümer verdeutlichen dabei eins: Wer in unserem "Angestelltenland" aus dem Raster der klassischen 40-Stunden-Vollzeitanstellung fällt, wird von Gesellschaft und Politik schnell beneidet oder bemitleidet - selten aber realistisch gesehen. Diese Irrtümer schaden jedoch nicht nur den Selbstständigen allein, sondern auch allen, die den Schritt in die Unabhängigkeit erst noch wagen wollen. Meistens werden sie auch kaum hinterfragt und einfach immerzu wiederholt. Damit muss endlich Schluss sein.

Gemeinsam können wir die Vorurteile über Selbstständige überwinden!

Deshalb haben wir folgende Idee entwickelt: Wenn wir gemeinsam ermitteln, welche Irrtümer über Selbstständigkeit am weitesten verbreitet und am problematischsten sind und diese immer wieder ansprechen und mit guten Argumenten widerlegen, hilft dies zu ändern wie andere Menschen über uns denken, die Medien über uns berichten und welche Gesetze Politiker/innen ersinnen. Das kann unsere faktenbasierte Argumentation für bessere Gesetze entscheidend unterstützen. 

Doch dafür brauchen wir deine Hilfe! Stimme jetzt ab, welche Irrtümer und Vorurteile über Selbstständige in Politik und Gesellschaft am verbreitetsten sind und welche du besonders ärgerlich und problematisch in ihren Auswirkungen findest. 

Welche Vorurteile sind besonders verbreitet, über welche ärgerst du dich am meisten?

Dafür hast du insgesamt zehn Stimmen und kannst bis zu drei pro Vorurteil vergeben! Falls deines Erachtens noch wichtige Irttümer in der Liste fehlem, kannst du sie gerne um eigene ergänzen. Außerdem kannst du auch bereits vorhandene Einträge kommentieren. 

Wir sind gespannt welche Irrtümer du "nach oben wählst" und welches Ranking sich dadurch ergibt.

Im Anschluss an das Voting werden wir die Ergebnisse aufbereiten und nicht nur dich darüber informieren, sondern das auch in die Medien und Politik tragen! Hast du Fragen zu dieser Aktion oder zum Voting? Gerne kannst du hier einen Kommentar schreiben oder dich an Katharina Gönczi (goenczi@vgsd.de) wenden.

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