Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Tagesaktuelle Mannheimer Studie: So leben und arbeiten wir in Zeiten von Corona. Auch Selbstständige werden erforscht!

Quelle: Pixabay/ Engin_Akyurt

Wie das Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona ablaufen, das zeigt bereits jetzt eine Studie der Mannheimer Uni: Die Datenwissenschaftlerin Annelies Blom und ihr Team erstellen seit 20. März tagesaktuell ein repräsentatives Bild davon, welche Konsequenzen das Virus auf unseren Alltag und unser Gefühlsleben hat.

Die Rahmenbedingungen für diese Studie sind gut: Seit mindestens 18 Monaten erforschen die Wissenschaftler bereits den Lebensalltag der Teilnehmer. Sie können daher das Leben in Deutschland vor Corona und jetzt vergleichen. Insgesamt greifen sie dafür auf ihr German Internet Panel zurück, täglich befragen sie Hunderte der über 4000 Teilnehmer zum Umgang mit der Krise. Ab sofort werden auf der Seite der Mannheimer Uni täglich die Ergebnisse in neuen Berichten veröffentlicht.

Nur ein Fünftel im Homeoffice

Auch Selbstständige sind unter den Befragten. Allerdings werden derzeit (noch?) keine spezifischen Auswertungen über Unterschiede zu Angestellten gemacht. Dennoch sind die Zahlen spannend. Es wird etwa beschrieben, wo Menschen, die im Januar erwerbstätig waren, am 31. März arbeiteten. Erstaunlich: Trotz der Propagierung des Homeoffice arbeiteten an diesem Tag nur 21,2, Prozent der Befragten innerhalb der eigenen vier Wände, 58,8 Prozent waren nach wie vor „vor Ort“. 6,1 Prozent der Erwerbstätigen vom Januar befinden sich aktuell in Kurzarbeit.

 

89 Prozent der erwerbstätigen Eltern betreuen ihre Kinder selbst

Arbeitende Eltern stehen derzeit vor einer logistischen Herausforderung. 89 Prozent der Kinder werden von Personen im Haushalt betreut. 2,4 Prozent nehmen eine Notfallbetreuung in Anspruch. 10,6 Prozent der erwerbstätigen Eltern lassen ihre Kinder von Personen außerhalb des eigenen Haushalts betreuen.

Die Mannheimer Corona-Studie startete am Freitag, den 20. März. Sechs Wochen lang werden Studienteilnehmer zu ihrem Leben in der Krise befragt. Es werden sowohl sozial- und wirtschaftliche Aspekte wie Arbeitssituation, Einkommen und Kinderbetreuung als auch der Einfluss politischer Maßnahmen auf soziale Interaktionen, Ängste und die gesellschaftliche Akzeptanz der Maßnahmen untersucht.

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