Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

VGSD-News 14.11: Branchenlisting kommt gut an – Sozialbetrüger Bundestag? – Kreditbearbeitungsgebühr erstatten lassen – Meine erste Beirats-Sitzung

Inhalt:

  1. Branchenlisting kommt gut an: Schon fast 200 Einträge und an die 100 Vorteile von Mitgliedern für Mitglieder …
  2. VGSD wächst auf 570 Vereinsmitglieder …
  3. Förderkreis Gründungsforschung: “Meine erste Beirats-Sitzung” …
  4. Nach dem 29.10.2004 Kredit aufgenommen und Bearbeitungsgebühr bezahlt? – Auch Gründer und Freelancer können Geld zurückfordern! …
  5. Regeln gegen Scheinselbstständigkeit: So schwammig, dass nicht einmal der Bundestag es schafft, seine eigenen Gesetze einzuhalten …
  6. Letzte Chance auf bis zu 3.000 Euro Beratungsförderung …
  7. Produktive Arbeitsgruppe zum Thema KV-Mindestbeiträge …
  8. Jeder hat seinen Preis …
  9. Regionaltreffen in Stuttgart, Düsseldorf, München und Frankfurt …
  10. Experten-Telkos: „Altersvorsorge – was tun?“ und „Sieger trinken Champagner“ …

 


 

 

Liebes Mitglied,

zum zweiten Mal erscheinen heute unsere VGSD-News. Sie kamen gleich beim ersten Mal so gut an, dass wir sie künftig regelmäßig für Dich zusammenstellen werden.

Wenn Du schnell aktiv wirst, kannst Du dieses Jahr noch viel Geld sparen: Bei den Themen 4) Kreditbearbeitungsgebühren und 6) Gründercoaching geht es um vierstellige Euro-Beträge.

Die Recherche zum Thema 5) „Sozialbetrüger Bundestag?“ war für mich mit einem Aha-Effekt verbunden. Wenn Du meine Erklärung der Geschehnisse überzeugend findest, dann teile sie bitte auch mit anderen.

Viel Spaß beim Lesen dieser und der anderen News & beste Grüße aus München!

Dr. Andreas Lutz
Vorstandsvorsitzender VGSD e.V.

 


 

1. Branchenlisting kommt gut an: Schon fast 200 Einträge und an die 100 Vorteile von Mitgliedern für Mitglieder

Vor zwei Wochen haben wir den VGSD-Brancheintrag eingeführt. Damit ist es möglich, sich mit Foto, Logo, Kurzbeschreibung, Links und Kontaktdaten auf der Verbandsseite zu präsentieren. Das macht es einfach, kleinunternehmerfreundliche Dienstleister zu finden und weiterzuempfehlen.

Fast 200 Vereinsmitglieder haben ihren kostenlosen Brancheneintrag bereits aktiviert. Jeder zweite bietet den Vereinskollegen besondere Vergünstigungen an, so dass Mitglieder bereits aus fast 100 Vorteilsangeboten wählen können – zusätzlich zu denen, die der VGSD bereits bisher bietet. Ob jemand Vereinsmitglied ist oder nicht, kann man über die neue Funktion „Mitgliedschaft verifizieren” selbst prüfen.

Das Anlegen eines Brancheneintrags dauert weniger als fünf Minuten: Mitglieder können mit einem Klick den Brancheneintrag vorausgefüllt aktivieren und müssen ihn nur noch um Foto, Logo und eine Kurzbeschreibung ergänzen. Ein FAQ gibt Tipps, wie man den eigenen Brancheneintrag optimal gestaltet.

 


 

2. VGSD wächst auf 570 Vereinsmitglieder

Nachdem im September im Rahmen der Beitrags-Verdopplungs-Aktion rund 70 Mitglieder beigetreten waren, hatten wir für den Oktober mit einem Rückgang der Anmeldezahlen gerechnet.

Es kam aber anders: Durch die gut besuchten Experten-Telkos und die Einführung des Brancheneintrags haben wir im Oktober schon fast 60 neue Vereinsmitglieder gewonnen und liegen jetzt bei insgesamt 570. Im November wollen wir die Schwelle von 600 knacken.

Zusammen mit den 2.080 Community-Mitgliedern haben wir insgesamt sogar 2.650 Mitglieder, die regelmäßig unsere News und Rundmails verfolgen und sich an Aktionen beteiligen.

 


 

3. Förderkreis Gründungsforschung: “Meine erste Beirats-Sitzung”

Im letzten Newsletter hatte ich über meine Wahl in den neu eingerichteten Beirat des Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) berichtet, der führenden und mitgliederstärksten wissenschaftlichen Vereinigung für Unternehmensgründung und Entrepreneurship im deutschsprachigen Raum. Ihr gehören 124 Professoren für Entrepreneurship in Deutschland an, weitere in Österreich und der Schweiz.

„Meine erste Beirats-Sitzung“: Ich habe mir erlaubt, die  Beiratsstizung humorvoll im Stil eines Schulaufsatzes zu beschreiben. Auch wenn vieles in vertraulicher Runde besprochen wurde, so möchte ich doch zumindest ein wenig Transparenz schaffen und Euch ein Gefühl dafür geben, was die Mitwirkung in einem solchen Gremium bewirken kann und warum wir in möglichst vielen solchen Runden präsent sein sollten.

Der FGF ist vor allem bekannt für das von ihm veranstaltete „Forum Gründungsforschung“ (G-Forum). Es findet am 13./14.11.2014 zum 18. Mal statt, dieses mal in der Weser-Ems-Hallo in Oldenburg. Leitthema 2014 ist „Sustainable Entrepreneurship“. Es zielt darauf ab, wie sich unternehmerisches Denken und Handeln mit ökologischen und sozialen Gesichtspunkten vereinbaren lässt. In den 47 Sessions geht es aber auch um viele weitere Themen, z.B. Crowdfunding.

 


 

4. Nach dem 29.10.2004 Kredit aufgenommen und Bearbeitungsgebühr bezahlt? – Auch Gründer und Freelancer können Geld zurückfordern!

In einem Grundsatzurteil hat der Bundesgerichtshof bereits im Mai (wir berichteten) entschieden, dass die Bearbeitungsgebühr bei Verbraucherkrediten unrechtmäßig sind. Am Dienstag stellte er in einem weiteren Urteil klar, dass für die Rückforderung dieser Gebühren eine Verjährungsfrist von zehn (statt normal drei) Jahren gilt.

Auch Gründer und Selbstständige können unter bestimmten Bedingungen die Kreditbearbeitungsgebühren zurückfordern, die sie nach dem 29. Oktober 2004 abgeschlossen haben. Sie müssen die entsprechende Forderung bei Ihrer Bank allerdings dieses Jahr noch geltend machen, also bis 31.12.2014.

Falls Du in diesem Zeitraum einen Kredit aufgenommen hast, so schau bitte in dem Vertrag nach, ob Bearbeitungsgebühren verlangt wurden und ob die in unserem Beitrag beschriebenen Kriterien erfüllt sind. Falls das der Fall ist, solltest Du unbedingt dieses Jahr noch an die zuständige Bank schreiben und das Geld zurückfordern.

Nach einer Schätzung der Stiftung Warentest geht es um Rückforderungen von fast 13 Milliarden Euro. Pro Kredit geht es um mehrere hundert, manchmal auch tausende Euro.

 


 

5. Regeln gegen Scheinselbstständigkeit: So schwammig, dass nicht einmal der Bundestag es schafft, seine eigenen Gesetze einzuhalten

Der Deutsche Bundestag ist keine Institution, die im Ruf steht, an ihren Mitarbeitern zu sparen oder nicht über ausreichenden juristischen Sachverstand zu verfügen.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) scheint anderer Auffassung zu sein. Sie hat dem Bundestag jetzt bereits in drei Fällen die Beschäftigung von Scheinselbstständigen vorgeworfen. Bereits in zweiter Instanz versucht der Bundestag sein Verständnis von Recht und Gesetz  gegenüber der DRV durchzusetzen. Deren Forderungen summieren sich inzwischen auf 2,4 Millionen Euro.

Geht es der Bundestagsverwaltung darum, Kosten zu sparen und nimmt sie die Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse sowie die Beschädigung des Ansehens des Parlaments billigend in Kauf?

Es gibt eine plausiblere Erklärung: Die Regeln gegen die Scheinselbstständigkeit sind so schwammig, und vor allem ihre Auslegung durch die DRV so restriktiv, dass selbst die Juristen des Bundestags die Entwicklung nicht voraus sehen konnten.

Wenn die Rechtsunsicherheit in einem (nebenbei für die Volkswirtschaft ziemlich elementaren Bereich wie dem Vertragsrecht) so groß ist, wer kann dann von „kleinen“ Selbstständigen ohne Mitarbeiter und i.d.R. auch ohne einen Rechtsbeistand verlangen, dass sie diese Regeln verstehen?

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6. Letzte Chance auf bis zu 3.000 Euro Beratungsförderung

Das Gründercoaching Deutschland (GCD) läuft zum 31.12.2014 aus. Seit Herbst 2007 wurden im Rahmen des Programmes zigtausende Selbstständige in den ersten fünf Jahren nach ihrer hauptberuflichen Gründung gefördert. Die Bundesregierung hatte zwar eine Verlängerung bzw. Neuregelung in Aussicht gestellt, bisher ist aber nichts passiert.

Beantragen kann das Gründercoaching jeder, der nicht selbst Unternehmensberater ist und sich in den ersten fünf Jahren nach der hauptberuflichen Gründung befindet.

Gefördert wird eine Beratung zu sämtlichen betriebswirtschaftlichen Themen, die ein Unternehmen betreffen z.B. im Bereich Neukunden-Gewinnung, Marketing, interne Organisation, klassisches Coaching, Unternehmensplanung usw. Nicht gefördert werden Steuer- und Rechtsberatung sowie Umsetzungsleistungen (z.B. Druck von Flyern oder Programmierung einer Website).

Falls Du das das Programm bisher nicht oder nur in Teilen in Anspruch genommen hast, ist jetzt Deine letzte Chance, die Förderung zu beantragen. Die Antragstellung sollte bis Anfang Dezember erfolgen, besser früher.

Gefördert werden bis zu 60 Beratungsstunden, die Du innerhalb von sechs Monaten ab Bewilligung in Anspruch nehmen kannst. Die KfW übernimmt dann 50% (in bestimmten Fördergebieten 75%) der Kosten. Bei Übernahme von 50%, also 50 Euro/Stunde sparst Du also bis zu 3.000 Euro, bei Übernahme von 75% sogar bis zu 4.500 Euro.

Im VGSD gibt es zahlreiche Gründungsberater, die bei der KfW gelistet sind und sicher gerne bei der Antragstellung unterstützen, wenn sie die für Dich passenden Berater sind. In der Kategorie „Unternehmensberater“ unsereres Branchenlisting (sortiert nach PLZ) findest Du Berater in Deiner Nähe.

 


 

7. Produktive Arbeitsgruppe zum Thema KV-Mindestbeiträge

Ein Interview mit unserem Mitglied Franz Kampmann war im September Auslöser für die Gründung einer Arbeitsgruppe zum Thema „Mindestbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung“.

Die Gruppe hat beschlossen, zunächst Fakten und Argumente gegen die hohen Mindestbeiträge zu sammeln und ein mehrseitiges Dokument erarbeitet.

Per Rundbrief informiert Franz die inzwischen 26 interessierten Mitglieder über die Fortschritte und bekommt von ihnen immer wieder Feedback und Anregungen, die er dann einarbeitet.

Falls Du auch auf dem Laufenden bleiben und ggf. mitwirken willst, nimmt Dich Franz gerne auf seinen Verteiler. Schreibe ihm einfach unter: kvmindestbeitrag@vgsd.de.  Franz: „Wer mitmachen will, den nehme ich auf diesen Verteiler, damit wir voneinander erfahren und uns abstimmen können. Aus meiner Sicht sollten wir neben Presse- und Informationsarbeit über Parteiversagen berichten, um so den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen.“

 


 

8. Jeder hat seinen Preis

Neulich musste ich Toner für meinen Laserdrucker nachkaufen. Der günstigste Anbieter vom letzten Mal: Plötzlich deutlich teurer. Dann große Überraschung: Laut Preissuchmaschine ist der günstigste Anbieter doch der gleiche wie letztes Mal – und zwar mit dem Preis, den ich mir damals notiert hatte. Der gilt aber nicht für wiederkehrende Kunden, die direkt die Website besuchen und nachbestellen, sondern nur für solche, die die Preise per Suchmaschine vergleichen…

Die gleiche Logik gibt es Reisebuchungen: Es kann sich lohnen, sich die gleiche Website mit einem anderen Browser anzuschauen. Ohne Cookies und damit ohne Vorgeschichte kostet der gleich Flug plötzlich weniger – oder vielleicht auch mehr.

Die Betriebswirte nennen das Preisdiskriminierung – und die ist dank „Big Data“ auf dem Vormarsch. Sie findet ihren Weg sogar in Supermärkte und mancher im Einzelhandel sieht sie als Chance, den Betrag auf dem Kassenzettel – der unter der Konkurrenz aus dem Internet gelitten hatte – künftig wieder zu erhöhen. Ein lesenswerter Artikel auf ZEIT ONLINE erklärt die Hintergründe.

 


 

9. Regionaltreffen in Stuttgart, Düsseldorf, München und Frankfurt

  • Stuttgart: Heute, Donnerstag, 30.10., findet bereits der 2. Stammtisch statt, nachdem sich die Stuttgarter Gruppe im September erst konstituiert hatte (Bericht)
  • Düsseldorf: Dienstag, 18.11.
  • München: Mittwoch, 20.11. (Achtung: Neuer Ort!)
  • Frankfurt: Mittwoch, 26.11.
  • Alle Termine findest Du hier.

 


 

10. Experten-Telkos: „Altersvorsorge – was tun?“ und „Sieger trinken Champagner“

Nachdem wir im Oktober jede Woche eine Expertentelko veranstaltet hatten, kehren wir im November zu unserer normalen Frequenz alle zwei Wochen zurück:

Du kannst wie immer live teilnehmen und Deine Fragen per Chat stellen. Als Vereinsmitglied hast Du zusätzlich im Nachgang auch Zugriff auf die Aufzeichnungen und Präsentationen.

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