Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Offener Brief: Herr Altmaier, bitte wachen Sie auf und handeln Sie!

Herr Altmaier, es ist Zeit zum Handeln. Wir messen Sie an Ihren Taten! – Foto: Masson, Adobe Stock

Den folgenden offenen Brief an Wirtschaftsminister Altmaier haben wir am Donnerstag mit eurer Hilfe formuliert. Er spricht offenbar vielen Betroffenen aus dem Herzen: Euer Echo war überwältigend. Danke!

Am Freitag haben wir den Brief zunächst per E-Mail an Altmaier und seine engsten Berater gesendet – und heute zusammen mit einem Wecker, der auf „5 nach 12“ steht, auch auf dem Postweg. Das Video unten zeigt das Boxing.

Was die Tonalität des Briefes betrifft: Wir glauben, es braucht leider einen sehr lauten und deutlichen Weckruf.

Bitte teile Brief und Video – oder poste dein eigenes Video: Anregungen dazu findest du unter dem Brief.

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister Altmaier,

lassen Sie uns bitte nicht länger im Regen stehen!

Wir sind drei Millionen Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern. Drei von vier Millionen Unternehmen in Deutschland. Wir zahlen unsere Steuern in Deutschland. Wir sind das Rückgrat der Wirtschaft, sorgen für Vielfalt in den Städten und für das kulturelle Leben. Wir stehen für Wettbewerb, Innovation und jeden dritten neuen Job in Deutschland.

Zu Beginn der Corona-Krise haben Sie uns Hoffnung gemacht. Sie haben klargestellt, dass wir kleinen Unternehmen von der Krise ganz besonders betroffen sind und wir Ihre Unterstützung verdienen. Das ist richtig, denn die aktuelle Situation ist nicht auf schlechtes Wirtschaften zurückzuführen, sondern auf einen Virus. Um die Gesundheit aller zu schützen, hat die Bundesregierung in nie dagewesener Art und Weise unsere Berufsausübung eingeschränkt.

Diejenigen von uns mit eigenen Büros, Läden und Praxen haben diese abgeschlossen, oft mit Tränen in den Augen. Ohne zu zögern waren wir alle bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wir haben alle persönlichen Interessen zurückgestellt und einen großen Teil der Lasten geschultert, die mit dem Lockdown verbunden waren.

 

Heute haben wir unseren offenen Brief an Peter Altmaier geschickt – zusammen mit einem Wecker, der „5 nach 12“ zeigt. Das Video von Nico Aguirre zeigt das Boxing.

 

Die Corona-Maßnahmen dienen dem Schutz aller. – Sie dürfen uns mit dem ausgelösten Schaden nicht alleine lassen

Die ergriffenen Maßnahmen dienen dem Schutz der Gesundheit aller. Der dadurch ausgelöste enorme wirtschaftliche Schaden ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir sind bereit, einen Teil dieser Last zu schultern. Aber Sie dürfen uns nicht damit alleine lassen.

  • Sie haben uns, werbewirksam, einen Schutzschirm von 50 Milliarden Euro zugesagt. Dieser Betrag würde uns auch wirklich weiterhelfen. Warum aber spannen Sie diesen Schirm in unserem Fall nicht auf? Sondern lassen ihn bis heute, gut zwei Monate nach der Erklärung des Pandemiefalles, zu drei Vierteln geschlossen? Warum lassen Sie uns ganz überwiegend im Regen stehen?
  • Warum verknüpfen Sie Ihre „Soforthilfe“ mit Bedingungen, die dazu führen, dass die Bundesländer – gegen ihren ausdrücklichen Willen – nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten der Solo-Selbstständigen übernehmen dürfen? (Während die Hilfen bei kleinen Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen, meist nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen.)
  • Warum nehmen Sie uns die Möglichkeit, unser Geld selbst zu verdienen und verweisen uns dann zur Deckung unseres Existenzminimums auf Hartz IV – statt sich, wie versprochen, schnell und unbürokratisch an den im Interesse der Allgemeinheit herbeigeführten Schäden, zumindest teilweise, zu beteiligen? Damit wir nicht nur laufende Betriebskosten (die vielen Soloselbstständigen im Home-Office kaum entstehen), sondern auch ansatzweise Kosten für die Lebensführung decken können?
  • Warum lassen Sie es zu, dass Bundesmittel in jedem Bundesland und je nach Antragszeitraum nach ganz unterschiedlichen Bedingungen vergeben werden? So dass Rechtsunsicherheit, Ungerechtigkeiten und Wettbewerbsverzerrungen programmiert sind? Steht das nicht im Widerspruch zu Ihren Aufgaben als Bundeswirtschaftsminister?
  • Warum lassen Sie zu, dass wir als Leistungsträger der deutschen Wirtschaft in Hartz IV gedrängt werden? Mit der absehbaren Konsequenz, dass später behauptet wird, wir seien ja qua Selbstständigkeit prekär – und der Folge, dass wir dann künftig mit noch mehr Abgaben und Bürokratie gegängelt werden?

 

Warum machen Sie öffentliche Versprechungen, die dann im Stillen einkassiert werden?

  • Warum machen Sie gemeinsam mit Ihren Ministerkollegen in der Öffentlichkeit Ankündigungen, die dann im Stillen wieder einkassiert werden?
  • Warum versprechen Sie vor den Medien, es gäbe sechs Monate lang keine Vermögensprüfung bei der Grundsicherung? Um dann eine kleinteilige Prüfung zu etablieren, die dazu führt, dass Selbstständige und ihre Familien kurz vor der Rente ihre Altersvorsorge aufbrauchen müssen, statt unbürokratisch Hilfe zu erhalten?
  • Warum sprechen Sie öffentlich von einer vereinfachten Antragstellung, die dann bei den betroffenen Selbstständigen inklusive der Anlagen 100 Seiten und mehr umfasst – spätere Prüfungen und Nachweise noch nicht eingeschlossen?
  • Warum lassen Sie zu, dass ein Großteil der zuständigen Stellen noch nicht einmal diese „vereinfachte Prüfung“ praktiziert?
  • Warum vergeben Sie Hilfen nicht einheitlich über die Finanzämter (denen, als einzige Behörde, alle Selbstständigen bekannt sind und die wissen, was diese verdienen) – und etablieren stattdessen einen Zuständigkeitswirrwarr, der zu schier unvorstellbarerer Bürokratie führt und eine Einladung an Betrüger ist?
  • Warum handeln Sie nicht, wenn Ihre Ministerkollegen aus allen 16 Bundesländern Ihnen gemeinsam schreiben, dass die so ausgestalteten Hilfen an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei gehen und nicht bei ihnen ankommen?

 

Ist EIN Unternehmen Ihnen wichtiger als drei Millionen andere?

  • Warum lassen Sie einen solchen Brief Ihrer Ministerkollegen seit dem 8. April, also seit mehr als fünf Wochen, unbeantwortet? Obwohl es um das Schicksal von Millionen Selbstständigen und ihren Angehörigen geht?
  • Warum ignorieren Sie die zahlreichen Erinnerungen der Minister, die Briefe verschiedenster Fachpolitiker sowie zahlloser Betroffener?
  • Warum behandeln Sie in Talkshows die Anliegen von Soloselbstständigen beiläufig (um nicht zu sagen abschätzig)? Um dann im nächsten Moment Hilfen für die Automobilindustrie wortreich zu verteidigen?
  • Zählen unsere drei Millionen Existenzen, die Arbeitsplätze, die wir schaffen, unsere Familienangehörigen und die unserer Mitarbeiter weniger als die Arbeitsplätze in der Großindustrie?
  • Warum verhandeln Sie wochenlang über Hilfen für EIN Unternehmen und überlassen die anderen ihrem Schicksal?
  • Warum wollen Sie einem einzigen Unternehmen fast genau so viel Hilfe zukommen lassen wie drei Millionen anderen Unternehmen zusammen?
  • Wann werden Sie für die deutsche Wirtschaft in ihrer ganzen Breite handeln?

 

Sie merken es dem Ton dieses Briefes an: Wir sind tief enttäuscht darüber, wie Sie mit uns umgehen.

Lauter Protest entspricht eigentlich nicht unserem Stil. Wir lamentieren für gewöhnlich nicht, sondern krempeln die Ärmel hoch und machen uns an unsere Arbeit. Denn unsere Arbeit ist unser ganzer Stolz. Wir übernehmen Verantwortung. Wir halten uns an unsere Zusagen. Daran werden wir gemessen.

Wir erwarten von Ihnen, dass auch Sie sich an Ihre Zusagen halten:

Dass Sie jetzt tätig werden. Dass Sie auf uns zukommen, dass Sie uns mit demselben Respekt behandeln und uns die gleiche Priorität geben wie der Minderheit der großen Unternehmen.

Wenn Sie uns die Hand reichen und ohne weiteren Zeitverlust für eine faire Teilung der Corona-Lasten sorgen, werden wir mit anpacken.

Herr Altmaier, wir messen Sie an Ihren Taten.

Dr. Andreas Lutz, Vorstandsvorsitzender

Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) e.V.

 

Lass uns richtig Alarm schlagen, damit der Wirtschaftsminister endlich aufwacht und handelt!

  1. So kannst du uns helfen, den Wirtschaftsminister zum Handeln zu bewegen, Foto: zaschnaus, Adobe Stock

    Teile den Link vgsd.de/altmaier mit anderen Selbstständigen in deinem Bekanntenkreis.

  2. Sende den offenen Brief (PDF) an Abgeordnete in deiner Region und alarmiere auch sie über die wachsende Verärgerung.
  3. Poste dein eigenes Video: Was machst du, wenn jemand einfach nicht aufwacht? – Nimm z.B. mit deinem Handy einen Wecker auf, der auf „5 nach 12“ steht, und poste das Video in den sozialen Medien mit dem Text „Herr Altmaier, bitte wachen Sie auf und handeln Sie! vgsd.de/altmaier“.
  4. Schicke uns einen Link von deinem Video und wir teilen ihn auf Facebook.
  5. Wenn du einen alten Wecker hast, der entbehrlich ist: Schicke ihn an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Herrn Bundesminister Peter Altmaier, Scharnhorststr. 34-37, 11019 Berlin (Wecker darf nicht ticken: Bitte Batterie entnehmen bzw. nicht aufziehen!)

 

Beispiel für ein Aufwachen-Video, gedreht von einem VGSD-Mitglied

Mit einfachen Mitteln (Smartphone, Hängematte, Gartenschlauch)  lassen sich ziemlich lustige Videos drehen, wie das folgende Beispiel zeigt. Unser Mitglied hat dabei vollen körperlichen Einsatz gebracht: Das Video musste nämlich zwei mal gedreht werden…

Weitere Videos zum Anschauen und Teilen findest du auf unserer Facebook-Seite, wo wir nach und nach die eingesendeten Videos veröffentlichen.

 

Hier hat die ganze Familie mitgeholfen: „Aufwachen-Video“ unseres Mitglieds Björn F.

313 Kommentare

  1. Dagmar schreibt:

    Hallo Andreas,
    eine sehr gute Darstellung und Zusammenfassung der aktuellen Situation. Der Ton trifft genau unsere Enttäuschung und Verzweiflung.
    Danke Dir!

    Antworten
    1. Winfrid Fritsch schreibt:

      Die tollen Minister, werden es erleben, wenn Sie NICHT AUFWACHEN was passiert, viele der Kleinunternehmen werden noch in die Insolvenz gehen, da durch viele Arbeitslose und Kurzarbeiter einfach die Kaufkraft fehlt, viele kaufen nur das nötigste in Lebensmittelläden oder was sonst dringend gebraucht wird — Aber die Hauptsache die GROSSKONZERNE / INDUSTRIE WIRD UNTERSTÜTZT diese die sowieso genügend auf der hohen Kante haben, nutzten die billigen Kreditangebote, so können sich diese noch mehr Ferraris u.ä. kaufen und weiter jammern die Autoindustrie müsste unterstützt werden — dort verdient bald jeder Arbeiter mehr als ein Kleinstunternehmer Gewinn im Monat macht — Aber es war schon immer so die GROSSEN werden unterstützt — Nur diesmal wird es anderst werden, wenn viele kleine Geschäfte und Gastronomiebetriebe für immer schließen müssen, da einfach noch nicht mal mehr die lfdn. monatlichen Kosten erwirtschaftet werden. EIN TRAURIGES BILD in manchen Städten und Gemeinden dann – und wer traut sich in kurzer Zeit wieder ein neues Geschäft zu gründen- Die Kleinstunternehmen werden von der Bildfläche wegradiert, es lebe ALDI; LIDL;REAL und co. auf der grünen Wiese oder in Industriegebieten, hoffe es wird nicht so weit kommen, dass es zuviele Leerstände dann in Citys mancher Städte gibt, jedoch mit der staatlichen, bürokratischen Hilfe von 3,50 € wird es so kommen, denn wie weit, wieviele Monate reicht dies zum geschäftlichen Überleben ??????? Wir Gaststätten mussten als erste schließen, ALDI; LIDL; EDEKA und CO. haben sich durch Hamsterkäufe und sonstigen Einkäufen von Kunden regelrecht GOLDENE NASEN verdient — Die Firmen die an dieser Krise PROFITIERTEN müssten vom Staat zu sogen. Sonderabgaben für diese Zeit, verdonnert werden, dass wiederum vom Staat an die Kleinstunternehmen, weiter gereicht wird — aber unsere Regierung hat keinen Plan, die SCHLAFEN LIEBER WEITER, wie halt auch zu Beginn der Krise, wöchentliche Panikmache bis dann doch die Mundschutzpflicht eingeführt wurde — es wurde immer erst reagiert, wenn das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen ist — so wird es jetzt mit den Kleinunternehmen auch geschehen — erst wenn so und so viele regelrecht PLEITE sind werden die erst den WECKER hören , nur ist es dann für einen Großteil zu spät — aber dann stehen Sie wieder gut da, behaupten dann dass Sie ja viele Kleinunternehmen vom RUIN gerettet haben — SIE WERDEN NOCH EINE ZEITLANG ALLE AUF DER REGIERUNGSBANK WEITER SCHLAFEN SIE WERDEN ES DANN BITTER ERLEBEN WAS AUF SIE ZU KOMMT

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      1. Nicole Siegel schreibt:

        Der Brief ist hervorragend geschrieben.
        Vielen Dank hierfür und für den großartigen Einsatz.
        Ich hoffe sehr, dass sich nun doch endlich etwas bewegen wird.

        Ich teile ergänzend auch die Meinung von Mirjam Wruck:
        „ In den ersten Absatz bitte mit rein: „Wir sorgen für … Bildung, Informierung, Integration.“

        sowie von HG. Butzko:

        „ 1.) Sie haben die Soloselbständigen vergessen, die keine Büros, Läden, und Praxen haben, und erst recht im Regen stehen.
        2.) Außerdem könnte man auch noch auf die Regelung mit den Zahnärzten hinweisen und fragen, warum diese eine Berufsgruppe schnell und unkompliziert 90% ihren Einkünfte aus dem Vorjahr erhält, und andere Berufsgruppen nicht.“

        Es gibt viele Freiberufler/Soloselbständige wie z.B. Dozenten, Jobcoachs, die vor Ort in Firmen hauptberuflich arbeiten und nun kompletten Honorarausfall haben.
        Diese benötigen ja keine umfangreiche Büro, etc.

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  2. Antworten
    1. Sebastian Viebahh schreibt:

      Das trifft es 100-prozentig, eine sehr gute Darlegung der Situation.

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  3. HG.Butzko schreibt:

    Hallo,

    sehr guter Brief. und in dieser Schärfe vollkommen angemessen.
    Mir fallen 2 Punkte auf:
    1.) Sie haben die Soloselbständigen vergessen, die keine Büros, Läden, und Praxen haben, und erst recht im Regen stehen.
    2.) Außerdem könnte man auch noch auf die Regelung mit den Zahnärzten hinweisen und fragen, warum diese eine Berufsgruppe schnell und unkompliziert 90% ihren Einkünfte aus dem Vorjahr erhält, und andere Berufsgruppen nicht.
    LG,HGButzko

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    1. Mirjam Wruck schreibt:

      Hallo,
      dem schließe ich mich an.
      In den ersten Absatz bitte mit rein: „Wir sorgen für … Bildung, Informierung, Integration..“. Danke.
      Den Ton des Briefes finde ich angemessen.
      Vielen Dank an den/die Verfasser.
      Beste Grüße,
      Mirjam

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    2. Jörg schreibt:

      2 gute zusätzliche Punkte zu dem Brief an H. Altmeier.

      Auch mir fehlt leider als Betroffener der Verweis auf Soloselbstständige und Kleinunternehmer, die auf Messen u.a. Großveranstaltungen ihr Geld verdienen. Unsere Gruppe hat 100% Umsatzausfall über eine maximale Dauer. Viele andere können mittlerweile wieder, wenn auch unter Auflagen, eingeschränkt arbeiten und Geld verdienen.

      Will uns die Politik auf Demonstrationen treiben?

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    3. Antworten
  4. Sandra Eichner schreibt:

    Hallo!
    Der Brief ist TOLL und drückt genau die Emotionen aus, die uns seit nun fast zwei Monaten begleiten. Großartig, wenn der nun an die verantwortliche Stelle geht. Ich hoffe sehr, er bewirkt etwas, denn wieder einmal merkt man: kleine Selbständige haben keine Lobby.

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    1. Antworten
      1. Brigitte schreibt:

        Das sehe ich auch so! Danke an Andreas und alle Aktiven des VGSD!

        Antworten
  5. Erika Reitz-Scheunemann schreibt:

    Hallo Andreas, hallo Max,

    ich unterstütze diesen offen Brief vollumfänglich. Eventuell sollten noch konkrete, schnell umsetzbare Lösungsvorschläge plakativ benannt werden.
    Vielen Dank für Euren Einsatz!

    Antworten
    1. Daniel Held schreibt:

      @Erika Reitz-Scheunemann: Das hatte ich bei Facebook schon geschrieben … In der VGSD-Telko zu den Ergebnissen der Umfrage hatte der VGSD doch konkrete Forderungen veröffentlicht (z. B. 60 % Entschädigung des Umsatzausfalls ggü. Vorjahr plus Übernahme Betriebskosten). Was ist daraus geworden?

      Antworten
      1. Erika Reitz-Scheunemann schreibt:

        @Entschuldige die späte Reaktion. Ich habe es auf Facebook nicht verfolgt.

        Antworten
  6. T. Zeis schreibt:

    Inhaltlich finde ich es sehr gut, aber „Sie dürfen uns nicht alleine lassen…“?
    Wir sind keine Bittsteller und Herr Altmaier und die Politik sind nicht der große Vater, sondern sie sind von uns engagiert, um ihre Arbeit zu machen.
    Da sie dafür entsprechend bezahlt werden, brauche ich nicht zu bitten, sondern darf eine sehr konkrete Erwartung haben – die Zeit für Bitten ist abgelaufen.
    Daher würde ich eine andere Formulierung wählen, wie z. B. „Halten Sie sich an Ihre Aussagen und setzen Sie diese ohne weitere Verzögerung um“ oder so ähnlich.
    Außerdem sollte dieser offene Brief weit und breit zirkuliert werden, damit die breite Öffentlichkeit nicht umhin kommt zu sehen was hier vor sich geht. Halte ich für ganz, ganz wichtig.
    Ansonsten haben Sie ganz klar den Ton getroffen – ganz herzlichen Dank für Ihren Einsatz!!!
    Herzliche Grüße!

    Antworten
    1. Monika schreibt:

      Dem würde ich mich anschließen. Der Ton darf ruhig schärfer sein, sonst denkt er noch, wir lamentieren.

      Antworten
      1. Nils Zierath schreibt:

        Lieber Andreas,
        danke für den Aufschlag. Ich finde sowohl die Punkte als auch die Idee den Brief öffentlich breit zu teilen gut. Auch den Versandt an weitere Minister*innen – ggf. auch an die Mitglieder entsprechender Ausschüsse im Bundestag.

        Wo ich gern Veränderung sehen möchte ist bei der Formulierung. Der Brief besteht im Moment überwiegend aus Fragen. Ich würde eine Varianten bevorzugen, die weniger nach Gründen fragt als ausdrückt, was wir wollen – bspw.

        „Sie machen gemeinsam mit ihren Ministerkollegen in der Öffentlichkeit umfangreiche Ankündigungen zu finanziellen Hilfen und ziehen diese im Stillen via einschränkende Vorschriften wieder zurück. Wir fordern Sie auf, die Hilfen genau so zu gewähren, wie Sie es in der Öffentlichkeit kommunizieren: schnell, unbürokratisch, ohne Einschränkungen durch die Hintertür.“

        Das ist textlich was länger, sagt jedoch was getan werden soll (ja/nein-Option) anstelle offene Fragen zu stellen, wo das Gegenüber beliebig in eine ihm genehme Richtung argumentieren kann. Ich will aber keine Argumente oder Ausflüchte. Ich will eine (andere) Entscheidung – nämlich eine, wo drin ist was außen draufsteht.

        Antworten
        1. Benno Sonder schreibt:

          Dem schließe ich mich gerne an. Konkrete Vorschläge, wie es weitergehen kann, sind konstruktiver als nur zu Fragen, warum geschieht nichts.
          Ansonsten finde ich den Tenor des Briefes sehr gut getroffen.

          Antworten
          1. Sigrid Jo Gruner schreibt:

            Es ist ein sehr eindrücklicher Brief. Dennoch schließe ich mich einigen Vorredner an – hier steht nicht David vor Goliath. Wir gehören zum Heer der am meisten leistenden Steuerzahler – und wir bezahlen den Beamtenapparat. Daher können wir als diejenigen auftreten, die fordern und nicht nur bitten. Eine volle Entschädigung der Ausfälle und ihrer Folgen ist legitim. Als Textprofi rate ih daher allzu konziliante Formulierungen herauszunehmen und zuzuspitzen. Es ist wie bei einer Verkaufs-Webpage: nur was wehtut (und wie man es bessern könnte) wirkt!

            Danke und – nur Mut!

            Jo Gruner

        2. Nazim Alpkaya schreibt:

          Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Aus meiner Sicht geht es in erster Linie darum, klarzumachen, dass offizielle Darstellungen von Soforthilfe nicht als Eigenwerbung missbraucht wird. Denn das kommt am Ende so rüber. Von mir aus, kann es ruhig schärfer sein…und vor allem ist es unbedingt notwendig alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszunutzen, den Brief nicht nur an Herrn Altmaier sondern auch in den Medien, Foren, sozialen Plattformen zu verteilen, damit nicht nur einzelne mitbekommen, welche Form von Politik betrieben wird.

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      2. Antworten
      3. Silvia schreibt:

        Hallo an alle,
        ich halte den Text für sehr gut, denke aber, es ist jetzt an der Zeit, zu fordern, nicht mehr zu bitten. Wichtig finde ich außerdem die Anmerkung, dass auch viele von uns in der Bildung arbeiten und somit auf ihre Wiese besondere Verantwortung für die Zukunft wahrnehmen (wenn man sie denn auch künftig lässt 😉

        Antworten
    2. Barbara Wolf schreibt:

      Sehr gut- Danke !
      Ich finde es außerdem ERNIEDRIGEND, mitzuerleben, wie mit dem Infektionsschutzgesetz und UNSERER GESUNDHEITLICHEN VERANTWORTUNG ( + sämtlicher finanzieller Folgen) umgegangen wird
      Die Interessen der Verbände Gastronomie & Hotel & Handelsketten führen dazu,
      dass sich Leute wieder auf engstem Raum mit ENORMEN RISIKO tummeln, berühren und Speisen konsumieren – während in andere Branchen z.B. Mein Kleines Ladengeschäft ( Kulturelle Bildung/ Sprache / Musik/) wo das Hygienekonzept komplett gefahrlos 1: 1 zwischen den Kunden
      garantiert werden kann – UNKLARHEIT bis BRUFSVERBOT besteht:
      Was zur Folge hat, dass man auch noch unwürdige Polizeikont ausglöst durch denunzierende-verunsicherte Nachbarn über sich ergehen lassen muss. Die Sicherheitskräfte und offiziellen Stellen – wissen selbst NICHT WAS GESETZ IST und WIE man es sinnvoll – kreativ umsetzt.
      Da ist wirklich totale UNGERECHTIGKEIT und WILLKÜR am kleinen Manne/ Frau im Spiel und das macht mürbe.

      Barbara Wolf

      Antworten
      1. Winfrid Fritsch schreibt:

        Liebe Barbara, das mit der Gastronomie stimmt auch nicht so ganz, auch hier gibt es sehr viele KLEINSTBETRIEBE und wir waren sogar die ersten wo über Nacht DICHT machen mussten, hatten nur 2 , 3 Angestellte diese in Kurzarbeit oder zum Arbeitsamt gehen MUSSTEN — viele Lebensmittel konnten entsorgt werden, hier läuft auch in Kleinbetrieben ein großer Kostenapparat monatlich weiter, denn alle Kühlhäuser, Kühlschränke und Truhen konnten nicht still gelegt werden. Die Kosten für Energie (Gas,Strom,Wasser) erwirtschaftet ein Ausser Haus Verkauf bei weitem nicht.– wärst Du den froh wenn es keine Gastronomie mehr gäbe nur noch Fast Food der Konzerne wie MC DONALDS oder Pizzerias die ja nur ein Pizzaofen oder Mikrowelle brauchen. Auch bei uns Kleingastronomen steckt viel Kapital in Küchen usw. dahinter, das angeschafft werden musste, evtl. mehr Geld wie in jedem kleinen Laden der nur 4 Regale und ein Verkaufstresen benötigt — Also bitte daran denken auch bei der Gastronomie gibt es nicht nur Nobel- und Großunternehmen auch wir kleinen haben für dieses Geschäft sehr ,sehr viel investiert. wenn wir pleite gehen verlieren wir sehr sehr viel, denn wer kauft uns bei einer Insolvenz diese Kücheneinrichtung zu einem annehmbaren Preis noch ab. — wir gehen genau so wie jeder kleine Geschäftsinhaber zum HARTZ 4 Amt nur verlieren wir zig Tausende an Euros bzgl. Anschaffungen noch oben drein, bevor wir erst einmal diese HARTZ 4 bekommen müssen halt erst unser hab und Gut sozusagen verhöckern. Wir Kleingastronomen konnten bestimmt keine hohen Gewinne anhäufen, uns geht es wie jedem kleinunternehmen nur werden wir wie gesagt viel mehr an selbst erspartes Geld das wir zum Aufbau einer Gaststätte gebraucht haben verlieren, und ob nun nach der Öffnung der Gaststätten gleich wir wieder wie früher zu Alltag zurück kommen werden ist fraglich !!!

        Antworten
    3. Eva Kremser schreibt:

      Dem schließe ich mich an! Wir sollten nicht als Bittsteller auftreten, sondern unsere berechtigten Forderungen klar formulieren an die von uns gewählten politischen Vertreter. Ansonsten ist der Ton gut getroffen. Vielen Dank dafür.
      Apropos….es gibt Selbstständige, die älter als 65 Jahre sind, noch arbeiten müssen, da es mit einer Rente nicht so gut aussieht. Diese haben keinen Anspruch über die „vereinfachte“ Antragstellung auf ALG II-Coronahilfe. Es liegt vieles im Argen. Das darf ruhig öffentlich gemacht werden.

      Antworten
    4. Daniel Knop schreibt:

      Von meiner Seite auch vielen Dank an den VGSD! Aber weiterhin sehe ich das genau wie Herr Zeis. Ich finde den Ton des Briefes noch viel zu moderat. Die meisten Selbständigen, die ich kenne, sind stinksauer und wütend über die Behandlung durch unsere Politiker. Dies ist nichts anderes als „DISKRIMINIERUNG“ und die leeren Versprechungen sind „LÜGEN“, wieso dann nicht auch so aussprechen? Wir fühlen uns verarscht, das höre ich genau mit dieser Wortwahl überall um mich rum. Nicht mal auf die Petitionen, die teilweise 0,5 Millionen Unterschriften haben, wird reagiert. Wie Herr Zeis sehe ich auch einen Schlüssel zum Erfolg im Publikmachen dieser Sache. Es war groß in den Medien, dass den Solo-Selbständigen so toll geholfen werden soll. Pustekuchen und das Schlimme ist: Alle, ja wirklich alle, Bekannte in meinem näheren und weiteren Umfeld, die angestellt sind, haben den Eindruck, dass wir Solo-Selbständigen ja alle so tolle Hilfen vom Staat bekommen. Das kann doch nicht sein. Gibt es nicht vielleicht einige Freischaffende hier aus den Medien, die diesen Beschwerde-Brief in die großen Medien im TV, Print etc bringen könnten, um mit diesem Mythos aufzuräumen? Sowas muss der Wähler doch wissen, vor allem auch die Angestellten! Meine Frage auch dazu: dürfen wir diesen Brief in den sozialen Medien teilen? Der VGSD hat doch auch Leute, die auf die sozialen Medien spezialisiert sind. Kann das dort nicht noch stärker publik gemacht werden? Wenn es für sowas Geld braucht, ok, wenn jeder von uns ein paar Euro dafür in die Hand nimmt, dürfte man doch schon etwas weiter kommen, oder?
      Ich bin Solo-Selbständiger und Tourveranstalter im Tourismus. Meine Touren benötigen monatelange Vorbereitung und Arbeit, das gesamte Geld von den Kunden war schon auf dem Konto, jede Menge Dienstleister von diesem Geld bereits bezahlt. Das gesamte Geld muss jetzt wieder erstattet werden, die Ausgaben bleiben aber und Einnahmen sind auf Monate hin nicht mehr möglich. Auch das zweite Standbein, dass Arbeit mit Kindern im Kindergarten umfasst, ist komplett weggebrochen. Bevor ich Hilfe bekomme, soll ich jetzt mein gesamtes Erspartes aufbrauchen?? Das ist doch Wahnsinn!
      Als Lösungsvorschläge, sind meiner Meinung nach das Wichtigste:
      -Hilfen nicht ans Vermögen bzw. an Rücklagen gekoppelt
      -Keine Rückzahlung der Hilfen
      -Freie Entscheidung über den Einsatz der Finanzmittel (privat, gewerblich)

      Vielen Dank an euch nochmals!

      Antworten
    5. Stephan Leuschner schreibt:

      ……zu 1000 % kann ich das unterschreiben !!!!!
      Danke an alle, die hier mitwirken………
      Beste Grüße

      Antworten
  7. Herbert Riedesser schreibt:

    Auch ich, als freier Lehrer für Flüchtlinge und Zugewanderte, war dadurch seit Mitte März und bin es bis auf weiteres, ohne Einkommen, wovon ich auch meine Familie unterhalten muss. Kollegen von mir, Soloselbstständige ohne Betriebskosten wie ich, haben Hilfen von bis zu 11600 € und Arbeitsausfallentschädigungen in voller Höhe erhalten. Bei meiner Anfrage hieß es dann, dass diese Entschädigungen nur laufende Bertriebskosten gezahlt werden, aber nicht für persönlichen Bedarf!

    Antworten
    1. Eva Kremser schreibt:

      Die sehr hohe Hilfe für die Kollegen ist nicht nachvollziehbar. Ich in Baden-Württemberg(Soloselbstständige ohne Betriebskosten) konnte bei der Soforthilfe monatliche Lebenshaltungskosten bis 1.180 Euro ansetzen, dazu Krankenkasse und Miete für 3 Monate. Geht nicht in allen Bundesländern.

      Antworten
      1. Petra Lahrkamp schreibt:

        Diesen Aspekt fände ich im Brief auch spannend, Lebensunterhalt ist eine Sache, aber wieso darf ich nicht die Krankenkasse, mindestens den Arbeitgeber-Anteil mit als Betriebsausgabe geltend machen?
        Die UNgleichbehandlung mit den Zahnärzten ist Hohn!
        Und wieviel wird nun die bürokratische Überprüfung kosten, wofür die Mittel verwendet werden?

        An dieser Stelle finde ich die pauschale Finanzierung von Beratungskosten bis zu 4.000€ für Selbstständige fast demütigend: Unabhängig von der Höhe der ausgefallenen Honorare dürfen wir Harz4 beantragen und so belegen, dass wir ja eh prekär sind, aber für Beratung gibt es fast die Hälfte der Soforthilfe ohne Prüfung?

        Antworten
        1. Antworten
      2. Isabel Braun schreibt:

        Hallo Eva,
        ist es wirklich so, dass man in BW den fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von 1.180,- EUR ansetzen darf und zusätzlich auch noch die Ausgaben für die Krankenkasse? Ich dachte die Krankenkasse wird nicht durch den C-Zuschuss abgedeckt?

        Antworten
    2. T. MAASS schreibt:

      Soforthilfen durfte auch ich als selbstständiger Musiker mangels Betriebskosten nicht beantragen. Meine Hoffnung waren dann die in den Medien von Kulturstaatsministerin Grütter angekündigten Ausfallhonorare inHöhe von 40 bis 60 Prozent. Die gelten aber nur für Projekte, die vom Bund gefördert worden sind, das waren bei mir keine, also gab es nichts. Das bedeutet für mich, dass ich meine Reserven für meine Altersversorgung angreifen muss, während die Angestellten 60 bis 70 oder gar 80 Prozent Kurzarbeitergeld erhalten.

      Antworten
    3. Carina schreibt:

      Bin ebenfalls als freiberufliche Dozentin in der Erwachsenenbildung unterwegs: Keine Fairness im Verdienst, keine Steuergerchtigkeit, keine ausreichende Altersvorsorge, keine üblichen Sozialleistungen, z.B. kein Geld im Krankheitsfall, kein Urlaubsentgelt, kein Ausfallentgelt bei kurzfristiger Kursabsage, … und das alles im Namen des Bundes (!) ist schon traurige Realität! – Und die jetzt in der Corona-Krise praktizierte Ungleichbehandlung (bei gleicher Arbeit!) in den verschiedenen Bundesländer schreit zum Himmel: Der eine harzt, der andere bekommt einen einmaligen Lebenshaltungszuschuss für zwei Monate März/April zugeteilt, der nächste darf seinen Lebensunterhalt plus Miete und KV-Beträge geltend machen … So ein Irrsinn! – Einfache und einheitliche Lösungen sind hier vom Bund gefragt! Und das ginge, wenn man nur wollte!

      Antworten
    4. Valérie Comte schreibt:

      Ähnlich wie Du Robert bin ich freiberufliche Lehrkraft in Bamf-Integrationskursen, also für den Staat tätig, seit Mitte März ohne Einkommen mehr, denn wir hatten Berufsverbot! Der Hamburger Senat hat zwar seit ca. 10 Tagen Integrationskurse erlaubt, jedoch können unsere Bildungsträger unter den vorgegebenen sanitären Maßnahmen ganz wenige Kurse stattfinden lassen, und die Festangestellten haben zunächst die Priorität. Ich weiß also nicht, wann ich wieder anfangen darf und in welchem Umfang….ich hatte bis jetzt und über Jahre ca. 40 Stunden Unterricht pro Woche.
      Ich habe gemeinsam mit vielen von meinen Kollegen den Antrag auf die Soforthilfe am 31.03. gestellt. Alle, die ich kenne, haben schnell die Gelder bekommen, 9000,- vom Bund, nur mit der Angabe des Liquiditätsengpasses, ohne Angabe von Betriebskosten…es kam für mich aber gar nichts, ich musste tausendmal bei der Hotline anrufen, bis sich gegen Ende April ein Mitarbeiter der IFB-HH bei mir meldete, mit der Bitte, meine Angaben zu überprüfen bzw. zu korrigieren!!! Ich musste also anders als meine Kollegen meine Angaben ändern, ohne zu wissen, welche Berechnungsgrundlage nun plötzlich gütig wäre….es war ein Hin- und Her, mit dem Ergebnis, dass ich vom Bund nur 1170,- aufgrund einer fehlerhaften Berechnung bekommen habe! Ich habe sofort Einwände erhoben, bis jetzt natürlich keine Reaktion der IFB- HH!
      Wie soll ich mit dieser Summe + 2500 vom Land für 3 Monate überleben, als Alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern, privatversichert, Eigentümerin meiner Wohnung mit laufendem Darlehen etc….???
      Ich bin wütend und zugleich absolut niedergeschlagen.

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  8. Ingrid Lohr schreibt:

    Hallo Andreas, danke – ich finde den Brief in Ton und Inhalt sehr gut. Ich habe nichts hinzuzufügen und fühle mich und meine Situation gut darin abgebildet! Danke!

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  9. Dipl. Ing. Jens Jacobs schreibt:

    Wenn man weiß aus welchem Stall Herr Altmaier kommt, ist es klar, dass nur die Groß Konzerne in BRD bedient werden! Lobby Arbeit live!

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  10. Barbara Chisholm schreibt:

    Ein sehr gut verfasstes und extrem wichtiges Schreiben. Vielen Dank dafuer!
    Als Konferenzdolmetscherin, aiic, bin ich wie Tausende KollegInnen davon betroffen, dass die Auftraege wegbrechen, keine Geld hereinkommt und auch nach Lockerungen internationale Meetings schlicht nicht stattfinden, Online-Konferenzen sind selten, ein Kostenpoblem und keine Dauerloesung.
    Bisher vertritt nur der VGSD auch unsere Interessen.
    Gerade wir Dolmetscher arbeiten oft genug fuer Regierung. Ministerien, Parlament und bedauern es sehr, dass alle Solo-Selbstsaendige ploetzlich fuer Kunden, die uns doch kennen „ohne Wert“ zu sein scheinen.
    Daher vielen Dank fuer das grosse Engagement vom VGSD!

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  11. Gaby Marx schreibt:

    Sehr guter Brief! Ich habe weiterhin quasi Berufsverbot, weil Hotels meine Vortragsveranstaltungen unter den gegebenen Bedingungen nicht durchführen können und wegen der nur geringen möglichen Teilnehmerzahlen auch nicht wollen. Nach einem fast sechsstelligen Umsatz in 2019 werde ich über viele Monate keinen Umsatz haben.

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  12. Kai Gemeinder schreibt:

    Danke, Andreas, für diesen Brief. Er ist sehr gelungen (und bitter zugleich).

    Beim dritten Spiegelstrich unterhalb von „Ist EIN Unternehmen Ihnen wichtiger als drei Millionen andere?“ hat sich bei den Solo-Selbstständigen ein Fehler eingeschlichen.

    Inhaltlich würde ich den Brief so unterschreiben. Nochmals danke für das Engagement.

    Beste Grüße
    Kai Gemeinder, freiberuflicher Moderator

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  13. Wilfried schreibt:

    Hallo Andreas,

    ich finde den Ton mehr als angemessen und die Problematik des Mittelstandes und der Kleinunternehmer ist sehr gut dargestellt.
    Ich bin gespannt, ob Herr Altmaier antwortet.
    Man müsste in viel grösserer Zahl solch Briefe schreiben.
    Da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen.

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  14. Norbert Pausch schreibt:

    Ich selbst hätte den Brief wahrscheinlich noch viel schärfer formuliert, so tief enttäuscht bin ich von der Diskrepanz zwischen lauten Worten im März und den darauf folgenden taten. Und dies betrifft die Länder – Bayern allen voran – mindestens genauso sehr wie den Bund. Den allermeisten Politikern geht es ausschließlich um ihre „Beliebtheit“ und die nächste Wahl…
    Gerade darum wäre es enorm wichtig, diesen Brief so breit wie irgend möglich zu streuen, damit er auch wirklich Wirkung erzielt – nicht nur bei Herrn Altmeier, der im gesamten Spiel der Politik nur ein relativ kleines Licht ist.

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    1. Katrin Picklaps schreibt:

      Viele andere haben es ja auch schon angesprochen – so ein Brief müsste viel breiter gestreut werden. Das wäre vielleicht einen Aufruf an die VGSD Mitglieder wert: den Brief an ihre lokalen Volksvertreter, MdB oder ebenso nach Berlin zu senden. Sollen diese Briefe doch wäschekörbeweise eingehen…vielleicht liest Hr. Altmaier dann doch einen von ihnen zu Ende.

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    2. Thomas Schneider schreibt:

      Man könnte auch sagen…nicht die hellste Kerze auf der Torte…

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  15. Monika schreibt:

    Lieber Andreas, die Idee ist gut, aber der Brief ist zu lang. Ich glaube nicht, dass er ihn liest bzw. am Ende noch weiß, was am Anfang stand. Auch ist er Beamter, die haben immer Schwierigkeiten zu verstehen, dass man erst mal eine Rechnung schreiben können muss, bevor es Geld gibt.
    Ich würde den Inhalt folgendermaßen umschreiben :
    Versprochen (versprochener Fakt) -> Gebrochen (was wirklich passiert) / + ggf. was sinnvoll wäre
    ggf. als Tabelle und stichpunktartig, wegen der Übersichtlichkeit
    Und dann könnt Ihr denselben Brief gleich noch an Herrn Heil schicken und Herrn Scholz. Die können auch ihre Versprechen erfüllen.
    Viele herzliche Grüße!!!

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    3. Markus Fischer schreibt:

      Eine sehr hilfreiche Aktion und ich würde den Brief auch so umstellen wie beschrieben.
      Vielen Dank für das Engagement!

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    4. Michael schreibt:

      Monika, grundsätzlich ja – aber wie Andreas schon sagte, sachliche und prägnante Stellungnahmen gibt es ja längst, sind u.a. auch vom VGSD usw. massiv kommuniziert worden. Hier geht es jetzt wirklich auch mal (Stichwort Tonalität) um unsere Befindlichkeiten, ja auch emotionale Betroffenheit; mit sehr knapper (womöglich tabellarischer usw.) Darstellung kann man diese Tonalität nicht so gut rüberbringen.

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    5. Ralf schreibt:

      Klasse das so ein Brief auf den Weg kommt, danke dafür.

      Checkliste finde ich toll da können sie dann gleich abhaken falls sie was umsetzen.
      Das breite Streuen halte auch ich für unbedingt wichtig. Dabei fallen mir neben den zur Handlung verpflichteten Politikern und Gremien unbedingt noch die Medien sowie die Nachrichtenagenturen ein. Somit Gäbe es mehr Öffentlichkeit und ggf. punktgenaue Nachfragen in der einen oder anderen Talkrunde.
      Also ran an DPA, Reuters, ARD, ZDF und co.

      Und noch eine Bitte: Viele sind ähnlich wie in meinem Fall(Veranstaltungsbranche) betroffen weit über die Zeit hinaus die wohl in der breiten Masse wahrgenommen wird. WAS machen wir um über diese lange Zeit zu kommen? Absagen reichen bereits bis ins nächste Jahr.
      Konkret hierzu sagte Herr Altmeier am Mo 11.5.20 bei Hart aber Fair. „Selbstverständlich muss es hier eine Lösung geben…“

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    6. Achim schreibt:

      Das ist ein offener Brief und somit nur bedingt an Altmeyer persönlich gerichtet. Die hoffentlich zahllosen anderen Empfänger dieses Briefes müssen durchaus mit der gesamten Problematik vertraut gemacht werden, und das funktioniert in dieser Form hervorragend!

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    7. Sabine Forstreuter schreibt:

      Sehr guter Vorschlag!
      Auch möchte ich ergänzen, dass ich es unlauter empfinde, wenn bei Antragstellung der Corona-Soforthilfe andere Bedingungen galten und diese im Nachhinein geändert wurden. Das wäre hier nochmal juristisch zu prüfen.

      Auch den Vorschlag von HGButzko möchte ich hier nochmal hervorheben:
      Außerdem könnte man auch noch auf die Regelung mit den Zahnärzten hinweisen und fragen, warum diese eine Berufsgruppe schnell und unkompliziert 90% ihren Einkünfte aus dem Vorjahr erhält, und andere Berufsgruppen nicht.
      Ansonsten herzlichen Dank für den Brief.
      Viele Grüße Sabine

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      1. Herbert M. schreibt:

        Die Regelung für Zahnärzte wurde meines Wissens nach zwischenzeitlich abgeschwächt bzw. rückgängig gemacht.

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  16. Julian schreibt:

    Vielen Dank, Andreas! Ich finde den Brief super und er sagt genau das aus, was ich seit Wochen fühle. Man liest überall wie wichtig Lufthansa, TUI und VW für die Politiker sind. Wir werden aber vergessen. Ich zahle also fleißig meine Steuern, um nun diesen Unternehmen helfen zu dürfen, während ich selbst leer ausgehe und all meine Reserven aufbrauche. Ich hoffe, dass Herr Altmaier endlich mal was tut. Aber ich habe die Befürchtung, wir sind ihm einfach egal…

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    1. Waldo Rörig schreibt:

      Sehe ich genauso.
      Und wenn ich dann noch an die BMW-Dividendenzahlung denke, wird mir speiübel. Dividenden auszahlen und Kurzarbeitergeld. Das ist pervers.

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  17. Ralf Röhrle schreibt:

    Inhaltlich genau richtig – der Ton könnte noch schärfer sein, warum z.B. das EINE Unternehmen nicht beim Namen nennen ? Ist nach dieser langen Zeit der Untätigkeit/Ignoranz Ihrer Minister nicht sogar Fr. Merkel der richtige Adressat, immerhin hat Sie doch Richtlinienkompetenz ? Zitat „Bei grundsätzlichen oder besonders bedeutsamen Themen kann die Richtlinienkompetenz auch eine Einzelweisung des Bundeskanzlers gegenüber einem Minister umfassen.“

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    1. Annegret schreibt:

      Ich würde den Brief vielleicht an beide schicken, nicht nur an eine Person. Den Schreibstil und Inhalt finde ich gut!

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  18. C. Maurer schreibt:

    Hallo Andreas,
    das findet meine vollumfängliche Unterstützung!
    Warum lässt man es seitens des Ministeriums zu, dass die Großunternehmen, die nach Hilfe rufen, sich trotzdem fleissig Boni für das vergangene, ach so tolle Jahr auszahlen aber dann nach Hilfe durch den Staat (und damit den Steuerzahler) jammern. Hier sollte auch Solidarität erkennbar werden.

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  19. Barbara Brosch schreibt:

    Warum werden wir Soloselbständigen auch noch wieder aufgesplittert? Wieso können nebenberuflich Selbständige und Menschen in Altersrente überhaupt keine Hilfen beantragen?

    Oder habe ich mich da völlig verlesen???? Bitte unbedingt noch mal prüfen und im Brief erwähnen.

    Lieber Andreas,
    ich finde Deine Tonalität nach wie vor sehr sehr moderat.
    Und gut, dass Du Dich so einsetzt. Meine Hochachtung und tiefen Dank hast Du.

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    1. Eva Kremser schreibt:

      Ich als Dozentin der VHS zähle auch zu den nebenberuflich Selbstständigen. Habe trotzdem Corona Soforthilfe bekommen>>>1.180 Euro als Lebensunterhalt + Krankenkasse + Miete für 3 Monate. Allerdings in Baden-Württemberg.

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  20. Diana Beermann schreibt:

    Hervorragend geschrieben, genau richtig im Ton, gleichzeitig sachlich und emotional – kurz: DANKE!

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  21. Heike Mai schreibt:

    Hallo Andreas, vielen Dank für diesen sachlichen und umfassenden Brief, der die Interessen und Emotionen von uns allen auf den Punkt bringt.

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  22. Christine Wurl schreibt:

    Ich bedanke mich für diesen wunderbaren Brief!! Genauso bin ich auch betroffen und habe einen Haufen Bürokratie erfahren. Diese Soforthilfen decken ein Minimum für höchstens zwei Monate und sind der Tropfen auf dem heißen Stein. Ich frage mich auch warum so pauschal entschieden wird und nicht Umsatzabhängig, siehe Finanzamt !!! Diese Zeit jetzt bedeutet meine Haupteinnahmezeit, verbunden mit hohem Vorordereinsatz und Warenrechnungen. Außerdem kann ich dann sofort anfangen zu reduzieren ohne einen Gewinn
    verbuchen zu können. Da ist Nachbesserung dringend gefragt.
    Mit freundlichen Grüßen

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  23. Gabi Dörr schreibt:

    Lieber Anderas Lutz, ich finde den Brief gut und vor allem gibt es jetzt mal Butter bei die Fische, wie wir Hamburger sagen. Klarheit ist in diesen Tagen gefragt.
    EInen Punkt möchte ich auch noch heraus heben.
    Ich selber bin sehr betroffen von den Massnahmen und habe sehr früh sowohl die Hilfe vom Bund, als auch die Landeshilfe eingereicht und bekommen.
    Bei der Hilfe vom Bund handelte es sich um den Ausgleich der Betriebskosten, den ich wahrheitsgemäß bis zum 30 April angegeben habe. Bei Soloselbständigen gibt es da ja nicht so viel ab zu rechnen.
    Meine Einbussen liegen aber nun druch die Massnahmen über den 30. April hinaus weit darüber hinaus. Ganz davon abgesehen, dass Musiker, Künstler oder eben Therapeuten (ich bin in Kindertagesstätten tätig) noch eine Weile von ihrem Tätigkeitsfeld ausgeschlossen sein werden. Das Geld aus dem Landesfond (in Hamburg 2.500,– Euro) ist natürlich nun verbraucht. Einen ‚Nachschub‘ gibt es nicht, das wissen wir.
    Wie soll es nun für uns Soloslebständige weiter gehen, auch wenn wir schon erste Hilfen beantragt haben?
    Arbeitslosigkeit, so die Asuskunft der Behörden. Und das ist dann aber nur die halbe Wahrheit, denn wir alle bemühen uns, kreativ unsere Jobs um zu setzen und sind eben nicht vollständig arbeitslos.
    Ich wünsche mir mehr Flexibilität und Kreativität in der Umsetzung. Oder einen zweiten Schirm, da es wohl nicht genug Arbeitskraft gibt, um o.g. um zu setzen.
    Vielen Dank für Deinen ‚Kampfbrief‘ soweit.
    Ich drücke uns allen sehr die Daumen. Ich bin im Vorstand von RockCity e.v., unsere Mitglieder sind verzweifelt und auf der anderen Seite total solidarisch, was die Massnahmen angeht.
    Herzliche Grüße, Gabi Dörr

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  24. Thomas schreibt:

    Sehr gut formuliert und absolut treffend ausgedrückt. Der Text spricht mir aus dem Herzen. Vielen Dank!!! Ich würde auch sofort unterschreiben.
    Ich hoffe inständig, dass alle betroffenen Selbstständigen sich bei der nächsten Wahl an diese Situation erinnern!

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  25. enrico carmenia schreibt:

    Hallo
    eine einzige Farce diese bundesregierung
    mein beispiel:
    ich bin FoH audio engineer und freier Musiker und habe noch nie staatliche Hilfe in anspruch nehmen müssen
    Meine frau und ich wohnen in einem kleinen Eigenheim mit € 450.00 abtragung im monat
    Unser Einkommen war vor der Krise auch nicht hoch aber wir sind immer klargekommen
    jetzt sieht es komplett anders aus
    Meine frau bekommt für 44 Jahre arbeit € 680.00 erwebsminderungsrente
    zusätzlich geht sie mit 63 Jahren für € 450.00 putzen
    Meine einnahmen sind seit corona lockdown auf null + null gesunken
    Soforthilfe für solo selbstständige wurde abgelehnt weil ich keine kosten habe.
    ALG2 haben wir beantragt und für märz € 218.00 april:€53,46 mai: 151,36 juni:135,10 juli: 109,58 august:€90,84 bekommen
    da wir ein kleines eigenheim abzahlen bekommen wir keine miete bezahlt und müssen mit diesem almosen von nun an leben
    beispiele wie das unsrige gibt es bestimmt mehr
    herzliche grüße
    E.Carmenia

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    1. Heinrich schreibt:

      Hallo und Danke für das Angengement.

      Diese Fälle (Hartz 4) sollten gesammelt und zusammengefasst werden. Ich selbst habe es nicht geglaubtdas die Bearbeitung dermaßen für die Katz ist und gemeint wir leben immernoch im Sozialstaat… und NUR UM ZU TESTEN einen Antrag gestellt. ca 30Seiten abgegeben, dann 40 Seiten Nachtrag zum nachtrag- Ausfüllen bekommen mit Limit 2 Wochen,,incl Arbeitspaket….(Was ist das -Nachfrage= Ich und mein Schulpflichtiger Sohn sollen uns auf Arbeitsstellen bewerben……))
      Ich soll also,
      obwohl ich Hoffnung habe weiter den Betrieb zu haben (und auch weiter arbeite mit erschwerten Bedingungen)
      zu meiner Konkurenz gehen und um Anstellung bitten????
      Mein Sohn anstelle zur Schule zum Reifenwechseln ?

      Ich habe es nicht geglaubt und verfolge es nicht weiter, aber alle, die einen Antrag gestellt haben und ähnliches wie Vorredner oder ich erlebt haben,sollten den Verlauf aufschreiben, Dir (VdSg ) zuschicken und den Packen dem Herrn Lufthansa Mercedes …entschuldige,,,Herrn Altmeier übergeben mit Bitte um Stellungnahme.

      Arbeitsämter haben nämlich null Ahnung von Selbstständigen…..

      (das meintet Ihr (VDSG) ja mit Abrechnung über Finanzamt, was völlig richtig wäre…!!!

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    3. Anne-Marie Bekkaye schreibt:

      Lieber Herr Carmenia,
      Ihre Situation ist mit Sicherheit kein Einzelschicksal und Sie haben mein Mitgefühl. Wir alle stehen ziemlich im Regen. Falls es noch einmal eine solche Situation geben sollte, könnte es passieren, dass dann viele Bürger sich erinnern und bei weitem nicht mehr so bereitwillig bei Maßnahmen der Regierung mitmachen. Plötzlich wurde unser ehrlicher Gelderwerb illegal gemacht worden und man wird mit drakonischen Strafen bedroht!
      Ich persönlich werde dies mein Lebtag nicht vergessen.
      Aber vielleicht kann ich Ihnen einen Tipp geben, der Ihnen hilft:
      Beantragen Sie Wohngeld!
      Wohngeld ist keine Sozialleistung, sondern ein Rechtsanspruch, gedacht für arbeitende Menschen, Rentenempfänger, etc. Wohngeld bekommen auch Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum.
      Allerdings dürfen Sie kein Hartz4 beziehen. Es wäre in Ihrem Fall vermutlich besser, auf Hartz zu verzichten und stattdessen Wohngeld zu beziehen. Wohngeld wird nach Beantragung zwölf Monate lang gezahlt und muss dann wieder neu beantragt werden. Im Internet gibt es Wohngeldrechner, aber in jedem Fall empfiehlt es sich, beim zuständigen Amt (Wohngeldstelle) zwecks Beratung vorzusprechen. Ein Bekannter von mir arbeitet bei der Wohngeldstelle, er klagt immer, dass er seine Gelder nicht los wird.

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  26. Christoph Schmid schreibt:

    Lieber Andreas, ich denke auch, der Brief ist ein wenig lang geraten, aber: es ist ist viel wichtiger, diesen Brandbrief heute, spätestens morgen zu schicken, als die optimierte Version nächste Woche. Aus meiner Sicht fehlt nichts, vielleicht kann man es noch etwas pointieren. Die Herren Scholz und Heil parallel anschreiben. Viele Grüße.

    Antworten
  27. Dr. Peter Meides schreibt:

    Hallo Andreas.
    Danke für dieses Schreiben! Das findet unsere volle Unterstützung.
    Wir – das ist der Verband SOKAFREI.de – engagieren uns seit vielen Jahren für die Rechte und Interessen von Handwerksbetrieben. Ich möchte daher gerne das finale Schreiben auf unserer Homepage veröffentlichen – wenn Sie das erlauben und mir die finale Fassung des Schreibens überlassen.

    Viele Grüße und alles Gute !
    Peter

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  28. Vera Herrmann schreibt:

    Hallo Andreas,
    erstmal Danke, dass Ihr auch weiter für uns kämpft. Bei mir sitzt die Enttäuschung wie mit uns umgegangen wird sehr tief.
    Wichtig finde ich nochmal die Solo-Selbstständigen zu erwähnen an denen die Hilfen weiterhin vorbei laufen (ohne größere Betriebsausgaben etc.).
    Ich lebe in NRW und dürfte mir jetzt eigentlich EUR 2000 der Soforthilfe für den Lebensunterhalt auszahlen. Da ich kaum Betriebsausgaben haben und den Antrag im März/April somit nicht gestellt habe, um dringenderen Fällen Vorrang zu geben, läuft diese Unterstützung schon wieder an mir vorbei. Antragssteller im Mai werden wieder an die Grundicherung verwiesen, die ich nicht beantragen kann. Erstmal müsste ich meine Alterrücklagen verbrauchen. Es kann doch nicht sein, dass im Mai entschieden wird, dass man im April den Antrag hätte stellen müssen, obwohl die Frist noch bis Ende Mai läuft!?!?
    Es kann doch nicht von Willkür abhängen, ob man eine Unterstützung bekommt oder in welchem Bundeland man lebt. Es muss einheitliche Regeln für alle Selbständigen geben.

    Danke nochmal, dass Du Dir die Mühe machst noch einen Brief an Herrn Altmaier zu schreiben. Ich finde, Du triffst genau den Ton und sprichst mir aus der Seele.
    LG, Vera

    Antworten
    1. Andreas Röttger schreibt:

      Meine Mail von gestern an die Verantwortlichen in NRW:

      Corona-Soforthilfe NRW

      Sehr geehrte Frau Ministerin Pfeiffer-Poensgen,
      sehr geehrter Herr Minister Pinkwart,
      sehr geehrter Herr Hamer,

      die derzeitige Situation ist wahrlich nicht einfach! Auf ihren Schultern lasten Entscheidungsfindungen,
      die weitreichende Konsequenzen mit sich führen und die es nicht immer allen recht machen können.
      Wir werden alle erst zu einer späteren Zeit erfahren, ob solche Entscheidungen richtig und zielführend
      waren. Daher sollte jedermann mit Kritik an ihren Handlungsweisen sehr vorsichtig sein und ihnen mit
      Respekt und Achtung begegnen.
      Als Mitglied im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. beschäftigt mich und eine
      Vielzahl von unseren aktiven Lesern noch eine weitere Situation. Vielleicht können sie auch dort
      „Licht ins Dunkle“ bringen:

      „Als Solo-Selbstständiger habe ich die Corona-Soforthilfe NRW von 9.000 EUR beantragt und erhalten.
      Hiervon konnte ich bereits meine laufenden betrieblichen Kosten für März, April und Mai bezahlen.
      Nun sind noch ca 4.800 EUR übrig. Normalerweise müsste ich nun am 01.06.20 den übrigen Betrag zurückzahlen.
      Tatsache ist jedoch, dass ich voraussichtlich erst nach den Sommerferien in NRW wieder als freiberuflicher Dozent
      für meine Auftraggeber in NRW tätig werden kann, da diese privaten Bildungsträger das Unterrichten erst einmal
      mit ihren festangestellten Kräften wieder hochfahren.
      Meine betrieblichen Ausgaben (Büromiete, Leasing, Versicherungen, StB etc.) laufen jedoch weiter.

      Daher unsere Frage: Wird von Seiten der Landesregierung angestrebt, dass der Verwendungszeitraum der
      Corona-Soforthilfe NRW i.H.v. 9.000 EUR für (Solo-) Selbständige und Freiberufler von drei Monaten auf sechs
      Monate einmalig verlängert wird?“

      Es ist sehr löblich und verdient ihre Anerkennung, dass ab sofort alle Antragsteller der Solo-Selbstständigen, Freiberufler
      und Personengesellschaften aus März und April einmalig 2.000 EUR für die privaten Lebenshaltungskosten entnehmen
      dürfen und das diese Mittel rein vom Land NRW getragen werden und nicht vom Bund. Chapeau!

      Leider kommen aber nur sehr wenige Antragsteller der Corona-Soforthilfe NRW in den Genuss der 2.000 EUR aus der Soforthilfe.
      Bereits im März 2020 musste ich als Freiberufler meine Tätigkeiten als Dozent für private Bildungsträger in NRW, aufgrund des
      Bescheides der Staatskanzlei NRW vom 13.03.2020 einstellen und auf meine privaten finanziellen Reserven zurückgreifen.
      Mitte April 2020 beantragte ich dann erstmalig die Grundsicherung nach dem SGB II. Unabhängig dessen, ob diese Transferleistungen
      den Betroffenen bereits zugeflossen sind oder nicht, wird uns der einmalige Zuschuss von 2.000 EUR (März+April; auch anteilig
      nur für den März) für die privaten Lebenshaltungskosten verwehrt. Das empfinden eine Vielzahl von Antragstellern als enttäuschend.

      Zielführender ist daher unser Vorschlag, dass der dreimonatige Bewilligungszeitraum einmalig auf sechs Monate verlängert wird,
      wobei der Zuschuss von 9.000 EUR etc. aber nicht aufgestockt werden muss.

      An meinem persönlichen Beispiel können sie erkennen, dass meine laufenden betrieblichen Kosten (Coaching-Raum-Büromiete, PKW-Leasing,
      StB-Honorar, Versicherungen etc.) auch im Juni, Juli und August weiterlaufen und ich diese Kosten dann von der hoffentlich noch zu erhaltenden
      Grundsicherung nach dem SGB II bestreiten muss. Dabei wird mir kein Geld mehr zum Leben bleiben, da ich die Mietzahlungen für meine
      private Wohnung von der Transferleistung bestreiten muss.

      Sie würden uns Solo-Selbstständigen und Freiberuflern in NRW eine riesige Last- und wirkliche Existenzängste von den Schultern nehmen, wenn
      sie den Bewilligungszeitraum entsprechend und mit Augenmaß verlängern, ohne weitere Zuschüsse bereitstellen zu müssen.

      Das ist das, was wir wirklich und sehr dringend brauchen!

      Bitte helfen sie uns und lassen sie uns bitte nicht alleine!!!!!

      Für eine kurzfristige Beantwortung der Situation sind wir ihnen bereits jetzt sehr dankbar.

      Passen sie weiterhin auf sich auf und bleiben sie gesund.

      Mit freundlichen Grüßen aus Aachen

      Antworten
      1. Vera Herrmann schreibt:

        Hi Andreas,
        gute Idee mit der Mail. Welche Mail-Adresse hast Du genutzt?
        Dann formuliere ich auch noch etwas aus. Bei mir geht es allerdings um den Bereich internationale Fachmessen.
        Vielleicht bringt es ja etwas, wenn wir unsere Kräfte bündeln.
        LG, Vera

        Antworten
    2. Birgit Wennekers schreibt:

      Hallo liebe Vera,
      mir geht es genauso . Ich habe meinen Antrag auch erst im Mai gestellt und habe auch immer darauf gewartet, daß sich was ändert, zwecks Lebensunterhalt. Für mich ist das auch eine riesen Enttäuschung, daß die Änderung an mir vorbei geht. Harz 4 würde ich etwa 100 € bekommen. Und dafür habe ich bis jetzt keinen Antrag gestellt. Es ist einfach alles sehr entäuschend.
      Liebe Grüße
      Birgit

      Antworten
  29. Christina Erdmann schreibt:

    Hallo Andreas,
    ja, das gibt unsere Situation treffend wieder. Erschwerend für mich persönlich:
    Seit dem Tag der Antragstellung für den Zuschuss des Bundes am 2.4.!!!! bei der NBank Land Niedersachsen gibt es keine Reaktion. Nachfragen „darf“ man nicht, dauert dann ja nur noch länger so der Hinweis. Am 4.5. habe ich freundlich doch mal bei der IHK nachgehakt (lt. der NBank unser Ansprechpartner). Dort kam ein kleiner Hinweis, dass es wohl „irgendwelche Probleme gegeben hat“ oder dass ich meinen Antrag eben falsch eingereicht habe und die Prüfung dadurch länger dauert. Einen Tag später kam ein Newsletter der IHK mit folgendem Wortlauft zu diesem Thema:
    „NOCH KEINE RÜCKMELDUNG ZUM FÖRDERANTRAG?
    Unternehmen, die bereits vor einigen Wochen einen Antrag auf Soforthilfe gestellt hatten, aber bisher überhaupt noch nichts von der NBank gehört haben, möchten bitte die Originalmail inkl. aller Anhänge mit dem Betreff „!!! Erneute Übersendung“ an beratung@nbank.de weiterleiten. Das gilt auch für Unternehmen, die bei der NBank angeblich im System nicht zu finden sind.“

    Nun sind 10 Tage rum und immer noch keine Reaktion. Das ist NICHT schnell und unbürokratisch:-( und ich bin mittlerweile echt verzweifelt! Wenn nichts bekomme, muss ich es doch wenigstens wissen, um weitere Schritte einzuleiten. Von der Bank gibt’s ja auch nicht eben mal nen Kredit! Und die verweist erstmal auf den Zuschuss. Das ist ein Hamsterrad,..

    Thema Grundsicherung: Habe ich versucht und schäme mich auch nicht dafür. Da ich aber verheiratet bin und in einer „Bedarfsgemeinschaft“ lebe, muss halt mein Mann für alles aufkommen. Mir war nicht klar, dass ich diesen Antrag im Grunde auch für meinen Mann einreichen muss. Dumm oder naiv? Ich weiß es nicht…
    Lieben Gruß, Christina Erdmann

    Antworten
  30. Thomas Müller schreibt:

    Hallo Andreas,
    guter Brief, Ton und Inhalt sind sehr treffend!
    Eine Anregung noch dazu: Die Diskussion über die zwangsweise Einführung einer staatlichen Altersvorsorge läuft ja ungebremst weiter. Hier wäre gegebenenfalls unter dem Stichwort Bürokratie noch ein Hinweis angebracht, daß diese Regierung gerade dabei ist, die wenigen Freiheiten der Selbständigen weiter zu beschneiden und damit unserer Aller Gestaltungsspielraum noch weiter einzuschränken.

    Viel Erfolg und danke für das Engagement!

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Thomas,
      die geplante Altersvorsorgepflicht hab ich natürlich bei allem was wir machen mit im Kopf…
      lg A

      Antworten
  31. Monika Weyer schreibt:

    Bravo, Andreas! Da ist alles drin, was unbedingt gesagt werden muss. Der Artikel ist sachlich und fasst alles was uns betrifft zusammen, auch die Emotionen, sprich die Enttäuschung und die Aufforderung, endlich mal über den üblichen Lobbyisten-Tellerrand zu schauen und ins Handeln zu kommen!

    Antworten
  32. Andreas Röttger schreibt:

    sehr guter Brief. Auf den Punkt gebrachter Inhalt. Chapeau!!!

    Antworten
  33. Antworten
  34. Joachim Fischer schreibt:

    Sehr gut! Danke für die Mühe(n)!
    Bitte die enorm vielen Soloselbständigen nicht vergessen und mit aufführen! Die haben oft keine Büros oder Läden etc.
    Ansonsten wären am Ende des Briefes evtl. noch Hinweise mit Vorschlägen und Möglichkeiten aus unserer Sicht hilfreich.

    Bleibt munter! Joachim Fischer

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Joachim,
      danke für die Anregung, das haben schon mehrere gesagt. Es geht um den Satz: „Wir haben unsere Büros, Läden, Praxen abgeschlossen, oft mit Tränen in den Augen.“
      Leider ist er nicht mehr so stark, wenn ich schreibe „Wir haben unsere Büros, Läden, Praxen (soweit wir nicht im Homeoffice oder beim Kunden arbeiten) abgeschlossen, oft mit Tränen in den Augen.“
      Drum würde ich an der Stelle darauf verzichten, wenn mir nichts besseres einfällt.
      lg A

      Antworten
      1. Mario Daszenies schreibt:

        in diesem Satz finde ich mich leider auch nicht wieder.
        Was mir dafür fehlt ist ein Hinweis, dass viele von uns von einem faktischen „Berufsverbot“ oder betroffen sind.

        Antworten
        1. Martin schreibt:

          Dieser Begriff muß auf jeden Fall verwendet werden. Und der Satz mit den 5 Wochen sollte mit dem Wort untätig ergänzt werden. Auch Wortbruch fällt mir da noch ein..
          Perspektive muß aufgezeigt werden betr. Laufzeit der sogenannten Soforthilfe. meine Aufträge für die übliche Vorlaufzeit von 2 Monaten: keine 200€!
          Aber d. Brief wird vielleicht wirklich etwas zu lang?
          Weiterleitung an Herrn Heil erscheint mir persönlich sinnlos. evtl. Länder-wirtsch.minister ?

          Antworten
      2. Christoph schreibt:

        Hallo Andreas,

        ich würde diesen Satz auch eher streichen. Die Bereitschaft, die getroffenen Entscheidungen mitzutragen, ist mit dem darauf folgenden Satz eigentlich schon ausgedrückt.
        Letztlich haben alle ihre Berufstätigkeit eingestellt / einstellen müssen.

        LG Christoph

        Antworten
  35. Gerd Hildebrandt schreibt:

    Nachdem ich den Umgang der Regierenden mit uns Soloselbstständigen 15 Jahre lang beobachtet habe kann ich mit Sicherheit sagen: „Briefe schreiben bringt gar nichts“… leider
    Die Zeit ist gekommen für eine Spenden-Sammlung um die allerbesten Juristen zu engagieren um diese Regierung zu verklagen nach jedem auch nur annähernd zutreffenden Paragrafen.
    Am Besten wäre eine Klage der sich Millionen von Betroffenen anschließen können, so dass wir gemeinsam vor Gericht ziehen können anstatt vereinzelt gegen die Ungerechtigkeit, Benachteiligung und Herabsetzung vorzugehen.

    Antworten
    1. Antworten
    2. Ursula schreibt:

      Richtig! Es gibt den Gleichbehandlungsgrundsatz. Das was wir erleben, und nicht zum ersten Mal, ist, daß willkürlich mit fragwürdigen Argumenten einzelne Branchen üppige Unterstützung erhalten, und andere leer ausgehen. Das ist ein Fall fürs Verfassungsgericht. In dem Brief sollte ein klarer selbstbewußter Hinweis auf die verfassungsmäßig gebotene Gleichbehandlung stehen. Ich könnte mir vorstellen, daß so eine Verfassungsklage von vielen Firmen unterstützt würde.

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    3. Stefanie schreibt:

      Warum auch nicht diesen Schritt versuchen.

      Scheinbar bewirkt ja nichts was… Demonstrieren hilft nicht, Briefe schreiben nicht, wenn die Kollegenminister mit den Oberministern reden bringt es nichts, auch wenn Du, Andreas mit unseren Kollegen persönlich mit den Herrschaften Altmaier… reden bringt es nichts.

      Herr Hildebrandt, können Sie sich vorstellen solch einen Vorstoß anzuleiern?
      Bzw. wer käme in Frage?

      Ich schreibe jetzt auch nochmal meine Mail und hoffe tatsächlich, dass das viele von uns mit machen und diese gerne auch jede Woche noch einmal verschicken.
      Manchmal hilft nur nerven. Vielleicht sind wir spätestens jetzt an diesem Punkt angelangt. Irgendwann geben sie uns schon was wir brauchen/uns wirklich unterstützt. Hauptsache sie werden von uns nicht mehr genervt.

      Vielen Dank Andreas für Deinen offenen Brief!!!

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    4. Thomas Schneider schreibt:

      Sehe ich definitiv genauso,wir müssen diese Politmafia nach dem Bundesseuchengetz verklagen und das sofort und mit den besten Fachanwälten. Sollte doch ein hübsches Sümmchen zusammen kommen,wenn denn alle mitziehen und nicht kleckern,sondern klotzen,wie es unser so großzügig mit unseren Steuergeldern um sich werfender Finanzkasper Scholz auszudrücken pflegt.

      Antworten
    5. Thomas Schneider schreibt:

      Sehe ich definitiv genauso,wir müssen diese Politmafia nach dem Infektionsschutzgesetz verklagen und das sofort und mit den besten Fachanwälten. Sollte doch ein hübsches Sümmchen zusammen kommen,wenn denn viele mitziehen und nicht kleckern,sondern klotzen,wie es unser so großzügig mit unseren Steuergeldern um sich werfender Finanzkasper Scholz auszudrücken pflegt.

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  36. Thomas Radloff schreibt:

    Klasse Andreas!
    Wir sollten, wenn der Brief fertiggestellt ist, einen Link (ohne Anmeldung etc.) erhalten und breit streuen, also in den bekannten Gruppen, aber auch bei Facebook, LinkedIn, Twitter usw. teilen. Vielleicht greift irgendwann mal ein Talkshow Format das Thema auf. Leider wird in den letzten Jahren die wirkliche Politik in den Talkshows gemacht und nicht mehr im Bundestag.

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  37. Antworten
  38. Carsten Gottschalk schreibt:

    Hallo Andreas, sehr gute Zusammenstellung, die ich gerne ergänzt wüsste.
    Warum werden den Unternehmen 100% Förderung für Beratungsleistungen offeriert, diese aber seit Wochen nicht genehmigt? Sowohl das BMWi wie auch das BAFA argumentieren mit einer Antragsflut. Jedoch werden die klassischen Förderungen von 50% oder 90% für Unternehmen in Schwierigkeiten in der gewohnt schnellen Weise genehmigt. Gerade in dieser Zeit werden diese Beratungen dringend benötigt, eine Beratung darf aber erst nach genehmigung/ Inaussichtstellung der Förderung durchgeführt werden.

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    1. Antworten
  39. Michael Thiel schreibt:

    Das trifft ins Schwarze. Man könnte nich hinzufügen, dass wir alle Fragen mit Fakten belegen können. Ausserdem könnte man dran denken, den Brief in einer großen Zeitung wie z.B. Handelblatt zu veröffentlichen. Soweit es mich betriefft könnet ihr dafür auch Spenden einsammeln.

    Zu guter Letzt: habt ihr mal dran gedacht, eine Allianz mit den großen Arbeitgeberverbänden zu schmieden. Auch wenn das nicht sofort offensichtlich ist, aber die brauchen uns als Zulieferer (je nach Branche) ja auch
    Grüße
    Michael

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    1. Daniel Held schreibt:

      Ich würde mich auch mit anderen, zum Beispiel anderen Gewerkschaften wie Verdi, zusammenschließen. Erreicht mehr.

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      1. Thomas Schneider schreibt:

        Gewerkschaften für uns Selbstständige ? Der Witz ist gut.

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        1. Anne-Marie Bekkaye schreibt:

          Ich sehe mich auch eher als Arbeitgeberin. Ich habe mir selbst einen Arbeitsplatz in einem bereits ausgestorbenen Beruf geschaffen, habe diesen Beruf wieder belebt, gebe mir seit 26 Jahren meine Arbeit und beschäftige einige weitere Menschen, indem ich Zulieferer beauftrage. Menschen wie ich sind aufgrund ihrer charakterlichen Eigenschaften in Großbetriebe nicht integrierbar. Leute wie ich werden entweder Chef oder Einzelkämpfer. Ich war beides und mit großer Freude aber auch Biss.
          Jedoch ärgere ich mich über die mangelhafte Absicherung von uns Selbständigen im Bereich Arbeitslosengeld, dafür würde ich auch gerne in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Es macht mich sehr ungehalten, dass Selbständige direkt zu Sozialfällen gemacht werden, ohne den Rechtsanspruch auf Arbeitslosengeld 1. Gerade bei den hoch motivierten Selbständigen ist kaum davon auszugehen, dass sie das Arbeitslosengeld ohne Not beantragen. In allen anderen europäischen Ländern werden Selbständige weit besser abgesichert.

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  40. Jörg schreibt:

    Sollte man nicht offen ansprechen, dass die sogenannten Hilfen in erste Linie PR-Massnahmen sind? Dass es leichter ist an Hilfen zu kommen, wenn man ein Betrüger ist (40% der Berliner sind seit neuestem selbständig…)? Nicht zuletzt auch, dass es die Millionen kleinen Selbständigen sind, die nach der Krise die Zeche zahlen werden, da sie ja keine Steuerparadiese nutzen können? Und es sei auch die Bemerkung erlaubt, dass wir nach Jahren des Flächenbombardements mit arbeitsmarktpolitischen Napalm vielleicht jetzt die Geduld verlieren könnten. Man muss sich ja nur einmal klar machen, dass viele Solo-Selbständige nun selbst Bestandskunden nur noch über Vermittler bedienen können – und die 15-25% Vermittlungsaufschlag ja lieber in ihre Altersvorsorge gesteckt hätten.

    Antworten
  41. Achim schreibt:

    Danke für diese Initiative! Warum ist dieser sehr wichtige Brief nur eine Sammlung von Fragen? Ich finde das sehr defensiv formuliert. Jeder dieser Fragesätze sollte imho in eine klare Forderung mit einem Ausrufezeichen umformuliert werden, damit diese bei Herrn Altmaier als Handlungsaufforderung ankommen und nicht als Fragestunde ausgelegt und wir wie so oft im zusammenhang mit den Soforthilfen auf die FAQ verwiesen werden. Ich fürchte nur dass selbst das auch nicht viel bringen wird.

    Antworten
  42. Andreas Terveen schreibt:

    Leider kann / darf ich hier wohl keinen Kommentar schreiben.
    bereits zum zweiten Mal wurde gerade ein Kommentar ins Datennirvana geleitet mit der Meldung

    „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Bitte langsamer.“

    Wie soll ich bitte langsamer schreiben?????

    Antworten
    1. Christoph schreibt:

      Schreib ihn in dem gleichen Tempo wie diesen, setz dann den Cursor mit deiner Maus in das Namensfeld, und so weiter. Du must dem System Zeit lassen, mit zu kommen 😉

      Antworten
  43. Katja schreibt:

    Hallo Andreas,

    sehr guter Brief und Inhalt!! Danke für das Engagement.

    Ich sehe es ähnlich wie T.Zeis, dass man nicht mehr nur freundlich bitten muss, sondern unbedingt daran erinnern sollte, dass sie in ihrer Funktion als Minister der Bundesregierung für „alle“ zuständig sind und nicht von Grosskonzernen gewählt wurden. Das Beispiel TUI zeigt es ja, dass nach grossen Hilfen des Staates enorme Entlassungen folgen sollen. Das Handelsblatt fragt dazu heute zurecht: Wen hat der Steuerzahler da im März mit 1,8 Mrd eigentlich gerettet?

    Und dass sollte sich die Regierung immer wieder vor Augen halten, dass sie Steuergelder verteilen, die auch durch uns Selbstständige erwirtschaftet wurden und hoffentlich auch bald wieder werden.

    Eine sehr schnelle und einfache Lösung wäre schon einmal die Erlaubnis, die Soforthilfe auch für Krankenkassen- und Rentenbeiträge sowie gewisse Lebenshaltungskosten verwenden zu dürfen. Das würde für den ersten Moment schon mal helfen.

    Nochmals Danke für Euer unermüdliches Wirken, etwas zu erreichen.
    Mit besten Grüssen

    Antworten
  44. Dr. Markus Gerle schreibt:

    Danke. Der Brief ist toll. Und besonders scharf finde ich ihn nun wirklich nicht. Ich schließe mich jedoch der Meinung von Monika an. Bitte schickt den Brief auch an die Herren Scholz und Heil. Vielleicht gibt es zumindest bei Letzterem inzwischen ein Umdenken und es wird endlich Rechtssicherheit für uns geschaffen. Die Konzerne, die nämlich keine deutschen IT-Freiberufler mehr engagiert haben, weil sie Angst vor Scheinselbständigkeit haben, können aktuell nur sehr schwer IT-Experten aus dem Ausland einfliegen 😉 Wenn die SPD jetzt erkennt, dass sie da wohl was falsch gemacht hat und endlich wieder Rechtssicherheit schafft und uns nicht mehr in prekäre ANÜ-Verhältnisse zwingen will, hätte Corona wenigstens etwas Positives.

    Antworten
  45. Helga schreibt:

    ich stimme mit Ihnen völlig überein: hier wird Klientelwirtschaft betrieben.

    Ich würde noch hinzufügen:

    Warum können die Aktionäre EINES Unternehmens auf íhre Dividenden zählen und die Vorstände auf ihre Boni, wenn wir zuerst den Gewinn des Vorjahres und die Rücklagen aufbrauchen müssen und uns dazu als Unternehmer auch verpflichtet fühlen?

    Antworten
  46. Christian Menke schreibt:

    Hallo Andreas, Max,

    ich finde die Notwendigkeit eines auch deutlich emotionalen offenen Briefes ist gegeben, meinen herzlichen Dank dafür. Inhaltlich ist, denke ich nichts Wichtiges vergessen worden.

    Allerdings habe ich zwei, drei Anregungen/Vorschläge:
    a) nicht nur an BMWi: da die Bundeskanzlerin die Dienstaufsicht hat, sollte sie auch direkt mit angesprochen werden, cc an Heil/Scholz können wir uns sparen, die fühlen sich eh nicht betroffen. Ggf. macht aber die CDU Chefin Sinn, denn als der SPD das BMF zufiel, wurde der CDU ja verkauft, idass die CDU das nicht weniger wichtige BMWi besetzen durfte, aber was ist daraus geworden? Ein öffentlicher Popanz, nicht mehr.

    b) statt Automobilindustrie würde ich Lufthansa als Beispiel nehmen, die bekommen immerhin viel Geld während sie gleichzeitig ihre Kunden mit Erstattungsansprüchen im Regen stehen lassen (Rechtsbruch wurde vom CEO öffentlich zugestanden in der HV vergangene Woche) und die Diskussionsstimmung bei Automotive izur Zeit eher negativ ist und das könnte als Gegenargument/Abwehr mißbraucht werden

    c) die „Warum“ Fragetechnik ist zwar nicht schlecht aber wir erwarten ja nicht wirklich eine Antwort auf das Warum, sondern dass sich etwas ändert!
    Insofern möchte ich vorschlagen in den einzelnen dots das Warum umzuformulieren in ein jeweils klares Faktum des Versprechens, des aktuellen Standes und der von uns erwarteten Handlung, Vlt. im Sinne von „versprochen wurde….gehalten wurde… wie oben auch ein Kollege/-in vorschlug nur würde ich das nicht „versprochen/gebrochen“ nennen (aber eher ein individuelles Stilthema :-))

    Auf jeden Fall betteln wir nicht, sondern fordern klare Versprechen ein.

    Sehr gut formuliert finde ich den letzten Absatz, vielleicht kann man den ganz nach vorne stellen, viele Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik lesen höchstens die erste Seite jeder Korrespondenz.

    Breite Kommunikation ist m.E. notwendig.
    Danke nochmals und beste Grüße
    Christian

    Antworten
  47. Eva Schieferstein schreibt:

    Ich finde es auch wichtig, dass dieser Brief in großem Stil verschickt wird, zumindest an alle wichtigen Redaktiionen etc., damit diese Tatsachen wirklich an eine größere Öffentlichkeit kommen.
    Mir als soloselbstständiger Musikerin, der durch die Pandemie-Maßnahmen schlagartig fast alle Verdienstmöglichkeiten genommen wurden (und z. T. auf unbestimmte Zeit immer noch genommen werden), wurden von verschiedenen Regierungsstellen großzügige „Soforthilfen“ laut angekündigt. Die ersten Maßnahmen waren so gefasst, dass freiberufliche Künstler die Bedingungen fast nie erfüllen konnten. Dann wurde in Bayern die spezielle Künstler-Soforthilfe angekündigt. Heute, drei Wochen später, existiert noch nicht einmal ein Antragsformular für diese Hilfe – eine „Sofort“hilfe also, die man zwei Monate nach Eintritt des Schadens nicht einmal beantragen kann.
    Ein weiterer hässlicher Nebeneffekt der im offenen Brief sehr richtig begeklagten „öffentlichen Versprechungen“, denen keine tatsächlichen Zahlungen folgen: Die öffentlichen Versprechungen erreichen ein riesiges Publikum von Nicht-Betroffenen, die die Versprechungen so verstehen, dass die Solosebstständigen das versprochene Geld selbstverständlich gleichzeitig mit der Versprechung auch bekommen. In den letzten „Corona-Wochen“ durfte ich schon etliche unfreundlich-missgünstige derartige Kommentare hören oder lesen: Die soloselbstständigen Künstler sollten doch endlich ruhig sein, ihnen werde doch ständig geholfen – oder seien sie etwa zu dumm, um die richtigen Hilfen zu beantragen?

    Antworten
  48. Ulrike schreibt:

    Hallo Andreas,
    toll geschrieben und zusammengefasst! Vielen Dank für euren Einsatz!

    Antworten
  49. R2-D2 schreibt:

    Guten Tag ,

    Der Brief gefällt mir sehr gut, allerdings würde ich noch ein paar kleine Aspekte hervorheben.

    Bekanntlich verweist man bei der Unterstützung der Freelancer auf ALG2/Hartz 4/Grundsicherung. Dies kann aber erst in Anspruch genommen werden , sobald Privatvermögen bis 60.000 Euro aufgebraucht ist. Dies steht aber im Widerspruch dazu, dass Freelancer auf der anderen Seite für das Alter vorsorgen sollen.

    Per gestern wurde mitgeteilt, dass man in NRW 2000 Euro an Soforthilfe bekommt , um diese für privaten Kosten zu bezahlen unabhängig von Betriebsausgaben . Allerdings kann man dies nicht rückwirkend erstattet bekommen, wenn man bis heute keine Soforthilfe für Monate März- Mai beantragt hat. Das ist etwas komisch, denn ich kenne viele Leute , die aus Verunsicherung die Hilfe bis dato NICHT in Anspruch genommen haben. Man sagt, dass man in der 3 Monatsfrist März-Mai , Stichtag 31.05.2020 Soforthilfe bekommt, aber die besagten 2000 Euro ggf nicht. Das ist ein Widerspruch. Warum kann man zum Stichtag 31.05.2020 rückwirkend zB die besagten 9000 Euro bekommen aber 2000 Euro nicht… Die Aussage “ Wer im März nichts angemeldet hat ist auch nicht im Mai bedürftig “ ist leider etwas unbefriedigend.

    Zumal der Abrechnungsmodus später unklar ist. Man spricht von Deckelung der privaten Kosten. Heisst für mich brutto gleich netto….. Schliesslich muss der Mensch im Supermarkt seine Kosten komplett bezahlen. Da gibts keinen Unterschied BRUTTO /NETTO

    Es muss dieser Sachverhalt der Soforthilfe vereinheitlicht werden für alle Bundesländer. Es kann nicht sein das man Baden Württemberg bis dato schon Geld bekommt und andere Bundesländer leer ausgehen.

    https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

    Bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses kann als Kosten bei Soloselbständigen, Freiberuflern und für im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften auch maximal ein Betrag in Höhe von 1.180 Euro pro Monat für fiktiven Unternehmerlohn angesetzt werden.

    Hier spricht man vom Unternehmerlohn. Heisst doch ganz klar im Steuerrecht BRUTTO !!?? Auf der anderen Seite soll der Betrag benutzt werden, um Miete etc zu zahlen. Dabei gibts keinen Unterschied/BRUTTO NETTO !!

    Schliesslich gibts auch totale Verunsicherung, was wann wie valide ist… ZB

    https://www.vg-koeln.nrw.de/behoerde/presse/Pressemitteilungen/25_200508/index.php

    Denn das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket zur Unterstützung der von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen sei so konzipiert, dass die Beihilfen aus dem Programm „Soforthilfe NRW 2020“ ausschließlich für bestehende Verbindlichkeiten des Unternehmens gewährt und verwendet werden sollten.

    Dann erfährt man, dass man in NRW nun doch ggf die besagten 2000 Euro bekommt.

    Planungssicherheit ist anders, zumal es ständig neue News zu dem Thema gibt

    Zumal die Frage auftaucht, was geschieht nach Ende Mai 2020……. Es liegt der Verdacht nahe, dass man im Juni nichts bekommt, wenn man aus Unsicherheit in März nichts beantragt hat.

    Hier muss deutliches klares einfaches Regelwerk her….

    Antworten
    1. Dirk schreibt:

      Was mich zusätzlich extrem ärgert: In der Pressemitteilung wird Andreas Pinkwart zitiert „Ich freue mich, dass wir mit der NRW-Vertrauensschutz-Lösung den Solo-Selbstständigen helfen, die Folgen der Krise abzumildern.“
      Schade nur, dass es anscheinend keinen Vertrauensschutz für diejenigen gibt, die dem ausdrücklichen Rat des Wirtschaftsministeriums gefolgt sind, ihren Antrag erst später zu stellen.
      Denn Anfang April stand unter dem Punkt “ Was wird gefördert“ ausdrücklich: “ Finden die deutlich rückläufigen Geschäftsabschlüsse im März noch keinen Niederschlag, sondern voraussichtlich erst im April, wird empfohlen, erst Anfang Mai einen Antrag zu stellen.“ Und um auch wirklich alles korrekt zu machen, habe ich mich – wie sicherlich viele andere auch – daran gehalten…

      Antworten
    2. Eva Kremser schreibt:

      Verwirrungen sind auch bei mir entstanden. Heisst es doch, dass die Soforthilfen bis 31.05.2020 beantragt werden können. Bei meinem Antrag, den ich am 15.04.2020 fertig machte, stand dann>>>>>Soforthilfe für 3 Monate ab Antragstellung. Ja was denn nun? Seit 16.März durch staatlichen Zwang auf Arbeitsentzug…ab wann berechne ich nun meinen Verdienstausfall? Ab März oder ab April? Für eine evtl. Nachprüfung habe ich nun 2 Szenarien entworfen, habe ja sonst nichts mehr zu tun. Die Anträge sollten wirklich klarer formuliert sein.

      Antworten
  50. Rolf schreibt:

    Lieber Andreas, lieber Max!
    Inhaltlich stimmig und umfassend geschrieben. Danke dafür!
    Ein Aspekt, der m.E. noch hinein passt: Wir sind häufig auch Mieter von Büros etc. und damit auch in diesem Feld ein Wirtschaftsfaktor. Ebenso auch als Auto-/Bus-/Bahn-/Fahrrad-Fahrer.
    Was, wenn das – seinem Vorschlag entsprechend – über Hartz IV der Allgemeinheit aufgebürdet wird? Die wird sich dann wohl „herzlich bei ihm bedanken“.

    Antworten
  51. Monika schreibt:

    Ich finde den Brief auch gut geschrieben! Aber was mir fehlt, ist die mangelnde Perspektive. Bis Ende der Osterferien waren wir auch alle bereit, unseren Teil der Verantwortung zu tragen. Wir wollen ja nichts geschenkt, sondern die versprochene Unterstützung, damit es weitergeht und nicht, um uns in die Hängematte zu legen. Viele von uns könnten längst wieder arbeiten, dürfen es aber nicht. Und so werden die Kosten für notwendige Unterstützungen immer höher und es gibt immer mehr – insbesondere kleine – Selbstständige, die in immer größere Schwierigkeiten geraten.

    Antworten
  52. Barbara Jantzen schreibt:

    Hallo Andreas,
    vielen Dank für Dein Engagement. Im Prinzip finde ich es richtig, lauter zu werden und sich mit einem offenen Brief an die Minister zu wenden. Ich würde jedoch den Brief knackiger (kürzer und konziser) halten, mit weniger Weinerlichkeit und Enttäuschung, dafür mit mehr Wut und Empörung. Der Hinweis, dass wir Steuern zahlen (im Gegensatz zu einigen großen Unternehmen), über die Umsatzsteuer auch zum Reichtum des Landes beitragen, ist zentral, denn damit wird die ungleiche, ungerechte Behandlung gegenüber anderen Unternehmen sichtbar. Und letztendlich werden ja auch wir als Steuerzahler*innen für die jetzt gemachten Schulden aufkommen. Es sollten klare, kurze die Forderung gestellt werden, z.B. auf Basis der letzten/des letzten Steuerbescheids anteilig finanzielle Unterstützung zu erhalten (s. Zahnarztregelung im Kommentar weiter unten). Das wäre einfach und wesentlich hilfreicher, als die in der Öffentlichkeit kursierenden (und lächerlichen) Ideen und Aktionen einzelner Bundesländer, einen „Unternehmerlohn“von 1.000€ auszuzahlen.
    Ich würde auch Aussagen weglassen, wie dass wir bereit sind, unseren Teil beizutragen, mit Tränen in den Augen Geschäftsräume geschlossen zu haben etc. Das klingt mir zusehr nach emotionaler Erpressung und auf der Ebene wird Herr Altmeier gut ausweichen können.
    Vielen Dank
    Barbara

    Antworten
  53. Diana Day schreibt:

    Hallo Andreas,
    vielen herzlichen Dank für Dein Engagement. Wir Selbständigen wissen Deinen Einsatz sehr zu schätzen.
    Ich würde den Text wie einige andere auch vielleicht noch einen Tick schärfer gestalten.

    Ich finde es sollte auch nochmals klar gestellt werden, dass viele noch immer auf Hilfe warten, aber gar nicht wissen, ob Sie überhaupt Hilfe erwarten können und bald Ihre Existenz verlieren werden.

    Auch der Hinweis, dass es für viele Selbständige nach dem 3 Monaten für welche die Sofort-Hilfe gedacht waren, erst langsam wieder losgehen wird. Es sollte auch ein Folgeprogramm berücksichtigt werden.

    Wenn ich alleine lese, dass in Bayern, Regierungsbezirk Schwaben, 50.000 Anträge auf „SOFORT“-Hilfe gestellt wurden und bisher erst 20.000 abgearbeitet wurden, wie lange sollen diese Unternehmer noch warten bzw. durchhalten? Ich warte seit 24.3. auf einen Bescheid.
    https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Jede-fuenfte-Firma-befuerchtet-Pleite-Wo-bleiben-die-Soforthilfen-id57348676.html

    Anträge wurden nach wochenlanger Wartezeit im Raum Augsburg ohne Nachfrage abgelehnt mit der Begründung: „Unzureichende Begründung des Liquiditätsengpasses“. Wie viel Begründung braucht man, wenn einem z.B. das Kosmetikstudio geschlossen wurde? (so bei meiner Bekannten passiert).

    Wieviele Anträge sind bundesweit noch in Bearbeitung? Das wäre auch eine interessante Kennzahl.

    LG
    Diana Day

    Antworten
  54. Elmar schreibt:

    Andreas und Max,
    der Brief ist klasse, wird aber nicht reichen.
    Damit diese Ungerechtigkeit beim Verteilen Handlungsdruck erzeugt, würde ich versuchen, in eine der Talkshows zu kommen. Dort wird ja oft von den Betroffenen/Leidtragenden glaubwürdig dargestellt, wie die von der Regierung vorgenommenen Maßnahmen umgesetzt werden oder ankommen (Bsp. Pflegenotstand, Subunternehmer…).
    Ob es was bringt, und der Druck erhöht wird, weiß ich nicht. Jedenfalls könnt ihr das Thema für den Normalbürger platzieren, der in der Regel ein feines Gespür für gerechtes Verteilen hat und auch beobachtet, wie dies umgesetzt wird. Und der Druck auf die Politiker steigt, weil sie sich vor einem öffentlichen Publikum äußern müssen.
    Viel Erfolg mit dem Brief und Danke für Euer unerbittliches Engagement!
    Elmar

    Antworten
  55. Caroline Vongries schreibt:

    Hallo Andreas,

    ich finde den Brief sehr angemessen und grundsätzlich sehr gelungen, im Ton, im Umfang. Ich unterschreibe ihn so wie er ist. Ich persönlich finde es bei aller Emotionalität dennoch besser nicht noch stärker anzugreifen. Auch wenn es angemessen wäre, aber ich glaube, so ist es wirkungsvoller. Auch den Appell an die „Väterlichkeit“ finde ich okay, er ist als Minister sozusagen ein Patron für die Wirtschaft, sollte es für die ganze Wirtschaft sein, er hat von einem Schutzschirm gesprochen, ihc finde das Bild des dreiviertel zugeklappten Regenschirms ganzn eindrücklich.
    Ich verstehe aber auch alle, die in ihrem Inneren einen viel schärferen Ton vorfinden. Das geht mir schon auch so.
    Die Idee, den Brief ebenfalls an Herrn Heil und an Herrn Scholz zu schicken, finde ich gut!
    Ich selbst habe als DaZ-Lehrerin, Journalistin, Autorin den sogenannten erleichterten Zugang zur Gurndsicherung mit merh als 100 Seiten erprobt. Ich hatte eine sehr verständnisvolle Sachbearbeiterin, dennoch war diese Prozedur für beide Seiten eine Qual, alles andere, was ich dazu zu sagen habe, steht im Brief oben. Es ist schlicht das falsche Instrument. Punkt. Und kostet mit Sicherheit mehr Geld als die pauschale Übernahme der Lebenshaltungskosten gekostet hätte!! Ganz abgesehen von dem menschlichen und gesellschaftlichen Schaden, der durch die Ausgrenzung von uns Selsbtständigen jetzt geschieht. Das ist so unfassbar schade, man könnte auch sagen idiotisch und vor allem unnötig, dass man es kaum begreifen kann. Wenn dieses Nichtbegreifenwollen, diese Sturheit der Bundesregierung an deiser Stelle, man kann es auch Ignoranz nennen, sich nicht ändert, dann muss man in der Tat System dahinter vermuten.
    Lieber Andreas und Max, danke für Eure Arbeit!! Es war für mich eine der posirtiven Wirkungen des Virus dadurch den VGSD entdeckt zu haben!

    Antworten
  56. Heike Glaßner schreibt:

    Hallo Andreas, super Initiative! Ich finde den Ton absolut richtig.

    Eventuell würde ich am Ende noch einfügen, dass wir Selbständige die Ideenträger und Zukunftentwickler der Wirtschaft sind und man derzeit riskiert, daß dieses Know-How wegen zwangsläufigen Geschäftsaufgaben und Insolvenzen verloren gehen wird und somit auch der gesamtwirtschaft hohen Schaden zufügen wird.

    Ich wäre auch für eine möglichst breite Verteilungs des „Brandbriefes“ in der Presse.

    Antworten
  57. Antworten
  58. Tatjana Heckmann schreibt:

    Hallo Andreas,
    vielen Dank für diesen Vorstoß. Dein Brief ist klar und deutlich – so freundlich wie möglich und so bestimmt wie nötig. Hoffentlich findet in Berlin endlich ein Umdenken statt und unsere Regierung berücksichtigt alle Bürger, damit die seit Wochen währende Ungleichbehandlung, Ungerechtigkeit und Ungewissheit ein Ende hat
    Dank VGSD fühlt man sich als Freiberufler wenigstens nicht ganz im Stich gelassen. Als Mitglied bin ich sehr froh, dass ihr euch so engagiert!

    Herzliche Grüße
    Tatjana

    Antworten
  59. Jörg Breitbarth schreibt:

    Lieber Andreas,
    die Initiativen des VGSD sind Gold wert ! Vielen Dank.
    Zum offenen Brief ein Vorschlag zur Ergänzung aus aktueller Verunsicherung in Bezug auf übliche Planungszeiträume (kurz-/mittel-/langfristig):
    „Wie verhindern Sie einen ‚Insolvenz-Tsunami‘ in der 2. Phase (mittelfristig), wenn Liquiditätsreserven und/oder Soforthilfe (kurzfristig) aufgebraucht sind, die Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Branchen aber erst im Laufe 2021 (langfristig) wieder anläuft und dann geringere Erträge abwirft?“

    Antworten
    1. Anna schreibt:

      Diesen Zusatz finde ich sehr gut, bin absolut von diesem Szenario betroffen:
      „Wie verhindern Sie einen ‚Insolvenz-Tsunami‘ in der 2. Phase (mittelfristig), wenn Liquiditätsreserven und/oder Soforthilfe (kurzfristig) aufgebraucht sind, die Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Branchen aber erst im Laufe 2021 (langfristig) wieder anläuft und dann geringere Erträge abwirft?“

      Antworten
  60. Steffen Schulz schreibt:

    Hallo Herr Lutz,

    ich finde den Brief sehr gelungen und ich bin mir sicher, dass er (ordentlich abgeheftet) der Glanz und die Zierde des betreffenden Ordners im Wirtschaftswunder-Ministerium sein wird 🙂

    Vor allem wurde sehr schön klargemacht, dass hinter den Firmen 3 Millionen oder mehr Wähler stehen – und genau das müssen wir den Politikern klar machen (denn das ist die einzige Währung, die sie nicht einfach manipulieren können).

    Wenn wir diesen Brief massiv replizieren und so kommunizieren und auch an die Presse weitergeben, dann hege ich die heimliche Hoffnung, dass die Welle groß genug ist, dass jemand Entscheidendes zuckt und Änderungen zumindest massiv in den entsprechenden Zirkeln einfordert. Auf Herrn Altmaier setze ich dabei aufgrund der Performance in der Vergangenheit ehrlich gesagt allerdings keine allzu großen Hoffnungen.

    @Andreas Lutz: Ihre/Eure Zustimmung vorausgesetzt würde ich den Brief dann nach Finalisierung gerne auch an mehrere Abgeordnete in unserem Wahlkreis versenden. Da kann ich dann im Anschreiben auch nochmal weitere konkrete Details integrieren. Wenn jeder von uns das an die Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene in seinem Wahlkreis machen würde, dann würde das aus meiner Sicht die sichtbare Welle erzeugen und die Anzahl hinter dem Verband auch deutlich machen. Wäre es daher möglich, bitet in dem Artikel etwas zur Möglichkeit und Freigabe zur Weiterleitung einzufügen und am besten den finalen Brief dann auch als PDF (mit Briefkopf VGSD ?) als Download zu intgrieren ?

    Beste Grüße,

    Steffen Schulz

    Antworten
  61. Sabine Reimers schreibt:

    Hallo Andreas,
    sehr guter Text, richtige Tonalität. Weitere Details gehören nicht hinein. Das erklärst Du ihm, sobald er auf Dich zukommt. Ich gehe davon aus, dass Ihr den Brief hier veröffentlicht, dann werde ich ihn gerne in meinem Netzwerk teilen. NRW scheint angefangen zu haben, eine Pauschale von 2000.- Euro für private Lebensführung auszuzahlen(?). Diese Thematik ist wirklich nicht gelöst. Als verheiratete Frau werde ich keinen Anspruch auf Hartz IV haben. Wegen der Entscheidungen zum Gesundheitsschutz werde ich das erste Mal in meinem Leben als berufstätige Erwachsene vom Portemonnaie eines anderen abhängig sein. Luxusproblem? Ja und Nein. Personalkosten gehören zu den Betriebsausgaben. Und mein Gehalt als Unternehmer gehört dazu. Nur die Rechtslage ist eine andere. Egal. Ich bin sehr stolz beim VGSD Mitglied zu sein. Ihr macht das wirklich super. Bleibt dran, gebt nicht auf, Solo-Selbständigkeit ist meines Erachtens eine der wichtigsten Organisationsformen der Zukunft.

    Antworten
  62. Gerald schreibt:

    Leider ist uns die Option eines Heulers per Eule (vgl. Harry Potter) verwehrt.
    Ich hoffe der Supertanker Altmaier leitet entsprechende Manöver ein.

    Antworten
  63. Antworten
  64. Niko Nagel schreibt:

    Hallo Andreas,

    Danke und weiter so!

    Beste Grüße

    Niko

    Antworten
  65. Jens Berger schreibt:

    Sehr geehrter Herr Lutz,
    vielen Dank für diesen sehr guten „Brandbrief“.
    Ein Gedanke am Rande. Wenn wir im VGSD e.V. vereinte Selbständige eine etwas abgewandelte Form dieses Briefes an die jeweiligen Bundestagsabgeordneten unserer Wahlkreise senden, können wir den Druck auf Herrn Altmaier erhöhen und unsere Stimmen lauter erklingen lassen. (Denn die Bundestagsabgeordneten wollen ja nächstes Mal auch wieder gewählt werden….). Wie gesagt, nur so ein Gedanke.
    Freundliche Grüße, Jens Berger

    Antworten
  66. Guido Hillmann schreibt:

    Erst einmal: Zustimmung!

    Vielleicht ist es noch einen Nebensatz wert, dass z. B. in NRW während des Antragszeitraums es zu einer Verschärfung kam. Die Voraussetzungen für die, die am ersten Tag den Antrag stellten, sollen andere als jetzt sein. (Ich habe mir die FAQ vom ersten Tag leider nicht ausgedruckt aber von Nachweisen war da aus meiner Erinnerung heraus nicht die Rede. Kürzlich kam aber eine Mail, in der man dieses aber doch ankündigte.) Dieses müsste ggf. noch einmal geprüft werden. Wenn dem so ist, gibt es sogar hier eine Ungleichbehandlung.
    Hat jemand vielleicht die FAQ vom ersten Antragstag in NRW?

    Antworten
  67. Anja König schreibt:

    Ich habe eben einen umfangreichen Kommentar geschrieben. Nach dem Abschicken stand folgende Meldung auf dem Bildschirm: „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Bitte etwas langsamer.“ Habt Ihr Euch das Blogsystem bei der ILB ausgeliehen? Ich bin als Unternehmerin halt schnell. Schade um meinen umfangreichen Kommentar. Prüft mal, was da los ist.

    Antworten
  68. Udo Arntzen schreibt:

    Mein Reden … wie in der Vergangenheit gucken die (Solo-) Selbstständigen ´mal wieder (zum jetzigen Zeitpunkt zumindest bei der Bundesregierung) in die Röhre. Auf der anderen Seite werden Unternehmen mit (teilweise) unsinnigen Subventionen und ( trotz vorhandener Arbeit) Kurzarbeitergeld hofiert sowie Angestellte, zu denen auch gut verdienende Manager gehören, nicht zuletzt beim Lebensunterhalt unterstützt.

    Antworten
  69. Wolfgang schreibt:

    Genauso!

    Der Einwand von Christian Menke scheint mir allerdings berechtigt: ein rhetorisches Warum? könnte durch etwas Schärferes ersetzt werden.

    Mit Gruß
    Wolfgang Schliemann

    Antworten
  70. André Huber schreibt:

    Hallo Andreas,

    inhaltlich sehr guter Brief – fast noch zu freundlich in meinen Augen. Sehr gut ist auch die Grundaussage: Wir sind bereit, unseren Teil zu tragen.
    Persönlich hätte ich es evtl. nicht in Frageform (‚Warum (nicht) …‘), sondern als Fakten formuliert (Wir sind sehr enttäuscht, weil Sie (nicht) ….), aber das ist eine rein akademische Frage.
    Ich habe den Eindruck, dass diese Frauen und Herren in Berlin bis jetzt nicht verstehen, dass es insbesondere bei Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen, die keine GmbH sind, keine Trennung zwischen ‚privaten‘ und ‚geschäftlichen‘ Ausgaben gibt. Es werden keine fiktiven ‚Geschäftsführer-Gehälter‘ o. ä. gezahlt und es gibt auch keine Firmenkonten mit Rücklagen. Alle Lebenshaltungskosten werden aus dem Umsatz bezahlt. Hierzu ein Zitat von Altmaier aus einer Talkshow von vor ca. 10 Tagen: “ Ich bin nicht dazu da, um den Umsatzverlust von Selbstständigen auszugleichen „. Nicht lachen bitte: Ich habe mittlerweile wirklich den festen Eindruck, dass der/die tatsächlich so weltfremd sind. Diesen einen Erklärungspunkt empfehle ich noch dringend aufzunehmen – sonst ist aber alles fast perfekt.
    Vielen Dank für Dein Engagement.

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    1. Ursula schreibt:

      Apropos „wir sind bereit unseren Teil zu tragen“ – das führt mich zu dem Gedanken, was denn die Politiker beitragen wollen, um ihren Teil zu tragen:

      Der österreichische Kanzler hat freiwillig auf ein Monatsgehalt verzichtet, um damit seine Solidarität auszudrücken. Auf ein solches Zeichen warte ich hier bis jetzt vergeblich. Z.B. könnten Politiker für die Dauer der Krise mit 60% ihrer Bezüge sicherlich locker klarkommen. Freiwillig, wenns geht. Damit würden sie einen kleinen Beitrag zum Senken der Staatsverschuldung leisten. Immerhin tragen sie die Verantwortung für das Management dieser Krise, und sie hätten es besser machen können, so daß nicht massenhafte Arbeitslosigkeit und Verschuldung die Folge sein müßten. Mitgefangen, mitgehangen.

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  71. Anna schreibt:

    Andreas und Team, vielen Dank für all die Arbeit, die in diesem Brief und dem täglichen Einsatz für uns steckt! Schön pointiert, aber doch auch sehr sachlich formuliert, wunderbar.
    Wie einige Kommentatoren bereits vorgeschlagen haben, finde ich es wichtig, diesen Brief (wenn die finale Version steht) in die Welt zu tragen. Sei es per Facebook, Leserbrief an die Regionalzeitung o.ä.
    Meine Erfahrung im Freundes- und Bekanntenkreis sagt nämlich ganz klar, dass alle davon ausgehen, dass uns Selbstständigen von Anfang an perfekt geholfen wurde. Ab morgen werde ich dann entspannt auf diesen Brief verweisen können. Danke.

    Zusätzlicher Vorschlag: Sollte der Brief binnen einer Woche keine Wirkung gezeigt bzw. Antwort von Herrn Altmaier generiert haben, schlage ich vor, dass wir alle den Brief jeweils ausdrucken, ggf. mit einer kurzen Notiz zur eigenen Story versehen und einzeln an Herrn Altmaiers Pressebüro schicken, auf dass ihn allein schon sein Sekretariat aufgrund einer Flut von Briefen bitten möge, doch bald etwas zu tun.

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    1. Diana Day schreibt:

      Finde ich gut Deinen Vorschlag, wir sollten alle Briefe schreiben mit persönlicher Story anbei.

      Auch zu versuchen in eine oder mehrere Talkshows zu kommen, fände ich gut.
      Wie Anna geschrieben hat, meinen viele „Angestellte“, wir Selbständige bekommen Geld vom Staat geschenkt, während Sie auf Gehalt in der Kurzarbeiterphase verzichten müssen. Dass wir unseren Lebensunterhalt von Hartz IV bestreiten sollen, wobei die meisten das ohnehin nicht genehmigt bekommen, spricht nämlich in der Öffentlichkeit keiner.

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  72. Michael schreibt:

    Hallo Andreas,
    .
    vielen Dank für die Zeit, die Du dieser Tage investierst.
    Ich finde den Brief gut und er beschreibt sehr diplomatisch, mit welchen Fragen wir uns wohl alle gerade sehr beschäftigen. Zwar befürchte ich, dass der Brief nicht beantwortet wird – vielleicht nicht einmal gelesen wird – aber es ist ein Anfang.
    .
    Um wirklich Wirkung zu erzielen, müsste man vermutlich Einzelschicksale in die Medien bringen.
    Denn mir scheint, als wäre die öffentliche Wahrnehmung der Soforthilfe nämlich genau so, wie sie das BMWi propagiert hat.
    In den letzten Tagen liefen im Radio einige Interviews mit Anruferkommentaren. Nicht selten war zu hören, dass Selbstständige „Geld in A*** geschoben“ bekommen, während Alleinerziehende allein gelassen werden.
    Ich will überhaupt nicht bestreiten, dass es insbesondere Alleinerziehenden auch gerade ziemlich dreckig geht, aber doch zeigt es, wie die Soforthilfe von NICHT-Selbstständigen wahrgenommen wird.
    .
    Insofern glaube ich nicht, dass es genug Öffentlichkeitsdruck gibt.
    .
    Daher:
    .
    Wie wäre es mit einem gleichwertigen Hilfspaket für die Bundesregierung von unserer Seite aus?
    .
    1) Dienstleister sollten ihre Unternehmen soweit aufsplitten, dass jedes Einzelunternehmen von der Kleinunternehmerregelung (§19 UStG) gebrauch machen kann (und auch tut!)
    .
    2) Gewerbetreibende sollten ihre Unternehmen soweit aufsplitten, dass deren Gewinn jeweils unterhalb der Gewerbesteuergrenze bleibt.
    .
    3) Gewerbebetriebe mit hohem Vorsteuereinsatz sollten anstreben, möglichst ins Ausland zu exportieren – optimalerweise in Drittländer.
    .
    Die Hilfsleistung ist klar: Weniger Verwaltungsaufwand bei Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärungen. Auch die Zahl der USt. Prüfungen dürfte zurückgehen, was natürlich die Finanzämter enorm entlastet.
    .
    Dass dem Staat dann in hohem Maße Einkünfte aus Umstatzsteuern entgehen, die Erstattung der Vorsteuern jedoch steigt und die Kommunen deutlich weniger Gewerbesteuern kassieren, liegt natürlich auf der Hand. Aber da wir alle so unbedeutend für die Wirtschaft sind, dürfte das ja nicht viel ausmachen…

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    1. Sabine Mahr schreibt:

      Volle Zustimmung zu Teil 1 mit den Einzelschicksalen Solo-Selbstständiger.
      .
      Zu Teil 2: Finger weg! Das Aufsplitten von Unternehmen ist gar keine gute Idee, weil steuerlich jedes einzelne für sich betrachtet wird. Und wenn eines davon über einen längeren Zeitraum Verluste macht, steht ganz schnell der Verdacht der Liebhaberei im Raum. Da wir eine Steuerprüfung genau zu diesem Thema laufen haben, kann ich jedem und jeder nur dringend davon abraten! (Selbst wenn Zusagen der Regierung kämen, dass die Prüfung nicht auf jedes einzelne Unternehmen runtergebrochen wird – wir haben ja gesehen, wie sehr man sich auf solche Zusagen verlassen kann …)

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      1. Thomas Schneider schreibt:

        Aufsplitten bedeutet ja nicht zwangsläufig Verluste zu machen.

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  73. Isolde Macho schreibt:

    Hallo Andreas, Dein Schreiben finde ich wichtig und gut. Mir fällt nur auf, dass Du viele „Warum“-Fragen stellst, damit treibst du den Adressaten in eine Rechtfertigungslage. D.h. in eine rückblickende Haltung. Sinnvoller würde ich es erachten, ganz konkrete Forderungen oder netter gesagt „Vorschläge“ für die nahe (und ferne) Zukunft zu machen.
    Alles Gute, Isolde

    Antworten
  74. Margit Holtschlag schreibt:

    Hallo Andreas,
    vielen Dank für deinen Einsatz.
    Ich selber bin teils selbständig, teils angestellt und falle damit schon bei allen Förderungen heraus.
    Um meinem Unternehmen Babymassage Duesseldorf eine Zukunft geben zu können, habe ich 3 ganz konkrete Forderungen:
    1.Die vorübergehnde Senkung der Umsatzsteuer für Dienstleistungen
    2.Eine Verrechnung der Enkommenssteuer der Jahre 2019 und 2020, evtl. auch 2021.
    3.Die vollständige steuerliche Absetzbarkeit meines Wohnzimmers als Arbeitszimmer und Kursraum.
    Ich hoffe, dass unsere Welt so bunt und vielseitig bleiben wird, wie wir sie als Soloselbständig bislang mit eintwickeln konnten.
    Herzliche Grüße,
    Margit Holtschlag

    Antworten
    1. Michael schreibt:

      Hallo Margit,

      speziell in diesem Zusammenhang würde ich es gern nochmal einwerfen:

      Wenn Dein Umsatz aus Deiner selbstständigen Tätigkeit regelmäßig unterhalb von 22.000 EUR/Jahr liegt,
      kannst Du Dich von der Umsatzsteuer ohnehin befreien lassen. (§19 UStg / Kleinunternehmerregelung)

      Sofern Du davon Gebrauch machst, brauchst Du also keine 19% USt mehr auf Deine Rechnungen aufschlagen.
      Stattdessen genügt der Hinweis auf §19 UStG. unter Deiner Rechnung.
      Andersum bist du allerdings auch nicht mehr berechtigt, Vorsteuer für Deine eingekauften Waren zu verrechnen… sofern das überhaupt in relevantem Maße bei Dir der Fall ist.

      Ich würde das an Deiner Stelle mal durchrechnen. Zumal Du ja schreibst, dass Du das ganze nebenberuflich machst…

      Viel Erfolg,

      Michael

      Antworten
  75. Ingo Dettling schreibt:

    Hallo Andreas,

    der Brief ist gut formuliert, könnte für meinen Geschmack sogar ein wenig schärfer sein. Vielleicht kann der VGSD seinen Kontakt zum Magazin „brand eins“ erneut nutzen und den Brief dort ebenfalls platzieren?
    Danke für euere Arbeit und bleibt gesund.

    Beste Grüße,
    Ingo Dettling

    Antworten
  76. Stephanie Karg schreibt:

    Danke, es ist höchste Zeit für deutliche Worte.
    Ich stimme meinen Vorrednern zu, dass wir keine Bittsteller sind, sondern Steuerzahler, die keine **Vorzugsbehandlung** wollen, sondern mit anderen Freiberuflern wie Zahnärzte **gleichbehandelt** werden wollen. Es gibt große Ungerechtigkeiten nicht zur zwischen Selbstständigen und Soloselbstständigen, sondern auch den Berufsgruppen untereinander.
    Ganz wichtig wäre mir ebenfalls, den Brief breit zu verteilen – evt. auch Aktionen, dass wir VGSD Mitglieder den Brief auch unseren lokalen Abgeordneten schicken, egal welcher Partei – wie es auch Jens gerade schon angesprochen hat. Nur dann können wir verhindern, dass Herr Altmaier den Brief in die Rundablage legt. Ich bin dabei.
    Grüße
    Stephanie Karg

    Antworten
  77. Margit Thürauf schreibt:

    Sorry mir geht es nicht so. Der Brief klingt mir zu jammerig. Ich wünsche mir mehr Selbstbewusstsein. Ein gemeinsames Aufstehen, einen Aufschrei unter uns Soloselbstständigen, nicht nur ein Anklagen. Einen Hashtag #3Millionen. So lange wir versuchen, alle einzeln irgendwie über die Runden zu kommen, so lange bleiben wir Bittsteller. Die Wut finde ich klasse und begründet. Aber mir geht der Brief nicht weit genug. Wir müssen uns alle zeigen und aufstehen und laut sein. Soll sich Herr Altmaier seine Autoprämie sonstwohin stecken. Ich werde zukünftig jeden Cent dreimal umdrehen, bevor ich ihn an einen Konzern ausgebe. Wochenmarkt, kleine Geschäfte, Dienstleister – da fließt mein Geld seit Corona hin. Und so bleibt es.

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    1. Antworten
    2. Christina Tangerding schreibt:

      # halte ich für eine gute Idee. Nur mit dem vorgeschlagenen würden wir untergehen, weil er bereits in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet wird. Eventuell besser #3mioselbstständige oder etwas Ähnliches.

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      1. Antworten
  78. Perdita Ladwig schreibt:

    Hallo, ich wollte mich schon längst für Euer Engagement bedanken! Das ist und war oft wichtig für mich in Bezug auf Informationen, aber vor allem auch was Gefühle der neulich hier thematisierten Bitterkeit betrifft! Im Übrigen finde ich den Brief sehr angemessen und – soweit ich es beurteilen kann – vollständig. Wahrscheinlich finden sich immer noch wichtige Details, die nicht berücksichtigt bzw. angesprochen worden sind. Doch hoffe ich, dass die jeweils Betroffenen dann ihre Stimme erheben – und dass dieser Brief auch dazu beiträgt, dass wir Selbständigen in der Öffentlichkeit endlich die Beachtung finden, auf die wir einen Anspruch haben. Hier wäre vielleicht ein Punkt, wo ich mich anderen Kommentaren anschließen möchte: Insgesamt finde ich den Ton gut, aber wir sind keine Bittsteller! Darüber hinaus wäre ein deutlicherer Verweis auf die Solo-Selbständigen ohne Betriebsausgaben, die ausschließlich ALG II als Möglichkeit haben, für mich wünschenswert! Ansonsten nochmals einen Riesendank!

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  79. Marc Jacquemin schreibt:

    Hallo Andreas,

    ich finde den Brief richtig gut, würde ihn aber auch um Scholz, Heil, Merkel erweitern.
    Wichtig wäre noch mehr hervorzuheben, daß viele die Hilfen nicht beantragen können,
    da sie keine Betriebsräume haben bzw. keine Leasingraten abzuzahlen haben.

    Wichtig ist auch, die Gleichbehandlung der Selbstständigen hervorzuheben und darauf hinzuweisen, daß wir Solo-Selbstständigen uns nicht spalten lassen, denn: Hessen hat jetzt angekündigt, die Künstler*innen mit „Arbeitsstipendien“ in Höhe von 2000€ zu unterstützen. Diese Hilfe können nur beantragt werden,wenn man in der KSK Künstlersozialkasse versichert ist. Das bin ich zwar, viele andere Solo-Selbstständige natürlich nicht. Hier werden völlig unnötig wieder neue Ungerechtigkeiten geschaffen.
    ( https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/corona-hessen-unterstuetzt-kuenstler-und-kultur-mit-millionen-paket-16764781.html ).

    Wäre es nicht eine Idee, den offenen Brief auch online zu veröffentlichen, mit der Möglichkeit, ihn zu unterzeichnen wie bei einer Petition? Dann könnte man unter Umständen zeigen, daß es viele sind, die Eure Forderungen unterstützen und selbst betroffen sind. Bei der Verbreitung des Briefes könnten wir alle auf unsere Netzwerke zurückgreifen, vor allem auf die Kontakte zur Presse, die neu entstanden sind.

    Ich habe im Laufe meiner Petition für wirksame Soforthilfen ( http://chng.it/9tqhsDT6 ) viele Telefonate mit Betroffenen geführt. Wenn es 3 Formulierungen gibt, die ich am häufigsten gehört und gelesen habe, dann waren es „Schlag ins Gesicht“, „Menschen 2. Klasse“ und „im Regen stehen lassen“. Hier findet ein enormer Vertrauensverlust in die Politik statt. Von daher finde ich die Idee mit dem offenen Brief gut und richtig.

    Als Lösungsvorschlag finde ich eine Verteilung der Soforthilfen über die Finanzämter auch am sinnvollsten. Ich habe von meinem Finanzamt heute einen Brief bekommen. Die kommen mir sehr unbürokratisch entgegen. Das fand ich bemerkenswert. Die Finanzämter kennen „Ihre“ Selbstständigen und ich denke, da gäbe es die nötige Vertrauensbasis.

    Antworten
  80. Chavva Schneider schreibt:

    Lieber Andreas,

    danke für Deine tolle Initiative!

    Dein sehr ausführlicher Brief ist bei aller nötigen Anklage sehr sachlich und trifft genau den richtigen Ton – abgesehen von der „Bittsteller-Formulierung“, da stimme ich T. Zeis zu.

    Wenn es eine Möglichkeit gäbe, diesen Brief mit zu unterzeichnen, würde ich das sehr gerne tun. Nachdem schon die Minister der 16 Länder keine Antwort bekamen, wird das hier zwar vermutlich nicht anders sein, aber trotzdem bekommt der Brief sicher mehr Gewicht, wenn da viele Unterschriften drunter stehen statt nur einer …

    Und dann sollte er mit entsprechender Erklärung auch an einen breiten Presseverteiler gehen, damit er eine breite Öffentlichkeit erhält und so der Druck bezüglich einer Antwort wächst.

    HG. Butzko hat recht: Tatsächlich fehlt der Hinweis auf Solo-Selbstständige ohne gemietetes Ladenlokal (Büro, Praxis, whatever), denen zwar nicht „der Laden dicht“ gemacht wurde, die jetzt aber einfach kaum oder keine Arbeit mehr haben, weil viele Kunden und Aufträge weggebrochen sind. Wir werden immer wieder gerne vergessen, so auch in dem sonst löblichen Brief der 16 Minister: „dass alle Selbstständigen, die „ihre Dienstleistung außer Haus und beim Kunden erbringen“ einen monatlichen Pauschalbetrag von 1000 Euro erhalten“ berücksichtigt nämlich auch mal wieder nicht diejenigen unter uns, die einfach bloß an ihrem Schreibtisch sitzen und dort ihre Arbeit machen. Es wäre also sehr schön, wenn auch dieser Punkt in Deinem Rundumschlag vorkommen könnte.

    Ansonsten: Ist gekauft, unterschreibe ich, danke für Dein Engagement!

    Antworten
  81. Markus Gründel schreibt:

    Wenn man gut gewirtschaftet hat und keine dicken Leasingraten oder Mieten zahlen muß, bleibt man hier in Niedersachsen an der Bedarfsermittlung hängen … HarzIV und dann darf das mit der Vorsorge auch nicht geklappt haben…

    Antworten
  82. Lutz von Rosenberg Lipinsky schreibt:

    Moin – es wird Zeit, den Ton zu verschärfen, zweifellos. Insbesondere, was die sog. „soziale Grundsicherung“ angeht, von der ja nun auch erste Erfahrungen (und damit Belegbares) bekannt sind. Explizit ergänzt werden sollte der Brief um die Kultur – es wäre toll, wenn nicht nur von Büros und Praxen und Läden die Rede wäre, sondern auch von Theatern und Clubs. Zum anderen sollten auch die zahlreichen Selbständigen erwähnt werden, die dergleichen eben nicht haben und an denen sogar die Soforthilfe für betriebliche Kosten daher noch vorbeigeht. Zum Dritten sollte eine dem Kurzarbeitergeld adäquate Lösung gefordert werden, ähnlich wie bei den Zahnärzten, auf die man gerne verweisen kann. Umsatzbasierte Ausfallzahlungen – die sich eben auch an unserer Leistung orientieren.

    Antworten
  83. Hagen schreibt:

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für den tollen und umfassenden Entwurf.
    Ich hoffe, es erfolgen daraufhin konstruktive Umsetzungen.

    Die Begriffe „Schnell“, „unbürokratisch“ und „angemessen“ passen zu wenigen Verfahren, ausgenommen vielleicht die Vergabe der Soforthilfe in NRW, die dann aber leider auch zu kriminellen Auswüchsen geführt hat.

    Vielleicht noch ein Gedanke:

    Die unkoordinierten Vorschriften und Ankündigungen zur Verwendung der Soforthilfe Corona für Kleinstunternehmen führt ebenfalls zu enormen Unsicherheiten.

    Es wurden bspw. Soforthilfen bereits überwiesen, einige der Selbständigen wagen sich jedoch nicht, das Geld auszugeben, da sie voraussichtlich Teile der Hilfen zurückzahlen sollen oder sie fürchten, den latenten (Subventions-) Betrugsvorwürfen zu unterliegen. Die Unklarheit über die Verwendung zieht dieses Verhalten nach sich:
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/corona-unterstuetzung-nrw-weitet-corona-hilfen-fuer-soloselbststaendige-und-kleinunternehmer-aus/25822776.html?ticket=ST-2676926-LzWCbD4ebDMzPAqnyG9E-ap3

    Die Fragen, die sich daraus ergeben, lauten bspw:

    Kann es sein, dass Teile der Soforthilfe heute zurückgezahlt werden müssen, morgen vielleicht aber nicht mehr?

    Und vor allem:
    Wozu soll eine Hilfe gut sein, wenn sie dann wieder zurückgezahlt werden muss, obwohl der Bedarf unbestritten ist ?

    ….. zu guter Letzt ein Fall aus NRW: Der Bewilligungsbescheid liegt bereits seit drei Wochen vor, das Geld ist noch nicht da……..

    Antworten
  84. Konstantin Altmann schreibt:

    Hallo Andreas,
    danke, ein sehr guter Ansatz!
    Allerdings zwei Anregungen auch von mir:
    1. Wie bereits mehrfach kommentiert denke auch ich, dass eine etwas schärfere Tonalität angebracht wäre
    2. Diesen Brief oder ein etwas abgewandelter sollte auch an die FDP Opposition gehen. Herr Lindner war selber jahrelang selbständig und müsste eigentlich großes Verständnis aufbringen. Außerdem gehören vermutlich sehr viele Selbständige auch zu deren Stammwählerschaft.

    Antworten
  85. M. W. schreibt:

    Sehr gute und argumentativ umfassende Darstellung. Der Ton könnte nach meinem Geschmack sogar noch schärfer sein, aber vielleicht wäre das dann wieder kontraproduktiv.

    Statt dem recht harmlosen „…lassen Sie uns bitte nicht länger im Regen stehen!“ würde ich als ersten gefetteten Satz nach der Anrede tatsächlich die Formulierung „…bitte wachen Sie auf und handeln Sie!“ verwenden.

    Wir bitten nicht mehr, wir fordern und erwarten! Schließlich arbeiten wir hart und zahlen Steuern an diesen Staat und für diese Gesellschaft – in der auch Herr Altmaier lebt (übrigens in Saus und Braus!)! Wir sind genauso viel wert wie Beamte und Angestellte, für die prächtig gesorgt wird. Diesen Aspekt würde ich noch argumentativ vorbringen.

    Warum bekommen neben Beamten auch Angestellte (Stichwort: Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, ALG 1 etc.) ihre Lebenshaltungskosten bezahlt (bezieht sich vor allem auf das Thema „Lebenshaltungs-Zuschuss für Soloselbstständige“)? Das ist eine nicht zu begründende massive Ungleichbehandlung. Hier sehe ich sogar eine Legion von Klagen auf die Bundesregierung zukommen. Hoffentlich gehen ein paar Kläger damit bis in die obersten Instanzen. Grundsatzentscheidungen sind hier längst überfällig!

    Es muss im Zusammenhang mit der Krise auch unbedingt aufgedeckt und aufgearbeitet werden, wie schlecht gestellt Selbstständige/Freiberufler (inkl. Künstler/Kulturschaffende) in diesem Land in ganz vielen Bereichen sind und dass sich da grundsätzlich sehr vieles in Zukunft ändern muss!

    Wichtig finde ich vor allem den Aspekt, dass es kaum die Möglichkeit gibt (nur bis 3 Monate nach Aufnahme der Selbstständigkeit), sich gegen Arbeitslosigkeit zu versichern (über ALG 1) und wenn dann nur zu völlig irrwitzigen Kosten (in den letzten 10 Jahren hat sich der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung für Selbstständige nach meinem Wissen vervierfacht! Damit steht die zu erwartende Leistung für den Notfall in keinem Verhältnis mehr zum Beitrag. In der Folge nutzt kaum ein Selbstständiger diese Möglichkeit. Das ist zweifellos so gewollt, um die Selbstständigen aus dem beitragsfinanzierten Absicherungssystem herauszuhalten. Sie dürfen maximal ALG 2 bekommen.

    Auch darauf, dass die Sozialbeiträge (KV, PV etc.) von Selbstständigenin der Regel komplett selbst geleistet werden, sollte aufmerksam gemacht werden. Das sind für die meisten enorme Kosten pro Monat. Wie soll man diese derzeit und in den kommenden Monaten aufbringen?

    Zusätzlich würde ich darauf hinweisen, dass die Krise aller Wahrscheinlichkeit nach noch mindestens 1 bis 2 Jahre – wenn nicht länger – andauern wird und sich auch noch deutlich verschlimmern kann!

    Wie sieht vor diesem Hintergrund die langfristige Perspektive aus? Was planen Bund und Länder? Gibt es ein tragfähiges Maßnahmenkonzept für die nächsten Monate sowie die nächsten 2 Jahre bzw. ist ein solches geplant? Wie werden Solo-Selbstständige, Freiberufler und Künstler künftig per Gesetz (nicht nur) bei Notständen/Staatskrisen bessergestellt und besser abgesichert (z. B. mit einer Art Kurzarbeitergeld etc.)? Fragen über Fragen…

    Der Themenbereich Kunst und Kultur kommt mir auch zu kurz. Künstler und Kulturschaffende, die ja in der Regel auch Selbstständige bzw. Freiberufler sind, leiden gerade ganz besonders. Sie haben Auftrittsverbot bis mindestens September und leben ganz überwiegend in prekären Umständen (auch ohne Corona-Krise!). Wie gering (neben den Selbstständigen und Kleinunternehmen) vor allem die Kunst von der Politik geschätzt wird, ist mehr als erhellend. Dazu möchte ich nur ein Zitat von Richard von Weizsäcker bringen: “

    „Kultur kostet Geld. Sie kostet vor allem deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. (…)
    Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich „Subventionen“ nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen. Der Ausdruck lenkt uns in eine falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“

    Gerne würde ich Herrn Altmaier auch fragen, ob seine demonstrative Verweigerung ideologische Gründe hat, denn Geld ist ganz offensichtlich reichlich da (Lufthansa, Autokonzerne usw.). Er scheint ganz besonders zu befürchten, dass so etwas wie ein temporäres Grundeinkommen durch die „Hintertür“ der Sündenfall schlechthin wäre und geradewegs in den Untergang des Staates und des (christlichen) Abendlandes führen würde. Jemandem Geld einfach „schenken“ ohne Prüfung und Nachweis? Nie im Leben! … Aus meiner Sicht ist das ganz klar eine durchdeklinierte politische Agenda, die hier verfolgt wird. Nur der Sinn erschließt sich mir nicht wirklich, sind doch Selbstständige als Innovatoren, Leistungsträger und Beförderer der Vielfalt elementar wichtig für ein Staatswesen und eine Gesellschaft. Auch und gerade Herr Altmaier wird sehr viele Produkte und Dienstleistungen erwerben/nutzen, die nur von Selbstständigen/Freiberuflern angeboten werden! Da wird er sich demnächst wohl stark einschränken müssen.

    Weiterhin würde ich ihn gerne fragen, ob er mit seinem Handeln Selbstständige entweder in sozialversicherungspflichtige Jobs oder in die Grundsicherung ZWINGEN möchte und warum? Das wäre für die Allgemeinheit und den Staat sehr kontraproduktiv (im wahrsten Sinne des Wortes) und letztendlich viel teurer!

    Für mich ist das zwar als neoliberale und einseitig wirtschaftsliberale Haltung (PRO Großunternehmen aber KONTRA Selbstständige/Kleinunternehmen) aus Altmaiers Perspektive erklärbar, aber es ist natürlich unglaublich dumm und kurzsichtig, Millionen Leistungsträger jetzt arm zu machen und dann später Grundsicherung im Alter für viele aufbringen zu müssen. Der Irrsinn solchen Handelns müsste diesem „Spitzenpolitiker“ doch auffallen. Aber die Suppe müssen dann eben kommende Generationen auslöffeln, diese Taktik kennen wir ja schon.

    Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben, aber an dieser Stelle möchte ich nicht mehr Platz einnehmen. Das Wesentliche habe ich gesagt.

    Hoffen wir, dass der Brief an Herrn Altmaier Erfolg hat! Vielen Dank an alle, die sich in dieser Sache engagieren und vor allem an den VGSD! Bitte weiter so!

    PS: Es ist nur allen Selbstständigen/Freiberuflern/Künstlern zu empfehlen, Ihren Unmut schriftlich den jeweils zuständigen Abgeordnete/Landespolitikern ihrer Region deutlich zu machen. All das muss als großes und unübersehbares Problem wahrgenommen werden.

    PPS: @VGSD: Bitte den offenen Brief über alle nur denkbaren Kanäle publik machen! Sicherlich finden sich (neben interessierten Pressemedien) unter den Mitgliedern massenhaft geeignete Multiplikatoren.

    Antworten
  86. Claudia R. schreibt:

    Danke für den Brief. Ist mir persönlich im Tonfall noch zu moderat, hätte noch schärfer ausfallen können. Die Zeit des „bitte“ ist vorbei. Wir sind keine Bittsteller.

    Das hier: „…Wir sind das Rückgrat der Wirtschaft, sorgen für Vielfalt in den Städten und für das kulturelle Leben. Wir stehen für Wettbewerb, Innovation und jeden dritten neuen Job in Deutschland…“ kann man durchaus fett und mit Ausrufezeichen setzen.

    Antworten
  87. Markus Hübner schreibt:

    vielleicht könnte man noch ergänzend fragen, warum seit Mitte April die „Corona-Beratungshilfe“ eingefroren ist und derzeitig bundesweit keine Anträge so bearbeitet werden, dass der Unternehmer mit dem Beratung einen Vertrag schließen kann? Viele warten nun schon über 4 Wochen,

    Schöne Grüße,
    Markus

    Antworten
  88. Clement schreibt:

    Lieber Andreas,

    ich finde deinen Brief super, genau so, wie er geschrieben ist, ganz vielen Dank dafür!!!

    Zwei Anmerkungen vielleicht noch:

    1. Ich fände wichtig, auch darauf hinzuweisen, dass Hartz IV außer mit der Vermögensprüfung unverändert mit einer Unmenge anderer sanktionsbewehrter, demütigender Auflagen verbunden ist.

    (Z. B. diversen Melde- und Mitwirkungspflichten oder der Bedarfsgemeinschaftsprüfung: Vorübergehende Abwesenheit vom Wohnort muss ebenso gemeldet und genehmigt werden wie Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit. Es muss die Bereitschaft erklärt werden, jede beliebige vom JC angebotene Tätigkeit, Fortbildung oder Umschulung wahrzunehmen. Sonderausgaben wie z. B. für den Ersatz eines kaputten Computers müssen ebenfalls beantragt und als „angemessen“ begründet werden. Und wer in einer „Bedarfsgemeinschaft“ mit jemandem lebt, der oder die noch genug verdient, um das Existenzminimum für beide zu sichern, erhält gar nichts. Hingegen erhalten Kurzarbeiter*innen oder ALG-I-Empfänger*innen unabhängig von ihrem Bedarf und ohne alle Auflagen einen echten Ausgleich für das, was sie bisher verdient haben und jetzt nicht mehr erwirtschaften.)

    2. Bei dem Punkt „Warum ignorieren Sie die zahlreichen Erinnerungen der Minister, die Briefe verschiedenster Fachpolitiker sowie zahlloser Betroffener?“ würde ich evtl. hinzufügen: „… Erinnerungen #und weiteren Vorschläge# der Minister … Fachpolitiker#, Wissenschaftler# sowie …“

    Denn a.: In ihren Erinnerungen (z. B. vom 21. April) ließen die Länder z. B. die Bedingungen fallen, dass Solo-Selbstständige für die von ihnen vorgeschlagenen Zuschüsse außer Haus arbeiten und mindestens 50 Prozent Umsatzeinbußen haben müssen. Es wäre fatal, wenn Altmeier sich nun auf den Vorschlag vom 8. April stützen würde.

    Und b.: Altmeier hat am 24. April auch einen Brief von seinem Wissenschaftlichen Beirat bekommen, in dem ihm ebenfalls – gleich im allerersten Punkt – ein Einkommensausgleich für Solo-Selbstständige unabhängig von der Grundsicherung empfohlen wird: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/Wissenschaftlicher-Beirat/brief-wissenschaftlicher-beirat-coronakrise.pdf?__blob=publicationFile&v=8

    3. Ich möchte dir gerne anbieten, den Brief vor dem Abschicken noch mal Korrektur zu lesen, weil ein paar kleine Fehlerchen das Lesen und Verstehen ein bisschen erschweren. 🙂

    Tausend Dank noch mal für dein Engagement und beste Grüße

    Antworten
  89. Eva schreibt:

    Lieber Andreas,
    Das ist super geschrieben! Allerdings würde ich das „Lassen Sie uns bitte nicht im Regen stehen auch weglassen, das klingt erneut nach Betteln, was wir ja seit fast zwei Monaten schon erfolglos tun!
    Vielleicht kann man erwähnen, daß „die Kreativ-Wirtschaft mit allen ihren Bereichen mit über 100 Mrd. € jährlich einen erheblichen Beitrag zur Bruttowertschöpfung (und den Steuereinnahmen!) beiträgt. Es wäre an der Zeit, dem auch Rechnung zu tragen, statt uns im Regen stehen zu lassen.“
    Und ich würde „Wir zahlen unsere Steuern in Deutschland“ groß. fett und in roter Schrift formatieren 🙂
    Danke für Dein Engagement!
    Mit vielen Grüßen
    Eva

    Antworten
  90. C. Hornig schreibt:

    Hallo Andreas,

    du sprichst mir aus der Seele. Ich bin nur noch genervt und warte immer noch auf das restliche Geld. Mein Freund ist Friseur und hat 10 MA. Das Kurzarbeitergeld beantragt- bewilligt -nicht ausgesahlt. Kridit – beantragt- bewilligt – nicht ausgezahlt. Er streckt das Kurzarbeitergeld für alle vor und hat jetzt sein Haus verpfändet.
    Wenn Beamte über Gelder von Selbständigen entscheiden, dann kann das nichts werden. Die Berichterstattung in den Medien finde ich mittlerweile nur noch zynisch und verlogen.

    Antworten
  91. Linda schreibt:

    Eine weitere Frage ist, warum man nicht ALG-I anstatt ALG-II neben Corona-Soforthilfe als Solo-Selbstständiger in Anspruch nehmen kann.
    Man hat jahrelang dafür eingezahlt. Selbsständigkeit bleibt Haupterwerb nur wegen nicht zu verantwortender Coronaumstände sind Aufträge untersagt.
    Corona-Soforthilfe um betriebliche Kosten und die wirtschaftliche Existenz zu sichern und nach Coorna weitermachen zu können, ALG-I um den Lebensunterhalt zu sichern.

    Antworten
    1. Nils schreibt:

      Kann man in Anspruch nehmen sofern man eingezahlt hat. Die wenigsten Selbstständigen zahlen aber in die Arbeitslosenversicherung ein, die Höhe der Beiträge ist fest während sich die Auszahlung am Bildungsabschluss orientiert, also oft nicht sinnvoll. Es gibt auch private Arbeitslosigkeitsversicherung für Selbstständige. Der Nachweis der Arbeitslosigkeit ist aber generell schwieriger.

      Antworten
  92. Christian Brand schreibt:

    Herzlichen Dank. Das ist klar, offen und dennoch wertschätzend. Schade, dass auch immer schwarze Schafe dabei sind, die solche Situationen in betrügerischer Absicht ausnutzen. Dennoch sollte unbürokratische Hilfe und Solidarität nicht von den wenigen schwarzen Schafen determiniert sein, sondern von den vielen weißen Schafen, welchen diese Hilfe zu Gute kommen soll.

    Antworten
  93. Mark Haacke schreibt:

    Hallo Andreas,

    sehr gut geschrieben- sehr emotional!

    Ich erkenne mich zwar nicht zu 100% in dem Schreiben wieder ( ich habe mein Unternehmen erst letztes Jahr gegründet und den Start von privaten Rücklagen finanziert, die jetzt doppelt fehlen), aber es zählt ja, dass wir insgesamt aufstehen und unseren Standpunkt klar machen.

    VG Mark

    Antworten
  94. Th.Lippmann schreibt:

    Ich stimme dem voll zu, zur Zeit ist es so, das mit der Soloselbständigenhilfe- sprich Billigkeitsgeld in Sachsen/Anhalt- nur ein ganz geringer Teil der Kosten -und auch dazu gehört für mich der minimalste Lebensunterhalt- abgedeckt ist.
    Und: das Geld gilt für 3Monate, also bis incl. Juni 2020. Und was ist mit Sperre aller VA`s bis 31.08.20 oder länger? Was ist mit diesem Zeitraum?
    Das heisst, wir machen Subventionsbetrug.
    Ganz lustig.
    Warte schon auf die Überprüfung.
    Ganz liebe Grüsse und weiter so.
    Thomas

    Antworten
  95. Fritz schreibt:

    Achtung: ich habe meinen Kommentar geschrieben und abgesendet nebst Häkchen im Datenschutzhinweis, dann kam die Seite mit dem TEXT:

    Du schreibst deine Kommentare zu schnell…

    Ergebniss: keine Veröffentlchung und mein Kommentar ist vom Bildschirm verschwunden.

    Merke: bevor ihr abschickt besser nochmal den Text kopieren….

    Antworten
  96. Angela Breitsameter d. T. schreibt:

    Hallo VGSD-Team, hallo Andreas,

    ich schließe mich gerne den vorstehenden Kommentaren an. Vielen Dank für die Initiative, der Brief trifft die Sache sehr gut. Selbstständige sind wichtig für diese Gesellschaft und haben in den letzten Jahren entgegen aller Widrigkeiten und Ungleichbehandlungen (z.B. Krankenkassenbeiträge etc.) einen wesentlichen Beitrag für diese Gesellschaft geleistet. Es geht nicht um Bitten, sondern um eine Gleichstellung mit anderen Sektoren, und darum, dass der Staat sich seiner Fürsorgepflicht nicht so einfach entziehen kann.

    Vielleicht wäre es hilfreich, einen Punkte-Plan zu den Forderungen, wie Soforthilfen für Soloselbstständige konkret aussehen sollten, auf einer Seite zusammenzufassen. Der Vorschlag, dass sich die Soforthilfe am Einkommen des letzten bzw. vorletzten Jahres orientiert (die meisten haben wohl jetzt erst den Einkommensbescheid 2018 erhalten), ist wohl die unkomplizierteste Lösung. Das Finanzamt könnte dann ziemlich unbürokratisch mit der Auszahlung beginnen, meinetwegen in Form vorläufiger Abschlagszahlungen.

    Zum Thema Ungleichbehandlung. Es wird in den letzten Tagen beteuert, dass es keine Steuererhöhungen geben werde (kein weiterer Kommentar hierzu :-)). Es kann nicht angehen, dass Soloselbstständige jetzt alleine zusehen können, wie sie mit der Situation fertig werden, in späteren Jahren aber, wenn das Defizit wieder hereingewirtschaftet werden muss, mit ihren Steuern für Leistungen aufkommen sollen, von denen sie heute ausgeschlossen werden.

    Antworten
  97. David Erler schreibt:

    Sehr gut formuliert, lieber Andreas, vielen Dank!
    Und zu scharf ist es gar nicht, ich finde es noch immer recht sachlich formuliert. Ich würde mich freuen, wenn noch wir Kreativen mit vorkämen, die keine Büros, Läden, Praxen o.ä. haben, sondern die (auch mit Tränen in den Augen) all ihre Termine, Auftritte, Touren, Konzerte etc. aus dem Kalender gestrichen haben.
    Und ein kleiner Hinweis auf den Wunsch nach einer Gleichbehandlung mit allen Kurzarbeitergeld Beziehenden wäre durchaus auch gut.

    Aber grundsätzlich: super, volle Unterstützung! Vielen Dank für Deine und Eure Arbeit!!

    Antworten
  98. Roman Eiber schreibt:

    Hallo Andreas,
    sehr gut! Und auch an der Zeit. Beispiele können wir sehr wahrscheinlich genügend liefern. Falls er noch nicht wach wird sollten wir das auch ausführlich tun.
    Ich könnt zwei Sachverhalte vortragen.
    1. Ich habe seit Anfang des Jahres für die Kommunikation von kleinen und mittleren Gemeinden und Organisationen, allgemein, aber vor allem in Krisensitutionen, beim Wirtschaftsministerium als Angebot liegen. Hintergrund ist ein Landespakt, der die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen verbessern soll und vom Land und den Kommunen verabschiedet ist. Mein Angebot ist nach erster Ansicht für gut befunden worden. Seit Wochen werde ich jetzt allerdings wegen eines Termins vertröstet. Grund: man müßte sich um Anträge kümmern!!!
    2. Ich werde mit meinem Antrag auf Hilfe zwischen Bundesländern hin – und hergeschickt. Die einen nehmen meine Steuern (auch IHK-Beiträge), sind aber jetzt nicht zuständig für die Weiterleitung des Antrags an den Bund. Formal (teils) richtig, da der HR-Eintrag noch in einem anderen Bundesland ist. Dieses Bundesland fühlt sich aber auch nicht zuständig, da ich die Steuern ja in einem anderen Bundesland zahle/begleiche.

    Viel Erfolg, wünsche ich Dir mit diesem Brief und damit jedem Selbständigen, der für diese Republik arbeitet und zum wirtschaftlichen und sozialem Zusammenleben beiträgt!
    Mit besten Grüßen
    Roman

    Antworten
  99. Robert Bintig schreibt:

    Perfekt. Von diesen Briefen muss und wird es hoffentlich es noch viel mehr geben, quer durch alle Lebensbereiche. Vielen Dank!

    Antworten
  100. Antworten
  101. Anja schreibt:

    Hallo Andreas,
    sehr gut, vielen Dank!
    Ich möchte noch darauf hinweisen, dass es Solo-Selbstständige wie mich gibt, bei denen die Soforthilfe aus verschiedenen Gründen nicht greift.
    Mir wurde von offizieller Seite mitgeteilt, dass die Soforthilfe in NRW nur für die Deckung der Betriebskosten zu verwenden ist und nicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten. Ich verwende den größten Teil der Erträge meiner Firma für die Lebenshaltungskosten – also habe ich keine Soforthilfe beantragt.
    Darüber hinaus wird der finanzielle Engpass bei meinem Geschäftsmodell frühestens im Herbst spürbar werden. Zum einen, weil ich aufgrund der internationalen Wirtschaftslage im Frühjahr nur einen Bruchteil des üblichen Vertragsvolumens vermitteln konnte und dann die Provisionen ausbleiben, und zum anderen weil ich alleinerziehend bin und das Home Schooling meines Kindes seit März meine Arbeitszeiten deutlich verkürzt und somit ebenfalls einen Rückgang der Aufträge zur Folge hat.
    Einen Einbruch der Umsätze für März-Mai 2020 kann ich nicht nachweisen; für mich wird es im Herbst problematisch und dann wird es vermutlich keine Hilfsprogramme mehr geben.
    Es macht mich wütend, dass Frauen wie mir seitens unserer Politker in dieser Situation lediglich die Grundsicherung in Aussicht gestellt wird. Denn die greift bekanntlich erst, wenn ich meine Rücklagen für die Altersvorsorge aufgebraucht habe. Und was kommt dann? Die Altersarmut?

    Antworten
  102. Thomas Montag schreibt:

    Hallo,

    ein Brief der besser nicht geschrieben werden kann. Was ich noch zusätzlich sehe, dass Kleinselbständige und Solo Freiberufler für 2020 von der steuerlichen Zahllast bis zur Prüfung 2021 befreit werden sollten. Oder gar ein Moratorium für Steuerzahlungen für jegliche Steuerzahlungen in diesem Jahr, denn diese Zahlungen habe viele noch vor uns. Ausgenommen wäre natürlich die Lohnsteuer. Jedoch die Abmilderung der steuerlichen Belastung, sehe ich als Zielführend an, ohne das weitere direkte Einmalzahlungen an alle Selbständigen fließen müssen.

    Beste Grüße
    Thomas Montag

    Antworten
    1. Christoph schreibt:

      Hallo Thomas,

      wenn es dir hierbei um die ESt-Vorauszahlungen geht, sollte ein Antrag auf Herabsetzung dieser Vorauszahlung an dein zuständiges Finanzamt ausreichend sein. Bei meinem FA in Ulm/BW funktioniert es jedenfalls so.
      Formloses Schreiben: Mein zu versteuerndes Einkommen im Jahr 2020 wird voraussichtlich Euro nicht übersteigen. Daher beantrage ich die Herabsetzung der ESt-Vorauszahlung für das Jahr 2020.
      Falls du auch GewSt-Vorauszahlung leisten mußt, zusätzlich einen Antrag auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags für Zwecke der Vorauszahlung.
      An die erhebende Gemeinde dann noch einen Antrag auf Herabsetzung der Gewerbesteuer-Vorauszahlung mit der selben Begründung, und den Antrag auf Herabsetzung des Messbetrags in Kopie dazu.

      Grüße
      Christoph

      Antworten
  103. Florian Koch schreibt:

    Hallo Andreas,

    der Brief ist richtig und sehr wichtig!! Vielen Dank für Dein Engagement seit vielen Wochen!! Wie einige bereits schon geschrieben haben, fehlt mir im Brief auch der Bezug / Verweis zum Kurzarbeitergeld und den Zahnärzten. Das sind schallende Backpfeifen in unser aller Gesicht, weil hier eine extreme Ungleichbehandlung stattfindet.

    Weiterhin würde ich die Politiker aus der Opposition, die sich schon bei Dir gemeldet haben und auch teilweise unterstützen, mal den Vorschlag machen, eine „kleine Anfrage“ an das Wirtschaftsministerium zu schicken und den Stand der Dinge abzufragen (Brief der 16 Landes-Wirtschaftsminister etc.). DIese Anfragen müssen ja beantwortet werden… damit erhöht sich der Druck. Zuletzt stimme ich vielen zu, die hier zu einer breiten Streuung raten (Presse, Opposition, andere Ministerien etc.).

    Antworten
  104. Bob schreibt:

    Ein sehr angemessener Brief, perfekt von Inhalt, Ton und griffig in aller Kürze.
    Das „zögern“ könnte man noch klein schreiben in „ohne zu zögern“, es ist eine Infinitivkonstruktion, keine Nominalisierung.

    Antworten
  105. Manfred Koopmann schreibt:

    Lieber Andreas,

    herzlichen Dank für diesen Brief. Ich finde den Ton deutlich aber respektvoll. Ich habe folgenden Punkt einzubringen, über den ich mich bereits mit Max Hilgarth ausgetauscht habe.

    • Warum lassen Sie, Herr Altmeier, Ihre Bundesoberbehörde, das BAFA, vollmundig ankündigen, dass von Corona betroffene KMU ab sofort 100% Unterstützung für dringend erforderliche Beratung erhalten, obwohl diese Beratungen dann wegen fehlender „Inaussichtstellungen“ nicht stattfinden können?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du ihn mit aufnehmen könntest. Einen Verfahrensvorschlag habe ich Max auch bereits mitgeteilt. Der würde hier aber zu weit führen. Wenn noch Fragen dazu sind, rufe mich gern kurzfristig an.

    Liebe Grüße und Dir und uns viel Erfolg!

    Antworten
  106. Sibylle Leppert schreibt:

    Der Brief ist sehr gelungen und kann meines Erachtens so wie er ist genutzt werden. Danke!!
    Ich halte es für extrem wichtig, dass er breit gestreut wird und möglichst viel Presseaufmerksamkeit bekommt.

    Antworten
  107. Judith Hoppe schreibt:

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für Eure tolle Arbeit und Euren unermüdlichen Einsatz für unsere Rechte. Was meiner Meinung nach im Brief fehlt bzw. nicht klar genug rüberkommt, ist die Tatsache, dass Freiberufler/Selbstständige, die von von zu Hause arbeiten, kaum betriebliche Ausgaben haben und somit für die Soforthilfe gar nicht „qualifiziert“ sind. Ich habe übrigens heute einen Negativbescheid für unseren Antrag erhalten (München/Bayern), den ich am 30. März (!!) gestellt hatte. „Sofort“ definiere ich etwas anders…
    Unser Liquiditätsengpass sei nicht hinreichend begründet. LOL!
    Meiner Meinung nach sollte es eine bundesweit einheitliche Regelung gelten, dass fiktiver Unternehmerlohn als betriebliche Ausgabe anerkannt wird und die Anträge dann entsprechend neu gestellt werden dürfen.
    Was mich auch erschüttert hat, ist, dass die Soforthilfen nicht zur Zahlung von Löhnen verwendet werden dürfen. Unter anderem aus diesem Grund mussten wir auch schon unserer 450 € Kraft kündigen. Die ja bekannterweise auch keinen Anspruch auf ALG hat und nun auch im Regen steht…

    Antworten
  108. Gerald Baumann schreibt:

    DANKE Andreas, das tut gut einmal die richtigen Worte offen ausgesprochen zu lesen!
    winziger Verbesserungsvorschlag:
    Zusätzlich betonen, dass wir Selbstständigen es sind, die zu großen Teilen in den letzten Jahrzehnten die Spitzensteuern gezahlt und den Laden am Laufen gehalten haben. Die Konzerne, um die Herr Altmaier sich kümmert, haben Steuern nur in Steuerparadiese verschoben.

    Antworten
  109. Andrea Kalt schreibt:

    Der Brief ist gelungen.
    Was mir noch fehlt: Warum werden die Selbständigen auf die Grundsicherung verwiesen und bei jedem Arbeitnehmer anerkannt, dass er mit 60 oder 67% KAG seine Familie nicht ernähren kann. Selbständige zahlen auch in die GKV ein und zwar beide Teile des Beitrags und dürfen diesen Beitrag bei der „Sofort“-„Hilfe“ nicht ansetzen. Ich frage mich immer wieder, warum die Ungleichstellung von abhängig Beschäftigten und Selbständigen. Vielleicht muss man hierzu irgendwann einmal das Verfassungsgericht befragen.

    Antworten
  110. Petra Pfeiffer schreibt:

    Lieber Andreas,

    vielen Dank für dein und euer Engagement in dieser Sache!!!!

    Auch ich könnte mir vorstellen, den einen oder anderen Satz anders zu formulieren oder einen Sachverhalt deutlicher zu beschrieben. Aber ist das nicht meistens so, wenn viele draufgucken? Wir würden hier noch wochenlang an diesem Brief herumoptimieren. DU hast das Heft in die Hand genommen und ihn geschrieben, er beinhaltet meiner Meinung nach alle wichtigen Punkte und sollte jetzt einfach so raus gehen, denn die Zeit drängt.

    Eine Verständnisfrage noch: Meinst du im letzten Absatz wirklich die „Minderheit“ und nicht die „Mehrheit der großen Unternehmen“?

    Herzliche Grüße
    Petra

    Antworten
  111. Enrico schreibt:

    Hallo Andreas,

    Danke für den Einsatz!

    Ich vermisse noch den Satz aus Deiner E-Mail:
    „Als Steuer- und Beitragszahler sind wir willkommen, in der Krise aber lässt man uns im Regen stehen, während man gegenüber der Öffentlichkeit mit den Wohltaten prahlt, die man uns hinterher kaltschnäuzig verweigert.“

    Er bringt es sehr gut auf den Punkt: zahlen darf man fleißig aber Ansprüche stellen nicht!

    Grüße und viel Erfolg!

    Antworten
  112. Johannes Dz. schreibt:

    Hallo Andreas,
    dein Brief ist hervorragend formuliert. Ich hätte ihn genauso geschrieben.
    Was mir fehlt sind unterschwellige Andeutungen, wie z. B.:
    Die Minister müssen sich bewußt sein, daß wir Selbständige Multiplikatoren darstellen. Damit ist gemeint, das jeder von uns über ein Netzwerk mit weiteren Unternehmern verfügt über das wir gerade jetzt verstärkt kommunizieren.
    Weiterhin sollten sich die Minister die Folgen ihres Handeln vor Augen führen. Wenn wir Selbständige nichts zum Leben haben, verdienen, keine Hilfe bekommen, dann können wir auch nicht Andere, unsere Angestellte(n) bezahlen, durchfüttern. Verstärkt werden Insolvenzen auftreten und die Arbeitslosenzahlen weiter nach oben treiben.
    Desweiteren sollte die Minister bedenken, das als Folgen dessen wir solche Politiker bei der nächsten Wahl nicht mehr mit unseren Stimmen unterstützen werden, können.
    Schöne Grüße Johannes

    Antworten
  113. Kirsten Bohle schreibt:

    Supergut, danke!

    Kleiner Tippfehler bei „Warum vergeben Sie Hilfen nicht einheitlich über die Finanzämter, denen als einzige Behörde alle Selbstständigen bekannt sind und die wissen was Sie verdienen,“

    Die wissen sicher auch, was er verdient, aber ich glaube, dir ging es um uns, also „sie“. 😉

    Beste Grüße!!
    Kirsten

    Antworten
  114. Silvia Böhm schreibt:

    Lieber Andreas,

    von der Vielzahl der Kommentare wirst zu vermutlich erschlagen sein.
    Meine Fragen bzw. Ergänzungen:
    – an wen (Medien, Politker) soll der offene Brief gegen, außer an Herrn Altmeier?
    – Das Wort „laufende Betriebskosten“ fehlt im Text. Ist das nicht der springende Punkt?
    Bitte einfügen unter „Sie haben uns werbewirksam…“ dass die Bedingung „Soforthilfe für Betriebskosten“
    bei den meisten nicht greift. Also der Ansatz „Soforthilfe für Betriebskosten“ falsch ist und man in Berlin
    kein klares Bild vom typischen Selbständigen hat.
    – Das „Eine Unternehmen“ bitte benennen (vermutlich Lufthansa).
    – die Ergebnisse aus der Befragung müssen einfließen
    – Forderungen kurz und knapp mit 1.2.3. etc. benennen.
    – die Zwangskriminalisierung mit den eidesstattlichen Versicherungen kann man auch noch erwähnen.
    Die wirkt ja sehr abschreckend und löst zusätzliche Ängste in Not aus. Das empfinde ich als anmaßend.
    – wir sind alle WählerInnen.

    LG und uns allen viel Erfolg

    Silvia

    Antworten
  115. Antworten
  116. Kristina Henry schreibt:

    Ja, der Brief ist klasse. Danke.
    Zum letzten Absatz: Ich finde nicht, dass wir lamentieren, denn wir (Du) stellen Fragen und protestieren gegen die Vorgehensweise (und das ist unser demokratisches Recht und unsere Verpflichtung)

    Ich finde, da braucht es den Begriff lamentieren nicht. Wenn wir von lamentieren sprechen, wird das ggfs dankbar aufgenommen.

    Statt:

    Lauter Protest entspricht eigentlich nicht unserem Stil. Wir lamentieren für gewöhnlich nicht, sondern krempeln die Ärmel hoch und machen uns an unsere Arbeit.

    Vorschlag:
    Wir sind es gewohnt, bei Herausforderungen die Ärmel hochzukrempeln und uns an die Arbeit zu machen….
    Danke und Lieben Gruß,
    Kristina

    Antworten
  117. Manuela Wehrle schreibt:

    Hallo Andreas,
    ganz herzlichen Dank für diesen Brief und generell Deinen Einsatz. Ich finde den Brief sehr gelungen und würde den Ton um keinen Deut „milder“ ausfallen lassen.
    Ich wollte gerade auch auf den Schreibfehler hinweisen, den Kirsten Bohle schon erwähnt hat – hat sich also erledigt.
    Ich werde den Brief gerne auch in meinem Netzwerk verbreiten und an Politiker schicken.
    Viele Grüße
    Manuela

    Antworten
  118. Peter Hauschildt schreibt:

    Moin Andreas,

    der Brief ist insoweit berechtigt und klar Formuliert.

    Ich denke, dass ein nicht geringer Anteil der Solo/Kleinselbstständigen, durch einen zuverdienenden Lebenspartner keinen Anspruch auf ALG 2 hat. Insofern bringen die „Soforthilfen“ des Bundes nichts für diese Gruppe zur Sicherung der Lebenshaltungskosten.

    Zudem sollen in einigen Bundesländern wohl Empfänger der Hilfen demnächst aufgefordert werden, nicht verbrauchte/benötigte Gelder für die betrieblichen Kosten zurück zu Erstatten.

    Soviel zu den großzügigen „Soforthilfen“ des Herrn Altmaier. Wie viele der Vorposter anregen, würde ich auch den Brief zusätzlich an Heil und Scholz schicken.

    Antworten
  119. Antworten
  120. Susanne Wittelsbürger schreibt:

    Für viele Solo-Selbstständige wird die Krise viel länger als 3 Monate anhalten. Ich arbeite z. B. als Designerin in der Messebaubranche und mein Mann ist Musiker. Wann es für uins wieder richtig los geht, steht in den Sternen. Deshalb sollte die Soforthilfe auf 6 Monate gestreckt werden und auch für den Lebensunterhalt genutzt werden dürfen.
    Eben kam in den Nachrichten, dass das Kurzarbeitergeld proportional zu der Länge der Kurzarbeit eines Unternehmens angehoben werden soll. Zitat merkur: „Nun soll es ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent beziehungsweise 77 Prozent erhöht werden. Ab dem siebten Bezugsmonat sollen es künftig 80 Prozent oder 87 Prozent sein. Dies soll bis längstens 31. Dezember 2020 gelten.“ Also geht die Politik auch davon aus, dass die Krise länger dauern wird. Hubertus Heil sagte, dass man auf Dauer nicht von 60 / 67 Prozent leben kann. Ich wäre froh, wenn ich 67 Prozent hätte.
    Übrigens, der Hinweis auf die Hilfen für Zahnärzte wäre nicht schlecht (wie bereits oben erwähnt).
    Und außerdem muss der Brief an die Presse. Ich werde oft angesprochen, dass ich doch 9000 € bekommen habe und jetzt alles super ist.
    Vielen Dank,
    Susanne

    Antworten
    1. Antworten
  121. Angelika schreibt:

    Ich habe nicht alle der zahlreichen Kommentare gelesen. Mir wäre persönlich noch wichtig, wie es in Zukunft weitergehen soll. In sechs Wochen ist die „Schonzeit“ vorbei, aber das Vertrauen und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nachhaltig zerstört. Ich bemerke keine Verbesserung der Auftragssituation und ehrlich gesagt befürchte ich, dass sich da auch so schnell nichts tun wird. Selbst mit einer Festanstellung dürfte es schwierig werden, gerade in ländlichen Gebieten

    Antworten
  122. Ilka schreibt:

    Super geschrieben. Irgendwann ist es Zeit für klare Worte!
    Danke, Danke, Danke an Euch!!!!

    Antworten
  123. Martin Langer schreibt:

    Hallo Andreas und Kollegen !

    Superwichtiges Thema, superwichtiger und sehr gut formulierter wie ich finde sehr vollständiger Brief ! Toll !! Vielen herzlichen Dank für das großartige intensive Engagement und uns allen viel Glück dafür !!! Inhaltlich möchte ich mich einigen vorlaufenden Foristen-Beiträgen in folgenden Punkten anschließen:

    1. Die Warum-Fragen sind eindeutig und wenn sie beantwortet würden, wären die Antworten aufschlußreich. Aber damit ist ja nicht zu rechnen, insofern scheint mir auch eine Umformulierung in Aufforderung mit seriösem Hinweis auf Zusage/ Nicht eingehaltene Zusage effektiver.

    2. Die Öffentlichkeit dafür kann gar nicht groß genug sein: Deswegen unbedingt auch an Scholz und Heil, außerdem an die Bundeskanzlerin und alle großen Tageszeitungen: Spenden für Anzeigen ? Sofort !

    3. Inhaltlich sind alle Themen, die für mich wichtig sind, drin. Weitere sind je nachdem sicherlich sinnvoll, wie verschiedene hier schon vorgeschlagen haben. Ich denke, der Brief kann nicht „zu lang“ werden.

    4. Den Hinweis weiter oben, Lufthansa und TUI anstatt die Auto-Hersteller als Negativ-Beispiel für völlig eindimensionale Förderung von Großunternehmen zu benutzen, finde ich auch gut: Wir landen sonst vielleicht zu schnell in der whataboutistischen „Ja aber die vielen Arbeitsplätze dort und die Systemrelevanz …“-Ecke.

    5. Vielleicht sollte die systemrelevante Bedeutung der vielen selbstständig/ soloselbstständig Arbeitenden noch prägnanter herausgestellt werden, um endlich mal was gegen die verächtliche Tonlage der meisten Politiker, wenn es um „Selbstständigkeit/ Freiberuflichkeit“ geht, zu unternehmen.

    Ich erfahre als Architekt bei Kunden/ Bekannten/ Medien immer wieder die Haltung, dass es uns doch (quasi qua Beruf) von allen am Besten geht. Real geht es mir wie vielen Kollegen in der Branche: Null Sicherheit, Rücklage kaum möglich, Überleben ohne Angriff auf Reste Altersvorsorge nicht möglich. Monatseinkommen nach Abzug von Betriebskosten/ 7% Versorgungswerk (verpflichtend) … nach Steuern: ca. € 800 – 900. Ich wollte nie angestellt sein und habe die Freiberuflichkeit in Kenntnis der Risiken/ Vorteile immer gewollt, aber die Bedingungen sind abgrundtief schlecht geworden und werden durch die Corona-Krise noch schlimmer. Davon können alle erzählen, auch meine Aufträge wurden Ende April sämtlich gekündigt/ verschoben. Insofern: Yes, tolle Initiative, toller Brief, so breit wie möglich bekannt machen, vielen vielen Dank dafür !!

    Antworten
  124. Andreas Beckenbach schreibt:

    Ich finde die Tonalität sehr gut und die richtigen Fragen sind angeführt..
    Ich schließe mich anderen Kommentaren an und rege an auch Forderungen zu stellen oder Lösungsvorschläge zu machen.
    Zudem sollten neben Ladenbesitzern etc explizit auch Soloselbstständige genannt werden, deren Hauptkostenanteil der eigene Unterhalt inkl. Krankenkasse und Altersvorsorge darstellt. Solange das nicht passiert, bekommt diese Gruppe nichts oder sehr wenig von den 50 Mrd. und wird in AlGII/Hartz4 gedrängt.

    Antworten
  125. Petra schreibt:

    Hallo Andreas,
    ich finde das der Brief sehr gut geschrieben wurde!
    Auch die Tatsache, daß er in Frageform geschrieben wurde finde ich super, da eine Frage eine Antwort und in diesem Fall auch ein Handeln fordert.
    Vielen Dank!

    Antworten
  126. marc fritzler schreibt:

    Sehr gut!
    Frageform passend!
    Es schreit nach einem sehr lauten AufSCHREI – besonders betreffend der Nötigung zur Grundsicherung.
    Danke für Engagement.

    Antworten
  127. Heike Berger schreibt:

    Vielen Dank für Ihr Engagement! Werde noch heute Vereinsmitglied, denn nun fühle ich mit echt unterstützt und möchte meinen Beitrag leisten, dass Sie auch in Zukunft für uns einstehen können.

    Ich würde den Brief kürzen und ich würde deutlicher … ähnlich, wie es an anderer Stelle auch schon beschrieben wurde.

    Ich möchte, dass Sie ganz klar auch die Solo-Preneuere vertreten.

    Und ich möchte, dass Sie darauf hinweisen, dass die werbewirksame „Soforthilfe“ an der Lebenswirklichkeit vieler vorbei geht! Wir dürfen die Soforthilfen nicht nutzen, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn ich aber coronabedingt keine Einnahmen habe, wovon soll ich meinen Lebensunterhalt bestreiten? Die Menschen in Kurzarbeit bekommen ja auch nicht die Auflage, diese Kosten nur für bestimmte Dinge ausgeben zu dürfen und für andere nicht. -> Also, mein Unternehmerlohn muss als betriebliche Ausgabe anerkannt werden!

    Bitte nutzen Sie uns.
    Sobald Ihr Brief raus ist, lassen Sie ihn von uns allen in Umlauf bringen.
    Ich würde ihn gerne auch an die Opposition schicken. Sind die alle eingeschlafen?

    Und bitte schicken Sie ihn auch an andere Politiker, Herrn Heil z.B. und all denen, die am 18. März 2020 bei Ihrem (enttäuschenden) Meeting dabei waren und an die, die hätten dabei sein sollen.

    Ich drücke die Daumen, dass sich Ihr Einsatz auszahlt und DANKE Ihnen ganz herzlich für Ihr Engagement! Blieben Sie gesund :-).

    Antworten
  128. Maik Riedel schreibt:

    Danke, Andreas! Der Brief spricht auch mir aus dem Herzen. Eben habe ich auf sz.de gelesen: „Bund, Länder und Gemeinden werden in diesem Jahr mit 98,6 Milliarden Euro weniger an Steuereinnahmen auskommen müssen.“

    Wenn wir davon ausgehen, dass ein großer Teil davon dadurch entsteht, dass wir Soloselbständigen und Kleinunternehmer weniger bis kein Einkommen haben, müsste die Regierung doch ein großes Interesse haben, uns alle beim Wiederaufbau zu unterstützen.

    Ist es eine Idee, das mit in den Brief einzubauen?

    Antworten
  129. Martina schreibt:

    Sie haben sich wahnsinnig viel Mühe gemacht. Doch der Brief ist extrem lang. Er sollte gerade wegen der Länge mit einem klaren Statement beginnen: Sie repräsentieren 3 Millionen enttäuschter Selbstständiger und fordern … danach dann die Ausführungen. Falls nur der Anfang gelesen wird, muss in diesem stehen, was erwartet wird.
    Zudem sollte der Anfang auch für die Social Media Kanäle zitierfähig sein!
    Wie andere vor mir, meine ich, dass Bitten hier fehl am Platze sind.

    Antworten
  130. Karolin schreibt:

    Hallo,

    ich finde den Brief deutlich zu lang. Lässt sich das ganze auf einige Forderungen herunterkochen? Dann wird es vielleicht auch von den Medien aufgenommen. Das liest sich doch keiner durch. VGSD fordert 1, 2, 3 (Bessere bundesweit einheitliche Organisation der Soforthilfe, faire Behandlung, sinnvolle Hilfen). Wir bieten: 1, 2, 3 (BIP-Beitrag, Steuereinnahmen, Geld in die Sozialkassen) und liegen hier niemandem auf der Tasche. Fertig. So wie es ist, klingt es für mich definitiv nach Lamentieren. Viel Erfolg damit trotzdem!!!

    Antworten
  131. Bettina schreibt:

    Hallo Andreas,
    herzlichen Dank für Dein Engagement und das aller anderen, die sich engagieren!
    Inhalt und Formulierungen gefallen mir, lediglich „Familien“ und „Familienangehörigen“ sagt mir nicht so zu, diese Begriffe wirken auf mich sehr abstrakt und anonym. Warum nicht auch explizit die Kinder der Selbstständigen erwähnen? (Wer schickt schon gerne Kinder in Hartz IV?)
    Etwa: „Zählen unsere drei Millionen Existenzen, die Arbeitsplätze, die wir schaffen, zählen unsere Kinder und unsere Lebens- oder Ehepartner und die unserer Mitarbeiter …“
    Und: Wenn Du möchtest, lese ich morgen die Endfassung gerne Korrektur, bevor Du sie versendest. Denn eigene Tippfehler übersieht man so leicht, da ist ein frischer Blick hilfreich. 😉

    Antworten
  132. Norbert schreibt:

    Nun ja, mit dem Originalwortlaut nicht. 😉
    Sehr geehrter Herr Minister,
    Sie sind ein faules Stück. Lieber helfen Sie einer Firma mit viel Geld, die publikumswirksam viele Mitarbeiter hat (wie Lufthansa mit xxx Tausend Mitarbeitern), als dass Sie Millionen Firmen mit Millionen Mitarbeitern helfen.
    Sie sähen es wohl sehr gerne, wenn die alle Hartz-IV bekommen. So gibt es Millionen Unbequeme weniger und die Politik kann weiter schlafen.
    Wir schließen uns den Forderungen zur Abschaffung der Bürokratie an, wie sie heute vom DIHK vorgelegt wurden.

    Antworten
    1. Antworten
  133. Marc Jacquemin schreibt:

    Wenn man sieht, wieviele Kommentare unter diesem Briefentwurf in der kurzen Zeit zusammengekommen sind, kann man sich ausmalen, wieviele Namen unter solch einem Brief im Netz zusammenkommen würden. Von daher macht es sicherlich Sinn, diesen Brief auch im Internet zu teilen, mit der Möglichkeit, mit seinem eigenen Namen zu unterzeichnen.

    Antworten
  134. Monika C. Müller schreibt:

    Vielen Dank für diesen eindrucksvollen Aufschrei!

    Bevor ich noch eine inhaltliche Ergänzung vorschlage (s.u.), möchte ich noch auf eine notwendige Korrektur hinweisen, da der Schreibfehler hier sinnverändernde Wirkung hat:
    „Warum vergeben Sie Hilfen nicht einheitlich über die Finanzämter, denen als einzige Behörde alle Selbstständigen bekannt sind und die wissen, was sie verdienen, und etablieren stattdessen …“ (Bitte unbedingt „Sie“ durch „sie“ ersetzen, auch wenn zumindest das zuständige Finanzamt weiß, was Herr Altmaier verdient… Aber es sind doch wohl wir als Selbständige und Kunden der einzelnen Finanzämter gemeint.)

    Ich frage mich darüber hinaus, ob es nicht doch sinnvoll wäre, am Schluss ein paar unserer wichtigsten Forderungen zusammenzufassen, z.B. die Ausdehnung der gewährten Soforthilfen auf die Deckung von Lebenshaltungskosten nicht nur in einigen Bundesländern, sondern bundesweit, oder mehr Rechtssicherheit bei der Berechnung der zu erwartenden Einnahmeausfälle und damit den Schutz vor hohen Rückforderungen von Geldern.
    An einem Tag, an dem die Anhebung des Kurzarbeitergelds – wenn auch stufenweise – auf 80 bzw. 87 % im Bundestag beschlossen wurde, darf man vielleicht auch noch die strukturelle Frage stellen, warum diese eklatante Ungleichbehandlung von Selbständigen und Angestellten in unserem Lande möglich ist: Den einen stockt man ohne langes Zögern die Leistungen auf, die anderen verweist man zur Deckung der Lebenshaltungskosten auf die eigenen Ersparnisse und auf Hartz IV!
    Zu guter Letzt darf man m.E. Herrn Altmaier auch daran erinnern, welche eklatanten Kosten auf unser Sozialsystem zukämen, wenn alle Selbständigen, deren Existenz jetzt auf der Kippe steht, Insolvenz anmelden müssen und für längere Zeit in den Hartz-IV- oder anderweitigen Leistungsbezug gezwungen würden. Von Spätfolgen im Rentenalter ganz zu schweigen.
    Bei allen Unterschieden in den Berufsfeldern, auf denen wir aktiv sind, und Geschäftsformen unserer selbständigen Existenzen: Nur gemeinsam sind wir stark, und dementsprechend laut muss unser Aufschrei auch zu hören sein! Herrn Altmaier sollten die Ohren gellen!

    Antworten
  135. Marc van der Meer schreibt:

    Danke für das Schreiben, Andreas.
    Vor allem unsere Enttäuschung zum Ausdruck zu bringen finde ich gut. Das Schreiben appelliert an der Moral. Wir wissen aber das die meisten Politiker Moral nicht ernst nehmen und ihr Versprechen nicht halten. Herr Altmaier reagiert genauso.

    Deshalb denke ich das es Sinn macht, die nächsten Schritte, darzustellen oder anzudeuten, wenn der Brief keine Wirkung zeigt.

    Die Erfahrung zeigt, dass wenn Tausenden oder Millionen Menschen mobilisiert werden, (z.B. Fridays for Future) und Druck auf Politik ausüben, einiges geändert werden kann. Sicher wenn die Aktionen nachhaltig, kreativ, sympathisch und friedsam sind und das Problem in der Öffentlichkeit und von den Medien getragen werden. Politiker sind von der Stimmung in der Gesellschafft abhängig und der nächsten Bundestagswahl steht zeitnah in 2021 an. Das bietet Möglichkeiten.

    Wir sind mit 3 Millionen Selbstständigen, die viele Ideen haben. Sie müssten gesammelt werden, koordiniert und ausgeführt werden, quasi Flower Power 2.0. „Wir werfen mit Blumen“ https://the-moving-dutchman.de/portfolio/flowerpower20/

    Ich würde es begrüßen, wenn das Schreiben nächsten möglichen Schritten ankündigt.

    Viele Grüße, Marc van der Meer

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  136. D.Winkler schreibt:

    Vielen Dank für die Darstellung.
    Ich empfinde es auch so, dass die Fragen noch zu sanft sind. Vielleicht wäre es gut, ein solches Schreiben so zu strukturieren, dass die wichtigsten Forderungen und Hinweise kompakt ganz vorne stehen und dann detailliertere Hintergründe kommen. Ich finde besonders wichtig die Forderung, die Soforthilfe einfach unbürokratisch nicht nur auszuzahlen (das hat in NRW gut geklappt, zumindest mein Eindruck), sondern so zur Verfügung zu stellen, dass die Freiberufler und andere Selbständige dieses Geld nutzen können wie einen Umsatzausfall, auch unabhängig vom Vorjahresumsatz, weil es gerade bei Freiberuflern oft große Schwankungen gibt. Außerdem haben Freiberufler häufig geringe Kosten, aber sie brauchen nun mal den Umsatz zur Deckung der Lebenskosten. Dass das Geld dafür nicht genutzt werden darf und an unrealistische und vor allem intransparente Bedingungen geknüpft sind, ist einfach unsinnig. So hilft es vielen Selbständigen – gerade auch Freiberuflern – fast gar nichts, es verunsichert mehr als dass es unterstützt.

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  137. Christoph schreibt:

    Ich verstehe „offener Brief“ so, dass er neben den Adressaten auch an alle Medien kommuniziert wird.
    Adressaten sollten sein:
    Herr Altmeier, Herr Scholz, Herr Heil, Frau Merkel unbedingt auch, am Besten auch die Ministerpräsidenten / -innen.
    Zusätzlich zu den Medien (Printmedien nicht vergessen) auch noch direkt an die Redaktionen der einschlägigen Talkrunden, Will, HartAberFair, Lanz, Maischberger, Illner, …
    Des Weiteren an alle Selbständigen-, Künstler-, Veranstalter-, und andere Verbände, mit der Bitte um Veröffentlichung auf der Landingpage.

    Antworten
  138. Gudrun Lydia Martini schreibt:

    Die selbstständigen Lehrbeauftragten nicht vergessen, die in den Ferien, also ein halbes Jahr lang, gar kein Einkommen haben, wenn sie keinen Zweitjob haben, und keinen Anspruch auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld haben und noch nicht einmal die Vergünstigungen an einer Uni z.B. bekommen, die das festangestellte Lehrpersonal bekommt. Manche Universitäten beschäftigen mehrere hundert freiberufliche Lehrbeauftragte und sparen sich so enorme Summen an Personalkosten.
    Ein weiterer Punkt: Bitte nicht so argumentieren, dass wir ja nicht alle prekär wären: Das würde die Prekären ausschließen, von denen es aber eine ganze Menge gibt und die ebenfalls ihre 60-Stunden-Woche haben und mehr als ihr Soll erfüllen und aber finanziell nicht sehr weit kommen, weil sie einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen.

    Antworten
  139. Jens Wagner schreibt:

    Wir müssen an dem Thema mit aller Kraft dranbleiben, denn die Gewichte sind leider sehr ungleich verteilt.
    In Deutschland stehen den 45 Mio Arbeitnehmern nur 3 Mio Klein- und Soloselbständige gegenüber.
    Die Unterstützungen in puncto Kurzarbeitergeld, Verlängerung ALG, etc. sind ein einziger Stimmenfang bei den Arbeitnehmern für die Bundestagswahl 2021 🙁

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  140. Clement schreibt:

    Lieber Andreas noch einmal,

    ich bin durch die Kommentare erst auf die Zahnärztehilfen aufmerksam geworden und habe sie mir eben mal genauer angeschaut. Wenn ich sie richtig verstehe, bekommen Zahnärzte am Ende sogar weit mehr als 100 Prozent ihrer Vorjahreseinkünfte!
    Nämlich so: Zunächst bekommen sie „90 Prozent der Vergütung des Vorjahres“ (die auch zur Liquidität der Praxen eingesetzt werden müssen). „Am Ende des Jahres können sie 30 Prozent der zu viel gezahlten Summe behalten. Auf die Boni werden weitere staatliche Unterstützungsmaßnahmen wie die Soforthilfe für Selbstständige oder das Kurzarbeitergeld nicht angerechnet.“ (https://www.n-tv.de/wirtschaft/Auch-Zahnaerzte-bekommen-Corona-Hilfe-article21708347.html)
    Es ist zwar nicht ganz klar, was „zu viel“ heißt: wenn der Zahnarzt am Ende mehr als 90 Prozent oder wenn er mehr als 100 Prozent seines Vorjahresverdienstes hat?
    Aber wie auch immer, ich verstehe das so: Hat ein Zahnarzt 2019 beispielsweise 100 verdient, bekommt er jetzt 90. Stellt sich Ende 2020 heraus, dass er tatsächlich 40 verdient hat, wurden ihm (90 + 40) – 100 = 30 oder (90 + 40) – 90 = 40 zu viel gezahlt. Davon darf er 30 Prozent behalten, also 9 oder 12. D. h. am Ende des Jahres hat er 1. das Geld, das er selber verdient hat (40), 2. das Geld, das ihm nicht zu viel gezahlt wurde (60 oder 50), und 3. 30 Prozent der Summe, die ihm zu viel gezahlt wurde (9 oder 12). Das sind insgesamt 109 oder 102. Hinzu kommen noch Bundessoforthilfen für laufende Betriebskosten und Kurzarbeitergeld für seine Angestellten.
    Kann das wirklich sein?? Oder ist hier jemand so gut und erklärt mir, wie die Berechnung tatsächlich funktioniert? Danke!
    Wenn meine Berechnung stimmt, könnte Andreas umso mehr auf sie verweisen!
    Beste Grüße

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  141. Jana Klinger-Brandes schreibt:

    Alles sehr gut! Vielen Dank für den Brief. Vielleicht habe ich es irgendwo überlesen – aber habt Ihr mal daran gedacht. diesen Brief – ruhig mit weniger „Bitte, bitte“ – wie es die Industrie ja auch manchmal tut, in einem überregionalen Printmedium gleichzeitig mit zu veröffentlichen? Die beschäftigen doch auch Selbstständige Journalisten und Fotografen. Dann wäre gleich noch eine Wirkung in die Öffentlichkeit erzielt. Als Aufklärung, dass wir nicht wie so viele annehmen, locker alimentiert werden….

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  142. Gudrun Lydia Martini schreibt:

    Diejenigen, die jetzt ihren Job verlieren, müsste man dazu animieren, sich selbstständig zu machen. Ich schlage vor, dass die Regierung ein Programm auflegt, dass den Menschen den Weg in die Selbstständigkeit ebnet und diese in allen Belangen nach Kräften unterstützt!

    Antworten
  143. Nicole Richter schreibt:

    Wir sind keine Bittsteller, wir können klare Forderungen stellen. Der Ton muss schärfer werden.
    Ich gehöre auch zu den zahlreichen Freiberuflern, also Soloselbstständigen ohne relevante betriebliche Aufwendungen. Ich bin Studienreiseleiterin und mit kleinen Gruppen ausschließlich in Italien unterwegs. Eine Form des Kulturtourismus, der momentan auch einem Arbeitsverbot unterliegt. Diese Reisen sind ein Saisongeschäft und finden von April bis Oktober statt. In dieser Zeit muss ich das Geld für das komplette Jahr erwirtschaften. Schon unter normalen Bedingungen nicht einfach, aber möglich. Dieses Jahr wird es nicht möglich sein, selbst wenn vielleicht ab September wieder Gruppenreisen nach Italien möglich sein könnten. Ein Verweis auf Grundsicherung ist deshalb besonders hart, da es sich abzeichnet, dass die Saison eventuell erst wieder im April 2021 starten kann. Wirklich ein Schlag ins Gesicht, auch weil die Grundsicherung für mich, wie für viele andere, nicht in Frage kommt. Also wäre die einzige vernünftige Regelung, dass bezugnehmend auf die Steuererklärung von 2018 (2019 liegt den meisten noch nicht vor) eine entsprechende Ausgleichszahlung über die Finanzämter erfolgt, wie schon mehrfach von anderen angesprochen. Sollten dennoch Umsätze erwirtschaftet werden können, ließe sich dies einfach und unkompliziert über die Steuererklärung für 2020 nachweisen und eventuelle Rückzahlungen erfolgen. So sehe ich das zumindest, vielleicht liege ich da auch schief?
    Eine andere Sache, die mich bewegt: Ich bin in der PKV krankenversichert. Wäre es jetzt nicht auch an der Zeit, dass eine bedingungslose Rückkehr in die GKV erfolgen kann? Hilfe für die Selbstständigen und die GKV. Vielleicht ein Punkt, über den mit Herrn Heil geredet werden sollte.
    Der Brief sollte an mehrere Minister und auch an die Öffentlichkeit/Presse gehen, damit auf die prekäre Lage aufmerksam gemacht wird. Denn in der Öffentlichkeit kommen die Soforthilfen so an, dass die Selbstständigen bestens dastehen und versorgt sind. Auch Talkshows wären eine Option.
    Ansonsten großen Dank an euch, dass ihr euch unermüdlich einsetzt. Es muss etwas geschehen.

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  144. Dorothee Landwehr schreibt:

    Vielen Dank! Einige haben es ja schon geschrieben: Ich fände es wichtig, wenn der Brief eine breite Verteilung findet, damit dieses Problem in den Köpfen vieler Leute ankommt.

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  145. Holger schreibt:

    Lieber Andreas,

    vielen Dank, es ist so wichtig, dass Du diesen Brandbrief an Herrn Altmeier sendest!
    Vom Inhalt her finde ich ihn sehr gut und von der Tonalität her leider angebracht.
    Ich hätte hierzu inhaltlich noch folgende Ergänzungen bzw. Fragen, die sich auf Bayern beziehen:

    1) Ich wurde hier durch mehrere Kommentare auf die Rede von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im bayerischen Wirtschaftsausschuss am 07.05.2020 aufmerksam. Siehe folgender Link:
    https://www1.bayern.landtag.de/www/player/index.html?playlist=https://www1.bayern.landtag.de/lisp/res/metafiles/wp18/18_461/meta_vod_34507.json&startId=14

    Herr Aiwanger spricht hier von Firmen mit 1-10 Mitarbeitern, die angeblich laut Finanzminister Scholz auf Länderebene ausdrücklich keine Soforthilfe bekommen sollen, sondern vom Bund. Das wäre natürlich unfair gegenüber Selbständigen in anderen Bundesländern, die dort genau dies erhalten haben. Des Weiteren spricht er von nicht erfassten Selbständigen, wie Künstler (ohne KSK), Schausteller, Marktleute usw., die z.Zt. noch keinen Anspruch hätten – hier solle ggf. nachgebessert werden… Was sind in diesem Zusammenhang eigentlich „nicht erfasste Selbständige“?

    Dies ist alles sehr schnell und konfus vorgetragen. Ich frage mich, ob diese Behauptungen so überhaupt den Regelungen entsprechen? Es scheint so, als würde sich Bayern mal wieder eine Extrawurst braten wollen…

    Es wird doch von den relevanten Politikern medienwirksam immer wieder auf die brisante Lage der Soloselbständigen und Freiberufler hingewiesen und gesagt, dass ihnen schnell und möglichst unbürokratisch geholfen werden soll.
    Hierzu ein Auszug von der Website der Bayerischen Staatsregierung vom 17.3.2020 unter Punkt 2. Soforthilfe Corona:
    „Auch das Förderprogramm richtet sich an Freiberufler, Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern in Bayern. Die Soforthilfe wird gestaffelt und soll schnell und unbürokratisch ausbezahlt werden. Die Staffelung: bis fünf Mitarbeiter 5.000 Euro, bis zehn Mitarbeiter 7.500 Euro, bis 50 Mitarbeiter 15.000 Euro, bis 250 Mitarbeiter 30.000 Euro.“
    Siehe hierzu auch folgenden Link:
    https://www.bayern.de/bayerischer-schutzschild-fuer-die-wirtschaft-beschlossen/

    Hier wird doch ausdrücklich auf Unternehmen mit 1-10 Mitarbeitern eingegangen. Das widerspricht m.E. der Rede von Herrn Aiwanger, denn hier ist doch von einem BAYERISCHEN „Schutzschild für die Wirtschaft“ die Rede!
    Wenn Herrn Aiwangers o.g. Behauptungen so wirklich zutreffen sollten, müsste dringend nachgebessert werden, denn sonst verliert Bayern in Kürze viele Soloselbständige, die ein wichtiger Bestandteil der deutschen Wirtschaft sind und nicht zuletzt auch Jahr für Jahr ordentlich ihre Steuern zahlen.

    In seiner Rede betont Herr Aiwanger zudem, dass wir alle mehr konsumieren (z.B. Autos kaufen…) und nicht etwa abwarten sollen, wie sich unsere finanzielle Situation bis Jahresende entwickeln wird. Das ist für Unternehmer geradezu halsbrecherisch. Insbesondere, wenn er uns doch die Soforthilfe verweigert – und wir so gar nicht konsumieren können!

    2) Die Zeit läuft, denn nur bis 31.05.2020 können Anträge gestellt werden.
    Könnte dieser Termin aufgrund dringender Nachbesserungen verschoben werden?
    Viele von uns sind verunsichert und haben daher noch gar keinen Antrag gestellt.

    3) Häusliches Arbeitszimmer: Wenn ich es richtig verstanden habe, erhalten Soloselbständige, die im Homeoffice arbeiten, keine Soforthilfe – es geht hier um die sog. „Betriebs- und Arbeitsstätte“. Wenn dem so ist, dann ist das anderen Bundesländern gegenüber absolut unfair und führt eindeutig zu Wettbewerbsverzerrungen, denn viele von uns arbeiten doch komplett von Zuhause aus.

    4) Es soll Sonderprogramme für Kultur- und Kreativschaffende geben. Das ist auch wichtig, was aber ist mit den anderen Soloselbständigen und Freiberuflern, fallen diese raus?
    Die Grünen fordern hier ein HILFSPROGRAM FÜR KLEINSTUNTERNEHMEN UND SOLOSELBSTÄNDIGE, das neben den Betriebskosten auch die Lebenshaltungskosten abdeckt. Das wäre absolut notwendig – und würde ebenfalls Wettbewerbsverzerrungen in Bezug auf Selbständige in BW, etc. reduzieren, die einen fiktiven Unternehmerlohn (1.180 €) ansetzen können!
    Ich fände es gut, wenn Du dies noch im Brief aufnehmen könntest!

    5) Antrag ordentlich und verständlich formulieren und Korrekturen nach Ablehnung ermöglichen:
    Der Antrag ist teilweise missverständlich und nicht eindeutig, also nicht anwenderfreundlich aufgesetzt. Kommt es hier zu Fehlern, gerade auch bei Position 5.1 werden Anträge offensichtlich oft abgelehnt, statt, dass bei den Antragstellern nachgefragt und eine Nachbesserung ermöglicht wird. Das ist eine Zumutung und die Handhabe der Sachbearbeiter wirkt, wenn man die Kommentare hier liest, regelrecht schikanös und willkürlich.
    Hier muss es doch eindeutige Anweisungen und Handhaben geben, um alle Antragsteller gleich und gerecht zu behandeln.
    Hilfreich wären klare Anweisungen zum Ausfüllen, so z.B. auch welche Steuernummer gemeint ist, was genau unter „Betriebskosten“ fällt (Positivbeispiel Niedersachsen, da gibt es eine solche Liste)

    6) Was ist eigentlich nach den 3 Monaten geplant? Die Krise wird ja wohl deutlich länger andauern und nicht alle werden sofort die Umsätze wie vor Corona generieren?

    7) Dein Text „Warum lassen Sie einen solchen Brief seit dem 8. April, also seit mehr als fünf Wochen unbeantwortet, obwohl es um das Schicksal von Millionen Selbstständigen und ihren Angehörigen geht?“:
    Um welchen Brief vom 8.4.20 geht es hier? Die Formulierung hört sich im Kontext etwas unklar an.

    Um überhaupt eine Antwort zu erhalten, empfehle ich ebenfalls, den Brief an einen möglichst großen Presseverteiler und kritische Sendungen wie z. B. „quer“, „Report“, „Monitor“, etc. weiterzugeben. Offenbar brauchen unsere Entscheider einen gewissen medialen Druck – und die Sorgen und Nöte von uns Soloselbständigen und Freiberuflern werden dann hoffentlich auch in der breiten Öffentlichkeit besser erkannt.

    Vielen Dank, dass der VDSG sich für uns so einsetzt! Ich bin begeistert und werde jetzt sofort Mitglied bei Euch!

    Viel Erfolg bei allem und bleibt alle gesund!

    Herzliche Grüße

    Holger

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  146. Bettina van den Berg-Graef schreibt:

    Ich bin absolut mit diesem Brief einverstanden. Er ist sehr klar und ich finde es wirksamer darzulegen, was versprochen und dann nicht gehalten wurde und wird, als von Lügen oder Verarschung zu sprechen, wobei ich eben diese beiden Wörter in der gesprochenen kommunikation zurzeit ungewöhnlich oft im Munde führe.
    In NRW hat die Landesregierung die Zusage gemacht, dass diejenigen, die eben keine Betriebskosten haben, 2000€ von den 9000€ ausgezahlten, sofern überhaupt etwas angekommen ist, behalten dürfen.
    Das soll für März und April sein, da die hoffnungslos Hoffnungsvollen, die stets weiter auf die Hilfe warteten, keine Grundsicherung beantragt haben und diese ja im Nachhinein, also rückwirkend, gar nicht mehr beantragen können. Ab Mai soll dann aber Grundsicherung beantragt werden. Das ist alles eine Schande!!!!
    Hier ist der entsprechende Link dazu: https://www.youtube.com/channel/UCPH3ZPeqWqRVZ_ef4vOZgSw
    Ich selbst habe, wobei ich als Deutschdozentin für zwei VHS tätig bin, die beide ab dem 16.03. geschlossen waren, noch keinen Pfennig erhalten, trotz zweier positiven Bescheide, die ich am zweiten Tag nach dem Auftauchen des Antragsformulares erhalten hatte. Als ich endlich einmal einen Sachbearbeiter an der „Strippe“ hatte, erfuhr ich, dass die Ausstellung zweier Bescheide an der Überlastung des Servers gelegen haben mag, was dann meinen Bescheid auf Bearbeitungsstufe 2 der Auszahlung gebracht haben soll. Aufgrund der Tatsache, dass meinem Finanzamt keine Einzugsermächtigung von mir vorliegt, sei dann mein zu bearbeitender Bescheid auf Stufe drei (die letzte Stufe) zurückgefallen. Der gute Mann stellte mir die Auszahlung bis zum 15. in Aussicht. Echt spannender als ein Krimi: noch nichts da bis jetzt.
    Sowohl politisch als auch organisatorisch ein absoluter Skandal!!!!!!!

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  147. Christoph schreibt:

    Ich möchte, auch als Solo-Selbständiger, keine Gleichstellung gegenüber abhängig Beschäftigten.

    Vielmehr hätte ich gerne eine Gleichstellung /Annäherung gegenüber Kapitalgesellschaften, wo dann mein Unternehmerlohn nebst gesetzlicher Kranken- und gflls. Rentenversicherung eine Betriebsausgabe wäre und somit die Steuerlast meines Unternehmens reduzieren würde.
    Bei meinem Unternehmerlohn verbliebe dann nur noch der „Arbeitnehmeranteil“, den ich dann als Sonderausgaben in meiner Steuererklärung geltend machen könnte. Unterm Strich hätte das deutliche Einsparungen zur Folge.

    Wäre dem so, würde sich mein Einkommen problemlos bei der Beantragung der Soforthilfe darstellen lassen.
    Wenn mir nun auch noch der Zugang zur Arbeitslosenversicherung zu den normalen Beitragssätzen ermöglicht würde, könnte ich mich auch selbst in Kurzarbeit schicken. Denn das ist, wie bei den Vergleichen immer wieder vergessen wird, eine Versicherungsleistung die aufgrund bezahlter Beiträge gezahlt wird.

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    1. N. Richter (aka Lisa) schreibt:

      @Christoph:
      Ganz genau so sehe ich das auch. Das ist wirklich dringend nötig.
      Lisa

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  148. Britta Pätzold schreibt:

    Vielen Dank, Andreas! Du triffst genau den wunden Punkt!

    Antworten
  149. Nina Gemp schreibt:

    Danke sehr, Andreas. Ich hätte nie gedacht, dass ich so zwitrangig behandelt werden könnte. Diese Kriese hat mir gezeigt, dass ich die Selbständigkeit bei der ersten Gelegenheit beenden sollt. Schade eigentlich. Aber ich muss es tun! Gruss Nina Gemp

    Antworten
  150. Jens Krämer schreibt:

    Hallo Andreas, selbstbewusst und unter den Umständen immer noch „anständig“ geschrieben. Danke wieder einmal für Deinen unermüdlichen Einsatz! Vielleicht sollte man noch dezent einen Hinweis auf Wählerstimmen einbauen. Bei 3 Mio Soloselbstständigen/Kleinunternehmen und 2 Mio ihrer wahlberechtigten Angehörigen eventuell doch etwas, das die „Volks“parteien anregen könnte, wenigstens ein bisschen nachzudenken. Denn so eine Behandlung wie gerade wird sich gemerkt!

    Antworten
  151. Wolfgang Poth schreibt:

    Lieber Andreas Lutz,
    danke für Eure Arbeit und den sehr treffenden Brief. Zu Beginn der Corona-Maßnahmen hatte ich noch den Eindruck, dass tatsächlich von Seiten der Regierungen ein Interesse bestand, allen Betroffenen, egal ob Unternehmen oder Privatpersonen, die Folgen der Maßnahmen zu lindern. Im Laufe der Wochen verdichtete sich aber meine Befürchtung, dass sich einige wirtschaftlich mächtige Player in Stellung gebracht haben, um ihre Interessen bevorzugt durchzusetzen. Dies Gruppen sind bestens in Regierungskreisen vernetzt und müssen keine Briefe schreiben.
    Auch Dein Argument der öffentlichen Ankündigungen, die dann im bürokratishen Alltag wieder zurückgenommen werden, trifft sehr genau. Wir erleben das ja schon seit vielen Jahren mit vielen Fördertöpfen, die nach außen sehr schön aussehen, aber in der Praxis schwer zu bekommen sind (Beispiel: Beratungsförderung durch das BAFA).
    Ich möchte den endgültigen Text des Briefs gerne an Bundestagsabgeordneten meines Wahlkreises senden und ihn um Stellungnahme bitten.

    Antworten
  152. Hildegard Schemehl schreibt:

    Vielen Dank für euer unermüdliches Engagement!
    Wird der Brief nur an den Minister verschickt, oder soll er auch über die Presse gehen? Das ist ja eigentlich der Sinn eines Offenen Briefes. Bräuchtet ihr Gelder dafür?

    Antworten
  153. Thomas Schneider schreibt:

    Moin, prinzipiell ein tolles Statement unseres Verbandes. Respekt dafür, das du es geschafft hast unseren Wirtschafskasper Altmaier nicht durchzubeleidigen. Könnte ich mich definitiv nicht beherrschen,wenn ich ihn anschreiben würde. Vielleicht wäre es gut,wenn auch wir mal konkrete Zahlen nennen würden,soll heißen wieviel Geld wir ‚kleine‘ Selbstständige unserem Staat schon zur Verfügung gestellt haben. In meinem Fall z.B. 300.000 € allein an Umsatz -und Gewerbesteuer in 20 Jahren Selbstständigkeit. Wir müssen diesen Lakaien der Großindustriellen endlich mal klar machen, das wir ihre Arbeitgeber sind und nicht umgekehrt ! Ich würde es ohnehin begrüßen, wenn wir nicht als Verband, sondern als Partei agieren würden. Herzlichst Thomas Schneider aus dem Elm,der Toskana des Nordens.

    als Einzelkämpfender Schankanlagensachkundiger

    Antworten
    1. Mark Haacke schreibt:

      Der Gedanken ging mir in den letzten Wochen auch durch den Kopf. Eine Partei mit theoretisch 4 Millionen potentiellen Mitgliedern hätte Gewicht. Selbst wenn nur 10% dabei wären, wären es 400.000 Mitglieder!

      Antworten
  154. Sigrid Jo Gruner schreibt:

    Danke für Ihren hohen Einsatz !

    Ich bin auch der Meinung, dass der Brief klar erkennen lassen muss, dass hier ein Potenzial an berechtigter Empörung und einem Gefühl von Missachtung brodelt. Fragestellungen bleiben oft in der Luft hängen. Klarer sind konkrete Aussagen, die fordernden Charakter haben und – ohne Häme und Negativgefühlen – Tacheles reden. Vor der Maueröffnung haben die Protestierenden auch nicht gerufen: „Sind wir nicht das Volk??“ – sondern „Wir sind das Volk!!!“ Fragezeichen spülen weich. Besser sind Ausrufezeichen, die rütteln auf und zeigen: „Wir lassen uns nicht mundtot machen – Ihr müsst euch unserer Mahnung stellen! Bloß weil ihr Regierungsbefugnis habt, lassen wir uns nicht gängeln und schuriegeln – das sind Methoden, die in anderen Staatsformen üblich sind, nicht in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat!“

    Mein Tipp:
    Bei wichtigen Aussagen, die Wirkung haben sollen, die eigenen Texte von einem externen Profi gegenlesen lassen – von einem Textprofiler und ggfs. auch einem Psychologen oder Verhaltensforscher. Das bringt gleichzeitig Nähe wie Distanz.

    Falls Ihr dazu Tipps brauche: 0172.3244591

    Danke nochmal und viel Glück!

    Antworten
    1. marc fritzler schreibt:

      Fordernde Ausrufezeichen – ! – sind in der professionellen, zumal hier Krisen-Kommunikation fehl am Platz – stellen sie den Adressaten doch in eine Ecke, aus der die Fragezeichen ihn nicht entlassen sollen. Zumal sind sie eine förmliche Einladung für die Gegenseite, NICHT zu antworten „Pistole auf die dicke Brust“ ist keine Lösung.
      .
      Nein, die Frageform – ? – fordert heraus zur Antwort, zur Kommunikation, zur öffentlichen Rechtfertigung evtl. zum Disput.
      [ohne Fon-Nummer]

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      1. Antworten
  155. Christian Menke schreibt:

    #Aufschrei könnte m.E. der Hashtag für die Veröffentlichung werden, ebenso als Betreff Aufschrei der Selbständigen in persönlicher Ansprache und Weiterleitung an an Wahlkreiskandidaten der Parteien, Bürgermeister (fehlende Gewerbesteuer) MdB, MdL, Verbände, Parteivorsitzende, Kunden, Lieferanten, erc.

    Antworten
  156. Angelika schreibt:

    Uns was vielleicht noch nicht jeder weiß, diejenigen die eine Förderung erhalten müssen diese am Ende des Jahres versteuern und rutschen ggf. auch aufgrund des mickrigen Betrags noch eine Steuerstufe weiter nach oben
    Die erfolgreichen und Sparsamen haben Pech, die nicht erfolgreichen, die nie ein Geld auf die Seite gebracht haben werden subventioniert.
    Die Anträge der Länder sind eine Frechheit uns gegenüber, Androhung von Subventionsbetrug soll auch den letzten noch abhalten den Antrag zu stellen. Bayern hat auch eine Befristung zum 31.5. gesetzt, es hieß doch der Antrag kann bis Ende des Jahres gestellt werden, zumindest als ich das letzte Mal drauf war. Ich bin mir sicher dass das Finanzamt schon jetzt den Auftrag hat hier zu prüfen und zurück zu fordern, Die fürs Alter zurückgelegte Vorsorge finanziert jetzt meinen Lebensunterhalt ( denn das sind ja keine unternehmerischen Kosten. E

    Ich finde das alles bodenlos was hier in Deutschland geschieht, ich denke auch eine klare Ansage wäre gut und Hrer Altmaier soll sich nicht nur um Paketversprechungen mit Inflationsfolgen kümmern sondern für den Wiedrstart der Unternehmen unter normalen Bedingungen kümmern . Das wäre sein Job, sich da auch mit der Regierung die alle so lahm gelegt hat und Menschenrechte mit Füßen tritt anzulegen und Fordern das es weiter geht. Die Subventionsbetröge sind ein Tropfen auf einem heißen Stein. Wir wollen zurück zu unseren Projekten und Aufträgen und nicht zuhause sitzen und warten.

    Antworten
  157. marc fritzler schreibt:

    Die MAIL-Adressen Eurer MdB findet Ihr hier (-> Suche nach Bundesland und Wahlkreis):
    https://www.bundestag.de/abgeordnete
    .
    TIPP: Für künftige Aktionen im Adressbuch speichern.
    .
    Ich werde den Offenen Brief weiterleiten und NACHFRAGEN, ob die MdB bereit sind, in diesem Jahr auf min. 50% ihrer Bezüge zu verzichten (-> zugunsten von Sozial- und Kulturprojekten) – bzw. warum sie dazu nicht bereit sind.

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    1. Antworten
  158. Brigitte schreibt:

    Lieber Andreas,

    von Herzen 1000 Dank für Dein/Euer – wie immer – exorbitantes Engagement und den eindrucksvoll formulierten Brief.

    An dieser Stelle gilt mein Dank auch Thomas Schneider und Mark Haacke für diese geniale Idee, wenn der Verband in Zukunft als Partei agieren würde…

    @Andreas: Kannst Du hier bitte die Initiative ergreifen? Wenn Einer das kann, dann Du! 🙂
    Wäre es nicht klasse, wenn es in Zukunft die Partei „PGSD“ gäbe?
    Ich glaube, das würde mit vereinten Kräften gravierende Veränderungen anstoßen…
    Meine Stimme und – bestimmt – viele andere auch hast Du sicher!!!

    In diesem Sinne wünsche ich Dir und uns allen Gründern und Selbstständigen in Deutschland gutes Gelingen für unsere Unternehmungen in diesen stürmischen Zeiten… und bitte bleibt gesund!

    Antworten
  159. marc fritzler schreibt:

    Wer mit einer Parteigründung liebäugelt, schaue in die Geschichte der letzten Jahrzehnte. Ein-Gruppen-Parteien waren [res. sind] zum Scheitern verurteilt. Der Niedergang der SPD hat auch damit zu tun, dass sie sich seit langem zur Senioren-Partei Deutschlands entwickelt und gegen den Gemeinschaftssinn und das Gemeinwohl agiert.
    .
    Ausserparlamentarisch haben wir Solos unsere Möglichkeiten für Gerechtigekit nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft.
    .
    Interessant wären Bündnisse im Campaigning mit anderen von der BReg missachteten Gruppen (u.a. Alleinerziehende, F4F, junge Generation).

    Antworten
    1. Thomas Schneider schreibt:

      Moin Mark,wenngleich ich als Falke mit 16 Jahren schon früh mit der SPD zu tun hatte, kämme es mir nicht im entferntesten in den Sinn diesen grenzdebilen Haufen als Massstab zu sehen. Aber uns kategorisch als zum Scheitern Verurteilte zu erklären,halte ich für arg pessimistisch. Bedenke bitte unser nicht unerheblichesPotenzial.

      Antworten
  160. Antworten
  161. Antje Jansen schreibt:

    Hallo Andreas,

    danke für den sehr guten und der Situation angemessenen Brief.
    Mir fehlt nur auch der Verweis auf die unzähligen Soloselbständigen, die auf Veranstaltungen arbeiten und wahrscheinlich sehr sehr lange (zumindest bis zum 31.08.) nicht arbeiten können. Ich denke, wahrscheinlich sogar noch viel länger. Und mehr oder weniger 100% Umsatzausfall hat.
    Wahrscheinlich kannst Du gar nicht alle Gruppen anführen, weil die Soloselbständigen so bunt gemischt sind. Ich wollte es nur noch einmal kurz anmerken, weil über die menshen, die auf Veranstaltungen arbeiten wie Schausteller, Standbetreiber usw. so gut wie gar nicht gesprochen wird.
    Ich möchte den endgültigen Text gern an weitere Politiker schicken. Ist das in Ordnung?
    Mach weiter so!!!

    Antworten
  162. Doris Baumgart schreibt:

    Hallo Andreas,
    danke für den tollen Brief! Ich wünsche mir, daß er breites Gehör findet, auch um die öffentliche Wahrnehmung mit der Diskrepanz der Versprechen zur Realität zu konfrontieren. Die Erwähnung der Sonderbehandlung von Zahnärzten im Sinne von Ungleichbehandlung zu anderen Selbständigen fände ich auch gut. Ich würde den Brief auch gern, wenn möglich in meinem Umfeld weiterleiten.

    Antworten
  163. Herbert M. schreibt:

    Der Brief sollte sinngemäß auch als e-Petition beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht werden. Dann muss sich der Bundestag damit beschäftigen. Petitionen bei anderen Plattformen bringen nichts und sind sinnlos!

    Antworten
  164. Thomas Schneider schreibt:

    Moin, ich denke wir können es drehen und wenden wie wir wollen, nur wenn wir von einem von den Politspakos bestenfalls belächelten Verband zu einer politischen Partei ‚mutiern‘,werden wir Ernst genommen werden müssen. Der offene Brief ist sicherlich gut gemeint und auch gut formuliert und Altmaier kann ihn vielleicht tatsächlich lesen…muss er aber nicht. Und wenn er ihn wirklich lesen sollte,glaubt ihr wirklich das er uns dann voller Emphatie Ernst nimmt ? Ich denke nicht. Ich glaube das geht dem komplett am Arsch vorbei.

    Antworten
  165. Dominik schreibt:

    Lieber Andreas, vielen Dank für Deine Mühen. Ich bin freischaffend in der Branche der Medien- und Kulturen ansässig – genauer gesagt im Bereich Unterhaltung. Sprich: Konzerte, Shows, Festivals gehören zu meinem täglich Brot. Ich würde es schätzen, das Thema zeitlicher Problemverschiebung in den Dialog zu bringen. Meine Sparte gehört quasi schon zur Saisonarbeit, wobei jeder Tätige nur 8 Monate Zeit hat, Geld für das ganze Jahr zu verdienen. Wenn es nun dazu kommen sollte, dass das BaWü-Modell mit 1.180 Euro monatlich weit greife, werden die Jungs und Mädels dann im Winter vor dem gleichen Problem stehen, da wir uns keine „Nüsse vergraben konnten“, um die Wintermonate zu überstehen. 1.180,00 Euro sind für einen Freiberufler/Selbstständigen, der seinen Beruf ernsthaft ausübt, nicht wirklich viel Geld. Allein meine KV- und Rentenbeiträge entsprechen der Höhe des in BaWü ausgezahlten Geldes. 90 Prozent wären toll! Ohne Frage! Aber ich denke, 60% respektive 67% des Durchschnittsverdienstes 2019 wären sinnvoll und fair. Ein Kurzarbeitergeld für Selbstständige ohne Eigenverschulden.

    Antworten
  166. Marcus Bartelt schreibt:

    Vielen dank Andreas Lutz, sehr wichtig und gut formuliert. Ich würde noch auf Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst hinweisen, die keinerlei finanzielle Last oder Solidarität auf sch nehmen müssen. Hier würde ich gerne von irgendeiner der Parteien oder dem Beamtenbund gerne mal den Vorschlag eines „Corona-Soli“ hören, z.B. 2% vom Brutto für 1 Jahr, meinethalben ab einer gewissen Besoldungsstufe, um auch hier nicht die Kleinen zu belasten, mit dem dann Hilfen für Selbstständige, Kultur und, das geht derzeit völlig unter, soziale Dienste in Schieflache realisiert werden könnten! Ich drücke uns allen die Daumen, allzu optimistisch bin ich nicht.

    Antworten
  167. Clement schreibt:

    #Rechtschreibung!

    Lieber Andreas,

    beim Lesen der überarbeiteten Fassung bin ich noch begeisterter. (Auch wenn du meine Vorschläge nicht berücksichtigt hast. Sind auch nicht so wichtig. ;-)) Ein super Brief.

    Es haben sich allerdings eine Reihe von Rechtschreibfehlern erhalten, und ich fänd’s zu schade, wenn er so rausginge. Deshalb hier meine kleine Fehlerliste. Vielleicht findest du noch Zeit, sie zu korrigieren? 🙂

    1. von der Krise ganz besonders betroffen sind, und wir Ihre
    –> Komma weg

    2. Gesundheit Aller (2 x)
    –> aller klein

    3. Stein darstellen.
    –> darstellen? (Fragezeichen, weil Teil der vorigen Frage)

    4. Geld selbst zu verdienen und
    –> Komma vor und (Ende des Relativsatzes)

    5. die vielen Soloselbstständigen im Home-Office kaum entstehen
    –> Solo-Selbstständigen, die ohnehin zu Hause arbeiten, kaum (Bindestrich hinter Solo, und: Home-Office könnte hier so klingen, als seien die gemeint, die nur ausnahmsweise zu Corona-Zeiten im Home-Office arbeiten; außerdem gibt es ja auch Schneider*innen oder andere Handwerker*innen, die ihren Arbeitsplatz zu Hause nicht als Office bezeichnen würden.)

    6. denen, als einzige Behörde,
    –> denen, als einzigen Behörden, (Plural)

    7. die wissen was diese
    –> die wissen, was diese (Komma vor was)

    8. unvorstellbarerer Bürokratie
    –> unvorstellbarer (1 x er weg)

    9. vorbei gehen
    –> vorbeigehen (zusammen)

    10. Anliegen von Soloselbstständigen
    –> Solo-Selbstständigen (einheitlich mit Bindestrich)

    11. fast genau so viel
    –> genauso viel (genauso zusammen)

    12. zukommen, dass Sie
    –> zukommen. Dass Sie (neuer Satz, siehe Kontext)

    Viel Erfolg!!

    Herzlich

    Antworten
  168. T. Zeis schreibt:

    PS. Noch ein Nachtrag von mir 😉 Eine Zahl gehört da unbedingt noch rein: die Anzahl der Arbeitsplätze, die diese Gruppe ganz konkret ermöglicht, und die durch dieses „verhaltene Verhalten“ sehenden Auges aufs Spiel gesetzt werden! Und diese Zahl würde ich ausschreiben, denn so viele Menschen sitzen dann demnächst auf der Straße! Wie viele sind das gesamt? 6.000.000 nur bei den Kleinstunternehmen (Sie haben bestimmt aktuelle Zahlen)? Und das ist der Gesellschaft nicht bewusst! Die brauchen wir aber, um den Druck zu erhöhen. Und ich bin ebenfalls sehr dafür, das auch in den sozialen Medien zu streuen. Teilen, teilen, teilen… Danke!

    Antworten
  169. Clement schreibt:

    Auch von mir noch ein Nachtrag ;-):
    Ich habe dir, lieber Andreas, noch eine Idee per Mail an info@vgsd.de geschrieben (Betreff: „Mein Brief an Frau Grütters … etc.“). Würdest du vor dem Abschicken deines Briefes kurz da reingucken? Vielen Dank!

    Antworten
  170. Thomas Schneider schreibt:

    Moin,ich bin nicht mehr bereit die Rolle der eierlegenden Wollmilchsau in der Schmierenkomödie des Kaspertheaters der Bundespolitik zu übernehmen.Seit dem 27.Januar ist Covid 19 in Deutschland präsent,das RKI bewertete das Risiko für die Bevölkerung als gering bis mäßig…seit dem 17.März als hoch und für Risikogruppen als sehr hoch.Seit dem 16.April empfiehlt nun das RKI das Bedecken von Mund und Nase im öffentlichen Raum.Zunächst wurde uns,dem unwissenden Souverän des Staates,von unseren angeblich für uns tätigen Staatsdienern und deren superschlauen Virologiegöttern des RKI erklärt,das Mund/Nase Schutzmasken absolut gar keinen Schutz bieten würden,möglicherweise sogar schädlich seien. Der Grund für diese fatal unsinnige Darstellung bzw Lüge war der Mangel an Mund/Nase Schutzmasken.Mein gesunder Menschenverstand sagte mir schon zu diesem Zeitpunkt ,das bereits im Mittelalter einfachste Schutzmasken zumindest nicht wirkungslos waren,warum also sollten sie es bei Covid 19 sein ? Einfachste Stoffmasken hätten wir also schon weitaus früher basteln können und sie hätten uns geholfen die Infektionsrate erheblich zu verringern. Wir haben uns doch schon im Januar gefragt warum denn die Asiaten alle mit Schutzmasken ´rumlaufen,wenn die wirkungslos sein sollen.Folgerichtig sollte für uns kleine Selbstständige definitiv eine angemessene Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz §56 die anzustrebene Maßnahme sein. Die nach wie vor eingeschränkte bzw verweigerte Durchführung von Covid 19 Tests hat vermutlich den Grund,das wer Aufgrund des §56 des Infektionsschutzgesetzes als Ausscheider,Ansteckungsverdächtiger,Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet,Anspruch auf Entschädigung hat und zwar annährend im vollen Umfang seines Einkommensverlustes. Das dies dem staatlichen Politikkaspertheater teuer zu stehen kommt ist mir schon klar,macht aber nur einen Bruchteil dessen aus ,was wir unserem Staat (zur Erinnerung wir sind der Souverän dieses Staates) in Form von unseren gezahlten Steuern gezwungenermassen überaus großzügig zur Verfügung stellen und dafür diese unsäglich peinliche und unverschämte Schmierenkomödie unserer Politikkasper geboten bekommen. Und abschließend fände ich es ganz großartig wenn sich all diejenigen die der Community angehören auch entschließen würden dem VGSD als Mitglied beizutreten. Gesund bleiben !

    Antworten
  171. Heribert Münch schreibt:

    Ich habe jetzt nicht alle Posts gelesen und weiß daher nicht, ob es schon erwähnt wurde, aber man sollte den Brief auch an den WDR senden. Am letzten Montag hat Herr Altmeyer in „Hart aber fair“ noch einmal betont, dass für Kleinunternehmer und Soloselbständige alles getan wird. Ich denke der WDR sollte wissen, wie die Situation auf Seiten der Betroffenen ist

    Danke für die Initiative und die Hartnäckigkeit

    Freundliche Grüße

    Heribert Münch

    Antworten
  172. Tim H. schreibt:

    Dieser Brief trägt auch meine Unterschrift! Vielen Dank, Andreas.

    Antworten
  173. Jörg schreibt:

    Gute Initiative. Ich sehe allerdings die Frageform etwas kritisch. Denn auf solche Warum-Fragen hat jeder einigermaßen rhetorisch geschickte Politiker immer eine Antwort. Eine kleine Auswahl:

    Wir arbeiten nicht nur in meinem Ministerium mit Hochdruck daran
    Das ist Zuständigkeit der Länder und der Föderalismus ist eine Stärke unseres Landes
    Ich bin im Austausch mit meinen Ministerkollegen und die teilen diese Auffassung nicht
    Wir müssen aber auch berücksichtigen, dass (und dann Themenwechsel)
    Ich verstehe ihre Frage, aber wir müssen erst noch mehr wissen über die Auswirkungen
    Bitte um Ihr Verständnis, aber das kann heute niemand sagen. Was ich sagen kann…

    Das Format versprochen/gebrochen ist da meiner Auffassung nach deutlich wirksamer. Einige passende Formulierungen:

    Sie haben öffentlich zugesagt…die Realität ist eine andere…
    Sie erwecken den unzutreffenden Eindruck, dass…
    Sie werfen Nebelkerzen und verdecken das eigentliche Problem, wenn…
    Sie ignorieren die offensichtliche Tatsache, dass…
    Von einem Wirtschaftsminister erwarten wir wirtschaftliche Kompetenz auch in Fragen der Solo-Selbständigkeit, denn….

    Auch das Format Situation/Target/Proposal stünde zur Verfügung:

    3 Million Selbständige erleben… Dieser Zustand ist gefährlich und muss beendet werden… Wir fordern…
    6 Millionen Arbeitnehmer hängen von uns ab…. Die drohende Massenarbeitslosigkeit muss verhindert… Wir erwarten von Ihnen verantwortlich…
    Die Unterteilung in systemrelevant und nicht…. Es darf nicht dazu kommen, dass es kein funktionierendes Wirtschaftssystem mehr gibt, für das dann auch viele systemrelevanten Unternehmen nicht mehr gebraucht werden… Unser Vorschlag ist…
    Offensichtlich droht ein Insolvenztsunami… Diese Vernichtung von Wertschöpfungspotential kann nicht hingenommen werden.. Wir vermissen von Ihnen verbindliche…

    Und Vorsicht mit rhetorischen Ködern wie „lamentieren“. Negativ konnotierte Begriffe sollten nur im Kontext unseres Gegners verwendet werde. Wenn jemand lamentiert, ist es der Minister. Wir fordern, regen an und mahnen.

    Bitte seht das als Anregung für das nächste Mal. Alles umzuschreiben, dafür fehlt natürlich die Zeit.

    Vielleicht würde ja die dpa diesen offenen Brief als Meldung übernehmen. Das senkt den Aufwand und erhöht die Reichweite.

    Antworten
  174. Antworten
  175. alex schreibt:

    Ein Unterpunkt des Briefs:
    .
    „Warum lassen Sie zu, dass wir als Leistungsträger der deutschen Wirtschaft in Hartz IV gedrängt werden? Mit der absehbaren Konsequenz, dass später behauptet wird, wir seien ja qua Selbstständigkeit prekär – und der Folge, dass wir dann künftig mit noch mehr Abgaben und Bürokratie gegängelt werden?“
    .
    Genauso sieht’s aus. Sehr, sehr enttäuschend. Ich denke das CDU / SPD für Selbständige nun gar nicht mehr wählbar sind. Knackpunkt ist das Verbot der Ansetzung von Lebenshaltung bei den Bundeshilfen. Wenn ich zum Beispiel Bundesmittel beantrage und davon wie vom Bund gedacht ausschliesslich Betriebskosten bezahle, dann wandert dieses Geld am Ende doch ohnehin wieder auf private Konten – nur eben von den Vermietern, Geschäftspartnern etc. Das ist alles nicht zu Ende gedacht. Als Konsequenz werden meiner Meinung nach viele Selbständige daraus lernen und alleine schon um bessere Rücklagen bilden zu können, künftig saftig die Preise anheben.

    Antworten
  176. Heiko Rudolf schreibt:

    Leider komme ich wohl mit meinem Kommentar zu spät!! Es wäre toll, uns dazu mehr zeitlichen Raum zu geben.
    Doch ganz lieben Dank für das Engagement mit dem offenen Brief!!
    Die Nuance würde ich etwas ändern; ich halte emotionale Besonnenheit im Vortrag wichtig!
    Ich denke es kommt auf Wirkung beim Gegenüber an. damit wir auch was erreichen!!
    Die Tonalität in den Stabstrichen würde ich statt jeweils mit der Frage Warum? in „wie kann es sein“ ändern oder einfach nur schreiben „Sie lassen zu, dass …? ändern.
    Zu Ergänzen sind m.E. unbedingt noch folgende wichtige Aspekte:
    – Sie lassen zu, dass gerade die Unternehmer, die für Ihre Mitarbeiter Sozialabgaben leisten und damit gravierend neben der Wertschöpfung vor allem auch zur Hälfte gewichtig das Sozialsystem stützen, selbst durch das soziale Raster fallen und Grundsicherung beantragen sollen; wobei deren Mitarbeiter aber Kurzarbeitergeld bekommen, was nun richtigerweise weiter aufgestockt werden soll?
    – Sie lassen zu, dass bei den Corona-Soforthilfen inzwischen in einzelnen Bundesländern nicht mal mehr Personalkosten berücksichtigt werden dürfen, statt Kompensationen und andere Corona-Hilfen wie Kurzarbeitergeld verrechnen zu lassen.
    – Sie lassen zu, dass sich die Spruchpraxis bei den Corona-Soforthilfen laufend zum Nachteil der Unternehmer ändert. War die anfängliche Schaden-Definition der Ertragsschaden, war es später die Liquiditätslücke und dann sogar die Liquiditätslücke ohne Berücksichtigung von Personalkosten. Damit werden vor allem die Unternehmen, die durch eigene Mitarbeit und Mitarbeiter Wertschöpfung erbringen wie Dienstleister und Handwerker, diskriminiert!!
    – Sie lassen zu, dass Soloselbständige und Kleinstunternehmen trotz der wortreichen Ankündigungen die Hauptverlierer sind und am Ende leer ausgehen. Das ist im Grunde der größte Etikettenschwindel, der von Ihnen vollmundig kundtgetan wurde. Können Sie diesen Wortbruch wirklich weiter aufrechthalten?
    – Sie lassen zu, dass Du durch Ihre unausgewogene Politik Arbeitsplätze in Deutschland drastisch einbrechen, weil Sie dazu maßgeblich beitragen, dass die Unternehmer ihre Unternehmen einstellen müssen
    ….
    Danke 🙂

    Antworten
  177. Nazim Alpkaya schreibt:

    Was haltet ihr von einer Petition, wie es bei mobil.org gelaufen ist.
    Es müsste doch Möglich sein, auch dadurch für Aufmerksamkeit zu sorgen und auf die Missstände, die durch Altmaier verursacht wird, hinzuweisen…

    Antworten
  178. Ilona Pelzer schreibt:

    Danke für diese klaren und notwendigen Worte! Ich bin sehr enttäuscht, gar empört über die Art und Weise wie mit unserer Berufsgruppe umgegangen wird. Das Verhalten von Herrn Altmaier ist inakzeptabel und unangemessen.

    Ich danke euch herzlich für euer Engagement!

    Antworten
  179. Peggy Wolff schreibt:

    Hallo Andreas,

    Danke für diesen Brief. Er trifft genau auf den Punkt!
    Vielen Dank dafür!!!!!!!!!!!!

    Antworten
  180. Michael Heeke schreibt:

    Diesen Brief unterzeichne ich sehr gerne und mit Nachdruck.
    Danke Andreas und dem gesamten VGSD für euer super Engagement!

    Antworten
  181. Antworten
  182. Helmut schreibt:

    Hallo Andreas,

    finde ich gut.
    Wird nur wahrscheinlich nichts helfen, die haben sich entschlossen das so zu handhaben.
    Hintergrund mag sein, dass man sich kennt (Vorstände, Aufsichtsräte, Wirtschafts-Verbandsvertreter und die Minister und Staatssekretäre) und natürlich drauf hofft, dass die „Aufregung“ irgendwann niemanden mehr interessiert. Außerdem braucht man eine Weiterbeschäftigung – im Falle des Falles. Für unsereins bleibt da wenig Zeit im engen Terminplan.
    Außerdem hat man es in den letzten Wochen ja mit Macht etabliert, dass uns Soloselbständigen großzügigst geholfen wird, dass die ganze Soforthilfe reines Helikoptergeld war (Berlin und NRW z.B) und dass Soforthilfe und Betrug im Grunde genommen ein und das selbe sind.
    Lies mal Kommentare auf „normalen“ Zeitungs- und newsportalen. Wir bekommen es gerade wie Zucker in den A…llerwertesten geblasen – meint zumindest die Volksseele.

    Vielleicht etwas kürzer, gerne auch konfrontativer und BITTE BITTE BITTE juristischen Rat einholen und eine Verwaltungs- oder Verfassungsklage prüfen! Und ruhig damit drohen.
    Hier SIND 3 Millionen betroffen, die Ungleichbehandlung und das „biegen und beugen“ von Verwaltungsrecht sind offensichtlich.
    VW hat auch geglaubt sie kämen damit durch. Es geht mittlerweile in die hohen Milliarden, und großteils in Vergleichen … weil zuletzt hatten sie doch Angst vor der Justiz.

    Antworten
  183. Alex schreibt:

    Der Brief gehört ganzseitig in die FAZ.
    Ich würde ihn allerdings sprachlich noch etwas straffen.

    Antworten
  184. Alfons Pass schreibt:

    Lieber Andreas,

    herzlichen Dank für diesen Entwurf.

    Sicherlich habe ich es überlesen, aber mir fehlt ein „sehr deutlicher“ Hinweis darauf, dass wir alle und unsere Familienangehörigen auch Wähler sind, dass sollte Altmeier oder besser die verantwortlich GroKo nicht einfach ignorieren.

    Antworten
  185. Alfons Pass schreibt:

    Lieber Andreas,

    ich will mich doch noch einmal mit einem Vorschlag zu Wort melden.

    Warum initiierst Du hier nicht eine temporäre Arbeitsgruppe, gern unter Deiner Moderation, die einen entsprechenden Brief, in der erforderlichen Sachlichkeit aber auch mit der gebotenen Schärfe, an die politisch hierfür Verantwortlichen, entwirft und anschließend abstimmt.

    Im Anschluss sollte dieser Brief an „die Medien“ und die verschiedenen beteiligten Ministerien gehen.

    Ich bin sicher, dass wir hier viel Kompetenz zusammenbekommen werden um eine Öffentlichkeitwirk-sames Signal zu setzen, es müssen halt die vorhandenen Ressourcen gebündelt und richtig eingesetzt werden. Ich denke auch das die technischen Voraussetzungen bei den meisten von uns gegeben sind, um hier virtuell zusammenzuarbeiten.

    Wenn eine Lufthansa 9 Mrd. einfordert um diese Krise durchzustehen, dann sollten wir uns nicht mit den Krümeln vom Tisch zufriedengeben.

    Meine Beteiligung wäre Dir sicher

    Antworten
  186. Thomas Schneider schreibt:

    Moin, je mehr und je länger ich über unsere Situation nachdenke,desto mehr komme ich zu der Überzeugung,das es hier nicht um rhetorische oder grammatikalische Feinheiten geht und auch nicht darum ob Don Scarface Altmaier den Brief ließt oder nicht,sondern darum, das wir diese Politikmafia auf Entschädigung verklagen und zwar schnellstens. Wenn jeder von uns 100€ beisteuert (auch die mir etwas geizig erscheinenden Community Mitsprecher),dann hätten wir eine stolze Summe von 2.000.000€ zusammen,womit definitiv ein langer Atem bei der Klage gerantiert wäre. Hört auf an das Gute in Politikern zu glauben, die sind schon von anderern ‚Interessengemeinschaften‘ infiziert.Nennt mir die Kontonummer auf die es einzuzahlen gilt. Herzlichst Thomas Schneider

    Antworten
  187. Thomas Schneider schreibt:

    Eines sollte hier aber bei aller Hoffnung auf Gemeinsamkeit doch noch mal erwähnt werden…bei weitem nicht alle 3.000.000 Einzelkämpfer sind Covid 19 Geschädigte….und ob die nicht Geschädigten sich überhaupt für die Geschädigten interessieren…i ich befürchte nein🤔

    Antworten
  188. Antworten
  189. Helmut schreibt:

    Man lese den Artikel im Spiegel online von heute zum Thema.
    Und dann unbedingt die Kommentare dazu! Wer jetzt noch glaubt hier sei mit Appellen an das Gerechtigkeitsempfinden irgendetwas zu löten, der glaubt auch noch an das „Gute im Menschen“.
    Ich stimme Thomas Schneider zu 100% zu:
    Klagen! Hier wurde versprochen und nicht eingehalten. Und dabei wurde sich über alle Rechtstaatlichkeit hinweg gesetzt. Ich denke sooo schlecht ist unsere Position nicht.
    Die Nichtselbständigen, die zum grossen Teil (noch) gut versorgt sind gönnen uns die Butter auf dem Brot nicht. Und die Politik spielt virtuos das Instrument von “ teile und herrsche“ und stellt uns alle als potentielle Betrüger hin.
    Im Verband klagen! Ich bin dabei. Auch mit einem finanziellen Beitrag.

    Antworten
    1. Antworten
  190. Thomas Schneider schreibt:

    Moin Helmut,vielen Dank für deine Zustimmung und danke für den Hinweis auf den Spiegel Online Artikel. Immerhin der Spiegel scheint die Schmierenkomödie,die unsere Minister Altmaier und Scholz hier aufführen,durchschaut zu haben. Die Kommentare sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.

    Antworten
  191. Helmut schreibt:

    Hi Thomas,
    ist mir ein Bedürfnis.
    Aber so sind wir halt. Jeder für sich und Gott gegen alle.
    Wo bleibt die Umfrage vom VGSD wer sich alles an eine Klage anhängen will?
    Wo bleibt der Aufruf zum crowd-funding um so etwas zu finanzieren?
    Ich bin es langsam leid auf so Vögel wie den FDP-Vogel zu hoffen, die Grünen in Brandenburg zu wählen, die sich für uns „stark machen“ und letztlich mit SPD und CDU gegen uns abstimmen. Lieber umfallen als die Regierungsbeteiligung zu riskieren. Erinnert sich bei den nächsten Wahlen eh´ niemand mehr dran.
    Die ganze Politik ist derart verlogen, dass ich mich frage ob es wirklich so eine dramatische Verschlimmerung wäre, wenn die nächste Bundeskanzlerin Alice Weidel heissen sollte. Was Gott verhüten möge …

    Antworten
  192. Arne-Steffen Dehler schreibt:

    Hallo Andreas,
    habt ihr schon irgendwo eine Presse-Reaktion auf den offenen Brief gesehen? ICh hätte erwartet, dass dies zumindest kurzfristig ein Feuer erzeugt..

    Antworten
    1. Henrik schreibt:

      In der allgemeinen Wahrnehmung in den Medien gelten die Selbständigen mit den Soforthilfen und Hartz IV als gut versorgt. Sigmar Gabriel hat sich in einer Telko dahingehend geäußert, dass bei noch weitergehenden Hilfen das deutsche Sozialsystem ausgehebelt werden würde.

      Antworten
  193. Meik Blume schreibt:

    Hallo Andreas,
    ich habe mich auch von Anfang an gefragt, warum die Soforthilfen nicht über das Finanzamt kommen. Letzter Steuerbescheid, anhand dessen eine an die Person gebundene Summe die für das private Leben als finanzielle Sicherheit sorgt. Wie schon erwähnt, wäre ein Betrug nicht möglich und die Hilfen bräuchten nicht aufwendig im Nachhinein geprüft werden.

    Betriebliche Ausgaben kann das Finanzamt ebenfalls beziffern und auf drei Monate ausschütten.

    Man könnte sich den demütigen und auch nicht leichten Weg zu ALG2 ersparen. Ebenso eine Menge Bürokratie und Missmut, der sich nun bereits in der ganzen Republik mit Hinblick auf Gleichbehandlung zwischen den verschiedenen Bundesländern, ausgebreitet hat.

    Für mich wären die Finanzämter auch in der loyalen Position das zu verwalten, nicht irgendwelche Förderbanken.

    Antworten
  194. Constanze schreibt:

    Lieber Andreas, liebes Redaktionsteam des Briefes,

    DANKE!
    Jetzt müssen wir den Druck nachhaltig erhalten. Ideen wurden schon einige genannt. Lasst uns in unserem eigenen Interesse die Köpfe zusammenstecken.

    Antworten
  195. Antworten
    1. Thomas Schneider schreibt:

      Sorry, aber ich bin doch eher um Nachhaltige bemüht und möchte weder einen mit höchster Wahrscheinlichkeit in China produzierten Wecker kaufen,noch möchte ich selbigen bei Amazon kaufen,diesem amerikanischen Ausbeuter Unternehmen. Und was passiert denn dann mit den ganzen Weckern ? Hebt Don Altmaier sie bis Weihnachten auf und spendet sie dann zum Wichteln im Bundestag oder landen die ganzen ungeöffneten Pakete nach der Sicherheitskontrolle auf einem hübschen Müllberg ? PS: Bitte nicht persönlich nehmen liebe Nicole Brandau.

      Antworten
      1. Thomas Schneider schreibt:

        🙈um Nachhaltigkeit bemüht….verbessere ich lieber gleich selbst,eher ich den Fehler von unseren Grammatikfreaks um die Ohren gehauen bekomme.

        Antworten
        1. Thomas Schneider schreibt:

          Sch…,noch ein Fehler…nicht liebe Nicole,sondern lieber Richard muss es heißen. Sorry, kommt wahrscheinlich von den schlaflose Nächten,die mir der böse Covid und unsere verstrahlten Politiker bereiten.

          Antworten
  196. Antworten
  197. Stephanie Karg schreibt:

    Danke! Geht direkt an den Bundestagsabgeordneten des Wetteraukreises, Herr Peter Heidt, FDP) mit der Aufforderung zur Unterstützung.

    Antworten
  198. Thomas Schneider schreibt:

    Moin, wow Wecker verschicken…tolle Aktion. Würde mir dann aber doch das verschicken einer Klage mit unseren berechtigten und durch das Infektionsschutzgesetz legitimierten Ansprüchen gewünscht haben! VW ist auch erst durch groß angelegte Sammelklagen für ihre Lügenarie bestraft worden. Dies ist als Weckruf an unseren Verband zu verstehen. Herzlichst Thomas Schneider

    Antworten
  199. Nicole Brandau schreibt:

    Hallo!

    Hier ein kurzer, aber wichtiger Hinweis: im Abschnitt „Lasst uns richtig Alarm schlagen“ ist bei Punkt 1 ein falscher Link angegeben. Es muss heißen vgsd.de/weckruf-altmaier/ statt vgsd.de/altmaier (der Link, der dahinterliegt, ist zwar richtig, aber wenn jemand vgsd.de/altmaier nur abschreibt und dann weiterleitet, läuft man beim Klicken ins Leere…)

    Liebe Grüße
    Nicole

    Antworten
  200. Sebastian Henning schreibt:

    Moin Moin,
    ich bin ebenfalls Solo-Selbständiger und kann die Existenzängste und das Unverständnis auf die „Corona-Prozesse“ nachvollziehen. Ich bin glücklicherweise in der IT-Branche tätig, wo mir die Projekte noch nicht weggebrochen sind.

    Ich kann allerdings zwei Punkte nicht nachvollziehen:
    1) Selbstständigkeit. Man hat sich bewußt dafür entschieden und kennt die Vor- und NACHTEILE. Und eine Selbstständigkeit ist nicht mit einer Angestelltentätigkeit zu vergleichen. Das heißt vor allem, und dazu kommen wir zu Punkt 2:

    2) Rücklagen bilden. Das erste, was ich gemacht habe und eigentlich eine Selbstverständlichkeit für jeden Selbstständigen sein sollte, ist eine ausreichende finanzielle Rücklage – nicht nur für einige Wochen, sondern für mehrere Monate. Und damit meine ich keine Altersvorsorge!
    Denn ich hätte das Problem auch ohne Corona: wenn ich krank bin, verdiene ich kein Geld. Mir ist auch klar, dass jemand, der erst seit kurzen (unter einem Jahr) selbstständig ist, da noch keine großen Rücklagen aufbauen konnte.

    Mir ist auch klar, dass Selbständige, die ein Geschäft, Restaurant o.ä. betreiben, hohe Fixkosten im Monat haben. Aber gerade das, sollte doch eigentlich noch mehr ein Antrieb sein, finanzielle Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden.

    Corona ist eine Ausnahmesituation. Aber mich wundert es dennoch, dass viele Selbstständige (und auch große Unternehmen) schon nach kurzer Zeit kein Eigenkapitel mehr haben und in solche Notlagen geraten. Mir scheint es, dass das Geschäfts- und Liquiditätskonzept von Anfang nicht stimmte und andere Prioritäten gesetzt wurden.

    Ich will hier niemanden was unterstellen, oder die nötige finanzielle Unterstützungen absagen. Ich will lediglich auf die beiden o.g. Punkte auch mal aufmerksam machen.

    Antworten
    1. Peter Brettschneider schreibt:

      Vielen Dank Herr Oberlehrer!

      Völlig deplatzierter Kommentar deinerseits, wie ich finde…

      Antworten
      1. Christoph schreibt:

        Hallo Peter,

        solange hier Platz für so einen Schwachsinn wie „…450 € Stundensatz in der IT-Branche…“ ist (siehe Mike K. 19. MAI 2020, 21:37), muss auch Platz für einen Kommentar wie den von Sebastian sein!

        Gruß
        Christoph

        Antworten
    2. Helmut schreibt:

      Hallo Sebastian,
      das ist nett von Dir. Danke für die Anregung.

      Vielleicht solltest Du aber
      a) nicht von Dir auf andere schließen
      b) nicht das Geschäft derer betreiben, die den ganzen Soloselbständigen unterstellen sie seien selbst „dran schuld“, wenn es Ihnen jetzt schlecht geht

      Hier geht es doch in der Hauptsache darum, dass auch heute – immer noch – JEDEM Hilfe, ich würde mal sagen: das Blaue vom Himmel versprochen wird. Weil wir ja solidarisch durch die Krise wollen.
      Wir Soloselbständigen sind jedoch die einzigen, bei denen das Versprechen mal eben relativiert wurde. Genau genommen: kassiert. Ich wüsste nicht bei wem sonst.

      Ganz im Gegenteil läuft gerade eine Schmutzkampagne gegen uns. Soforthilfe für Soloselbständige wird in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend mit Soforthilfebetrug und Subventionsbetrug gleichgesetzt.
      In den Kommentarspalten der Medien (z.B. Der Spiegel), also da wo wir nicht unter uns sind und natürlicherweise uns gegenseitig bekräftigen ist diese Schmutzkampagne bereits im vollen Gang.
      Genau Dein Hinweis ist dort das Totschlag-Argument schlechthin: warum nur haben wir nicht Rücklagen gebildet und wollen jetzt vom Vater Staat subventioniert werden?

      Und wer, bitte schön hat ein Interesse daran uns so hinzustellen? Cui bono?
      ICH behaupte mal genau diejenigen, die sich als DIE Wohltäter feiern lassen und jetzt davon nichts mehr wissen wollen. Zumindest was uns betrifft.
      .
      Ich will mich auch nicht lustig machen, was die „Wecker-Aktion“ betrifft. Phantasie und Aktion ist ja alles positiv.
      Aber wer glaubt denn ernsthaft, dass er irgendjemanden damit beeindrucken kann? Glaubt irgendjemand, dass Altmaier und die anderen ihre Meinung ändern, weil wir so nett und symphatisch sind?
      .
      Mir als Einzelperson fehlt die finanzielle Potenz, der Zugang zu kompetenten Anwälten und neben dem ganzen Driss derzeit auch die Kraft gegen den Umgang mit uns zu klagen. Davon abgesehen, dass ich seit dem 29.03.20 auf einen Bescheid in irgendeiner Form warte, also konkret nicht mal was zum klagen habe.
      .
      Denn gegen den Umgang mit der Soforthilfe von Bundes- und Landesseite zu klagen wird der einzige Weg sein sich mit Altmeier und Co. in eine Auseinandersetzung zu begeben, der sie sich nicht mal eben so entziehen können. Die spielen nämlich auf Zeit, und das Spiel werden wir nicht gewinnen.
      my 50 cent.

      Antworten
    3. Mike K. schreibt:

      IT-Branche, alles klar. Bei einem Stundensatz von 450 € könnte ich auch Rücklagen bilden.

      Antworten
    4. Nils schreibt:

      Das ist leider eine typische Perspektive, gerade Solo Selbstständige in der IT denken oft noch wie Angestellte – was vom netto am Monatsende übrig bleibt wird gespart für schlechte Zeiten. Bei Unternehmen mit Kapitaleinsatz macht es oft mehr Sinn den Überschuss in das eigene Unternehmen zu reinvestieren. Nicht jeder der jetzt wenig liquides Kapital hat hat seinen Überschuss davor verprasst.

      Antworten
  201. Mike K. schreibt:

    Danke für das Engagement !
    Seit über 40 Jahren bin ich freier Tonmeister. Dank unserem Gesundheitsminister der nicht wahrhaben wollte was da passiert sind meine Einkünfte weggebrochen. Soforthilfe und ALG II greifen bei mir nicht.

    Könnte ich wie ich wollte würde ich 1 Woche streiken. Kein TV und kein YouTube mehr – nur noch Schwarzbild.
    Da würde sich das Unwort 2020 „Systemrelevanz“ neu definieren.

    Antworten
  202. Thomas Schneider schreibt:

    Moin, es ist schon perfide,wenn mir von einer großen Zahl Lohnabhängiger Schmarotzertum unterstellt wird, weil ich ja schließlich gar nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahle,die ja immens hohe 0-3 % deren Einkommens beträgt. Das hiervon nicht das Kurzarbeitergeld zu bezahlen ist,kommt diesen Spakos nicht in den Sinn…und das es von der von mir in 20 Jahren über 300.000€ gezahlte Mehrwertsteuer/Gewerbesteuer gezahlt wird, schon garnicht.

    Antworten
    1. Helmut schreibt:

      https://www.welt.de/wirtschaft/article208098447/Corona-Der-extreme-Krankenstand-der-Deutschen-laesst-tief-blicken.html

      Hallo Thomas, das sind die Leute, die uns für Schmarotzer halten …

      Auszug:
      „Der Krankenstand lag mit 6,5 Prozent viel höher als der Durchschnitt der Aprilmonate der Jahre 1998 bis 2019, der 3,9 Prozent betrug“, sagt Timo Wollmershäuser, der Leiter der Konjunkturforschung beim ifo-Institut. Zum Stichtag 1. April waren den Daten zufolge mehr als 2,1 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen arbeitsunfähig gemeldet.

      Mit der vergleichsweise geringen Zahl der Corona-Kranken lässt sich diese Entwicklung nicht erklären. Eher schon mit Angst vor einer Ansteckung, oder mit Rücksicht den Kollegen gegenüber.

      Außerdem spiegelt die Zahl die Erleichterungen bei den Krankschreibungen, die seit dem 20. März gelten: Ärzte dürfen ihre Patienten seitdem per Telefon krankschreiben – und haben das offensichtlich massenhaft getan.
      ….
      Wollmershäuser sieht hinter den Zahlen noch ein anderes wirtschaftliches Kalkül der Arbeitnehmer: die Angst vor der Kurzarbeit. Finanziell ist der Unterschied zwischen Krankengeld und Kurzarbeitergeld für Versicherte nämlich erheblich.
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      1. Thomas Schneider schreibt:

        Moin Helmut, irgendwie nervig erst einmal 300 Kommentare durchlaufen zu lassen bis man zu den letzten Kommentaren gelangt….aber sei’s drum…Brief ist verschickt…Wecker auch…passieren wird nix…unser Recht auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgestz interessiert offenbar auch innerhalb unseres Vebandes Niemanden,ich habe das Gefühl komplett im falschen Film gelandet zu sein….Herzlichst Thomas

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        1. Helmut schreibt:

          ich versteh´s auch nicht ganz.
          Hab jetzt keine Lust rum zu mutmaßen, aber dass hier keine Reaktion kommt finde ich schon schräg.
          Ich gehe davon aus, dass die Politik es in unserem Fall einfach mal ausprobiert und damit durchkommt.
          Sagt jedenfalls mehr über uns und unsere Vertreter aus, als über die Altmeiers dieser Welt.

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  203. Peter Brettschneider schreibt:

    Ich habe die Soforthilfe Ende März beantragt als in den Erklärungen noch stand, das die Soforthilfe bei Solo Selbständigen auch für private Kosten zu verwenden ist. So what?
    Sollten Gerichte irgendwann entscheiden, das es Rechtens sei die AGB‘s (als solche sehe ich die Vergabe/Verwendungs – Richtlinien ) wohlgemerkt nach Vertragsschluss / Beantragung drastisch zum Nachteil des Antragsstellenden zu verändern, steht das deutsche Vertragsrecht vor dem Aus.
    Ich gehe sogar noch weiter. In den Vergaberichtlinien stand und steht heute noch das der Bezug von ALG II sich unschädlich auf die Vergabe der Soforthilfe verhält und die Soforthilfe keinen Einfluß auf die Vergabe der Grundsicherung hat. D.h. es geht beides!

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  204. Alfons schreibt:

    Ein guter Brief, der die Problematik gut darstellt. In vielen Berufszweigen herrscht eine Art Berufsverbot, weil man die üblichen Aktivitäten nicht durchführen darf, was zu ganz erheblichen Rückgängen im Umsatz führt. Dieser Rückgang wird nicht wieder aufzuholen sein im laufenden Jahr.

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  205. Antworten
  206. Roland schreibt:

    Weitere Soforthilfe geplant….

    https://www.presseportal.de/pm/58964/4604710

    50.000 Euro monatlich für Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern – Unterstützung aus Nord-Ländern

    Osnabrück. Die Bundesregierung plant, Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeitern in den nächsten sechs Monaten Corona-Soforthilfen in Höhe von monatlich bis zu 50.000 Euro zu zahlen. „Ziel der Überbrückungshilfe ist es, kleine und mittlere Unternehmen aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis Dezember 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren und sie so in der Existenz zu sichern“, heißt es in einem Eckpunktepapier, aus dem die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) zitiert.

    Antragsberechtigt sind Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler, deren Umsätze im April und Mai um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten eingebrochen sind. Unternehmen, die bereits Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen, aber weiter Umsatzausfälle haben, dürfen neue Anträge stellen.

    Das Gesamtvolumen des Bundesprogramms wird bis August mit 25 Milliarden Euro beziffert – wie viel es danach kosten wird, hänge vom Infektionsgeschehen ab. Die Auszahlung sollen wie bei den anderen Hilfsprogrammen die Wirtschaftsminister der Länder organisieren.

    „Ich begrüße den Plan sehr“, sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) der „NOZ“. „Das ist kein Strohfeuer, sondern ein langfristiger und somit nachhaltiger Ansatz, da die Hilfen bis Ende des Jahres gezahlt werden sollen.“ Lob kommt auch von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU): „Neben Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen geraten zunehmend auch mittelständische Betriebe durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in existenzielle Schwierigkeiten. Eine Ausweitung der Soforthilfen des Bundes auf Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten halte ich für dringend erforderlich, damit unsere Wirtschaft die Corona-Krise so erfolgreich wie möglich übersteht. Die ,Bazooka‘ sollte dafür noch genügend Munition haben.“

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  207. Manfred Nuding schreibt:

    Hallo Andreas,
    vielen Dank für den Brief an Herrn Altmaier. Ich kann nur hoffen dass er ihn auch liest und realisiert wie es uns geht. Dieser Minister ist jedoch mit dem Amt als Wirtschaftsminister völlig überfordert. Er hat vor der Corona-Pandemie auch schon keine gute Figur gemacht. Und dann ist es wie immer, die kleinen lässt man am ausgestreckten Arm verhungern, die großen hofiert man und sonnt sich in deren Glanz. Ich warte nur bis man wieder ein Programm auferlegt um Solo Selbstständigkeit zu fördern (IchAG) damit die Arbeitslosenzahl nicht so steigt. Wenn dann die Wirtschaft in ein paar Jahren wieder läuft werden aus diesen kleinen Selbstständigen wieder Scheinselbstständige gemacht. Das „DeJavu“ ist schon vorprogrammier.
    Für meine Frau, die ebenfalls Solo Selbstständig ist habe ich einen Antrag auf Soforthilfe gestellt. Selbstverständlich alles genau erläutert, warum und weshalb man die Fördermittel beantragt, dass durch Corona Verträge gekappt wurden und die Auftragslage zur Zeit bei null ist.. Einnahmen sind derzeit nicht vorhanden. Das Ergebnis, war ein schreiben, „bitte Erläutern sie Ausführlich ihre existenzbedrohliche Wirtschaftslage“. Da könnte ich schon wieder im Quadrat springen. Bin leider kein Großindustrieller mit tausenden von Arbeitsplätzen.

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  208. Stefan schreibt:

    Große Unternehmen werden unterstützt, Kurzarbeitergeld erhöht, Lohnfortzahlung verlängert usw. Doch Solo-Selbständige können schauen, wo sie bleiben. Durch die Corona-Krise wird deutlich sichtbar, welche Benachteiligung Solo-Selbständige seit Jahrzehnten erfahren. Die Krankenkassen betrachten uns sowohl als Arbeitnehmer als auch als Arbeitgeber. Doch jetzt können wir z.B. keine Kurzarbeit beantragen und kein Kurzarbeitergeld beziehen. Stattdessen 1000 EUR pro Monat für 2 Monate und dann Grundsicherung. Und wer, wie viele Jahre propagiert, auf private Rentenvorsorge gesetzt hat, „darf“ jetzt erst einmal diese Rücklagen angreifen bevor die Bedingungen für die Grundsicherung erfüllt sind. Das fehlt dann am Ende an der Rente und führt zu Altersarmut. Wie war noch vor Jahren der CDU Wahlslogan „Damit sich Arbeit wieder lohnt“. In vielen Fällen wirkt sich das erteilte Arbeitsverbot bis vorauss. Ende August aus, da Veranstaltungen storniert sind und viele Unternehmen noch gar nicht planen können ob und wann sie wieder Veranstaltungen stattfinden lassen können, denn viele Bereiche lassen sich gar nicht so mal eben wieder hochfahren, nur weil jetzt die Beschränkungen gelockert sind. Und auch im geltenden Steuerrecht werden jetzt die Missstände besonders deutlich. Das „heimische“ Büro mit seinen Betriebskosten wird gar nicht vollends anerkannt. Also auch da nochmal eine Benachteiligung. Aber da die Solo-Selbständigen eben Einzelkämpfer sind und nicht massiv als Lobby auftreten, werden Länder und Bund diesen lästigen kleinen „Kläffer“ einfach abschütteln.
    Auch das Bundes-Seuchengesetz ist nicht mehr passend. Wer erkrankt ist, kann Ausfälle geltend machen, doch ein staatlich angeordnetes Arbeitsverbot zur Verhinderung einer Pandemie ist nicht berücksichtigt. Also auch da Nachbesserungsbedarf. Nachdem die Auswirkungen der Bankenkrise mich schon einmal an die Grenzen meiner Existenz gebrachte hatten, lang es mir jetzt.

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  209. Bonovox schreibt:

    Guten Tag !

    Per heute scheint dies aktuell zu sein…..

    Bundesregierung plant neue Corona-Hilfen für Mittelstand

    50.000 Euro monatlich für Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern – Unterstützung aus Nord-Ländern

    Osnabrück. Die Bundesregierung plant, Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeitern in den nächsten sechs Monaten Corona-Soforthilfen in Höhe von monatlich bis zu 50.000 Euro zu zahlen. „Ziel der Überbrückungshilfe ist es, kleine und mittlere Unternehmen aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis Dezember 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren und sie so in der Existenz zu sichern“, heißt es in einem Eckpunktepapier, aus dem die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) zitiert.

    Antragsberechtigt sind Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler, deren Umsätze im April und Mai um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten eingebrochen sind. Unternehmen, die bereits Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen, aber weiter Umsatzausfälle haben, dürfen neue Anträge stellen.

    Das hört sich erst einmal gut an aber………
    Ich habe bis heute noch keine Corona Hilfe beantragt. Als Unternehmensberater ohne angestellte Mitarbeiter mit monatlichen Fixkosten über 300 Euro all in , welche Betriebsausgaben sind, wollte ich beim Staat als erst einmal NICHT betteln. Wir reden also über 900 Euro.März bis Ende Mai.

    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/corona-unterstuetzung-nrw-weitet-corona-hilfen-fuer-soloselbststaendige-und-kleinunternehmer-aus/25822776.html?ticket=ST-3244836-Na2ZPEwvJlNxetvcgMDZ-ap1

    Nun hört man auch das man in NRW 2000 Euro ? ! als private Kosten einmal einkassieren kann , aber nicht rückwirkend ….. ( Periode März bis Ende Mai ). Viele SOLO Selbständige haben mittlerweile Angst die Soforthilfe zu beantragen, weil man mit “ halben Bein “ im Knast steht.

    Nun könnte man auch vermuten, dass man im Juni 2020 ( neue Periode ) wiederum nichts bekommt, wenn man nicht in Periode März-Mai Antrag gestellt hat.

    Der Staat könnte dann sagen : Wenn du in Periode März bis Mai nichts beantragt hast , warst du nicht bedürftig und bekommst im Juni auch nichts…

    Das Thema Grundsicherung ist bekanntlich auch schon mehrfach diskutiert. Macht natürlich überhaupt keinen Sinn, denn man muss als Freiberufler erst einmal privates bis 60.000 Euro aufbrauchen, erst dann bekommt man ALG 2. Auf der anderen Seite erwartet man vom Freiberufler , dass er brav für das Alter selbst vorsorgen soll. Da beisst sich die Katze in den Schwanz.

    Für mich stellt sich nun die Frage ? Was tun ?

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  210. bonovox schreibt:

    Guten Abend

    ich habe Anruf der IHK bekommen und muss somit meinen vorherigen Post korrigieren….

    Wenn ich heute Soforthilfe Corona beantrage gilt das nur in Bezug auf Periode Mai/Juni/Juli und nicht rückwirkend.

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