Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Werde VGSD-Fotoreporter: Lass uns gemeinsam festhalten, was durch Corona verloren geht

Exklusives Schuhgeschäft in München, Brienner Straße, Foto: Andreas Lutz, August 2020

Man muss nicht weit gehen, die Auswirkungen der Corona-Krise sind momentan allgegenwärtig in unseren Straßen: „Räumungsverkauf“, „Geschäftsaufgabe“, „Geschlossen wegen Insolvenz (unverschuldet)“ – das dokumentieren die Schilder an vielen Eingangstüren. Wenn die Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht endet, werden solche Aushänge und Schilder noch häufiger zu finden sein – an Läden, Gaststätten, Veranstaltungsorten, Hallen…

Betroffen sind viele persönliche Lieblingsorte: Im fränkischen Oberhaid musste ein Indoor-Spielplatz schließen – einer der wenigen in der zersiedelten Gegend. In Frankfurt ist es eine Buchhandlung, die die Krise nicht überstanden hat – in Hamburg eine freundliche Kosmetikerin, die aufgeben muss.

 

Ohne fotografische Erinnerungen werden die Krisenfolgen schnell unsichtbar

Herrenschneider in München, Amalienstraße, Foto: Andreas Lutz, September 2020

Was für die betroffenen (Solo-)Selbstständigen oft eine persönliche Katastrophe ist, wird von den Passanten bald vergessen sein, wenn wir es nicht dokumentieren. In den Zentren großer Städte wird schnell ein Nachmieter sein Glück versuchen, in Randlagen und kleineren Städten wird man sich bald an den (zusätzlichen) Leerstand gewöhnt haben.

Wir wollen mit deiner Hilfe einen Erinnerungsort schaffen für das, was durch die Krise verloren geht und ohne uns schon bald vergessen sein wird. Wenn Politiker in einigen Monaten ihr entschlossenes Handeln in der Coronakrise rühmen, wollen wir mit diesen Fotos aufzeigen, wie viele Lebensträume aufgrund ihrer mangelnden Unterstützung geplatzt sind und welcher Verlust uns allen dadurch entstanden ist.

 

Foto machen und an insta@vgsd.de senden

Bitte geh‘ deshalb mit offenen Augen durch deine Stadt oder Gemeinde, mach‘ ein Foto, wenn dir etwas auffällt und schicke es uns einfach direkt unter fotos@vgsd.de. Wir veröffentlichen es dann auf unserem Instagram-Account, den wir extra aus diesem Anlass gestartet haben sowie ggf. zusätzlich auf unserer Website.

Wir freuen uns, wenn du dich an der Aktion beteiligst – auch wenn es nur mit einem Foto ist. Bitte schicke Fotos von den Orten, die nicht mehr sind, was sie vor der Krise waren – in welcher Form auch immer dies einen Verlust für dich darstellt. Bitte schreib dazu, wo du das Foto aufgenommen hast: Mindestens die Stadt, gerne auch die genaue Straßenangabe (Tipp: Straßenschild oder Hausnummer fotografieren).

Falls dich etwas besonders mit dem Ort verbunden hat, schreib auch das mit einem Satz auf. Handelt es sich um das Café, in dem du gerne einen Cappuccino getrunken hast? Das jetzt schließen musste? Bist du auf einer Konferenz, bei der dieses Jahr nur eine Handvoll Teilnehmer dabei sind, weil der Abstand sonst nicht gewährleistet werden kann? Können deine Kinder nicht zum Chor, weil die Musikschule bis auf Weiteres geschlossen ist?

Wir freuen uns, wenn du mit offenen Augen durch deinen Alltag spazierst, ein Bild machst und zu unserer Dokumentation beiträgt.

 

Gerne verlinken wir auf dich!

Wenn du uns dein Bild schickst, gehen wir davon aus, dass du mit der Veröffentlichung des Fotos auf Instagram (sowie ggf. auch anderen sozialen Medien sowie unserer Website) einverstanden bist. Natürlich nennen wir auch deinen Namen.

Falls du auf Instagram aktiv bist und den Link angibst, verlinken wir gerne auf deinen Account. Bitte like bei dieser Gelegenheit auch unseren Account. 🙂

Vielen Dank für deine Unterstützung. Wir sind gespannt auf dein/e Foto/s!

1 Kommentar

  1. Alm-Öhi schreibt:

    Wird der Zusammenhang mit Corona dokumentiert? Der Einzelhandel hat schon vorher in den Städten gelitten. Zum Teil ist eine verfehlte Kommunalpolitik die Ursache. Ich selbst wohne in Reichweite von drei Outlets und großen Gewerbegebieten. Warum soll man 5 – 15 Euro an Parkgebühren für den Einkaufsbummel in einer Stadt bezahlen. Die Parkplatzsuche und die Anfahrt in die Innenstadt kostet zusätzlich Zeit und manchmal Nerven. Persönlich empfinde ich Einkaufen als Stress und bin in der Zeit lieber in der Natur. Die Städte sollten Einkaufen zum stressfreien Event ohne überhöhte Grundgebühr (Parkplatz) gestalten. Gerne mit Park und Ride oder vergünstigen Nahverkehr für das Umland.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.