Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Wir tragen den Protest nach Berlin – #OhneUnsWirdsStill Aktionstag am 18. Juni 2020 in Berlin

Vor der Kulisse der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird am Breitscheidplatz die gemeinsame Aktion stattfinden, Foto: rolandrossner, Adobe Stock

 

Trotz klarer Aufforderung durch die Bundesländer, trotz eindeutiger Empfehlungen aus der Wissenschaft, trotz vielfältiger Proteste. Wirtschaftsminister Altmaier bleibt dabei: Statt den von der Corona-Krise besonders hart betroffenen Solo-Selbstständigen wirksam zu helfen, beschränkte er die Soforthilfen des Bundes auf fixe betriebliche Kosten. Die jetzt beschlossenen Überbrückungshilfen bieten Solo-Selbstständigen sogar noch weniger Unterstützung.

Betroffene, deren Honorareinnahmen durch staatliche Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit so stark gesunken sind, dass sie davon Miete, Lebenshaltung und Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können, werden auf Hartz IV verwiesen. Weniger als 20 Prozent bekommen effektiv eine Hilfe, statt dessen müssen sie teilweise noch mindestens bis Jahresende Rücklagen aufbrauchen, die eigentlich für ihre Altersvorsorge gedacht waren.

 

Es reicht, wir müssen den Protest sichtbar machen

Vielen Selbstständigen, vor allem aus dem Bereich der besonders hart betroffenen Branchen, reicht es. Viele andere, die vielleicht nicht ganz so stark betroffen sind, solidarisieren sich mit ihnen. Denn wenn Politiker uns als Erwerbstätige dritter Klasse sehen und die Auswirkungen auf ihrer Entscheidungen auf uns nicht verstehen (wollen), dann leiden wir früher oder später alle unter den Konsequenzen. Deshalb ist es wichtig, den Protest nun im städtischen Leben sichtbar machen.

Besonders gut gelungen ist das der Dresdner Initiative „Stumme Künstler“, die sich aus den dortigen Jazztagen heraus entwickelt hat. Im wöchentlichen Rhythmus führt sie vor der Frauenkirche eine Aktion durch, unter immer größerer Beachtung der Medien.

 

Drastische Sparmaßnahmen bei der Ode an die Freude

Zu ihrer Hymne hat sich Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“ entwickelt. Gesungen wird aber nur jede vierte Silbe. Nach einer kurzen Begrüßung berichten mehrere betroffene Selbstständige von ihren Corona-Erfahrungen. Das Ganze dauert ca. 45 Minuten, gefolgt von Presseinterviews.

Die regelmäßige Durchführung lohnt sich: Beim dritten Mal kam der sächsische Ministerpräsident Kretschmer und sprach zur Menge.

Schwarze Buchstaben auf gelbem Grund und Schwarz-weiß-Fotos berühmter Künstler bilden zusammen mit der berühmten Kirche die Kulisse für die Veranstaltung – die natürlich unter Wahrung der geltenden Corona-Abstandsregeln stattfindet.

 

Zusammenarbeit statt Einzelinitiativen

Mit diesem Transparent (1,5 x 1,5 Meter groß) wollen wir auf unsere Bundestagspetition hinweisen, Design: Reinhard Mohr

Mit diesem Transparent von 1,5 x 1,5 Meter Größe wollen wir auf unsere Bundestagspetition aufmerksam machen, Design: Reinhard MohrStatt nun als VGSD mit eigenen Aktionen (und wenig Erfahrung in Sachen Demo-Organisation) in Wettbewerb zu dieser „Best practice“ zu treten, haben wir beschlossen, mit den Dresdnern und weiteren Partnern wie der Initiative Kulturschaffender in Deutschland zusammenarbeiten, um den Protest nach Berlin zu tragen und für andere Branchen zu öffnen.

Deshalb haben wir gemeinsam als übergreifendes Motto den bekannten Hashtag von Danny Wohlrab aka Barlhow, eines weiteren Kooperationspartners, gewählt: #OhneUnsWirdsStill. Denn ohne Selbstständige wird es still und ziemlich langweilig in unseren Städten.

Eine wichtige Rolle spielt auch die von VGSD und BAGSV initiierte Bundestagspetition, die die Forderungen an die Politik auf den Punkt bringt und von den anderen Initiativen unterstützt und beworben wird.

 

Am Donnerstag, 17 Uhr, vor der Gedächtniskirche

Wenn man mit anderen Selbstständigen zusammenarbeitet, geht alles ganz schnell: Bereits diesen Donnerstag, den 18.06.20, findet die erste Aktion in Berlin statt: Vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis. Die Veranstaltung dauert von 17 Uhr bis ca. 17:45 Uhr.

Der VGSD sponsert den Transport der Buchstaben und Fotos von Dresden nach Berlin und zurück. Reinhard Mohr hat für uns zwei große VGSD-Banner designt, die vor Ort zur Verfügung stehen werden.

 

Komm und beteilige dich am besten aktiv an der Aktion

Ein weiteres Transparent, ebenfalls 1,5 x 1,5 Meter groß, mit dem wir unsere Solidarität bekunden wollen, Design: Reinhard Mohr

Lasst uns die Veranstaltung zu einem Erfolg machen und zum Vorbild für weitere Veranstaltungen in anderen Städten! Unsere Bitte deshalb an alle Mitglieder aus Berlin und Umgebung: Komm am Donnerstag zur Aktion und spende Applaus.

Noch besser: Werde Teil der Performance, indem du auf der Bühne z.B. einen der Buchstaben oder Fotos hältst. Auch Ordner und Helfer für den Auf- und Abbau werden gesucht, falls du Zeit dafür erübrigen kannst.

Bei Interesse am besten jetzt gleich unter den folgenden Links (ggf. noch einloggen) anmelden, damit Oliver Golumbiewski als Koordinator rechtzeitig genügend Teilnehmer beisammen hat und dich bei Bedarf kontaktieren und alles weitere mit dir besprechen kann.

Alternativ kannst du dich auch per E-Mail an Oliver wenden.

Je mehr Leute mitmachen, um so mehr Spaß macht es. Interessante neue Kontakte sind garantiert!

 

Weitere Informationen:

📣 #OhneUnsWirdsStill Aktionstag am 18. Juni 2020 in Berlin


📍 Breitscheidplatz, 10789 Berlin (zwischen Weltkugelbrunnen, Budapester Straße und Gedächtniskirche)


⏰  Beginn 17 Uhr – Teilnehmer bitte 16.30 Uhr vor Ort sein


ℹ️  Eine gemeinsame Aktion von:

  • “Stumme Künstler”🟡,
  • VGSD e.V.🟢,
  • Aktion “Ohne Kunst Wird’s Still”🔴 und
  • “Initiative Kulturschaffender in Deutschland”🔴

Wenn die Selbstständigen, Freischaffenden und Kleinstunternehmen verschwinden, wenn die Kulturbetriebe am Boden sind, dann wird es still in allen Städten! #ohneunswirdsstill

Am 18. Juni 2020 zeigen wir in Berlin gemeinsam und solidarisch unser Gesicht! Für ein staatlich auferlegtes Berufsverbot muss es eine angemessene einheitliche Lösung zur Kompensation der Ausfälle geben. Diese fordern wir mit der Bundestagspetition “Verlängerung und rechtssichere Ausgestaltung von Soforthilfen für Selbstständige”!  #gemeinsammehrerreichen


▶️  Alle Infos zu den bisherigen Aktionen von “Stumme Künstler” findest du hier


▶️  Auf dem Platz:

Verantwortungsbewusster Protest mit Abstand! Bitte halte dich an die Mindestabstände. Sei aufmerksam und achte auf die Aktionen (Redebeiträge, künstlerische Beiträge). Der größtenteils stumme Protest ist gewollt und das Schweigen wirksamer und beklemmender als ein lauter Protest.

Wenn du kannst, beteilige dich am Halten der Bilder und Drucke oder wechsle dich ggf. mit anderen ab. Bitte bring einen Mund-Nasen-Schutz mit. Kleidung in Schwarz/Weiß ist dem Anlass angemessen und verstärkt die Wirkung der S/W-Bilder, ist aber keine Pflicht.


🎵 Du willst dich vorbereiten? Die Hymne zum Mitsingen und den Download der Noten findest du hier


💪 Du willst aktiv vor Ort helfen? Wir benötigen ca. 30-40 Helfer zum Präsentieren der Künstlerbilder und ca. 5 Ordner. Bitte melde dich per E-Mail mit Betreff: “Aktionshelfer” – oder nutze als VGSD-Mitglied die beiden Links oben.


▶️ Gemeinsam mehr erreichen! Wir wollen mehr werden! Hast du Ideen für eine Erweiterung der Aktion? Du willst mit deinem Verband oder Verein mit uns Gesicht zeigen? Sprech uns gerne vor Ort an oder schreib uns eine E-Mail mit dem Betreff: “OhneUnsWirdsStill”

3 Kommentare

  1. Silvia Kirchhof schreibt:

    Guten Abend,
    trotz des Versprechens, dass wir Künstler in Bayern € 3000,- Euro erhalten, habe ich noch keine Bewilligung.
    Ich habe den Antrag als eine der ersten gestellt, nachdem ich wochenlang gewartet habe. Nicht sehr witzig.

    Mit freundlichen Grüßen

    Silvia Kirchhof

    Antworten
    1. Andreas Schnelle schreibt:

      Du bist nicht die Einzige, liebe Silvia. Von den versprochenen 50 Mrd. Sind auch nur 12 ausgezahlt worden und viele andere, die im April Anträge gestellt haben warten und warten. Ein unerträglicher Zustand.

      Antworten
  2. Petra Behnke schreibt:

    Ich habe die Bilder im Fernsehen von diversen Demos gesehen die sich u. a. auch diesem Thema gewidmet haben und leider musste ich sehen, dass weder Abstandsregeln eingehalten wurden noch Masken getragen wurden. Solche Veranstaltungen tragen leider mit dazu bei, dass die Beschränkungen die gerade den Veranstaltungsbereich betreffen noch weiter bestehen bleiben werden. In meiner Facebookgruppe in der sich Soloselbständige – darunter auch viele aus dem Veranstaltungsbereich – austauschen und unterstützen ist man ebenfalls entsetzt über diese Veranstaltungen.

    Antworten

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