Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Blitzumfrage zur Überbrückungshilfe: Lohnt sich die Förderung für dich?

Hilfreich für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für Soloselbstständige?, Abbildung: BMWi

Seit Mittwoch kann man nun offiziell die Corona-Überbrückungshilfe beantragen. Halt, nein, kann man nicht: Ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer muss es für einen tun.

Du gibst deine Steuererklärung selbst ab?Dann kann der Antrag ganz schön teuer werden: Steuerberater haben uns für diesen Fall Kosten von 500 bis 1.500 Euro genannt. Die Steuerberaterkammern wollen Listen auf ihrer Website veröffentlichen mit den Mitgliedern, die bereit sind, für Nicht-Mandanten Anträge zu prüfen und einzureichen.

Die Beratungskosten kann man dann zwar zusammen mit den bestimmten fixen, laufenden Kosten (wie der Büro- oder Ladenmiete) fördern lassen, aber nur anteilig und so lange Mittel vorhanden sind. Für viele lohnt sich deshalb und aus anderen Gründen die Antragstellung nicht, zum Beispiel, weil die Umsatzrückgänge „zu spät“ aufgetreten sind oder sie im Vergleichszeitraum (Vorjahr) aufgrund einer Krankheit nicht so viel verdient haben.

Mit der folgenden Blitzumfrage wollen wir herausfinden, wie viele an diesen Hürden scheitern.

Zur Blitzumfrage

 

Du willst erst noch mehr darüber erfahren oder das Thema diskutieren?

Falls du dich erst noch genauer über die Überbrückungshilfen informieren möchtest: Branko Trebsche hat sich in das Thema eingearbeitet und dazu bereits einen Erfahrungsaustausch und Überblicksbeitrag und einen Kommentar geschrieben. Ein FAQ ist in Planung. Tipp: Hör dir unbedingt die VSGD-Experten-Telko mit ihm an, sie wurde von den Zuhörern als besonders hilfreich bewertet!

Gerne kannst du die Ergebnisse der Umfrage mit anderen VGSD-Mitgliedern diskutieren. Nutze dazu die Kommentarfunktion unten.

4 Kommentare

  1. Knopp,Cornelia schreibt:

    Nein,ich werde nichts beantragen,es bringt nichts!Ich hatte bereits bei der SAB 1000€ beantragt,zwar auch bekomnen,aber das nützt mir so gut wie nichts,da mein Geschäft im Eigenheim stationiert ist,habe ich kaum Betriebskosten,ich hätte Hilfe zum Lebensunterhalt gebraucht!Seit März bisEnde Juni hab ich NICHTS verdient,sonst lebe ich auch von meinem Lohn,das SAB Geld darf ich nicht für den Lebensuntergalt nutzen.Hartz 4 kommt nicht in Frage,also werde ich das Geld zurücküberweisen.Ich bin zutiefst enttäuscht von der angeblichen Hilfe für Soloselbständige,also warum sollte ich erneut irgendwas beantragen,was mir nichts bringt.

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  2. Mandy Nahrstedt schreibt:

    Ich habe ein Harz 4 Antrag gestellt und bin allein erziehend, was ich an Unterlagen einreichen musste empfand ich als sehr übertrieben. Ich habe über 100 Seiten kopiert und im Endeffekt wurde mein Antrag solange gezogen bis mir das Überbrückungsgeld für die Firma angerechnet wurde und abgelehnt wurde. Ich bin total enttäuscht, da dies nichts mit Soforthilfe für Selbständige zu tun hat. Leider

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  3. Linksanwalt schreibt:

    Ich habe das Vertrauen in die Politik nun endgültig verloren und werde die Überbrückungshilfe nicht beantragen. Selbst beim zweiten Anlauf haben die Damen und Herren Politker und deren Berater noch immer nicht verstanden, wie das heutzutage mit der Selbstständigkeit so funktioniert. So scheint es zumindest.

    Allerdings halte ich die Herrn Altmaier, Scholz und Heil für intelligent genug, dass ihnen die Unzulänglichkeiten Hilfspakete weder entgangen noch „versehentlich passiert“ sind.

    Ich hege die Befürchtung, dass mir durch die Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe und der Soforthilfe später große Nachteile entstehen werden. Vielleicht schickt Herr Altmaier die Liste aller Empfänge ja an die DRV, damit sie erstmal pauschal allen Solos, die Hilfe gebraucht haben, Scheinselbstständigkeit unterstellen können.

    Außerdem bin ich überzeugt davon, dass die Überbrückungshilfe in erster Linie nur wieder eine Beruhigungsspritze ist. Denn das schlimmste, was der CDU passieren kann, ist, dass die Leute aus ihren Hamsterrädern rausklettern und anfangen, selbstständig zu denken und zu handeln.

    Nee nee, mir ist das Eisen zu heiß.
    Ich halte die Füße still und hoffe, dass der Laden irgendwann wieder anläuft. Und ja – ich verbrauche meine Rücklagen. Aber ich habe auch viel Zeit um darüber nachzudenken, wie ich mir das Geld später vom Staat wieder zurück hole. Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen, weil es der Solidargemeinschaft schaden würde. Aber jetzt weiß ich ja – die gibt es gar nicht. Also grünes Licht.

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    1. Name schreibt:

      Clever, wenn man es sich leisten kann (siehe oben, Alleinerziehend). 2019 hatte ich pre-corona durch das Thema Schei… kann es nicht ausschreiben (sonst Ko*tze ich im Dreieck), habe ich 70% meiner Aufträge verloren. Ich habe bis dato gut verdient und massig „abgeleistet“. Wirklich hart geschuftet (Maus schupsen ^^) und aufgrund der Verantwortung und des Termindrucks ziemlich fertig gewesen. Was solls, ich brauch es so, ich übernehme gern Verantwortung für mich und mein handeln, das hätte ich in einer pimmeligen Anstellung so niemals. Geld gibts natürlich auch :D.

      Ich hatte 2019 abgehakt und Anfang 2020 schon neue Aufträge, sehr lukrative, akquiriert. Bis dato ging mein hart erspartes teilweise über den Jordan. Nicht weiter schlimm dachte ich mir „ich kann was“ …hole ich wieder auf….. nicht! Corona hat noch mal ordentlich zugeschlagen oder Pfeifen die dieses Land steuern, regeln?

      Weiter gehts, es gibt immer Lösungen. Schade das ich vorher schon keine positiven Illusionen über dieses grenz-debile System hatte, somit war ich ich nicht geschockt.

      „Aber ich habe auch viel Zeit um darüber nachzudenken“, hatte ich auch… Ab jetzt werden andere Seite aufgezogen ^^

      Grüße

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