Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Verband der Gründer und
Selbstständigen Deutschland e.V.

Brankos Brennglas: Eines Tages im Finanzministerium. Eine Glosse von Branko Trebsche

In dieser Glosse wundert sich VGSD-Mitglied Branko Trebsche über die Novemberhilfe, Foto: privat

Manche politische Entscheidung erscheint einem äußerst rätselhaft. Die Regeln und Bedingungen der Novemberhilfe sind besonders mystisch. Deswegen habe ich mein Handy geschnappt und ein wenig telefoniert, um zu erfahren, wie die Idee zur Novemberhilfe im Finanzministerium entstanden ist. Entsprechend stolz präsentiere ich euch, die wahre Entstehungsgeschichte der Novemberhilfe.

 

„Wie jetzt? Doch kein Geld ausgeben?“

Scholz zu seinen Staatssektären: „Der Lockdown-light kommt!“

„Ui. Prima!“ sagt der Erste, sich die Hände vor Freude reibend. „Wir haben ja noch eine Menge Geld über. Das wird ein Spaß.“

Scholz: „Hau raus die Kohle!“

„McDonald’s mag ich“, Bild: Mainblick/Pixabay

Zweiter Staatssekretär: „Chef, das ist nicht so einfach! Da sind schon ein paar Dinge zu beachten.“

Der erste Staatssekretär guckt plötzlich traurig. „Wie jetzt? Doch kein Geld ausgeben?“

„Doch, Doch!“ sagt Scholz. „Ich will aber keinen Streit mit Hubertus oder ihm seine Kunden wegnehmen. Deswegen sollten alle, die bisher keinen Ausgleich bekommen haben, auch jetzt nichts bekommen.“

„Super!“ ruft Staatssekretär Nummer 1 und schaut wieder zufrieden aus. „Echt super! Und Kohle gibt es nur, wenn man direkt von einer Schließung durch den Lockdown betroffen ist. Sonst könnte man uns später Verschwendung vorwerfen. Ist ja bald Wahljahr!“

 

„Die nerven mit ihren Demos“

Staatssekretär 2 schaut irritiert und protestiert: „Das ist aber ungerecht. Wir dürfen die Künstler nicht vergessen. Die nerven mit ihren Demos.“

„Guter Punkt , mein Lieber“, sagt Scholz. „Wir machen eine Liste, wer bekommen soll!“

Staatsekretär 1 murmelt vor sich hin: „Raketenwissenschaftler, nein. Trainer und Coaches mag ich nicht, nein.“ Er macht eine Pause und versucht offensichtlich angestrengt nachzudenken. „Meine Tochter mag McDonald’s“, und plötzlich ist der kindlich glückliche Gesichtsausdruck zurück und er ruft: „McDonald’s muss unbedingt auf die Liste!“

Scholz guckt zufrieden: „Und Starbucks. Die zahlen so wenig Steuern, die können etwas Geld sicher gut gebrauchen!“

Staatssekretär 2 freut sich diebisch: „Das wird so gut. Das wird sooo gut!“

„Das wird es.“ sagt Scholz. Er atmet langsam einmal tief ein und aus. „Lasst uns konzentriert weiterarbeiten. Ich fühl‘ schon den Flow!“

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Antworten
    Weitere anzeigen