Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Corona-Krise: Diese Maßnahmen plant die Bundesregierung für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen

Am Mittwoch waren die geplanten Hilfen Thema eines extrem kurzfristig anberaumten Treffens mit den Ministern Heil und Altmaier in Berlin. Foto: Andreas Lutz

(Update) Am 21.03.20 hat VGSD-Vorstand Andreas Lutz im Deutschlandfunk mit Politikern und einer Gewerkschafterin über die die Maßnahmen diskutiert. Unbedingt anhören: Mitschnitt/Bericht.

(20.03.20) Die besonders schwierige Situation von Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen angesichts der Corona-Krise ist offensichtlich und wird in den Medien breit diskutiert.

Am Mittwoch waren die geplanten Hilfen Thema eines extrem kurzfristig anberaumten Treffens unter anderem mit den Ministern Heil und Altmaier in Berlin. Bundesfinanzminister Scholz wurde durch einen Staatssekretär vertreten. Für den VGSD war Andreas Lutz dabei, der zugleich Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) ist.

Weitere Teilnehmer waren die Chefs großer Verbände (DIHK, ZDH, DEHOGA, BFB, Deutscher Kulturrat, ver.di) sowie drei Vertreter kleinerer Selbstständigenverbände und -initiativen (OWUS, LivemusikKommission, Initiative der Veranstaltungswirtschaft). Reihum wurde die teils verzweifelte Situation dargestellt und Lösungsvorschläge formuliert. Dann nahmen die beiden Minister und der Staatssekretär Stellung. Anschließende Rückfragen waren nicht möglich.

 

Bundesregierung will 40 Milliarden Euro bereitstellen

Am Donnerstag wurden dann erste Details des geplanten „Solidaritätsfonds“ bekannt. (Weitere Details, die am heutigen Freitag bekannt wurden, ergänzen wir unten.) Spiegel und dpa berichteten gestern übereinstimmend, dass die Bundesregierung 40 Milliarden Euro bereitstellen will:

  • Zielgruppe des Programms seien Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer mit bis zu zehn Beschäftigten, was exakt der Zielgruppe des VGSD entspricht.
  • Zehn Milliarden Euro sollen als direkte, nicht rückzahlbare Zuschüsse vergeben werden.
  • 30 Milliarden Euro soll es als Darlehen geben. Diese Darlehen scheinen sich von ihrer Ausgestaltung her zu unterscheiden von den schon letzte Woche angekündigten Liquiditätshilfen, also über KfW und Hausbank vergebenen Krediten („Liquiditätshilfen“) im Umfang von angeblich bis zu 500 Milliarden Euro („Bazooka“).
    Letztere dürfte vielen Solo-Selbstständigen nicht weiterhelfen, weil sie mangels ausreichender Sicherheiten schon bisher oft keine solchen KfW-Kredite erhalten haben und ihre „Fortführungsperspektive“ durch die Corona-Krise nicht unbedingt besser wurde. Die Hausbanken müssen auch weiterhin 20 Prozent des Risikos eines Kreditausfalls tragen.
    Deshalb hoffen wir, dass die 30 Milliarden zusätzliches Darlehensvolumen (vergleiche oben) deutlich unbürokratischer vergeben werden, etwa nach dem Vorbild des Bafög, also zinsfrei, mit verzögerter Rückzahlung und nur in Abhängigkeit von einem ausreichenden Verdienst. Ob sich diese Hoffnung bestätigt, ist noch unklar.
  • An Betrag und Zusammensetzung könne sich im Verlaufe des Donnerstags noch etwas ändern (bisher haben wir von keinen Änderungen gehört, wir hätten uns z.B. erhofft, dass der Anteil der Zuschüsse erhöht wird).
  • Die Mittel sollen möglichst schnell ausgezahlt werden, erst im Nachgang soll geprüft werden, ob sie überhaupt nötig waren. Ansonsten sollen sie in Darlehen umgewandelt und zurückgefordert werden.
  • Die Mittel sollen als Sondervermögen des Bundes organisiert werden, der selbstständig Kredite aufnehmen darf und den Titel „Solidaritätsfonds“ erhalten soll. Dieser sei laut Spiegel „programmatisch“ gemeint – wir sollten dafür also dankbar sein…
  • Für die Maßnahmen soll nächste Woche ein Nachtragshaushalt verabschiedet werden, denn nach Jahren der „schwarzen Null“ hat der Bund gar keine Kreditermächtigung mehr, diese muss ihm der Bundestag erst bewilligen.

 

„Üppig ausgestattet“ schreibt der Spiegel – aber wer bekommt das Geld?

„Üppig ausgestattet“ sei das Paket laut Spiegel. In Deutschland arbeiteten laut dem Nachrichtenmagazin fünf Millionen Selbstständige. Betroffen seien vor allem „Anbieter sozialen Konsums wie Kleinkünstler oder Musiker“. Tatsächlich gibt es in Deutschland rund 2,1 Millionen Solo-Selbstständige und 750.000 Kleinstunternehmen, zusammen also knapp drei Millionen. Nimmt man die größeren Arbeitgeber mit mehr als zehn Mitarbeitern hinzu, sind es gut vier Millionen Selbstständige. Würden alle drei Millionen Solo- und Kleinstselbstständigen auf die geplanten zehn Milliarden Zuschuss zugreifen, würde jedes Unternehmen rund 3.300 Euro erhalten. Wäre es nur jedes Dritte, wären es immerhin 10.000 Euro.

Für die Darlehenskomponente wären analog 10.000 Euro für jeden der drei Millionen Solo-Selbstständige kalkuliert, bei Inanspruchnahme durch jeden Dritten 30.000 Euro. Der Bedarf ist sicher sehr unterschiedlich: Bei einem Unternehmen mit Laden, Praxis oder eigenem Büro, vielleicht noch mehreren Mitarbeitern wären 3.333 bzw. 10.000 Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Für einen Einzelkämpfer ohne eigenes Büro und geringen laufenden Betriebskosten wäre es ein Batzen – allerdings auch viel Geld, wenn er es zurückzahlen muss. Deshalb werden die Betroffenen wohl ganz unterschiedlich viel finanzielle Unterstützung erhalten. Einen großen Unterschied macht auch, ob sie den verlorenen Umsatz später „nachholen“ können oder die Umsätze unwiederbringlich verloren sind.

 

Olaf Scholz nennt weitere Details und spricht von vier Säulen

Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler Olaf Scholz spricht von vier Säulen; Foto: Thomas Imo (Photothek)

Heute Nachmittag hat Bundesfinanzminister Scholz in einem Interview mit dem Deutschlandfunk die geplanten Programme konkretisiert (auf der Seite des DLF kann man mit dem Link rechts oben das Interview anhören).

Einiges passt dabei nicht ganz zusammen, es bleibt abzuwarten, ob man die Vorstellungen gegenüber dem Vortag noch verändert hat. Scholz spricht von vier Säulen.

  1. Die erste Säule sei „ein großes Kreditprogramm“, das neben mittelständischen Unternehmen auch kleinen Unternehmen und Einzelunternehmen zur Verfügung stehe und bei denen die KfW einen „großen Teil der Kreditsicherheiten“ gebe. Dieses Programm sei schon scharf geschaltet und würde durch die jetzige Maßnahme noch ausgeweitet. Es scheint sich hier um die „Bazooka“ zu handeln, die Solo-Selbstständigen kaum helfen wird, es sei denn, die KfW übernähme einen höheren Teil des Risikos und es fände nur eine sehr eingeschränkte Kreditprüfung statt. Mehr ist dazu leider noch nicht bekannt. Vielleicht werden wir ja noch positiv überrascht.
  2. Zweite Säule sei die durch die Jobcenter bzw. Arbeitsagenturen vergebene Grundsicherung („Hartz IV“), die ja auch für Selbstständige offen wäre, nun aber „ganz schnell und unbürokratisch“ ausgezahlt würde. Auf die normalerweise stattfindendende Vermögensprüfung soll „für ein paar Monate“ verzichtet werden. Ein Antrag mit Angabe der privaten Mietkosten und der Zahl der Familienangehörigen genüge, dann käme es schnell zu einer Auszahlung.
  3. Zur Weiterzahlung seiner „Miete … im Geschäft zum Beispiel“ würde man vom Staat einen Zuschuss erhalten. – Das ist die dritte Säule.
  4. Die vierte Säule schließlich sei die „Direktförderung“. Hier diskutiere man am Freitag noch mit den Ländern über die Details. Viele Länder haben ja bereits eigene Programme entwickelt. Möglicherweise wird die Abwicklung über die Förderbanken der Länder erfolgen, um die Zahl der Stellen zu reduzieren, an die Betroffene sich wenden müssen.

Dann würde der Weg auch hier über die Hausbank führen. Scholz: „Meine Idealvorstellung ist, dass die Bank, bei der man sowieso wegen des Kredits nachfragt, diese Beziehung auch aufnimmt, so dass man da gar nicht selber hin muss, und das praktisch als Zuschuss gleich mit einrechnet in die Kreditvergabe.“ Ob ein Selbstständiger mit überzogenem Dispo und ohne Aufträge sich zur Hausbank traut, die ihm dann bei der Gelegenheit womöglich den Dispo sperrt? Diese und viele andere Fragen bleiben noch offen. Wir gehen davon aus, dass wir am Montag genaueres erfahren.

 

Unser Zwischenfazit nach heutigem Stand

Ein Treffen in Berlin – 40 Milliarden Hilfe. Das ist sehr viel Geld. Und ein Gesprächspartner in Berlin meinte auch: „Vor vier Jahren hätte es ein solches Treffen nicht gegeben. Sie haben in dieser Zeit viel erreicht.“

Klar ist aber auch: Die Angestellten fahren mit dem Kurzarbeitergeld, das womöglich noch vom Arbeitgeber aufgestockt wird, vergleichsweise komfortabel (Arbeitnehmer bzw. Betriebsrat müssen bei Kurzarbeitergeld zustimmen). Vielen Selbstständigen drohen Schulden, im schlimmsten Fall die Insolvenz, die bei Einzelunternehmern auch dazu führen kann, dass die Altersvorsorge „weg“ ist, denn sie haften privat in vollem Umfang.

Wir werden diesen Artikel noch laufend ergänzen, wenn neue Informationen bekannt werden. Wir wollten ihn aber schon jetzt als „Work in Progress“ veröffentlichen und euch um eure Kommentare dazu bitten.

 

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66 Kommentare

  1. Markus Hübner schreibt:

    „Letztere dürften den wenigsten Solo-Selbstständigen weiterhelfen, weil sie mangels ausreichender Sicherheiten und „Fortführungsperspektive“ schon bisher oft keine solchen KfW-Kredite erhalten haben“

    Diese These finde ich recht gewagt. Warum haben Solo-Selbstständige keine Sicherheiten? Und warum keine Fortführungsperspektive?

    Bei einer Haftungsfreistellung von 80 Prozent sind Sicherheiten aus meiner Erfahrung bis zu einem Betrag von 50.000 EUR nicht erforderlich. Bei Gründern bis 5 Jahre nach Start laut Richtlinien sowieso gar nicht notwendig, bei 100.000 EUR schon eher. Aber ein Solopreneuer braucht m.E. derzeitig nicht mehr als 10.000- 30,000 EUR, Und diese kann man bekanntlich über die KfW-Programme finanzieren, solang der Antragsteller sich nicht in Schwierigkeiten befindet.

    Grüße,
    Markus.

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Markus, danke für den Hinweis. Ich habe die Passage bei meiner Überarbeitung eben schon etwas gemäßigt: „Letztere dürfte vielen Solo-Selbstständigen nicht weiterhelfen, weil sie mangels ausreichender Sicherheiten schon bisher oft keine solchen KfW-Kredite erhalten haben und ihre „Fortführungsperspektive“ durch die Corona-Krise nicht unbedingt besser wurde.“
      Wir wollen ja mit dir zeitnah eine Experten-Telko machen. Wenn weitere Details des Programms (am Montag?) feststehen, melde ich mich bei dir.

      Antworten
  2. Artur Sieg schreibt:

    Für meine Branche (selbstständige Lehrkräfte) wäre eine Grundsicherung („Hartz IV“) ohne Vermögensprüfung eine gute Lösung. Dann hätten wir für einige Monate eine Art „Corona-Hartz IV“. Auch die Übernahme bzw. Bezuschussung der Miete (fürs Büro) wäre eine große Hilfe. Hoffentlich wird das alles auch so beschlossen. Beim Kurzerbeitergeld ist die in Aussicht gestellte Erhöhung leider nun doch nicht gekommen. Hier aber muss die Regierung nicht mit der großen Wirtschaft verhandeln.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Artur, danke für dein Feedback. Die Büromiete ist superwichtig, ich habe das am Mittwoch gefordert und mich gefreut, dass es im Paket ist. Allerdings gibt es natürlich oft noch erhebliche weitere laufende Kosten wie Versicherungen. Wir werden uns die Details anschauen müssen. Ich freue mich, dass dir und deinen Leuten das weiterhelfen würde!

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      1. Bernhard Colsman schreibt:

        Das mit der Büromiete ist jedoch nur wichtig für solche, die ein Büro haben 😉

        Ich bin Solo-Selbstständiger (Beratung und Interim Management), der entweder beim Kunden oder in seinem „Büro“ in im Wohnhaus arbeitet. Dort habe ich einen Raum als Büro eingerichtet. Eine Übernahme der Bürokosten bringt mir also nichts. Auch wenn ich derzeit viel dort sitze, weil einfach die Kunden ausbleiben.

        Das ist sicher eine persönliche Einschätzung, mit der ich aber bestimmt nicht alleine bin: Welcher Solo-Selbstständige im Beratungsgewerbe hat schon ein eigenes angemietetes Büro.

        Mir fehlen die Kunden und damit die Einnahmen. Meine geschäftlichen Fixkosten sind gering. Aber die Lebenshaltungskosten, Miete, Versicherungen etc. meiner Familie lassen sich kaum beeinflussen. Was – und das gilt sicher für viele – fehlt sind die Umsätze. Die lassen sich nicht als Darlehn darstellen.

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        1. Frank Hilmer schreibt:

          Hallo Bernhard,
          es gibt viele Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer wie dich, die kein Büro haben.
          es gibt aber auch viele, die ein Büro, einen Laden oder Praxisräume haben.
          Dann fallen regelmäßig auch hohe Nebenkosten, Versicherungen usw. an.
          Wenn da die Umsätze wegbleiben ist es noch dramatischer, weil dann die Rücklagen rasend schnell aufgebraucht sind.
          Insofern finde ich es gut, dass der VGSD und vielleicht ja auch die Regierung beides im Auge haben.

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          1. Unternehmer schreibt:

            Aus dem Grund ist es ja auch grundfalsch, dass Scholz (die Unfähigkeit in Person) genau die jetzt fehlenden Umsätze nicht bezuschussen will. Genau die sind es aber, die ja ausbleiben und dazu führen, dass man die Miete nicht zahlen kann. Aber es ist eben nicht nur die Miete. Es gibt ja viele weitere laufende Kosten und eben auch viele Selbständige, die von zu Hause arbeiten, sodass nur die Übernahme der Miete für Geschäftsräume rein gar nichts bringt, bzw. wenn überhaupt nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre. Was glaubt der denn, wieso ein Selbständiger als Kostenfaktor nur Mietkosten für Geschäftsräume hat und ansonsten mit Hartz IV auskommt, er für Angestellte aber von den Unternehmen fordert, die vergleichsweise schon üppigen 60 oder 67% Kurzarbeitergeld noch aufzustocken?

            Scholz zeigt immer mehr sein wahres Gesicht. Zusammen mit Heil will er die Solo-Slbständigen offenbar endlich (dauerhaft) in Hartz IV zwingen, um unliebsame Konkurrenz für größere Firmen mit Angestellten, die man besser (gewerkschaftlich) kontrollieren und mit Geschenken bedenken kann, um wiedergewählt zu werden, auszuschalten.

            Es ist ein Trauerspiel, wie mit den Motoren der Nation umgegangen wird. Wer soll das Land am laufen halten, wenn die Unternehmerschaft plattgemacht wird? Scholz als Honecker 2.0? Wieso zeigt man nicht mehr Respekt vor den Menschen, die persönliches Risiko eingehen und vielen anderen Menschen überhaupt erst ein Einkommen ermöglichen?

            Es ist eine Schande, dass Kurzarbeitergeld für einen relativ risikolosen Job gezahlt wird, diejenigen die absolut nicht HartzIV wollen, nun aber hineingezwungen werden, weil ein Scholz und der völlig unfähige, aber sehr redegwandte (Ausreden!) Altmaier keine Ahnung vom Wirtschaftsleben haben.

            Ein echtes Trauerspiel. Schade um das Unternehmertum in Deutschland. Wer wird in Zukunft noch selbständig arbeiten wollen, wenn man so in den Staub geschickt wird? Wenn wenigstens die Steuern und Abgaben so niedrig wären, dass sich das Risiko lohnt, weil man als „normaler“ Selbstständiger üppige Rücklagen für derartige Fälle bilden könnte. Aber das ist in Deutschland ja verpönt. Unternehmer werden ja in Deutschland wie Asoziale behandelt. Wie man wieder sieht.

  3. Hendrik Edzards schreibt:

    An Versprechungen mangelt es mittlerweile nicht mehr. Allerdings drängt die Zeit. Ich höre bereits von vielen Insolvenzen, die angemeldet werden. Und dieses Video von Hr. Bosselmann geht gerade viral. Er hat sich offenbar bereits um KfW-Kredit und Kurzarbeitergeld bemüht und sagt, es könne nicht rechtzeitig bereitgestellt werden. Er sagt darüber hinaus noch viel mehr, das Video lohnt sich.

    https://www.youtube.com/watch?v=89BNbDSZOqg

    Ich habe das Gefühl, dass die aktuelle Angst und die daraus resultierenden Einschränkungen und Reaktionen uns viel mehr schaden werden als das Virus selbst.

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    1. Antworten
  4. Ludger Wiedemeier schreibt:

    Hallo
    die Banken sind hier im Kreis, aber auch die Finanzämter, schon längst geschlossen.
    Eine Hausbank, die mir, aber dem Gesundheitsminister Spahn geht es nach eigener Aussage
    ähnlich, nur einen Kredit auf Basis von 16.8 % Zinsen anbietet. Warum sollte die jetzt einen Antrag
    zur KFW weiterleiten. Die will doch auch noch was verdienen. !!!

    Im übrigen fehlt der KFW nun schlichtweg das Personal, auf einen Schlag mal 1 Mio Anträge zu bentragen.
    Der Herr Scholz hat auch nicht im enferntesten die Situation verstanden. Menschen gängeln hat weiterhin
    Vorrang davor , die Kuh vom Eis zu bekommen.

    Ich höre nicht nur von Insolvenzen, Räumungsverkäufe, Filialschließungen. finden hier bereits jeden Tag statt.
    Empfehle das Bosselmann Video weiter.

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  5. Tommasch schreibt:

    Berlin will Solo-Selbständigen (wie ich es bin) 5000 Euro als Zuschuss gewähren, für 6 Monate. Ich habe jedoch allein Fixkosten (Versicherungen, Miete, Lebenshaltung) von 2-2,5k por Monat. da reichen die 5k für 2-3 Monate und nicht für 6. Und wie mir dürfte es zahlreichen Selbständigen gehen. Wird da nicht an der falschen Stelle gespart, wenn das Problem letzlich nur um 3 Monate nach hinten vverschoben wird? Wäre eine sichere Ausstattung gerade auch für die vielen Einzelkämpfer nicht sinnvoll? Für große Firmen ist ja auch stets ausreichend Finanzierung da. Was allerdings war ist, dass mit Krediten wahrscheinlich der Mehrzahl der Solo-Selbständigen nicht geholfen wäre, da sie nie in der Lage wären, diese zurückzuzahlen, zumal ja die Dauer der Krise gar nicht basehbar ist.

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    1. Petra schreibt:

      Hallo Tommasch,
      wie kommst du auf 5.000 Euro? Im Artikel oben ist abhängig davon, wie viele die Hilfen in Anspruch nehmen von einem potenziell deutlich größeren Betrag die Rede. Sollten wir nicht den Montag abwarten und den Politikern noch eine Chance geben, bevor wir hier ein Urteil fällen?

      Antworten
  6. Helmut Torkewitz schreibt:

    Glaubt hier ernsthaft jemand, dass es im Rahmen der “Corona-Krise” hier in Deutschland “Helikoptergeld” für (Solo-)Selbständige geben könnte? Mit einem ggf. auch befristeten “bedingungslosen Grundeinkommen” wird es natürlich auch nichts werden. Dafür ist unsere Gesellschaft noch lange nicht vorbereitet. Mit rückzahlungspflichtigen mehr oder weniger zinsbehafteten Darlehen – mit teilweiser oder bestenfalls limitierter gänzlicher Absicherung durch die KfW – und auch nur wenn es vor der Krise nachweislich gut gelaufen ist, kann man vermutlich rechnen. Ob man sich so verschulden will oder kann, muss jeder selbst abwägen und seine Zukunftsaussichten bewerten. Sind abhängig Beschäftigte vorhanden und Schwierigkeiten nur durch die Corona-Krise verursacht, mag das Instrument der Kurzarbeiterregelung auch eine sinnvolle vorübergehende Hilfe zum Überleben sein. Aber wer jetzt als selbständiger Unternehmer oder Unternehmerin staatliche finanzielle Hilfe benötigt, dem oder der bleibt ansonsten vermutlich nur die Grundsicherung nach SGB II, d. h. “Hartz IV”. Hierauf hat Finanzminister Olaf Scholz ja auch schon in diversen TV-Interviews und Talkshows mehrfach verwiesen.

    Vielleicht werden ja die Eingangsprüfungen dafür ein wenig “entschärft”, um allein die Flut der zu erwartenden Anträge relativ schnell abarbeiten, bescheiden und Zahlungen leisten zu können. Letztlich könnten damit zumindest die laufenden Mieten, auch Gewerbemieten oder Lasten bei Hauseigentum und ein bescheidener Lebensstil für Selbständige inklusive Familie zunächst für einen begrenzten Zeitraum abgesichert werden. Einstellen sollte man sich aber darauf, dass die “vorläufigen Bewilligungsbescheide” der Jobcenter, Arbeits- oder Sozialämter spätestens nach einem halben Jahr zur “endgültigen Festsetzung” noch einmal detailliert überprüft und Angaben nachgewiesen werden müssen (Umsatz- und Einkommensnachweise, Rechnungen, Kontoauszüge, Krankenversicherungskosten, etc.) – und dann muss man, je nach Lage, entweder zurückzahlen oder darf als “Aufstocker” einen Teil oder alle der gewährten Geldleistungen behalten. Sollte die Krise dann für jeden individuell bewertet noch andauern, wird man Weiterbewilligungsanträge stellen können – aber dann vermutlich wie jeder bisherige Hartz-IV-Empfänger auch, “vermögensüberprüft” und in die übliche Jobvermittlungs- und Qualifizierungsmaschinerie “verlagert” werden. Es würde mich sehr überraschen, wenn die Krisenpolitik der Regierung kurzfristig andere akzeptable Möglichkeiten aufzeigen würde.

    Antworten
    1. Lina Emm schreibt:

      Ich bin Musikerin. Meine Einnahmen waren(!) unmittelbar mit dem Tourismus in Mecklenburg verbunden. Davor war ich 8 Jahre als Aufstocker beim Jobcenter, da die Einnahmen nicht reichten.. Eine psychosomatische Belastungsstörung zwang mich, keine Anträge mehr zu stellen. Herz und Magen machten nicht mehr mit. Seitdem überlebe ich mit weniger als nichts, kann mich aber auf meine Arbeit fokussieren.
      Es scheint zwar verlockend, daß die Ämter eh überlastet sein dürften. Also implizit, daß ersteinmal gezahlt würde. Aber eben Regularien, wie die mögliche Vermittlung in auch artfremde Berufe, die Aufforderung, die Selbsständigkeit aufzugeben… Die sind mir in tiefer Erinnerung verblieben. Es sind dieselben Mitarbeiter im Jobcenter. Wieso sollten die plötzlich einen anderen Job machen? Getrimmt auf Entwürdigung und Zerstzung der Persönlichkeit droht mittelfristig hier viel Übles. Aus damaliger Zeit liegen noch 3 meiner Klagen beim Sozialgericht… Die Methoden – eben nicht „Grundzuversorgen“- undenkbar infam… Damit war ich nicht die Einzige. Viele, die ich kenne, gaben auf und folgten damit vehementer Forderung von seiten des Jobcenters, ihre Freiberuflichkeit oder Selbsständigkeit aufzugeben oder wegzuziehen. Die Instanz Jobcenter vertritt eine sehr spezielle Geisteshaltung. Nur, wenn dieses verstanden wird, kann man nicht enttäuscht werden… (?!)

      Antworten
      1. Oliver O. schreibt:

        Das glaub ich dir sofort! Drum ist es wichtig, sich so weit als möglich davon fernzuhalten und Unterstützung wenn, dann von anderen Institutionen beziehbar zu machen als vom Jobcenter.Aus Kühen werden keine Rennpferde, und aus kleingeistigen Erbsenzählern keine Katalysatoren für Unternehmenserfolg.
        Ich wünsche dir, dass du die Hilfe bekommst, die du brauchst, ohne dich mit lästiger Bürokratie rumärgern zu müssen.

        Antworten
  7. annette Dinkels schreibt:

    Guten Morgen an Alle beim VGSD,
    beim lesen aller Texte fehlt mir was! Kreativität. Im Moment gibt es auf allen Seiten ein unfassbares Geschachere. Kämpft bitte mehr um eine gerechte Verteilung. Heute verdient eine Sparte wohl sehr viel und andere, wie ich auch als Soloselbsständige, nix bis sehr wenig, Aussicht unbekannt.
    Mein Vorschlag: Die, die jetzt viel umsetzen erhalten einen höheren Steuersatz., dies wird dann an die „Verlierer“, weitergereicht. Das braucht Zeit!
    Und setzt nun nicht alles auf die Angst-Aggression-Neid Schiene, werdet kreativ!
    Die Diskussion um die Antworten einer finanzielle Absicherung von Solos wird schon lange beim VGSD geführt!!!
    Hier höre ich von Solos mit monatl. Ausgaben von 3.000€, ich glaube da muss der VDSG noch Schulungen durchführen! Jeder sollte wissen, dass so hohe finanz. monatl. Belastungen nur dann möglich sind, wenn es ein entsprechendes Polster gibt um 6-12 Monate in Krisen durchzuhalten.Als Solo ist es unerlässlich eine gute( gesicherte) Beziehung zur Hausbank zu haben/führen.
    Mein Appell an den VGSD: Grundsicherung, Grundsicherung, Grundsicherung zum Lebensunterhalt.Kredite ohne Zinsen von 10% der nachzuweisenden Betriebskosten. Weitere betrieblichen Verpflichtungen über die Hausbank muss jeder für sich klären.
    Ich bin seit 30 Jahren Solo. Ich verlasse nun das Portal um kreativ zu werden!
    Für Alle viel Glück
    Annette
    .

    Antworten
    1. Ilona schreibt:

      Hallo Annette,
      hast du eine Vorstellung was hier in München alleine eine Wohnung für eine Familie kostet?
      Die Ausgangssituation der Selbstständigen ist ganz unterschiedlich und hängt von Wohnort und Lebenssituation ab.

      Antworten
  8. Daniel Held schreibt:

    Ich bin gespannt, wie der Zuschuss genau aussieht. Einmalig 5.000-10.000 €, die nicht zurückgezahlt werden müssen, ähnlich, wie es Bayern macht, wären für viele Solo-Selbstständige die einzige und beste Hilfe. Wichtig ist eine unbürokratische und schnelle Auszahlung. Mal gucken, ob die Große Koalition einmal positiv überrascht.

    Antworten
  9. Kirsch schreibt:

    Bitte
    Bleiben Sie zuhause.
    Sichern Sie so Ihre Gesundheit, die Ihrer Angehörigen und aller anderen Menschen.
    Corona kennt keine Unterschiede.

    Danke Berlin
    für die fehlende konsequente Führung bei einer deutschlandweit geltenden Ausgangssperre mit einheitlichen Regeln – je später die Infektion im Griff ist, desto länger steht die Wirtschaft
    für deutschen Föderalismus, Kleinstaaterei, Verantwortungswirrwarr
    für unzählige, die gesamte Bevölkerung verwirrende Meinungen zu Corona

    Danke Berlin,
    für die jetzt bekanntgewordenen, verspäteten, bürokatischen, weltfremden Lösungsvorschläge zur Sicherung der sofortigen Liquidität von Kleinstunternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern
    für die nicht direkt bzw. sofort und damit zeitversetzt zu spät wirkenden Unterstützungen zur Liquiditätssicherung
    für das seit Jahren grundsätzlich fehlende Verständnis für die Belange von Kleinstunternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern (Stichpunkte Rentenversicherungspflicht, Scheinselbstständigkeit, Steuer- und Abgabenquote, Krankenkassenbeiträge, …)
    daß Kleinstunternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler erkennbar immer noch nicht systemrelevant sind

    Danke Berlin
    daß es auch nach Corona kein Erwachen bzgl. systemisch notwendiger Änderungen geben wird

    Danke VGSD,
    daß trotzdem schon soviel erreicht wurde

    Ich empfehle das Bosselmann Video https://www.youtube.com/watch?v=89BNbDSZOqg

    Antworten
  10. Dieter Calden schreibt:

    Es ist für mich, wie für viele andere Kolleginnen und Kollegen, unverständlich, dass viele Freiberufler Staatshilfen fordern. Hat man in der Vergangenheit versäumt Vorsorge für Zeiten zu treffen, in denen man z.B. keinen Auftrag hat oder durch Krankheit keine Aufträge übernehmen kann.
    Vorschläge, wie sie hier gemacht werden, sind geradezu lächerlich. Wenn ein Freiberufler nicht in der Lage ist ein halbes Jahr ohne Auftrag zu überbrücken, der sollte sofort seine Selbständigkeit aufgeben.

    Antworten
    1. Kirsch schreibt:

      Ich schliesse mich bzgl. Freiberufler zu 100% an – das nennt sich unternehmerische Selbstverantwortung,
      Das bedeutet die Übernahme von Pflichten und nicht nur de Kenntnis/Wahrnehmung von Rechten.
      Und mit Selbstverantwortung und Plfichten hat unsere heutige Gesellschaft weltweit ein Problem.

      Antworten
      1. Dieter Calden schreibt:

        Kollege / Kollegin Kirsch hat es mit wenigen Worten beschrieben.
        Hätte sich diese Kollegen wie Unternehmer verhalten, dann hätten sie auch kein Problem.
        Warum sollen für diese Leute die Steuerzahler aufkommen? Nicht einzusehen.
        Wie heisst es: „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“.
        Da haben anscheinend viele vergessen entsprechende Vorsorgen zu treffen.

        Antworten
        1. Böddicker schreibt:

          Liebe Kolleg/Innen Calden und Kirsch,

          ich finde Ihre Kommentare extrem arrogant und unsolidarisch. Ist es o.k., wenn Großkonzerne, die jahrelang Gewinne für sich Ihre Aktionäre eingefahren haben, Staatshilfen bekommen, die Freiberufler nicht? Für so ein Szenario kann eigentlich niemand vorsorgen.

          Ja, Vorsorge und Rücklagen sind für Freiberufler wichtig. Gegen Ausfälle bei Krankheit kann man sich z.B. bei einer freiwilligen Mitgliedschaft in der GKK mit Krankengeld versichern, ggf. ist auch noch eine Betriebsunterbrechungsversicherung drin. In dieser Lage zahlt jedoch weder die eine noch die andere.

          Die meisten Freiberufler werden ja auch nicht an den nächsten Monat denken, wenn Sie nach Unterstützung rufen. Corona wird uns wohl mindestens ein halbes Jahr beschäftigen. Da sollten wir zusammenhalten und nicht verbal austeilen.

          Antworten
          1. Kirsch schreibt:

            Liebe(r) Kollege/Kollegin Bödecker,
            bitte lesen Sie meinen Kommentar vom 21.03.2020 von 09:25.
            Solidarität und gemeinsames Vorgehen bzgl. systemischer Themen Ja.
            Solidarität auf individueller Ebene nein – jeder selbstverantwortliche Unternehmer war, ist und bleibt auch zukünftig für sein Unternehmen in der Verantwortung – und das hat mit Corona nichts zu tun. Das ist unser aktuelles Wirtschaftssystem. Und es gab seit 2000 mindestens zwei weitere weltweite Krisen, nur wurde daraus nichts oder nur sehr wenig gelernt.
            Und dieser Sachverhalt ist wie er ist und hat mit Arroganz und Unsolidarität nichts zu tun.

          2. Dieter Calden schreibt:

            Wir sind also arrogant, wenn wir jahrelang als Unternehmer gedacht und Vorsorge getroffen haben. Ich finde das Gejammere hier furchtbar. Die hier angesprochenen Idee, daß besserverdienende Freiberufler mit höheren Steuern belastet werden und damit geringer verdienende Kollegen unterstützt werden, ist für mich schmarotzerhaft. Diesen Leuten kann ich nur zurufen: Lernt wie Unternehmen denken. Nicht nur auf Kosten anderer sich sanieren.
            Auch Vapiano hofft jetzt auf Hilfen, obwohl das Unternehmen schon vorher die größten Schwierigkeiten hatte.
            Die wollen sich auch auf Kosten der Steuerzahler sanieren.

        2. Antworten
          1. Kirsch schreibt:

            Sehr geehrter Herr Held,
            bitte
            1. Sie
            2. Personen haben Namen
            Zu Ihrer Frage
            3. Selbstverantwortlicher Unternehmer/Freiberufler

            A und B bekommen je 1.000 Euro.
            A investiert, erzielt Gewinne, bildet Rücklagen entsprechend dem Risiko des betriebenen Geschäftsmodells. Selbst A mit seiner nachhaltigen Vorgehensweise wird auch bis zu zwei Jahre nach Corona benötigen, um den Stand vor der Krise zu erreichen. Und in dieser Zeit wird A sein Unternehmen kreativ weiterentwickeln. Das ist für Unternehmer business as usual. Liquiditätsmanagement hat stets oberste Prio.
            A ist aus Sicht der Darlehensgeber unterstützungswürdig.

            B geht zur Gartenbank, urlaubt, fährt ein grosses Auto, gibt notfalls für Steuerzahlungen geschuldetes Geld aus usw. und damit werden Rücklagen nicht oder nicht in dem Maße gebildet, wie sie für das jeweils betriebene Geschäftsmodell notwendig sind. Kommen dann noch ungenügendes Liquiditätsmanagement, schlecht verhandelte Preise und Zahlungsziele sowie weitere Faktoren hinzu, ergibt sich in der Krise die Schieflage, der Ruf nach Förderung/Unterstützung.
            B ist aus Sicht der Darlehensgeber nicht unterstützungswürdig. Im aktuellen Wirtschaftssystem führt dies zur Marktbereinigung.

            Und genau diese Unterstützungswürdigkeit aufgrund Zukunftsperspektive – notfalls nachträglich festgestellt und bei Missbrauch mit entsprechenden Rückforderungen versehen – wird das zentrale Thema sein.

        3. Max Hilgarth schreibt:

          Hallo Herr Calden ,

          Forist Kirsch erwähnt in einem Kommentar den Bäcker Bosselmann aus Hannover. So wie ich ihn in dem Video verstehe, könnte sein Unternehmen kein halbes Jahr ohne Staatshilfen überleben. Was würden Sie ihm antworten? Er kämpft ums wirtschaftliche Überleben. Kaufen Sie Ihre Semmeln lieber bei landesweiten großen Ketten, wie z.B.Müller Brot, oder lieber bei einer inhabergeführten Bäckerei? Wie würde Ihre Nachbarschaft aussehen, wenn alle Läden schließen müssten, die ohne Staatshilfen nicht durch die Corona-Krise kommen?

          Herzliche Grüße
          Max

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          1. Dieter Calden schreibt:

            Hallo Herr Hilgarth,
            die Freiberufler, die hier jammern, sind meist Kollegen aus dem IT Umfeld. Dies hat überhaupt nichts mit dem Bäcker aus Hannover zu tun. Das Verhalten des Bäckers ist sehr bedenklich und verstösst gegen das geltende Recht.
            Wenn Mitarbeiter ausfallen, dann muss er dies durch neue Mitarbeiter kompensieren und er sollte auch deswegen vom Staat unterstützt werden.
            Wir sprechen doch hier von den vielen Solo-Freiberuflern, die nach wenigen Tagen schon nach Staatshilfen schreien.
            Sie wissen doch ebenso wie ich, was Freiberufler im Schnitt monatlich berechnen. Es sind Stundensätze zwischen mond. 60 und 120 EUR. Wenn man bei diesen Stundensätzen keine Vorsorge für schlechte Zeiten treffen kann, dann ist man selbst schuld.
            Die meistens Freiberufler, die ich kenne, haben vorgesorgt. Investiert in Aktien und Immobilien.
            Ein Freiberufler muss mind. 6 Monate ohne Einnahmen auskommen. Wenn nicht, dann ist er ein schlechter Unternehmer.
            Es gibt immer Ausnahmen, bei denen es nicht zutreffend ist. Aber dies sind geringe Ausnahmen.

          2. Tobias v. d. R. schreibt:

            An Dieter Calden & Herrn Kirsch,
            bitte schauen Sie die Experten-Telko mit RA Dr. Lüke an. Darin wird deutlich, warum in der jetzigen Krise viele Selbstständige viel härter betroffen sind als in einer normale Rezession.
            Bitte bedenken sie auch: Wer Unterstützung anderer zu seinen Themen erhofft, der sollte sich auch anderen gegenüber solidarisch verhalten.

          3. Kirsch schreibt:

            Hallo Herr Hilgarth, hallo Herr Tobias v. d. R., hallo Herr/Frau C. Morgan,
            bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich meine Äußerungen – wie in den Texten erkennbar – rein auf Freiberufler bezogen.

          4. Kirsch schreibt:

            Hallo Herr Hilgarth,
            im Detail siehe meinen Kommentar vom 21.03.2020 um 16:51
            Bäcker Bosselmann hat noch die Möglichkeit eines Lieferservices.
            Friseure, Kosmetikstudios und auch viele Freiberufler usw. habe diese Möglichkeit nicht.
            Für alle Unterstützungen wird die Unterstützungswürdigkeit aufgrund Zukunftsperspektive – notfalls nachträglich festgestellt und bei Missbrauch mit entsprechenden Rückforderungen versehen – das zentrale Thema sein.
            Und Herr Hilgarth, ich bin solidarisch, ich kaufe meine Brötchen beim kleinen Bäcker, ich beauftrage für verschiedenste Aufträge Kleinstunternehmen direkt aus meiner Region.

  11. C. Morgan schreibt:

    Es gibt derzeit kaum Möglichkeiten in denen Freiberufler Insolvenz sicher, in die Altersvorsorge sparen können. Bei angestellten Mietern wird nicht an die Rücklage der Rente gegangen. Dennoch werden trotz Kurzarbeitergeld schon jetzt Hilfen für Mieter überlegt. Die Chefredakteure der WiWo werfen genau diese Frage im aktuellen Podcast auf. Eine Argumention ist, Krisenschutz gehört zu den hoheitlichen Aufgaben des Staates. Ein Musiker könnte bei anderen bekannten Krisen (Krieg) dennoch auftreten. Geschäfte wurden auf Anordnung des Staates geschlossen! Diese Krise ist einzigartig und neu und wird mehr als das gewöhnliche Quartal an Rücklagen verschlingen. Bitte beachten Sie, dass Gastwirte, Hotels, Eisdielen, Gaukler, fahrende Händler vor dem Beginn der Saison stehen und schon den Winter Rücklagen aufgebraucht haben. Umso enttäuschender, dass Bundesländer, die sonst mit dem Tourismus werben, dieser Branche nicht mit einfachen Maßnahmen Mut machen. Schnelle unbürokratische Herabsetzung der Steuervorauszahlungen etc.
    .
    Andere Branchen erhalten Subventionen und fordern gleich mehr Hilfen. Ihre Argumentation ist nicht fair, wie lange kann den der Staat Kurzarbeitergeldes zahlen? Wie lange reichen Renten und Pensionen? Warum wird die Rentenerhöhung nicht bis nach dem Kassensturz der Krise verschoben? Vergessen Sie nicht, die massiven Steuerausfälle und Ausfälle in den Sozialsystemen.
    .
    In meinen Fall möchte ich keine Förderung, nur Rechtssicherheit für eine schnelle Auftragsvergabe in der Dienstleistung für die Zeit danach. Ich leide am Dauervirus Scheinselbstständigkeit. Es ist nicht die Zeit für Vorhaltungen und große politische Diskussionen. Zu Hause bleiben und die Zeit danach planen ist sinnvoller!

    Antworten
  12. Meyer schreibt:

    Kredite/Bürgschaften über die KfW bzw. den Förderbanken des Landes haben auch noch teilweise die Einschränkung, dass man dies nur über eine Hausbank beantragen kann, die in Deutschland Ihren Sitz hat. Meine sitzt in Österreich, ein deutsches Konto existiert leider nicht, Sitz ist aber in Deutschland. Da ist man dann auch gleich ausgeschlossen.

    Antworten
    1. Katharina schreibt:

      Viele sind wie ich auch Kunde einer Direktbank, die kein (Firmen-)Kreditgeschäft betreibt.
      Dann muss man zu einer Bank gehen, die dies tut. Das macht es noch schwieriger.
      Es wird aber aus der Diskussion oben ja schon deutlich, dass die meisten von uns ein Problem mit dem Thema Kreditaufnahme hat.

      Antworten
      1. Meyer schreibt:

        Ja habe zwar auch ein Konto bei der Fidor Bank, aber dort wird eben das Firmenkreditgeschäft eher gar nicht betrieben.
        Eine Bank nun zu finden, die eienn nicht mal kennt und dort die Förderungen zu erhalten, ist schier unmöglich.
        Allein wenn man überlegt, was man dann noch alles einreichen soll.

        Antworten
  13. Berger schreibt:

    Die blumigen Ideen, die uns Herr Scholz hier präsentiert, sind, milde ausgedrückt, unzureichend.

    Im Wissenschaftsteil des Spiegels gab es gestern verschiedene Szenarien zum „Corona-Lockdown“, durchaus mit Szenarien, die bis ins nächste Jahr dauern:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-krise-lockdown-koennte-bis-ins-naechste-jahr-dauern-a-ea2e318b-b388-4ccc-8493-318f892381b8?utm_source=pocket-newtab .

    Besonders skurril ist die Idee der Politik, man könne die Wirtschaft „runterfahren“ („Lockdown?“) für ein paar Monate und dann wieder „hochfahren“ wie einen Rechner. Das zeigt so viel Ahnungslosigkeit, dass man die Leute des Amtes entheben sollte.

    Entweder reicht die Zahl der Intensiv-Betten wegen eines kaputtgesparten Gesundheitswesens wirklich nicht, oder man hält alle hin, bis ein Impfstoff gefunden ist – laut Spiegel-Experte in ca. 12 Monaten.

    Der Konsum lässt sich sicher wieder schneller ankurbeln, auch Konzerne haben genügend Rücklagen. Es trifft also die Unternehmer, kleinere Betriebe und Freiberufler mit Dienstleistungen oder Produkten, die erst einmal wieder ins Geschäft kommen müssen. Auch nach dem „Herunterfahren“ laufen bei vielen Kunden noch Aufräum- und Nachholarbeiten; aus dem Jahr ohne Einkünfte werden folglich 1,5 oder auch 2 Jahre.

    Dafür gibt es in Bayern dann 5000 Euro – ein Witz, genau wie der Kollege schreibt. Denn die Mieten sind hoch, schon mal gehört?! Danke für die gut gestaltete Wohnungsbaupolitik, die Mieten erzeugt, die ein Drittel oder mehr unserer Gewinne aufsaugen.

    Für Kollegen-Bashing ist es die falsche Zeit. Rücklagen sind überwiegend für kurze Überbrückung und vor allem für die Altersvorsorge gedacht – das sind wir doch so nachlässig als Freiberufler, nicht wahr?

    Es ist eine Sache, ein paar Wochen zu überbrücken, doch wir sprechen hier von einem Jahr oder mehr. Wenn die Politik derartige Entscheidungen trifft, dann gehören auch Entschädigungen dazu.

    Der Kabarettist Somuncu hat es auf den Punkt gebracht. „Ich glaube, dass die eigentliche Epidemie noch kommt. Dass wir nicht das Coronavirus fürchten müssen – das werden die meisten von uns überleben -, sondern dass das, was danach kommt, nämlich massiver wirtschaftlicher Einbruch, viel größere Probleme bringen wird weltweit, als wir jetzt glauben zu wissen.“

    Schauen wir auf ein paar Fakten: “ CDU/CSU verdanken ihr Ergebnis noch mehr als zuletzt schon der älteren Generation: Unter den beteiligungsstarken 60-jährigen Wählern holt sie 39 Prozent, bei den 18- bis 29-Jährigen bricht sie ein und wird nur noch von 13 Prozent gewählt“ (Analyse der Welt zur Europawahl auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article194198267/Europawahl-2019-Wer-waehlte-wen-nach-Alter-Beruf-Geschlecht.html).

    Freiberufler und Unternehmer haben in der Politik kaum mehr eine Stimme. Ich kann nur hoffen, dass der VGSD sich nicht weichklopfen lässt im Kuschelkurs.

    Antworten
    1. Oliver Ohly schreibt:

      „Ich glaube, dass die eigentliche Epidemie noch kommt. Dass wir nicht das Coronavirus fürchten müssen – das werden die meisten von uns überleben -, sondern dass das, was danach kommt, nämlich massiver wirtschaftlicher Einbruch, viel größere Probleme bringen wird weltweit, als wir jetzt glauben zu wissen.“

      Das mag so kommen – oder auch nicht. Nix Genaues weiß man nicht! Die Chinesen fahren jetzt schon wieder ihre Industrieproduktion hoch; das Einzige, was die ausbremst, ist die einbrechende Nachfrage andernorts.
      Es gibt Länder, die Sars-Cov-2 komplett totschweigen: Z.B. Russland. Die machen einfach weiter wie bisher. Siehe
      https://www.zeit.de/politik/2020-03/russland-coronavirus-infektionen-zahlen-pandemie

      In den USA würde „The Donald“ auch gerne so verfahren; allein, das funktioniert deshalb nicht, weil die Bundesstaaten weitgehend selber testen, registrieren und behandeln und von daher die Katastrophe nicht mehr vertuscht werden kann. Das sinnlose und infantile Rumgeeiere des „Präsidenten“ wird ihn im November seinen Job kosten.
      Ich will jetzt nicht allzu politisch werden, sonst schwillt mir noch der Kamm. Ich will nur abschließend feststellen: Die ökonomischen Implikationen sind schwerlich kalkulierbar! Denkbar sind sogar positive Konsequenzen, nämlich dass Produktionsketten stärker zentralisiert werden und damit der globale Handel entsprechend reduziert. Beispiel Wirkstoffe für Medikamente in Deutschland. Das könnte sich günstig auf die Klimaerwärmung auswirken. Populisten wie BoJo, Trump und Bolsonaro haben es schwerer.
      Gleichzeitig kann es auch sein, dass die EU sich komplett zerstreitet und auseinanderfällt; denn jetzt bereits wird sichtbar, dass jedes Mitgliedsland sein eigenes Ding durchzieht ohne Rücksprache mit Brüssel. Ursula vdL verkommt zum Grüß-August.

      Antworten
      1. Karl Kraus schreibt:

        Das Problem ist nicht Trump sondern wurde in China verursacht. Wenn Du das übliche Trump bashing der deutschen MSM übernimmst hilfst Du keinem. Europa ist auch erst vor 2 Wochen aufgewacht da hatten die USA schon Einreisebeschränkungen erlassen, wir nicht.

        Antworten
        1. Oliver Ohly schreibt:

          „MSM“ – was soll denn das sein? Wenn du auf Reichsbürgerpropaganda stehst, bist du hier fehl am Platze.
          Trump verhängt Einreisesperren aus anderen Ländern, obwohl sein Land weltweit das Epizentrum ist. Der Witz des Jahrhunderts!
          Am Ende werden die USA die meisten Todesfälle zu beklagen haben – Number One at last! Make America Great Again – wenigstens in einer Hinsicht…

          Antworten
  14. Uwe schreibt:

    Die Bundesregierung…und die Länder…wie die Kollegen bereits bemerkt haben, werden hier höchstens vom Kuchen die DAX-Konzerne den Reibach machen, wir 2,1 Mio. Freiberufler gehen leer aus.
    Die Politiker sollen Ihre Märchen für sich belassen, da in den Ländern und Kommunen bzw. die KfW erst in Monaten handlungsfähig sind, bis dahin sind nicht nur die Freiberufler, sondern die Mittelständler insolvent.
    Somit erwartet nicht viel, schaut realistisch in die Zukunft.
    In Asien bekommen Sie Korona im Griff, hier in Deutschland mit Ihrer Förderaldemokratie werden Sie die sogenannte „Soziale“ Marktwirtschaft endgültig an die wand fahren.

    das ist nur Wahlmasche oder habt Ihr hier bzw. in den Medien konkret erfahren, wo man sich hinwenden kann, wer unsere Ansprechpartner sind, welche Bedingungen werden gestellt (wir wollen keine Kredite – die Banken bedanken sich), wann ist das Geld abrufbar…welche Vorgehensweise erfolgt bei Auzsgangssperre / Homeoffice der Verwaltungsangestellten? – Das sind unsere Fragen, der Rest ist nur Panikmache (man hat keine Konzepte – in einer sogenannten Dikatatur z.B. Rußland, die ehemalige DDR da gab es bereits Pläne / Vorgehensweisen – hier nur Halbwissen und Panikmache. Unterhaltet Euch mit den medizinischen Angestellten…da erfahrt Ihr das Richtige.

    Antworten
  15. Dieter Calden schreibt:

    Soforthilfeprogramm der Bay. Staatsregierung – Antrag muss an Eides statt unterschrieben werden!!!
    Kann dies auch jeder?

    Soforthilfe Corona

    Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.
    Antragsberechtigte

    Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

    Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen.
    Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.

    Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass der Antragssteller an Eides statt versichert, alle Angben im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht hat.

    Antworten
  16. Berger schreibt:

    Es ist Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen – wie gut fühlt Ihr euch vom VGSD vertreten?

    Das Treffen von Andreas Lutz mit Olaf Scholz fand am 18.3.2020 statt. Was hat der, haben die VGSD-Vertreter (übrigens angestellt , kein(e) Freiberufler) etwas erreicht? Oder ist die Frage tabu?

    Die Soforthilfe in Bayern gab es schon vorher; außerdem muss, wer Privatrücklagen (z. B. für die Altersvorsorge) hat, diese angreifen, wie der Kollege Dieter Calden schreibt. Ein äußerst erfahrener Finanzminister Scholz, der genau weiß, was geht und was nicht, macht oben folgendes Statement:
    „Meine Idealvorstellung ist, dass die Bank, bei der man sowieso wegen des Kredits nachfragt, diese Beziehung auch aufnimmt, so dass man da gar nicht selber hin muss, und das praktisch als Zuschuss gleich mit einrechnet in die Kreditvergabe.“

    Fällt euch etwas auf? – Das ist ein Null-Ergebnis; die Verantwortung soll an die Banken geschoben werden, ohne, dass die irgendeine Verpflichtung haben. Mein Steuerberater, der viele Freiberufler und Mittelständler betreut, hat heute im Gespräch mit mir abgewunken – das schreibt ja der VGSD selbst. Eine Bank, die rechnen kann, stützt in der Krise die eigene Existenz und die einiger regionaler Arbeitgeber im Mittelstand, sicher nicht die Existenz in Nöte geratener Freiberufler.

    Diplomatie macht sicher beliebt, befriedigende Ergebnisse gibt es nicht. Stimmt der Verhandlungsstil und das Ergebnis?

    Antworten
    1. C. Morgan schreibt:

      Hallo Herr Claden, Herr Kirsch und Herr Berger, mein Kommentar weiter oben war für Sie bestimmt. Der VGSD ist für alle Selbstständige mit Mitarbeitern bis ca. 10 Mitarbeitern offen, nicht nur IT-Freiberufler. Jedoch bekommen IT-Freiberufler diese Probleme zumindest Zeit versetzt. An dieser Stelle wäre natürlich eine Reform der Scheinselbstständigkeit wesentlich zielführender und für den Staat günstiger. Dennoch zeige ich mich solidarisch mit all denen, die in anderen Bereiche tätig sind. Vor allem die vielen Gastronomen, Schausteller und Eisdielen, die traditionell im Winter Rücklagen aufbrauchen. Dieser Virus ist ein Stresstest für alle Systeme. Bitte seien Sie für alle Selbstständige konstruktive und versuchen Sie die Welt nicht nur aus ihrem Blickwinkel zu sehen. Das führte zum Dauervirus Scheinselbstständigkeit.
      .
      Danken möchte ich neben den Menschen in der Medizin und Pflege den vielen namenlosen Helden in den Wasser- und Abwasserwerken, der Energieversorgung und der Telekommunikation, etc. Das Internet ermöglicht arbeiten, lernen und den Zusammenhalt. Schauen wir nach vorne!
      .
      Der Vorstand des VGSD hat meine volle Unterstützung. Sind Sie Mitglieder? Oder möchten Sie von der Arbeit und den Beiträgen der anderen nur profitieren?

      Antworten
      1. Dieter Calden schreibt:

        Ich bin kein Mitglied und möchte es auch nicht werden. Ich war einmal vor Jahren Mitglied beim Vorläufer des VGSD, wenn ich mich richtig erinnern kann, und was da los war wissen wahrscheinlich doch noch einige.
        Ich profitiere auch nicht von der Arbeit und den Beiträgen der anderen, denn ich kann meinen Bereich selbst regeln.
        Es gibt z.B. Möglichkeiten, die Scheinselbständigkeit elegant und gesetzeskonform zu umgehen. Und dafür haben wir, ein Kreis von Freiberuflern, unsere kompetenten Berater.
        So auch in Sachen Vorsorge. Wir zahlen zusammen einen mittleren Betrag an unsere Berater und verlassen uns nicht auf andere Organisationen.
        Wenn andere Organisationen nichts erreichen, dann können wir von denen auch nicht profitieren.
        Wir orientieren uns an unseren Ergebnissen und an den Ergebnissen unserer Berater.
        Und damit sind wir sehr erfolgreich.

        Antworten
        1. Rumpelstzilzchen schreibt:

          Dann schreiben Sie doch bitte ein Buch zum Stein der Weisen in der Scheinselbstständigkeit. Wenn drei unabhängige Anwälte das bestätigen, können Sie die Welt buchstäblich in Deutschland verändern. Monetär hätten Sie wohl keine Sorgen mehr.

          Antworten
        2. Robert schreibt:

          Hallo Herr Calden,
          unter „Dieter Calden“ konnte ich Sie in Google leider nicht finden. Wie ist denn Ihr richtiger Name? Ich wollte sichergehen, dass ich auf keinen Fall aus Versehen eine Geschäftsbeziehung mit Ihnen eingehe und ihnen einen Auftrag erteile.
          Ich finde es unerträglich, wie Sie andere Menschen, die sich in einer existenziellen wirtschaftlichen Krise befinden, verhöhnen.

          Antworten
    2. Ingeborg Kammerer schreibt:

      Hallo Herr Berger,
      mir ist von einer „Vorgängerorganisation“ des VGSD nichts bekannt. Statt Andeutungen zu machen, sollten Sie Ross und Reiter nennen. Wenn Sie irgendwo Mitglied waren, werden Sie ja wohl noch den Namen herausfinden können.
      Im Gegensatz zu Ihnen bin ich seit vielen Jahren Mitglied im VGSD und finde die Arbeit des Verbands hervorragend. Ein Indiz dafür ist, dass er auf solcher Ebene in Gespräche einbezogen wird. Ich nehme nicht an, dass sie schon einmal mit mehreren Bundesministern Gespräche geführt haben, richtig?

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  17. Rudolf Salm schreibt:

    Andreas Lutz versucht alles was möglich ist. Aber die Reaktion von der Bundesregierung und von Scholz kann er leider nicht beeinflussen.
    Auch bei dem Thema Scheinselbständigkeit war Andreas sehr aktiv.
    Der Verhandlungsstil war ok, das Ergebnis leider nicht befriedigend. Aber da kann Andreas nichts dafür.

    Antworten
  18. Petra schreibt:

    Lasst uns von diesen Trollen (Calden, Kirsch, Berger) – vielleicht ist es ja ein einziger) nicht in unproduktive Diskussionen verstricken. Hier geht es um etwas viel Wichtigeres.

    Antworten
    1. Kirsch schreibt:

      Sehr geehrte Frau Petra,
      Kirsch ist ein realer selbstverantwortlicher Unternehmer/Freiberufler, der hier seine Kommentare schreibt.
      Wenn für Unternehmer notwendige objektive Grundlagen/Wissen einem Troll zugeschrieben werden, diese Texte unproduktiv sind, na dann …
      Wenn andere Freiberufler Ihr Unternehmen besser auf Krisen vorbereitet haben – ein Troll, unproduktiv
      Und Frau Petra, Sie schulden die Antwort , was das Wichtige ist.
      Eine Bewertung Ihres Kommentars erspare ich mir, da der Inhalt für sich selbst spricht.

      Antworten
  19. Berger schreibt:

    Liebe Petra,
    nein, das ist nicht ein einziger. Also zur Information: ich schreibe für mich.

    Die Reaktion ist interessant – wer kritisch ist, wird als Troll beschimpft. Ich dachte, der VGSD sei im Grunde demokratisch. Wissen Sie was? Das ist richtig aggressiv. Nicht, über Verhandlungsalternativen und -strategien nachzudenken.

    Kennen Sie Group Think? Das entsteht, wenn „abweichende“ Meinungen nicht mehr zugelassen sind.
    Und lesen Sie meine Beiträge noch einmal nach – Sie finden dort nur Fragen und Gedanken. Und Quellen dazu.
    Sie sind diejenige, die aktiv ausgrenzt. Weil es eine korrekte Position gibt, die Ihrige, die aus Ihrer Sicht für alle steht.

    Leute wie Sie machen mir Angst in einer Demokratie. Menschen, die kritische Leute diskreditieren, weil sie sich als Vertreter der „richtigen“ Position verstehen. Im übrigen hat meine Position mit der eines Herrn Calden inhaltlich wenig gemein. Aber das macht nichts.

    Auf das Thema – wie wird der VGSD vertreten – sind Sie auch nicht eingegangen. Aber es gibt ja nur eine richtige Meinung, das erspart die inhaltliche Auseinandersetzung. So muss sich auch der VGSD nicht hinterfragen. Was wichtig ist, bestimmen Sie. Mir graut.

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  20. Berger schreibt:

    Ich entschuldige mich vorab für den inhaltlichen Beitrag, so als Troll.
    Bei der Soforthilfe gibt es einen wichtigen Aspekt, den Dieter Calden ins Spiel gebracht hat. Ich bin nicht seiner Meinung, nebenbei bemerkt, was Unterstützung für kleine Unternehmen und Freiberufler angeht – obwohl wir doch die gleiche Person sind! Sarkasmus beiseite – er ist für mich einfach ein Kollege, der mit Respekt zu behandeln ist. Auch wenn ich nicht seiner Meinung bin. Das geht tatsächlich und ist für mich Demokratie.
    Das Formular für die bayrische Soforthilfe findet man unter https://www.bayreuth.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/4736004/0ac6d5fa733a527924e0502eebda59f2/antrag-fuer-soforthilfe-data.pdf .
    → bitte LETZTE Seite lesen.
    Dieter Calden schrieb dazu: „Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.“
    Das bedeutet: wer als Freiberufler seine Altersvorsorge „liquidieren“ kann, muss das tun. Was heißt das – muss man Rentenversicherungen auflösen? Aktienfonds sowieso? Ist das Privatvermögen? Werden also die bestraft, die Ihre Altersvorsorge so angelegt haben, dass sie „liquidieren“ können?
    Man unterschreibt an Eides statt – das ist nicht ohne.
    Das ist ein Aspekt, den es bei Verhandlungen zu beachten gilt – ich entschuldige mich natürlich im voraus, dass ich mir so eine Sachargument als Troll erlaube. Mitreden steht mir nicht zu, schon gar nicht bei Verhandlungen.

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    1. Nils schreibt:

      Genau das, zuerst muss man die Altersvorsorge liquidieren, sofern möglich. Was ich an Aktien (bzw. ETF) gehalten habe wurde bereits automatisch in Cash umgewandelt (Stop sei Dank), für Leute die nun an ihre Depots müssen ist das natürlich extrem bitter, aber zumindest drücken die massiven Verluste die Kapitalertragssteuerlast. Dazu kommt noch dass man diese Vorsorge mit versteuertem Einkommen aufgebaut hat. Für viele betrifft das natürlich auch andere Rücklagen die auch mit versteuertem Einkommen in den Vorjahren aufgebaut wurden. Zumindest bei mir rächt es sich nun dass ich EÜR statt Bilanz nutze.

      Antworten
  21. Oliver O. schreibt:

    Die Bundesländer bieten auch diverse Unterstützungen an. Es ist teiweise verwirrend, was alles geht und wo man was beantragen muss; ich wünschte mir hier mehr Übersichtlichkeit und klare Trennung der Zuständigkeiten, denn manche Unterstützungen von Bund und Ländern überschneiden sich.
    Da ich nur einen Mitarbeiter habe (Minijob), wird wohl kein Kurzarbeitergeld anfallen. Evtl. eine Übernahme des Sozialversicherungsbeitrages.

    Unterstützung für meine Gewerbeimmobilie werde ich auf jeden Fall beantragen, da mein Hauptkunde seinen Betrieb am Standort geschlossen hat. Für den Fall der Wiederaufnahme wäre die Immobilie nützlich, weshalb ich sie nicht gleich komplett aufgeben möchte. Würde sehr viel Aufwand bedeuten; und im Falle erneuten Bedarfs und einer Neuanmietung einer neuen Immobilie erneuten Aufwand.

    Prinzipiell gibt es für mich noch Möglichkeiten, Aufträge zu acquirieren, da meine Branche langfristige Projekte laufen hat – etwa im Bereich Autonomes Fahren. Die Bänder bei VW, Audi, BMW und Daimler mögen still stehen; die Software und KI für die Autos wird weiterentwickelt, was durch die Phasenverschiebung sogar zu früherer Serienreife führt.

    Meine Friseurin am Ort hat es schwerer als ich; ich denke mal, sie wird die Unterstützung bekommen, die sie braucht, um nach Abklingen der Krise erneut Schere, Kamm und Föhn schwingen zu können. Sie hat ja auch Ladenmiete zu entrichten!

    Seien wir alle froh, dass wir in Deutschland leben; nur wenigen Ländern geht es in der Pandemie besser, die sind sämtlich in Asien situiert. Vielleicht unterbreche ich eines Tages meine Entwicklungsarbeit, um in der Klinik mitanzupacken, da ich ein Krankenpflegerexamen habe. Wenn ich mir die Ärzte und PflegerInnen in Bergamo oder Cremona anschaue, kommen mir die Tränen: Die schuften bis zum Umfallen!

    Durch die Kontaktreduktionen und die anderen NPIs (Non-Pharmaceutical Interventions) wird sich der Graph der bestätigten Infektionen hierzulande ab nächstem WE merklich abflachen. Das Verdoppelungsintervall etwa in Bayern wird von 3,5 auf 10 Tage und dann immer mehr anwachsen, was dazu führt, dass das logarithmisch abgetragene Wachstum keine Gerade mehr sein wird. Meine Hoffnung ist, dass das alles noch rechtzeitig eintritt, um den Druck auf die Betten nicht überschießen – sprich größer als die Bettenkapazität werden zu lassen. Dann ist zwar der Peak der Summe aller akut Infizierten noch längst nicht erreicht; allerdings können bei konstantem und genügend langsamem Wachstum jederzeit ausreichend Intensivplätze bereit gehalten werden, da die Zahl der neuen Notfälle derjenigen der Genesenen entsprechen würde.

    Hoffen wir, dass es genau so kommen mag!

    Antworten
  22. G. S. schreibt:

    Sicherheitshalber habe ich mit dem Hinweis auf Corona, das im Februar meine Umsätze halbiert und im März auf ein Drittel zurückfallen ließ, beim Jobcenter einen Antrag gestellt. Ich habe mit den Formularen und zugehörigen Anlagen 250 g Papier bedruckt. Gestern hatte ich zwei Briefe im Briefkasten. Das Jobcenter will jetzt noch 24!!! zusätzliche Unterlagen von mir haben. Die Erstellung bzw. Einholung dieser Unterlagen dauert so um die zwei Wochen. Das ist keine Antragsvereinfachung. Ich würde Euch darum bitten, für dieses Problem, das sicher kein Einzelfall ist, dringlich auf Abhilfe zu dringen. Gern kann ich weitere Auskunft darüber geben.

    Antworten
  23. Berger schreibt:

    Frage an euch als Kollegen – wie nutzt Ihr diese Zeit unternehmerisch?

    Wenn ich mich umschaue unter den Kollegen, trifft es Leute unterschiedlich; manche haben 100 Prozent Auftragsausfall, andere können mit weniger Aufträgen weiter machen, je nach Branche und Schwerpunkt. Viele Kunden müssen gucken, dass sie jetzt ihre Kosten runterfahren, weil deren Umsatz einbricht, oft genauso dramatisch wie bei den Freelancern.
    Ich kann die Kunden, die in der Krise organisieren müssen, nicht mit Kontaktaufnahmen und Anfragen behelligen. Die schlagen sich auch mit Bürokratie herum – Stichwort Anträge Kurzarbeit und Kredite.

    Staatshilfe hin oder her – mich würde interessieren, welches unternehmerische Handeln für euch jetzt Sinn macht. Das „Herunterfahren“ kann noch dauern, und danach geht es nicht für alle gleich gut weiter.
    Klar kann man jetzt die Steuer machen, doch die Frage ist: wie bleibt Ihr sichtbar? Was macht Ihr in Richtung Kunden und Kontakte jetzt für die Zeit nach dieser Zeit?
    Wäre schön, voneinander zu lernen.

    Antworten
    1. H. Reis schreibt:

      Hallo Herr Berger, warum treten Sie nicht einfach in den VGSD ein. Als Mitglied haben Sie Zugang, zu Telekos mit Anwälten, über Tools etc. Und einen besseren Austausch mit anderen Selbstständigen. So wie schreiben, dürften die 8 Euro im Monat kein Problem sein. Ich möchte nicht öffentlich über Strategien diskutieren. Schließlich hat gestern Kevin Kühnert bekannt gegeben für den Bundestag zu kandidieren. An den Rückgang der Planwirtschaft nach der Krise glaube ich nicht. Die IHK darf zum Beispiel Themen wie Scheinselbstständigkeit, lt. Gesetz nicht bearbeiten.

      Antworten
      1. Berger schreibt:

        Danke für den Tipp – ich bin schon lange Mitglied (siehe Antwort oben).
        Meine Kollegen und ich haben gute Erfahrungen gemacht mit dem Austausch; entschuldigen Sie die blöde Frage nach Peer-Beratung. Schließlich kämpft in anderen Weltbildern jeder für sich.
        Erstaunlich, wie viel Abwertung in den Antworten steckt.

        Antworten
        1. H. Reis schreibt:

          Ihre Frage ist keines Wegs blöd. Falls es Sie verletzt hat, tut es mir leid. Warum schlagen Sie nicht eine Arbeitsgruppe für Ihren Themen als Mitglied vor? Ich habe sehr viel negative Erfahrungen mit öffentlichen Diskussionen gemacht. Leider hat die Gesellschaft die soziale Marktwirtschaft verlernt. Linke Gewerkschafter beherrschen nicht immer das Fair-Play.

          Antworten
  24. Billy schreibt:

    Servus.
    Da auch bei mir diverse bzw. alle Arbeits Termine abgesagt worden sind und verschoben wurden auf „wenn sich die Lage bessert,“ bin soweit berechtigt den Antrag „Soforthillfe für Selbstständige“ zu stellen.

    Bei dem Punkt „6. Höhe des entstandenen Liquiditätsengpasses“ ist es so schwammig formuliert das ich garnicht genau weiß was ich da eintragen soll.
    Eine genau Definition gibt es nicht.

    Ich will auf keinen Fall zuviel angeben aber auch auf nichts verzichten da ich nicht weiß wann es wieder losgeht.
    Mich als Einzelunternehmer bringt der Umsatzstopp in allen Ebenen in Existenzgefahr.
    Ob die Privatmiete, Strom, Nebenkosten, Kosten fürs Firmenfahrzeug, Sprit, Versicherungen (Betriebs, Lebens, Arbeitsunfähigkeits, PKV usw), als auch der Lebensmitteleinkauf, Privateinkäufe über die Kreditkarte und sonstige Ausgaben die bereits getätigt sind und bald abgebucht werden, bringen mich in Exsistenzschwierigkeit.

    Muß ich jetzt mein Gewerbliche und Private ausgaben getrennt berchnen und nur das Gewerbliche eintragen.
    Bei Einzelunternehmern ist es schr schwer zwischen Privat un Gewerblich zu unterscheiden. Ist ja die selbe Person.
    Vielleicht weiß da jemand mehr.

    Grundsicherung zu beantragen würde ich wirklich nur ungerne beantragen, wie Hr.Dr. Lutz gesagt hat…wir wissen nicht was danach ist.
    Wenn mir aber das Geld fehlt meine privaten Ausgaben zu bezahlen geh ich unter und natürlich geht auch meine Firma unter.

    Nur am rande…Einerseits heißt es das es das es unbürokratisch zugeht aber im Antrag wird dann gedroht ab Punkt 8. mit insgesamt 11.Punkten was und wie, inklusive Verpflichungen, Erklärungen, Versicherungen, Eides statt.
    Mit verpflichtung zur Überprüfungs-einverständnis.
    Da steckt man echt in der zwickmühle..
    „Einer etwaigen Überprüfung durch den Bayerischen Obersten Rechnungshof, den
    Genehmigungsbehörden und der Europäischen Kommission stimme ich zu.
    Hab nix zur verbergen aber…
    Ich muß doch eh meine Steuer abgeben und alles angeben….daher wird es tatsächlich geprüft im normalem Rahmen. Da muß doch nicht gesondert gedroht werden.

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  25. Berger schreibt:

    Je mehr ich zu den „Soforthilfen“ erfahre, desto ernüchterter bin ich. Gar nichts ist gut – leider.
    Mein Steuerberater hat mir erklärt: die Soforthilfen sind nur für geschäftliche Ausgaben gedacht (gewerbliche Miete, direkte geschäftliche Ausgaben). Wer wegen des „Shutdowns“ keine Aufträge, keine Einnahmen und damit auch keine Privateinnahmen mehr hat, kann gucken, wo er damit bleibt.
    Es geht weiter: wer Hilfe zum Lebensunterhalt braucht, kann theoretisch ALGII beantragen. Praktisch macht das nur Sinn, wenn man weniger als das geringe Vermögen hat, das man dann behalten darf (siehe dazu https://www.templin-thiess.de/blog/selbstst%C3%A4ndig-und-hartz-iv-die-wichtigsten-fragen-und-antworten).

    Pech hat jetzt, wer selbständig ist, alleine lebt und/oder einen Großteil des Haushaltseinkommens erwirtschaftet; auch Alleinerziehende sind dran, wenn sie nicht zufällig Aufträge haben, die auch in der Krise bleiben. Das ist bei vielen nicht der Fall, denn die Rezession wird kommen – um das nachzuvollziehen, braucht man nicht einmal Wirtschaftsweiser zu sein (siehe https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/coronakrise-deutschland-vor-der-rezession-die-drei-szenarien-der-wirtschaftsweisen/25695366.html?ticket=ST-1564544-ZILsFBEB09Kh1xqMYZap-ap4 ). Da muss ich nur mit meinen teilweise verzweifelten mittelständischen Kunden reden.
    Tja, so bleiben wir sitzen auf den Kosten, die nun einmal enstehen, wenn man lebt, wohnt, isst, Kinder versorgt. Übrigens, wer noch „Liquidität“ hat, weil er im ersten Quartal 2020 gut gewirtschaftet hat, muss das aufbrauchen.
    Also: schön die Rücklagen für die Altersvorsorge für die Miete nutzen. Für Hartz 4 wird definitiv nachgeprüft, ob man Rücklagen hat – und zwar akribisch. Bürokratie geht immer.
    Bei allem Respekt für das Engagement: für die, die das trifft, hat der VGSD auch nicht so viel erreicht.
    Und bald kommt ja die staatliche Zwangsaltersvorge. Schön, dass wir jetzt die Rücklagen aufbrauchen dürfen, um dann in Kürze überprüft zu werden, ob wir auch vorgesorgt haben! Wir sind doch solcher Verschwender.
    Poltisch kommen die „Soforthilfen“ natürlich gut – sie suggieren, den Selbständigen würde geholfen, und das auch noch „unbürokratisch“. Fake it.

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  26. Berger schreibt:

    Update – die Bedingungen zur Soforthilfe haben sich geändert – zumindest in einem Bundesland. In Baden-Württemberg entfällt, so hat heute ein Steuerberater informiert, die Priorität, zuerst Privatvermögen aufzubrauchen. Dazu kann man als Liquiditätshilfe pro Monat einen Unternehmerlohn von Euro 1180 geltend machen sowie alle geschäftlichen Ausgaben (auch dazu gibt es noch unterschiedliche Angaben – leider).
    Bitte prüft es für euch nach – aktuelle Infos findet Ihr z. B. auf https://kanzlei-ruehrschneck.de/soforthilfe-corona-in-baden-wuerttemberg/ .
    Ein heilloses Durcheinander.

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