Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Nachgefragt: Wie entwickelt sich in der Krise die Nachfrage nach hochqualifizierten selbstständigen Experten?

Jan Jagemann, Vorstand der Krongaard AG, in seinem Home Office, Foto: privat

In der Reihe „Nachgefragt“ sprechen wir mit ganz unterschiedlichen Menschen und fragen nach, wie es Ihnen in Zeiten von Corona geht.

Jan Jagemann ist Gründer und Vorstand der Krongaard AG, einer großen Personalagentur in Hamburg. Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Selbstständige Wissensarbeit ist er seit Jahren engagierter Mitstreiter für mehr Rechtssicherheit beim Thema Scheinselbstständigkeit. Wir sind weiterhin im Austausch und Jan Jagemann setzt sich auch jetzt, in Zeiten von Corona, in Gesprächen bei Politikern für wirkungsvolle Hilfen für Solo-Selbstständige ein.

Wir wollten von ihm wissen, wie sich die Nachfrage nach hochqualifizierten selbstständigen Experten bei den Auftraggebern von Krongaard entwickelt:

„Wir haben gut zu tun, um hier um alles am Laufen zu halten mit 120 Leuten im Home Office. Aber bisher, und das ist vielleicht auch mal ein positives Signal an die gesamte Freelancer Community, erleben wir viele besonnene Kunden, die ihre Projekte weiterführen, nicht verschieben, sondern Kurs halten und auch die selbständigen Expertinnen/Experten (mittlerweile 90 Prozent remote) in den Projekten halten.“

 

„Es gibt auch neue Projekte, selbst in diesen Zeiten“

„Dazu muss man sagen, dass wir hier in den wissensbasierten Beratungsprojekten natürlich auch nur einen kleinen Teil des Freelance-Projektmarktes abbilden. Uns ist bewusst, dass es in manch anderen Ecken sicher noch viel herausfordernder ist. Hoffen wir, dass wir bald erste positive Signale sehen und hören und die Einschränkungen und Maßnahmen schnell Erfolge zeigen.

Und es gibt auch neue Projekte, selbst in diesen Zeiten, denn es entstehen auch neue Herausforderungen, neue Digitalisierungsprojekte, Videoconferencing, Digital Learning, Prozessberatung, rechtliche Vorgaben, die umgesetzt werden müssen usw. Hier gibt es natürlich große Unterschiede von Branche zu Branche. Manche bremsen stark, andere spüren keine Rückgänge und haben einen langen Atem in ihren strategischen Projekten, planen jetzt bereits für die Zeit nach dieser Phase.

Da sehen wir auch bereits erste neue Projekte, die aus Learnings aus dieser Krise resultieren. Aber erstmal gilt für uns: alles tun, um unsere Freelancer gut zu informieren, frühzeitig um Vertragsverlängerungen zu kümmern und auch in diesen Zeiten nach neuen Projektaufgaben für unsere selbständigen Partner zu suchen.

Bleibt alle gesund und passt auf euch auf!“

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