Zum Inhalt springen
Mitglied werden

Lesetipp Zwei Studien unter der Lupe Wie gründet Deutschland?

Nach einer langen Durststrecke steigt die Zahl der Gründungen in Deutschland wieder an. Die Gründer/innen werden jünger, digitaler und der Trend geht zur Solo-Selbstständigkeit: Wir analysieren zwei aktuelle Studien zum Gründungsgeschehen und ordnen die Ergebnisse ein. 

Die Gründer/innen in Deutschland werden im jünger, die Gründungsvorhaben immer digitaler.

Mit dem KfW-Gründungsmonitor 2026 und dem Länderbericht Deutschland des Global Entrepreneurship Monitors 2025/26 (kurz: GEM) sind kürzlich zwei breit angelegte Studien erschienen, die das Gründungsgeschehen in Deutschland untersuchen. Wir haben beide Erhebungen angesehen und fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen. 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Zahl der Gründer/innen in Deutschland nimmt wieder zu, getrieben vor allem durch Gründungen im Nebenerwerb
  • Im internationalen Vergleich bewegt sich Deutschland im oberen Viertel und hat seit letztem Jahr sieben Plätze gut gemacht
  • Die Gründer/innen werden immer jünger. Durchschnittsalter in 2025 laut KfW-Gründungsmonitor: 34,2 Jahre
  • Unter den Gründer/innen gibt es überproportional viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte
  • Rahmenbedingungen: Öffentliche Förderprogramme erhalten laut GEM Bestnoten, die schulische Gründungsausbildung schneidet aber schlecht ab 

Zu den Studien

Für den KfW-Gründungsmonitor 2026 wurden 50.000 in Deutschland ansässige Menschen zwischen 18 und 67 Jahren telefonisch und online repräsentativ befragt. Der Begriff "Gründer/innen" ist hier weit definiert: Er umfasst Menschen, die in den 60 Monaten vor dem Interview eine Selbstständigkeit begonnen haben – egal, ob in Voll- und Nebenerwerb, ob sie sich freiberuflich und gewerblich, per Neugründung, Beteiligung oder Übernahme selbstständig gemacht haben – und kommt entsprechend zu vergleichsweise hohen Zahlen. Für die Befragung ist unerheblich, ob die Gründung zum Interview­zeitpunkt noch besteht oder bereits wieder aufgegeben wurde. 

Für die Bevölkerungsbefragung des Global Entrepreneurship Monitors 2025/26 (GEM) wird eine repräsentative Stichprobe der erwachsenen Bevölkerung (18 – 64 Jahre) gezogen und ermittelt, wie hoch der Anteil der Personen ist, die aktuell in Gründung sind, eine Gründung planen oder gerade gegründet haben. 2025 wurden dafür über 150.000 Menschen mit einem Fragebogen befragt.

Wie viele Gründungen gibt es in Deutschland? 

Die Zahl der Gründungen hierzulande steigt, das zeigen beide Studien deutlich. Laut KfW-Gründungsmonitor 2026 gab es im Jahr 2025 in Deutschland 690.000 Gründer/innen, im Vorjahr waren es noch 585.000 Gründer/innen. 86 Prozent der Gründungen waren Neugründungen. Sogenannte "derivative Gründungen", die auf einem schon bestehenden Unternehmen aufbauen, waren mit 14 Prozent seltener vertreten. 

Die Zahl der Gründungen ist seit den frühen 2000ern stark gesunken. Erst in den letzten Jahren ist eine leichte Erholung zu beobachten. 

Mit dem Anstieg des Gründungsgeschehens setzt sich eine seit wenigen Jahren zu beobachtende, sanfte Trendumkehr fort. Sie ist auch bitter nötig, denn seit der Jahrtausendwende war die Zahl der Gründungen in Deutschland deutlich gesunken, 2002 etwa gab es laut KfW-Gründungsmonitor noch rund 1,5 Millionen Existenzgründungen.

Ausgehend von den frühen 2000ern war die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland jahrelang im Sinkflug, wie die Tabelle oben eindrücklich zeigt. Erst seit Kurzem zeigt sich eine leichte Erholung der Gründungsintensität. Die vergleichsweise hohen Gründungswerte von damals aber sind längst noch nicht wieder erreicht.  

Eine Trendumkehr in Sachen Gründungen zeigt auch der Global Entrepreneurship Monitor (GEM). Wichtig zu verstehen, ist dabei: Während der KfW-Gründungsmonitor bereits stattgefundene Gründungen untersucht, arbeitet der GEM mit der sogenannten TEA-Gründungsquote:

Die TEA-Gründungsquote

TEA steht für "Total early-stage Entrepreneurial Activity" (TEA). Die vom Global Entrepreneurship Monitor (GEM) erhobene TEA-Gründungsquote umfasst den Anteil der Personen an den 18-64-Jährigen, die während der letzten dreieinhalb Jahre ein Unternehmen gegründet haben oder zum Zeitpunkt der Befragung noch dabei sind, eines zu gründen. Damit gibt sie Auskunft über direkte Gründungsaktivitäten und das Gründungspotenzial in der Bevölkerung. Eine TEA-Gründungsquote von 13 Prozent bedeutet also, dass 13 Prozent der 18- bis 64-Jähren zum Zeitpunkt der Befragung gerade gegründet haben, aktuell gründen oder eine Gründung planen. 

Laut GEM-Länderbericht erreichte die TEA-Gründungsquote in Deutschland 2025 mit einem Wert von 13 Prozent sogar ein neues "Allzeithoch", nachdem sie bereits letztes Jahr mit 9,8 Prozent einen damals neuen Höchstwert geknackt hatte. Die GEM-Messungen gehen jedoch nur bis ins Jahr 2005 zurückgehen, als die Gründungszahlen schon stark gesunken waren. Das jetzige, im GEM-Länderbericht angegebene Allzeithoch ist also im Vergleich zu einem sehr niedrigen Ausgangsniveau zu lesen: Zwischen 2005 und 2018 lag die TEA-Gründungsquote immer zwischen drei und sechs Prozent, 2019 überschritt sie erstmals die 7-Prozent-Marke. Seitdem erhöht sie sich – mit Ausnahme des Coronajahrs 2020 – weiter. 

Erholung der Gründungszahlen fängt Rückgang der Selbstständigkeit bis dato nicht auf

Wichtig für die größere Einordnung ist folgendes: Die Zahl der Gründungen steigt zwar nach einer langen Durststrecke wieder an, bewegt sich allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als Anfang der 2000er Jahre. Die Zahl der Gründungen sagt zudem noch nichts darüber aus, wie viele davon auch in drei, fünf oder zehn Jahren noch ihrer Selbstständigkeit nachgehen. 

Die Zahl von Selbstständigen im Haupterwerb etwa ist zwischen 2016 und 2025 von deutlich über 4,1 Millionen auf heute nur noch knapp 3,5 Millionen Selbstständige gesunken ist – das zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken aus dem Juni. Bis dato hat es die leichte Erholung in der Gründungstätigkeit also nicht vermocht, den Rückgang der Selbstständigkeit in Deutschland insgesamt aufzufangen.

Wie erklärt sich der Anstieg im Gründungsgeschehen? 

"Die positive Entwicklung wurde maßgeblich durch Nebenerwerbsgründungen getrieben", heißt es dazu im KfW-Gründungsmonitor. Demnach gab es 2025 483.000 Nebenerwerbsgründungen nach 382.000 im Jahr 2024. Weil Nebenerwerbsgründungen aktuell einen so wichtigen Faktor im deutschen Gründungsgeschehen bilden, beleuchten wir sie in einem eigenen Beitrag, den du hier lesen kannst.

Die Zahl der Vollerwerbsgründungen dagegen hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert, sie lag 2025 bei 206.000. Während im Jahr 2003 noch 681.000 Menschen im Vollerwerb gegründet haben, waren es 2025 nur noch 207.000, also weniger als ein Viertel.

Den Autor/innen des GEM-Länderberichts zufolge "könnte zumindest eine Teilerklärung [Anm. d. Red: für die steigenden Gründungszahlen] in der zunehmend angespannten Lage am Arbeitsmarkt liegen. Die Arbeitslosenquote steigt seit 2023 deutschlandweit sukzessive an und lag im Jahr 2025 bei 6,3 %. Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus sind ein verbreitetes Motiv, um ein Einkommen abseits der abhängigen Beschäftigung zu erzielen."

Motive: Warum gründen die Menschen? 

Auf eine Verbindung zum angespannten Arbeitsmarkt deuten auch die erhobenen Gründungsmotive hin: Laut GEM wurde das Gründungsmotiv "um den Lebensunterhalt zu verdienen, weil Arbeitsplätze selten sind" im Jahr 2025 mit 62,1 Prozent deutlich öfter genannt als im Vorjahr (52,2 Prozent). Als Hauptmotiv für ihre Gründung nannten die Befragten, dass sie "großen Wohlstand oder ein sehr hohes Einkommen" erreichen wollen (65,4 Prozent). 

Einen noch etwas differenzierteren Blick auf die Motivlage erlaubt der KfW-Gründungsmonitor, dort nämlich werden Vollerwerbs- und Nebenerwerbsgründungen separat erfasst. Und hier zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Frage, warum die Menschen in die Selbstständigkeit starten. Bei den Vollerwerbsgründungen steht das Motiv "Unabhängigkeit" ganz oben. Bei den Nebenerwerbsgründungen steht an mit Abstand erster Stelle ein finanzielles Motiv – das oben schon genannte "höhere Einkommen". 

Weniger Teamgründungen, Trend geht zur Solo-Selbstständigkeit

Schon seit 20 Jahren gibt es einen "schleichenden Trend" zu Solo-Gründungen, heißt es außerdem im KfW-Gründungsmonitor 2026. Demnach gibt es immer weniger Gründungsteams, sie machten 2025 nur noch 14 Prozent aller Existenzgründungen aus. Von den verbleibenden 86 Prozent der Solo-Gründungen gehen 68 Prozent auf das Konto von Solo-Selbstständigen, die keine Mitarbeitenden beschäftigen.

Die deutsche Gründerlandschaft wird jünger und jünger

Die Gründer/innen in Deutschland werden immer jünger. Laut KfW-Gründungsmonitor lag der Anteil der Gründer/innen unter 30 Jahren in 2025 bei 40 Prozent (2020 waren es noch 32 Prozent), ihr Durchschnittsalter lag 2025 bei 34,2 Jahren. Mehr als ein Fünftel der Gründer/innen startete direkt aus dem Studium heraus in die Selbstständigkeit. 

Auch der GEM-Landesbericht zeigt seit 2018 eine Verschiebung hin zu jüngeren Altersgruppen. Der Anteil der TEA-Gründer/innen zwischen 18 und 24 Jahren hat sich seitdem fast verdoppelt (von 12,9 auf 23,4 Prozent). Auch bei den 25- bis 34-Jährigen gab es einen beträchtlichen Anstieg von 16,5 auf 22,2 Prozent. 

Die Gründerlandschaft in Deutschland hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich verjüngt.

Wie ist der Frauen- und Männeranteil unter den Gründer/innen?

Hier weichen die Ergebnisse der beiden Studien voneinander ab. Der KfW-Gründungsmonitor stellt für 2025 einen leichten Rückgang des Gründerinnen-Anteils fest auf 35 Prozent (von 36 Prozent in 2024 und noch etwas stärker vom langjährigen Durchschnitt von 39 Prozent). Der Rückgang geht insbesondere darauf zurück, dass Frauen deutlich seltener im Vollerwerb gründen; bei den Nebenerwerbsgründungen blieb der Gründerinnenanteil stabil. 

Laut GEM-Landesbericht hingegen erfolgten 2025 von 100 Gründungen 42 durch Frauen und 58 durch Männer. Die TEA-Gründungsquote der Frauen erreichte mit 10,9 Prozent einen neuen Höchststand (gleiches gilt für die TEA-Gründungsquote von Männern mit 15 Prozent). In anderen Ländern sind die Unterschiede zwischen Geschlechtern teils deutlich stärker ausgeprägt. 

Wir können nicht abschließend beurteilen, wie diese abweichenden Ergebnisse zustande kommen – unsere Vermutung ist, dass sie in der unterschiedlichen Methodik der beiden Studien begründet liegen: Während der KfW-Gründungsmonitor ausschließlich Menschen befragt, die sich bereits selbstständig gemacht haben, bezieht der GEM auch solche ein, die noch gründen wollen oder gerade dabei sein.

Unter den Gründer/innen sind überproportional viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte

Einig hingegen sind sich beide Studien in der Erkenntnis: Unter den Gründer/innen hierzulande gibt es besonders viele Menschen mit Migrationsgeschichte. Der KfW-Gründungsmonitor berichtet davon, dass 2025 34 Prozent der Gründer/innen eine Einwanderungsgeschichte hatten, sprich dass entweder sie selbst oder beide Elternteile nach Deutschland eingewandert sind, so die Studien-Definition. "Damit gründeten Personen mit Einwanderungshistorie relativ zu ihrem Bevölkerungsanteil überproportional häufig", heißt es bei der KfW. 

Viele Akademiker/innen wählen den Weg in die Selbstständigkeit

Dem GEM-Länderbericht zufolge hat fast die Hälfte (46 Prozent) der TEA-Gründer/innen einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, gefolgt von 18 Prozent mit einem Abschluss an einer Berufsfach- oder Handelsschule. 16 Prozent sind Meister/innen oder Techniker/innen oder haben einen Abschluss an einer Berufs- oder Fachakademie, 13 Prozent haben eine Lehre abgeschlossen. 

Auch die KfW stellt fest, dass der Anteil akademischer Gründungen im Trend zulegt. Im Detail unterscheiden sich ihre Ergebnisse von denen des GEM, was an der unterschiedlichen Gruppenzusammensetzung der Befragten liegen dürfte. Ihr zufolge betrug der Anteil der Gründer/innen mit akademischem Abschluss im Jahr 2025 34 Prozent – 2007 lag er noch bei 26 Prozent. Wichtig: Die Autor/innen geben zu bedenken, dass der statistische Anstieg der Akademiker/innen, die gründen, eine Nachwirkung des Bologna-Prozesses sein könnte: "Wer […] heute während seines Master-Studiums gründet, hat bereits den Bachelor-Abschluss gemacht und fällt unter die Definition einer akademischen Gründung. Gründerinnen und Gründer, die früher während des Diplom-Studiums gründeten, hatten (typischerweise) noch keinen anderen akademischen Abschluss."

Hemmnisse und Rahmenbedingungen

Doch auch, wenn die Gründungszahlen in Deutschland steigen, gibt es einige Hemmnisse, die Gründungen hierzulande erschweren oder gar verhindern können. Die für den KfW-Gründungsmonitor befragten Gründer/innen geben "Bürokratie" als Hemmnis Nummer 1 an (64 Prozent). Im Schnitt 25 Prozent ihrer Wochenarbeitszeit müssen die Befragten zur Erfüllung bürokratischer Vorschriften aufwenden, wobei die individuellen Aufwände sehr ungleich verteilt seien. Aber auch die Kundengewinnung scheint sich immer herausfordernder zu gestalten: 57 Prozent nannten sie als Hemmnis – mehr als doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren. 

Außerdem gilt: Von den Menschen, die eine Gründung planen, geben jedes Jahr gut vier von zehn ihre Gründungspläne auf. Viele Gründungen finden also gar nicht erst statt – von überragender Bedeutung hierfür ist laut KfW-Gründungsmonitor nicht etwa die Bürokratie oder Probleme bei der Kundengewinnung: In dieser Gruppe sind es vor allem finanzielle Risiken, die die Menschen davon abhalten, ihre Gründungspläne in die Tat umzusetzen. 

Der GEM-Länderbericht wirft einen Blick vor allem auf die strukturellen, gründungsbezogenen Rahmenbedingungen in Deutschland. Sie werden seit 2022 etwas schwächer beurteilt als in den Jahren zuvor. "Öffentliche Förderprogramme erhalten vonseiten der GEM-Expertinnen und -Experten seit Jahren die höchste Bewertung, die schulische Gründungsausbildung die niedrigste Bewertung", heißt es dazu im Bericht und weiter: "Als nicht gründungsbegünstigend werden vor allem gesellschaftliche Werte und Normen sowie die schulische Gründungsausbildung eingeschätzt." (Lesetipp hierzu: unser Interview mit Kerstin Heuer, die ein unternehmerisches Mindset in Schüler/innen wecken will)

Internationaler Vergleich: Deutschland überholt sieben Länder in einem Jahr

Der Global Entrepreneurship Monitor untersucht Unternehmensgründungen im internationalen Vergleich: Deutschland bildet dabei eine Gruppe mit insgesamt 26 anderen Ländern mit ähnlicher Einkommensklasse und vergleichbaren politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. 

Mit seiner TEA-Gründungsquote von 13 Prozent liegt Deutschland 2025 auf Platz sechs der 26 dargestellten Länder "und reiht sich damit erstmals in das oberste Viertel der Länder mit vergleichbaren ökonomischen Rahmenbedingungen ein", heißt es im Länderbericht. Innerhalb nur eines Jahres hat Deutschland damit sieben andere Länder überholt, nämlich Estland, die Slowakei, Kroatien, Südkorea, die Schweiz, Luxemburg und Norwegen. 

In seiner Vergleichsgruppe liegt Deutschland mit seiner TEA-Gründungsquote aktuell auf Platz sechs.

Auch die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen unterzieht der GEM einem internationalen Vergleich: Hier landet Deutschland auf Platz 17 in einer Gruppe von (in diesem Fall) 28 Ländern und bewegt sich damit auf einem ähnlichen Level wie Israel, Schweden, Norwegen und Österreich. Die Bestnoten in Sachen gründungsbezogener Rahmenbedingungen gehen an Taiwan, Litauen und Südkorea. Besonders schlecht schneiden die Slowakei, Ungarn und Slowenien ab.

Empfehlungen der Rentenkommission könnten weiteren Gründungsschub in den nächsten Monaten auslösen

Auch wenn bei den Rahmenbedingungen noch Luft nach oben ist und die Gründungen immer öfter im Nebenerwerb stattfinden: Dass sich der bisherige und langjährige Trend umkehrt und wieder mehr Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, ist ein erfreuliches Signal. 

Mit Blick auf die nächsten Monate besteht außerdem Grund zur Hoffnung, dass es einen weiteren Gründungsschub geben könnte. Denn die Rentenkommission empfiehlt, künftig alle Neu-Gründer/innen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen (mehr dazu erfährst du in diesem Beitrag). Sollte die Regierung diese Empfehlung umsetzen – und danach sieht es aus – können sich Gründer/innen nur noch bis zu einem Stichtag dafür entscheiden, ausschließlich privat für ihr Alter vorzusorgen. Das könnte zum Beispiel der Tag des Inkrafttretens des entsprechenden Gesetzes sein, vielleicht wird der Stichtag aber auch auf einen früheren Zeitpunkt festgelegt.

Nach dem Stichtag soll für alle Neu-Selbstständigen eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung gelten, nur Bestands-Selbstständige sollen dann einen Vertrauensschutz genießen. Wer also mit einer Gründung liebäugelt und sich privat rentenversichern will, der sollte jetzt also schnell sein und genau mitverfolgen, wie die weiteren Pläne der Regierung aussehen – wir halten dich selbstverständlich auf dem Laufenden.

Du hast kürzlich gegründet oder steckst gerade mittendrin?

Dann herzlichen Glückwunsch zu deiner Gründung! Beim VGSD findest du jede Menge Know-how für dein Gründungsvorhaben – auf unserer Themenseite Gründung zum Beispiel gibt es viele aktuelle Beiträge, Talk-Mitschnitte, Angebote etc. rund ums Thema Gründung. 

Außerdem können wir aus eigener Erfahrung sagen: Ein gutes Netzwerk ist das A und O nicht nur in der Gründung, sondern auch in der Selbstständigkeit darüber hinaus. Deshalb bildet sich im VGSD gerade eine neue Gruppe für Gründer/innen – ein erstes Treffen ist für den 30. September geplant. Sei gern dabei und vernetze dich mit anderen Menschen, die ebenfalls gerade gründen – deutschlandweit und über alle Branchen hinweg. Nutze die Gelegenheit für einen offenen Austausch in einem geschützten Rahmen über alles, was dich in deiner Gründung bewegt. Nach der Sommerpause soll es losgehen: Wenn du Interesse hast, meld dich gern unter info@vgsd.de, dann geben wir dir zum Start der Gruppe Bescheid. Wir freuen uns auf dich! 

Neuester Hilfreichster Kontroversester
Kommentar schreiben
Abbrechen

Du möchtest Kommentare bearbeiten, voten und über Antworten benachrichtigt werden?

Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden

Zum Seitenanfang

#

#
# #