Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Corona-Krise: So unterstützen Frankreich, Italien und Spanien Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer

Spanien unterstützt die Wirtschaft mit 200 Milliarden Euro; Foto: Efraimstochter, pixabay

Nicht nur in Deutschland sind die Selbständigen von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise stark betroffen, sondern auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Frankreich, Italien und Spanien. Wir haben recherchiert, wie diese Länder versuchen, Kleinunternehmen und Selbstständigen unter die Arme zu greifen. Die Hilfen sind ganz unterschiedlich.

Hilfe für Unternehmen in Frankreich

Der französische Präsident Emmanuel Macron teilte am Montagabend in einer Fernsehansprache mit, es werde umfangreiche Hilfen für Unternehmen jeder Größe geben. Demnach soll beispielsweise die Zahlung von Steuern und fälligen Sozialversicherungsbeiträgen aufgeschoben werden können. Er spricht auch ein Lob für das deutsche System aus, welches einfacher ist als das Französische, so Macron. Weiterhin ist explizit die Rede davon, die „Unabhängigen zu schützen“ und nicht nur Unternehmen und Arbeitnehmer. Dafür „werden alle notwendigen Schritte unternommen werden“. So möchte der Präsident eine Wirtschafts- und Finanzkrise unbedingt vermeiden und wartet auch auf eine europäische Antwort.

 

600 Euro Einmalzahlung an Selbstständige in Italien

Italiens Regierung nimmt insgesamt 25 Milliarden Euro in die Hand, um die Wirtschaft zu stützen, berichtete das Handelsblatt. Der größte Teil davon dient dazu, Familien zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass Beschäftigte ihren Arbeitsplatz behalten können. Weiterhin sollen Saisonarbeiter und Selbstständige im März 600 Euro als Einmalzahlung erhalten. Zudem wird ihnen möglich, Kreditraten bis zu 18 Monate lang auszusetzen und auch Abgaben, Steuern und Gebühren können sie bis zum 31. Mai zinsfrei aufschieben, so der staatliche italienische Rundfunk Rai.

 

Spanien plant mit 200 Milliarden Euro für Wirtschaft

Spanien plant, die Wirtschaft im Inland mit 200 Milliarden Euro zu unterstützen. In dem 45 Seiten langen Dekret ist auch Hilfe für Selbstständige vorgesehen. Demnach soll Selbstständigen ein Zahlungsaufschub bei Hypotheken gewährt werden. Außerdem sollen mittlere und kleine Unternehmen Geld erhalten, um die Liquidität weiterhin garantieren zu können.

 

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