Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Erfahrungsaustausch: Corona-Hilfen für Selbstständige in Berlin

Wappen von Berlin, Abbildung: skeeze, Pixabay

Hier wollen wir gemeinsam mit euch erarbeiten, was über die Bedingungen und Vergabepraxis der Corona-Hilfen für in Berlin ansässige Selbstständige bekannt ist.

(Neben einem eigenen Länderprogramm vergibt Berlin auch die Zuschüsse des Bundes. Zu den hierfür bundesweit einheitlich geltenden Rahmenbedingungen haben wir eine eigene Seite zum Erfahrungsaustauch eingerichtet.)

 

Bitte hilf mit…

… indem du deine Fragen und Antworten zu diesem Thema, deine Erfahrungen, von offizieller Seite erhaltene Auskünfte usw. unten per Kommentar mit den anderen Mitgliedern teilst – am besten mit Link auf die Quelle (wenn es eine gibt).

Unser Plan ist, die wichtigsten Fakten und Tipps dann hier als Beitrag zusammenzufassen. Danke fürs Mitmachen! (Seiten-Pate gesucht)

Achtung:

Seit einigen Wochen sind gefälschte Nachrichten der IBB in Umlauf, die an das schlechte Gewissen der Antragstellers appellieren. Man soll zurück überweisen – an ein Konto, das dann einem Betrüger gehört! Falls jemand der Meinung ist, die Zuschüsse zurück zahlen zu müssen, ist es ratsam die Webseite der IBB zu besuchen. Betreffend Rückzahlungen steht dort:

Sollten Sie nach der Antragstellung feststellen, dass Sie nicht dazu berechtigt sind oder zu viel beantragt haben, zahlen Sie bitte den Zuschuss teilweise oder vollständig wie folgt zurück:

Kontoinhaber: Investitionsbank Berlin
IBAN: DE77 1011 0400 0010 1104 00
Verwendungszweck: Rückläufer zu Antrags-ID Cxxx-xxxx v. tt.mm.2020

Bitte setzen Sie hinter das Wort „Rückläufer“ den Verwendungszweck der Auszahlung mit Ihrer individuellen Antrags-ID und dem Datum der Auszahlung.

Prinzipielles

Es gibt einen „Corona Zuschuss“ und eine „Rettungsbeihilfe Corona“. 

Der Corona Zuschuss kommt aus dem vom Bund beschlossenen „Corona-Schutzschild“ und muss nicht zurückgezahlt werden.

Die Rettungsbeihilfe Corona besteht aus Liquiditätshilfen in Form von zinslosen Überbrückungskrediten bis zu einer Höhe von 0,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren und kann von KMU in Anspruch genommen werden.

ABER: Das Land Berlin hat für die IBB vorerst einen Kreditrahmen an bisher gesunde Unternehmen in Höhe von 100 Mio. EUR beschlossen und eine Erhöhung auf 200 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Wenn alle Anträge, die momentan kundenseitig in Bearbeitung sind, bewilligt würden, beliefe sich das Volumen auf mehr als 300 Mio. EUR.

Deshalb werden bis auf Weiteres die Annahme weiterer Anträge ausgesetzt, um mit den zuständigen Senatsverwaltungen das weitere Vorgehen zu beraten. Die bereits eingegangenen Anträge werden alle bearbeitet.

Vereinbarkeit Länder- mit Bundesprogramm

Sollten Sie in Ihrem ersten Antrag auf Corona Zuschuss bereits Bundesmittel beantragt haben, können Sie keinen weiteren Antrag auf Bundesmittel stellen. Dies ist unabhängig von der beantragten Höhe in Ihrem ersten Antrag.

Sollten Sie in Ihrem ersten Antrag nur Landesmittel und keine Bundesmittel beantragt haben, können Sie nun in einem neuen Antrag Bundesmittel beantragen.

Sollten Sie für mehrere Unternehmen Anträge stellen, wird jedes Unternehmen einzeln betrachtet. Sie können also für jedes den Richtlinien entsprechende Unternehmen Bundesmittel beantragen, sofern Sie nicht bereits Bundesmittel beantragt haben.

Wer bekommt wie viel

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten) und beträgt bis zu:

  • Soloselbständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten können bis zu 9.000 EUR beantragen.
  • Für Unternehmen bis 10 Beschäftigte stehen bis zu 15.000 EUR zur Verfügung.

Teilzeitbeschäftigte und Saisonarbeiter werden anteilig berücksichtigt. Auszubildende können eingerechnet werden.

Das Geld sollte nach Antragseingang in der Regel innerhalb von drei Werktagen auf dem angegebenen Konto eingegangen sein – dies kann je nach Hausbank variieren. Andernfalls erhalten Sie eine Nachricht.

Voraussetzungen

Sie dürfen die Hilfen nur beantragen, wenn Sie Ihre selbstständige Tätigkeit im Haupterwerb ausüben. Angestellte, Rentner, Studierende, Auszubildende, etc. gelten als Teilselbstständige. Sie können den Zuschuss demnach nicht beantragen.

Anträge können von:

  • Soloselbständige (Personen, die eine selbständige Tätigkeit allein, d. h. ohne angestellte Mitarbeiter ausüben)
  • Freiberufler und
  • Kleinstunternehmen (inkl. eingetragene Vereine)

mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) und Betriebsstätte bzw. Sitz in Berlin, die bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind, gestellt werden.

Darf ich private Ausgaben berücksichtigen?

Die Soforthilfe kann für die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden 3 Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand wie z.B.

  • gewerbliche Mieten oder Pachten
  • Leasingsaufwendungen
  • Personalkosten für Beschäftigte, sofern diese nicht über das Kurzarbeitergeld gedeckt sind

eingesetzt werden, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen.
Geschäftsführer-Gehälter, Privatentnahmen bzw. die Kompensation von Umsatz- und Honorarausfällen für persönliche Lebenshaltungskosten, Krankenkassenbeiträge etc. fallen nicht darunter. Dafür eröffnet das am 27.03.2020 beschlossene „Sozialschutz-Paket“ den Zugang zur Grundsicherung für ein halbes Jahr zu wesentlich erleichterten Bedingungen.

Antragstellung

Der Berliner Senat hat beschlossen, die bisherige Programmkombination in ein einheitliches Bundesprogramm zu überführen. Seit dem 06.04.2020, 9 Uhr können Anträge für die Bundeszuschüsse wieder gestellt werden. Neuanmeldungen an die Warteschlange sind jederzeit möglich.

Die Antragstellung pausiert über Nacht zwischen 22:00 und 7:00 Uhr. Ihre Wartenummer bleibt über Nacht erhalten, ebenfalls die Reihenfolge der Warteschlangennummern. Diejenigen, die sich per E-Mail registriert haben, werden darüber informiert, wann sie ihre Anträge stellen können.

Hier können sie sich in der Warteschlange für den Antrag einreihen.

Sollten Sie beim Abschicken des Antrags Probleme beim Speichern haben oder eine leere Seite angezeigt bekommen, laden Sie die Seite bitte direkt noch einmal – gegebenenfalls auch in einem anderen Browser. Innerhalb des einstündigen Antragsfensters können Sie so dennoch den Antrag stellen.

Sobald Sie die Seite mit dem Text „Vielen Dank für Ihren Antrag“ erreicht haben, ist Ihr Antrag erfolgreich eingegangen. Sollten Sie diese Seite nicht erreichen und haben Sie keine Bestätigungs-E-Mail im Laufe des Tages des Antrags erhalten, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an uns.

Es gibt keine Möglichkeit mehrere Anträge in einem Antragsformular zu stellen. Bitte stellen Sie einen Antrag pro Mandanten. Leider müssen Sie sich für jeden Antrag in die Warteschlange stellen.

Erforderliche Unterlagen

Sobald Sie in der Warteschlange an der Reihe sind, haben Sie 35 Minuten Zeit, um mit dem Antragsformular zu beginnen. Sobald Sie im Formular sind, haben Sie 60 Minuten Zeit, um das Formular auszufüllen.

Bitte halten Sie folgendes bereit:

  • Name, Straße, PLZ, Rechtsform der Firma
  • Ausweisdokument (Personalausweis oder Pass; falls sie einen nichtdeutschen Reisepass verwenden, benötigen Sie zusätzlich eine Meldebescheinigung, die nicht älter als vier Wochen ist!)
  • Steuer-ID (nicht Steuernummer!)
  • Bankverbindung der Firma (muss ein deutsches Konto sein!)

Dann sollte das Ausfüllen nicht länger als eine Viertelstunde dauern.

Als Solo-Selbstständiger geben sie bitte „1“ bei der Anzahl der Beschäftigten an.

Falls sie in einem Antrag falsche Angaben gemacht haben und diese ändern möchten, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an die IBB. Darin schildern Sie bitte den Korrekturbedarf.

Sollten Sie nach der Antragstellung feststellen, dass Sie nicht dazu berechtigt sind oder zu viel beantragt haben, zahlen Sie bitte den Zuschuss teilweise oder vollständig wie folgt zurück:

Kontoinhaber: Investitionsbank Berlin
IBAN: DE77 1011 0400 0010 1104 00
Verwendungszweck: Rückläufer Bescheid Cxxx-xxxx v. tt.mm.2020

Bitte setzen Sie hinter das Wort „Rückläufer“ den Verwendungszweck der Auszahlung mit Ihrer individuellen Bescheid-Nummer und dem Datum.

Die wichtigsten Fakten und Tipps

Informationen für betroffene Unternehmen bieten ab sofort die Berliner Fördergesellschaften telefonisch und auf Ihren Webseiten:

  • Beratung und Unterstützung für alle Berliner Unternehmen
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
Hotline: Telefon: 030 46302 – 440 / www.berlin-partner.de
  • IBB Kundenberatung Wirtschaftsförderung Hotline: Telefon: 030  2125-4747 / wirtschaft@ibb.de
  • visitBerlin-Hotline: Telefon: 030  264748 – 886 / www.about.visitBerlin.de
  • Liquiditätssicherung bei akutem Finanzierungsbedarf (Liquiditätshilfen)
Investitionsbank Berlin (ibb)
Hotline: (030) 2125 4747
  • Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK)
Hotline: (030) 31 510 919 (Mo – Do von 8 bis 17 Uhr, Fr von 8 bis 16 Uhr)
  • Handwerkskammer Berlin
Hotline (Betriebsberatung): (030) 25903-467

Offizielle Informationen der Landesregierung:

Alle IHK in Berlin auf einen Blick:

Seitenpaten

 

Raphael Bolius und Sandra Lietzmann haben ehrenamtlich die Seitenpatenschaft für diese Seite übernommen. Sie lesen eure Kommentare und informieren sich unabhängig davon über die Entwicklungen im Bundesland – und pflegen wichtige Links, Tipps, wiederkehrende Erfahrungen usw. in den Beitrag oben auf, damit du dir einen schnellen Überblick verschaffen kannst. Raphael Bolius ist für vertrauliche Hinweise unter be@vgsd.de per E-Mail erreichbar. Im Zweifelsfall aber bitte Informationen lieber unten als Kommentar schreiben, damit sie allen zur Verfügung stehen!

 

 

 

78 Kommentare

  1. Andreas Lutz schreibt:

    Die für die Vergabe der Förderungen in Berlin zuständige Investitionsbank Berlin (IBB) ist vergleichsweise modern und (mindestens ihr Computer) arbeitet die Nacht durch: Sie vergibt quasi elektronische Wartenummern: Unter folgendem Link sieht man den Screenshot einer Antragstellerin, die am Samstag, 29.03.20 um 22:56 Uhr von der IBB die Nachricht erhalten hat, fast an der Reihe zu sein und bitte in die Warteschlange zurückzukehren, indem sie auf den „Queue-ID-Link“ klickt. Von dort könne sie dann auf die Corona_live-Website zugreifen und ihre Antragstellung beginnen.
    Leider hätte sie am Samstag Abend schon geschlafen und müsse sich in der Warteschlange nun wieder ganz hinten anstellen, mit ca. 240.000 Plätzen vor sich (gibt es überhaupt so viele Selbstständige in Berlin?).
    Hier der Link zu ihrem Post bei LinkedIn:
    https://www.linkedin.com/posts/juliana-danner-2b70236a_blaemdgelaufen-activity-6649935305719717889-LrqI/

    Antworten
  2. Markus Hübner schreibt:

    Moin,

    konkret für Berlin würde ich gerne in Erfahrung bringen, was dort unter „Eigenes Gehalt“ zu verstehen ist. Die IBB ist mir seit Tagen eine Antwort schuldig. Der Zuschuss kann für:

    für Betriebs- und Personalkosten (eigenes Gehalt sowie Gehälter für Beschäftigte)

    „eigenes Gehalt sowie Gehälter für Beschäftigte“

    beantragt werden.

    M.E. ist das fehlerhaft bzw. nicht eindeutig. Der Einzelunternehmer kann sich kein eigenes Gehalt als Betriebsausgabe auszahlen. Der Inhaber einer GmbH schon, der sich als Geschäftsführer angestellt hat und damit ein eigenes Gehalt besitzt.

    Schöne Grüße,
    Markus

    Antworten
    1. Christoph Heimer schreibt:

      Das ist EXAKT auch meine Frage.
      Ich habe 7000€ beantragt, also 5000+2000 weil ich laufende BETRIEBSKOSTEN in Höhe von 7000€ für 6 Monate errechnet hatte und Freitag da noch nichts von eigenem Gehalt stand meines Wissens nach.
      Ich ging davon aus dass man von den 5+whatever NUR Betriebskosten decken darf und für den Rest ALG2 beantragen soll (auch aufgrund der VGSD Telko am Freitag). Jetzt gibt es aber diese Info mit dem Gehalt. Meine Steuerberater sagt dazu „nein nein, Sie als Einzelselbständiger zahlen sich ja kein Gehalt aus, sondern tätigen nur PRIVATENTNAHMEN. Das sei etwas anderes.
      Ja nun frage ich mich aber, wovon soll ich denn meine Miete und die KSK bezahlen? Es wäre doch viel einfacher und sinnvoller wenn ich 5000€ für meine Privaten Lebenshaltungskosten verwenden dürfte, so wie es die IBB übrigens heute auf Twitter schrieb: https://twitter.com/pr_ibb/status/1244227740053557248?s=21
      Und dann von den 9000 insgesamt 7000 beantragen dürfte für meine Betriebsausgaben. Dann bliebe mir und dem Jobcenter das Theater mit Harz 4 erspart und alles wäre in Ordnung. Nun habe ich meinen Antrag aber bereits gestellt und erhalte keine Antwort von der IBB, und anrufen kann man dort auch nicht mehr.

      Was nun? Einen zweiten Antrag stellen über zusätzliche 5000€ von den 9000€ ? Ist das erlaubt? Und eben – ist es nun wirklich so dass man von den 5k sich privat für das ÜBERLEBEN bedienen darf, so wie die IBB auf Twitter schreibt?

      Dieses Durcheinander bzw. Nicht Vorhandensein von Informationen raubt mir den Schlaf!

      Antworten
      1. Markus Hübner schreibt:

        @Christoph
        aber das ist ja das Problem. die IBB definiert nicht, was „eigenes Gehalt“ ist. Der Solo-Selbstständige bekommt bekanntlich kein eigenes Gehalt.

        Entweder möchte die IBB zum Subventionsbetrug aufrufen (vorsätzlich oder fahrlässig) oder einfach für die ganzen Start-Ups Gelder raushauen, welches sie von anderen Bundeslängern bekommt,

        Antworten
    2. Solo schreibt:

      Da sich der Zuschuss an Soloselbstständige & Freiberufler richtet, die sich per Definition kein eigenes Gehalt auszahlen wie eine Gesellschaft, verstehe ich den Zuschuss so, wie es die IBB auch auf Twitter schreibt, nämlich zur Deckung der Lebenshaltungskosten für 3 bis zu 6 Monate.

      Antworten
      1. Antworten
  3. Eva Herbst schreibt:

    Meine Erfahrung mit IBB Sofrothilfe für Soslselbstständige in Berlin
    Ab 12:30 Uhr am 27.3. war der Server nicht zu erreichen.
    Später bekam man einen Warteschlangenplatz und mind. 10000 vor mir. Nach einer Stunde wurde die Schlange abgeschaltet. Am nächsten Tag ein neuer Versuch ab 12Uhr- jedoch nix lief. Plötzlich am Sonntag Abend die Mail- ich wäre dran. 1 Stunde Zeit hätte ich. Jedoch hatte ich gar nicht alle Unterlagen sofort parat – da im Vorfeld nicht mitgeteilt wurde, was einzutragen sei. Unklar war auch welche Option anzuklicken sei. Kompettschließung als Freiberufler? Präsenztermine als Coach und Beraterin gehen ja nicht mehr. Und wann wieder, weiß keiner.
    Ausdrucken ging auch nicht und als PDF war es nicht zu speichern auf dem Rechner, den ich dann gerade dabei hatte.
    Von anderen Kolleginnen habe ich gehört, dass sie gar nicht mehr in die Warteschlange kamen und deshalb keinen Antrag stellen konten.

    Antworten
  4. Sara Pamina Bartsch schreibt:

    Ich bin Eventmanagerin und arbeite nur vor Ort bei Events. Durch das Veranstaltungsverbot sind 80% meiner Einnahmen weggefallen. Da ich weitere Standbeine habe, wie Honorardozentin zu sein, das Glück hatte, dass zwei Events nun digital statt finden und ich eben auch wieder kleine Jobs aktuell annehme, habe ich keinen 100%igen Ausfall und aktuell keinen Liquiditätsengpass. Was ich mich jedoch frage ist, ob Solo Selbstständige nicht auch immer die Möglichkeit haben kurzfristig anders Geld zu verdienen? Des Weiteren hat mich das Wort „Liquiditätsengpass“ von der Antragstellung bis jetzt abgeschreckt. Aktuell habe ich keinen Liquiditätsengpass, da ich gut gewirtschaftet habe und aufgrund meiner Gründung vor 1,5 Jahren am absoluten Existenzminimum lebe. Als Einzelunternehmerin bin ich doch in der Pflicht zunächst meine Reserven aufzubrauchen. Erst dann befinde ich mich in einem „Liquiditätsengpass“. Bei mir entstehen mit jedem Tag mehr Fragen und ich bin erschrocken darüber wie viele Menschen die Soforthilfe in Anspruch nehmen und wie viele Menschen als Solo Selbstständige in 10-15 Jahren anscheinend keine Möglichkeit hatten Reserven zur Seite zu legen. Ich danke jedem hier für den Austausch und dafür etwas mehr Klarheit in meine Gedanken zu bringen. Herzlichst Eure Sara

    Antworten
    1. Christoph Heimer schreibt:

      Wir haben Reserven zur Seite gelegt, aber die Idee ist anscheinend, diese NICHT sofort aufzubrauchen, da wir diese ja vllt brauchen für unsere Altersvorsorge, oder wenn man mal wirklich krank wird zu nicht Corona Zeiten, oder wenn eine Steuer Nachzahlung kommt etc, etc.
      Die IBB sagt, man solle NICHT erst sein Erspartes antasten, bevor man diese Hilfe beantragt. Wurde mir telefonisch am Freitag zugesagt von denen.

      Antworten
      1. Solo-Selbständiger Freiberufler schreibt:

        Gibt es dazu weitere Quellen? Ich frage mich ebenfalls, ob ich die Hilfe beantragen darf. Erreichbar sind weder IBB noch Beratungshotlines von Gewerkschaften oder Verbänden. Bei mir sind mehrere Aufträge weggebrochen auf die ich die letzten Monate hingearbeitet habe (v.a. Seminare und Workshops an Schulen). Private Tagegeld-Rücklagen sind vorhanden, aber wie beschrieben ist die auch meine (einzige) Rentenvorsorge.

        Antworten
        1. Solo schreibt:

          Das private Rücklagen bzw wörtlich privates Vermögen nicht angetastet werden muss, habe ich gestern auf eine offizielle Webseite gelesen ich weiß nur nicht mehr ob es die Bundesregierung das Bundesfinanzministerium oder das Bundeswirtschaftsministerium war. Einfach mal checken.

          Antworten
    2. Sandra Lietzmann schreibt:

      Liebe Sara,
      die Reserven aufzubrauchen ist eben gerade nicht im Sinne der IBB. Du solltest jetzt nicht das verbrauchen, was Du Dir beispielsweise als Altersvorsorge aufbauen musst. Wenn Du 15 Jahre als Soloselbstständige am Start warst, solltest Du auf jeden Fall an eine Altersvorsorge gedacht haben, die Du eben jetzt nicht aufbrauchen solltest.. Bei 1,5 Jahren sehe ich das noch nicht so kritisch.

      Antworten
  5. Sara Pamina Bartsch schreibt:

    Puh, ich bin sehr froh, dass auch ihr Schwierigkeiten mit der Definition „Liquiditätsengpass“ und „eigenes Gehalt“ als Einzelunternehmer/in habt.

    Laut eines befreundeten Steuerberaters muss ein Engpass aufgrund der Krise vorliegen. Also erst Rücklagen verbrauchen. Es muss eine existenzielle Bedrohung vorliegen. Sonst ist es Subventionsbetrug sowie eine falsche eidesstattliche Versicherung. Dass soll auch überprüft werden.

    Meine Intuition sagt gerade die Soforthilfe nicht zu beantragen und die Worte des Steuerberaters stimmen diesem bei. Vor allem da eine eidesstattliche Versicherung Folgen hat. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse des VGSD und unfassbar dankbar hier Mitglied zu sein. Dieser Verein als auch gute Verbindungen sind einfach so wertvoll. Danke auch an euch für eure Kommentare, Erfahrungen und Gedanken.

    Antworten
    1. solo-selbständiger Freiberufler schreibt:

      Allerdings höre ich aus verschiedenen Quellen, dass private Mittel nicht erst aufgebraucht werden müssen. Auch von Seiten der verdi gab es letzte Woche noch eher die Tendenz „jede*r Solo-Selbständige ist antragsberechtigt“. Seit dieser Woche ist die Beratung dort allerdings erstmal nicht mehr erreichbar, ebenso wie andere Beratungshotlines, verständlich dass auch da überall die Hütte brennt. Dennoch natürlich danke für den Einsatz jeglicher Beratungs- und Förderstellen!

      Zudem habe ich jetzt Rechnungen für Leistungen im Januar/Februar gestellt und werde (hoffentlich, sofern liquide) demnächst die Geldeingänge der ersten Monate haben. Dennoch bleibt mir natürlich mein Honorarausfall und Unsicherheit für die nächsten Monate, verursacht durch die aktuelle Krise.

      Kann der Antrag jetzt gestellt werden und nach Klärung wieder zurückgezogen werden?

      Antworten
    2. Sandra Lietzmann schreibt:

      P.S. Juristen bewerten das anders als dein befreundeter Steuerberater.

      Antworten
  6. Caroline Morlot schreibt:

    Ich habe die Soforthilfe II bei der IBB am Samstag (28.03) beantragt. Dafür hatte ich mich am Freitag (13:30) in die virtuelle Warteschlange eingereiht. Wegen technischer Probleme wurde die Warteschlange vom Freitag Spätnachmittag bis Samstag ca. 13 Uhr angehalten, dann ging es aber relativ schnell und ich war am Spätnachmittag dran. Und heute war schon das Geld auf meinem Konto. Was für eine Erleichterung, es hat super geklappt!

    Antworten
  7. Nicole schreibt:

    Was passiert, wenn Kunden, Rechnungen nicht bezahlen und man somit selbst in Zahlungsschwierigkeiten gerät, da kein Puffer vorhanden? Umsatz wurde generiert, jedoch keine Zahlungseingänge von Kunden. Greift die Soforthilfe auch in solchen Fällen?

    Antworten
    1. Sebastian schreibt:

      Hallo Nicole,
      so wie ich die Auslegung der Soforthilfe verstehe, ist in deinem Fall die Soforthilfe absolut berechtigt. Durch ausbleibende Einnahmen, die ja vermutlich auf die Corona-Krise zurückgeführt werden können, ist dir ein Liquiditätsengpass entstanden.

      Antworten
  8. Online-Seminare schreibt:

    Schon mal im Voraus bitte ich für die lang geratene Nachricht um Entschuldigung, aber mein fall ist etwas kompliziert.
    Ich bin seit 2018 freiberuflich tätig und habe meine freibreufliche Tätigkeit bereits 2017 beim Finanzamt gemeldet.
    Eine Gewerbeanmeldung mit Umsatzsteuer habe ich aus dem Grund noch nicht machen müssen, weil ich vorrangig Studentin bin, und deshalb nicht die Zeit habe voll zu arbeiten. Aufgrund dessen habe ich bisher auch nicht so hohe Einnahmen gehabt. Ich konnte keine Ersparnisse erzeugen, die mich jetzt in dieser Krise über Wasser halten – kein Anspruch auf Bafög, keine Stipendien, keine Förderungen vom Staat. Ich bin Restauratorin und arbeite mit einem Fotografen zusammen, dem nun auch durch Wegfall von Aufträgen die Pleite droht. Inzwischen hat er auch einen Antrag zum Rettungszuschuss abgeschickt.
    Da die im April und Mai erwarteten Aufträge wegfallen, weil z. B. der Öffentliche Dienst wie Bibliotheken und Archive nun auch keine Ausschreibungen tätigen, sah ich mich gezwungen u. a. den Rettungszuschuss zu beantragen. Ob ich den bekomme wusste ich bis heute noch nicht, und habe deshalb eine Bewerbungswelle gestartet und habe meine Eltern, die selbst nicht viel verdienen, anbetteln müssen, habe eine Rentenversicherung beitragsfrei gestellt (wodurch meine Berufsunfähigkeit-Versicherung wegfällt) und bei meiner Krankenkasse um Kulanz gebeten, damit ich in den nächsten zwei Monaten über die Runden komme. Die infos zu den Rettungsmaßnahmen waren eben sehr spärlich.
    Wird mir dann seitens der ibb Betrug unterstellt, bloß weil ich als Solounternehmer mit schleppendem Einkommen gelte?
    Nun habe ich das Geld erhalten und werde es nur zweckmäßig ausgeben, also um meine Existenz zu sichern. Ich habe Angst Strafen zahlen zu müssen. Dabei habe ich das Geld am Freitag nur aus Verzweiflung beantragt, weil es hieß, dass JEDER unterstützt wird, dessen Existenz bedroht ist. Gestern beim Online-Seminar und in der Sendung hart aber fair habe ich dann erfahren müssen, dass Unternehmer, die schon vor der Krise nichts hatten (Was bedeutet hier Nichts?) auch keine Unterstützung erhalten sollten.
    Ich habe nunmal meine Bachelorarbeit geschrieben und konnte nicht so viele Aufträge akquirieren, dass ich davon hätte anständig leben können. Mein Bachelorabschluss steht kurz bevor und ich wollte jetzt auf Auftragsjagd gehen, mich mit anderen Restaurator*innen zusammentun und meinen Beruf endlich komplett ausfüllen. Wegen der Einschränkungen ist das aber nicht möglich. Wenn ich keine Unterstützung erhalte, werde ich obdachlos, weil ich mich für einen HartzIV-Antrag exmatrikulieren lassen müsste. Dann darf ich nicht mehr im Studentenwohnheim wohnen. Dann finde ich aber keine Wohnung, weil ich die Miete, geschweige denn die Kaution noch nicht bezahlen kann. Ich komme mir vor wie der Hauptmann von Köpenick, und ich bin da nicht die einzige.

    Das ist meiner Meinung nach eine Triage der Freiberufler, nach dem Motto: „Der oder Die hatte eh nicht mehr lange zu leben.“

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch verzweifelte Solounternehmer gibt, die keine Unterstützung bekommen und dann auf der Straße landen. Welche Möglichkeit gibt es dann für diese Leute, wenn sie eben nicht so schnell einen alternativen Job finden? das Gehalt kommt ja dann auch erst später, wenn die Abzüge bereits das Konto strapaziert haben. Zum Glück habe ich noch meine Eltern. Diese halten die Belastung aber auch nicht lange durch. Deshalb habe ich ihnen nach erhalt des Rettungszuschusses erstmal mitgeteilt, dass sie die Zahlungen einstellen können, denn das wird wohl als Einkommen gewertet.

    Welche Möglichkeit haben freiberufliche Student*innen in dieser Lage?

    Antworten
    1. Antworten
    2. Solo schreibt:

      Wenn deine freiberufliche Tätigkeit deine Haupteinnahmequelle ist, und die Einnahmen wegen Corona ausfallen, hast Du nach meiner Meinung zu Recht den 5000,- Zuschuss bekommen. Wenn jeman die freiberufliche Tätigkeit im Nebengewerbe betreibt, hat er kein Anrecht. Wenn Du Betriebskosten hast, kannst Du die für 3 Monate fälligen Kosten wie Miete o.ä. von den Bundesmittel bis max. 9000,- beantragen. Auf den offiziellen Webseiten der Ministerien steht auch, dass privates Vermögen nicht angefasst werden muss. Das alles aber unter Vorbehalt, so hab ichs nach Lektüre aller Quellen verstanden.

      Antworten
    3. Sebastian schreibt:

      Liebe Jana,
      ohne Garantie auf Erfolg: Melde dich beim Jobcenter und schildere deinen Fall. Die Antragsvoraussetzungen für Hartz 4/ALG 2 wurden ja gelockert. Vielleicht gibt es für selbstständige Studierende ja jetzt auch eine Ausnahme/Erleichterung.
      Auch Sozialgeld und Wohngeld können Alternativen für dich sein.

      Antworten
  9. Till schreibt:

    Hallo,
    ich habe die Förderung von 5000,-€ gestern erhalten und sitze jetzt an der USt Voranmeldung für März.
    Muss ich die Förderung in der USt VA eintragen, und wenn ja, weiss jemand wo?
    Wo muss ich die Förderung in EÜR oder ähnlichem bei der Jahressteuererklärung 2020 eintragen?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Antworten
    1. Solo schreibt:

      Gute Frage, gibts schon eine Antwort?
      Nach meiner Recherche ist der Zuschuss umsatzsteuerfrei, weil ein sogenannter echter Zuschuss. Nur wo er in der Umsatzsteuervoranmeldung eingetragen werden muss, ist mir nicht klar?

      Antworten
    2. Sebastian schreibt:

      Ich werde meine Unterlagen in den kommenden Tagen bei meinem Steuerberater einreichen und bei der Gelegenheit nachfragen, wie es sich mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung verhält.
      Meines Wissens nach hat der Zuschuss aber nichts mit der Umsatzsteuer zu tun, sondern mit der Einkommensteuer und wird auch erst bei der Einkommensteuererklärung abgerechnet.

      Antworten
  10. Raphael schreibt:

    Hallo Til,
    ich kann mir nicht vorstellen, dass die Förderung oder der Zuschuss in die USt. reingenommen werden müssen. Ich habe früher viel mit Subventionsgeldern gearbeitet und Gelder von öffentlichen Stellen erhalten. Die zahlen immer brutto für netto aus. Du hast ja auch keine Rechnung gestellt, die es rechtfertigen würde die USt. einzuheben. Es war auch im gesamten Antragsformular nirgendwo die Rede davon.

    Antworten
  11. Raphael schreibt:

    Hier meine Erfahrungen bzw. meine Frage an den Seitenpaten bzw. die Community:
    Ich bin Soloselbständiger und arbeite vor allem für die Kreativbranche (Webdesign) Da sind mir auch gleich zu Beginn der Krise eine Reihe von Aufträgen weggebrochen, das ist dokumentierbar. Die weggebrochenen Aufträge übersteigen sicherlich die Soforthilfe, die in Berlin ja mit 5.000 gedeckelt ist. Da eben viele Kunden in der Kreativbranche tätig sind, habe ich damit gerechnet jetzt gleich mal gar nichts zu verdienen. Rücklagen gibt es keine. Somit hoffe ich wohl antragsberechtigt zu sein und nicht wegen Meineid im Gefängnis zu landen. 😉

    So, jetzt der Antrag: Ich war relativ früh dran, ca. Nr. 17.000. Ich habe alles ausgefüllt und damit gerechnet, dass ich eine Kopie des Antrags per Mail erhalten werde. Daher habe ich auch keinen Screenshot der Bedingungen gemacht. Es kam nie eine Bestätigung des Antrags mit den Bedingungern, sondern nur eine „allgemeine“ Bestätigung. Das Geld war im Nullkommanix auf meinem Konto, das war erfreulich.

    Am Tag vor der Antragstellung hatte recherchiert welche Ausweisdokumente EU-Ausländer vorweisen sollen, denn ich habe als Österreicher keinen deutschen Reisepass. Da kam ich auf die Webseite von berlin.de und da gab es eine Telefonnummer, wo einem angeblich geholfen wird. Mir wurde dort auch geholfen, indem man mir geragt hat, dass eine Reispassnummer für Ausländer OK wäre. Außerdem wurde mir gesagt, dass die 5.000 ein nicht rückzahlbarer Zuschuss wären. Das mit dem Reisepass hat gestimmt, bei dem Zuschuss bin ich mir nicht so sicher. berlin.de ist zudem keine offizielle Seite der Stadt, glaube ich.

    Bedingungen: Ich habe in Erinnerung, dass das Geld für berufliche Ausgaben der nächsten 6 Monate zu verwenden wäre, und dass diese Ausgaben zu dokumentieren wären. Was berufliche Ausgaben sind, wird aber nicht erklärt. Wieso sechs Monate verstehe ich auch nicht. Was ich auch nicht verstehe, das ist, ob ich jetzt noch was verdienen darf oder nicht. Wann/ wie verläuft die Grenze für Bedürftigkeit? Alles mehr als unklar.

    Fakt ist, dass man – wenn man gerade ertrinkt – jedes Stück Holz ergreift, das vorbeischwimmt. Man debattiert nicht mit dem Holz, ob es auch qualitativ geeignet wäre. Ich denke, so wie mir ging es vielen. Dazu kommt, dass die 5.000 Euro ja ohnehin sofort in den Konsum gehen werden, also die Wirtschaft ankurbeln. Das ist ja für Zeiten wie diese auch wichtig. Ich glaube nicht, dass sich jemand ein Haus auf den Bahamas darum kaufen wird. Mein Anliegen an den Seitenpaten ist es daher, alles zu unternehmen, dass die 5.000 Euro als Soforthilfe im Herbst nicht kleinlich geprüft werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Gewerkschaften etc.) wäre daher notwendig um das auch politisch durchzudrücken.

    Diesen Aspekt (Vernetzung um Verhandlungsdruck aufbauen zu können) möchte ich gerne als wichtiges Ziel hervorheben!

    Antworten
  12. Stephan Schöpfer schreibt:

    Ich muss sagen, dass das einwandfrei und auch sehr schnell geklappt hat. Ich hatte mich am Freitag kurz nach der Freischaltung des Online Antrages angemeldet und bin dann bereits am Sonntagabend dran gekommen. Die Formulare waren sehr einfach und unkompliziert auszufüllen. Ich habe die Berliner Hilfe in Höhe von EUR 5.000,- beantragt. Bereits am Dienstag war das Geld auf dem Konto, da habe ich nicht schlecht gestaunt. Eine tolle Leistung der IBB, und eine phantastische Unterstützung für mich in dieser sehr schwierigen Zeit – bei mir Total Ausfall aller Aufträge seit März! Danke und Grüße, bleibt alle gesund, StS

    Antworten
  13. Martin von Elm schreibt:

    Ich habe am Montag dem 30.3 ca. 6000 € in Berlin bei der IBB beantragt.. 5000 so und noch mal ca. 1000 für Betriebsausgaben (bei mir Praxismiete) für drei Monate.. Bekommen habe ich das Geld bereits am 1.4.. also Respekt für die echt prompte Leistung.. ABER.. wofür darf ich das Geld denn nun verwenden.. das scheint ja im Moment die große Krux zu sein und auch noch von BL zu BL unterschiedlich..

    Die Hilfe in Berlin war meiner Ansicht nach noch die Landeshilfe… denn da waren ja 5000 € angesetzt…
    Das waren auch verschiedene Felder auf dem Antragsformular.. die Hilfe mit 5000 € und dann extra bis zu 9000 € für Betriebsausgaben.
    Aus dieser Zweiteilung der Formulargestaltung habe ich erst mal geschlossen, die 5000 sind für konsumptive private Zwecke, halt um sich trotz Einnahmereduktionen über Wasser zu halten und die restlichen Gelder für ganz konkrete Betriebsausgaben.

    So würde eine Hilfe auch Sinn machen für mich.. damit spart man sich eben zumindest für die nächsten drei Monate den Weg zum JC…. das war ja auch die Intention des Berliner Senats, würde ich sagen, all den Soloselbstständigen Lebenskünstlern erst mal über die Runden zu helfen… würde das nicht stimmen und eigentlich gemeint sein, man möge das Geld nur für Betriebsausgaben verwenden und eigene Bedürfnisse über Grundsicherung decken, dann wäre es im höchsten Maße irreführend und fahrlässig gegenüber den Betroffenen, denn die würden ja jetzt wahrscheinlich erst viel zu spät ihre Grundsicherungsanträge stellen…

    Eine weitere Frage stellt sich mir: Ich habe noch Einnahmen.. wenn auch weniger als normal… was für eine Rolle spielt das dann für die Verwendung der 5000 € ? Im Moment freue ich mich zwar über die hübsche Zahl auf dem Konto.. traue mich aber gar nicht das Geld zu verwenden..wenn ich immer noch mehr Einnahmen habe als ALG II/Grundsicherung aber damit meine normalen Kosten eigentlich nicht decken kann… bin ich dann berechtigt das Zuschussgeld zu nutzen oder nicht ? und in welcher Höhe…
    Kann ich davon nur laufende Kosten bezahlen oder auch Anschaffungen ?
    Usw. und so fort….

    Das ist leider eine echt drastische Schwäche des Systems.. da werden Milliarden ausgegeben, anscheinend ohne das sich da jemand so richtig über die Verwendung Gedanken gemacht hat…
    Wahrscheinlich kommt der Senat erst mal großzügig daher und nachher werden die Finanzämter biestig.. ich sehe schon einige zehntausende Prozesse laufen, nur in Berlin…

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  14. Sandra Lietzmann schreibt:

    Hallo, Martin, die 5000 Euro sind in der Tat auch für das Überleben des Selbstständigen gedacht. Insofern hast Du völlig richtig geschlussfolgert. Du kannst das Geld so verwenden, wie Du Deine Einnahmen üblicherweise verwendest. Da das Geld aber auch als Einnahme gekennzeichnet und mit der Steuererklärung für 2020 erklärt werden muss , sollten wir schon jetzt auf dem Schirm haben, wieviel wir dann am Ende des Jahres davon wieder zurückführen müssen. Noch ein Hinweis: Falls Du beispielsweise Dein Geschäft schließen musstest, kannst Du Dir auch überlegen, dagegen Widerspruch einzulegen, um evtl. später Schadensersatzanspruch an das Land Berlin stellen zu können. Prozessführungen sind in dieser Hinsicht nur sinnvoll, wenn vorher Widerspruch gegen derlei Anordnungen beim Verwaltungsgericht eingelegt worden ist.
    Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keinen rechtsverbindlichen Rat erteile.
    Herzlcihe Grüße
    Sandra

    Antworten
    1. Lisa schreibt:

      Hallo Sandra,

      Du schreibst :

      „…die 5000 Euro sind in der Tat auch für das Überleben des Selbstständigen gedacht. Insofern hast Du völlig richtig geschlussfolgert. Du kannst das Geld so verwenden, wie Du Deine Einnahmen üblicherweise verwendest.“

      Woher nimmst Du diese Info? Gibt es dazu irgendwo einen ausführlichen Hinweis ausser die schwammige Formulierung vom „eigenen Gehalt“ (auch aktuell nirgends mehr zu finden), die dazu im Antrag gar nicht zu finden ist? Solltest Du Recht haben, könnte jeder betroffene Selbständige diese 5000 Euro beantragen und damit machen was er will bzw sich in den 3 Monaten daraus ein monatliches Gehalt von 1666,67 Euro auszahlen, wenn es keine weitere Betriebskosten gibt?

      Antworten
    2. Martin von Elm schreibt:

      Liebe Sandra,

      deine Antwort klingt für mich erst mal sehr ermutigend.. aber ich bin trotzdem unsicher… denn im Moment scheint der Trend ja zu sein, dass die Hilfen nur noch für Betriebskosten verwendet werden dürfen.
      Das mag zum Zeitpunkt der Beantragung noch anders gedacht gewesen sein, aber ob das Finanzamt im nächsten Jahr privaten Entnahmen zustimmen wird steht noch in den Sternen. Könnte der VGSD nicht mal mit zuständigen Stellen versuchen verbindlichere Aussagen zu bekommen ?
      Aber eigentlich, eigentlich ging es ja vom politischen Willen her, zumindest in Berlin, gerade darum Verdienstausfälle und damit auch nicht vorhandenes Geld für den privaten Konsum zu ersetzen. Gerade bei kleinen Freiberuflern und Soloselbstständigen ist das ja oft auch hochgradig vermischt.. da werden Teile der eigenen Wohnung zum Warenlager… da gibt es keine Trennung zwischen Privat- und Geschäftskonto… usw.
      Vor allem haben viele Soloselbstständige und Freiberufler nur sehr geringe laufende Betriebskosten.. aber müssen sich halt ernähren und wohnen und die KK bezahlen… eine Hilfe die sich nur auf Betriebskosten bezieht wäre in vielen wenn nicht sogar den meisten Fällen gar keine substantielle Hilfe.

      Also, es wäre toll, wenn du oder der VGSD diese optimistische Betrachtungsweise zur Mittelverwendung ein wenig substantiieren könnte..
      Danke aber auf jeden Fall schon mal für die sympathische Antwort.

      Antworten
      1. Christian schreibt:

        Hallo, mir geht es genauso, hab ebenfalls Bedenken.

        Antrag auf Soforthilfe II hab ich am Samstag gestellt, Dienstag war das Geld da. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, der Landeszuschuss sei als Kompensation für verloren gegangene Honorare durch Corona gedacht (mich trifft die Kinosperre) – und nur der Landeszuschuss für die Betriebsausgaben. So wurde es m.E. auch kommuniziert. Am Montag wurde durch die IBB ja ein FAQ aufgesetzt, in dem stand ganz klar, dass vom Zuschuss auch die Krankenkasse und das Gehalt gezahlt werden kann.

        Wenn es tatsächlich so ist, bin ich auf der sicheren Seite. Auf sechs Monate gerechnet ersetzt es meine wegfallenden Honorare zwar nur ansatzweise, aber durch letzte und hoffentlich neue Aufträge, die ich bekommen kann, schaffe ich es so bis auf weiteres ohne Hartz4 oder Aufstockung.

        Im neuen FAQ der IBB, das sich auf die Bundeshilfe bezieht (wurde ja zusammengelegt) steht nun explizit, dass davon keine Krankenkasse und private Kosten gezahlt werden sollen… Klar, das meint den Bundeszuschuss, aber inwiefern betrifft das jetzt die „alte Soforthilfe II“ von Berlin?

        Unfair ist daran auch, dass alle, die gewartet oder es anfangs verpasst haben, nun nur noch an die für Soloselbstständige/Freiberufler*innen wenig nützliche Betriebskostenhilfe kommen… Und dass es je nach Bundesland andere Regeln gibt, ist ebenfalls mies…

        Jedenfalls hab ich jetzt Bedenken, dass die Hilfe fälschlich beantragt wurde. Wenn man es zurückzahlen muss, frage ich mich, ob das im Nachhinein mit dem Regelsatz von Hartz verrechnet wird (ohne die Hilfe müsste ich jetzt aufstocken, was mir nun erstmal erspart bleibt).

        Bei mir ist ein Teil jedenfalls schon weg, für die Aprilkosten und Krankenkasse… Es fühlt sich ungut an, diese Unsicherheit bzgl. Anspruch. Es geht in Berlin aktuell sehr vielen so. Manche haben das auch beantragt, ohne wirklich selbstständig tätig zu sein… Ich bin es und meine Einnahmen wurden durch die Corona-Verordnungen empfindlich eingestampft. Deswegen gehe ich Stand jetzt davon aus, dass der Zuschuss berechtigt bei mir angekommen ist. Wenn nicht, sehe ich wie einer der Vorredner oben einen Klagewelle Berlin vs. Freiberufler auf uns zukommen… Dann müssen wir irgendwie zusammenstehen :-/ (vielleicht ist aber auch alles gut und der Zuschuss ist so gedacht wie anfangs kommuniziert)

        Oder anders gesagt: Mir ist durch den Zuschuss ein Stein vom Herzen gefallen – und nun liegt ein anderer drauf. FckCorona

        Antworten
  15. Kira schreibt:

    Auch von mir Ermutigung, einen Antrag auf Zuschuss zu stellen: Die Beantragung der 5000,– ist einfach. Man weiß jederzeit, wieviele Menschen noch vor einem in der „Schlange“ stehen und wird rechtzeitig informiert, wann man dran ist. Wenn Steuernummern und Perso zur Hand sind, geht es ruckzuck. Und das Geld war nach drei Tagen auf dem Konto. Eine irre Entlastung!

    Antworten
  16. Solo schreibt:

    Meine Erfahrung mit den Corona Zuschüssen der IBB: nach Klick auf Antrag stellen eine Nummer in der Warteliste bekommen, ungefähr 22.000. Dann E-Mail-Adresse eingetragen um informiert zu werden, wann ich an der Reihe bin. Als die E-Mail kam, habe ich auf den Link geklickt, wurde auf das Antragsformular weitergeleitet, welches ich ausgefüllt habe, und dann habe ich den Antrag abgeschickt. Das war am Samstag, am Montag, den 30.03, war das Geld auf dem Konto.
    Problem: in den 35 Minuten, die mir lieben, um den Antrag auszufüllen, konnte ich nicht auf Anhieb verstehen, welche Bedingungen ich da bestätigen sollte. Jetzt habe ich schlaflose Nächte, weil ich nicht sicher bin, ob ich für die Gelder antragsberechtigt war, sowohl generell als auch in der beantragten Höhe.
    Also habe ich gestern noch mal alle offiziellen Verlautbarungen im Internet, von der Bundesregierung, von der IBB, von der Bundesfinanzministerium und Bundeswirtschaftsministerium, ausgedruckt und mehrfach durchgelesen.
    Nach meinem Verständnis ist die Beantragung der 5000 € vom Land Berlin für mich als Soloselbständigen als Kompensation für bis zu 6 Monate Verdienstausfall zulässig, die Beantragung der Bundesmittel darf sich nur auf Betriebskosten beschränken. Und zwar für 3 Monate.
    Völlig unklar hingegen ist mir der genannte Stichtag 11. März, als Solo-Selbständige kann ich nicht eindeutig belegen, dass mit diesem Tag ein Schaden eingetreten ist, ich kann belegen, dass seit diesem Tag keine weiteren Beauftragung mehr erfolgen. Ebenso ist unklar, ob von mir beruflich genutzte Wohnräume, die ich seit einem Jahr von der Steuer absetze, mit den Bundesmitteln bezahlt werden können.
    Fazit: Ich warte auf die Prüfung durch das Finanzamt nächstes Jahr.

    Antworten
  17. Solo schreibt:

    Ich schildere hier mal mein Problem mit den Corona Zuschüssen: ich bin beratender Ingenieur in einem tragenden deutschen Industriezweig, und habe nach vielen guten Jahren zum 31.12 meinen Hauptauftraggeber verloren. Im Februar habe ich daher meine Vorauszahlungen beim Finanzamt herabgesetzt. Basis der Absetzung war eine Absenkung der Einnahmen auf ca 20% des Vorjahres. Dann kam die Corona Krise, und ich gehe nun davon aus, da die Industrie selbst in Kurzarbeit ist, wegen Corona mindestens drei Monate wahrscheinlich aber 6 Monate keine neuen Auftraggeber zu finden. Daher habe ich die Zuschüsse beantragt. Sorgen mache ich mir, ob bei einer Prüfung eventuell die Herabsetzung der Vorauszahlungen so gewertet werden kann, dass der Schaden nicht durch Corona eingetreten ist, sondern durch den Wegfall des Haupt Auftraggebers. Aus meiner Sicht ist bei den Zuschüssen vieles klar, z.b. muss privates Vermögen nicht angefasst werden, aber noch viel mehr unklar. Wenn die Prüfung später dem Finanzamt obliegt, sehe ich eine Welle von Rückforderungen oder sogar strafbaren Handlungen über die Freiberufler hereinbrechen, weil weder der Liquiditätsengpass definiert ist, noch der Schaden, der durch die Zuschüsse gemildert werden soll. Hier sollte der vgsd die Schwachpunkte herausarbeiten, und seine politische Stimme erheben. Im Moment jedenfalls, habe ich große Scheu das Geld anzufassen. Einen Zuschuss, den ich wieder zurückzahlen muss, bringt mir nichts.

    Antworten
  18. Sebastian schreibt:

    Da hier einige sehr besorgt darüber sind, strafrechtlich verfolgt zu werden, wenn sie die Soforthilfe beantragen oder wenn sie die Mittel falsch einsetzen, möchte ich meine Sicht auf die Dinge schildern:

    Wenn ihr wirklich aktuell akute Geldnot habt (also einen Liquiditätsengpass), dann beantragt das Geld!
    Wenn ihr erwartet, in den nächsten Wochen in Geldnot zu geraten, dann beantragt das Geld auch!
    Wenn ihr keine Einnahmen mehr habe, dann denkt zusätzlich über die Beantragung von Hartz4 oder Wohngeld nach, um eure privaten Kosten zu decken. Es gibt hier beim VGSD bereits sehr informative Mitschnitte von Telkos mit Andreas Stankewitz zum Thema Grundsicherung, die man sich dazu anhören kann.

    Wenn sich in ein bis zwei Monaten die Situation langsam beruhigt, dann wird es noch genug Zeit und Gelegenheit geben, eventuell zu viel erhaltenes Geld zurückzuzahlen. Aber jetzt gerade wird das Geld ausgeschüttet, also solltet ihr es euch auch jetzt sichern! Wenn ihr dann in zwei Monaten feststellt, dass ihr einen Teil des Geldes nicht benötigt habt, dann meldet ihr euch bei der IBB und bietet an, das Geld zurückzuzahlen. So lange ihr im Nachhinein Einsichtig seid und transparent mit der Mittelverwendung umgeht, wird euch niemand daraus einen Strick drehen können. Denn wir befinden uns alle momentan in einer sehr extremen Situation, in der jeder mit Ängsten und Sorgen zu kämpfen hat.

    Nun zu meiner Situation und meinem Vorgehen:
    Meine Selbstständigkeit lief bisher neben meinem Studium. Dadurch bedingt hatte ich in der Vergangenheit sehr stark schwankende Umsätze. Wenn ich in der Uni war oder für Prüfungen gelernt habe, habe ich von Rücklagen aus den Vormonaten gelebt, in denen ich arbeiten konnte. In der Zeit, in der ich zuletzt meine Masterarbeit geschrieben habe, konnte ich parallel nicht arbeiten. In dieser Zeit habe ich mein Firmenauto verkauft, um meine Kosten zu senken und mir Geld von meinen Eltern geliehen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Mein Ziel für 2020 war daher, da das Studium nun abgeschlossen ist, viel zu arbeiten, um meine privaten Schulden zurückzahlen zu können und um einen Puffer aufzubauen.
    Ich habe für die Monate März bis Juli mit einem monatlichen Umsatz von ca. 6000€ gerechnet. Im Anschluss wollte ich Urlaub machen und umziehen, um dann im September eine Festanstellung anzutreten. Dann kam die Corona-Krise.

    Seit dem 13.03.20 sind mir vorerst alle geplanten Aufträge aufgrund der Corona-Situation weggebrochen. Ich erwarte also aus aktueller Sicht eine Umsatzeinbuße von 18.000€ für die Monate April bis Juni plus 6000€ Umsatzeinbuße für Leistungen, die ich in März nicht mehr erbringen konnte.
    Meine monatlichen Betriebskosten sind aufgrund meiner Tätigkeit sehr stark vom Umsatz abhängig. Die fixen monatlichen Betriebskosten betragen im Schnitt 600€. Also in einem Zeitraum von 3 Monaten 1.800€ bzw. in 6 Monaten 3600€.

    Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt aussichtslosen Situation habe ich am 28.03.2020 die Soforthilfe bei der IBB beantragt. Der Antragsprozess verlief erfreulich einfach und schon am 30.03.2020 hatte ich das Geld auf dem Konto. Ich habe 5.000€ aus den Landesmitteln beantragt, weil diese zu dem Zeitpunkt auch für Umsatzeinbußen verwendet werden durften. Zusätzlich habe ich 9.000€ aus den Bundesmitteln zur Deckung meiner Kosten über einen Zeitraum von 6 Monaten beantragt. Ich habe demzufolge 14.000€ Soforthilfe erhalten.

    In den folgenden Tagen begann ich mich verstärkt mit dem Thema zu beschäftigen und musste feststellen, dass meine Annahmen, die ich bei der Antragstellung zugrunde gelegt hatte, zu optimistisch waren. Insbesondere bei der Höhe der beantragten Bundesmittel hatte ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Je nachdem welcher Zeitraum nun gilt (3 oder 6 Monate Betrachtungszeitraum) hätte ich nur maximal 1800 bis 3600€ von den Bundesmitteln beantragen dürfen.

    Und jetzt zu meinem weiteren Vorgehen:
    Ich weiß nun, dass ich offensichtlich zu viel Geld bekommen habe. Ich werde deswegen aber nicht in Panik verfallen oder schlaflose Nächte haben. Ich werde ein bis zwei Wochen abwarten, wie sich die Informationslage entwickelt. Dann werde ich eine Einnahmen-Ausgaben-Übersicht erstellen, aus der hervorgeht, mit welchen Kosten ich rechne und welche Umsätze mir entgangen sind. Mit diesen Informationen werde ich mich an die IBB wenden und anbieten, dass ich das zu viel erhaltene Geld umgehend zurückzahle. In dieser Zwischenzeit habe ich aber Geld auf dem Konto und muss nicht befürchten, zahlungsunfähig zu sein.

    Parallel beobachte ich meine Auftraglage. Wenn es absehbar ist, dass ich für einen längeren Zeitraum wirklich keinen Umsatz mehr habe, dann werde ich Hartz4 zur Deckung meiner privaten Kosten beantragen. Für mich gilt ab sofort der 01. April als Stichtag. Alles, was ich vor dem 01. April verdient habe, zählt zu meinem privaten Vermögen. Und so lange dieses private Vermögen nicht erheblich groß ist (Details hierzu in den Telkos mit Andreas), bin ich berechtigt Hartz4 zu beantragen.

    Soforthilfe (neue Definition/Bundesmittel) gilt für eure betrieblichen Kosten (alle Aufwändungen, die ihr zur Ausführung eurer betrieblichen Tätigkeit braucht).
    Hartz4 (mit vereinfachten Antragsbedingungen) gilt für eure privaten Kosten (Wohnungsmiete, Kleidung, Lebensmittel, etc.).

    Ich hoffe, meine Sicht auf die Dinge kann einigen ein paar Ängste nehmen. Ich bin kein Rechtsexperte und habe hier nur meine persönliche Meinung/Erfahrung geschildert. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

    Antworten
    1. Solo schreibt:

      Danke für die ausführliche Schilderungen, Sebastian. Wegen der Rückzahlung gab es in dem Onlineantrag einen Passus, bei dem man einen Haken setzen musste, in dem steht:
      „Zahlungen nach diesem Antrag auf Corona-Soforthilfe, die den tatsächlichen Bedarf übersteigen, sind zurückzuzahlen.“
      Also erstmal die drei Monate abwarten, und dann eine Rechnung aufmachen, was tatsächlich verbraucht wurde. Und das betrifft nur die Bundesmittel, nicht den 5000 € Zuschuss, wenn ich es richtig verstehe.

      Antworten
  19. Sebastian schreibt:

    Und noch ein Tipp:
    Auf Twitter findet man sehr viele Infos zu dem Thema, die teilweise direkt von der IBB gepostet wurden. Unter anderem findet man auch Screenshots des Antragformulars. Da es ja leider keine Möglichkeit gab, das zu drucken, habe ich mir diese Screenshots abgespeichert, als Nachweis für später. Man muss sich dann nur noch erinnern, was man an welcher Stelle eingetragen hat.

    Man muss sich dafür nicht bei Twitter anmelden, um mitlesen zu können:
    https://twitter.com/search?q=%40PR_ibb&src=typeahead_click

    Antworten
  20. Sebastian schreibt:

    Vor ein paar Tagen war auf der Seite der IBB ein PDF-Dokument als FAQ verfügbar. Inzwischen wurde das FAQ durch eine Webversion ersetzt. Ich habe das PDF abgespeichert und darin folgende Formulierungen gefunden:

    „Was ist der Unterschied zwischen Bundes- und Landeszuschüssen?
    Die Landesmittel sind auf 5.000 EUR begrenzt und sollen in der Regel für Personal- und
    Betriebskosten verwendet werden. Diese dürfen also für Gehälter von Beschäftigten und
    Geschäftsführung verwendet werden. Solo-Selbstständige können ihr eigenes Gehalt davon
    auszahlen.
    Die Bundesmittel sind gestaffelt:
     9.000 EUR für bis zu 5 Beschäftigte
     15.000 EUR für bis zu 10 Beschäftigte
    Die Bundesmittel dürfen ausschließlich für Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume,
    Leasingraten etc. verwendet werden.“

    „Kann ich vom Zuschuss auch meine Krankenversicherung, eigenes Gehalt bezahlen?

    Ja, vom Landeszuschuss (5.000 EUR) können Sie auch Personalkosten und
    Krankenversicherungskosten decken. Diesen Zuschuss erhalten Freiberufler, Solo-Selbstständige und Unternehmens bis 5 Beschäftigte inkl. Geschäftsführung (Vollzeitäquivalent).
    Bundeszuschüsse (9.000 bzw. 15.000 EUR) können ausschließlich für Betriebskosten eingesetzt
    werden. Betriebskosten sind Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten, u.ä. „

    Antworten
  21. Christian schreibt:

    Ja, das FAQ hatte ich auch gesehen. Daraus geht ja das hervor, was viele hoffen/vermuten: Der Landeszuschuss ist als Kompensation für Honorarverluste gedacht, also auch für Krankenkasse, (private) Miete etc. Analog dazu gibt es z.B. die Aussagen der IBB bzgl. Lebenshaltungskosten (siehe z.B. Tweet der IBB oben)

    Heb die PDF am besten auf… Kannst du evtl. einen Screenshot der Passage hochladen?

    Denn: Das FAQ ist aktuell aber durch ein anderes ersetzt, das sich rein auf die Bundesmittel bezieht und das Gegenteil besagt: nicht für Krankenkasse etc (nicht ist fettgedruckt…)

    Also: Entweder war die Soforthilfe II in Berlin zunächst anders geregelt und wir haben Glück (und die anderen, die zu spät was beantragen wollten, haben Pech). Oder wir werden bald übel vom Land Berlin gef***t

    Antworten
    1. Felix schreibt:

      Liebe Grüße,
      Der Pferdefuß, der uns in unserem Berliner Netzwerk aufgefallen ist – bzw einer Steuerberaterin – Solo-selbst dürfen sich kein Gehalt auszahlen, es heißt dort Privatentnahme und ist steuerrechtlich anders einzuordnen. Ich bitte das zu bedenken – es herrscht KEINE Rechtssicherheit / Eindeutigkeit. Wobei ich mich genau darüber aber natürlich freuen würde

      Lg

      Antworten
  22. Antworten
  23. Susanne Wollowski schreibt:

    Auf der Seite der ibb wurden die FAQs aktualisiert. Jetzt steht dort:

    Was wird gefördert?

    Die Soforthilfe kann für die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden 3 Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand wie z.B.

    gewerbliche Mieten oder Pachten
    Leasingsaufwendungen
    Personalkosten für Beschäftigte, sofern diese nicht über das Kurzarbeitergeld gedeckt sind

    eingesetzt werden, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen.

    Geschäftsführer-Gehälter, Privatentnahmen bzw. die Kompensation von Umsatz- und Honorarausfällen für persönliche Lebenshaltungskosten, Krankenkassenbeiträge etc. fallen nicht darunter.

    Also doch ALG II beantragen… und netterweise sind auch gleich die Möglichkeiten aufgelistet, wie man Teile des Zuschusses wieder zurück überwiesen kann bzw. Angaben aus dem Antrag korrigieren kann.

    Es wäre ja auch zu schön gewesen!

    Antworten
    1. Christian schreibt:

      ist nur die Frage, ob das auch für den Landeszuschuss vor der Umstellung auf das einheitliche Programm gilt. Bis ich nichts höre gehe ich davon aus, dass es bei den ursprünglichen Konditionen bleibt, und da war von der Kompensation von Honoraren bzw. Lebenshaltungskosten die Rede. Steht auch im FAQ von Verdi so. Letztlich würde ALGII den Staat dasselbe oder mehr kosten, da Miete und KK für 6 Monate übernommen werden

      Antworten
  24. Nadja schreibt:

    Ich hab den Zuschuß erhalten, faß ihn aber erstmal nicht an. Mit all den Änderungen bei den Kriterien seh ich schwarz und erwarte ich eher, dass das Geld im nächsten Jahr zurückgezahlt werden muss…
    Ich habe mir am 1.4. auch einen Screenshot mit Datumstempel gemacht von der IBB Seite, dort steht noch, dass die Soforthilfe (bis 5000,-) bei Antragsstellern bis 5 Beschäftigten auch für die Kompensation von Personalkosten (eigenes Gehalt etc.) und Unternehmer/Unternehmenseinkünften eingesetzt werden können. Auf Basis dieser Info habe ich meinen Antrag gestellt.
    (Seufz…. Frage mich ob die großen Konzerne auch schlaflose Nächte haben von Zuschüssen… oder bin nur ich so blöd und hab noch ein schlechtes Gewissen…)

    Antworten
    1. Sandra Lietzmann schreibt:

      Hallo Nadja,
      Du hast die Soforthilfe II beim Land Berlin beantragt und bekommen, wenn ich recht verstehe?! Du kannst dann das Geld auch so verwenden, wie Du es jetzt auffasst. Du musst es halt für 2020 als Einnahme versteuern – am Ende des Jahres, ganz normal. Daher musst Du im Blick haben, wieviel Steuern dafür fällig werden, wenn Du es nicht ausgibst.

      Antworten
      1. Nadja schreibt:

        DAnke Sandra.
        Ja, es war noch die Landeshilfe. Ich halte jetzt fest was ich an konkreten Einbußen habe (Reisebranche, also Stornierungen). Dazu kommt ja dann noch das Wegfallen jeglichen Neuumatzes, da derzeit keine Neu-Buchungen reinkommen. Für spätere Nachweise, dass ich da auch Zahlen habe.

        Antworten
    2. Sabi schreibt:

      Hallo! Könntest Du den Screenshot irgendwie zur Verfügung stellen? Das wäre prima, wg. des Datums…. Danke!

      Antworten
  25. EinBerliner schreibt:

    Ich habe als Soloselbständiger am 28.03. gegen 16:30 Uhr meinen Antrag auf Soforthilfe eingereicht und die Bestätigungsseite der IBB angezeigt bekommen. Seitdem ist nichts passiert, kein Geldeingang, keine Nachricht oder Antwort auf Nachfrage. Heute auf telefonische Rückfrage die Info bekommen, das der Antrag „wohl nicht eingegangen“ , also veroren, sei. Und dann wird einem zur Grundsicherung geraten..

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  26. Nicole schreibt:

    Ich bin Studentin, kann jedoch meine Bachelorarbeit wegen der geschlossenen Bibliotheken nicht schreiben. Alle weiteren CP habe ich bereits. Da ich auf Grund der Lage mein Studium nicht weiterführen kann, müsste ich mein Vollzeitstudium in eine Vollzeitstelle abändern. Hierfür würde ich meiner Tätigkeit als Messehostes nachgehen (ich würde, wie vor meinem Studium, als Kleinunternehmerin Aufträge von einer Vermittlungsfirma entgegennehmen). Das fällt im Moment leider aus. Somit kann ich weder mein Studium weiterführen noch Geld verdienen. Nebenbei habe ich noch einen Job als Studentische Hilfskraft (40h/Woche). Ein Anrecht auf Bafög habe ich auf Grund einer vorherigen Ausbildung nicht.
    Den letzten Auftrag als Messehostes habe ich 2017 angenommen.
    Habe ich trotzdem ein Recht auf den Zuschuss?

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  27. einer-von-vielen schreibt:

    Hallo, auch ich habe corona Soforthilfe erhalten (5000 + 5000), dachte aber wie viele? bei der Antragsausfüllung nur 5000 zu beantragen. Tätigkeitsbereich Eventbranche und handwerkliche Leistungen ( erzwungene BG Bau Mitgliedschaft). Mir sind ca. 3/4 der Aufträge weggebrochen. Für das zweite Quartal waren Neuinvestitionen für Maschinen und Material in Höhe von ca. 1000€ geplant, um wiederkehrende Aufträge für mindestens die nächsten zwei Jahre ausführen zu können, die mir bis zum jetzigen Zeitpunkt immer noch zugesichert werden. Ich könnte also in 1-2 Monaten, vielleicht auch 3 arbeiten gehen! Gerne würde ich diese Investition mit der schon bekommenen Soforthilfe des Bundes tätigen- also in meinen Augen eine laufende Betriebsausgabe. Aus eigenen “ Betriebsmitteln“ wäre es mir derzeit nicht möglich, weil mir ja schon im Januar Aufträge weggebrochen sind. Der Auftrag wurde schon Ende Januar schriftlich bestätigt und wie gesagt nicht gecancelt. Und was ist mit meiner Kombi Lebens / Berufsunfähigkeitsversicherung die wird zwar erst Ende des Jahres fällig, aber stellt auf die Monate auch eine kalkulierte Ausgabe da. Die Berliner Hilfe würde halt nur zur Sicherung der eigenen Lebenshaltungskosten für die nächsten 3-6 Monate ausreichen. Und was wäre, wenn mir jetzt mein Fahrrad gestohlen würde, das Auto oder der Computer oder eine Maschine/Werkzeug kaputt ginge- all das, womit man als Solo-selbständiger immer rechnen muss. Für mich sind solche Ausgaben auch fortlaufende Betriebsausgaben ohne die mein „Unternehmen“ nicht bestehen kann. ich teile mir mit meiner Frau das Arbeitszimmer und nutze einen Teil meines Kellers als storage, habe also keine unmittelbaren Betriebsmieten zu bezahlen. P.S. ich kennen viele, viele Solo-selbständige bzw. Freiberufler in genau derselben Lage und glaube, dass sich niemand hier mit 5000€ wirklich bereichen kann. Ich würde gerne dazu Meinungen bzw. Vorschläge für ein vielleicht gemeinsames Vorgehen lesen! Vielen Dank und bleibt alle gesund!

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  28. Donnawetter schreibt:

    Hallo in die Runde,
    ich habe als Soloselbständige noch keinen Antrag auf den Bundeszuschuss gestellt, weil ich denke, dass ich vielleicht nicht förderfähig bin. Könnte mir jemand sagen, ob ich das so richtig verstanden habe:
    1. Wenn ich im Monat April noch einen Zahlungseingang von 1.800,00 € habe und errechnete Gewerbekosten von 500,00 €, darf ich den Antrag nicht stellen, da rechnerisch aus dem Gewerbe noch 1.300,00 € auf dem Konto verbleiben. Ich bin bei einem positiven Saldo also nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Dass die privaten Abbuchungen wie Miete, KK, Altersvorsorge das Konto doch ins Minus rutschen lassen, zählt nicht.
    2. Ich habe am 9.4. in der FAZ gelesen, dass die Länder über eine Pauschale für Soloselbständige nachdenken – eben auch zur Deckung der privaten Lebenshaltungskosten. Voraussetzung ist, dass 50 % der Aufträge weggebrochen sind. Weiß jemand Näheres dazu?
    3. Ich habe auch etwas darüber gelesen, dass im Gespräch ist, einen Fonds für private Kleinvermieter aufzulegen, die in Schieflage geraten, weil von Verdienstausfällen betroffene Mieter nun für 6 Monate die Miete aussetzen dürfen und erst bis 2022 zurückzahlen müssen. Da ich zur Altersvorsorge eine kleine Wohnung gekauft hatte (33m2) und die Mieterin nun nicht bezahlt, bin ich davon auch an dieser Front betroffen. Hat jemand hierüber zufällig etwas gehört?

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  29. Till schreibt:

    Hallo,
    hat jemand zufällig Screenshots vom Antragsprozess zwischen 27.-31.3. gemacht? Wäre sehr dankbar; persönliche Eingaben natürlich unkenntlich machen.
    Ich hatte gehofft, man bekäme am Ende des Antragsvorgangs noch eine Zusammenfassung aller Eingaben und Bedingungen, jetzt weiss ich leider nicht mehr wortgenau, was ich da alles unterschrieben habe.

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      1. Antworten
  30. alex schreibt:

    Hallo zusammen,
    seit kurzem (Stand 16.04.20) ist die untenstehende Passage auf den FAQ-Seiten der IBB Berlin online. Man kann hier eine Klarstellung seitens der IBB herauslesen, dass die anfänglich vergebenen Landeshilfen auch für private Lebenshaltungskosten wie Krankenversicherung etc. verwendet werden dürfen. Ich bitte die Seitenpaten für Berlin diese – meiner Meinung nach – wichtige Unterscheidung bei den Infos oben zu ergänzen.

    „Kann ich vom Corona Zuschuss auch mein Gehalt oder meine Krankenversicherung bezahlen?
    Der Zuschuss leistet einen Beitrag zu den laufenden betrieblichen Sach-und Finanzaufwendungen bezogen auf die 3 der Antragstellung folgenden Monate. Darunter fallen z.B.:
    gewerbliche Mieten
    Pachten
    Kredite für Betriebsräume und -ausstattung
    Finanzierungskosten oder Leasingaufwendungen für unternehmerisch genutzte Pkw, Maschinen
    Personalkosten sind aus Bundesmitteln nicht abgedeckt.
    Vom Landeszuschuss (5.000 EUR) konnten neben den laufenden betrieblichen Sach-und Finanzaufwendungen auch Personalkosten und Krankenversicherungskosten bezahlt werden.“

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  31. Sabi schreibt:

    Hallo an alle… beruhigend, das alle die gleichen Sorgen haben. Wer das Geld schon hat: abwarten. Es wird sich modale Rückzahlungsbedingungen geben. Mich interessiert und ich habe leider nichts gefunden: die Begründung dafür, das jetzt der Lebensunterhalt aus der Soforthilfe gestrichen wurde. Wenn wer was weiß…. Danke! Die Grundeinkommenspetition haben hoffentlich alle unterschrieben!

    Antworten
  32. Alice schreibt:

    Ich finde den folgenden Artikel sehr hilfreich, weil die mit der IBB auch gesprochen haben. Insbesondere der letzte Satz ist zentral:

    „Anmerkung: In einer früheren Version wurde der Eindruck erweckt, dass auch der Zuschuss des Landes Berlin nur für laufende Kosten bestimmt ist. Tatsächlich zahlt das Land Berlin 5000 Euro Zuschuss als Soforthilfe bei Einnahmeausfällen. Dagegen haben beim Hilfsprogramm des Bundes nur jene Selbstständigen und Kleinunternehmen einen Anspruch auf Unterstützung, die Betriebsausgaben wie Mieten finanzieren müssen.“

    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wenn-die-soforthilfe-zur-unerwarteten-finanzspritze-wird

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  33. Freier Kreativer Nr.76000 schreibt:

    Hallo.
    Wenn man jetzt auf die Seite der IBB geht ist keine Information zum ersten Soforthilfepaket 2 (5000 Euro aus Landesmitteln) mehr verfügbar. Es wird nur noch auf die 9000 Euro aus Bundesmitteln verwiesen, die man zusätzlich auch dann beantragen kann, wenn man die 5000 schon bewilligt bekommen hat. Für mich ist immer noch nicht abschließend geklärt, ob die 5000 Euro aus dem ersten Paket auch für die privaten Kosten genutzt und weiteres Geld für Betriebsausgaben aus den Bundesmitteln beantragt werden kann. Gibt es dazu irgendwo eine vernindliche, schriftliche Aussage?
    Vielen Dank und allen gute Gesundheit!

    Antworten
    1. alex schreibt:

      Hallo Freier Kreativer, vielleicht kann ich Dir helfen:
      .
      https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/faq-corona-zuschuss.html
      Auf dieser Seite findest Du unter dem Punkt „Vor der Antragstellung“ die Frage „Kann ich vom Corona Zuschuss auch mein Gehalt oder meine Krankenversicherung bezahlen?“
      .
      Die ibb beantwortet die Frage so, dass Du von den leider nicht mehr erhältlichen Landesmitteln Personalkosten oder Krankenversicherungskosten hast bezahlen können, von den derzeit erhältlichen Bundesmitteln geht das leider nicht.
      .
      Das Thema ist auch momentan relativ gross in den Medien:
      https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/hilfsgelder-doch-nach-schnelligkeit-verteilt-keine-neuen-landeszuschuesse-fuer-leer-ausgegangene-antragsteller-in-sicht/25750674.html

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    2. Solo schreibt:

      Ja, die IBB hat auf diese Frage auf ihrem Twitteraccount explizit geantwortet, dass vom Landeszuschuss auch Lebenshaltungskosten bezahlt werden können.

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  34. KT schreibt:

    Als Ankündigung im heutigen Corona-Newsletter (23.4.2020) der IHK-Berlin:
    Die Senatsverwaltung für Finanzen hat angekündigt, dass alle bisherigen Empfängern von Soforthilfen in den nächsten Tagen per Mail gebeten werden, noch einmal zu überprüfen, ob die Antragsteller auch tatsächlich antragsberechtigt gewesen sind. In der Mail werden Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für einen Zuschuss noch einmal erläutert. Unberechtigt beantragte Corona-Soforthilfen können straffrei zurückgezahlt werden.
    Könnte zur dringenden Klärung beitragen, je nachdem wie verständlich die Erläuterungen sind…

    Info-Videokonferenz zu Corona-Soforthilfen für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft
    An Freitag, 24.04.2020 bietet die Kreativwirtschaftsberatung Creative City Berlin von 10.30-12.00 Uhr ein Online-Seminare zum aktuellen Stand der Unterstützungsangebote für Kunst-, Kultur- und Kreativschaffende an.
    Infos und Anmeldung hier: https://www.creative-city-berlin.de/de/events/event/special-corona-soforthilfen-kunst-kultur-kreativwirtschaft/

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    1. Solo schreibt:

      Habe das Schreiben der IBB per Mail erhalten. Leider steht entgegen anderer Infos, u.a. auch vom VGSD, immer noch als Stichtag für das Eintreten des Liquiditätsengpasses der 11.03.20 drin. Das ist kritidch bedonders bei Selbstständigen, die unregelmäßig Rechnungen stellen und von Auftrag zu Auftrag planen. Und von straffreier Rückzahlung steht ebenfalls nichts drin. Das wäre formaljuristisch eine Amnestie, zu der die IBB nicht berechtigt ist, so hat es mir ein Anwalt unverbindlich erklärt. Ich weiß nicht ob das stimmt. Das Schreiben hilft also nicht wirklich bei der Klärung offener Fragen.

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  35. Armin Gröpler schreibt:

    Was macht man, wenn 4 Wochen nach der Antragstellung weder einen abschlägigen Bescheid noch eine Überweisung bekommen hat? An wen kann man sich denn dann wenden? Kann jemand Hinweise geben?
    Danke!

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    1. Raphael Bolius Bolius schreibt:

      Sorry, ich war die letzten Tage krank, dein Post ist jetzt schon ein paar Tage her. … Ich würde bei der IBB anrufen. Anders sehe ich leider keine Möglichkeit.

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    2. billie martin schreibt:

      Das Problem habe ich auch. Die Auskunft bei der IBB anzurufen ist wenig hilfreich da dort jegliche Auskunft verweigert wird. Man riet mir ein schriftliches Auskunftsersuchen entweder dort abzugeben oder per Einschreiben zu schicken. Mit Fristsetzung. Dies tat ich und es wird bisher ignoriert. Ich kann mir nur noch denken einen Anwalt einzuschalten , was natürlich eine persönliche Entscheidung ist. Auf facebook posten einige die das selbe Problem haben. Aber auch dort gibt es keine nützlichen Antworten

      Antworten
  36. KT schreibt:

    Ab Montag, den 11. Mai 2020, startet die Anfang April angekündigte Soforthilfe IV für Unternehmen im Bereich Kultur und Medien in Berlin. Voraussetzungen für eine Förderung ist u.a. eine ”kulturelle Relevanz”
    des Unternehmens, eine Betriebsstätte(n) bzw. Sitz in Berlin, die bei einem Berliner Finanzamt angemeldet ist sowie der Nachweis der Existenzbedrohung.
    .
    Förderfähig sind nur bestimmte Branchen lt. Liste und Unternehmen mit i.d.R. mehr als 10 Beschäftigten.
    .
    Welche Branchen gefördert werden können, welche Unterlagen eingereicht werden müssen und weitere Rahmenbedingungen hat die IBB auf ihrer Website zusammengestellt.
    https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/soforthilfe-iv.html
    ..
    Hier steht allerdings auch, dass die Antragstellung bereits am 15.5.20 endet!

    Antworten
  37. Freiberufler schreibt:

    Hallo, ein Freund von mir aus meinem Freiberufler Chat möchte gerne die Berliner Sofort Hilfe beantragen und hat uns die folgende Frage gestellt, die wir ihm auch nicht beantworten konnten. Vielleicht habt Ihr ja Rat? Im Formular werden die Umsätze 2019 abgefragt sowie Januar und Februar 2020. Er ist seit vielen Jahren solo-selbständig und hatte Ende 2019 auch keine Verluste weil da auch die Betriebskosten sehr gering waren. Aber aufgrund von einer Erkrankung während mehrerer Monate in 2019 hatte er im gesamten GJ 2019 nur sehr geringe Umsätze (nur rund 3000 Euro im ganzen Jahr). Januar und Februar 2020 war er wieder gesund und im Hauptberuf selbständig und hatte auch schon wieder Aufträge, die Rechnungen wurden aber vom Kunden im Januar und Februar noch nicht beglichen – also gab es Januar und Februar noch keinen Zahlungseingang. Soll er dann im Formular als Umsatz in Januar und Februar jeweils 0 eintragen? Oder die Umsätze so, wie von ihm dem Kunden in Rechnung gestellt? Sind die oben genannten Zahlen (sehr geringer Umsatz im Vorjahr, geringe / keine buchbaren Umsätze im Januar/Februar) ein Grund für eine Ablehnung des Antrags wenn er eine Hilfe zu den Betriebskosten in Höhe von rund 1000 Euro im Monat, also insgesamt rund 3000 Euro beantragt? Die aktuellen monatlichen Betriebskosten erscheinen ja im Vergleich zum Jahresumsatz 2019 sehr hoch.
    Also zusammengefasst: Habt Ihr allgemein Erfahrung damit ob Anträge abgelehnt werden wenn 2019 nur sehr geringe Umsätze erwirtschaftet wurden oder wenn das Wegbrechen der Aufträge seit März 2020 sich nicht in den buchbaren Umsätzen für Januar, Februar und April niederschlägt weil Kunden im Januar und Februar noch nicht gezahlt hatten? (April war der Umsatz aufgrund fehlender Neuauftragsgewinnung ebenfalls 0).

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  38. billie martin schreibt:

    Moin allerseits. Ich habe Ende April einen Antrag gestellt auf 9000 Eur Hilfe. Ich bin Sängerin/Komponistin/Textdichterin. Die Vorraussetzungen für die Hilfe sind bei mir erfüllt. Bei der Antragstellung unterlief mir ein Fehler. Ich gab die korrekte Steuer ID aber nicht die korrekte Steuernummer ein. Somit ging der Antrag in die manuelle Prüfung und dort wird er jetzt nicht bearbeitet oder eben irgendwann mal. Jegliche Auskunft wann der Antrag bearbeitet wird und Bitte um einen Gesprächspartner bei der IBB wird verweigert. Frage nach einer wagen Auskunft über den möglichen Zeitraum einer Bearbeitung und Frage nach Status-Update – ebenfalls Antwort verweigert (es gäbe keine Auskunft). Ein Einschreiben mit Auskunftsersuchen wird offenbar auch ignoriert. Fax auch. Ich habe natürlich die korrekte Steuernummer am Tag der Antragstellung nachgereicht (email, fax etc.). Was tun…. Anwalt beauftragen? Ichs ah auf facebook dass einige Leute das selbe Problem auf der IBB Seite posten. Ich bin wohl nicht die Einzige. Lieben Dank.

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  39. Bernd Schneider schreibt:

    Hat jemand Erfahrungen wie lange es dauert bis die Antragstellung zur Corona-Soforthilfe aus den Bundesmitteln bearbeitet ist ? Ich habe meinen Antrag vor ca. 6 Wochen gestellt, einen Tag später habe ich die Eingangsbestätigung und Bearbeitungsnummer durch email erhalten. Das war es dann auch. Telefonisch ist die IBB nicht erreichbar, auf der Hotline wird nur grauenhafte Klimpermusik verbreitet. 2 email von mir mit diesbezüglichen Anfragen blieben unbeantwortet. Da steht man nun völlig hilflos vor der diesem Bürokratie-Problem.

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  40. Lana Dahlhof schreibt:

    Die IBB ist ja eine sehr kleine Förderbank, dass ist natürlich in solch einer Situation wo eine Flut von Anträgen aufläuft ein echtes Problem. In NRW hat die Landesregierung unterschiedliche Institutionen bei der Bearbeitung der Anträge einbezogen, da ging das Ganze sehr schnell. In Berlin hat man das nicht gemacht weil die öffentlichen Verwaltungen ohnehin alle unterbesetzt sind. Da sitzen ein paar IBB Sachbearbeiter jetzt Hunderttausenden von Anträgen gegenüber. Ich kenne 3 bzw. 4 andere Soloselbstständige bzw. Kleinunternehmer die auch alle bereits zwischen 4 und 5 Wochen in der Bearbeitungsschleife festsitzen, ohne weitere Informationen. In der Tat muss man sagen, „Soforthilfe“ sieht anders aus.

    Antworten
  41. Uwe Haake schreibt:

    Hallo, die Bearbeitungszeiten haben sich aufgrund von Missbrauch der Hilfen durch einige Wenige in der Weise verzögert dass man jetzt beim Abgleich der Daten umsichtiger und damit auch langsamer ist. Zwischen Antragstellung und Auszahlung liegen dann durchaus mehrere Wochen (4 bis 8). Leider.

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  42. KT schreibt:

    Der aktuelle Stand bei der IBB sieht so aus:
    .
    Seit 31.05.2020 sind keine Antragstellungen nach der Soforthilfe Corona-Zuschuss, die oben beschrieben ist, mehr möglich. Auch für die Soforthilfe IV für Kultur- und Medienunternehmen ist – wie angekündigt – seit 15.5.20 nicht mehr möglich, Anträge zu stellen.
    .
    Es gibt aktuell nur noch die Soforthilfe V, d.h. ein Zuschuss für Unternehmen zwischen 10 und 100 Beschäftigten.
    .
    Antragstellung nach der „Überbrückungshilfe“ ist voraussichtlich ab Juli möglich. Gearbeitet wird parallel an einer Soforthilfe für Startups.

    Antworten
  43. Künstlerin+ALG1(nicht ALG2) schreibt:

    Hallo in die Runde, ich habe so lange recherchiert und finde nichts zu meinem Fall: selbständige Künstlerin, aber von August-Dezember 2019 ALG1, von Dezember- 1.März 2020 selbständig, von 1.März-Oktober die Verlängerung von ALG1. Darf ich die 5000€ Corona Zuschuss in Berlin beantragen? Ich hatte Einbußen von Aufträgen, aber bin unsicher ob ich überhaupt berechtigt bin wenn ich ALG1 erhalte. Ich wäre ungemein Dankbar für eine Antwort! Vielen vielen Dank!

    Antworten
    1. SG schreibt:

      Weiss jemand was dazu? Ich wäre über eine Antwort sehr dankbar!

      Antworten

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