VGSD-News 17.04: Richtungsweisendes Urteil – Bonus für Neumitglieder – Umfrage zu GKV-Beiträgen

Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

die Honoarhöhe als Kriterium für Selbstständigkeit – das hätte den Vorteil, dass fair zahlende Auftraggeber belohnt und Ausbeuter nach wie vor bestraft werden können. Das entsprechende BSG-Urteil führte zu Rekordzugriffszahlen auf unserer Website, 1.284x wurde der „Gefällt mir“-Button unter dem Beitrag bisher gedrückt. Aber Vorsicht: Ein Freifahrtschein ist das neue Urteil nicht.

Niedrigere Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind eines der wichtigsten Anliegen des VGSD. Wir haben dazu beim Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) eine Studie beauftragt. Bitte nimm Dir fünf Minuten Zeit und fülle jetzt den kurzen Online-Fragebogen aus.

Wenn Rentenversicherungspflicht, dann bitte so wie in der Schweiz: Mit 6 bis 9 Prozent Beitragssatz für Selbstständige und Einbeziehung auch von Beamten. Und auch bei der Statusfeststellung könnte die Schweiz ein Vorbild sein. Mehr dazu in der Telko nächste Woche sowie in einem eigenen Beitrag.

Und: Falls Du noch nicht Vereinsmitglied bist, dann werde es diese Woche. Denn noch bis Sonntag, 30. April, verdoppelt Christa Weidner Deinen ersten Jahresbeitrag!

Herzliche Grüße aus München
Andreas Lutz

Inhalt

  1. Richtungsweisendes Urteil: Bundessozialgericht führt Honorarhöhe als wichtiges Kriterium für Selbstständigkeit ein
  2. Im Gespräch: Warum Christa Weidner (bis 30.04.) die Beiträge neuer VGSD-Mitglieder verdoppelt
  3. Wie sind niedrigere KV-Beiträge für Selbstständige zu erreichen? – Jetzt an Befragung teilnehmen!
  4. Rechtssichere Statusfeststellung in der Schweiz: Warum nicht so auch in Deutschland?
  5. ADESW- und DRV-Einschätzung der neuen Gesetzeslage zum Thema Scheinselbstständigkeit
  6. Rechtsunsicherheit bringt IT-Freelancer um Aufträge
  7. IW Köln: „Die Hälfte bekommt der Staat“
  8. Wachsende Anhängerschaft bei Facebook und Twitter
  9. Bericht: Zu Gast bei der cowork2017 in Leipzig
  10. Ergebnisse der VGSD Experten-Telko „Von Projektverzögerung bis Cyberattacke – Schadenfälle aus der Praxis und wie du dein Business absicherst“
  11. VGSD hat jetzt 2.374 Vereinsmitglieder
  12. Regionaltreffen, Stammtische und Vortragsevents
  13. Experten-Telkos
1. Richtungsweisendes Urteil: Bundessozialgericht führt Honorarhöhe als wichtiges Kriterium für Selbstständigkeit ein

Das Bundessozialgerichts (BSG) hat Ende März ein wichtiges Urteil zum Thema Scheinselbstständigkeit gefällt. Die Richter werteten die Höhe des Honorars von Selbstständigen – verglichen mit dem Verdienst von Angestellten – als neues Kriterium. Im Falle eines Heilpädagogen, der auf Basis von Honorarverträgen im Auftrag eines Landkreises als Erziehungsbeistand Jugendliche betreute, interpretierten sie den relativ hohen Stundensatz als Indiz für eine selbstständige Tätigkeit. Damit fügte das BSG den etablierten Kriterien „Weisungsgebundenheit“ und „Eingliederung in die Abläufe des Kunden“ ein weiteres hinzu.

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2. Im Gespräch: Warum Christa Weidner (bis 30.04.) die Beiträge neuer VGSD-Mitglieder verdoppelt

Christa Weidner kämpft als Betroffene seit Jahren gegen die herrschende Rechtsunsicherheit beim Thema Scheinselbstständigkeit. Sie unterstützte den VGSD als Sprecherin der entsprechenden Arbeitsgruppe durch zwei deutschlandweite Vortragsreihen sowie durch viele Artikel, die sie zu diesem Thema veröffentlicht hat. Am 16.06.2017 veranstaltet Christa gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Dr. Benno Grunewald das eintägige Seminar „Scheinselbstständigkeit endlich verstehen“. Einen Großteil des Erlöses wird Christa dem VGSD überlassen: Sie verdoppelt den Jahresbeitrag aller neuen Mitglieder, die bis zum 30.04.2017 in unseren Verband eintreten.

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3. Wie sind niedrigere KV-Beiträge für Selbstständige zu erreichen? – Jetzt an Befragung teilnehmen!

Zusammen mit zwei weiteren BAGSV-Mitgliedsverbänden, BDD und BDÜ, haben wir beim Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) in München eine Studie zur sozialen Absicherung von Selbstständigen beauftragt. Schwerpunkt ist die Frage, ob und wie niedrigere Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung umgesetzt / finanziert werden können. Bitte unterstütze die Studie und damit unser gemeinsames Anliegen durch Ausfüllen eines Onlinefragebogens. Der Fragebogen ist kurz, wir haben zum Ausfüllen weniger als fünf Minuten gebraucht.

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4. Rechtssichere Statusfeststellung in der Schweiz: Warum nicht so auch in Deutschland?

Politiker, die uns von den Segnungen einer Rentenversicherungspflicht für Selbstständige überzeugen möchten, verweisen gerne auf Österreich. Dabei ist das dortige System nicht nachhaltig finanziert und löst auch nicht das Problem der Scheinselbstständigkeit. Wer nach Vorbildern für Deutschland sucht, sollte statt dessen lieber in die Schweiz blicken. Das tun wir im Rahmen eines Beitrags darüber, wie die Schweizer es schaffen, rechtssicher den Status von Selbstständigen festzustellen. In einer Experten-Telko mit Michael E. Meier von der Universität Zürich vertiefen wir das Thema und diskutieren, ob die dort herrschende Rentenversicherungspflicht mit Beiträgen von 6 bis 9 Prozent Vorbild-Charakter für Deutschland haben könnte.

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5. ADESW- und DRV-Einschätzung der neuen Gesetzeslage zum Thema Scheinselbstständigkeit

Am 1. April 2017 ist das „Werkvertragsgesetz“ in Kraft getreten, das im Vorfeld für viel Verunsicherung gesorgt hat. Viele Auftraggeber haben in den letzten Monaten versucht, Selbstständige in Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) zu drängen. Dabei regelt das neue Gesetz auch die ANÜ neu – und zwar sehr viel strenger und bürokratischer als bisher. Die Allianz für selbstständige Wissensarbeit (ADESW) und die Deutsche Rentenversicherung haben jetzt erste Einschätzungen zur neuen Rechtslage abgegeben.

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6. Rechtsunsicherheit bringt IT-Freelancer um Aufträge

Im vergangenen Dezember haben wir zur Teilnahme an der Computerwoche-Studie „IT-Freiberufler 2017“ aufgerufen. Mehr als 400 von euch sind diesem Aufruf gefolgt – herzlichen Dank! Jetzt liegt die Studie vor. Eine Kernaussage: Freelancer im IT-Sektor gehen wirtschaftlich rosigen Zeiten entgegen. Aber: Im Alltag fühlen sich viele durch den Staat gegängelt. Gesetzliche Vorschriften und Regelungen beispielsweise zur Scheinselbstständigkeit gehören für sie zu den größten Herausforderungen. Und: Aufgrund der Rechtsunsicherheit sind vielen Freelancern Aufträge entgangen.

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7. IW Köln: „Die Hälfte bekommt der Staat“

Immer wieder kommen Forderungen auf, hohe Einkommen stärker zu besteuern. Doch die Top-Verdiener leisten in Deutschland bereits sehr hohe Abgaben. Die Belastung durch Steuern und Sozialabgaben ist bereits für Bezieher durchschnittlicher Einkommen hoch. Das zeigt eine Studie des wirtschaftsnahen Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln. Erst vor kurzem hat die OECD festgestellt, dass Deutschland bei der Steuer- und Abgabenlast auf Platz zwei rangiert – nur Belgien verlangt noch mehr.

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8. Wachsende Anhängerschaft bei Facebook und Twitter

Die Social-Media-Präsenz des VGSD wächst und gedeiht: Bei Facebook konnten wir die Zahl unserer „Fans“ durch die Zusammenlegung mit einer anderen Seite fast verdoppeln auf rund 6.340. Bei Twitter haben wir unlängst Follower Nr. 2.000 gewonnen. Auch im Vergleich zu anderen Organisationen müssen wir uns nicht verstecken. Das zeigt ein Blick auf das Ranking bei Pluragraph: Dort stehen wir unter den Berufsverbänden auf Platz 17 und haben eine Reihe anderer renommierter Verbände hinter uns gelassen.

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9. Bericht: Zu Gast bei der cowork2017 in Leipzig

Schon lange haben wir beim VGSD vor, eine noch intensivere Vernetzung mit der Coworking-Community zu erreichen. Konkret wollen wir erreichen, dass Vertreter der Coworking-Bewegung sich an der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) beteiligen und die Interessen der Coworker dort vertreten. Das war Anlass für unseren Vorsitzenden Andreas Lutz, Ende März zur cowork2017 in Leipzig zu fahren. Die cowork ist die wichtigste Branchenveranstaltung im deutschsprachigen Raum.

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10. Ergebnisse der VGSD Experten-Telko „Von Projektverzögerung bis Cyberattacke – Schadenfälle aus der Praxis und wie du dein Business absicherst“

In der Experten-Telko vom 20.4.2017 beschrieb Ralph Günther von exali.de konkrete Fälle aus der Praxis. Beispiel Malware: Erstellt ein Selbstständiger für den Kunden eine Website und wird die später durch ein Schadprogramm infiziert, stellt sich ebenfalls die Haftungsfrage. Tipp: Wer den Kunden darauf hinweist, dass seine neue Website irgendwann garantiert unsicher wird, kann Zusatzgeschäft in Form von Wartungsverträgen akquirieren und ist bei Verzicht aus der Haftung.

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11. VGSD hat jetzt 2.374 Mitglieder

Stand heute haben wir 2.374 Vereins- und 8.463 Community-Mitglieder – insgesamt lesen also 10.837 Gründer und Selbstständige diesen Newsletter. 802 Vereinsmitglieder stellen sich mit einem Brancheneintrag vor. 410 von ihnen bieten den anderen Vereinsmitgliedern ein Vorteilsangebot.

Du bist Vereinsmitglied, hast aber noch kein Branchenprofil angelegt? Dann investiere jetzt fünf Minuten deiner Zeit und verbessere damit deine Sichtbarkeit gegenüber den anderen Mitgliedern. Mitglieder mit Branchenprofil berichten uns von Anfragen und Aufträgen, die sie von anderen Mitgliedern bzw. durch deren Empfehlung erhalten haben. Zu deinem Branchenprofil

Du bist noch nicht Vereinsmitglied? Dann mache jetzt das Upgrade – und hilf mit, die Arbeit des VGSD nachhaltig zu finanzieren. Du hast zahlreiche Vorteile, z.B. Zugriff auf unser Telko-Archiv, freien Eintritt bei Vortragsveranstaltungen, hunderte von Vergünstigungen seitens anderer Vereinsmitglieder und von Partnerunternehmen sowie dein eigenes Branchenprofil. Der VGSD ist ein Berufsverband, der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich absetzbar.

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12. Regionaltreffen, Stammtische und Vortragsevents

Berlin

Hamburg

Hannover

Leipzig

München

Nürnberg

Rhein-Neckar-Kreis

Stuttgart

Wenn du für deine Stadt Events vermisst, so kontaktiere das Regionalteam (Mailadressen hier) – vielleicht sind Veranstaltungen für diesen Zeitraum noch in Planung. Die Regionalgruppen suchen auch laufend nach Mitstreitern, die bereit sind, selbst Treffen zu organisieren oder sie dabei zu unterstützen.

13. Experten-Telkos
  • 4. Mai 2017, 16:00 Uhr „Niedrige Beiträge, sichere Altersvorsorge: Vorbild Schweiz?“ (Experte Michael Meier)
  • 10. Mai 2017, 16:30 Uhr „Was Beamte wirklich verdienen – im Arbeitsleben und danach“ (Experte Torsten Ermel)
  • 17. Mai 2017, 16:00 Uhr „Was verrät mir die BWA über mich und mein Geschäft?“ (Experte Olaf Marticke)
  • 24. Mai 2017, 16:30 Uhr „Durch kluge Vertragsgestaltung und Dokumentation das Risiko von Scheinselbstständigkeit reduzieren“ (Experte: Dr. Philipp Byers)
  • 30. Mai 2017, 16:30 Uhr „Arbeitswelt 4.0: Coworking vs. Home office vs. Business Center“ (Experten Björn Budack und Christopher Schmidhofer)

Falls du eine Telko verpasst, kannst du als Vereinsmitglied die Aufzeichnung in unserem Archiv auch nachträglich anhören und ggf. verwendete Präsentationen herunterladen.

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