Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

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Selbstständigen Deutschland e.V.

Novemberhilfe kann jetzt beantragt werden – weiterführende Infos

(Update vom 26.11.20) Seit dem späten Nachmittag ist die Antragstellung für die Novemberhilfen möglich. Das Verfahren ist hier beschrieben.

Erste Auszahlungen von bis zu 5.000 Euro sollen bereits ab Freitag, 27.11.2020 erfolgen, zunächst nur für Anträge von Soloselbständigen (sogenannte “Direktanträge”, weil Soloselbständige bis zu diesem Betrag keinen Steuerberater mit der Beantragung beauftragen müssen). Als „soloselbstständig“ zählen im Kontext der Novemberhilfe auch Selbstständige mit Mitarbeitern (!), deren Wochenstundenzahl sich auf unter 40 Stunden addiert bzw. genauer gesagt, deren „Vollzeitäquivalent“ kleiner als 1 ist. Um sich bei der Direktbeantragung zu identifizieren, benötigt man eine Elster-ID, bestehend aus Elster-Zertifikat und Zugangsdaten. Diese nutzen Selbstständige bzw. ihre Steuerberater zur elektronischen Meldung z.B. der Umsatzsteuer.

 

Mit Elster-ID einloggen, die Anträge werden „vollautomatisch“ geprüft

Die Anträge werden vollautomatisch geprüft und bei ausbleibender Beanstandung zügig ausgezahlt, verspricht das BMWi. In Medienberichten ist allerdings davon die Rede, dass es mindestens bei den über die Abschlagszahlung hinausgehenden Beträgen zu erheblichen Verzögerungen bis in den Januar hinein kommen kann. Der Grund seien nicht nur technische Schwierigkeiten und personelle Kapazitätsprobleme, sondern auch dass für die Hilfen im Bundeshaushalt nicht ausreichend Mittel vorgesehen seien. Das verwundert uns, denn für die Soforthilfe im Frühjahr waren 50 Milliarden Euro vorgesehen, die zusammen mit der Überbrückungshilfe I nur zu etwas mehr als ein Viertel ausgeschöpft wurden. Hat möglicherweise die Bundesregierung die genehmigten Mittel zwischenzeitlich für andere Zwecke eingesetzt oder verfrüht in den Bundeshaushalt zurückfließen lassen?

Die FAQ zur Novemberhilfe wurden in den vergangenen Tagen vielfach ergänzt und überarbeitetet. Daneben lohnt sich ein Blick auch in die Vollzugshinweise des Ministeriums zur Novemberhilfe.

 

Welche Erfahrungen habt ihr bei der Beantragung gemacht?

Gerne könnt ihr die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrags nutzen, um eure ersten Erfahrungen mit dem Antragsprozess mit anderen zu teilen.

Wir werden dann in Kürze auf Grundlage eurer Erfahrungen, der Angaben des Ministeriums und weiterer uns vorliegenden Informationen einen überarbeiteten FAQ mit Erläuterungen veröffentlichen. Bis dahin nutzt bitte die oben verlinkten Informationen. Danke!

 

Jetzt anschauen und Überblick verschaffen:

Andreas Lutz, Foto: Thomas Dreier

Experten-Telko

„Neustart- und Novemberhilfe: Wer bekommt wieviel und wann?“

mit Andreas Lutz am Donnerstag, 19.11.2020

Zum Mitschnitt (wahlweise Audio oder Video)

 

Fragen und Antworten zur Novemberhilfe – mit vielen neuen Informationen

(Update vom 13.11.20, 12 Uhr) Wird es eine Branchenliste geben, wie zunächst angekündigt? Was wenn ein Teil meines Unternehmens betroffen ist, ein anderer nicht? Wie stelle ich meinen Antrag direkt, ohne Steuerberater?

Gerade haben wir neue Antworten auf diese und weitere Fragen in unserem umfangreichen FAQ zur Novemberhilfe („Außerordentliche Wirtschaftshilfe“) ergänzt. Vorab informieren wir euch im Rahmen von einigen Updates über wichtige Änderungen. Darauf folgt dann der FAQ.

 

Auch „präzisierte“ Definition des Berechtigtenkreises lässt viele Soloselbstständige leer ausgehen

Wir beantworten eure häufigsten Fragen, Foto: Adobe Stock, patpitchaya

(Update vom 13.11.20, 9 Uhr) Worin besteht die Präzisierung zugunsten vor allem der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft, von der Finanzminister Scholz gestern stolz auf seiner Pressekonferenz (siehe unten) berichtete? – In die Antragsbedingungen ist nun ein zusätzlicher Satz eingefügt worden.

Bisher lautete die Definition der indirekt betroffenen Unternehmen, die neben den von Schließungen betroffenen Unternehmen ebenfalls die Novemberhilfe erhalten: „Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den o. g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.“

Danach ist nun der folgende zusätzliche Passus eingefügt (Hervorhebungen durch BMWi):

Antragsberechtigt sind auch Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 und 6 des vorgenannten Beschlusses vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent im November 2020 erleiden. Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.“

Damit werden also auch Veranstaltungsstätten in den Kreis der direkt betroffenen aufgenommen und auch z.B. die von ihnen nicht direkt, sondern über Agenturen beauftragten Künstler und Dienstleister. Der bürokratische Aufwand dürfte dabei ganz erheblich sein und von der Unterstützungsbereitschaft und Effektivität der zwischengeschalteten Unternehmen abhängen.

 

Alle anderen gehen weiterhin leer aus – das kannst du tun

Alle anderen gehen nach unserem Verständnis dieser Formulierung weiterhin leer aus, z.B. (um bei der Veranstaltungsbranche zu bleiben) Künstler und Dienstleister, die von anderen Veranstaltern, auch Privatpersonen zu mehr als 20 Prozent beauftragt werden. Und natürlich alle, die hohe Umsatzeinbrüche haben, aber in Bereichen arbeiten, die nicht formal geschlossen wurden.

Die Novemberhilfe bleibt damit weiterhin „unzureichend, ungerecht und unpraktikabel“, wie der schleswig-holsteinischen Ministerpräsident Bernd Buchholz es formulierte. Unsere Hoffnungen und unser Lobbying richten sich nun um so mehr auf einen fiktiven Unternehmerlohn im Rahmen der Überbrückungshilfe III. Leider werden Fortschritte hier von Finanzminister Scholz und Arbeitsminister Heil blockiert, weshalb wir eine Mailingaktion von Campact unterstützen. Schreib auch du den beiden SPD-Ministern eine E-Mail. Das ist ganz einfach.

 

Olaf Scholz: Kreis der Berechtigten präzisiert, Volumen jetzt deutlich mehr als zehn Milliarden

(Update vom 12.11.20) Bei der heutigen Pressekonferenz zur Jahressteuerschätzung hat Finanzminister Olaf Scholz ausführlich zur Novemberhilfe Stellung genommen.

Er spricht davon, dass er zusammen mit Peter Altmaier „sehr präzise Regeln für die Veranstaltungsbranche“ gefunden hätte und allen, die direkt oder mittelbar daran hängen.

Die Regelung sei großzügiger als zunächst geplant und werde deshalb „mit Sicherheit mehr als die zehn Milliarden kosten, über die wir bisher diskutiert hatten“. Zugleich sagt er aber auch, dass der Kreis der Berechtigten nicht erweitert worden sei: „Keine Ausweitung, sondern Präzisierung“. Bei der Präzisierung habe man die Kosten aber noch mal genau nachgerechnet und bräuchte jetzt die eine oder andere Milliarde mehr.

 

Neue Informationen zur Überbrückungshilfe III und zu den Abschlagszahlungen zur Novemberhilfe

Wer bei der Novemberhilfe leer ausgeht, muss laut Scholz auf die Überbrückungshilfe III (Januar bis Juni 2021) hoffen. Die Verhandlungen über sie und die damit verbundenen Verbesserungen werden laut Scholz parallel weitergeführt, es sei hier auch bald mit konkreten Details zu rechnen. Daraus ergebe sich ein „Gesamtpaket“.

Das Bundesfinanzministerium hat zeitgleich in einer Pressemeldung bekannt gegeben, dass das Verfahren zur Abschlagszahlungen für die Novemberhilfe jetzt feststehe. Berechtigte Soloselbstständige erhalten demnach bis zu 5.000 Euro, andere Unternehmen bis zu 10.000 Euro. Die Antragstellung starte in der letzten Novemberwoche (voraussichtlich am 25.11.20). Erste Abschlagszahlungen sollen dann noch im November erfolgen. Die reguläre Auszahlung werde parallel vorbereitet, damit sie „unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann“.

 


 

„Novemberhilfe“: Fragen und Antworten zur Förderung

(Letzter Update: 13.11.20) Inzwischen sind weitere Details zur Novemberhilfe bekannt geworden. Der besseren Übersicht halber fassen haben wir die aus verschiedensten Quellen stammenden Aussagen in Form des folgenden FAQ zusammengefasst.

Wo wichtige Details noch unklar sind, schreiben wir, was für eine Regelung uns am wahrscheinlichsten erscheint. Wo es bereits offizielle Äußerungen gibt, zitieren wird diese. Wir kommentieren auch Stärken und Schwächen der Beschlüsse.

 

Wie heißt die Hilfe offiziell?

„Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes“, allerdings spricht auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) selbst von „Novemberhilfe“. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich dieser Begriff durchsetzen wird.

 

Wer darf die Hilfe als „direkt Betroffener“ beantragen?

Ganz allgemein gilt: „Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen ist.“ – „Die Organisationsform und die Trägerschaft … sind nicht entscheidend. … Wichtig ist, dass … am Markt tätig ist und Umsätze erwirtschaftet.“

Allerdings wird dies gleich im Anschluss auf die von Schließungen Betroffene eingeschränkt und zwar getrennt nach direkt und indirekt betroffenen:

Wer gilt als „direkt betroffen“? – Antragsberechtigt sind demnach solche, „die auf der auf Grundlage des MPK-Beschlusses vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten“.

In den schriftlichen Beschlüssen sind explizit folgende Branchen aufgeführt (Gliederung zwecks höherer Übersichtlichkeit durch uns):

  • „Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören
    • Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen,
    • Messen,
    • Kinos,
    • Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen),
    • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
    • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
    • der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,
    • Schwimm- und Spaßbäder,
    • Saunen und Thermen,
    • Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.
  • Gastronomiebetriebe sowie
    • Bars,
    • Clubs,
    • Diskotheken,
    • Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen.
    • Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie
    • Kosmetikstudios,
    • Massagepraxen,
    • Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.
    • Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich.
    • Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.“
  • Desweiteren heißt es im Dokument: „Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt. [Inzwischen wurde vom BMWi klargestellt, dass trotz der weiterhin möglichen geschäftlichen Übernachtungen gilt: „Hotels sind ebenfalls antragsberechtigt.“]

Nicht explizit genannt sind in den Beschlüssen vom 28.10.20 Businessevents wie Konferenzen, Seminare und andere Versammlungen (mit Ausnahme der unter „Freizeitgestaltung“ aufgeführten „Messen“), auch wenn diese durch anderweitige Auflagen für Veranstaltungen von Gesundheitsbehörden und Bundesländern (wie etwa Bayern) stark erschwert oder sogar unmöglich sind.

Völlig unverständlich ist auch, dass die Reisewirtschaft jenseits von Hotels und Gastronomie nicht berücksichtigt ist, denn sie ist ja ganz offensichtlich auch von dem letztgenannten Punkt extrem betroffen, man denke z.B. an Gästeführer.

 

Wird es eine abschließende Liste der von den Schließungen betroffenen Branchen geben?

Eine solche Positivliste war ursprünglich angekündigt worden, wir hatten in unserer Stellungnahme zur Novemberhilfe darauf hingewiesen, dass eine solche Liste wenig praktikabel ist, uns aber trotzdem in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden an das Sammeln betroffener Branchen gemacht. Nun kommt es aber doch zu keiner solchen Liste, die die von uns oben aus den Beschlüssen der Ministerpräsidenten abgeleiteten Branchenliste konkretisiert.

In einer Telefonkonferenz des BMWi mit den Landeswirtschaftsministern hieß es dazu: „Es wird keine Positivliste des BMWi geben, in der die geschlossenen Unternehmen aufgeführt sind. Das wäre nicht praktikabel, da die Schließungsverfügungen der Länder zu unterschiedlich formuliert sind. Außerdem kann sich durch Gerichtsentscheide der Kreis der geschlossenen Unternehmen kurzfristig ändern.

Deshalb muss der Antragsteller angeben, ob seine Branche bzw. die seiner Hauptgeschäftspartner geschlossen ist. Die Angaben werden dann vom prüfenden Dritten [gemeint ist z.B. der Steuerberater, sofern der für die Antragstellung nötig ist] und – zumindest stichprobenweise – durch die Bewilligungsstellen überprüft.“

 

Wer gilt als „indirekt betroffen“?

Antragsberechtigt in diesem Sinne sind „Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den o.g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.“

Beispiel: Ein selbstständiger Sportlehrer, der Kurse in jetzt geschlossenen Fitnessstudios gibt, kann auf Förderung in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes hoffen, den er sonst in vier Wochen macht. Wenn er allerdings als Personal Trainer z.B. in nennenswertem Umfang direkt für Privatkunden gearbeitet hat, würde er wahrscheinlich nicht unter die Fördervoraussetzungen fallen, auch wenn er kleinerlei Einnahmen aus diesem Bereich erzielt.

Auch ein Trainer würde wahrscheinlich leer ausgehen, weil die Durchführung von Seminaren in den meisten Bundesländern nicht untersagt ist. Weder er noch der Seminarveranstalter erhalten deshalb vermutlich eine Hilfe.

Offen bleibt auch die Frage, ob Unterauftragnehmer Hilfe erhalten, also Selbstständige, die nicht direkt für geschlossene Unternehmen arbeiten, sondern für deren Auftragnehmer. Sind sie vom Wortlaut der Regelung abgedeckt? Und falls ja, wie können sie wissen, ob ihre Auftraggeber „indirekt betroffen“ sind? Dazu müssten sie ja deren Umsätze mit verschiedenen Kunden kennen.

(Offenbar ist den Entscheidern das Problem bewusst und sie ringen um eine Lösung. Diese könnte dann in die Richtung gehen, dass generell ein Umsatzrückgang von mindestens 80 Prozent vorliegt und dieser ein „Effekt“ der Schließungen ist. Achtung: Bisher verhält es sich bei der Überbrückungshilfe so, dass auch der Privatanteil an den Telefonkosten, Firmenwagen, Bewirtungsausgaben etc. als Betriebseinnahme gerechnet wird. Das könnte dazu führen, dass der Umsatzrückgang rechnerisch nicht so hoch ausfällt, wie er tatsächlich ist.)

In den am 13.11.20 „präzisierten“ Formulierung wurde folgender Absatz ergänzt, der den Kreis der indirekt betroffenen Unternehmen etwas erweitert:

Antragsberechtigt sind auch Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 und 6 des vorgenannten Beschlusses vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent im November 2020 erleiden. Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.“

Damit werden also auch Veranstaltungsstätten in den Kreis der direkt betroffenen aufgenommen und auch z.B. die von ihnen nicht direkt, sondern über Agenturen beauftragten Künstler und Dienstleister. Der bürokratische Aufwand dürfte dabei ganz erheblich sein und von der Unterstützungsbereitschaft und Effektivität der zwischengeschalteten Unternehmen abhängen.

Alle anderen gehen nach unserem Verständnis dieser Formulierung weiterhin leer aus, z.B. (um bei der Veranstaltungsbranche zu bleiben) Künstler und Dienstleister, die von anderen Veranstaltern, auch Privatpersonen zu mehr als 20 Prozent beauftragt werden. Und natürlich alle, die hohe Umsatzeinbrüche haben, aber in Bereichen arbeiten, die nicht formal geschlossen wurden.

 

Was, wenn ich als nicht direkt oder indirekt von den Schließungen betroffen gelte und trotzdem hohe Umsatzausfälle habe?

Seitens BMWi heißt es: „Für Unternehmen, die nicht direkt oder im oben beschriebenen Sinne indirekt von den Schließungsmaßnahmen betroffen sind, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche im November 2020 im Vergleich zum Vorjahr haben, wird es Hilfen im Rahmen der Überbrückungshilfe III geben. An den Details arbeitet das Bundesministerium der Finanzen derzeit intensiv mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.“ Sie werden also auf das nächste Jahr (Unternehmerlohn?) vertröstet, soweit sie nicht Ansprüche aus dem Überbrückungsgeld II haben (nur Förderung von weiterlaufenden betrieblichen Fixkosten).

Der VGSD kritisiert die Einschränkung auf die unmittelbar von Schließungen betroffenen Branchen und hat mindestens für die Soloselbstständigen eine Orientierung an betriebswirtschaftlichen Kenngrößen wie dem Umsatzrückgang gefordert und den Verzicht auf den extrem bürokratischen Nachweis einer Branchenzugehörigkeit ihrer Kunden. Wer hohe Umsatzrückgänge hat, die auf die Corona-Krise zurückzuführen ist, sollte eine Hilfe unabhängig von der Branchenzugehörigkeit erhalten.

 

Kann die Förderung auch für private Lebenshaltungskosten, Miete, Krankenversicherung eingesetzt werden?

Wirtschaftsminister Altmaier hat gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt, die Beihilfe werde „pauschal gewährt, so dass der Soloselbstständige sie auch für seinen persönlichen Lebensunterhalt verwenden“ kann.

 

Wann kann man die Hilfe beantragen? Wann wird sie ausgezahlt? Wird es zu einem Windhundrennen kommen?

Das Bundesfinanzministerium hat am 12.11.20 in einer Pressemeldung bekannt gegeben, dass das Verfahren zur Abschlagszahlungen für die Novemberhilfe jetzt feststehe. Berechtigte Soloselbstständige erhalten demnach bis zu 5.000 Euro, andere Unternehmen bis zu 10.000 Euro.

Die Antragstellung starte in der letzten Novemberwoche (voraussichtlich am 25.11.20). Erste Abschlagszahlungen sollen dann noch im November erfolgen. Die reguläre Auszahlung werde parallel vorbereitet, damit sie „unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann“.

Die Auszahlung erfolgt „voraussichtlich über die durch die Überbrückungshilfe bekannten Wege durch die Länder“.

Könnte der angekündigte Betrag von 10 Milliarden Euro zu knapp werden, um alle Antragsteller zu bedienen? Diese Gefahr ist nicht ganz ausgeschlossen, wenn man den Umsatz als Bezugsgröße nimmt. Der VSGD forderte, dass ein solches „Windhundrennen“ um die Mittel auf jeden Fall zu vermeiden ist. Inzwischen (Pressekonferenz vom 12.11.20, siehe oben) hat der Finanzminister eingeräumt, dass 10 Milliarden Euro wohl nicht ausreichen und „noch ein paar Milliarden“ dazu kommen, was die Gefahr eines Windhundrennens stark reduziert.

 

Brauche ich einen Steuerberater zur Antragstellung? Wo kann ich den Antrag stellen?

Grundsätzlich gilt: „Elektronische Antragstellung durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform.“ – Allerdings gibt es hier eine wichtige Erleichterung für Soloselbstständige: „Soloselbständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.“

Der VGSD hat gefordert und  begrüßt, dass ein Antrag auch ohne Einbindung eines Steuerberater gestellt werden kann.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Peter Altmaier und Olaf Scholz vom 05.11.20 heißt es: „Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.“ Es ist aber noch unklar, ob auch Soloselbstständige über diese, bisher nur von Steuerberatern verwendete Plattform ihre Anträge einreichen können.

 

Wie erhalte ich Login-Daten für die Antragsplattform an?

Bisher haben nur Steuerberater und andere „prüfende Dritte“ Zugang zur Antragsplattform. Die Registrierung für diese Plattform war in der Vergangenheit mit großen technischen Problemen verbunden und hat bei der Überbrückungshilfe I zu langen Verzögerungen bei der Antragstellung geführt. Insofern stellt sich die Frage, wie dies angesichts einer großen Zahl direkt Antragsberechtigter nun funktionieren soll.

Denn auch Soloselbstständige werden sich, ebenso wie Steuerberater auf der Plattform registrieren müssen. Es wird zurzeit geprüft, ob dies mit der Elster-ID geschehen kann, für die ja bereits die Identität bei der Registrierung aufwändig durch die Finanzämter geprüft wurde. Das würde die Registrierung deutlich vereinfachen. Eine andere Option, die aktuell noch geprüft wird, ist das Video-Ident-Verfahren.

 

Wer gilt als Soloselbstständiger und wer nicht?

Die Einordnung als Soloselbstständiger hat in Bezug auf die Novemberhilfe zwei Vorteile: Der Antrag kann bis zu einem Förderbetrag von 5.000 Euro ohne Steuerberater selbst gestellt werden. Außerdem haben sie das Wahlrecht, statt dem Novemberumsatz den durchschnittlichen Umsatz 2019 anzusetzen.

Eine offizielle Definition des BMWi liegt uns noch nicht vor. Wir gehen davon aus, dass nicht als soloselbstständig gilt, wer

  • mindestens einmal im Jahr jemand sozialversicherungspflichtig beschäftigt hat, was bei einem monatlichen Einkommen von über 450 Euro der Fall ist
  • sein Geschäft in der Form einer Kapitalgesellschaft betreibt, also z.B. UG oder GmbH

 

Wie wird die Förderung berechnet? Was ist der Bezugszeitraum?

Grundsätzlich gibt es „Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019.“ Da die Schließungen zunächst auf die vier Wochen von Montag, 2. bis Sonntag 29. November angelegt sind, wird also kein ganzer Monat, sondern eben vier Wochen bezuschusst.

Die Regelung erscheint so angelegt, dass sie im Fall einer Verlängerung der Schließungen um weitere Wochen ebenfalls verlängert werden kann. Allerdings heißt es auch „Laufzeit: Dauer der Schließungen im November 2020“.

„Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.“ – Das wird viele Selbstständige freuen, die im November 2019 aus irgendwelchen Gründen ungewöhnlich wenig Umsatz erzielt haben

Wie verhält es sich bei Gründern? – „Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.“

Der VGSD hat gefordert und begrüßt, dass die Zugrundelegung eines Monatsdurchschnittes 2019 möglich ist.

 

Besteht die Chance, dass auch Unternehmen mit Mitarbeitern den durchschnittlichen Vorjahresumsatz  ansetzen?

Hier wollen die Wirtschaftsminister klare Kante zeigen. Das Programm sei sehr großzügig, es könne nicht angehen, dass jeder Antragsteller den für sich günstigsten Bezugszeitraum auswählt. Man kann hier also allenfalls auf die Nähe zu Soloselbstständigen verweisen und an das Verständnis der Prüfenden appellieren.

 

Wie wird der Umsatz ermittelt? Nach Zahlungseingängen oder Datum der Rechnungsstellung?

Nach unseren Informationen ist die Art der Umsatzermittlung entscheidend, wie sie auch für Umsatzsteuervoranmeldungen benutzt wird. Bei Einzelunternehmern ist dies in aller Regel die IST-Versteuerung. Entscheidend ist hier also der Zahlungseingang: Der Umsatz gilt mit dem Eingang auf dem Bankkonto als entstanden. Anders verhält es sich zum Beispiel bei GmbHs: Hier gilt die SOLL-Versteuerung. Der Umsatz entsteht bereits mit dem Tag der Rechnungsstellung und muss entsprechend im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung angegeben werden.

Für von der Umsatzsteuer befreite Unternehmen wird vermutlich auch die IST-Versteuerung heranzuziehen sein, allerdings liegen uns auch hierzu noch keine schriftlichen Informationen vor.

 

Was ist, wenn ich für den Zeitraum September bis Dezember bereits Überbrückungshilfe II beantragt habe oder Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter?

„Andere Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet.“ – „Reine Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel rückzahlbare KfW-Kredite, werden nicht angerechnet.“

 

Was ist, wenn ich in den vier Wochen der Förderung noch andere Umsätze erziele? Werden diese zum Abzug gebracht?

Hierzu gibt es laut BMWi eine überraschend großzügige Lösung: „Wir wollen Unternehmen bei der Umstellung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen. Viele Unternehmen zeigen in der Krise Ideenreichtum und Flexibilität. Zum Beispiel stellen Gaststätten und Restaurants auf Lieferdienste und Außerhausverkauf um. Wir wollen, dass sich diese Mühen auszahlen. Deshalb sollen Unternehmen die Umsätze, die sie trotz Schließungsanordnung im November erzielen, möglichst behalten.

Daher gilt grundsätzlich, dass Umsätze, die im November 2020 trotz der grundsätzlichen Schließung gemacht werden, bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im November 2019 nicht angerechnet werden. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.“ Vgl. hierzu auch das Rechenbeispiel unter „Welche Besonderheiten gelten für die Gastronomie?“

 

Welche Besonderheiten gelten für die Gastronomie?

Hier war schon zu lesen, dass im November erzielte Takeaway-Umsätze nicht von der Hilfe abgezogen werden, umgekehrt werden diese aber auch nicht bezuschusst, sie fallen ja auch nicht unter das Schließungsverbot. Da für Außerhaus-Umsätze der reduzierte Umsatzsteuersatz von 7 bzw. aktuell 5 Prozent gilt, sind diese Umsätze leicht auch nachträglich zu unterscheiden.

Das BMWi gibt dazu folgendes Beispiel (Gliederung durch uns zwecks besserer Nachvollziehbarkeit): „Eine Pizzeria hatte im November 2019

  • 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und
  • 2.000 Euro durch Außerhausverkauf.
  • Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes).
  • Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.“

 

Was, wenn wenn nur ein Teil meines Unternehmens geschlossen wird, ein anderer nicht?

Das BMWi spricht hier von einem Unternehmensverbund. Beispiel: Ein Ladenbesitzer (kann offen bleiben) betreibt auch ein Café (muss geschlossen werden). Unternehmensverbünde sind antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzesauf direkt oder indirekte betroffene Verbundunternehmen entfällt. Im Beispielfall müsste also das Café 80 Prozent der Gesamtumsätze erzielen. Erstattet werden trotzdem nur 75 Prozent des Umsatzes des betroffenen Verbundunternehmens, im Beispiel also 75 Prozent des entfallenden Café-Umsatzes.

 

Wie viel Hilfe kann man maximal erhalten?

Wie schon erwähnt gilt bei Beantragung ohne Steuerberater für Soloselbstständige eine Obergrenze von 5.000 Euro Förderung, was einem Umsatz von 6.667 Euro entspricht. (Wir vermuten, dass sich dies auf den gesamten Förderzeitraum bezieht und nicht auf einzelne Wochen.) Für größere Unternehmen gilt eine Förderhöchstgrenze von 1 Mio. Euro, höhere Beihilfen setzen eine Notifizierung voraussichtlich nach § 107 (2b) AEUV voraus.

 

Ist darüber hinaus ein Unternehmerlohn geplant?

Hierzu gibt es widersprüchliche Aussagen. Im Wirtschaftsausschuss des Bundestages hieß es am Mittwoch, 04.11.20 von Seiten des Wirtschaftsministeriums optimistisch, dass ein Unternehmerlohn im Rahmen der Überbrückungshilfe III geplant sei, der vielleicht „schon“ vorfristig, also dieses Jahr mit Wirkung für das neue Jahr beantragt werden könne, so dass die Betroffenen dann mindestens im neuen Jahr zeitnah einen Zuschuss erhalten würden.

Seitens BMWi heißt es dazu bisher offiziell: „Wir werden auch die übrigen Corona-Hilfen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verlängern und die Konditionen verbessern. Denn es ist zu erwarten, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Dies betrifft z. B. den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbständigen. Dazu wird u. a. das bestehende Instrument der Überbrückungshilfe weiterentwickelt (Überbrückungshilfe III).“

Wenn es dann bei 1.185 Euro ab Januar bleibt, die womöglich auch noch auf die Grundsicherung angerechnet werden, wäre das „sehr wenig sehr spät“.

(Eine Lösung könnte sein, dass z.B. ein Drittel des Unternehmerlohns auf die Grundsicherung angerechnet wird und der Rest eine Hilfe zur Fortführung des Betriebs, Erschließung neuer Einnahmequellen etc. darstellt.)

Aber selbst diese Hilfe wird weiterhin von der SPD blockiert. Deren parlamentarischer Geschäftsführer Carsten Schneider wendete sich laut Spiegel-Corona-Ticker gestern erneut dagegen, „ein doppeltes System aufzubauen“. Er kündigte an, dass die SPD stattdessen im Arbeits- und Sozialausschuss des Bundestages eine Verlängerung des „vereinfachten“ Hartz-IV-Zuganges bis Ende März 2020 beraten will und er sich weitere Vereinfachungen vorstellen könne, etwa den Wegfall der Anrechnung der Einkünfte von Lebenspartners.

Der VGSD fordert die Einführung eines fiktiven Unternehmerlohns für Betroffene.

 


 

Update „Novemberhilfe“: Dürfen für Lebensunterhalt verwendet werden

In dieser Pressekonferenz haben Bundesminister Altmaier und Scholz die  Novemberhilfe vorgestellt. Zunächst blieben noch viele Fragen offen, Screenshot

(Update vom 04.11.20) Noch immer dauern die Beratungen über die Ausgestaltung der „Novemberhilfe“ an. Eine gute Nachricht: Offenbar hat man, wenn die uns zugetragenen Informationen stimmen, mindestens in Bezug auf die Überbrückungshilfe III (Januar bis Juni 2021) erkannt, dass eine Beschränkung auf bestimmte Branchen nicht sinnvoll ist. Das gilt aber nicht für die Novemberhilfen:

Wirtschaftsminister Altmaier hat gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt, dass unter die Förderbedingungen „solche Firmen fallen würden, die 80 Prozent ihres Umsatzes mit Unternehmen gemacht hätten, die geschlossen hätten“. Ein selbstständiger Sportlehrer, der Kurse in jetzt geschlossenen Fitnessstudios gibt, kann also auf Förderung in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes hoffen, den er sonst in vier Wochen macht.

 

„Auch für seinen persönlichen Lebensunterhalt verwenden“

Eine wichtige Klarstellung: Die Beihilfe wird „pauschal gewährt, so dass der Solo-Selbstständige sie auch für seinen persönlichen Lebensunterhalt verwenden“ kann. Das dürfte viele beruhigen, die aufgrund der Verfolgung von Soforthilfe-Empfängern auf keinen Fall einen Fehler bei der Beantragung der Novemberhilfe machen wollen.

Altmaiers Ziel sei es, „vor Ende November mindestens Abschlagszahlungen“ an die Betroffenen leisten zu könnten. Bis man sicher weiß, in welcher Höhe einen Hilfe zusteht, kann also noch dauern. Die Verhandlungen mit dem Bundesfinanzministerium seien sehr weit fortgeschritten. Dessen Chef Olaf Scholz hatte zuvor gesagt, er würde „versuchen, alle Klärungen in dieser Woche zustande zu kriegen“.

Sobald Hilfen (auch wenn sie „pauschalisierte Fixkosten“ darstellen) auch für die private Lebenshaltung verwendet werden können, besteht die Gefahr, dass sie bei Bezug von Grundsicherung mit dieser verrechnet werden. Das kann die Folge haben, dass dadurch der Bezug von Hartz IV unterbrochen wird und neu beantragt werden muss. Genauere oder sogar schriftliche Informationen liegen uns dazu aber nicht vor.

 

Welche Branchen sollten Hilfe erhalten?

(Update vom 03.11.20) Wir hatten euch im Beitrag unten gebeten, uns Branchen zu nennen, die direkt und insbesondere auch indirekt von den Einschränkungen im November betroffen sind. Vorgestern hatten wir eure Antworten bereits ausgewertet und eine Liste eurer Feedbacks erstellt, die wir heute nochmals ergänzt haben.

Wir sind uns bewusst, dass eine branchenmäßige Abgrenzung um so schwieriger wird, je weiter man in der Wertschöpfungskette „nach hinten“ kommt – also dorthin, wo die meisten Soloselbstständigen aktiv sind.

Auch wenn sie also nie vollständig sein kann und wir der Überzeugung sind, dass sich Hilfen eher nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richten sollten, wollten wir eine solche Liste erstellen und wurden auch bereits mehrfach von Politikern und Medien danach gefragt:

  • Freiberufliche Dozenten – Fortbildungen wurden abgesagt, auch z.B. im Gesundheittsbereich, bei Kindertagesstätten usw., auch Supervisionen, Workshops, Trainings, Schulungen, Medien-/ Theaterpädagogen, alle die Kurse an Schulen und Einrichtungen durchführen
  • Sportkurse in Fitnessstudios, an Schulen und bei Vereinen
  • MICE-Branche (Meetings, Incentives, Events, Conferences)
  • Seminarveranstalter
  • Evaluatoren und Auditoren – Evaluationen wurden abgesagt
  • Fotografen, Videografen – Veranstaltungs-Shootings (Businessveranstaltungen, Hochzeiten, Sport- und Kulturveranstaltungen) hatte langsam wieder begonnen, nun für November und Dezember abgesagt
  • Freie Journalisten und Autoren
  • Veranstaltungsbranche von Musiker über Menschen hiniter Kulissen bis hin zu Logistik, Catering usw., Eventmanager, Agenturen, Zirkusartisten
  • Markthändler, mobile Einzelhändler, Promoter, insb. auch Kunshandwerker – Weihnachts-und Spezialmärkte sowie Verkostungen bis Jahresende abgesagt – Keine so starke Lobby wie Schausteller, Aussteller und Messeverkäufer
  • PR-Spezialistin mit Fokus auf Hotels- und Gaststätten sowie Fitnessbranche
  • Medien- und Onlineportale zum Thema Veranstaltungen, Ausflugsziele und Touristik
  • Reisebüros und Verkauf von Veranstaltungstickets
  • Grafikdesigner – Werbemaßnahmen und Drucksachen für Kultur- und Veranstaltungsbranche
  • Stadt- und Gästeführer, auch in Kultureinrichtungen, Reiseleiter
  • Konferenzdolmetscher
  • Tanzschulen
  • Masseure (“Wellness- und Massagetherapeuten“)
  • Tätowierer
  • Tonstudios
  • Kreative in der Werbe- und Marketingbranche (erhalten seit März kaum noch neue Aufträge), Übersetzer
  • Interimmanager
  • Heilpraktiker – Beschränkung auf medizinisch notwendige Behandlungen

 

Was über die „Novemberhilfen“ bisher bekannt ist / Welche Branchen sollten Hilfe erhalten?

(Beitrag vom 30.10.20) Der am Montag beginnende zweite Lockdown soll durch „außerordentliche Wirtschaftshilfen“ abgemildert werden, wie Angela Merkel, Michael Müller und Markus Söder  am Mittwoch in einer Pressekonferenz versprachen. Olaf Scholz und Peter Altmaier haben am Donnerstag auf einer Pressekonferenz weitere Details verraten. Dabei scheinen wichtige Punkte noch offen zu sein.

Unbedingt auch lesen: Auf der Basis der Pressekonferenz und der folgenden Informationen haben wir eine Stellungnahme mit fünf Forderungen zu den „Novemberhilfen“ erarbeitet.

 

Das haben Scholz und Altmaier an zusätzlichen Details genannt

  • Die Hilfen sind zunächst auf den November bzw. die vier Wochen vom 2. bis 30. November begrenzt. Alle hoffen, dass ein Lockdown dieser Länge ausreicht.
  • Sie sollen auf gleiche Weise wie die Überbrückungshilfe vergeben werden (Antragstellung durch Steuerberater!) und stellen quasi einen Sonderfall der Überbrückungshilfe dar. Die Überbrückungshilfe und andere Hilfen, die für den November zugesagt sind, werden angerechnet, ebenso bei Arbeitgebern Förderungen im Rahmen der Kurzarbeit

 

Mitschnitt der Pressekonferenz. Zunächst spricht Scholz, dann Altmaier. Anschließend beantworten die beiden Fragen der Journalisten

 

  • Nach oben werden die Hilfe durch den EU-Beihilferahmen begrenzt. Für Soloselbstständige stellt dies keine Einschänkung dar, aber für größere Unternehmen
  • Bei Unternehmen von 0 bis 50 Mitarbeitern sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes erstattet werden
  • Ziel sei es die vermutlichen Fixkosten pauschaliert zu erstatten auf Basis des Umsatzes des Vorjahresmonats (November 2019)
  • Bei neu gegründeten Unternehmen kann der Umsatz des Monats Oktobers herangezogen werden
  • Soloselbstständige haben ein Wahlrecht: sie können als Bemessungsgrundlage für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde legen
  • Da es schon „einige Tage“ (wir gehen mal von Wochen aus) dauern könne, bis die Hilfen beantragt und bewilligt/ausgezahlt werden können, soll es Abschlagszahlungen geben
  • Es sei ein großer Erfolg, dass auch die Soloselbstständigen einbezogen werden konnten
  • Es sollen auch diejenigen berücksichtigt werden, die nicht direkt von Schließungen betroffen sind (z.B. Fitnessstudio), sondern auch die mittelbar Betroffenen (z.B. selbstständiger Fitnesstrainer)
  • Erste Details zur Hilfe sind auch schon auf der Website des BMWi abrufbar

    Es müsse sich aber schon um einen „dichten Folgeeffekt“ handeln (Scholz)

  • Hierzu möchte man Listen mit mittelbar betroffenen Branchen erstellen. (Wir können Berufe und Branchen vorschlagen. Nutze die Kommentarfunktion unten, um uns Hinweise zu geben.)
  • Möglicherweise wird dies mit der Höhe des Umsatzausfalles (gesprochen wurde von 90 bis 100 Prozent) verknüpft.
  • Die Auszahlung eines Unternehmerlohns ist weiterhin strittig in der Koalition zwischen Union und SPD
  • Eine Zusammenfassung findest du ergänzend auch u.a. auf Spiegel online

 

Rechenbeispiel

Bundesfinanzminister Scholz erläuterte in einem Brief an die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion vom 29.10.20 (Seite 3f.) die „außerordentlichen Hilfen“ und gibt dabei folgendes Rechenbeispiel:

„Eine Gaststätte hatte im November 2019 Umsätze in Höhe von 100.000 Euro und muss nun im November 2020 schließen. Der Erstattungsbetrag liegt also bei rund 75.000 Euro (75 Prozent des Umsatzes), abzüglich sonstiger Hilfen.

Wenn die Beschäftigten während der Zeit der Schließung in Kurzarbeit sind und das Unternehmen durch das Kurzarbeitergeld in Höhe von 25.000 Euro für den Monat unterstützt wird, würde dieser Betrag verrechnet und es würden dementsprechend 50.000 Euro außerordentliche Wirtschaftshilfe ausbezahlt.“

 

Überbrückungshilfe III in erster Jahreshälfte 2021 nur für besonders betroffene Branchen sowie Soloselbstständige?

Es gab mehrere Aussage, die darauf hindeuten, dass die Überbrückungshilfe im ersten Halbjahr 2021 stärker branchenspezifisch ausgestaltet werden wird: „Gleichzeitig werden bereits bestehende Hilfen für hauptbetroffene Wirtschaftsbereiche über den Jahreswechsel hinaus verlängert und die Konditionen verbessert (Überbrückungshilfe III). Dabei geht es zum Beispiel um die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie die Soloselbstständigen.“

Der Kfw-Schnellkredit mit 100 Prozent Bundesgarantie bis 300.000 Euro Volumen ist – wie schon anderweitig berichtet – künftig auch für Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern zugänglich.

277 Kommentare

  1. Julia Schröder schreibt:

    Hallo Zusammen,
    In die Liste müssen Evaluatoren und Auditoren sowie freiberufliche Fortbildnerinnen von Kindertagesstätten aufgenommen werden.
    Evaluationen und Audits haben nicht stattgefunden. Die entsprechenden Verbände haben die Zertifikatsdauer, bzw. Frist zur Begutachtung um ein Jahr verlängert, so dass den Kitas keinerlei Nachteile entstehen – der Verdienstausfall von Auditorinnen ist nicht beachtet worden. Durch den Lockdown im Frühjahr haben die Kitas außerdem ihre geplanten Fortbildungstage mehrheitlich abgesagt, um Eltern keine weiteren Schliesstage zuzumuten.
    Danke !

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    1. Melanie Gutsche schreibt:

      … bitte die freiberuflichen Dozenten generellmit einschließen. Im ersten Lockdown waren z.B. alle Schulen des Gesundheitswesens geschlossen, ebenso waren auch die Gesundheitseinrichtungen für „Externe“ nicht geöffnet. Aus- und Fortbildung in diesem Sektor hat, ähnlich wie Frau Schröder es für die Kitas beschreibt, nicht stattgefunden… und es wird vermutlich auch die nächsten Monate nicht besser werden.

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      1. Victoria schreibt:

        Letztlich betrifft der Teil-Lockdown jetzt, genauso wie im Frühjahr auch mich als Lerntrainer für Azubis und Fortbildner für Ausbilder in Unternehmen. Für mich wurden für dieses Jahr alle angedachten Trainings und Workshops gestrichen. Durchführung in 2021 ungewiss, weil viele Personaler im Ausbildungsbereich eher keine Online-Seminare wollen sondern life.
        Meine Kunden kommen aus sehr verschiedenen Branchen.
        Mir stellt sich die Frage, ob ich „begünstigt“ in der November-Hilfe bin oder eben mit der Überbrückungshilfe klar kommen muss? Von der Novemberhilfe dürfte ich zumindest essen.

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  2. Lonnie Wimmer schreibt:

    Hi,

    auch als selbständiger Fotograf ist ma momentan „der Mops“ – viele Businesskunden haben gebuchte Veranstaltungs-Shootings, die die letzten sechs (!!!) Monate bereits Pandemie-halber nicht erfolgt sind, nach der Lockerung im Oktober wieder aufgenommen.

    Der neuerliche Lockdown ist nicht „light“, sondern hat eine DIREKTE Absage der Termine für November und Dezember (mindestens) zur Folge – ohne die bisher auch nicht ausgezahlte Überbrückungshilfe 2.0 (von der man ja nicht mal weiss, ob der Antrag angekommen und/oder bearbeitet wird), wird’s langsam SEHR ENG!

    Ich hoffe das die Fotografen-Kollegen bei dem anstehenden Hilfspaket auch bedacht werden. Diese Unsicherheit macht einen auch psychisch fertig, nicht nur finanziell!

    Merci & Gruss
    Lonnie

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    1. Jan schreibt:

      Dem kann ich mich nur anschließen!

      Als Event- und Hochzeitsfotograf ist unser und der Umsatz vieler unserer Kollegen dieses Jahr nahe NULL.

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    2. Bruno Mayer schreibt:

      Tja, und irgendwie sollte ja ursprünglich auch noch eine zweite Serie der sog. Überbrückungshilfe für die Monate September/Oktober/November stattfinden ??
      Aber:
      1.) Nun trotzdem ?
      2.) Wenn ja, wie und wann ?

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    3. Marc Schuirmann schreibt:

      Stimme komplett zu und möchte zu den Fotografen auch die Videografen auf die Liste setzen.
      Mir sind im November durch den Lockdown auch mehrere Livestreamproduktionen ausgefallen, da mehrere Sportveranstaltungen erzwungernermaßen abgesagt werden mussten.

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  3. Kempf schreibt:

    Ich bin Heilpraktikerin. Wenn ich mich wie verordnet auf medizinisch notwendige Behandlungen beschränke und keine Gruppen veranstalten kann nehme ich maximal 20 Prozent meines notwendigen Umsatzes ein

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    1. Kirsten Luzie Kruse schreibt:

      Liebe Kollegin,
      die Notwendigkeit der medizinischen Behandlung bestimmst du selbst, da du als Heilpraktikerin per se Diagnosen stellen darfst. In der Beziehung sind wir (als einziger Beruf neben dem Psychologen) einem Arzt gleich gestellt. Ich habe im ersten Lockdown keine Umsatzeinbußen gehabt.

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    2. Ralf Buchty schreibt:

      Als Heilpraktiker für Psychotherapie sehe ich keine Einschränkung für die Behandlung meiner Klienten. Die Coronaschutzverordnung (hier von NRW) nimmt Ärzte und Heilpraktiker von jeglicher Verbotsregel aus!

      㤠12 Handwerk, Dienstleistungsgewerbe, Heilberufe
      (2) Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann… …sind bis zum 30. November 2020 untersagt. …
      (3) Die Tätigkeiten von Angehörigen der Heilberufe mit Approbation und sonstigen Personen, die zur Ausübung der Heilkunde gemäß § 1 des Heilpraktikergesetzes befugt sind, zählen ebenso… …nicht zu den Dienstleistungen im Sinne der vorstehenden Absätze. … …Diese Tätigkeiten sind weiterhin zulässig. Bei der Durchführung sollen die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts beachtet werden.

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  4. Leslie Ann Jost schreibt:

    Gerne auch nochmal die Veranstaltungsbranche komplett mit aufnehmen.. von den Musikern bis zu allen Menschen hinter den Kulissen und Busfahrern.

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    1. Barbara Zickler schreibt:

      ja, bitte! Und als freiberufliche Eventmanagerin (die normalerweise von Agenturen und Kunden als Projektleitung oder Ergänzung des bestehenden Teams gebucht wird), müsste man dieses Mal auch dazu gehören.
      Bei der Klage aufgrund des Infektionsschutzgesetzes habe ich im Frühjahr schon gelernt, dass das „eventmanagen“ ja nie verboten wurde – ich also im meinem Büro doch jederzeit etwas hätte organisieren können… Klageberechtig waren nur Personen, deren Veranstaltungen vorboten wurden. Ich bin natürlich nicht Veranstalter- Dass man als nachgelagertes Glied in der Kette dieses Mal nicht komplett unter den Tisch fällt, wäre toll. 🙂

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  5. Birgit Braun schreibt:

    Ich bin mobile Einzelhändlerin und stehe u.a. auf Weihnachtsmärkten und Spezialmärkten und sonstigen Events. Nun wurden alle Weihnachtsmärkte abgesagt. Auch Spezialmärkte fanden nur vereinzelt statt, mit Besucherlimit von 300 bis 600 Personen. Da verdiente man nur 10% vom sonstigen Umsatz. Bis Ende 2020 werde ich nichts mehr verdienen und zigtausend Kollegen auch nicht.

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    1. Marion Wagner-Dee schreibt:

      Ja genau. So geht es mir auch. Ich bin freischaffende Künstlerin und verkaufe auf Spezialmärkten, Kunsthandwerker Märkten und Creativmessen etc.
      Nichts findet mehr statt. Also lebe ich von meinen fürs Alter zurückgelegten Ersparnissen. Bisher keinerlei Hilfe, da auch keine Betriebsausgaben. Und…. malen und basteln darf ich ja in meinem Atelier, wie man mir sagte…… nur es sieht eben keiner…… Auftragsarbeiten kommen auch kaum rein. Ach ja, ich soll jetzt einen Onlineshop eröffnen, würde ich beraten…. kosten darf ich tragen oder als Kredit….. selbst der Antrag für die Novemberhilfe kostet richtig Geld beim Steuerberater, Geld was ich nicht mehr habe…. also wieder NULL

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      1. Gerald Bauer schreibt:

        Steuerberaterkosten werden für die Beantragung übernommen, mein Steuerberater war kulant und wartete bis ich das Geld hatte, Juni/Juli/August 332.-Euro 232 bekam Steuerberater 332 warne 80% der Fixkosten, für mich blieben 34, aber weil ich in Hartz4 bin muß ich beantragen. Danke Theoretiker in Berlin!
        Ich bin in der gleichen Branche(Markthandel) ich gehe davon aus das wir da Geld bekommen!

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        1. Sybille Jagfeld schreibt:

          Immerhin die Steuerberater scheinen zu verdienen… was soll das? Soll denen etwa geholfen werden, die eh arbeiten können? Unbedingt unbürokratische Soforthilfen für alle betroffenen Niedrigverdiener, die von diesem Berufsverbot betroffen sind.
          Ab einer bestimmten Umsatzsumme kann dann ja der Kontrolle wegen auch ein Steuerberater eingesetzt werden

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    2. Norbert schreibt:

      Bin auch genau in diesem Bereich tätig u. kann mich dem nur anschließen.
      Leider ein Nischenbereich der kaum beachtet wird, da sind Gastronomen besser dran.
      Die konnten wenigstens zwischenzeitlich Umsätze in Größenordnung erwirtschaften u. stehen weiter oben auf der Agenda.
      Ist kein Ausspielen von Branchen aber man muss schon differenzieren.

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  6. Bernd Leichter schreibt:

    Hallo,
    ich bin als selbstständiger Promoter tätig und meine Aufträge für die Verkostungen im Lebensmittelhandel sind auf Grund des neuerlichen Lockdowns ab dem 2.11.2020 bis vorraussichtlich 301.11.2020 storniert wurden.
    Was jetzt noch nicht heißt das es ab Dezember weiter gehen wird.

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  7. Michael Brueckner schreibt:

    Guten Tag,
    ich gehe davon aus, dass auch diese Hilfe wiederum als „Betriebseinnahmen“ vrsteuert werden müssen. Richtig?

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  8. Frank Berger schreibt:

    Wenn das wieder nach den EU Höchstsätzen geht dann gute Nacht ich habe dieses Jahr für Klimaschutz neue Brebnnstoffzellen eingebaut diese wurden mit 50000 € gefördert
    Als dank bekomme ich jetzt keine Hilfen mehr da wird man für Klimaschutz noch bestraft
    Hätte ich bloß die alte Heizungsanlage behalten .

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  9. Barbara Czech-Ettinger schreibt:

    Ich bin PR-Spezialistin und die Kunden meiner Kunden kommen z.B. aus der Hotellerie, Gastronomie und der Fitnessbranche. Somit gehöre ich der Gruppe mittelbar Betroffener an.

    Da meine Verträge 3 Monate Kündigungsfrist haben und bedingt durch Corona (habe ich schriftlich) alle gekündigt wurden, habe ich seit September 100% Verdienstausfall. Durch den Zeitversatz kann ich nicht einmal die Coronahilfe II beantragen, da hierfür Umsatzeinbusen in den Monaten April bis August Nachgewiesen werden müssen.

    Ich bin sicher, dass es ganz vielen anderen Solos ähnlich geht und fände es besser, wenn Beispielsweise sich die Novemberhilfen ohne Berufsbezug am Verdienst Nov. 2019 orientieren oder auch am Jahresumsatz 2019. Nur so können Hilfen gerecht verteilt werden. Bei mir würde das bedeuten, dass ich 2 Monate aus dem Sparstrumpf bestritten habe, den 3. Monat aber Sicherheit vom Staat erhalte, was mir enorm helfen würde.

    Die Ungewissheit und monatelange Angst um die Existenz macht Menschen mürbe und krank. Das darf man auch nicht vergessen.

    Bleibt bitte alle gesund und lasst uns weiter fest daran glauben, dass wir bald wieder bessere Tage erleben!

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  10. A.Normann schreibt:

    Hallo.
    Wir sind Schausteller und hatten von Mai 19 bis Ende Oktober 2019 Einnahmen, im November aber nur an 2 Tagen.
    Im Dezember an 15 Tagen,also bringt mir das Novembergeld so gut wie nichts.

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  11. Peter schreibt:

    Vorschlag für betroffene Branchen:
    – Online-Ticketverkäufer
    – Online-Portale / -Magazine zum Thema regionale Veranstaltungen, Ausflugsziele und Touristik

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  12. Jürgen Skuda schreibt:

    Es sind auch nicht die Freiberufler, die im Bildungssektor Seminare anbieten, genannt!

    Aufgrund der sich ständig ändernden Bedingungen ist kaum noch ein Kunde bereit, ein Präsenzseminar zu buchen. Reine Online-Schulungen können wir aber nicht bei dem Thema anbieten.

    Jürgen

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    1. JG schreibt:

      Supervisionen, Teamentwicklungsmaßnahmen, Workshops, Trainings, Schulungen ,,, in Nov/Dez von den Unternehmen allesamt storniert.

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    3. Petra Voigtländer schreibt:

      Genau. Ich bin Dozentin, freiberuflich tätig für WeiterbildungInstitute. Die Kunden stornieren. Beschäftigt werden die Angestellten bzw. Diese gehen in Kurzarbeit und die Freiberufler sind draussen. Bisherige Hilfen waren unwirksam. Wir sind am Ende.

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    4. Karl Kraus schreibt:

      Seit März 2020 sind Präsenzseminare im IT Sektor praktisch tot. Alles geht nur noch online. Als Nachfrager soll ich für ein Online Seminar die gleiche Summe bezahlen? Weltfremd. Gerne würde ich wieder Seminare besuchen, dem Kursleiter Fragen stellen und andere Leute treffen. Das scheint im Moment nicht möglich.

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      1. Lutz Loebel schreibt:

        Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, ein Online-Seminar günstiger anzubieten als ein Präsenz-Seminar. Der Aufwand für den Referenten/Trainer ist schließlich nicht geringer, oft ist das Gegenteil der Fall. Das beauftragende Unternehmen spart an anderer Stelle (direkt und indirekt rechenbare Kosten wie z.B. Reisekosten, Übernachtungen, Verpflegung uvm.).

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      2. heidi roth schreibt:

        Online Seminare werden i.d.R. zu gleichen Konditionen angeboten und auch bezahlt. Bin selbst in der Branche tätig und alle meiner Geschäftskollegen machen das so. Da gibt es keine Diskussionen seitens der Geschäftspartner.

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  13. Nina schreibt:

    PädagogInnen/MedienpädagogInnen/TheaterpädagogInnen oder -referetInnen/-dozentInnen und alle anderen, die Kurse und Fortbildungen an Schulen und in Einrichtungen durchführen.
    Zwar bleiben die Schulen offen, aber Präventionsprogramme, Fortbildungen und andere Veranstaltungen vor Ort werden ersatzlos gestrichen. Es gibt keine Ausfallhonorare und wir verlieren Kundschaft, obwohl so viel Bedarf ist wie nie – insbesondere durch Lockdowns etc.

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  14. Bruno Mayer schreibt:

    Meine seit 10 Jahren stattgefundenen freiberuflichen Sportkurse beim Schulsport werden nicht nur ersatzlos gestrichen, sondern die Münchner Schulbehörde fand es nicht mal nötig, das Hin und Her (es ist natürlich logischerweise eine heftig blöde Situation) auch wenigstens per einer einzigen Mail, geschweige einem Schreiben kundzutun.

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    1. Karl Kraus schreibt:

      Man will sich nicht angreifbar machen. Daher wird nur mündlich Auskunft gegeben, wenn überhaupt.

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  15. Eberhard v. Forstner schreibt:

    Ich hoffe doch sehr, dass die Tourismus Industrie und die Veranstaltungsbranche miteinbezogen wird. Die sogenannte MICE Branche (Meetings, Incentives, Events, Conferences) liegt seit März 2020 still und hier gibt es sehr viele Solo-Selbstständige.

    Eine Gleichberechtigung von Arbeitnehmern und deren KUG mit den Arbeitgebern/Solo-Selbstständigen mit nichts, sollte umgehend vorgenommen werden. Auch der KUG Topf wird mittlerweile aus 100% Steuereinnahmen finanziert, von daher sollen auch hier keine Unterschiede mehr vorgenommen werden.

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  16. Antworten
    1. JG schreibt:

      Supervisionen, Teamentwicklungsmaßnahmen, Workshops, Trainings, Schulungen ,,, in Nov/Dez von den Unternehmen allesamt storniert.

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  17. Daniela Mecklenburg schreibt:

    Grafik-Designer! Aufträge für Plakate, Flyer und viele andere Drucksachen (für Kultur- und Veranstaltungsbranche!), sowie für die plötzlich de facto, nicht mehr existierende Verlagsbranche fallen seit April 2020 komplett weg … 80% weniger Umsatz seit dem ersten LockDown. 😵

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  18. Markus Kämmerer schreibt:

    Die Berater, Trainer und Coaches haben definitiv die Auswirkungen gemerkt, da viele 1:1 als auch andere Vor-Ort-Themen einfach gekündigt wurden. Und das Geld für Beratungs/Coachingaufträge sitzt nicht so locker wie sonst, obwohl es gerade jetzt besonders nötig wäre.

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    1. Thomas Boehm schreibt:

      Da gebe ich dir vollkommen Recht. Uns fehlen die erhofften Einnahmen von 2020. Das ist ja auch das Jahr in dem der Virus alles verändert hat. Kann den Vergleich mit 2019 nicht ganz nachvollziehen.
      Thomas

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  19. Hartmut Kramer schreibt:

    Ich bin Inhaber einer Agentur für Stadtführungen. Diese fallen unter „Kultur“ und sind somit im November d. J. untersagt.
    Bitte „Stadtführungen“ mit auflisten. Vielen Dank

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    1. Anya Rothmund schreibt:

      Stimme ich zu und würde ergänzen zu Reiseleiter allgemein, da auch keine Gruppenreisen stattfinden dürfen.

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  20. Thomas Schneider schreibt:

    Moin, auf die Frage nach weiteren mittelbar Betroffenen wären da die Schankanlagenservice. Keine Gastronomie bedeutet keine Reinigung und Wartung der Schankanlagen=kein Umsatz. Aber das ist nebensächlich. Das absolut wichtigste bei der neuerlichen vorgetäuschten Almosenverteilung ist doch offensichtlich, dass viele von uns ihre Buchhaltung/Steuererklärungen selbst machen. Ich hatte gerade eine Finanzamt Steuerprüfung 2016-2019. Komplett ohne Beanstandungen! Was bitte soll ich mit einem Steuerberater /Buchhalter, wenn mir das Finanzamt bescheinigt, das ich ein ehrlicher Steuerpflichtiger bin und das übrigens seit 20 Jahren mit über 200.000€ Steuerzahlungen. Die Arroganz mit der diese Politkasper mir, dem Souverän des Staates, zu erklären erlauben, das ich zu limitiert bin einen Antrag auszufüllen, ist minimum beleidigend. Aber wenn ein Don Scholz erklärt, die November Almosen seien Schadenersatz… dann klingt das für mich nach einem Schuldgeständnis auf dem wir unsere berechtigte und weit mehr als nur die November Almosen umfassende Klage aufbauen können. GEMEINSAM.

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    1. Marion Wagner-Dee schreibt:

      Gute Idee,
      Bin freischaffende Künstlerin, die auf Kunsthandwerker Märkten etc. Verkauft, naja dieses Jahr eben NICHT. Meine Buchhaltung mache ich auch selbst. Immer alles ohne Beanstandung. Ohne Betriebsausgaben habe ich bisher keinen Anspruch auf Erstattung derselben. Hartz IV, dafür bin ich zu reich. Habe ich blöde Kuh doch mein Geld bisher nicht komplett versoffen, sondern fürs Alter gespart. Das rächt sich jetzt.

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    2. Nina schreibt:

      Ganz genau. Viele von uns machen ihre Steuern selber, und dass seit vielen Jahren. Müssten wir uns jetzt eine/n Steuerberater/in suchen, wäre das wieder ein Investment von Geld, das ja eben fehlt.

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    3. Thomas M. schreibt:

      Hallo Thomas und alle,

      ich stimme zu und trage bei:
      Urteil des BVerfG: Grundgesetz verpflichtet Politik zu Gefahrenabwehr und Schutz für Leib und Leben der Bevölkerung
      (Az.: 1 BvR 1630/20, Beschluss vom 15. Juli), Quelle: 29.07.2020, https://www.zdf.de/nachrichten/politik/blog-coronavirus-102.html

      Herr Scholz gibt endlich zu, was fakt ist: Es wurde – entgegen grundgesetzlicher Verpflichtung und RKI-Pandemieplan v. 2012 – keine Pandemie-/Seuchen-/Katastrophenschutz-Vorsorge getroffen. Deshalb auch die Schließungen und Schadenersatzansprüche. Warum der VGSD sich nicht positioniert (habe ich jedenfalls bislang nicht gefunden), ist unverständlich.

      Ebd.: „Das Gericht erklärte wiederum, mit Blick auf die bestehenden Gefahren für Leib und Leben, die der Staat laut Grundgesetz schützen muss, müssten Interessen derjenigen zurücktreten, die von den Einschränkungen des Schulbetriebs derzeit betroffen sind.“

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  21. Karin Drux schreibt:

    Hallo,
    ich bin mobile Händlerin auf Märkten (auch Weihnachtsmärkten) und Festivals. Der Corona-bedingte Wegfall der Weihnachtsmärkte und vorweihnachtlichen Märkte im November bedeutet einen Umsatz von „0“.
    Ohnehin fiel dieses Jahr quasi die komplette Saison aus. Die wenigen genehmigten Veranstaltungen mit stark beschränkter Besucherzahl haben auch entsprechend nur wenig Umsatz in die Kasse gebracht. Einbußen bis 75 % pro Veranstaltung.
    Leider gehört man in dieser Sparte auch nicht direkt in den Bereich der Schausteller und hat keine Lobby.
    Ich bin wirklich dankbar für die Arbeit und den Einsatz des VGSD!

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  22. Andrea L. schreibt:

    Ich bin freie Eventmanagerin und hätte nochmal Klärungsbedarf zu folgender Aussage:
    „Ziel sei es die vermutlichen Fixkosten pauschaliert zu erstatten auf Basis des Umsatzes des Vorjahresmonats (November 2019)“
    Heißt das, dass die „Novemberhilfe“ wieder nur für Fixkosten wie Büromiete etc. genutzt werden kann? Oder diesmal auch für die privaten Lebenshaltungskosten und die Krankenversicherung?
    Sonst fallen viele Selbstständige, die vorrangig von zu Hause arbeiten und kaum monatliche Fixkosten haben, wieder durch den Rost…

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  23. Michael Kammann schreibt:

    Als Trainer (Bildungssbereich) fallen meine Einnahmen auf 0, da kein Auftraggeber in der jetzigen Situation Präsenzseminare akzepriert. Deshalb sind Seminare bis mindestens 31..12 nicht möglich. „Weiche“ Themen, wie Führung, Teamttraining, Unternehmenskultur etc. sind auch alternativ nicht als Webinar möglich.

    Antworten
  24. Flath Bernhard schreibt:

    Hier bin ich an der richtigen Stelle…
    Hallo, wir sind selbständige Markthändler. Im November haben wir natürlich immer schon ganz gute vorweihnachtliche Märkte und auch die Weihnachtsmärkte laufen schon an. Diese Umsätze fallen coronabedingt alle weg, selbst abgespeckt gibt es jetzt keine Veranstaltungen. Bitte vergesst die mobilen Händler nicht!

    Antworten
  25. Jani schreibt:

    Mein Vorschlag:
    Anbieter von Gesundheits / und Präventionskursen , wie z.B.
    Freiberufliche Sport- und Gymnastiklehrer, Yogalehrer , Selbstständige Fitnesstrainer, Rückenschullehrer, Aquatrainer, Schwimmlehrer etc.. , sowie für Trainer u.ä. die in der betrieblichen Gesundheitsförderung unterwegs sind, haben zur Zeit keine Möglichkeit dort zu arbeiten.

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    1. Tennisschule schreibt:

      Hi,

      Ich bin Inhaber der Tennisschule (selbstständiger Tennistrainer) und hier in NRW sind alle Hallen für 1 Monat geschlossen. Bedeutet das Ich in November 0 Umsatz machen werde. Bitte um Berücksichtigung

      Danke

      Antworten
  26. Klaus schreibt:

    Auch von mir nochmal:
    Fotografen…nicht nur im Event-/Veranstaltungsbereich, auch im Bereich Werbung/Corporate waren schon beim 1. Lockdown alle Aufträge a) weg, b) kamen keine mehr. Wenn ich eine Produktion habe, bin ich von meiner Seite aus fast immer mit einem 4er-Team am Start und damit zu den üblichen Regelungen nicht kompatibel bzw. will einen auch kein Kunde als fremde Gefahrentruppe im Haus haben. Im Frühjahr habe ich dann öfters verständnislose Äusserungen von Bekannten gehört wie: „Wieso? Fotografieren ist doch nicht verboten…!“ Klar, ich kann dann ja Selfies machen oder Katzenfotos. Das wäre ja so als würde man dem Friseur sagen, er könne sich ja selbst die Haare schneiden…
    Ich fürchte so wird jetzt auch wieder argumentiert werden. Faktisch hiess es für mich: von 8. März bis Ende Juli = Null Aufträge, dann wieder langsam in Richtung halbwegs normal. Jetzt wieder zurück auf Null…aber da im November noch ein Auftrag aus dem Oktober bezahlt wird, wird es wohl auch mit der Überbrückungshilfe nichts werden.

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  27. Donnawetter schreibt:

    Zu den Branchen: Bitte nehmen Sie die Konferenzdolmetscher auf, die mittelbar an der gesamten Eventbranche hängen. Die Frage von Andrea L. nach den Fixkosten („Ziel sei es die vermutlichen Fixkosten pauschaliert zu erstatten auf Basis des Umsatzes des Vorjahresmonats (November 2019)“) interessiert mich ebenfalls. Wie auch die Frage nach dem Wahlrecht, dass Soloselbständige haben sollen: Statt einer Berechnung des Umsatzes aus November 2019 wäre als Berechnungsgrundlage auch der durchschnittliche Umsatz des gesamtes Jahres 2019 möglich? Das würde ein genaueres und faireres Bild meiner Finanzlage 2019 eröffnen.

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    1. VGSD-Redaktionsteam schreibt:

      * Zur Aussage „Ziel sei es die vermutlichen Fixkosten pauschaliert zu erstatten auf Basis des Umsatzes des Vorjahresmonats (November 2019)“ habe ich im Beitrag oben noch mal ein Beispiel eingefügt. Demnach kann das ausgezahlte Geld (wenn man zu den entschädigten Branchen gehört) frei verwendet werden. Die Bemessung wird einfach nur damit gerechtfertigt, dass man sagt: Auch bei einer Schließung laufen annahmegemäß 3/4 der Kosten weiter.
      * Dass Soloselbständige ein Wahlrecht haben und statt dem November-Umsatz auch den Jahresdurchschnittsumsatz 2019 nehmen können ist mit zahlreichen Quellen belegt und wird unzweifelhaft möglich sein.

      Antworten
  28. Angela schreibt:

    Messekommunikationsberatung ist komplett weggebrochen, ebenso persönliche Interviews mit Zeitzeugen für Bücher. Diese Menschen sind alle älter und haben Angst, sich mit Corona anzustecken und isolieren sich. Also als Berufe: Messekommunikationsberater und Autor von Zeitzeugenberichten.
    Es wäre evtl. besser, wenn die Hilfen direkt über die Finanzämter bearbeitet und ausgezahlt werden würden (was doch z. Bsp. in England möglich ist). Die Finanzämter haben doch die Informationen und es könnte schnell und unbürokratisch gehen und Betrug wäre auch nicht möglich.

    Antworten
  29. Dörte WETZEL schreibt:

    Bitte unbedingt bei den Soloselbstständigen bedenken, dass sie nicht nur nicht arbeiten durften, sondern auch Aufträge garnicht mehr reinkamen wegen der unsicheren Situation z.b. in der Veranstaltungsbranche! Ein Unternehmer Lohn pauschal wäre sicher Existenz sichernd!

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    1. Angela schreibt:

      Danke für den Hinweis, liebe Dörte Wetzel. Ja, so ist es, potentielle Auftraggeber/innen rufen nicht mehr an, weil sie sich isolieren, da sie Angst haben, rauszugehen und/oder jemanden zu treffen. Und gerade ältere Menschen haben oft keinen PC bzw. haben keine Möglichkeit, ein Zoom Meeting zu machen oder wollen das auch nicht (Stiuchwort: Vertraulichkeit). Man ist direkt betroffen von der Corona Pandemie bzw. den Verordnungen, die sich direkt auf die Auftragslage auswirkt/auswirken. Da sich die Verordnungen auch fast täglich ändern, hat kaum einer mehr den Überblick, Stichwort: Beherbergungsverbote. Eine Planungssicherheit, die man so dringend bräuchte, gibt es nicht. Der fiktive Unternehmerlohn/Kurzarbeitergeld für Solo-Selbstständige könnte eine Hilfe sein, weil das auch dann zu Planbarkeit beitragen könnte. Auszahlung sollte über die Finanzämter sein, Steuerberater nehmen oft – wie hier immer wieder berichtet – gar keine neuen Mandate mehr an, Buchhalter sind auch nicht die Lösung,denn das Geld für die Honorare ist bei den Solo-Selbstständigen kaum mehr da und man weiß auch nicht, ob man die Hilfe erhält, falls nicht oder nur eingeschränkt, muß die Rechnung des Steuerberaters oder Buchhalters dennoch bezahlt werden. Jemand berichtete hier unter einem Artikel, er hätte 2.100 Euro erhalten,muß aber 1.600 Euro an den Steuerberater zahlen? Eine Steuerberaterin berichtete hier auf den Seiten, daß sie keine neuen Mandanten mehr annehmen kann und empfahl selbst, die Auszahlung über die Finanzämter zu machen. Was spricht denn dagegen? Ich habe noch kein Argument gehört,das dagegen spräche. Andere EU Länder haben schon längst gehandelt und einen fiktive Unternehmerlohn monatlich gleich von Anfang an ausgezahlt, z. Bsp.England. Deutschland ist der größte Zahler für die EU, läßt aber hier seine eigenen Steuerzahler, z. Bsp. die Solo-Selbstständigen, die Künstler/innen usw. im Stich? Unternehmen wie TUI sollen 3 Milliarden Euro erhalten haben? So Dieter Hallervorden in seiner Rede in Berlin? Ich finde es richtig, daß andere EU Ländervon Deutschland bei Bedarf unterstützt werden und daß auch große Unternehmen in Deutschland bei Bedarf unterstützt werden, aber die Hilfe muß auch bei den Solo-Selbstständigen, den kleinen Unternehmen usw. wirklich ankommen. Den Willen dazu sehe ich bei Herrn Altmaier schon. Herr Scholz muß wohl noch überzeugt werden? Was könnte man konkret tun?

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      1. Karl Kraus schreibt:

        Die Finanzämter haben gar nicht das Personal die ganzen Anträge zu prüfen, daher der Steuerberater der das auf Kosten des Antragstellers erledigen soll.

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        1. Angela schreibt:

          Bei den Finanzämtern liegen alle notwendigen Zahlen und Daten vor. In England war es z. Bsp. möglich, ohne daß jemand einen Antrag stellen mußte, monatlich 2.500,- engl. Pfund an Solo-Selbstständige auszuzahlen und das gleichh zu Beginn der Corona-Krise?

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  30. Nakayewa schreibt:

    Bitte die Reisebüros aufnehmen!
    Durch die Reisebeschränkungen kauft niemand eine Reise.

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  31. Bettina schreibt:

    Reisebüros , wo es ja auch Soloselbstständige gibt.
    Seit März Verdienstausfall und einen Großteil der Einnahmen in 2019 mussten zurück gezahlt werden. Büros sind geöffnet aber Umsatz unmöglich.

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  32. I.S. schreibt:

    Reisebüros…durch das Beherbergungsverbot in D fallen auch noch die letzten Buchungen weg.

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  33. Sandra Zele schreibt:

    Hallo, auch wir Tanzschulen sind von der Pandemie und des Lockdowns betroffen. Nachdem wir im Frühjahr bereits 3 Monate schließen mussten, folgt jetzt der nächste Monat. Unsere Umsätze sind aufgrund nicht stattfindender Hochzeiten, Bälle und Veranstaltungen erheblich eingebrochen, da die Kursanmeldungen für Hochzeits- und Grundkurse gegen Null gehen.

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  34. Ute schreibt:

    Liebes VGSD-Team,
    vielen Dank für eure hervorragende Vorarbeit und euren Einsatz.
    Ich bin in „Beratung und Interim-Management“ freiberuflich unterwegs und selbst wenn Unternehmen nicht bewusst erneut runtergefahren werden, gibt es im Moment fast keine Projekte auf dem Markt. Solange soviel Unsicherheit besteht, werden alle Kosten drastisch runtergefahren. Und in einer globalen Welt wird auch ein Shutdown in anderen Ländern gravierende Auswirkungen auf uns haben und zu weiteren Produktionsausfällen führen. Bitte diesen Bereich also in die Liste aufnehmen. Vielen Dank.

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  36. Kristina Brustik schreibt:

    Ja, nicht nur die Einnahmen fallen weg, sondern Kursangebote und überhaupt die langfristigen Planungen und der fortdauernde Aufbau in der Selbständigkeit …

    Auch für all die Kulturschaffenden und GruppenleiterInnen etc, welche die Bühne und Öffentlichkeit und den direkten Kontakt als ständiges Übungsfeld für ihre Arbeit und Entwicklung brauchen… das lässt sich nicht durch Geld oder online Seminare ersetzen. Mir tun all die Menschen leid, welche sehr viel Zeit und Herzblut und Geld investiert haben in die Umsetzung der ständig neuen Regelungen und nun sozusagen bestraft werden. Es blockiert neue Motivation und Verständnis.

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  37. Birgit Ebermann schreibt:

    Als Wellness- und Massagetherapeutin bin ich nun auch wieder vom Berufsverbot betroffen, obwohl mein Hygienekonzept dem der Frieseure und Kosmetiker laut Berufsgenossenschaft gleicht und auch funktioniert. Nun lautet die Begründung kein ausreichender Sicherheitsabstand. Das ist an den Haaren herbeigezogen und entweder Unwissenheit oder Willkür. In staatlich verordneten Zwangspausen fordere ich eine unkomplizierte Entschädigung meines Umsatzausfalls und keine künstlich aufgebauten Hürden oder gar einen Wettlauf um Unterstützung. Im Frühjahr habe ich einen Kredit für meinen Unternehmerlohn aufgenommen und für Betriebskosten Unterstützung erhalten. Bis heute ist nicht geklärt welche Betriebskosten anerkannt werden und zum Unternehmerlohn muss Herr Altmaier immer noch seine kleinen feinen Spitzen verteilen, Solo-Kleinunternehmen zahlen nicht in die Arbeitslosenversicherung ein und daher gibt es nur den Gang zum Jobcenter. Nein Danke wir sind nicht Arbeitslos wir haben Berufsverbot und da bin ich sehr solidarisch mit allen Betroffenen verbunden. Ich wünsche mir nur mehr Zusammenhalt wenn es um die Interessen Selbständiger ohne große Lobby geht.
    Steuerbescheid von 2019, Durchschnitt pro Monat errechnen und umgehende Auszahlung, Punkt!!!!

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    1. Karl Kraus schreibt:

      Mit der gleichen Begründung könnte man die komplette Altenpflege zumachen.

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  38. Gerald Bauer schreibt:

    Stimmt es das die SPD den Unternehmerlohn für Soloselbständige verhindert? Wenn ja, aus welchem Grund wenn nächstes Jahr Wahlen sind? Ist mir irgendwie unerklärlich, erst in den 2000 Jahren in die Soloselbständigkeit gebracht und jetzt?

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    1. VGSD-Redaktionsteam schreibt:

      Hallo Gerald,
      ja, das ist richtig. Insbesondere die SPD-Minister Scholz und Heil blockieren einen Unternehmerlohn, nach dem Motto „keine Extrawurst für Selbstständige“. Dass wir die Umsatzausfälle nicht verschulden, sondern sie großenteils Folge staatlicher Maßnahmen zum Schutz aller sind und das Kurzarbeitergeld inzwischen nicht mehr beitrags- sondern steuerfinanziert ist, wird dabei von ihnen ignoriert.
      Deshalb ist es wichtig, verstärkt Druck auf die SPD auszuüben. Eigentlich wollte die ja Hartz IV überwinden. Für uns Selbstständige scheint es aber gerade richtig zu sein, aus ihrer Perspektive.

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  39. Ludwig Angerhöfer schreibt:

    Die Regelung mit dem Steuerberater muss weg! Bitte setzten Sie sich vor allem dafür ein.

    In meiner Branche (Konzertmusiker und Musiklehrer bzw. Honorarverträge an Musikschulen) machen die meisten von uns ihre Steuererklärungen selbst, denn
    a) zum einen verdienen viele von uns nicht so viel, dass wir uns mal eben einen Steuerberater der locker eine 3- (wenn nicht 4-stellige) Summe kostet leisten können (bei 12.000 € Jahreseinkommen sind 1000 € schon ein großer Anteil)
    b) wollen oder könne viele Steuerberater zur Zeit keine neuen Klienten aufnehmen, vor allem wollen sie unsere Branche nicht berichten viele Kollegen die es versucht haben
    c) sind unsere Steuererklärungen meist eher übersichtlich (außer evtl. Reisekosten und einer Instrumentenüberholung aller 1-2 Jahre wenige bis keine durchlaufenden Kosten).
    Eine Beantragung über den Steuerberater wäre damit für mich und den Großteil meiner Kollegen ein sachfremdes Ausschlusskriterium bei der Verteilung der Hilfen. Bisher scheinen die Überbrückungshilfen vor allem ein Konjunkturprogramm für Steuerberater/Buchprüfer zu sein, nicht aber für die wirklich betroffenen.

    Fixkosten für die bisherigen Überbrückungshilfe haben wir fast keine, die Instrumente sind gekauft statt geleast und den Konzertsaal stellt der Veranstalter zur Verfügung. Ohne Unternehmerlohn stehen wir vor dem Ruin.

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  40. Brigitte Diemer-Gruber schreibt:

    Bin Dozentin, mein Mann macht unsere Steuererklärung selbst, kann er auch meinen Antrag stellen oder muss ich dafür Geld ausgegeben und jemanden suchen?

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  41. Andreas Varnhorn schreibt:

    Als ein auf Konferenzen, Workshops und Mitarbeitermeetings spezialisierter Fotograf sind für mich nach wie vor fast alle üblicherweise im November stattfindenden Veranstaltungen abgesagt oder gar nicht erst angesetzt worden. Insofern ist natürlich die Veranstaltungsfotografie unmittelbar vom Lockdown betroffen.

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  43. Heike schreibt:

    Eine Frage für die Solo-Selbstständigen:
    Was immer noch zur Berechtigung auf die außergewöhnliche Wirtschaftshilfe im Raume steht, ist die „Zugehörigkeit“ und der direkte oder indirekte Bezug zum „Lockdown light“ im November:
    Wenn ich es richtig verstehe, betrifft dies nur die klar aufgelisteten Bereiche oder die direkten Zulieferer.
    Ein z.B. Event-Manager hat seit März keine Einnahmen. Ich befürchte, hier freuen sich manche zu früh, Teil des Kreises zu sein, für die die Hilfe gedacht ist.
    Natürlich wäre es mehr als fair, wenn z.B. alle Solo Selbstständigen aus der Event und Reisebranche im Zuge der außergewöhnlichen Wirtschaftshilfe entschädigt zu werden, aber ich befürchte, das wird nicht so sein, wir werden auf andere Hilfen verwiesen.
    Seht ihr das auch so?

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  44. Thomas Boehm schreibt:

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht den Vergleich mit letzten Jahr. Wir hatten 2019 ein eher vergleichsweise schlechtes. Für 2020 sah es bedeutend besser aus. Freuten uns und waren voller Erwartung. Dann kam der Virus und nichts konnte erwirtschaftet werden. Die Verluste ergaben sich 2020 als der Virus kam. Was hat das mit 2019 zu tun?

    Antworten
  45. Anya Rothmund schreibt:

    Guten Tag,
    ich bin auch gegen den Zwang der Beantragung über Steuerberater aus genau den schon genannten Gründern. Wenn es einer Überprüfung des Antrags bedarf, wie wäre es mit einer Bestätigung der Korrektheit durch eine entsprechende Stelle (Steuerberater, Buchhalter, Finanzamt), hatte ich mal in einer Situation und war deutlich günstiger.
    Branchen: Zirkuspädagogen und ähnliche bitte aufnehmen – das Verbot von Freizeit Aktivitäten hat hier zu Schließung der Kurse und Absage von Workshops geführt.
    Verbunden damit auch alle Shows (Feuer-, Artistik-, Musik), die sonst auf den Herbst- und Weihnachtsmärkten und Shopping-events gebucht werden.
    Danke für eure unermüdlichen Bemühungen!

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  46. VGSD-Redaktionsteam schreibt:

    Vielen Dank für euer umfangreiches Feedback bis hierher.
    Es wurde deutlich, dass der Lockdown, auch wenn er (bisher) nur für den November ausgesprochen ist, sich de facto (mindestens) auch auf den Dezember auswirkt.
    Viele von euch haben auch immer wieder gefordert, dass eine Antragstellung auch ohne Steuerberater möglich sein muss (vgl. dazu auch unsere Forderung 1 zu den „Novemberhilfen“)
    Hier meine Notizen zu den Branchen, die ich aus den Feedbacks bis hierher abgeleitet habe. Wir haben teilweise eine Begründung und Beispiele hinzugefügt:
    .
    * Freiberufliche Dozenten – Fortbildungen wurden abgesagt, auch z.B. im Gesundheittsbereich, bei Kindertagesstätten usw., auch Supervisionen, Workshops, Trainings, Schulungen, Medien-/ Theaterpädagogen, alle die Kurse an Schulen und Einrichtungen durchführen
    * Sportkurse in Fitnessstudios, an Schulen und bei Vereinen
    * MICE-Branche (Meetings, Incentives, Events, Conferences)
    * Seminarveranstalter
    * Evaluatoren und Auditoren – Evaluationen wurden abgesagt
    * Fotografen, Videografen – Veranstaltungs-Shootings (Businessveranstaltungen, Hochzeiten, Sport- und Kulturveranstaltungen) hatte langsam wieder begonnen, nun für November und Dezember abgesagt
    * Veranstaltungsbranche von Musiker über Menschen hiniter Kulissen bis hin zu Logistik, Catering usw., Eventmanager, Agenturen, Zirkusartisten
    * Markthändler, mobile Einzelhändler, Promoter, insb. auch Kunshandwerker – Weihnachts-und Spezialmärkte sowie Verkostungen bis Jahresende abgesagt – Keine so starke Lobby wie Schausteller
    * PR-Spezialistin mit Fokus auf Hotels- und Gaststätten sowie Fitnessbranche
    * Medien- und Onlineportale zum Thema Veranstaltungen, Ausflugsziele und Touristik
    * Reisebüros und Verkauf von Veranstaltungstickets
    * Grafikdesigner – Werbemaßnahmen und Drucksachen für Kultur- und Veranstaltungsbranche
    * Stadt- und Gästeführer, auch in Kultureinrichtungen, Reiseleiter
    * Konferenzdolmetscher
    * Tanzschulen
    * Masseure (“Wellness- und Massagetherapeuten“)
    * Tonstudios
    * Interimmanager
    * Heilpraktiker – Beschränkung auf medizinisch notwendige Behandlungen

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      1. Angela schreibt:

        völlig richtig, auch da bei den IT`lern ist Umsatz weggebrochen bzw. Aufträge kommen gar nicht erst zustande. Das gleiche gilt für Freie Journalisten und Freie Autoren, bitte auch noch mit aufnehmen. Und bitte Messe-Beratung auch mit aufnehmen.

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    2. Yasmin Maktabi-Rüger schreibt:

      Hallo, bitte vergesst uns Kosmetikerinnen und Nagelstudios nicht. Wir mussten auch zu sperren und haben keine Umsätze mehr. Viele von uns sind Einzelunternehmer.

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    3. RH schreibt:

      Freiberufliche Filmemacher/Autoren/Übersetzer. Auch ist die zahlende Kundschaft um mehr als 50% über die letzten 8 Monate zusammengeschrumpft. Gründe: Drehausfälle im Frühjahr-Sommer, folgedessen Materiallieferungsverzögerungen z.B. in der Postproduktion/Synchronisation, etc..

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      1. Angela schreibt:

        Ich habe auch mehrfach darum gebeten, daß Freie Journalisten und Freie Autoren mit aufgenommen werden sollten und unterstütze das, was Sie (RH) hier an Berufen auflisteten. Auch Messeberatung sollte noch ergänzt werden.

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    4. Marion schreibt:

      Ich schule freiberuflich Betriebsräte und werde von darauf spezialisierten Seminaranbietern engagiert. Die Seminare finden in Hotels statt und dauern meist von Montag bis Freitag. Die Veranstalter haben die Seminare für November abgesagt, da sie die Veranstaltungen unter den gegebenen Umständen für nicht durchführbar hielten (z. B. offene Frage der Verpflegung der Teilnehmer, Widerstand bei den Arbeitgebern). Zudem ist zweifelhaft, ob es sich um zwingend notwendige Dienstreisen handelt. Für mich ist unfassbar, dass – so wie ich die bisherigen Informationen verstehe – kein Anspruch auf November-Hilfen besteht. Ich denke, das Infektionsgeschehen soll gebremst und auf Kontakte so weit wie möglich verzichtet werden. Unser Beitrag dazu wird erwartet, honoriert wird er anscheinend nicht.

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    5. Ebermann Birgit schreibt:

      Das ist richtig, die Auswirkungen dieser Maßnahmen werden wir noch lange merken. Für viele betriff es auch das Weihnachtsgeschäft. Hier brechen Umsätze weg und so gesehen sind die 75% ein Lacher und nur gut allen Unbeteiligten Sand in die Augen zu streuen, wie gut wir es doch haben. Gerade auch der Berufszweig Massagetherapeuten und Wellness wird zu Teil immer noch als schnuddelig angesehen. Wir haben alle eine Ausbildung und bringen viel Erfahrung und Verantwortung in unsere tägliche Arbeit ein. Viele von uns arbeiten ganzheitlich und doktern nicht an Symptomen rum. Wir möchten nicht ständig als körpernahe Dienstleistungen bezeichnet werden. Wer denkt sich solche diskriminierenden Bezeichnungen aus. Die Herren vom Gesundheitsamt haben sich im Mai köstlich darüber amüsiert, waren aber zu keiner weiteren sachdienlichen Aussage in der Lage. Kosmetiker und Fußpfleger streiten jetzt um ihr Recht (sehr verständlich), Frieseure halten sich ganz zurück mit ihrer Solidarität ( ja nicht den Mund aufmache, sonst meckert die Lobby) und die Presse hat auch eine fragwürdige Haltung zu Massagen in ihrer Berichterstattung. Ach ja sie entscheiden ja selber worüber sie berichten, dass habe ich im Frühjahr auch dazu gelernt. Aber schnell mal in der Mittagspause im Taistudio entspannen. Benötigt das Taistudio eigentlich einen Nachweis der Fachkunde, oder reicht die Anmeldung auf dem Gewerbeamt? Meine Arbeit als Gesundheitsberaterin für Rücken, Füße und Gelenke ist sogar den Gesundheitsamt gemeldet. Hierum sollten sich die Ämter mal kümmern, das ist auch ein Versäumnis von Jahrzehnten und von der Berufsgenossenschaft kommt da auch nicht viel mehr, als schreiben sie sich das Hygienekonzept nach den Vorgaben Kosmetik und Frieseure und jetzt sind wir zu nahe dran am Kunden.

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    6. Angela schreibt:

      Bitte noch ergänzen:
      Freie Journalisten und Freie Autoren (das würde zu „Freie Fotografen“ passen,
      außerdem bitte noch mit aufnehmen: Messeberatung. Vielen Dank

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  47. Susanne Hasel schreibt:

    Hallo, ich bin freie Dozentin und Sexualpädagogin in der Behindertenhilfe. Im ersten Lockdown sind von März bis August alle meine Kurse und Beratungen ausgefallen. Dabei ist der Bedarf so groß. Die Menschen schreiben mich mit großem Leidensdruck an. Das wird von den Einrichtungen nicht bezahlt. Auch will sich kaum jemand der Einrichtungen auf Online einlassen. Obwohl für die Menschen so viel möglich wäre, wenn sie entsprechende Assistenz von der Mitarbeiterschaft erhalten würden. Im September und Oktober lief wieder alles sehr positiv mit Einhaltung der AHA Regeln an. Nun ist wieder alles komplett storniert worden. Ohne Ausfallhonorare. Und das wird sich wieder bis ins Frühjahr hinein ziehen….Sexuelle Selbstbestimmung für und sexuelle Gewalt an Menschen mit Behinderung ist nun wieder komplett aus dem Fokus. Und meine Existenz und harte Arbeit ebenso :-(.

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  48. Timo Schröder schreibt:

    Ich bin Tätowierer und habe mein Studio im finanzierten Eigenheim. Meine Reserven habe ich beim ersten Lockdown gebraucht so wie nach der erneuten Öffnung im Mai angefangen zu renovieren wegen der Förderungen für Heizung etc pp. Nun habe ich zum zweiten Mal geschlossen und wieder sieht es so aus als würde ich durchs Raster von Soforthilfe fallen weil Löhne NICHT Soforthilfe förderbar sind. Betriebskosten habe ich im Prinzip fast keine weil keine Miete ect anfällt. Beantrage ich H4 deckt das nichtmal mein Haus mit Nebenkosten.

    ICH kann und will arbeiten aber es wird mir verboten und werde dafür nicht einmal entschädigt!

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  49. Mark schreibt:

    Sämtliche freiberuflichen Kreativen in der Werbe- und Marketingbranche (NICHT nur die für die Eventbranche Tätigen!) müssen mit einbezogen werden (Texter, Redakteure, PR-Fachleute, Grafiker, Illustratoren, Webdesigner, Kommunikationsberater etc.). Seit März findet kaum noch einer der genannten Spezialisten neue Jobs, und bestehende wurden fast alle beendet, da die beauftragenden Agenturen und Unternehmen zuerst sich selbst retten und nur noch die Angestellten bezahlen.

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    3. Angela schreibt:

      So ist es, diese freiberuflichen Solo-Selöbstständigen müssen mit einbezogen werden.

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  50. Karina schreibt:

    Freiberufliche Tai Chi- und Qi Gong Lehrer*innen gebe ich als Vorschlag zur Liste hinzu.
    Arbeite im November über Kurse viel, bekomme die Beiträge für diese allerdings schon vor November und habe daher fast keine Einkünfte in diesem Monat. Der Jahresdurchschnitt wäre zu wenig, da ich im November für nicht so umsatzstarke Zeiten im Jahr mitverdienen muss.
    Ich fände einen Unternehmerlohn am besten.

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  51. Verena Röse schreibt:

    Ich bin Stadtführerin (solo selbständig, so wie fast alle in Deutschland). Eine Hilfe basierend auf den Jahresdurchschnitt wäre wichtig, da der November touristisch ein eher schwacher Monat ist. Wir hatten ein komplettes Berufsverbot von März bis Mai und auch anschließend kaum mehr Touren, da Gruppenreisen insgesamt größtenteils nicht stattgefunden haben und so auch der Sommer sehr schwach war. Jetzt sind Stadtführungen wieder grundsätzlich verboten und der finanzielle Puffer ist aufgebraucht. Das Problem bei der Soforthilfe und Überbrückungsgeld war, dass diese nur für geschäftliche Ausgaben gedacht waren. Das beinhaltete aber weder die Kranken- oder Rentenversicherung. Dies sind monatlich die größten Posten und wichtig wäre, dass die Hilfen auch dafür eingesetzt werden dürfen.

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  52. Walter schreibt:

    Als Aussteller und Messeverkäufer auf Fach- und Verbrauchermessen bin ich ebenso direkt betroffen – nach dem ersten Lockdown im Frühjahr gab es im Sommer endlich einige Gartenmessen, die allerdings mit erheblich höherem Aufwand verbunden waren. Und nun sind nicht nur die bereits gebuchten Veranstaltungen im Freien bis zum Jahresende verboten, sondern auch bis März 2021 alle weiteren Termine abgesagt. Hier fehlt vor allem auch die Möglichkeit zur Neuausrichtung, um mein Geschäftsmodell an die heutigen Gegebenheiten anpassen zu können, eine Transformation ist aber in den Vorgaben für Soloselbständige und Kleinunternehmer überhaupt nicht vorgesehen. Während die Autoindustrie oder Lufthansa Milliarden zum Umbau und Neuausrichtung bekommen, werden uns bisher meist nicht einmal die Grundkosten zum Überleben gewährt trotz Berufsverbot, für Anpassung und Neuausrichtung muss dann erneut die eigene Altersvorsorge (sofern vorhanden) eingesetzt werden, für viele ist das gar nicht mehr möglich.

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    1. derMesseprofi schreibt:

      Hallo Walter,
      Willkommen im Boot, bin auch Aussteller und Messeverkäufer auf Verbraucher Messen sowie Gartenmessen. Leider ist das ein Saisongeschäft von März bis Oktober/November. Vor der „Corona Schei…“ war ich sehr gut im Geschäft. Die letzte Messe war in November 2019, danach nur Absagen, Absagen, mittlerweile bis Ende März 2021. Durch die kleine Messen in Österreich konnte ich im Juli, August ein Miniumsatz einfahren, (sprich Kosten deckend) Meine Lagermiete, KKV, Privat-Miete, Versicherung, Steuern, Telefon usw. laufen weiter. unterm Strich lt. Steuerberater habe ich bisher 85% Verlust gegenüber meines Jahresumsatz von 2019 einfahren können. Vom einem Gewinn in diesem Jahr kann ich nur Träumen. Ich kämpfe ums nackte Überleben. Die Hilfe, die ich bisher durch Beantragung über meinen Steuerberater bekommen habe, (davon kassierte er für seine Bemühungen auch ein erheblichen Teil) langte nicht mal für die laufenden Kosten pro Monat, geschweige für mein Unternehmerlohn. Ich habe sprichwörtlich Berufsverbot wie viele Tausend andere Propagandisten auch. Leider habe wir keine Lobby wie die Lufthansa oder die Autoindustrie, denen Milliarden kurzfristig zu Verfügung gestellt wurden. Auch ein „Soforthilfekredit “ oder Überbrückungskredit wurde von der Hausbank abgelehnt, mit einer fadenscheinigen Begründung „was sie brauchen jetzt ein Kredit, da müssen wir unserer Arrangement überdenken.“ in der Vergangenheit habe ich noch
      nie einen Kredit gebraucht, hatte immer einige Rücklagen erwirtschaftet, und schon steht man als Bettler da.

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      1. Angela schreibt:

        Hinsichtlich der Kredite wäre es gut, wenn diese über die Landesbanken vergeben werden könnten und nicht zwingend eine Hausbank eingeschaltet werden müßte, denn das klappt leider oft nicht, weil:
        1. Solo-Selbstständige haben oft gar keine Hausbank,
        2. In mehreren Fällen wurde berichtet, daß die Hausbank
        a) nur KfW Kredite vermitteln würde und grundsätzlich keine Kredite der Landesbanken,
        b) daß es für die Hausbanken nur ab einer bestimmten recht hohen Kreditsumme interessant wäre. Eine Dame berichtete dazu in einem Zoom-Meeting, ihre Hausbank hätte ihr gesagt, daß es erst ab 2,5 Mill. Euro Kreditaufnahme für das Geldinstitut interessant wäre.
        Die Kredite sollten zinsgünstig sein oder wie zuerst in Sachsen (?) zinslos, die ersten 2 Jahre sollten zins- und tilgungsfrei sein, danach Laufdauer über 10 bis 15 Jahre und zusätzliche Tilgungen sollten jederzeit ohne Kosten-/Gebühren möglich sein. Man sollte bedanken, daß evtl. ein Zeitraum von ca. 2 Jahren überbrückt werden muß.

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        1. Roland schreibt:

          Soloselbstständige haben oft keine Hausbank?

          Wie geht das denn? Alles BAT (bar auf Tatze) oder Tauschhandel?

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  53. Oliver Plattig schreibt:

    Ich bin als Hochzeits und Event DJ in ganz Deutschland tätig. Alle Hochzeiten, Geburtstage, Firmenweihnachtsfeiern und die Silvesterveranstaltung sind abgesagt worden, da Hotels und Restaurants nicht öffnen dürfen. Deshalb bitte Discjockey unbedingt mit vorschlagen.

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    1. Jan Brückner schreibt:

      Da kann ich Oliver nur beipflichten! Ich bin als Hochzeits-DJ unterwegs und seit Mitte März praktisch ohne Aufträge.

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  54. Jens Kretschmann schreibt:

    Wir sind bald alle am A….
    Ich als Betreiber einer Gebäudereinigungsfirma, die sich auf die Betreuung und Reinigung vor / während und nach Veranstaltungen sowie von Gastronomiebetrieben und Dicotheken spezialisiert hat und und dafür auch Personal und Technik vorhält, stehe nun vor verschlossenen Gastronomiebetrieben und Veranstaltungsstätten und habe nur noch etwa 20 % der Umsätze. Wir hoffen sehr, es gibt auch für uns eine Lösung.

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    1. Karl Kraus schreibt:

      Adapt or die. Anpassen ist die Lösung. Kunden suchen die zu den systemkritischen Branchen gehören wie Lebensmittelproduktion/Versorgung und Gesundheitswesen. Die arbeiten – fast – normal weiter.

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  55. Katharina Ley schreibt:

    Hallo,
    bitte neben den Reisebüros auch die Reiseveranstalter mit in die Liste aufnehmen. Wir sind Inhaber eines spezialisierten Reiseveranstalters für Äthiopienreisen. Wir können seit dem Frühjahr keine Reisen mehr durchführen und es werden auch keine neuen Reisen mehr gebucht, da das Land als Risikogebiet eingestuft wird. In der Überbrückungshilfe können wir theoretisch „entgangene Margen“ als Betriebskosten ansetzen – sprich die kalkulierten Margen stornierter Reisen. Das hat uns im Frühjahr noch weitergeholfen, da zu dieser Zeit tatsächlich Reisen geplant waren und storniert/abgesagt werden mussten. Nun wurden aber keine neuen Reisen mehr für den Herbst/Winter gebucht, sodass wir entsprechend auch keine „entgangenen Margen“ als Betriebskosten ansetzen können.
    Vielen Dank!

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  56. Nelli Schäfer schreibt:

    Hallo, und wo ist in der liste Kosmetik und Nagelstudio? Wir sind auch zu!

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  57. Antworten
  58. Jan Brückner schreibt:

    In obigem Artikel heißt es:
    `Die Überbrückungshilfe und andere Hilfen, die für den November zugesagt sind, werden angerechnet… ´
    Kann ich als Hartz4-Empfänger trotzdem die November-Hilfe beantragen oder bedeutet die Grundsicherung ein Ausschlusskriterium? Stichwort Fixkosten vs. Lebensunterhalt

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  59. Stefan Bachmann schreibt:

    Ich möchte grundsätzlich anmerken, dass ich die Positivliste an Tätigkeitsbereichen als Maßstab für Anspruchsberechtigung problematisch finde. Das Risiko, dass jemand vergessen wird ist zu groß! Wozu braucht man diese Liste? Alle, die einen Gewerbeschein haben bzw. freiberuflich tätig sind, sind doch bereits beim Finanzamt erfasst. Und die miese Auftragslage kann auch in allen Fällen nachgewiesen werden. Die Liste kann niemals vollständig sein. Das Kriterium sollte die Selbständigkeit in Verbindung mit nachgewiesenem Umsatzrückgang sein.

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  60. Ute Bernardi schreibt:

    Sales und Marketing mit Fokus auf Destinationen, Hotels-, Kreuzfahrten und sonstige Touristikunternehmen/Touristboards. Hier finden keine Endkundenevents mehr statt, keine Messen und Schulungsreisen für Reisebüros. Aufgrund der Reisebeschränkungen wurden alle Budgets ausländischer Auftraggeber eingefroren oder gekündigt.

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  61. Uwe Wauker schreibt:

    Ich bin freier – unabhängiger Freiberuflich tätiger Kfz-Sachverständieger und fertige Schadengutachten nur für Geschädigte an. In der ersten Pandemie hatte ich über 60% Umsatzrückgang. Und jetzt seit bekanntmachung des 2 Lookdown wieder stillstand.

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  62. Antworten
  63. Karian Berg schreibt:

    Ich gebe Kurse für Tai Chi und Qi Gong in selbst angemieteten Räumen, also nicht für Schulen oder einen anderen Anbieter. Daher finde ich mich nicht auf der Liste.
    Unter Freiberufliche Dozenten schreibt ihr „… alle die Kurse an Schulen und Einrichtungen durchführen“ und es gibt noch:
    Sportkurse in Fitnessstudios, an Schulen und bei Vereinen
    Damit sind meiner Meinung nicht die erfasst, die selbst Räume anmieten und dort Kurse eigenständig veranstalten!
    Es wäre gut, wenn ihr das noch umändern würdet, einfach „an Schulen, Vereinen und Einrichtungen“ weglassen, dann hat man alle mit reingenommen. Oder eben die selbstangemieteten oder eigenen Räume noch dazunehmen.
    Danke für euren großen Einsatz!

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  64. Maria schreibt:

    ich lese gerade, dass es für Künstler Sonderhilfen geben soll. Die Gaststätten dürfen die Einnahmen für das takeaway-Geschäft behalten (wird nicht auf die Novemberhilfe angerechnet) …

    In den Beiträgen der Politik werden die Soloselbständigen nur noch im Zusammenhang mit den Künstlern erwähnt.

    Wo bleibt da jetzt eigentlich die Unterstützung für alle die Freelancer, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen und die bereits seit März keinerlei Einnahmen haben??? Hat die überhaupt jemand noch auf dem Schirm??? Ach so, das sind ja die Scheinselbständigen, die muss man nicht retten …

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    1. Hanno schreibt:

      Hallo Maria,
      das stimmt! Und verstößt m. E. gegen das Gleichbehandlungs-Gebot des GG u. das Verbot v. Begünstigung u. Wettbewerbsverzerrung.
      Statt sich immer mehr in die Verzweigungen der möglichen Antragsberechtigten aufgrund v. Branchenzugehörigkeit zu begeben – ich bin hier ganz bei Till Brönner und muss sagen: Leider tritt der VGSD hier für meinen Geschmack viel zu sehr als Bittsteller denn als Rechte-Klärer und „Lobbyist“ der Gründer & Selbständigen auf – würde ich mit den Versäumnissen der Gesetzgeber argumentieren, Verbündete suchen und so gemeinsam auftreten, ggf. gemeinsam Klagen ankündigen und umsetzen.
      Es gibt grundlegende Pflichten des Staates (z. B. Fürsorgepflicht und Seuchenschutz) und Rechte der Bürger (z. B. Recht auf eine gute Verwaltung und auf Einhaltung des GG-Pflichten des Staates).
      Nicht umsonst spricht Min. Scholz nun von „Nov.-Hilfen“ als Entschädigungsleistungen. Nicht einmal das IfSG als Rechtsgrundlage gab eine genügende Grundlage für die Schließungen und Einschränkungen (seit März!) her.
      Deshalb soll es im Nov. einen neuen IfSG-§ geben, um das nachzuholen. Aber auch hier gibt es bereits Zweifel, ob die Vorlage den Pflichten entspricht.
      VGSD-Team, nutzt doch mal die (Grund-)Gesetzbücher und stellt mindestens Anfragen (IFG, fragdenstaat.de).
      Rechte einzufordern ist keine Bittstellerei, sondern Pflege der Demokratie.

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  65. Angela Bönnen - König schreibt:

    Ich würde die Liste gerne ergänzen.
    Wir haben eine Gebäudereinigung mit Schwerpunkt Housekeeping und sind vom 2. Lockdown auch wieder betroffen. Die Belegungszahlen sind rapide runtergegangen seit Übernachtungen zu touristischen Zwecken untersagt sind.

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  66. Heike Symes schreibt:

    Bitte YogalehrerInnen in die Liste aufnehmen! Wir werden nie! genannt! Mal fallen wir unter die Kategorie Erwachsenenbildung, dann mal Dozenten, dann wieder Fitness Studios, dann Amateur und Freizeitsport usw.

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  67. Wulf schreibt:

    Guten Abend, leider sind bei mir ebenfalls fast alle Aufträge und Verkäufe weggebrochen. Ich entwerfe und vermarkte hauptsächlich Taufkleidung, Fest- und Hochzeitsoutfits für Kinder und habe ein Ladengeschäft für festliche Mode im Vintagestil.
    Zwar darf ich den Laden öffnen, aber es kommt keiner – und die Vorbesprechungen des Letzten Monats für Feste in diesem Monat sind, wie schon beim 1. Lockdown weggebrochen und wurden ausnahmslos storniert.
    Was bringt es der Fest- und Hochzeitsbranche, wenn das Ladengeschäft zwar offen bleiben darf, aber der Zweck ( Feste und Taufen, Oldtimertage , Hochzeiten…) nicht stattfinden (dürfen). Bis wir aus dieser Branche wieder gefragt sind, würden die outfits den Kindern nicht mehr passen…
    Wir haben keine Lobby, aber bitte vergesst uns nicht. Danke!

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  68. Evelyn schreibt:

    Bitte nehmt bei den Fotografen auch Studiofotografen (Produktfotografen, Foodfotografen, People-Fotografen u.a.) auf, nicht nur Event- und Veranstaltungsfotografen.
    Die Unternehmen lassen seit März kaum etwas shooten. Die Gründe sind vielfältig: abgesagte Messen, verschobene Produkteinführungen, auf Eis gelegte Marketingmassnahmen, die angespannte finanzielle Situation vieler Unternehmen, die unsichere Wirtschaftslage, die Vermeidung des Kontakts im Studio, Mitarbeiter in Kurzarbeit u.v.m.

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  69. Michaela Chadima schreibt:

    Hundepensionen in Deutschland, sind direkt von den Reiseverboten und Veranstaltungsverboten betroffen. Die wenigsten bringen ihre Hunde in die Hundepensionen, da sie weder Urlaub machen können noch am Wochenende Party machen können. Auch Kurzurlaube und das gemütliche Essen im Restaurant fällt weg, sodass der Hund immer zu Hause bleiben kann und nicht in die Pensionen kommt. Hundetagesgäste ide zu uns kommen wenn die BesitzerInnen arbeiten sind bleiben weg, wegen Homeoffice. Wir haben in unseren beiden Hundepensionen Umsatzeinbußen von bis zu 95 % in den Lockdownzeiten. Bitte vergesst nicht die Hundepensionen und Dogwalker.

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    1. Jens Wagner schreibt:

      Das muss ich leider voll bestätigen, denn die Branche HuTa und Hundepension ist völlig durchs Raster gefallen. Ich arbeite selbst regelmäßig mit einer Hundetagesstätte zusammen, bei der ich meinen Hund immer dann in Betreuung gegeben habe, wenn ich projektbedingt nicht zu Hause sein konnte. Und das war in den letzten gut 2 Jahren sehr häufig der Fall.
      .
      Jetzt sind mir meine Umsätze weggebrochen, neue Aufträge sind noch nicht in Sicht. Trotzdem ist es für mich Ehrensache, meine HuTa nicht im Stich zu lassen und bringe meinen Hund trotzdem in die HuTa, denn die Fellnase hat ja auch was von den Sozialkontakten mit gleichgesinnten Wauzis. Leider denken die meisten Hundehalter nicht so und riskieren damit die wirtschaftliche Existenz ihres Dienstleistungspartners.

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    2. Kerstin Queck schreibt:

      Ich betreibe eine Katzenpension. Habe dieses Jahr einen Umsatz von 58 Prozent zum Vorjahr. November, Dezember wird wohl auf null Umsatz hinauslaufen. Keine Ahnung wie das alles weiter soll.

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  70. Rüdiger Tilke schreibt:

    Berufsreitlehrer als Freiberufler. Einzelunterricht und Seminare sind untersagt.

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  71. Anja schreibt:

    PR-Schaffende im Allgemeinen sollten mit einbezogen werden. Das ist hier nur schwammig formuliert mit „Werbung und Marketing allgemein“. Die PR gehört dazu. Nicht nur, wenn man auf Gastro und Hotels spezialisiert ist. Die Auftragslage ist seit März schlecht, vor allem als Soloselbstständiger muss man hier kämpfen, da viele Firmen, die potentielle Auftraggeber sind, seitdem selbst betroffen sind und externe PR- oder Marketingleistungen immer als erstes auf der Liste zum Streichen stehen.

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  72. Gherradi schreibt:

    Taxibranche ist massiv betroffen, Existenzgefahr!!! bekommen Taxiunternehmen vor allem Soloselbständige die Novemberhilfe.

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    1. Chris schreibt:

      Nein, ich denke es ist schwierig als Taxi-Unternehmer nachzuweisen, dass Sie über 80% Fahrgäste haben, die jetzt ihre Geschäfte schließen mussten. Höchstens über die Überbrückungshilfe II können Sie „Hilfe“ beantragen. Da gibt es dann aber wieder nur anteilig die Fixkosten als Hilfsleistung erstattet, was in Ihrem Falle wohl nicht sehr viele sein werden. Außerdem muss die Überbrückungshilfe II nach wie vor über einen kostenpflichtigen „unbekannten Dritten“ beantragt werden. Für Sie Privat soll Ihnen das Amt Hartz4 „unbürokratisch“ helfen. Viel Glück.

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  73. Susanne M. schreibt:

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-hilfen-fuer-november-wer-sie-bekommt-und-warum-gatronomen-besonders-profitieren-a-2a22896a-c40d-4a04-9397-30482ab140da

    „Präzisiert hat die Regierung nun, inwiefern Unternehmen und Selbstständige auch als indirekt Betroffene Anspruch auf Förderung haben. Dafür müssen sie „nachweislich und regelmäßig“ 80 Prozent ihrer Umsätze mit Unternehmen machen, die direkt von den Schließungen betroffen sind.“

    Das bedeutet, die Regierung bleibt sich treu. Ein Großteil der Soloselbständigen wird an dieser Bedingung scheitern .

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    1. Hannes Broder schreibt:

      Mir sind seit März nahezu alle Aufträge weggebrochen. Ich arbeite als Freelancer (u.a. Fachberatung in Technikmärkten). Mediamarkt ist im November offen, also bin ich formal weder direkt noch indirekt betroffen, eingesetzt werde ich aber seit März nicht mehr. Es ist wirklich bitter.

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    2. silke schreibt:

      Natürlich wird man daran scheitern. Als Dolmetscherin auf Messen arbeite ich für Kunden, die auf der Messe ausstellen. Wenn die Messe abgesagt wird, braucht mein Kunde meine Dienstleistung nicht, aber er selbst ist nicht von einer Schließung betroffen, nur die Messe. Dasselbe Problem haben auch die Standbauer und alle anderen Dienstleister der besonders betroffenen Veranstaltungs-Branche.

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      1. Angela schreibt:

        Ich hatte auch darum gebeten, Messe-Berater mit auf die Liste zu setzen. Die Messen sind abgesagt worden und keiner weiß, was nächstes Jahr sein wird.

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  74. Nils Hensel schreibt:

    Bin selbstständiger Software-Entwickler und kann seit Corona keine Kundenaquise mehr betreiben und , da Risikogruppenmitglied, ohnehin höchstens aus dem Home-Office arbeiten.
    Benötige dringend endlich Hilfe.

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  75. Andreas Berthold schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch.
    Ich falle bei den neuen Hilfen wieder unten durch.
    Als selbstständiger Veranstaltungstechniker bin ich ja nicht Betreiber einer Spielstätte, sondern stehe in zweiter Reihe. Damit ich Hilfe bekomme, muss ich nachweislich 80% meiner Umsätze mit Unternehmen verdienen, die ihren Betrieb schließen mussten.

    Da ich aber international arbeite und meine Kunden in England, Frankreich, Italien und Österreich sitzen, kann ich das natürlich nicht nachweisen. Und wenn, hätte das eh keinen Zweck, denn was interessiert die Bundesregierung, wie die Einschränkungen bei den europäischen Nachbarn aussehen.

    Und es ist doch schon wieder das selbe.

    Wir solos müssen nachweisen, dass es unseren Kunden schlecht erging, damit wir Hilfe bekommen. Aber die Tatsache, dass UNS der Arsch auf Grundeis läuft, spielt überhaupt keine Rolle.

    Wenn ich eines aus dieser Krise gelernt habe, dann

    – dass wir in der Wirtschaftspolitik absolut keine Rolle spielen und keine Stimme haben
    – dass wir in Krisenzeiten zum Kolateralschaden werden, und es nichtmal einer merkt
    – dass wir und guten Zeiten gemolken werden wie eine Hochleistungskuh
    – Die Bundesregierung absolut keine Ahnung hat, was Selbstständigkeit heute für eine Rolle spielt.

    Wirklich traurig…. echt.

    In Estland gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, Unternehmen zu 100% digital zu führen.
    Evtl. ziehe ich einfach mein Geschäft dorthin um. Dann muss ich dieses Trauerspiel hier wenigstens nicht komplett mitbezahlen…

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    1. Karl Kraus schreibt:

      Sofern Du in Estland kaum Umsätze machst – es lohnt sich einfach nicht – sondern in anderen europäischen Ländern mit vergleichsweise hohen Preisen für Dienstleistungen könnte das eine gute Idee sein. Die Sprache und Gesetze stellen allerdings eine Hürde dar. Es gibt Firmen in Deutschland die stellen ihre Ingenieure im Aussendienst in Bahrain ein, und weil sie meist auf Baustelle im (nicht deutschen-) Ausland sind, werden die Löhne in Bahrain versteuert. Sobald Du aber mehr als 180 Tage in Deutschland bist funktioniert das nicht mehr.

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  76. Karl Kraus schreibt:

    Diesen Kommentar fand ich besonders gut: „Stefan Bachmann schreibt:
    Ich möchte grundsätzlich anmerken, dass ich die Positivliste an Tätigkeitsbereichen als Maßstab für Anspruchsberechtigung problematisch finde. Das Risiko, dass jemand vergessen wird ist zu groß! Wozu braucht man diese Liste? Alle, die einen Gewerbeschein haben bzw. freiberuflich tätig sind, sind doch bereits beim Finanzamt erfasst. Und die miese Auftragslage kann auch in allen Fällen nachgewiesen werden. Die Liste kann niemals vollständig sein. Das Kriterium sollte die Selbständigkeit in Verbindung mit nachgewiesenem Umsatzrückgang sein.“ Genau so ist es. An den Beiträgen sieht man wie vielfältig selbstständige Arbeit in Deutschland noch ist. Ehrlich gesagt bin ich erstaunt was alles dabei ist.

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  77. Gerald Bauer schreibt:

    Habe Vorgaben durchgelesen, mir immer noch nicht klar, ob Soloselbständige Markthändler denen jetzt komplettes Weihnachtsgeschäft November/Dezember wegbricht und die seit März keine Einnahmen haben die Novemberhilfe bekommen?

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  78. Jens Wagner schreibt:

    Achtung, die Gruppe der „indirekt Betroffenen“ könnte evtl. in eine Falle laufen. Es muss der Nachweis erbracht werden, dass regelmäßig 80% des Umsatzes mit von der Schließung direkt betroffenen Unternehmen erbracht wird.
    Zur Erinnerung: wer mehr als 5/6 seines Umsatzes (= mehr als 83,33%) mit einem Auftraggeber erzielt, könnte in den Verdacht geraten, arbeitnehmerähnlich selbständig zu sein, wenn er soloselbständig ist.
    Das muss dringend nachgebessert bzw. ausgeschlossen werden!

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    1. Chris schreibt:

      Es wird denke ich mal davon ausgegangen, dass z.B. ein Lebensmittelhändler mehrere Gastrobetriebe beliefert und damit in der Regel 80% seines Umsatzes generiert.

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      1. Jens Wagner schreibt:

        Bei dem Beispiel stimme ich zu.
        Es kann aber auch selbständige Fitnesstrainer geben, die ausschließlich für ein Studio arbeiten.

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        1. Maria schreibt:

          Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich für Soloselbständige nicht auszahlt, B2B zu arbeiten. Es gibt null Loyalität seitens der Unternehmen im Gegensatz zu B2C. Die Corona Krise werde ich zum Anlaß nehmen, mein Portfolio komplett zu überarbeiten und auf B2C umzustellen

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          1. Roland schreibt:

            Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich arbeite zu >98% B2B.
            Über 85% meines Umsatzes mache ich mit Altenheimen und Krankenhäusern.
            Deren erste Reaktion im März-Lockdown war, mir eine Zutrittserlaubnis auszustellen, sämtliche Wartungsarbeiten vorzuziehen und Instandsetzungen direkt auszuführen.
            Einige Krankenhäuser haben sogar „Vorkasse“ statt 30 Tage Zahlungsziel angeboten.
            Während die Privatkundschaft fällige Wartungen seit Februar hinauszögert.
            Ob B2B oder B2C ist m.M.n. kein krisenfestes Kriterium 😉

  79. Pierre Audehm schreibt:

    Aber die Soloselbstständigen im Nebenerwerb sind mal wieder gekniffen da es zum Selbstständigen im Haupterwerb meist noch nicht reicht und der Teilzeitjob die Lebenshaltungskosten auch nicht abdeckt. Aber der Lockdown beide Bereiche trifft.

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  80. Kathrin S. schreibt:

    Was mir in der ganzen Diskussion nicht klar ist: Für meine Leistungen im Oktober werde ich im November bezahlt. Im November wird lockdownbedingt nicht gearbeitet, also fehlen die Einnahmen für mich eher im Dezember. Gibt es dafür eine Regelung?

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    1. Achim schreibt:

      Rechnung erst Ende November stellen. So mach ich’s. Und solange irgendwie alles zusammenkratzen. Bei der derzeitigen Gesetzgebung muss man auch ein bisschen kreativ sein (dürfen).

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  81. Chris schreibt:

    Gastronomie mit Außer-Haus Abholer (Ermäßigter Mehrwertsteuersatz).
    Beispiel: November 2019 3.000 € im Haus, 12.000€ außer Haus Umsatz.
    Novemberhilfe 2020 = 3.000€ X 75% = 2.250 € Novemberhilfe.

    Dadurch, dass wir uns in einem Lockdown (Ausgangssperre) befinden und Kontakte meiden sollen gehen definitiv weniger Menschen auf die Straße und holen sich Essen ab. Auch werden die Leute wieder ins Home-Office geschickt, so dass gerade in Gewerbegebieten der Außer-Haus-Umsatz stark einbrechen wird. Im Lockdown im Frühjahr ist der Außer-Haus-Abhol-Umsatz bei z.B. Imbiss-Betrieben um bis zu 60% zurück gegangen.

    Würde bei obigen Beispiel bedeuten:

    November Umsatz 2019 = im Haus 3.000 € außer Haus 12.000 € = Gesamtumsatz 15.000 €
    November Umsatz 2020 = im Haus 0€ außer Haus 4.800 + Novemberhilfe 2.250€ = 7.050 € Gesamtumsatz. Wobei die Betriebskosten zu 100% weiterlaufen und ggf. Kurzarbeitergeld für Personal angerechnet wird.

    Das Bundesfinanzministerium geht im Gegensatz zur Realität davon aus, dass alle Gastronomiebetriebe die Umsätze mit ermäßigtem Mehrwertsteuersatz (Liefer/Außer-Haus-Umsatz) generieren im November vieeeel mehr Umsatz aus dieser Sparte generieren werden. Dieses wird bei Imbissbetrieben mit „Abholung“ definitiv nicht der Fall sein.

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  82. Rudi schreibt:

    Interessanterweise hat es auch die Freiberuflichen Projektarbeiter und Interimmanager im Bereich der betriebswirtschaftlichen Beratung voll getroffen. Mein Projekt wurde zum Beispiel im April vor Ostern gestoppt (Umsatzverlust durch den Vertrags-Strono dadurch für dieses Jahr alleine über 100.000 Euro) und seitdem ist Null Projekt = Null Umsatz. Durch das ausgeprägte eigene Risikomanagement bin ich auch aus dem „Hilfe-Raster“ gefallen und darf aber dafür KK und Steuern voll weiter zahlen = Null Hilfe bisher. Irgendwann ist aber Schluss mit vorzeitigem Auffressen der Altersvorsorge und dann gibt es für mich offenbar als Alternative nur noch Obdachlosigkeit und Hartz IV?

    Antworten
    1. Bernhard schreibt:

      Mit dem Umsatzeinbruch geht es mir als InterimManager ebenso … aber jetzt gibt es (Stand heute) für die Interim Manager nichts … oder habe ich das falsch verstanden??

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  83. Achim schreibt:

    Oh, ist ja toll! Dann kann ich also vielleicht SCHON bald Unternehmerlohn beantragen für einen Zeitraum, in dem es bei mir so gaaanz allmählich wieder aufwärts geht und ich dann keinen mehr bekomme/brauche. Aber die massiven Verluste aus den neun Monaten seit März 2020, die muss ich dann leider mit meinen Rücklagen und der Altersversorgung begleichen. Herzlichen Dank für nichts!

    Antworten
  84. Oliver Plattig schreibt:

    Die indirekte Betroffenheit erschließt sich mir in meinem Fall nicht ganz. Als Hochzeits DJ bin ich in Hotels und Restaurants tätig. Mich buchen die privaten Kunden bzw. Firmen. Gefeiert wird in den Locations. Erhalte ich jetzt keine Unterstützung, obwohl die Locations geschlossen haben und ich deshalb meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit überhaupt nicht nachgehen kann? Vielen Dank für die Aufklärung.

    Antworten
  85. Dr. Rolf Loschek schreibt:

    Bitte noch selbständige Unternehmensberater aufnehmen! Ich berate eine Universität. Der Auftrag lautet auf Vollzeit (40h pro Woche). Da die Universität aber Kontaktbeschränkungen erlassen hat, kann ich nicht vor Ort agieren. Lediglich eine Teilnahme an online Meetings ist möglich. Die Abrechn7ng erfolgt Stundenweise. Hierdurch entfallen gegenüber dem Auftrag 80% des monatlich eigentlich möglichen Umsatzes.

    Antworten
  86. Angela schreibt:

    Es werden wohl erneut bei vielen Betroffenen die Hilfen leider nicht ankommen. Einer der Knackpunkte, der gelöst werden müßte, ist die Sache mit der „direkten“ Betroffenheit, die letztlich darauf beruht, daß das Unternehmen, von dem der Solo-Selbstständige die Aufträge erhält (gern auch Plural, also die Unternehmen) von der Schließung konkret betroffen ist. Wie auch Oliver Plattig schrieb, ist es bei mir beruflich auch so, daß ich durchaus von privaten Auftraggebern beauftragt werde, z. Bsp. für eine Messe-PR-Kommunikationsberatung für die Leipziger oder die Frankfurter Buchmesse, um nur dieses Beispiel zu nennen. Diese Messen sind abgesagt worden und ob die Leipziger Buchmesse nächstes Jahr stattfinden kann, weiß man nicht. Es ist daher so, daß seit dem ersten Lock-Down dieses berufliche Feld komplett weggebrochen ist. Das ist nur ein Beispiel. Daher fände ich es richtig, wenn zusätzliche weitere Kriterien für die „direkte und indirekte Betroffenheit“ zur Anwendung gebracht werden könnten. Letztlich zeigt sich am Umsatzeinbruch im Vergleich zu 2019, wie die Lage in der jetzigen Corona-Krise ist. Wäre das eine Möglichkeit?
    Gut finde ich, daß Solo-Selbstständige bei einer Summe bis 5000,- Euro selbst beantragen können.
    Wichtig fände ich außerdem, daß ein unbürokratischer Zugang zu zinsgünstigen Krediten seitens der Landesbanken geschaffen wird. Wenn die Beantragung nur über die Hausbank möglich ist, gibt es leider oft Probleme. Viele Selbstständige haben gar keine Hausbank oder die Hausbank vermittelt/beantragt grundsätzlich keine Landesbankkredite, wie man von etlichen Solo-Selbstständigen hörte oder die Hausbank sagte, es sei erst ab einer bestimmten hohen Kreditsumme für sie interessant (in einem Zoom Meeting wurde dafür die Summe von 2,5 Millionen Euro genannt). Soviel wird wohl kaum ein Solo-Selbstständiger als Kredit beantragen? Eine Lösung könnte sein, daß man wie zuvor auch schon die Beantragung wieder über die Landesbanken macht/öffnet. Sonst könnte erneut eine Hürde aufgebaut werden, die vielleicht gar nicht von der Politik gewollt ist. Wir alle müssen unter Umständen zwei Jahre überstehen und, wo möglich, unsere Geschäftsmodelle weiter digitalisieren (was nicht bei allem und jedem möglich ist). Dabei sollte den Betroffenen geholfen werden, denn sie sind unverschuldet in diese Krise gekommen. Viele haben Berufsverbot und es wird ein „Sonderopfer“ von Ihnen verlangt. Ein Unternehmerlohn, der unkompliziert über die Finanzämter ausgezahlt wird (wie wohl in England und weiteren EU-Ländern so erfolgreich gehandhabt), könnte meiner Meinug nach sehr vielen helfen.
    Allen Betroffenen wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen!

    Antworten
  87. Yvonne schreibt:

    Als freiberufliche Übersetzerin habe ich von März bis September so gut wie keine Aufträge gehabt und mich irgendwie durchgewurschelt. (Die Aufträge brachen pünktlich am 20.03. weg.) Die 2000€, die es in NRW gab, haben da nicht lange gehalten. Jetzt im November habe ich endlich wieder zu tun, aber die Verluste der Vormonate kann ich gar nicht mehr reinholen.
    Außerdem fürchte ich, dass wir Übersetzer zeitversetzt im Dezember keine Aufträge mehr haben weren, mein jetziger großer Auftrag wurde ja noch im Oktober, vor dem Lockdown, beauftragt.
    Für Leute wie mich greift leider auch die jetzige Hilfe mal wieder nicht. 😢

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  88. Ingrid Lohr schreibt:

    Hallo liebe VGSDler,

    ich bin unsicher, ob ich als selbständige Reiseleiterin (Wanderreisen in Großbritannien und Irland) nun Anspruch habe oder nicht.

    Seit März keinerlei Einnahmen. Meine Reiseveranstalter mußten in 2020 ALLE Reisen canceln… nicht eine einzige Reise hat dieses Jahr stattgefunden, obwohl ich zwischen April und Oktober voll gebucht war. Heißt für mich statt 20.000 € Umsatz in 2019 sind es in 2020 ganze 0,00 €. Die Soforthilfe habe ich erhalten (und werde davon wohl das meiste zurück zahlen müssem, da nix Fixkosten). Zum Leben müssen 430 € Sozialhilfe im Monat seit Juli und Ersparnisse reichen.

    Da hat bringt der Lockdown im NOV für mich keine neuen Schwierigkeiten. Nur eine Fortsetzung der alten.

    Nur – kann ich die Novemberhilfe beantragen? Reiseveranstalter (meine Auftraggeber) haben nicht geschlossen. Sie haben zwar keine Reisen, die stattfinden, aber sie dürfen öffnen. Macht es Sinn für mich einen Antrag zu stellen?

    Danke für Euren Rat!

    Antworten
  89. Beckenbach Andreas schreibt:

    Über den genannten Link: …bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)… können aktuell nur Steuerberater Anträge stellen.

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  90. Harald Schrempp schreibt:

    Ich möchte mich grundsätzlich den Worten von Herrn Stefan Bachmann anschließen:
    „die Positivliste an Tätigkeitsbereichen als Maßstab für Anspruchsberechtigung ist als problematisch zu sehen, da diese nie den Anspruch auf Vollständigkeit erreichen wird. Alle, die einen Gewerbeschein haben bzw. freiberuflich tätig sind, sind doch bereits beim Finanzamt erfasst. Die Liste kann niemals vollständig sein. Das Kriterium sollte die Selbständigkeit in Verbindung mit nachgewiesenem Umsatzrückgang sein.“
    In der ganzen Diskussion um Anspruchsberechtigte sind meines Erachtens die freiberuflichen Berater, Auditoren und Personen die Projekte in der Industrie , IT und Automobil Industrie durchführen nicht Repräsentant aufgeführt. Für mich sind die Herren Altmaier und Scholz zu sehr von der Basis entfernt und wissen (oder wollen es nicht wissen) wo den Soloselbstständigen der Schuh drückt. Warum wurden denn von den 25 Milliarden € Hilfe gerade mal ca. 800 Millionen abgerufen, weil die Hürden an die Hilfe zu kommen so gestaltet sind, dass nur die Fixkosten davon bezahlt werden dürfen. Wir haben keine Lagerhallen, Büro etc. für die Fixkosten zu bezahlen sind, deshalb kommen die Hilfen auch nicht bei den betroffenen an. Den Lebensunterhalt, die Krankenkasse und die Altersvorsorge bestreiten wir von den Rücklagen (sofern welche da sind). Ich muss meine Altersvorsorge angreifen, da ich seit April praktisch zu 100% Verdienstausfall habe, weil der Projektmarkt faktisch nicht mehr existiert. So geht es vielen, auch den Künstlern und Musikern, die mussten nicht auf den November Lock Down warten, um keine Einnahmen mehr erzielen zu können. Die Steuern werden regelmäßig eingezogen, aber im Umkehrschluss werden wir von der Bundesregierung alleine gelassen, da kommt keine, bis wenig Hilfe. Hauptsache die Lufthansa und co. überleben dieses Desaster. Vielleicht gibt es noch irgendwo in dieser Republik ein wenig Gerechtigkeit, die Hoffnung stirbt zu Letzt.

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  91. Lutz Loebel schreibt:

    Danke, dass Ihr das ein wenig ordnet!
    Das macht es für mich nicht besser, aber so habe ich zumindest herausgefunden, dass ich aller Voraussicht nach in die Röhre schauen werde: keine Umsätze mit „direkt“ betroffenen Brachen und Unternehmen.

    Seit April 2020 trotzdem keine Aufträge, vielmehr wurden alle Aufträge storniert: so gut wie kein Unternehmen führt seit mehr als einem halben Jahr Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in nennenswertem Umgang durch, obwohl es nicht verboten wäre. Das wird nach meiner Einschätzung noch bis mindestens Mitte 2021 so gehen.

    Antworten
  92. Karsten Nitsch schreibt:

    Als Naturführer sind wir ebenfalls betroffen und können unserer Arbeit nicht nachgehen. Die Nachfrage war zwar in den Sommermonaten nicht schlecht, aber nun sind wir wieder für unbestimmte Zeit zur Untätigkeit verurteilt.

    Antworten
  93. Marion Wagner-Dee schreibt:

    Soweit so gut.
    Juhu ich brauche keinen Steuerberater….
    Aber…. bin ich nun antragsberechtigt oder nicht??????
    Ich bin freischaffende Künstlerin (soloselbstständige, was sonst, ich muß meine Bilder usw schon selbst malen) und erziele meine Umsätze auf KHW-Märkten, Messen, Weihnachtsmärkten, die ja nun alle wegfallen. Mein Novemberumsatz wird NULL sein.
    Habe ich also als direkt Betroffener zwangsweise zu, weil ich meinen Stand nicht aufbauen darf????
    Oder muß ich das so lesen, daß der Veranstalter der Weihnachtsmärkte zwangsweise zu hat. Da der Veranstallter aber niemals mein Kunde ist, sondern ich seiner, wäre ich ja nichtmal indirekt betroffen. Obwohl ich ja direkt aufgrund der zwangsweisen Schließung keine Umsätze mehr habe.
    Hier hätte ich gerne Klarheit bzw. Hier muß nachgebessert werden.
    Also bitte Info…
    Vielen Dank

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  94. Gerald Bauer schreibt:

    Also wenn ich als Soloselbständiger Markthändler der seit März keine Einnahmen mehr hat und jetzt wieder nicht durch die Maßnahmen, nicht berücksichtig bin, werde ich es beantragen und dann soll mich Staat verklagen, obwohl ich bis jetzt alles korrekt eingehalten habe, aber ich werde nicht zuschauen wie die Regierung mein Leben in Schutt und Asche legt mit faktischem Berufsverbot!

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    1. Marion Wagner-Dee schreibt:

      Das kann ich gut verstehen und in der ersten Wut ist das bestimmt auch richtig.
      Aber….. wenn erstmal die Post vom Staatsanwalt da ist, dann sieht es richtig böse aus.
      Mir geht es auch SCH….. siehe meinen Kommentar oben, aber wenn ich dann einen Anwalt brauche (und bezahlen muss) und ich ggf. vielleicht wirklich im Unrecht bin, weil ich was beantragt habe, was ich nicht durfte????? (Und ich es daher wieder zurückzahlen muss)
      Und ich mich zusätzlich ggf. noch des Sozialbetrugs schuldig gemacht habe….
      Dann werden mir meine Existenz Probleme von heute als glückliche Vergangenheit erscheinen.
      Es zählt doch nicht was „richtig“ wäre, sondern was „Gesetz“ ist, wie falsch und demütigend das auch immer sein mag.

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      1. Gerald Bauer schreibt:

        Ich kann Dich verstehen, wir sind im gleichen Beriech tätig. Aber ich bin bereit das in KAuf zu nehmen und dann eben von einem Gericht klären zu lassen, was der Staat hier an Unverhältnismäßigkeit verfügt. Nicht falsch verstehen, habe alle Maßnahmen mitgetragen aber jetzt ist Schluss, wir wurden lange genug verarscht. Ich lebe von 20Euro in der Woche für Essen, Trinken, Medikament, Tanken und Friseur geht gar nicht mehr, ich habe außer dem Strick nichts mehr zu verlieren! Und der Staatsanwalt kann mal für 2000€ kommen, besser wäre aber wenn er zu CumEx Verbrechern geht, da geht es um Milliarden!

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        1. Marion Wagner-Dee schreibt:

          Schon gut, ich gebe es zu…. ich bin ein Feigling.
          Die letzte Ausstellung hatte ich Mitte März…. danach noch ein paar Auftragsarbeiten…. aber je länger die letzte Ausstellung her ist, desto wenig „Nachumsatz“ kommt noch.
          Im Oktober hatte ich genau 45€ Umsatz zuzüglich Versandkosten. Leben tue ich von meiner Altersrücklage. Ich kann also nicht wie geplant nach 45 „Dienstjahre“ im April 2026 in Rente gehen, sonder muß weiterarbeiten bis ich tot umfalle.
          Aber ich habe viel zu verlieren, da ich auch meinen Mann noch mit finanzieren muß mit meiner Kunst. Das Risiko einer Auseinandersetzung vor Gericht darf ich auf keinen Fall eingehen.
          Kreativ sein sollen wir ja jetzt.
          Aber alles was ich als Alternative bisher „an Land“ gezogen habe ist ein Angebot für 4,5 € als Putzhilfe. Ich hätte den Job liebend gern angenommen, war Denen dann aber doch zu alt…. – Leider ist das KEIN WITZ

          Antworten
          1. Gerald Bauer schreibt:

            Zu alt oder überqualifiziert, nachdem ich 2017 Krebs hatte und harte folgende Jahre hatte und alles aufgebraucht habe an Rücklagen(Single und Soloselbständig), habe ich nichts mehr zu verlieren, aber entweder hebt der Staat das faktische Berufsverbot auf oder bezahlt Ausgleich. Problem ist, das ich von der Durchführung von Kommunen und Gemeinden in Bayern abhängig bin. Die veranstalten nichts, entschädigen aber auch nicht, das geht so nicht. Habe seitdem einmal im März Einnahmen und soonst seit Dezember 2019 keine Einnahmen mehr! Ich wünsch Dir auf jeden fall viel Glück!

  95. silke schreibt:

    Freiberufliche Dolmetscher auf Messen, ich arbeite seit März nicht, da alles abgesagt wurde (schon komplett bis März 2021 und sogar eine Messe im November 2021) und dadurch, daß von allen Programmen die finalen Bedingungen fehlen, kann ich derzeit nichts beantragen, wenn das eine dann wieder das andere ausschließt.

    Antworten
  96. Michael Doepke schreibt:

    Tja, wieder durchs Raster gefallen 🙁
    Ich habe als selbständiger Veranstaltungstechniker auf Veranstaltungen gearbeitet, die zwar nicht direkt verboten sind, aber trotzdem nicht stattfinden, da die Gäste nicht anreisen dürfen oder wollen und die Veranstalter deshalb absagen.
    In der Beauftragungskette stehe ich an dritter, vierter oder fünfter Stelle.
    Mich persönlich macht das nicht nur indirekt betroffen.

    Antworten
  97. Markus Büttgen schreibt:

    Wie versteht man das mit den 80% Verlust zu November 2019, richtig?
    Situation:
    Wenn man Arbeiter ist, aber eigentlich, hauptsächlich Soloselbständig in der Veranstaltung.
    Eigentlich 40% aus dem Job, und 60% aus der Soloselbständigkeit.
    Soloselbständigkeit als Tontechniker 100% Einbußen.
    Zählt dann das gesamte, dann wären es ja „nur“ 60% Verlust oder zählt die Selbständigkeit separat, wo 100% Einbußen sind?

    Antworten
  98. Ursula Daub schreibt:

    Hallo!

    Ersteinmal vielen Dank für Euren grandiosen Einsatz!
    Als seit 25 Jahren freiberufliche Referentin für Gruppen – zum großen Teil an Schulen bin ich durch die Schulschließungen natürlich hart betroffen und konnte seit März kaum arbeiten. Der November ist mit mein umsatzstärkster Monat und an den meisten Schulen bin ich jedes Jahr mit meinem Programm. Nun war viel Unterrichtsausfall und Unklarheit, wie es nach den Sommerferien weitergeht. Die Schulen sind offen aber es gibt weger den Unklarheiten und Unterrichtsausfall wenig Buchungen für November und auch schon wieder Absagen für Oktober/Dezember. Mein erstes Quartal ´21 ist schon wieder voll.

    So wie ich das vestehe, fällt so jemand wie ich durch´s Raster, da ja die Schulen offen haben.

    Oder seh ich das falsch bzw. weiß da jemand etwas?

    Viele Grüße!

    Antworten
  99. Dörte WETZEL schreibt:

    Wir sind eine GbR ( Orchester) und alles an Projekten im November ist weggebrochen. Null Einnahmen! Allerdings bekommen wir Geld für vergangene Konzerte. Davon werden scheinbar 25% nicht gerechnet, der Rest wird von November 2019 abgezogen. Wir empfinden das alles ungerecht, da wir im November 2020 einfach keine Projekte haben, für die dann Einnahmen im Dezember kommen würden. Jetzt natürlich nicht.

    Antworten
  100. Gerald Bauer schreibt:

    Also wenn das Alles ist was Regierung bekannt gibt und hier schon wieder viele nicht wissen ob Sie berechtigt sind oder nicht, ist das doch wieder ein völlig unausgegorenes Konzept und wieder überhaupt nicht auf die Belange der Selbständigen abgestimmt! Und währen die einen mit Hilfen bestens versorgt werden, können die anderen gleitend von Hartz4 in die Insolvenz, immerhin, VEREINFACHTER ZUGANG, ganz mein Humor!

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  101. Ursula Daub schreibt:

    Also ich antworte mir selber. Da meine Kundschaft offen hat, bekomm ich hier nichts, auch wenn ich kaum Buchungen habe wegen Unklarheit und Orgachaos an Schulen. Dass ich klar betroffen bin, wird jeder/m einleuchten und ist mit Blick auf alle Umsätze im November der letzten zig Jahre auch nachweisbar aber die FAQ ist so, dass Soloselbstständige wie ich halt Pech haben. Man kann eben nicht alle berücksichtigen, das wäre auch wirklich zuviel verlangt. Das Leben ist halt kein Ponyhof.

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  102. derMesseprofi schreibt:

    derMesseprofi schreibt:
    Hallo Zusammen
    Willkommen im Boot, bin auch Aussteller und Messeverkäufer auf Verbraucher Messen sowie Gartenmessen. Leider ist das ein Saisongeschäft von März bis Oktober/November. Vor der „Corona Schei…“ war ich sehr gut im Geschäft. Die letzte Messe war in November 2019, danach nur Absagen, Absagen, mittlerweile bis Ende März 2021. Durch kleine Messen in Österreich konnte ich im Juli, August ein Miniumsatz einfahren, (sprich Kosten deckend) Meine Lagermiete, KKV, Privat-Miete, Versicherung, Steuern, Telefon usw. laufen weiter, unterm Strich lt. Steuerberater habe ich bisher nicht einmal 20 % Umsatz gegenüber meines Jahresumsatz 2019 einfahren können. Von einem Gewinn in diesem Jahr kann ich nur träumen. Ich kämpfe ums nackte Überleben. Die Hilfe, die ich bisher durch Beantragung über meinen Steuerberater bekommen habe, (davon kassierte er für seine Bemühungen auch einen erheblichen Teil) langte nicht mal für die laufenden Kosten, geschweige für ein Unternehmerlohn. Ich habe sprichwörtlich Berufsverbot wie viele Tausend andere Propagandisten auch. Leider haben wir keine Lobby wie die Lufthansa oder die Autoindustrie, denen Milliarden kurzfristig zu Verfügung gestellt wurden. Auch ein „Soforthilfekredit “ oder Überbrückungskredit wurde von der Hausbank abgelehnt, mit einer fadenscheinigen Begründung „Für was brauchen Sie jetzt ein Kredit, da müssen wir unserer Arrangement überdenken.“ in der Vergangenheit habe ich noch nie einen Kredit gebraucht, ich kam mit dem eingeräumten Kontokorrentkredit von 1.000,00 € zurecht,(wurde kaum ausgeschöpft) hatte immer einige Rücklagen erwirtschaftet, und schon steht man als Bettler da.

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  103. Antworten
    1. Rudi schreibt:

      Die SPD SH scheint sich allerdings wieder aus der Diskussion zurückgezogen zu haben, die auf der Seite angegebene E-Mail Adresse ist „User unknown“.

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  104. Elke Sagenschneider schreibt:

    Sieht so aus, als ob ich auch durchs Raster falle: Lektorat mit Schwerpunkt Reiseführer … Man muss niemandem erklären, dass im Moment sehr wenig Reiseführer gekauft werden und die Verlage deswegen die Programme so gut es geht eindampfen … oder doch? Kurzarbeit in den Verlagen bedeutet: Die Arbeit, die noch zu tun ist, wird hausintern gemacht, es wird quasi nichts mehr nach außen gegeben.

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    1. Angela schreibt:

      Es stimmt, was Sie berichten. Ergänzend noch: Das bezieht sich auf sehr, sehr viele Verlage und geplante Bücher. Selbst fest geplante Herausgaben von Büchern wurden verschoben. Lektorate entfallen deshalb mehr und mehr. Freie Journalisten und Freie Autoren sind extrem betroffen und da die Verlage ja nicht „geschlossen“ haben, aber eben trotzdem keine Freien mehr engagieren, stimmen die Zugangskriterien der Novemberhilfe im Moment leider noch nicht. Bitte anpassen.
      Am Umsatzrückgang seit März 2020 würde man doch sehen, was los ist. Diese Zahlen liegen doch den Finanzämtern vor und von dort könnte (wie in England) unkompliziert und Betrug ausschließend schnell eine Hilfszahlung erfolgen?

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    2. SunnyTravel schreibt:

      ja, kann ich leider nur bestätigen. In meinem Fall sind es redaktionelle und gestalterische Tätigkeiten für Verlage (vorwiegend Reiseführer) und grafische Aufträge (vorwiegend Veranstaltungen).
      Zudem bin ich freier Autor -leider auch vorwiegend im Tourismus und Reisebereich- tätig.
      Die Verlage haben offen, ich selbst habe aber seit März nur einen Auftrag behalten können. Geplante Publikationen wurden gestrichen. Klar, weil die Buchproduktion auf ein Minimum reduziert und die Angestellten in Kurzarbeit geschickt wurden. Für Freie bleibt da nichts mehr.
      So wie es aussieht fallen Layouter, Lektorat, Texter und Autoren in dieser Branche (Verlage und Tourismus allgemein, Reiseverlage im besonderen) auch durchs Raster.

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  105. Steffen Eifert schreibt:

    Im Text heisst es:
    Wer gilt als „direkt betroffen“?
    u.a. Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken,
    und: Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
    Sind wir als DJ-Agentur (Einzelkaufmann mit 2 Angestellten), die freiberufliche DJs vermittelt, dann anspruchsberechtigt? Nachdem Veranstaltungen mit DJ ja untersagt sind KÖNNEN wir keine Einnahmen erzielen, auch wenn unseren Kunden z.B. das Heiraten an sich ja nicht verboten ist.

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  106. Smurf schreibt:

    Hat jemand weitere Informationen zur Thematik der verbundenen Unternehmen? Ich habe einen Einzelhandelsbetrieb (Wochenmärkte) und generiere einen größeren Teil als 50% meines Umsatzes uber diesen. Zusätzlichführ ich auch ein Restaurant, welches etwa 2 Jahre alt ist und recht große laufende Kosten hat. Wie ich das lese, werde ich nicht fur den November kompensiert, da ich nicht mindestens 80% meines Gesamtumsatzes des Verbundes in der Gaststätten erwirtschafte. Wie ist das jetzt fair? Ich zahl trotzdem Miete, Mitarbeiter, die dieses Jahr sowieso standig in Kurzarbeit geschickt werden müssen, und alle anderen Kosten, schon bein ersten Lockdown musste ich sehe große Summen aufbringen und jetzt darf ich kurz vor dem Weihnachtsgeschäft nicht nur nix Umsätzen im Restaurant, ich werde auch nicht gefördert, weil ich mit einer großen Holding in einen Topf gesteckt werde. Habe ich das falsch versranden bzw hat jemand hierzu nähere Infos?

    Antworten
  107. Peukert Christoph schreibt:

    Wir besitzen eine Hundepension und eine Hundeschule und leiden schon seit März. Im ersten Lockdown waren Osterferien, normalerweise sind wir in Ferienzeiten ausgebucht, wir hatten einen Totalausfall. Pfingstferien das Gleiche, weil die Grenzen nach den Pfingstferien öffneten. In den Sommerferien hatte die Regierung darauf hingewiesen , in Deutschland Urlaub zu machen, somit hat jeder seinen Hund mitgenommen. Ende der Sommerferien wurden wieder Reisewarnungen für Europa ausgesprochen, somit wurden wieder viele Reisen storniert. Herbstferien Ende Oktober/Anfang November, wieder wurden Reisewarnungen und Europa zum Risikogebiet ausgesprochen. Ich bin Soloselbständiger, arbeite 70 Stunden die Woche, und habe für die Pension 350000 € investiert. Natürlich bin ich jetzt nicht betroffen als geschlossenes Unternehmen, lebe aber von Geschäftsleuten, Urlaubern, Konzertbesuchern, Hochzeitsfeiern und Familienfeiern, die besucht werden. Und nun gehe ich, wie es ausschaut, leer aus. Überbrückungshilfe deckt gerade mal ein viertel meiner Fixkosten. Bitte vergesst nicht die Hundetrainer, Hundepensionen und Hundeschulen. Vom Einzelunterricht können wir nicht leben, da ein Mensch, der von Kurzarbeit lebt, sich das nicht leistet. Ich möchte mein Lebenswerk nicht verlieren, darum denkt an uns. Bleibt gesund.

    Antworten
  108. Valerie Lutz schreibt:

    Zu den Soloselbständigen der Veranstaltungsbranche gehören natürlich auch alle freiberuflichen Künstler. Neben Musikern sind das Schauspieler, Sänger, Tänzer, Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner, Choreografen, etc.
    Alle, die nicht an einem Haus fest angestellt sind, haben durch die ausgefallenen Veranstaltungen das Problem, dass alles geschoben wird, dadurch aber bis weit ins nächste Jahr hinein weniger Aufträge/Engagements zu bekommen sind.
    Bei freien Veranstaltern herrscht große Verunsicherung, da sich Produktionen ohnehin selten nur durch Einnahmen decken, schon gar nicht aber, wenn die Auslastung Corona-bedingt nur bei max. einem Drittel liegen darf! Dazu kommt eine Planungsunsicherheit – die lange Vorbereitungszeit bringt viele dazu, das Kostenrisiko nicht einzugehen und geplante Projekte bis 2022 zu verschieben.

    Antworten
  109. Karina Berg schreibt:

    Liebes VGSD-Team,
    bitte hebt auf eurer Liste unbedingt eure Einschränkung für Freiberufliche Dozenten und für Sportkurse auf. Ihr beschränkt diese auf solche, die für Fittnessstudios, Schulen, Einrichtungen und Vereine gegeben werden. Entweder gehört diese Beschränkung ganz weg oder ihr fügt Kurse, die in eigenen oder angemieteten Räumen stattfinden hinzu!

    Wie ich, arbeiten auch andere Kursleiter hauptberuflich in angemieteten Räumen für Privatmenschen und verdienen damit ihren gesamten Lebensunterhalt, was zur Zeit nicht erlaubt ist. Auch wir benötigen diese Hilfen dringend.

    Antworten
    1. Jens Wagner schreibt:

      Anmerkung:
      Die Auflistung der Branchen kommt nicht vom VGSD, sondern beruht auf einer Information des Bundeswirtschaftsmimisteriums!

      Antworten
      1. Karina schreibt:

        Hallo Jens, soweit ich das verstehe, wurde sie vom VGSD erstellt.
        Folgendes finde ich weiter oben unter: Welche Branchen sollten Hilfe erhalten?:

        „(Update vom 03.11.20) Wir hatten euch im Beitrag unten gebeten, uns Branchen zu nennen, die direkt und insbesondere auch indirekt von den Einschränkungen im November betroffen sind. Vorgestern hatten wir eure Antworten bereits ausgewertet und eine Liste eurer Feedbacks erstellt, die wir heute nochmals ergänzt haben.

        Auch wenn sie also nie vollständig sein kann und wir der Überzeugung sind, dass sich Hilfen eher nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richten sollten, wollten wir eine solche Liste erstellen und wurden auch bereits mehrfach von Politikern und Medien danach gefragt:“
        Dann beginnt die Liste:
        „*Freiberufliche Dozenten – …alle die Kurse an Schulen und Einrichtungen durchführen
        *Sportkurse in Fitnessstudios, an Schulen und bei Vereinen“
        usw.

        Antworten
      2. Angela schreibt:

        Hallo Jens, ich lese das wie Karina, der VGSD teilte selbst mit, daß er selbst diese Branchen aufgelistet hat und bat ja um Meldungen/Informationen dazu. Ich hoffe, daß noch viel ergänzt wird. Und davon abgesehen wäre es evtl. besser, wenn nicht nach Branchenzugehörigkeit, sondern nach Umsatzeinbruch gegangen werden würde? Die Zahlen liegen doch alle bei den Finanzämtern vor.

        Antworten
        1. Jens Wagner schreibt:

          Ok, dann liegt hier ein Missverständnis vor.
          Ich habe mich auf die Auflistung der Branchen laut Beschluss der MPK vom 28.10.2020 bezogen. Die hat mit der Wunschliste natürlich nichts zu tun.

          Antworten
        2. Bruno Mayer schreibt:

          Ich glaube, daß in vielen Fällen noch gar keine Zahlen aus 2019 bei den Finanzämtern vorliegen, weil im allgemeinen noch nicht mal die Jahres-Einkommensstuererkl.ärung dafür
          abgegeben werden mußte. Und mit Steuerberater noch viel später möglich. WÄRE jetzt bei
          Corona natürlich blöd. WÄRE, Ja wenn, usw. Aber in diesem Fall könnten wir wirklich was von den Briten lernen.

          Antworten
  110. Karina Berg schreibt:

    Eine Anmerkung zur geplanten Berechnung, da es sicherlich auch anderen ähnlich geht:
    ……………………………………………..
    Alle meine Teilnehmer zahlen vor Kursbeginn, heißt, vor November. So habe ich generell im November viel Arbeit, jedoch keine Einnahmen. Da ich Ist-Versteuerin bin, kann ich also zur Berechnung nicht den November 2019 heranziehen.
    Doch auch der Jahresdurchschnitt wäre für mich viel zu niedrig.
    Ich arbeite als Soloselbstständige und in einer GbR. Die GbR, die mehr im Sommer und im Reisegewerbe tätig ist, hatte dieses Jahr starke Corona-Umsatzeinbußen. Nun müßten die Kurse, die ich alleine anbiete und die im Winter stattfinden, den erhofften Umsatz bringen. Die dürfen gerade aber nicht laufen. Da ich in den Monaten, in denen ich für die GbR arbeite, keine Einnahmen aus den Kursen erziele, ist der Jahresumsatz durch zwölf Monate geteilt viel niederiger, als mein wirklicher Arbeitsumsatz im November.

    Antworten
    1. Jens Wagner schreibt:

      Diese Frage wird hier immer wieder diskutiert und irgendwo ist das auch schon mal geklärt worden.
      Gerade beim Ist-Versteuerer würde die Bewertung des Zahlungseingangs zu Ungerechtigkeiten führen, denn manche Selbständige warten auch schon mal 60 Tage, 90 Tage oder noch läner auf ihr Geld (beruht auch manchmal auf Vereinbarung).
      Deshalb kann hier nicht der Zahlungseingangsmonat für die Umsatzzuordnung entscheidend sein, sondern der Monat der Leistungserbringung. Hab das Thema auch mal mit meiner Steuerberaterin diskutiert und die hat es auch so bestätigt.

      Antworten
      1. Karina schreibt:

        Das wäre gut, wenn dem so ist.
        Weiter oben hier auf der Seite habe ich dazu gefunden:

        Wie wird der Umsatz ermittelt?

        „Nach unseren Informationen ist die Art der Umsatzermittlung entscheidend, wie sie auch für Umsatzsteuervoranmeldungen benutzt wird. Bei Einzelunternehmern ist dies in aller Regel die IST-Versteuerung. Entscheidend ist hier also der Zahlungseingang: Der Umsatz gilt mit dem Eingang auf dem Bankkonto als entstanden. Anders verhält es sich zum Beispiel bei GmbHs: Hier gilt die SOLL-Versteuerung. Der Umsatz entsteht bereits mit dem Tag der Rechnungsstellung und muss entsprechend im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung angegeben werden.

        Für von der Umsatzsteuer befreite Unternehmen wird vermutlich auch die IST-Versteuerung heranzuziehen sein, allerdings liegen uns auch hierzu noch keine schriftlichen Informationen vor.

        Antworten
      2. Lotte schreibt:

        Darf ich fragen, wie das und ob das geklärt worden ist? Ich wollte gestern die Novemberhilfe beantragen und habe dann einen Service Mitarbeiter der Überbrückungshilfen in Berlin angerufen, da ich bei den Einnahmen für November 2020 irritiert war. Das sind 90% Einnahmen von Rechnungen und Leistungen, die ich in den Monaten September und Oktober erbracht habe, viele Kunden zahlen oft sehr spät. Dafür war mein Konto im September und Oktober ziemlich dünn (-70% Umsatz), jetzt zahlen die Kunden alle im November und sorgen eventuell dafür, dass ich den Antrag nicht stellen darf und obendrauf darf ich nicht arbeiten, was dann an Einnahmen im Dezember fehlt. Der Herr konnte mir hier nicht helfen und ich konnte den Antrag nicht ausfüllen.

        Antworten
  111. Spiegel schreibt:

    Nach einer Woche Kulturlockdown schießen die Zahlen weiter in die Höhe.
    Scheinbar sickert also immernoch hier und da ein Fünkchen Kunst und Kultur durch, was ja – wie wir alle wissen – das Infektionsrisiko enorm steigert.
    .
    Ich schlage daher vor, sämtliche Formen von Kunst und Kreativität, insbesondere, wenn sie von Soloselbstständigen ausgeübt wird, unter Strafe zu stellen. Man könnte präventiv alle Selbstständigen in Schutzhaft nehmen. Möglicherweise müssten dazu Lager errichtet werden, was der Baubranche wiederum zugute käme.
    .
    Aber alle würden davon profitieren! Endlich wird niemand mehr durch Kunst zum eigenständigen Denken gezwungen, diese ständige öffentliche Kritik an den Überwachungsmethoden (Vorratsdatenspeicherung, etc.) hätte keine Bühne mehr, die Menschen könnten endlich wieder ungestört arbeiten – bis zu 24 Stunden am Tag.
    Außerdem würde man Verwaltungsaufwand und damit jede Menge Geld sparen , welches man wiederum den Politikern geben könnte.
    Das ist wichtig, damit sie nicht in Versuchung kommen, korrupt zu werden und sich nicht mehr um Plätze auf Berater-Gehaltslisten großer Banken und Konzerne bewerben zu müssen. Machen die ja sicher auch nicht gerne…
    .
    Wir sollten da solidarisch auftreten und sämtliche Kontaktdaten, die wir aus der Kunst- und Veranstaltungsszene in unseren Handys haben, an das Wirtschaftsministerium übermitteln. Möglicherweise findet sich auch jemand, der eine Kulturwarnapp programmieren kann, die diese Daten automatisch übermittelt, sobald man in der Stadt an einem Künstler vorbeiläuft.
    .
    .
    Weiterhin würde ich vorschlagen, dass die gesamte Bevölkerung im Anschluss an diese Kulturdesinfektion aufgerufen wird, sich 30 Sekunden auf den Balkon zu stellen und zu klatschen (wahlweise auch zu hupen). Das hat, wie wir ebenfalls alle wissen, den Beschäftigten im Gesundheitswesen enorm geholfen und sie für die nächsten 20 Jahre motiviert, für einen Hungerlohn zu arbeiten.
    .
    Und – mal ehrlich – dass sollten Soloselbstständige dann doch auch hinbekommen.
    .
    Also! Frisch, fromm, fröhlich, frei – ANS WERK!

    Antworten
    1. Bruno Mayer schreibt:

      Köstlicher Zwischenvorschlag, nach all der mühseligen, nötigen Leserei

      Antworten
  112. Sabine Bockmaier schreibt:

    Auch Lieferanten, egal welcher Art, z.B. für die Gastronomie Getränke oder Lebensmittel sind sehr stark indirekt betroffen.

    Antworten
  113. Sascha Mittel schreibt:

    Wie sieht es aus wenn ich die Ausübung „Veranstaltungstechnik“ im Nebenerwerb führe aber laufende Kosten wie Lager und Versicherung des Unternehmens nicht aus privaten Mitteln begleichen kann?
    Monatliche Kosten von ca. 2000€ können nicht privat gestemmt werden und seit Anfang der Pandemie keine Einnahmen…

    Antworten
  114. Carola von Ammon schreibt:

    Im Oktober 2019 ist unser Sohn geboren und ich war von Oktober 2019 an in Elternzeit. D.h. der Umsatz von 2019 ist nicht in 12 Monaten sondern in 9 Monaten erzielt worden.

    Wie wird das gehandhabt? Habe ich da einfach Pech gehabt?

    Antworten
    1. SunnyTravel schreibt:

      ich befürchte fast ja.
      Bei mir wird es wohl ähnlich aussehen. Ich war von September bis Dezember auf Recherchereise für eine geplante Publikation. Diese musste dann noch fertig geschreiben werden… wird nun aber wegen der Pandemie bis auf weiteres doch nicht vom Verlag gedruckt. Bei mir wird die Grundlage für eine Berechnung nur das erwirtschaftete Einkommen aus 8 Monaten sein können. Tatsächlich wäre ich aber schon darüber dankbar. Leider befürtchte ich aber als freie (Reisebuch)autorin, Texterin und Layouterin für die Reisebranche mal wieder leer auszugehen…

      Antworten
  115. RENATE schreibt:

    Ich bin als Vermieterin von Ferienwohnungen auch stark betroffen, aber da meine Einkünfte als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung gelten und nicht als Gewerbebetrieb wurde mir gesagt, dass ich nicht förderungswürdig bin. In meinem Job als Selbständige Showköchin konnte ich das letzte Mal am 14.03. arbeiten, der Rest meiner Aufträge wurde bis 31.12 2020 abgesagt. Betriebsausgaben habe ich in dem Bereich kaum, aber hohe private KV, und Tilgungsleistungen für die Ferienimmobilien und mein Auto….

    Antworten
  116. Mecki schreibt:

    Mein Standbein war in der Vergangenheit die Akquise von Anzeigen für ein Musikmagazin. Durch die Verbote von Messen, Festivals, Fortbildungen, Musikveranstaltungen, Musikreisen usw. verliert unsere Zeitschrift einen Großteil an Anzeigenkunden, abgesehen von den Einbrüchen am Instrumenten- und CD-Markt. Mein Spielbein sind Seminare und Vorträge, die zur Zeit ja auch verboten sind.
    Da ich in meinem eigenen Haus mit Seminarraum arbeite und monatliche Verpflichtungen dadurch habe, die nicht von Hartz IV beglichen werden, warte ich auf Massnahmen von Seiten der Politiker, die wirklich hilfreich sind und nicht ein Jurastudium voraussetzen, um sie zu verstehen!
    Ab wann die Geschäfte wieder laufen, steht wohl in den Sternen. Ich warte darauf, dass mein Nundestagsabgeordneter endlich wieder im Bundestag seine Stimme abgeben und meine Interessen vertreten kann, ebenso wie der VGSD. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Antworten
  117. Marc Jacquemin schreibt:

    Das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot hat Zwischenergebnisse zu den Verhandlungen mit der Regierung veröffentlicht und dabei aufgelistet, an welcher Stelle nochmals nachgebessert werden muß:
    https://alarmstuferot.org/presse/Zwischenergebnisse.pdf

    Wichtig wäre vor allem, dass die Hilfen ALLEN Selbstständigen zugute kommen, nicht nur denen, die in der Veranstaltungs- und Kulturbranche tätig sind.

    Des weiteren fand ich es persönlich besser und sinnvoller, wenn man statt dem Jahresdurchschnitt 2019 den Durchschnitt der letzten 3 oder 5 Jahre berücksichtigen würde. Ein solcher Durchschnitt hätte eine viel größere Aussagekraft und würde auch all jene berücksichtigen, die z.B. 2019 wenig gearbeitet haben, da sie einen Pflegefall in der Familie hatten oder ähnliches. Solche Fälle wurden hier im Forum schon erwähnt.

    Antworten
    1. Karina Berg schreibt:

      Es wäre sinnvoll, wenn man sich das auch aussuchen könnte. Für einige wäre es gut nur 2019 zu nehmen, für andere die letzten Jahre. Für manche sind alle bisherigen Lösungen nicht gut, z.B. weil sie jetzt gerade ihre Hauptsaison haben, die Einnahmen jedoch nicht im November überwiesen bekommen und nur einige Monate in der zur Zeit tätigen Firma arbeiten, die gerade Verluste durch das Arbeitsverbot macht. Denn dann kommt beim Jahresdurchschnitt auch zu wenig heraus.

      Antworten
    2. Berta M. schreibt:

      @Marc Jacquemin:
      „Wichtig wäre vor allem, dass die Hilfen ALLEN Selbstständigen zugute kommen, nicht nur denen, die in der Veranstaltungs- und Kulturbranche tätig sind.“

      Stimme Ihnen voll und ganz zu. Auch Ihren Vorschlag, den Zeitrahmen für die Durchschnittsberechnung des Umsatzes zu erweitern, in Fällen, in denen dies gerechter wäre (z.B. geringe Umsätze aufgrund von Pflegezeiten), finde ich sinnvoll – mit der Einschränkung, dass dies individuell gehandhabt wird. Für Personen, deren Umsätze stetig gewachsen sind über die Jahre, wäre eine rigide Berechnung des Durchschnitts über viele Jahre ja wieder ein Nachteil.

      Antworten
  118. Harald CoDuck Meidt schreibt:

    Novemberbetrug statt Novemberhilfe

    Zuerst werden die Zugangskriterien zur Überbrückungshilfe so ausgestaltet, dass nur ein Bruchteil abgerufen werden konnte, dann verspricht man medienwirksam nach unserer 2. Berliner Grossdemo das nicht ausgezahlte Geld großzügig und unbürokratisch als „Novemberhilfe“ zu verwenden. Klar, macht man wohl auch, aber leider nicht für jeden Betroffenen. Große Teile der Veranstaltungsbranche wie Zulieferer und Dienstleister der Veranstaltungswirtschaft werden offensichtlich einfach ausgeschlossen, damit es für Künstler, Kulturbetriebe, Kinos und Gastronomie reicht.
    Das ist zwar Betrug, aber immerhin konsequent dem Namen „Novemberhilfe“ gefolgt.
    Warum soll man im November denen helfen, die man seit März im Stich lässt und in Hartz IV und/oder Insolvenz treibt.
    Damit macht man Künstler wie Till Brünner und andere, die uns öffentlich unterstützen und die eine Hilfe nicht in erster Linie für sich selbst, sondern für die Betroffenen hinter den Kulissen fordern, mundtot.
    Der Tontechniker Willi Unwichtig wird es nicht in Tagesschau und Talkshows schaffen.

    Antworten
  119. Jacqueline Junge-Römer schreibt:

    Guten Tag, danke vorab schon einmal für die Möglichkeit, sich hier zu äußern. Ich bin Yoga- und Schmerztherapeutin, ich habe in meinem eigenen Haus Räume, in denen ich regelmäßig Yogakurse angeboten habe, zudem habe ich als Personal Trainerin regelmäßig Kunden bei mir gehabt. Über Firmenkooperationen habe ich ebenfalls regelmäßig Geld eingenommen. Am 18. März 2020 musste ich alles schließen – ich habe so gut es ging gleich auf Onlinekurse umgestellt, allerdings habe ich ca. 3/4 meiner Kunden da schon „verloren“, Zum Einzeltraining kamen ebenso keine Kunden mehr, Firmenkooperationen wurden abgesagt. D.h., mein Umsatz ging auf fast Null. Im Mai durften wir wieder öffnen, was nur wenig hilft, denn:

    Die Kunden sind wie in vielen anderen Bereichen einfach nur verunsichert, trauen sich nichts mehr zu buchen oder meiden aus Angst generell den direkten Kontakt. Das heisst für mich, das ich nicht nur seit dem 18. März fast keinen Umsatz mehr habe, sondern es ist auch abzusehen, dass die Kunden überhaupt nicht mehr kommen werden. Mir wurde gesagt, ich solle H4 beantragen, gehts eigentlich noch???

    Mein Geschäft, in welches ich viel Herzblut, Zeit und Energie gesteckt habe, einfach kaputt. Die Kraft für einen Neuaufbau habe ich momentan – auch aufgrund von Existenzängsten etc. – überhaupt gar nicht. Ein Überbrückungsgeld wurde mir bis heute nicht gewährt. Die Novemberhilfe ein Tropfen auf dem heissen Stein. Wer sagt denn, das die Regierung am 1. Dezember wieder öffnet? Ganz ehrlich, ich denke es wird für Monate geschlossen, was hilft also eine Novemberhilfe? Vielen lieben Dank und herzliche Grüße.

    Antworten
  120. Anke schreibt:

    Wir haben einen Großhandel und beliefern ausschließlich die Gastronomie, wenn ich das richtig verstehe, fallen wir auch unter die indirekt Betroffenen und können auf Grund der massiven Ausfälle mit der Unterstützung rechnen?

    Antworten
  121. Monika Fuhrig schreibt:

    Ich bin Erzieherin und freiberuflich – nebenberuflich – tätig mit erlebnispädagogischen Waldgruppen für Kinder. Angestellt bin ich mit einer halben Stelle, also ich brauche die freiberuflichen Einnahmen um meinen Lebensunterhalt abzudecken. Allerdings verdiene ich jetzt wieder freiberuflich gar nichts. An nebenberuflich Selbstständige ist kein bisschen gedacht. Ich soll Harz 4 beantragen. Na danke!

    Antworten
  122. kress schreibt:

    Hallo,
    Ich bin Messebauerin und Ladenbauerin . Srit mitte März alle termine abgesagt bekommen,im Oktober November ein wenig ladenbau gemacht. Was ist mit dieser Branche? Liebe Grüße Susanne
    PS : versuche , Mitglied zu werden,klappt aber nicht…

    Antworten
  123. Ernie schreibt:

    Hallo,

    wenn ich das richtig verstehe, dann bekommt man keinen Ersatz, dass man seine Ferienwohnung nicht vermieten kann? Das wäre ja die nächste bodenlose Frechheit, ich dachte JEDER Betroffene wird berücksichtigt. So wird es doch von Scholz publiziert. Dann lügt er ja und erinnert er sich nicht dieser Zusage, wäre ja auch nichts Neues.

    Gruß Ernie

    Antworten
  124. Gerald Bauer schreibt:

    Kann mir jemand nach Update erklären ob ich als Soloselbständiger mobiler Händler i Bayern auf Messen und Märkte seit März keine Einnahmen und jetzt im November restlichen Märkte abgesagt jetzt Anspruch habe oder nicht? Und wie das auf HARTZ4 angerechnet wird, wenn es Fixkosten sind, darf es nicht angerechnet werden, wenn es Unternehmerlohn ist(NEEEE den gibt es ja bisher nicht)????

    Antworten
  125. DirkBS schreibt:

    Nur mal eine ganz klitzekleine persönliche Anmerkung am Rande.

    Ich gehöre wie mancher hier zu den betriebswirtschaftlichen Unternehmensberatern. Im Frühjahr wurde mein größter Jahresauftrag über eine sechsstellige Umsatzsumme storniert, weil natürlich eine Unternehmensführung nicht seine Belegschaft in steuer- und staatsfinanzierte Kurzarbeit schicken und gleichzeitig an der Zukunft des Unternehmens mit gefühlt teuren externen Beratern arbeiten kann. Diese Aufträge sind daher auch ganz konsequent auf dem Niveau vom April geblieben seit Ostern, es gibt sie nicht mehr, und kein Licht am Ende des Tunnels, weil sich die politischen Rahmenbedingungen nicht geändert haben.

    Also Umsatz = Null seit dem Lockdown im Frühjahr, Überbrückungshilfe = Null weil ja keine Betriebsausgaben, Corona-Hilfe = Null weil ja keine Fixkosten, Landeshilfen = Null weil es die im Bundesland für uns Menschen nicht gibt, Novemberhilfe = Null weil ja nicht direkt oder indirekt von Schliessung in den Katalogbetrieben betroffen, aber Steuervorauszahlung = volle Kanne, GKV = volle Granate, und der an Abgebrühtheit kaum zu übertreffende Spruch eines Herrn Heil ich könne ja Hartz IV beantragen. Sorry, auch „bedauerliche Einzelfälle“ sterben an solchen politischen Rahmenbedingungen.

    Antworten
  126. Jackie Fischer schreibt:

    Ich bin als Händlerin und Künstlerin auf Besonderen Märkten und Veranstaltungen unterwegs, ich habe einen Angestellten in Teilzeit. Da ich keinen Steuerberater habe, falle auch durch das Raster und bekomme keine Unterstützung, nur Kurzarbeitergeld für meinen Mitarbeiter.
    Jetzt haben noch die Weihnachtsmärkte abgesagt und die Saison startet erst wieder im März. Also muß ich nun November bis März überbrücken. Nur wie?

    Antworten
  127. Lisa Bachhuber schreibt:

    Bitte generell Dolmetscher und Übersetzer aufnehmen, nicht nur Konferenzdolmetscher. Ich arbeite zu 90% als Gerichtsdolmetscherin und -übersetzerin und momentan werden die Gerichtsverhandlungen zu einem Großteil abgesagt aufgrund des Ansteckungsrisikos in den Gerichtssälen. Auch die schriftlichen Aufträge seitens der Gerichte sind in den letzten Wochen auf ein Minimum zurückgegangen.
    Es sieht so aus, als würden wir auch diesmal nicht mit Hilfen bedacht, obwohl uns die aktuelle Situation wie viele andere hart trifft!

    Antworten
  128. Kollateralschaden schreibt:

    Betr. Präzisierung Novemberhilfen:
    .
    Wer denkt sich sowas eigentlich aus? Ein Mensch? Oder gar mehrere?
    Wenn ich meine Kunden bitte, sich von ihren Kunden entsprechende Nachweise geben zu lassen (teilweise öffentliche Einrichtungen), dann dauert das doch ewig. Und was, wenn sich nach 3 Monaten zeigt, dass ich nicht alle Nachweise zusammenbekomme? Komme ich dann wieder ins Gefängnis?
    Oder müssen die Nachweise diesmal vor der Beantragung erbracht werden? Dann würde das doch eh kaum jemand aus der zweiten/dritten Reihe schaffen… rein zeitlich, meine ich.
    .
    Und all das nur für eine Novemberhilfe? Nicht nur bei der Bundesregierung betteln, sondern jetzt auch noch bei meinen Kunden betteln?
    Darf ich alternativ auch meine Mama bitten, dass sie mir eine Entschuldigung schreibt?
    „…konnte in den letzten 8,5 Monaten wegen politischer Willkür leider seiner Arbeit nicht nachgehen“… ersatzweise für die Einzelnachweise?
    .
    Ich könnte mich auch nackt auf’s Rathaus stellen – dann sehen gleich alle Menschen, wieviel mir noch bleibt.
    .
    .
    Ich bin so müde! Seit 8,5 Monaten legt dieses dekadente, arrogante Pack uns die Schlinge um den Hals und zieht sie ganz langsam immer weiter zu. Dabei flüstern sie uns ins Ohr „DU BIST SCHEISSEGAL“ während sie im Fernsehen vor der breiten Gesellschaft auftreten, unsere besonders schwere Lage anerkennen und fordern, dass man nun aber endlich auch den Solo-Selbstständigen helfen müsse.
    .
    Das paradoxe an diesem Trauerspiel ist ja auch, dass noch im März, kurz nachdem die erste Grenze vorrübergehend geschlossen wurde, Milliarden in Richtigung Autoindustrie und Lufthansa flossen.
    .
    Der prekäre Selbstständige hält 8,5 Monate ohne Hilfe durch und die super aufgestellte Großindustrie nur 4 Tage? Oder geht pleite, weil ein paar LKWs nicht über die Grenze kommen?
    .
    Da frage ich mich doch, wer denn hier prekär ist und wer opferbereit ist… Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich frage, wie man so viel Geld an drei vier einzelne Unternehmen problemlos auszahlen kann, es aber angeblich etliche rechtliche Hürden gäbe, aufgrund derer man Soloselbstständigen nicht helfen kann. (Wollen will man natürlich schon, nur Können kann man nicht)
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    Für mich sind diese Milliarden nichts als Schmiergeld. „Gib mir Geld, dann bezahle ich Dein Volk weiter.“.
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    Ich kann nur jedem empfehlen, eine Überlebensstrategie zu finden, bei der die Bundesregierung und ihre Arbeitnehmerschaft keine Rolle spielen. Je mehr Seil man euch zuwirft, desto einfacher wird es, daraus später eine Schlinge zu machen.
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    Ich bin jedenfalls raus und gehe nun andere Wege.
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    Viel Glück!

    Antworten
  129. St. Zuche schreibt:

    Liebe Mitleidensgenossen*innen,
    es ist ein Trauerspiel und ein Affront uns hart arbeitenden (wenn wir denn gelassen werden oder überhaupt noch Aufträge erhalten) Soloselbständigen gegenüber. Das, was Berlin sich nun wieder am runden Tisch ausgedacht hat. Anscheinend aber ohne jemals einen Soloselbständigen befragt zu haben, was wir wirklich brauchen:
    Fixkostenzuschuss? Danke! Als selbständige Grafikerin mit eigenem Grafikbüro im eigenen Wohnhaus (oh, tatsächlich? Das gibt es?) und abbezahlter Technik, die den privaten PKW für berufliche Fahrten nutzt, keinen Kredit auf das Büro zulaufen hat und die Steuer „selbst wuppt“, kommen an Fixkosten monatlich kaum 400,- € zusammen.
    Dafür Überbrückungsgeld beantragen: Nur mit Steuerberater möglich, die aber winken ab oder fordern 1.400,- € Bearbeitungsgebühr (700,- € bitte VOR Beginn des Antrages überweisen – Danke!).
    Aber, dass wir alle ganz andere „Fixkosten“ haben – nämlich unser Leben – kommt in Berlin irgendwie nicht richtig an: denn anscheinend leben wir von Luft und Liebe, unsere Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen wir mit bunten Murmeln, die Berufsunfähigkeitsversicherung freut sich monatlich über unsere selbstgebackenen Kekse, der örtliche Supermarkt jubelt, wenn wir an der Kasse mit selbstgemalten Gutscheinen zahlen und die KFZ-Versicherung lässt uns alle, seit wir einen Führerschein und PKW haben, anschreiben. So scheint unser Soloselbständigen-Leben in Berlin anzukommen.
    Anders kann ich mir diese realistätsfremden Entscheidungen und Formulierungen zu Hilfen, die uns unzählige, von der Krise Betroffenen „schnell und unbürokratisch“ helfen sollen, nicht erklären.
    Ich falle wie so viele von Euch/Ihnen durch nahezu jedes Raster. Für die eine Hilfe zu wenig Fixkosten, für die andere Hilfe (Grundsicherung) zu viel Altersvorsorge angespart.
    Und nun muss ich noch mittels meiner Kunden bzw Aufträge – die bei uns Kreativen selbstverständlich REGELMÄßIG kommen – nachweisen, dass ich 80% meines Umsatzes „mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen“ verdiene. Dass aber meine Umsätze seit März/April dank der am boden liegenden Veranstaltungsbranche mit ihr am Boden liegen, reicht nicht aus. Das ist für Berlin nicht schlüssig genug.
    Da kann das Finanzamt mit meinen quartalsmäßigen Zahlen natürlich auch nicht mal einfach so unterschreiben: dieser Soloselbständigen muss geholfen werden. Quartal 3/2020: minus 23,- € „erwirtschaftet. Das spricht auf keinen Fall für sich. Wäre in der heutigen Zeit auch zu einfach und zu unbürokratisch!

    Meine große Bitte und Hoffnung: Anerkennung eines gerechten Unternehmerlohns und raus aus den Köpfen, dass wir Bittsteller sind. Wir sind über 2,2 Mio. Soloselbständige! Wir haben alle zusammen bis vor Corona großartige Arbeit geleistet. Wir haben unsere Kunden unterstützt, sie weiter vorangebracht. Wir haben unsere Steuern wie alle Unternehmen (okay, lassen wir einige Riesenkonzerne da mal außen vor) gezahlt. Auch wir haben die deutsche Wirtschaft gestärkt. Wir haben unsere Familien ernährt. Wir haben unser Leben mit unserer eigenen Arbeit finanziert.
    Die Bundesregierung muss endlich aufhören, uns Steine in den Weg zu legen, sich aber medial mit der millionenschweren Hilfe für uns zu brüsten. So kommt diese nämlich nicht bei uns an.
    All diese Beiträge über meinem hier zeigen doch, Berlin hat noch nicht begriffen, was wir wirklich brauchen, damit auch wir durch diese Krise kommen.

    Deshalb allen hier und dem VGSD: Der Unternehmerlohn muss endlich anerkannt werden!

    Antworten
  130. Susanne schreibt:

    Gerade in der Tagesschau: „bis zu“ 5000€ Pauschalhilfe für Soloselbständige für den Zeitraum Dezember -Juni 2021. Im Ernst? Unternehmerlohn geschrumpft auf diesen Taschengeldbetrag. Ich fasse es nicht. Dass es nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird, bringt mir nichts, da ich aufgrund meines Partners keine bekomme.

    Antworten
  131. Michael P. schreibt:

    Die SPD feiert sich wieder selbst angesichts bis zu 5000 € pauschaler Hilfe als Starthilfe für Soloselbständige. Diese Hilfe ist extremst gedeckelt! 25 % des jährlichen Durchschnittsumsatzes maximal und streckt sich auf einen Zeitraum von faktisch 15 Monaten (ab April 2020 bis Juni 2021), da viele Soloselbsttändige bisher durch alle Raster gefallen sind. Der schlimmste Missstand bei diesem ganzen unzureichenden Konzept ist, dass der Lebenspartner nicht aus der Gleichung genommen wird. Dieser Umstand führt zu immensen Belastungen von Haushalten, denen soloselbständige Erwerbstätige angehören. Würde dies angepasst, wäre zumindest die größte Ungerechtigkeit aus dem Weg. Heil hatte an irgendeiner Stelle diesen Aspekt mal angedeutet. Aber ich weiß nicht, inwieweit das ernst zu nehmen ist. Möglicherweise ist das schon wieder vom Tisch, da man sich ja jetzt auf so einen „tollen“ Kompro-Mist geeinigt hat. Unternehmerlohn vom Tisch, dafür eine gedeckelte „Starthilfe“, sonst nichts. Oh, mein Gott, die SPD ist für mich unwählbar. Und Altmaier, Al-Wazir in Hessen usw. , keiner handelt.

    Antworten
    1. Sam schreibt:

      Ja, sehe ich auch so. Ich werde mit meiner Partnerin als Bedarfsgemeinschaft bei der Grundsicherung zusammengelegt und bekomme gerade einmal 148 € Grundsicherung. Meine Partnerin ist durch meine Misere auch gleich in eine prekäre Situation manövriert worden. Hinzu kommt, wir haben zusammen gerade einmal Ersparnisse von 10000 €., aufgrund noch jüngeren Alters. Ich finde es total richtig, dass die Grenzen der Vermögensprüfung hoch angesetzt werden! Finde es jedoch ungerecht im Vergleich zu Haushalten, die 90000 € haben: Meiner Frau wird mein Bedarfssatz voll von ihrem Einkommen abgeknöpft und es belastet ihre Altersvorsorge über die Maßen. Ich halte es auch für ein Unding, dass die Einkünfte des Partners bei der Berechnung der Grundsicherung herangezogen werden. Ich werde also auf die gesamte Zeit der Pandemie vom Staat mit 148 € monatlich „unterstützt“ plus 5000 € Starthilfe (danke für die Deckelung!). Ich habe den Antrag auf Grundsicherung erst im Juli gestellt. Danke Herr Scholz, danke, Herr Heil, danke Herr Altmaier für diese faire Behandlung!!!

      Antworten
  132. Frank schreibt:

    Auf Twitter vermarktet sich die SPD und Scholz mit dem Slogan:

    „Soloselbständige bekommen jetzt die Neustarthilfe, die sie brauchen.“

    „Gute Nachrichten für Soloselbstständige – insbesondere Künstler*innen, Schauspieler*innen und andere Kulturschaffende: Jetzt kommt die #Neustarthilfe“

    „Was das bedeutet und warum @OlafScholz so dafür gekämpft hat, erfahrt ihr hier“
    https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/corona-neustarthilfe-fuer-soloselbststaendige/13/11/2020/

    Ich kriege das Kotzen. Entschuldigt den groben Ausdruck, aber diese Verlogenheit ist nicht mehr auszuhalten.

    Antworten
    1. Ernie schreibt:

      Es tut mir Leid, aber Herr Scholz ist der Sache nicht gewachsen und er ist da fehl am Platz. Evtl. liegt ihm auch seine Erinnerungslücke bzgl. Cum-Ex zu weit im Magen, sein Vertrauen hat er komplett verzockt. Seine Unfähigkeit wird täglich aufs Neue unter Beweis gestellt. Die Lobby machts möglich und er macht fließig mit.

      Antworten
  133. Carlos Zaspel schreibt:

    Hallo Zusammen,

    Zu den Novemberhilfen: Was ist denn mit selbstständigen darstellenden Künstlern, die in Deutschland steuerlich gemeldet sind und die nachweislich und regelmäßig zu über 80% ihrer Umsetze mit nun geschlossenen Theatern und Veranstaltungshäusern erzielen, davon aber mehr als 20% internationale Vertragspartner waren, die dementsprechend Aufgrund von Verordnungen ihrer jeweiligen Regierung ihren Spielbetrieb einstellen mussten.

    Liebe Grüße
    Carlos

    Antworten
  134. Ralf Reimer schreibt:

    Ja ja, es ist alles so lächerlich und Weltfremd. Ich hatte jetzt schon einige Gespräche mit Vertretern der Medien, die nicht mal im Ansatz verstehen, welchen Unsinn sie nach Sabbeln.
    Jetzt wird z.B. auf NTV gesagt: Zum Ende November sollen Betroffene die Anträge für die Novemberhilfe stellen können… Einige Tage wird die Authentifizierung dauern, da dieses über den Postweg erfolgt. Die Prüfung der Daten wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Dann kann zu Ende November eine Abschlagszahlung erfolgen.
    Jedem sollte klar sein, dass die Auszahlung eines Abschlag niemals im November erfolgen könnte. Schon nach einfachster Rechnung, ohne Prüfung der Daten, ist man in der ersten Dezemberwoche. Wer bitte glaubt denn, dass Aufgrund der Antragsstellung, eine Zahlung erfolgen wird? Augenscheinlich alle Pressevertreter und eine Bevölkerung, die auch an den Weihnachtsmann glaubt.
    Es steht nur ständig Hoffnung auf Zukunft im Raum.
    Mir erschließt sich nicht, warum man die Gesamtwirtschaft so an die Wand fahren lässt. Die Erkenntnis, dass die Wirtschaft ein geschlossenes Ökosystem ist, ist doch nicht neu.
    Aber okay, die Titanic sinkt halt und wir hoffen einfach Mal, auf die Zuteilung eines Sitzplatzes in einem Rettungsboot oder was?
    Ich habe bisher nicht einen Cent Hilfe gesehen, weil ich in einem der Freien Berufe meine Gewerbliche Tätigkeit nicht nachgewiesen habe… wie auch. Die prüfende Online Bank, ohne Repräsentanz, lässt eine Wiederspruch zur Niederschrift zu… Noch offensichtlicher kann man einen Fehler nicht machen, oder?
    Der Bürgermeister unseres Stadtstaates rühmt sich damit, dass die Online Antragsstellung rechtzeitig fertig wurde, für den ersten Lockdown, um 23:57 für den Angepriesenen Tag.

    Ich bin auch raus und zerlege nun systematisch meine Altersvorsorge.

    Noch etwas für Menschen mit Hoffnung auf Zuwendung aus der Novemberhilfe: Es gibt eine Möglichkeit, schon jetzt für die Authentifizierung zu sorgen, für Internetseiten, die noch nicht einmal zugänglich sind. Aber Egal, das wäre Eigenwerbung…

    Antworten
  135. TOM schreibt:

    Hallo zusammen,
    nach wie vor werde ich nicht schlau aus dem Voraussetzungen der Novemberhilfe.
    Ich arbeite als Solo-Selbstständiger in der Veranstaltungsbranche und wurde bis dato überwiegend von Eventagenturen für verschiedene Veranstaltungsformate eingekauft.
    Die Eventagneturen sind seit März überwiegend in Kurzarbeit und benötigen somit keine Solo-Selbstständigen aktuell.

    Was heißt das nun für mich hinsichtlich des Anspruchs auf die Novemberhilfe?
    Habe ich Anspruch? Denn ja, ich wäre indirekt Betroffener, aber Business-Events werden kaum durchgeführt, auch wenn nicht offiziell verboten.

    Ich frage deshalb, da ich ein Angebot in Festanstellung habe und nicht weiß, ob ich es zum 1.11. oder aber erst zum 1.12. unterschreiben soll. Denn die Novemberhilfe würde mir wenigstens den Sollsaldo etwas mindern, den ich seit März aufbaue.

    Hat da jemand eine klärende Info?

    Danke & Gruß
    TOM

    Antworten
    1. Heike schreibt:

      Versuch doch mal bei der Hotline anzurufen. Vllt kann dir da geholfen werden.

      Antworten
  136. Heike schreibt:

    Hallo zusammen,
    was ist mit Solo-Selbstständigen, die 80% der Veranstaltungen im Ausland durchführen?
    Wenn ich es richtig verstehe, dann wird auf die Überbrückungshilfe 3 verwiesen, die Novemberhilfe greift nicht.
    Die Novemberhilfe würde nur greifen, wenn der Auftraggeber oder die Location ein in DE ansässiger Betrieb ist, der schließen musste. Korrekt?
    Wie soll man damit umgehen, dass aber seit März gar keine Aufträge mehr rein kamen und selbst perspektivisch geplante Events für das Frühjahr 2021 schon jetzt wieder von potentiellen Teilnehmern/Kunden aufgrund der Kontaktbeschränkungen abgesagt werden ?
    Seminare und Co sind ja eigentlich erlaubt, aber keiner meiner Kunden möchte in der aktuellen Situation weder eines durchführen, noch planen.
    Wie wird all das berücksichtigt?

    Antworten
    1. Tom schreibt:

      Ja, diese Frage versuche ich seit Tagen und Stunden mir auch zu beantworten.
      .
      Seminare, Business-EVENTS und Co sind ja erlaubt, da nicht offiziell verboten, aber KEINER plant diese, ergo finden sie nicht statt. Ergo hab ich kein Verdienst!!

      Klug gemacht von der SPD, es besteht kein Anspruch auf die Novemberhilfe dann, da man diese ja nicht offiziell verboten hat. Großmundig versprochen und durch die Details dann doch in der Auszahlung nicht für alle verpflichtend. Sehr geschickt gelöst, um nicht das Wort „Verarxxxxx“ zu nutzen.

      Antworten
      1. Heike schreibt:

        Bleibt immer noch etwas Hoffnung auf die Überbrückunshilfe III.
        Selbst im Inland geplante kleine Seminare werden abgesagt, da ja fast alle Gebiete entweder schon Risikogebiet sind oder es jeden Moment werden können.
        Es wird seitens der Regierung empfohlen, die Kontakte zu meiden, auf 2 Haushalte zu beschränken. Und für Seminare o.ä. sollen die Leute sich mit ihnen meist fremden treffen und austauschen sollen/dürfen? Das möchten die meisten Teilnehmer nicht.
        So plant da logischerweise niemand irgendetwas.
        Die Überbrückunshilfe III muss dann zwingend das bringen, was sie auch verspricht : Hilfe.
        Und zwar auch in der Form von Finazierungshilfen für Umstrukturierungsmaßnahmen im MICE Bereich.
        Irgendwie muss es ja weiter gehen.

        Antworten
  137. Stefan schreibt:

    Ich habe mal eine Frage an die Experten hier: Was ist denn unter dem Begriff „Soloselbständig“ zu verstehen. Ich betreibe meine kleine Veranstaltungsagentur als Ein-Mann GmbH ohne Mitarbeiter. Die Umsätze sind alle komplett weggebrochen, in 2020 genau auf Null Euro. In 2019 waren die Umsätze gut, aber stark schwankend. Gerade im November 2019 waren sie niedrig, in allen anderen Monaten doppelt und dreifach so hoch.

    Muss ich denn jetzt statisch auf den Umsatz vom November 2019 abstellen oder habe ich als Ein-Mann GmbH die Möglichkeit analog zum Soloselbständigen auf den Wochendurchschnitt von 2019 abzustellen. Für mich bedeutet das entweder 7.000 Euro Hilfe oder gar keine.

    Ansonsten habe ich zwar Überbrückungshilfe erhalten, womit ich zwar unter anderem die Miete bezahlen kann, damit der Hauseigentümer auch ja schadlos aus der Krise herausgeht. Für den eigenen Lebensunterhalt gibt´s keinen Pfennig, hier wird man zum Sozialamt geschickt. Ich finde es ja gut, dass der Staat hilft, aber keiner sollte durchs Raster fallen.

    Antworten
  138. Michael Maier schreibt:

    Ein objektiv und relativ einfach nachprüfbares Kriterium, das zumindest einigen helfen könnte, wäre die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse bei 80 Prozent Umsatzrückgang. Aber wahrscheinlich unterstellen, Merkel, Scholz und Altmaier, dass das natürlich nichts mit dem Lockdown zu tun hat, sondern dass man halt einfach zu faul gewesen ist…

    Antworten
  139. Rainer Schneider schreibt:

    Scholz sollte sich schämen, aber was will man von einer 10-Prozent-Partei groß erwarten? Ein lustiger Lockdown: Alles ist angeblich lebensgefährlich, aber Schülertransport in überfüllten Bussen läuft normal weiter. Regierung gibt keinen Cent zusätzliches Geld, weil sie ja 2019 schon die ÖPNV-Mittel erhöht hat, will den Vorschlag in der heutigen Beschlussvorlage aber allen Ernstes als große Wohltat verkaufen. Was ist das für ein Bundesverfassungsgericht, dass hier noch Gleichbehandlung und Verhältnismäßigkeit sieht? Auf diese Art steht der Staat echt kurz vor dem Ende…

    Antworten
  140. Eisern schreibt:

    Hallo zusammen,
    Ich habe da mal eine Frage an die Spezialisten unter euch: und zwar bin ich selbstständig mit gewerbliche Zimmervermietung.. Auf behördliche Anordnung müsste ich schon seit Ende Oktober schliessen und zu 99,99 Prozent auch im Dezember.
    Die überbruckungshilfen Phase 2 hat mein Steuerberater beantragt…. Für den Monat November soll es ja die 75 Prozent geben… So das Problem ist das voraussichtlich erst Ende November beantragt werden kann… Im Moment hab ich ja seit Ende Oktober geschlossen und 0€ Einnahmen.. Wollte Anfang November Grundsicherung beantragen, die auf dem Amt sagten mir nein das geht nicht sie kriegen doch 75 Prozent November Hilfen und beides können sie nicht beantragen.. Na toll… Jetzt sitzt man hier und weiss nicht was man machen soll.. Wird denn die 75% novemberhilfe auf die Grundsicherung angerechnet oder wie ist das genau? Man hört unterschiedliche Meinungen.. Sind die 75 Prozent nur für den Betrieb oder auch Lebensunterhalt.?
    Vielen Dank im vorraus über hilfreiche Antworten.

    Antworten
    1. Ursula Daub schreibt:

      Hallo!

      Also oben steht ja neben vielen anderen Infos:

      „Wirtschaftsminister Altmaier hat gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt, die Beihilfe werde „pauschal gewährt, so dass der Soloselbstständige sie auch für seinen persönlichen Lebensunterhalt verwenden“ kann.“

      Zu zusätzlichen Umsätzen:

      Hierzu gibt es laut BMWi eine überraschend großzügige Lösung: „Wir wollen Unternehmen bei der Umstellung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen. Viele Unternehmen zeigen in der Krise Ideenreichtum und Flexibilität. Zum Beispiel stellen Gaststätten und Restaurants auf Lieferdienste und Außerhausverkauf um. Wir wollen, dass sich diese Mühen auszahlen. Deshalb sollen Unternehmen die Umsätze, die sie trotz Schließungsanordnung im November erzielen, möglichst behalten.
      Daher gilt grundsätzlich, dass Umsätze, die im November 2020 trotz der grundsätzlichen Schließung gemacht werden, bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im November 2019 nicht angerechnet werden. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.“ Vgl. hierzu auch das Rechenbeispiel unter „Welche Besonderheiten gelten für die Gastronomie?“

      Wie das mit Grundsicherung aussieht, weiß ich nicht. Kann mir aber ehrlich gesagt nicht so ganz vorstellen, dass man 75% seines Umsatzes plus noch Grundsicherung bekommt. Es gibt ja Betroffene, die keine Novemberhilfe bekommen und dafür Grundsicherung beantragen sollen. Vielleicht kann man, wenn der Umsatz sehr niedrig war, aufstocken?? Ich konnte hierzu nichts finden.

      Antworten
    2. Branko Trebsche schreibt:

      Das ist definitiv falsch. Bitte stell‘ deinen Antrag. Ob dann Teile der Novemberhilfe angerechnet werden auf H4, ist eine andere Frage.

      Antworten
    3. Astrid schreibt:

      Hallo dies hier habe ich in den FAQ zur NOVEMBERHILFE (https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Novemberhilfe/faq-novemberhilfen.html) und Grundsicherung gefunden:
      Kann das jemand mal übersetzten?? Wird es nun angerechnet an Harz 4 oder nicht??

      4.6 In welchem Verhältnis stehen Novemberhilfe und Arbeitslosengeld II?

      Leistungen der Grundsicherung sichern das Existenzminimum und werden als nachrangige Leistung daher nicht auf die Novemberhilfe angerechnet. Im Einzelnen gilt folgendes:

      Ich beziehe laufend Leistungen vom Jobcenter (Arbeitslosengeld II). Stellt das Jobcenter die Leistungen ein, wenn ich Novemberhilfe beantrage?

      Nein. Die Novemberhilfe wird nicht als Einkommen gewertet. Sie hat deshalb keine Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld II.

      Ich habe erstmalig durch die Schließungen im November finanzielle Probleme. Kann ich Novemberhilfe und gleichzeitig Arbeitslosengeld II beantragen?

      Ja, Sie können beide Leistungen gleichzeitig beantragen. Beide Leistungen werden nicht miteinander verrechnet.

      Was passiert mit meinen Betriebsausgaben, wenn ich Arbeitslosengeld II und gleichzeitig Novemberhilfe erhalte?

      Das Jobcenter ermittelt aus Ihren Angaben die voraussichtlichen Betriebseinnahmen und – ausgaben. Der Überschuss der Einnahmen wird als Einkommen berücksichtigt. Das ist anders als bei den bisherigen Überbrückungshilfen. Hier konnten Betriebsausgaben bis zur Höhe der Überbrückungshilfe nicht abgezogen werden.

      Was passiert, wenn die Novemberhilfe erst im Dezember ausbezahlt wird?

      Die Novemberhilfe wird auch dann nicht als Einkommen berücksichtigt, wenn sie erst im Dezember ausbezahlt wird.

      Antworten
  141. Andrea Lorusso schreibt:

    Was ist,wenn man im November 19 renoviert hat? Wir haben im April 19 einen recht maroden Betrieb übernommen und haben nach der Saison von Ende Oktober 19 bis Ende November 19 renoviert und auch Urlaub gemacht…also keine vergleichszahlen vorhanden. Wegen guter Buchungen für November und Dezember 20 haben wir dieses Jahr direkt nach der Hauptsaison 14 Tage Urlaub gemacht…mitte bis Ende Oktober. Durch die Investitionen im Vorjahr und den ersten lockdown sind wir finanziell sehr an unsere Grenzen gekommen und darüber hinaus. Eine doch annehmbare Saison, auch durch die Umbaumaßnahmen im Vorjahr, hat uns bisher einigermaß6durchgebracht. Nur durch die Schließung jetzt und das durchfallen durch das Raster, sind wir bald in Notlage…denn die Kosten bleiben voll bei uns. Wir haben im Winter wenigstens unsere kosten gedeckt…nun haben wir nur Ausgaben und keine Einnahmen.. Novemberhilfe? Nicht für uns….wir sind enttäuscht und traurig…haben ein sehr gutes Geschäft aufgebaut,investiert,Arbeitsplätze geschaffen…und der Staat schafft es nun wieder ab.. wir wissen uns keinen Rat..

    Antworten
  142. Frank schreibt:

    Ich werde wohl ein Problem damit bekommen, dass ich meine Oktober-Leistungen erst immer im Folgemonat – also jetzt am 1. November in Rechnung stelle und das Geld auch jetzt vor kurzem erst erhalten habe. Aber halt für Leistungen, die ich im Oktober erbracht habe.
    Wenn das entscheidende Moment bei der November-Hilfe wohl die Ist-Besteuerung sein sollte – also der Zeitpunkt des Zahlungseingangs – werde ich leer aus gehen, obwohl im November keine Umsätze machen kann. Das wäre für mich mein KO. Da werden doch sicherlich noch andere Selbstständige von betroffen sein…?

    Antworten
  143. Antworten
  144. Claudia schreibt:

    Hallo,
    ich würde gerne wissen, ob ich die Novemberhilfe zusätzlich zum ALG1 beantragen kann? Ich bin im Haupterwerb freiberuflich, bekomme aber momentan ALG1, da ich noch Restanspruch habe. Dies ist aber niedriger als mein eigentliches Einkommen aus der Selbstständigkeit, und meine Betriebskosten müssen ja auch gedeckt werden. Ist der Antrag auf Novemberhilfe daher zulässig? Muss das ALG1 darauf angerechnet werden? Verliere ich wohlmöglich den Anspruch auf das ALG1 wenn ich die Novemberhilfe beantrage?? Danke für Eure Einschätzung!!
    Viele Grüsse,
    Claudia

    Antworten
  145. Alexander Schinke schreibt:

    Hallo,
    ich bin Soloselbstständiger und betreibe eine Massagepraxis in Frankfurt/Main. Da ich mir keinen Steuerberater leisten kann und weniger als € 5000,- erhalte, werde ich den Antrag selbst machen. Gerade habe ich mir das Antragsverfahren angeschaut. Das Ganze ist für mich absolut das Letzte. Wenn man sich das pdf mit den Erläuterungen durchliest, das ist ein Behördenkauderwelsch, das kaum jemand versteht. Es sei denn man ist beispielsweise ein Steuerberater und deshalb vom Fach. Das Zweite ist die Abschlagszahlung; also solche wird erstmal nur maximal bis zu 50% der eigentlichen Summe gewährt. Wie stellen die sich das denn vor. Ich habe Rechnungen zu bezahlen. Das ist so unglaublich, was die Politik mit den Leuten veranstaltet. Es wird ein Lockdown beschlossen, man macht den Leuten den Laden dicht, und dann fängt man erst an zu überlegen, wie man den betroffenen Unternehmen helfen kann. Dann dauert es noch fast 4 Wochen, und dann wird erstmal eine Abschlagszahlung gewährt. Ich weiß momentan nicht wir ich meine ganzen Rechnungen bezahlten soll, vielleicht muss ich bald dicht machen! Und obendrein loben sich die Politiker noch über den „grünen Klee“. Das ist alles so unfassbar, ich kann meiner Enttäuschung und Wut gar nicht genug Ausdruck verleihen.

    Antworten
  146. Simon schreibt:

    Liegen mittlerweile evtl. Infos vor, ob Arbeitslosengeld aus einer freiwillig abgeschlossenen Arbeitslosenversicherung auf die Novemberhilfe angerechnet wird?

    Antworten
    1. Simon schreibt:

      Laut Aussagen der Hotline des BMWi und AA geht die Tendenz zu „wird nicht angerechnet“. Habe den Antrag jetzt gestellt und warte auf die Möglichkeit nach Abschluss der Prüfung die Information zur vorliegenden ALV zur Absicherung nachzureichen.

      Antworten
  147. Imke Schilter schreibt:

    Hallo, die Anträge für die Novemberhilfe sind ja jetzt online. Gibt es schon Erfahrungen? Ich bin schon an der Verifizierung meiner email-Adresse gescheitert. Es sollte eine Verifizierungs-Mail an meine mail-Adresse geschickt worden sein mit weiteren Hinweisen, was zu tun ist, aber diese kam nie an. Auch beim zweiten, dritten und vierten Versuch nicht. Somit komme ich in der Antragstellung nicht weiter. Hat noch jemand dieses Problem gehabt?
    Viele Grüße
    Imke

    Antworten
    1. AK schreibt:

      Das war bei mir auch so. Kann dich aber beruhigen. Liegt im Spamordner bei Dir. Schau noch mal nach und fordere das nochmal an, da nach 15 min. das nicht mehr gültig ist. Uns allen Viel Glück.

      Antworten
      1. Imke Schilter schreibt:

        Da hatte ich auch direkt und noch mehrfach geschaut, da ist sie nicht. Die Verifizierungsmail habe ich auch noch mehrfach neu angefordert, ohne Erfolg.
        Jetzt war ich in der Hotline und habe die mailadresse von der Technik erhalten.
        Schaunwamal ; )

        Antworten
  148. Cosmo schreibt:

    Hat ein direkt-einreichender Solo-Selbstständiger eine Bestätigung auf den Eingang des Antrags bekommen?
    Angeblich kann weder der Servicedesk des Ministeriums noch die bundeslandesspezifische Institution den Eingang überprüfen. Alle schieben mit Weiterleitungen den Ball zum Nächsten/Gleichen.

    Antworten
    1. Sibu schreibt:

      Hallo Cosmo, hier auch nix. Heute früh Antrag gestellt. Schnell und einfach, aber bisher keine Bestätigung (nach 8 Std) eingetroffen. Auskunft nur besetzt. Angeblich sollte es bis 2 Std dauern eine Bestätigung zu bekommen. Komisch war auch wie schnell die Seite schloss beim Absenden. Auch ohne weitere Infos dazu. War es zuviel Arbeit für den Programmierer einfach noch eine Abschluss Seite anzuhängen? Jetzt weiss man gar nichts. Auch nicht ob ein weitere Antrag den alten überschreibt… usw 🙁

      Antworten
      1. Cosmo schreibt:

        Hallo Sibu,
        dazu fällt mir nur noch ein Ratschlag ein, nämlich mind. einen Tag einplanen um bei der Hotline durchzukommen. Es ist der Wahnsinn, aber letztendlich hast du vielleicht Erfolg. Ich habe stundenlang das klassische Stück gehört. Mal nach Minute 23, mal 25, kommt dann gar nichts mehr, dann weiß man dass man auflegen kann. Also mehrfach das Spiel und irgendwann erreicht man jemanden. Und wenn die dich nur an die zuständige Behörde deines Landes verweisen wollen – nicht drauf eingehen: Die haben nämlich auch keinen Zugang zu den Informationen (stattdessen weitere Warteschleifen).
        Weil das mit dem Antrag überschreiben ist, wie du schon sagst, wichtig. Ich kenne frühere Geschichten die dann abgelehnt wurden weil sie schon einen gestellt hätten.

        Antworten
    2. Hanjo schreibt:

      Ja, war innerhalb weniger Minuten im Postfach.

      „Ihr Antrag auf Novemberhilfe der Bundesregierung für den November 2020 wurde im System gespeichert“

      Bin gespannt ob/wann das Geld ausbezahlt wird.

      Antworten
    3. Sascha Löcher schreibt:

      Hallo Ja bestätigung sofort nach absenden erhalten. EINGANG Antrag und heute direkt Bestätigung genehmigt inkl. Mit dem Bescheid von heute soll Auszahlung raus gehen mal abwarten ob stimmt und morgen bzw montag da ist das geld….

      Antworten
    4. Hoppel76 schreibt:

      Mir ging es da genauso. Keine Bestätigungsmail und nach absenden sofortiges Wechseln der Seite. Hab auch versucht anzurufen, keine Chance. Dann hab ich heute versucht den Antrag nochmals abzuschicken und die Seite wurde als „Forbidden“ angezeigt. Wie ein Systemfehler? Jetzt weiß ich auch nicht was tun? Warten oder nochmals Antrag stellen? Bei manchen scheint es ja wohl geklappt zu haben…

      Antworten
  149. G. Werbeck schreibt:

    Habe ein Geschäft ( GmbH ) für Gravuren, Pokalen, Sport und Ehrenpreise. Das Geschäft ist geöffnet, Umsatzverlust November über 80% ( schon seit April wenige bis keine Ehrungen und Sportveranstaltungen ), habe keine Angestellten. ( mußte kündigen )
    Kann ich Novemberhilfe ( unter 5000.-€ ) beantragen? Benötige ich einen Steuerberater und welche Kosten entstehen?

    Antworten
  150. Jörg schreibt:

    Hallo,

    mal eine Frage an die Experten zum Thema indirekte / über Dritte betroffene Soloselbständige:

    Ich betreibe ein Internetportal für eine touristische Region und mache 90% meiner Umsätze mit Provisionen für Hotel- und Veranstaltungsticket-Buchungen.

    Dabei arbeite ich nicht direkt mit den Hotels und Veranstaltern zusammen. Statt dessen nutze ich eine Partnerschaft mit großen Hotelbuchungsportalen (z.B. Booking.com und Hotel.de) und Veranstaltungsticketverkäufern (z.B. Eventim, Reservix), wo ich eine Provision für jeden vermittelten Kunden, der von meinem Internetportal kommt, bekomme.

    Habe ich damit eine Chance, als indirekt oder über Dritte betroffener Novemberhilfe zu bekommen?

    Antworten
  151. Marc Jacquemin schreibt:

    @Frank

    Deine Frage betrifft viele. Ich habe mit meinem Steuerberater gesprochen, da mich das auch interessiert hat. Ich hatte folgendes dazu in den FAQs zur Novemberhilfe unter 2.1 gefunden. Ich fragte ihn, wie sich das Verhält, wenn man im Oktober die Leistung erbracht hat aber erst im November das Geld überwiesen bekommen hat.

    Unter 2.1 der FAQ steht folgendes (letzter Satz ist wichtig):
    Im Leistungszeitraum erzielte Umsätze bleiben unberücksichtigt, sofern sie 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht übersteigen. Während des Leistungszeitraums erzielte Umsätze, die über 25 Prozent des Vergleichsumsatzes hinausgehen, werden vollständig auf die Novemberhilfe angerechnet. Umsätze, die im November 2020 nachweislich außerhalb des Leistungszeitraums (also außerhalb der von Schließungen betroffenen Zeit) erzielt wurden, werden nicht berücksichtigt und müssen bei der Antragstellung daher auch nicht mit angegeben werden.

    https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Novemberhilfe/faq-novemberhilfen.html
    ——
    Du mußt halt nachweisen können, dass die Leistungserbringung nicht im November war. Dies betrifft eigentlich alle Events, die nachweislich an einem bestimmten Datum stattfinden (Messen, Konzerte, etc). Wenn Du also z.B. für eine Messe im Oktober fotografiert hast, das Geld aber erst im November überwiesen wurde, solltest Du anhand einer Messewebseite oder Infomaterial problemlos nachweisen können, dass das Event nicht im November war. Dies gilt wohl auch bei IST-Besteuerung. Wer das anders sieht kann mich gerne korrigieren.

    Antworten
  152. Natalie schreibt:

    Ich mache Promotion. Werde über Agenturen gebucht.

    Was muss ich bei den Überbrückungshilfenformular eingeben. Promotion finde ich nicht. Oder Fall ich wieder aus der Hilfe raus.

    Danke für Eure Hilfe.

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    1. Antworten
  153. AK schreibt:

    Gestern eingereicht. Prompt email bekommen, dass der Antrag erfasst sei.
    Heute positiven Bescheid erhalten.

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  154. Andreas Grünwald schreibt:

    Hallo, ich wollte heute Abend den Antrag bearbeiten. Da es bisher in den Vorankündigungen nur hieß, dass man ein Elster-Portal benötige, sah ich mich ausreichend vorbereitet als Solo-Selbstständiger einen Antrag einzureichen.

    Nun das Problem: es gab bei dem Versuch des Einloggens bei Elster über das Antragsformular eine Fehlermeldung, dass also eine Identifikation für den Antrag nur möglich sei mit einem Elster Konto, das auf einer Steueridentifikationsnummer basiert. Ich nutze Elster als Selbstständiger schon relativ lange. Ich habe natürlich eine Id-Nr., genauso auch eine Umsatz-Id-Nr. aber das Elsterkonto ist damals mit der normalen Steuernummer, nach Hamburger Muster also mit xx/xxx/xxxxx eingerichtet worden. Das langt für den Antragsprozess aber offenbar nicht aus, war aber leider nicht angekündigt.

    Nun habe ich geschaut, ob man in einem bestehenden Elster-Konto diese Id-Nummer nachträglich erfassen kann. Das geht aber offenbar nicht. Also habe ich nun ein neues Elster-Konto eröffnet. In den Beschreibungen auch für Solo-Selstständige des Finanzministeriums heißt es dazu, dass empfohlen werde sich als Organisation anzumelden. Wenn ich ein Elster-Konto als Organisation anmelde besteht aber nur die Möglichkeit eine normale Steuernummer einzugeben, indes keine Steuer-ID-Nummer. Dieser Hinweis führt dann also in die Irre. Also habe ich jetzt ein neues Elster-Konto als Einzelperson eingerichtet, muss nun aber natürlich noch auf den Authentifizierungscode per Post warten.

    Ich finde das ist gleich doppelt ärgerlich. Wäre es anders angekündigt gewesen, also präziser, dass man also ein Konto benötigt mit Steuer-Id-Nummer, hätte ich jetzt keine Zeit verschenken müssen. Zweitens: dieser irrige Hinweis dann auch noch in den Erläuterungen, denn wenn sich Leute da nun erneut ein neues Elster-Konto anlegen, aber erneut mit normaler Steuernummer und nicht mit der ID-Nummer, werden sie dann in einer oder zwei Wochen und nachdem sie den Authentifizierungscode erhalten haben, eine böse Überraschung erleben.

    Freundliche Grüße aus Hamburg

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    1. Martin schreibt:

      Hallo Andreas,

      eigentlich sollte es reichen, wenn Du Dir ein neues Profil anlegst. Dazu brauchst Du aber kein neues Elster-Konto und keine neuen Zugangsdaten.
      Schau dazu mal in Elster unter „Meine Profile“. Da kannst Du dann ein neues Profil mit USt-ID anlegen.
      Und dieses Profil muss dann im Kopf der jeweiligen Formulare ausgewählt werden.
      .
      Ein neues Benutzerkonto für dasselbe Steuerkonto wird vermutlich ohnehin bei Prüfung abgelehnt.

      Antworten
  155. Weilheimer schreibt:

    Im DLF steht ein Kommentar zur Anrechnung auf Hartz4 – von Hubertus Heil:
    .
    .
    „Bundesarbeitsminister Heil sagte der Deutschen Presse-Agentur, er wolle dafür sorgen, dass die November- und Dezember-Wirtschaftshilfen sowie die sogenannte Überbrückungshilfe 3 nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden. Man werde das nun in der Koalition miteinander klären. Der SPD-Politiker verwies dabei vor allem auf Soloselbstständige und andere Selbstständige, die Umsatzeinbrüche hätten, aber zum Leben oft nach wie vor auf Grundsicherung angewiesen seien.“
    .
    .
    …. Soloselbstständige, die zum Leben auf Hartz4 angewiesen seien?
    Diese Wortwahl ist doch weder Zufall noch Versehen!
    .
    Diese Regierung wird immer schwerer zu ertragen.
    .
    Naja, aber da die Frage nach der Anrechnung der Hilfen auf Hartz4 ja schon öfter gestellt wurde, kennt ihr nun die Antwort: Bis jetzt wirkt sich die Novemberhilfe also offensichtlich negativ auf die Bezüge aus der Grundsicherung aus – aber der Hubi will mal gucken, was man da mit der Koalition machen kann.
    Damit legt er rethorisch schon den Grundstein dafür, dass sich „die Koalition“ nicht einigen konnte – also ist Vorsicht geboten.
    .

    Antworten
    1. Weilheimer schreibt:

      Und noch ein Nachtrag dazu:
      .
      .
      „«Ich werde nicht zulassen, dass Digitalisierung in der Plattformökonomie mit Ausbeutung verwechselt wird», sagte Heil der dpa in Berlin. Nach Eckpunkten des Arbeitsministeriums, die der dpa vorliegen, sollen auch soloselbstständige Plattformtätige künftig sozialen Schutz und angemessene Arbeitsbedingungen genießen…“
      .
      .
      Ein dpa Text, zu lesen unter anderem hier:
      .
      https://www.nw.de/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/22907123_Heil-sagt-Billigloehnen-in-digitalen-Plattformen-den-Kampf-an.html
      .
      Nun also endlich Klarheit.
      .
      Das konsequente Nicht-Helfen hat die Argumentationsgrundlage geschaffen, für das, was jetzt auf der Agenda steht. Erschütternd!

      Antworten
  156. Sebastian schreibt:

    Na Prima… Mittwoch den Antrag als Soloselbstständiger Gästeführer beantragt und gestern dann den Bescheid bekommen, dass mir für November 0,00€ ausgezahlt werden.

    Hat da hier vllt. jemand eine Vermutung wieso?
    Ich bin ja durch die Aussetzung des Tourismus und Beherbergungsverbot von Touristen indirekt mit betroffen.

    An wen wendet man sich denn jetzt am Besten? Oder Bech gehabt? :/

    Antworten
  157. Regina Schädle schreibt:

    Ein Punkt wird überhaupt nicht diskutiert, und zwar, dass die meisten Einzelunternehmen nach der Istversteuerung besteuern. D.h. die Oktoberumsätze kommen i.d.R. erst im November aufs Konto. Im Dezember werden die Rechnungen früher gestellt, so dass im Dezember November und Dezemberumsätze eingehen. Dem wird aber nach Nr. 1 (7) des Vollzughinweises keine Rechnung getragen:
    „(7) Umsatz ist der steuerbare Umsatz nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Umsatzsteuergesetz in einem
    Besteuerungszeitraum i. S. d. § 16 Abs. 1 Satz 2 Umsatzsteuergesetz bzw.
    Voranmeldungszeitraum i. S. d. § 18 Abs. 2 und 2a Umsatzsteuergesetz. Ein Umsatz
    wurde dann in einem bestimmten Monat erzielt, wenn die Leistung in diesem Monat
    erbracht wurde. Im Falle der Ist-Versteuerung ist bei der Frage nach der UmsatzErzielung auf den Zeitpunkt des Zahlungseingangs abzustellen. Wurde eine Umstellung
    von Soll- auf Ist-Besteuerung vorgenommen, hat für die betreffenden Monate im Jahr
    2020 jeweils eine separate Berechnung auf Basis des im Jahr 2019 angewandten
    Besteuerungsregimes zu erfolgen.“
    So eine Sonderberechnung wäre doch grundsätzlich für Einzelunternehmen und Soloselbständige möglich, da ansonsten selbst ein Großteil der Bezugsberechtigten bei der Novemberhilfe wieder leer ausgeht. Dass es im Dezember dann überhaupt noch Geld gibt bezweifle ich stark.

    Antworten
    1. Patrick Simon schreibt:

      Korrekt, das ist eine massive Unverhältnismäßigkeit gegenüber den Unternehmen, welche Ihren Umsatz aus dem Leistungsmonat zugrunde legen dürfen.

      Antworten
      1. Peter schreibt:

        Heißt das, ich muss als Soloselbständiger mit Ist-Verteuerung meine Einnahmen aus Oktober, die wie bei vielen erst im November auf dem Konto landen, voll anrechnen? Dann würde ich trotz 100% Arbeitsausfall im November 2020, 0 EUR Novemberhilfe bekommen.

        Antworten
  158. Imke Schilter schreibt:

    Hallo, hier ein Thema, welches sicher viele betrifft. Die Novemberhilfe wird scheinbar tageweise – je nachdem, wieviel Tage ein Betrieb, eine Institution von einer Schließung betroffen war – abgerechnet. Ich bin als Kunsthandwerkerin, die Ihre Produkte über Märkte verkauft, indirekt (aber voll) betroffen, weil die Märkte (das ganze Jahr über schon) nicht stattfinden. Auf den Märkten und über die dort erhaltenen Bestellungen mache ich meinen Umsatz für das nächste halbe Jahr. Im November wären das fünf Tage Markt gewesen! Wenn ich in der Novemberhilfe jetzt nur meinen Novemberumsatz 2019 geteilt durch 30 mal 5 erhalte, ist das ganz und gar nicht der Realität angemessen.

    In der Hotline bei der ich gerade durchgekommen bin, sagte mir der sehr nette Mitarbeiter: „dann würde ich einfach alle Tage im November eintragen“. Nicht wirklich befriedigend, wenn ich nicht in den Verdacht des Subventionsbetrugs geraten möchte!!
    Gibt es da eine bekannte Lösung.
    Könnt Ihr von der VGSD da unter Umständen die Problematik öffentlich machen?
    Herzliche Grüße
    imke

    Antworten
  159. Ralf schreibt:

    Gestern, 26.11. 17.30 Uhr bei meinem Online Antrag auf Absenden geklickt
    Es erfolgt ein Hinweis darauf das innerhalb von 2 h eine Bestätigungsmail eingehen wird.
    KEIN Button für Antrag ausdrucken oder speichern sondern das Formular ist sofort weg.
    Danke an den professionellen Webmaster – oder ist das so gewollt???
    Also alle die erst jetzt den Antrag stellen unbedingt irgendwie selber sichern Screenshoots etc.
    Eine Bestätigungsmail habe ich bis jetzt 19 h später immer noch nicht.
    Die Hotline spielt Mozart aber nach gefühlt 3h Mozart aus dem Lauthörmodus des knarzenden Telefonlautsprechers ist das auch nicht mehr schön .-(

    Update: Hatte genau jetzt endlich Erfolg, aus Mozart wurde eine freundliche Frauenstimme die mir zu meiner Situation erklärte, da könne sie auch nicht helfen.
    Entweder neuen Antrag versuchen, geht der durch ist alles gut, geht er nicht durch dann ist der erste wohl angekommen. PUNKT
    Ich bin wirklich begeistert

    Antworten
    1. BeateB schreibt:

      Danke für die Info – da habe ich jetzt erst mal das dudelnde Telefon ausgemacht und auch noch mal alles durchgeklickt. Und einen Screenshot erstellt. Bin gespannt, ob ich jetzt eine Bestätigungsmail bekomme 🙁

      Antworten
    2. Ralf schreibt:

      Update: Mein zweiter Antrag ist erfolgreich durchgegangen und wenn das passiert ist erscheint auch noch eine Zusammenfassung der gesendeten Daten. Über die Browserinterne Drucken-Funktion kann man das dann auch selbstständig für die Ewigkeit auf Papier bringen.
      Bestätigungsmail kam umgehend. Was sonst noch passiert werde ich hier ggf. zum Besten geben.

      Antworten
  160. Oliver Wulsten schreibt:

    So es geht auch noch lustiger. Antrag abgeschickt Jahresumsatz in 2019 eingegeben.
    Antwort bekommen :
    Guten Tag Herr……….
    Sie haben einen Antrag für die Corona Novemberhilfe der Bundesregierung gestellt. Der Antrag konnte nicht verarbeitet werden, da die von mir angegebenen Umsätze zu einer Förderung von mehr als 5.000 € führen würden !!!!
    Für den Antrag im eigenen Namen darf die Förderhöhe von 5000€ nicht überschreiten !
    Habe den Durschnitt von 4500€ davon 75% ist natürlich deutlich über 5000€
    Ohne Worte

    Antworten
    1. Ralf schreibt:

      Möglicherweise hast du versäumt diesen kleinen Button für Jahresumsatz anzuklicken, den vor eingestellt ist ja der für MONAT. Das würde im Algorithmus zu dem von dir beschriebenen Resultat führen.

      Antworten
  161. Hoppel76 schreibt:

    Habe es eben auch nochmals probiert. Nun wurde der Antrag angenommen und mit einer email bestätigt. Dann war gestern wohl alles überlastet… wünsche allen viel Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen in der üblen Zeit!!!

    Antworten
  162. Fred schreibt:

    Sind Weihnachtsmarkt Veranstalter. Umsatzausfall 100 %.
    Voraussetzung für Novemberhilfen:
    Mindestens ein Angestellter zum 29.02.
    Welcher Schausteller hat am 29.02 Angestellte.?
    Absoluter Verarschung. Warum keine Berücksichtigung der Angestellten vom November des Vorjahres?

    Antworten
    1. Christian S. schreibt:

      Dann zählst du als Soloselbständiger, so habe ich das verstanden. Kannste trotzdem Antrag stellen.

      Antworten
  163. Pat schreibt:

    Für dir Gemeinde 25.11. Antrag gestellt,26.11. Bewilligung.
    Gehe davon ausdas Geld am Montag drauf ist.
    Kann ja jetzt auch nur für mich in NRW schreiben..alles gut und schnell gelaufen.

    Antworten
  164. U. Mathias schreibt:

    Unter den Musikern herrscht immer noch große Untsicherheit, in welcher Art sie betroffen sind. Direkt, wenn sie hauptächlich eigene Konzerte veranstalten ( so wie im Beispiel in den FAQ erwähnt), oder doch indirekt (wenn sie von Hotels gebucht wurden) oder über Dritte (wenn über Veranstaltungsagentur gebucht) oder gar nicht (wenn von privatleuten gebucht) ???
    Bei dem meisten Musikern ist es ein Sammelsurium an unterschiedlichen Auftraggebern und oft in Kombination mit Instrumentalunterricht. Diese wissen alle nicht, was sie ankreuzen sollen. Wobei sich jetzt durchsetzt „Mischbetrieb“ anzukreuzen, weil man z.B. unterrichtet – somit nicht „betroffen“ ist und dann erläutern, dass man den restlichen Umsatz mit „Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen“ macht (dazu zählen ja quasi alle Feiern und Auftritte) Weihnachtsmärkte, Stadtfeste, Privat- und Firmenfeiern, Messen, eigene Konzerte… würde man als Musiker als „direkt betroffene Branche“ gelten, müsste man keine 80 % Umsatzverlsut nachweisen. Als „über Dritte Betroffene oder Mischbetrieb fallen wieder viele raus, die eben mehr als 20 % Umsatz durch Unterricht gemacht haben. Hier wäre eine Präzisierung dieser sehr sehr häufigen Musiker-Situation wünschenswert.

    Antworten
  165. Melanie Goldberg schreibt:

    Leider bin ich als Soloselbständige Veranstaltungsagentur nicht antragsberechtigt, da ich „nur“ etwas über 70% Umsatzausfall nachweisen kann.
    Sollte die Hilfe allerdings im Dezember fortgesetzt werden, könnte ich auf jeden Fall mehr als 80% Umsatzausfall nachweisen, von daher sollte m.E. sichergestellt sein, dass nicht nur die, die Novemberhilfe bekommen haben, antragsberechtigt sind oder gar „automatisch“ berücksichtigt werden und alle anderen wieder durchs Raster fallen! Im Dezember kann der Kreis der Betroffenen weitaus größer sein und auch „neue“ Antragsteller vorweisen!

    Antworten
  166. Christian S. schreibt:

    Weiß einer genau, wie sieht es bei Markthändlern aus, die fast nur auf Volks- und Stadtfesten arbeiten ? Wir zählen jetzt anscheinend zu direkt Betroffenen ? Ich beschicke mehrere Weihnachtsmärkte, die teilweise aber schon vor diesem „Beschluß vom 27.10.“ abgesagt wurden. Dadurch komme ich umsatztechnisch nur auf ca. 50 % Ausfall, bei den direkt betroffenen Veranstaltungen, obwohl ich natürlich 100 % Ausfall habe.
    Bekommen wir was, oder eher nicht ? mein Steuerberater konnte mir auch nicht wirklich weiter helfen.

    Antworten
  167. Tommi schreibt:

    Ich mache zu 100 % Kultur- und Veranstaltungswerbung.
    Umsatz seit März ist nahe null.
    Ob ich auch die Novemberhilfe als indirekt Betroffener erhalte?
    Im Direktantrag ist meine Konstellation nicht vorgesehen. Ich habe den Antrag gestellt als Werbeagentur indirekt i. V. m. der Vorpräzesierung Künstler/Bühnen/Musik/ etc.
    Noch zur Info: Leider habe ich innerhalb von 2 Stunden keine Bestätigungsemail erhalten.
    Hier ein Link, mit Hinweisen, wo nachgefragt kann:
    https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Formulare/Kontakt/kontakt.html

    Antworten
  168. Wolfgang Michael Bertsch schreibt:

    Biete mobile Massage gegen Rezept oder für Firmen in Rahmen der Gesundheitsförderung an (also ohne Rezept). Ich bin ausgebildeter Masseur und Lymphdrainage Therapeut, es werden also medizinische Massagen durchgeführt (Soloselbständiger).
    Nun sind alle Selbstzahler- und Firmenkunden Massagen nicht mehr möglich, der Umsatzeinbruch liegt bei mind. 60% aber nicht 80%.
    Meiner Meinung nach ist mein „Unternehmen“ kein Mischbetrieb, es wird ja immer die identische Behandlung durchgeführt. Wie soll ich die Einnahmen aus „mit und ohne Verordnungen“ berücksichtigen?
    Natürlich sind auch noch im November Zahlungen der Firmenkunden eingegangen.
    Warte aktuell noch auf mein Elsterzertifikat.

    Antworten
  169. Ami schreibt:

    Ich stoße auf Verwirrung bei der Abfrage vom Förderungszeitraum, welcher nach Tagen (des Novembers, ab dem 02.) berechnet wird – anders als oben und anderswo beschrieben wochenweise.
    In meinem Fall fielen mit der Verordnung alle meine Marktveranstaltungen aus, an denen ich als Beschicker teilgenommen hätte, weswegen ich 100% Umsatzausfall habe. Da die Märkte hauptsächlich aber von Freitag bis Sonntag sind, selten in der Woche, komme ich aber tatsächlich auf ca. 12-15 Tage Ausfall im November. Theoretisch konnte ich aber den ganzen Monat nicht arbeiten.
    Weiterhin würde ich rein rechnerisch im Vergleich zum letzten Jahr auf diese Weise (statt 29 also max 15 Tage angeben) nur die Hälfte bekommen, obwohl ich beim Fall keiner Verordnung sehr wahrscheinlich den gleichen Umsatz gemacht hätte wie 2019.
    Förderung nach Tagen = unfaire bzw. nicht realitätsnahe Behandlung?!

    Weiter oben wurde jemanden bei der Hotline geraten einfach den gesamten Zeitraum, also alle 29 Tage, anzugeben, doch der Schreiberin/dem Schreiber kamen berechtigte Sorgen und Zweifel auf, woran ich mich anschließen muss.
    Und das nennt man hier unbürokratisch und verständlich oder waren das nur Aussagen in meinem (Alb)Traum? 🙁

    Antworten

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