Gute Chancen für Senkung der Krankenversicherungs-Mindestbeiträge! – Für welche weiteren Änderungen wir uns nun einsetzen müssen

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Mit unserer auch weiterhin für Mitzeichnungen geöffneten Petition für „Faire Beiträge“ haben wir insbesondere folgendes gefordert:

  • eine Absenkung der hohen Kranken- und Pflegeversicherungs-Mindestbeiträge und
  • faire, mit Angestellten vergleichbare Bemessungsgrundlagen

 

Was wir zusätzlich zur Petition unternommen haben

Zusätzlich zu der Petition haben wir im letzten Jahr in enger Kooperation mit den Verbänden BDD und BDÜ zahlreiche weitere Maßnahmen unternommen:

Der Einsatz hat sich gelohnt

In Bezug auf unser erstes Ziel, die Senkung der KV-Mindestbeiträge haben wir nun große Fortschritte gemacht: Sowohl bei den Jamaika-Sondierungen im Herbst als auch jetzt bei den Sondierungen zwischen Union und SPD wurde eine Absenkung der Mindestbeiträge beschlossen. Die CDU/CSU – bisher der Bremser – hatte sogar schon vor Beginn der GroKo-Sondierungen signalisiert, dass sie in diesem Punkt kompromissbereit ist.

 

Dafür sollten wir uns nun einsetzen

Damit sind wir einen großen Schritt weiter, wenn auch noch lange nicht am Ziel:

  • Es kommt nun darauf an, dass die Mindestbemessungsgrundlage wie bei Angestellten auf 450 Euro gesenkt wird, im Gespräch sind aber auch 1.015 und 1.522,50 Euro (Update: Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD eine Senkung auf 1.150 Euro beschlossen.)
  • Die Senkung sollte möglichst schnell umgesetzt werden, (Teilzeit-)Selbstständige zahlen schon viel zu lange überhöhte Beiträge. Außerdem wirken sich die Änderungen zum 1.1.18 bei der Beitragsbemessung verschärfend aus und können in Verbindung mit den Mindestbeiträgen zu hohen, überraschenden Beitragsnachforderungen führen
  • Die erwähnten Änderungen in Bezug auf die Beitragsbemessung sollten deshalb ebenfalls noch einmal überprüft werden
  • Das bei der Krankenversicherung gesparte Geld ist von der GroKo schon wieder anderweitig verplant, im Rahmen einer ebenfalls beschlossenen Altersvorsorgepflicht. Hier müssen wir jetzt ebenfalls für eine gute Lösung kämpfen, damit es nicht sogar zu einer höheren Belastung kommt als bisher
  • Auch die Bemessungsgrundlage muss an die von Angestellten angepasst werden: Es ist nicht einzusehen, dass Selbstständige auf Mieten und Kapitaleinkünfte, die ihrer Altersvorsorge dienen, Beiträge bezahlen, Angestellte nicht
  • Vor allem aber ist der Gewinn eine höhere Bemessungsgrundlage als das Arbeitnehmer-Brutto. Dies muss durch eine Korrektur des Beitragssatzes ausgeglichen werden. Einem KV-Beitrag von 14,0% auf das AN-Brutto entspricht fairerweise ein Beitragssatz von 11,65% auf den Gewinn
  • Arbeitgeber und –nehmer profitieren von der Gleitzonenregelung. Diese Vergünstigung muss fairerweise auch für Selbstständige gelten

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Teilst du diese Forderungen oder hast du noch Fragen, Einwände oder Argumente dazu? Wir sind gespannt auf deine Meinung dazu und werden versuchen, auf möglichst viele Fragen und Anregungen mit der Kommentarfunktion unten direkt zu antworten.

Auf Grundlage dieses Dialogs werden wir dann die oben zur Diskussion gestellten Forderungen prüfen und ggf. unsere Petition entsprechend ergänzen und anpassen. Natürlich werden wir darüber dann alle Mitzeichner noch einmal informieren.

Vielen Dank für deine Unterstützung bei der gemeinsamen Erarbeitung und Durchsetzung dieser wichtigen politischen Forderungen!

125 Kommentare

  1. namenlos schreibt:

    Von einer Absenkung der Mindestbemessungsgrenze der GKV für hauptberuflich Selbstständige auf 1.522,50 € haben diejenigen, die ohnehin schon die Härtefallregelung in Anspruch nehmen, nichts gewonnen, und mit einer zusätzlichen Altersvorsorgepflicht würde sich deren finanzielle Situation nur weiter verschärfen. Dabei geht es ja vor allem auch um diese prekären Selbstständigen, für die gerade ein niedrigerer Krankenkassenbeitrag neuen Spielraum für eine Altersvorsorge eröffnen sollte. Bitte hier auf keinen Fall locker lassen mit der Forderung, dass die Mindestbemessungsgrenze weiter gesenkt wird als auf ebendiese 1.522,50 €. Danke, Andreas, für euren Einsatz an dieser Stelle.

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      1. Andreas Lutz schreibt:

        Danke für das positive Feedback. Ich denke, dass die Entscheidung zwischen 450 und 1.015 Euro fallen wird. Wir werden für die 450 Euro kämpfen und haben dafür gute Argumente: Denn sonst entsteht zusammen mit der AV-Pflicht zwischen 450 und 1.015 Euro eine finanzielle Überlastung, die Selbstständigkeit unattraktiv macht und viele Nebenberufliche (darunter viele Frauen) werden noch mehr als bisher versuchen unter 435 Euro Gewinn zu bleiben, obwohl sie eigentlich mehr verdienen können und wollen.

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  2. katja schreibt:

    Ich kann eure Forderungen nur weiter unterstützen. Danke bis hierher – und weiter so.
    Denn die Situation ist wirklich schief und geht zu Lasten der risikobereiten Selbständigen, die dann behandelt werden wie Melkvieh. Also: sehr gern weiter „streiten“!

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  3. Ursula Hurth schreibt:

    Ich bin seit Jahren von den überhöhten Beitragsätzen für die Krankenversicherung betroffen, was mich in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte.
    Dass nur ich als Selbständige KV-Beiträge für Mieteinnahmen zahlen muss, habe ich erst durch Eure Arbeit erfahren, Danke dafür. Das ist eine große Ungerechtigkeit und verstößt wohl auch gegen das Grundgesetz. Diese Beiträge müsste man zurückfordern können!
    Bei der Altersvorsorge sollte die Investition in Immobilien unbedingt als Vorsorge auch akzeptiert werden, sowohl für Eigenbedarf als auch für Vermietung. Ich zahle seit Jahren meine Kredite für eine Immobilie ab, die mir bald als Altersversorgung dienen soll, kann aber die Belastungne nicht steuerlich geltend machen.
    Ich mache mir über meine KV-Beiträge in der Rente Sorgen. Soviel ich gehört habe, muss ich da als Selbständiger auch mehr bezahlen.
    Wirkt sich hier die geringere Mindestbemessungsgrundlage auch aus, so dass ich dann bei geringer Rente auch geringere Beitraäge zahlen muss? Da meine Rente fast nur aus Einnahmen durch Vermietung bestehen wird, wäre ich auch gegenüber Vermietern, die früher nicht selbständig waren, benachteiligt.
    Dankr für Eure gute Arbeit, die Ihr macht! Ich empfehle Ecuh immer weiter!

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für das positive Feedback.
      Zu deiner Frage wie es im Alter mit den KV-Beiträgen ist, empfehle ich die folgende Telko mit Sven Kesberger als Expete: „Kann ich mir meine private bzw. gesetzliche Krankenversicherung im Alter noch leisten?“ (https://www.vgsd.de/?p=16011).
      Zum Thema Altersvorsorge haben wir unter https://www.vgsd.de/?p=22812 ja eine eigene Diskussion. Es wird wahrscheinlich schwer, dass Immobilien im Rahmen der AV-Pflicht anerkannt werden, deshalb plädieren wir dafür, bestehende Selbstständige von der AV-Pflicht auszunehmen.
      Zur Verfassungsmäßigkeit: Das Bundesverfassungsgericht hat die Ungleichbehandlung der Selbstständigen in der Krankenversicherung als nicht verfassungswidrig beurteilt. Ich halte die Urteilsbegründung aber für fragwürdig und nicht mehr zeitgemäß. Vielleicht käme es heute zu einem anderen Ergebnis.

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  4. Andrea Friedrich schreibt:

    Ihr Lieben, vielen Dank für eure Arbeit! Endlich mal etwas, wo ich sehe, dass sich jemand WIRKLICH kümmert. Merci! Ich hab grad meinen Tarif der PKV senken müssen, weil ich die Steigerung der letzten DREI Jahre um fast 100€ monatlich nicht mehr gewillt bin zu zahlen. Mal eben eine Mehrbelastung von fast 1200€/Jahr. Ein Tarifwechsel INNERHALB der Gesellschaft war von Vorteil wg der Altersrückstellungen. Bei einer neuen Gesellschaft würde sich das negativ auf den Beitrag auswirken. Hier würde ich mir auch wünschen, dass PKV-versicherte mehr Spielraum haben und die Gesellschaften verpflichtet werden, mehr Altersrückstellung zu transferieren. So behält auch der PKV-Markt mehr Dynamik, was den Preisdruck setens ihrer Versicherten angeht. So fühl ich mich an meine Gesellschaft, bei der ich fast 10 Jahre versichert bin, wie angekettet. Mir bleibt fast nur, die Tarife zu seken…irgendwann wird das schwierig, wenn man schin auf viel Leistung vezichtet hat…
    Dann das Thema Altersvorsorge: Ich sorge seit fast 20 Jahren privat vor. Ich möchte natürlich nicht, dass ich ZUSÄTZLICH auch noch zahlen darf; am besten für eine Versicherung, von der ich im Alter dann faktisch nix haben werde. Es MUSS gewürdigt werden, dass Selbstständige sich jetzt schon um ihr Alter gekümmert haben bzw. aktuell kümmern!

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Wir fänden es auch sehr wichtig, ein Verfahren für die Berechnung der Altersrückstellugnen zu entwickeln und diese ganz oder teilweise portabel zu machen, um mehr Wettbewerb in den PKV-Markt zu bringen. Eine Aufgabe für die Zukunft, wenn wir einige der anderen „Brocken“ abgearbeitet haben. Die FDP hatte sich dazu im Wahlprogramm einiges vorgenommen übrigens, vgl. https://www.vgsd.de/?p=20313
      Zum Thema AV-Pflicht siehe meine Anwort auf den letzten Kommentar oben bzw. ausführlich unter https://www.vgsd.de/?p=20313 – wenn es uns gelänge, dass die AV-Pflicht ab Gründung greift, könnte das eine in Bezug auf deine Sorgen gute Lösung sein.

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  5. Olaf schreibt:

    Mir stellt sich die Frage ob bei der Absenkung des KK Beitrags auch die unsägliche Reglung zur Beitragsermäßigung wegfallt. Diese ist für alle Selbständigen eine eigentlich Verfassungsrechtliche Ungleichbehandlung gegenüber Angestellten. So kann es passieren das eine Lebensgemeinschaft aus einen Selbständigen und einem Angestellten übermäßig belastet wird wenn der Angestellte zuviel verdient.

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    1. Katharina Selbstständig schreibt:

      Genau zu diesem Punkt besteht meiner Meinung nach ebenfalls dringender Korrekturbedarf!
      Ansonsten ein großes Lob für die Arbeit des Verbands! Bitte hartnäckig bleiben!

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      1. Andreas Lutz schreibt:

        Danke für den Hinweis, nehme ich noch als Forderung auf. Ich glaube die Aussichten sind gut, dass die Härtefallregelung wegfällt. Daran haben auch die Krankenkassen ein großes Interesse, da sie auch für sie mit unglaublichem bürokratischem Aufwand verbunden sind und zu viel Ärger bei den Versicherten führt.

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    2. Regina schreibt:

      Diesen Korrekturbedarf sehe ich ebenfalls als sehr dringlich. Ansonsten vielen Dank für das Engagement des Verbands!

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  6. Annegret schreibt:

    Euch und besonders auch „namenlos“ stimme ich voll zu! Etwas weiteres ist mir noch wichtig hinsichtlich der Gewinnberechnung: Bei dieser Berechnung sollte auch das Einkommen des Partners (verheiratet oder auch nicht) des Selbständigen außen vor bleiben. Denn wenn man zwar wenig Gewinn hat und theoretisch eine Reduzierung des Beitrages beantragen könnte, dann wird zunächst das Gehalt oder der Gewinn des Partners bei der Entscheidung ebenfalls mit berücksichtigt. Bei Hartz IV kann ich das zwar einigermaßen verstehen, aber bei der GKV empfinde ich das als himmelschreiende Ungerechtigtkeit.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Annegret, den Punkt haben Olaf und Annegret eben (s.o.) auch gerade schon angesprochen. Ich nehme die Forderung auf und sehe gute Chancen für eine Umsetzung!

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  7. Andrea Zach schreibt:

    Vielen dank für Eure Arbeit. Sehr gelungen finde ich, als Mathematikerin, wie genau Ihr die momentane Ungerechtigkeit sowohl in Bezug auf die untere Beitragsbemessungsgrenze als auch auf die Unterschiede zwischen dem Heranziehen des Gewinns beim Selbständigen versus netto Einkommen beim Arbeitnehmer!. Meine größte Befürchtung ist, dass die Bemessungsgrundlage höher als 450 Euro und damit weiter ungerecht bleibt. Bitte unbedingt hier weiter kämpfen. Ein Anliegen habe ich dabei: soweit ich das verstehe, ist die CDU/CSU der große Verhinderer der gerechten Beiträge und damit, was diesen Punkt angeht, das Problem in der Das dürftet Ihr manchmal mehr hervorheben. Danke für die tolle Arbeit!

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Ja, alle anderen Parteien haben sich schon vor der Wahl zu einer Absenkung commitet, die Grünen auf 1.015 Euro, FDP, SPD und Linke auf 450 Euro. Die Union, die den Gesundheitsminister stellt(e), hat gebremst, vor allem aus Kostengründen. Deshalb haben wir uns beim Lobbying auf die Politiker der CDU und CSU konzentriert und versucht, auch sie zu überzeugen. Nach der Wahl hat sich die Union bisher kompromissbereit gezeigt, aber sie wird wahrscheinlich versuchen, die Mindestbemessungsgrenze „nur“ auf 1.015 Euro zu senken, wie es auch die Krankenversicherungen fordern. In Hinblick auf die Einführung einer AV-Pflicht dürfen wir uns damit nicht zufrieden geben.

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  8. Martina schreibt:

    Vielen Dank für eure Arbeit! Es ist so gut zu wissen, dass ich nicht allein mit diesen Problemen bin und es einen Verband gibt, der sich für eine Gleichbehandlung der Selbstständigen, insbesonders der Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer*innen einsetzt.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für dein positives Feedback. Seit der Gründung des Verbands ist dieses Thema auf Platz 1 der Anliegen unserer Mitglieder: http://feedback.vgsd.de/. Wenn es uns gelingt, diese Ungerechtigkeit zu beenden, haben wir wirklich einen Grund zum Feiern!

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  9. Steger schreibt:

    Wirklich gute Lobby-Arbeit und der beste Weg zu zeigen, dass es sich lohnt in einer Demokratie für sich einzustehen.

    Selbst wenn es zwischen 450 € und 800 € gegenüber Arbeitnehmern zu weiteren Benachteiligungen kommen sollte, ist jeder Erfolg ein Schritt in die richtige Richtung. Aber die 450 € sollten das Ziel sein.

    Die 450 € begrüße ich und da auch die Rentenversicherung BUND für „pflichtversicherte“ selbständige Dozenten/ Lehrer diesen Betrag als Grenze ansieht.

    Die 450 € sind die einzig faire und gerechte Lösung und ist mit der Verpflichtung zum Bürokratieabbau begründbar.

    Sinnvoll würde ich es finden, wenn auch andere Verbände Euer Vorhaben unterstützen – ich leite Eure Petition mal dem Steuerberaterverband weiter – welche Verbände habt Ihr mit im Boot?

    Abschließend ist festzustellen, dass mit Eurem Erfolg die letzte echte Markteintrittsbarriere für freiberufliche Gründer entfallen würde. Das wäre ein guter Start für die GroKO und eine echte Verbesserung des Gründungsklimas.

    Herzliche Grüße und viel Erfolg

    Matthias Steger
    (Mitglied im Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg e.V)

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Vielen Dank für deine Weiterempfehlung an den Steuerberaterverband. Eine Unterstützung wäre sicher ein starkes Signal für alle Betroffenen!
      Wir haben sehr eng mit BDD und BDÜ zusammengearbeitet und uns z.B. die Kosten für die IfG-Studie geteilt, gemeinsam Teilnehmer mobilisiert, die Veranstaltungen für die Fachpolitiker organisiert.
      Der BDD (Bundesverband Direktvertrieb) ist eigentlich ein Zusammenschluss der Auftraggeber in diesem Bereich, in dem besonders viele Frauen und Nebenberufler tätig sind. Da er finanziell stärker ist, hat er einen größeren Teil der finanziellen Lasten übernommen, wofür wir sehr dankbar sind. Sonst hätten wir eine solche Studie nicht alleine finanzieren können.
      Der BDÜ ist der größte Übersetzer- und Dolmetscherverband in Deutschland und wir arbeiten schon seit Gründung des VGSD sehr intensiv bei vielen Themen zusammen.
      In der bagsv sind zahlreiche weitere Verbände, die uns unterstützt haben.
      Toll finde ich, dass uns aus Solidarität auch viele Verbände unterstützt haben, deren Mitglieder typischerweise deutlich mehr als 2.300 Euro verdienen. Das finde ich wichtig, denn wir können nur erfolgreich Lobbyarbeit machen, wenn wir als Selbstständige untereinander solidarisch sind.

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    2. Hans Peter Krämer schreibt:

      „Die 450 € sind die einzig faire und gerechte Lösung und ist mit der Verpflichtung zum Bürokratieabbau begründbar.“

      Der damit eintretende Bürokratieabbau dürfte auch das wirkliche Haupthindernis sein. Weil er bei den Hartlinern des deutschen Beamtenbundes nicht erwünscht ist. Mathematisch begründbar waren die unangemessenen Beitragsforderungen des Gesetzgebers ohnehin noch nie! Und die davon Betroffenen konnten das zu keinem Zeitpunkt aus selbst erwirtschafteten Mitteln auch begleichen!!!

      Also sind die 7 Mrd. Euro Beitragsrückstände zum allergrößten Teil nichts anderes als Bilanzfälschung. Wirtschaftsbosse quittieren das mit Gefängnis, Finanzminister werden zum Bundestagspräsidenten gewählt.

      Kleine, aber „feine“ Unterschiede……..

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  11. Claudia schreibt:

    Zuerst möchte ich mich für euren Einsatz und das tolle Engagement bedanken.

    Ich kann mich nur anschließen, die Einbeziehung anderer Einkünfte in die Bemessungsgrundlage für die Krankenversicherung kann doch nicht dem Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechen und die Höhe mit Mindestbeiträgen über 450,00 € auch nicht.
    Sollte die Regierung dies jetzt nicht ändern, wäre eine Verfassungsgemäße Prüfung nicht der konsequente Schritt? Oder gibt es dazu schon eine eindeutige Rechtsprechung?
    Zur Rentenversicherung, wenn hier einbezahlt werden muss, dann mit den gleichen Leistungen in Bezug auf die Erwerbsminderungsrente.
    Auch im Bezug auf die Scheinselbständigkeit, sollte es keine einfache und klare Regelegung geben, haben viele Selbständigen keine Wahl mehr, die Unternehmen gehen das vermeintliche Risiko oft nicht mehr ein Freelancer Aufträge zu erteilen…

    Es bleibt weiter spannend, und je nachdem, dann für den einen oder anderen könnte es nicht mehr rentabel sein!

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      1. Andreas Lutz schreibt:

        Danke für das positive Feedback.
        Zum Thema Verfassungsmäßigkeit habe ich oben schon ausführlicher geantwortet: Leider ist die Ungleichbehandlung nicht verfassungswidrig, auch wenn das Bundesverfassungsgericht unter heutigen Umständen vielleicht anders urteilen würde. Die Anrufung bleibt ein letzter Ausweg, falls es nicht anders vorangeht oder wenn wir auf halbem Weg stehen bleiben.
        Bezüglich Scheinselbstständigkeit ist unser Motto: Keine AV-Pflicht ohne mehr Rechtssicherheit!

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  12. Jürgen Gramberg schreibt:

    Liebe Alle. Tolle Verbandsarbeit, gute Kommentare. Für mich als Selbständiger in „Rente“ besteht das Problem, daß ich zwar eine sogenannte Rente erhalte, von dieser jedoch nicht mein Leben finanzieren kann. Neben meinem Einkommen als Selbständiger wird für die „freiwillige gesetzliche Krankenversicherung“ auch meine Rente zum Einkommen hinzugerechnet. Es wird zwar der Beitrag zu GKV vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, merklich wirkt es sich aber nicht aus. Meine Forderung an die Politik: Finger weg von der ohnehin geringen Rente als Besteuerungsgrundlage und als „Einkommen“ in der Berechnung der GKV; auch wenn ich einige Euro an Zuschuß erhalte. Unser Verband ist ja eher ein junger, fest steht jedoch: Alle Mitglieder wollen alt werden. Und dann betrifft es auch sie. Das Thema Immobilien als Altersvorsorge ist ebenfalls sowohl als Vorsorge anzuerkenen als auch von jedweder „Heranziehung“ frei zu stellen. Schließlich, und das wurde hier weiter oben erwähnt, trägt der Vorsorgende in mehrfacher Hinsicht die Belastungen selbst. Ganz nebenbei bietet er oder/und sie ja auch Wohnraum für andere. Der mögliche „Gewinn“ aus VuV wird ja auch zur EKSt herangezogen.
    Euch weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen. Gruß Jürgen

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für das positive Feedback. Die Beitrags- und Steuerbelastung im Alter, insbsondere in Bezug auf die Krankenversicherung, ist noch ein ganz eigenes Thema, wo es auch Überprüfungsbedarf gibt. Wir versuchen uns dem Thema durch Aufklärung, z.B. im Rahmen der oben erwähnten Telko von Sven Kesberger zu nähern. Vielleicht wird es in Zukunft ein Thema auch für unser Lobbying.

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  13. Regina Seelos schreibt:

    Vielen Dank für euren Einsatz! Die Ungleichbehandlung bei der Höhe der KV war mir bisher auch nicht bewuss (bis ich den Rechner gesehen hab)t.

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  14. Simon Muhr schreibt:

    Ich liebe eure Arbeit, Ihr versüßt einem echt den Tag. Unternehmer haben so viele Kopfschmerzen um die sie sich in DE bereits auch ohne die KV kümmern müssen und die Behandlung von Selbstständigen in DE, vorallem von den kleinen ist mehr als nur ungerecht. Deutschlands BIP wird bald nicht mehr derselbe sein, wenn weiterhin so viele Selbstständige das Handtuch werfen und die neuen Generationen von so einem Dreck erdrückt und erstickt werden. Man merkt es immer wieder: Wer in DE ein Risiko eingeht wird schlimmer behandelt als Leute die nichts für die Gesellschaft beitragen.

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  15. Michael Wachtel schreibt:

    Zunächst einmal vielen Dank für das Engagement zur gerechteren Gestaltung der Sozialversicherung! Hinsichtlich der Krankenversicherung halte ich die Einführung von verschiedenen Beitragssätzen (11,65% zu 14%) aber nicht für zielführend. Stattdessen sollte eine nachvollziehbare Berechnungsformel geschaffen werden, mit der sich aus dem Gewinn eine dem AN-Brutto äquivalente Bemessungsgrundlage ermitteln lässt.
    Einnahmen aus Mieten, Kapitaleinkünften u.ä. sollten grundsätzlich auch bei AN in die Bemessungsgrundlage einfließen, auch sollte die obere Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft werden (auch bei AN). Das verstehe ich unter einer Bürgerversicherung. Die Beitragssätze sollten auf diese Weise automatisch sinken, da mehr EInkommen berücksichtigt werden.
    Es ist nicht gerecht, wenn für die gesamten Sozialkosten einer Gesellschaft nur die Einnahmen aus Beschäftigung (also Arbeit) herangezogen werden. Wenn dann aber ausschliesslich bei einer Gruppe (den Selbstständigen) doch noch alle anderen Einkommensarten in die Bemessungsgrundlage einfließen, stellt dies eine zusätzliche Ungerechtigkeit und eine gezielte Diskriminierung dar.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Wir könnten auch gut mit der von dir vorgeschlagenen Berechnungsformel, z.B. Gewinn / 1,2 = mit AN-Brutto vergleichbare Bemessungsgröße leben und haben eine solche zunächst vorgeschlagen. Das würde dann weniger den Eindruck einer Vergünstigung für Selbstständige machen, die es ja nicht ist.
      In Bezug auf die Einkünfte aus Mieten und Kapitaleinkünften kommt es uns vor allem auf eine Gleichbehandlung an.

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  16. Lars schreibt:

    Danke für den Einsatz, eine Anpassung ist schon lange überfällig. Zur Fairness noch ein weiterer Aspekt. Selbstständige Rentner müssen bereits ab einem Montaseinkommen von 148 Euro KV-Beiträge zahlen, dann auf die gesamte Summe. Minijobber sind da deutlich besser gestellt, von ihren 450 Euro behalten sie alles. Um auf 450 Euro zu kommen, muss also jeder sst. Rentner 20% mehr erwirtschaften. Der Grund dafür ist mir nicht bekannt.

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  17. Wolfgang LEIS schreibt:

    Super Arbeit! Danke für Euren Einsatz! Ihr schafft das schon! Horrido – Wolfgang

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  19. Gerhard vees schreibt:

    Ist das Thema Gewinn Warnung berücksichtig? Wenn ich nicht am Anfang eines Jahres nicht mit Gewinn rückgängen rechne und dies auch der Krankenkasse melde, dann muss ich für das gesamte Jahr den höchstbeitrag zahlen obwohl ich evtl nur geringe Gewinne erwirtschafte.

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  20. Werner schreibt:

    Ich befürchte, dass die Senkung der KV-Beiträge für Selbständige nach hinten losgeht und durch die Einführung einer Altersvorsorgepflicht für Selbständige viele kleine Selbständige unter einer schlussendlich noch höheren, insgesamt enormen finanziellen Belastung zusammenbrechen. Es ist ja schon jetzt für viele Selbständige nicht einfach, die ca. 420 € Monatsbeitrag zu erwirtschaften. Wenn künftig etwa die Hälfte des Mindestbeitrags wegfällt, dafür aber beispielsweise 300 € Mindestvorsorge für das Alter hinzukommen, dann wäre die Belastung noch höher als jetzt. Das geht nicht, es sei denn, die Betroffenen gehen dann zum Jobcenter. Ob die Altersvorsorgebeiträge dort anerkannt werden, halte ich für mehr als fraglich.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Ich verstehe deine Befürchtung, aber kann dich insofern (etwas) beruhigen, dass die AV-Pflicht einkommensabhängig sein wird und nicht pauschal 300 Euro beträgt. Das war einmal 2012 geplant und wir konnten es damals verhindern. Trotzdem müssen wir sehr genau aufpassen, dass auf keinem Einkommensniveau eine finanzielle Überforderung entsteht. Da kommt es auf jeden Prozentpunkt an.

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  21. Unbekannte Weibliche schreibt:

    Wie so viele geringverdienende ältere Solo-Selbstständige bin auch ich von den horrenden KV-Beiträgen betroffen und belastet, weshalb ich seit 12/2017 HartzIV aufstockend beantragen musste und der Willkür des Jobcenters ausgesetzt bin, die überdurchschnittlich viele Unterlagen von mir einfordert, mich zum Bewerbungscenter schicken und mich in Zeitarbeit drängen will, anstatt mir Förderungen in Form von Weiterbildung anzubieten. Mit der Absenkung der Mindestbemessungsgrundlage auf 450 Euro würde ich anstatt ca. 280 Euro monatlich nur noch ca. 60 Euro monatlich an die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlen müssen. Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich würde dem Staat nicht monatlich mit rd. 430 Euro HartzIV auf der Tasche liegen, könnte mir sogar ab und an selber Fortbildungen leisten, um meine Selbstständigkeit zu stärken, um höhere Umsätze zu erzielen, was wiederum der Krankenkasse zugute kommen würde – weil, je mehr ich verdiene, desto höher sind die GKV-Beiträge. Und den Krankenkassen kann es so schlecht nicht gehen, denn die GKVs erwirtschaften jedes Jahr Millionenüberschüsse und erhöhen Jahr für Jahr die Beiträge (unter anderem auch eben wegen der von der Bundesregierung jährlich beschlossenen Steigerung der Mindestbemessungsgrundlage). Hier läuft einiges schief! Arbeitnehmer zahlen doch auch nicht so horrende KV-Beiträge, warum die Selbstständigen?

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Ich hoffe die Absenkung der KV-Beiträge kommt bald. Wobei ich füchte, dass die Politiker wahrscheinlich alles in einem Gesetz beschließen wollen, das dann erst zum 1.1.2020 in Kraft treten würde. Unsere Position ist hier: Je früher die KV-Beiträge abgesenkt werden, desto besser. Denn es geht viele Selbstständigen genau wie dir. Wir sehen es so, dass statt Aufstockung und der damit verbundenen Abhängigkeit. besser die Honorare erhöht und die Sozialabgaben fair gestaltet werden sollten.

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  22. Matthias Huthmacher schreibt:

    Vielen Dank für Eure Arbeit! Statt die Zustimmung zu Wiederholen, möchte ich etwas kritisieren.:

    Der vgsd hatte mal einen Vergleich veröffentlicht, bei dem die Krankenkassenbeiträge von Arbeitnehmern und Selbständigen gegenübergestellt wurden. Offenbar hatte man das Ziel, die Grafik möglichst drastisch aussehen zu lassen und hat bei den Arbeitnehmern den Arbeitgeberanteil weggelassen.

    Erstens zahlt ein Unternehmer die Arbeitgeberanteile aus seinem Umsatz und der steht dem Selbständigen (anders, als dem Arbeitnehmer) zur Verfügung.

    Zweitens weiß ein Selbständiger, dass er beide Anteile tragen muss, wenn er den Schritt geht. Sich hinterher darüber aufzuregen ist nicht ehrlich.

    ———
    In einer E-Mail des vgsd, in der das Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD zusammengefasst war wurde beklagt, dass die Pflicht zur Rentenversicherung kommen wird. Allerdings wird niemand in die gesetzliche Rentenvorsorge gezwungen, der Selbständige wird Wahlfreiheit haben, wie bei der Krankenkasse.

    Es kann nicht Euer Ernst sein, dass Ihr das bedauert! Es ist grob Fahrlässig, nicht für das Alter vorzusorgen und wenn Unternehmer dies in großen Teilen nicht freiwillig tun, dann muss man sie zwingen.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig das sein kann. Deshalb bin ich auch dafür, dass es Fristen für Existenzgründer (z.B. drei Jahre Befreiung und weitere zwei Jahre niedrigere Anforderungen) und Ausnahmeregelungen für Krisenjahre geben soll (z.B. Aussetzen der Rentenvorsorge für einen bestimmten Zeitraum).

    Dennoch muss ein Selbständiger ehrlich hinterfragen, wie es um seine Selbständigkeit bestellt ist, wenn er grundsätzlich und dauerhaft zu wenig Geld für die Altersvorsorge hat. Da gibt es nichts zu rütteln!

    Allerdings hat auch niemand etwas davon, wenn jemand wegen der Rentenversicherungspflicht zukünftig in Hartz IV fällt und die Gemeinschaft schon vor der Rente belastet. Hier erwarte ich von einem Verband vernünftige Vorschläge statt einer pauschalen „Dagegen“ Haltung.

    —-
    In diesen zwei Positionen agiert der vgsd meiner Meinung nach teilweise unseriös. Ihr habt das nicht nötig und schwächt damit Eure eigene Position.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Matthias,
      das ist nicht korrekt. Wir vergleichen auf der Seite http://vgsd.de/kv-rechentool/, die du sicher meinst, das, was die Selbstständigen bezahlen mit dem was Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen an Beiträgen bezahlen.
      Auch haben wir nie einen Zweifel daran gelassen, dass es wichtig ist, dass jeder – und natürlich auch Selbstständige – für ihr Alter vorsorgen. Unter https://www.vgsd.de/?p=22812 diskutiern wir sehr differenziert, wie eine AV-Pflicht ausgestaltet sein müsste, um nicht zu denen von dir beschriebenen Verwerfungen zu führen oder in Bürokratie auszuarten.
      Eine Rentenversicherungspflicht ohne Wahlmöglichkeit haben wir aus einer Ruhe guter Gründe abgelehnt, die wir an anderer Stelle ausführlich diskutiert haben. Aber damit gehst du glaube ich d’accord.
      Insofern kann ich deine Kritik nicht nachzuvollziehen. Ich denke da hast du etwas missverstanden. Gerne können wir dazu bei Bedarf auch telefonieren.

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  23. Ulrich Moser schreibt:

    Ich gehe mit den Forderugnen komplett konform, insbesondere da es die Teilselbstständigen besonders trifft und ich seit 01.01.18 auch dazugehöre..

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  25. Margot schreibt:

    Auch sage ganz ganz herzlich DANKE für Eure Arbeit!

    Was ich zusätzlich noch in Erinnerung rufen möchte ist, dass wir Selbstständigen nicht nur unsere eigenen Versicherungen, sondern teilweise auch noch die unserer selbstständigen Lieferant_innen zu bedienen haben, indem wir die „Arbeitgeberbeiträge“ für die Künstlersozialkassen mitfinanzieren, wenn wir Webagenturen, Grafiker_innen, Fotograf_innen beauftragen.

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  27. Jutta Wiesel schreibt:

    Ich persönlich bin von der Problematik nicht mehr betroffen, da ich bereits Rentnerin bin. Doch finde ich die eingeleiteten Schritte gut und unterstütze sie.

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    2. Silvia schreibt:

      Ich bin zwar Rentnerin, genauer Erwerbsminderungsrentnerin, bin jedoch sehr wohl von der Regelung betroffen, da ich leider nicht in die KVdR reingekommen bin und auf Einnahmen wie z.B. Vermietung nd Verpachtung hohe Krankenkassenbeiträge zahlen muß. Auch hier finde ich, sollte eine einheitliche Regelung her, dass Rentner im allgemeinen nicht zusätzlich auf z.B. Einnahmen wie Vermietung und Verpachtung Beiträge zahlen müßen!!! Rentner, welche in der KVdR sind nicht zahlen darauf keine Beiträge!!!
      Hier das Zitat des vgsd: „Auch die Bemessungsgrundlage muss an die von Angestellten angepasst werden: Es ist nicht einzusehen, dass Selbstständige auf Mieten und Kapitaleinkünfte, die ihrer Altersvorsorge dienen, Beiträge bezahlen, Angestellte nicht“. Dieser Passus sollte ebenfalls bei Rentner (und EM-Rentnern) gelten.

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      1. Andreas Lutz schreibt:

        Ja, verstehe, da geht die Ungleichbehandlung ja im Rentenalter einfach weiter…

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  28. Sun-Liebke schreibt:

    krankenkasse-Mindestbeiträge senken, absolut richtig! Angestellte bekommen für Tage, an denen sie wegen Krankheit nicht arbeiten können, Krankengeld bezahlt. Freiberufler bekommen aber nichts, wenn sie aufgrund krankheit nicht arbeitwen können. Warum sollten wir hingegen höhere Mindestbeiträge zahlebn?

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hier muss man aber fairerweise dazu sagen, dass die Lohnfortzahlung ab dem 1. Krankheitstag keine Leistung der Krankenversicherung ist, die durch die normalen Beiträge abgedeckt ist. Zwar kann man Krankengeld (i.d.R. ab der 7. Woche) bei der KV abschließen, aber bis dahin zahlt der Arbeitgeber, der wiederum von der Krankenkasse einen bestimmten Prozentsatz des Arbeitnehmerbrutto (bis zu 80 %, dafür zahlt er – ohne Beteiligung des Arbeitnehmers – bis zu 3,1% des AN-Brutto als Umlage).
      Übertragen auf den Selbstständigen bedeutet das: Wir sind in unserer Rolle als unser eigener Arbeitgeber selbst für die Lohnfortzahlung vom 1. bis zum 42. Tag verantwortlich (sofern wir danach kein Krankentagegeld abgeschlossen haben auch länger). Wenn wir uns dagegen mit Umlage absichern wollten (und Zugang dazu hätten), müssten wir dafür bis zu 3% zusätzlichen Beitrag bezahlen.
      An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob wir das wollen.

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  29. Barz schreibt:

    Hallo Max,
    vielen Dank für Eure Bemühungen, macht weiter so.

    Nach Prüfung der Inhalte ist das nach meinem Dafürhalten ein schlechter Vor-April-Scherz.
    Wieso?
    1. Als Freiberuflicher zahle ich zu gleichen Anteilen den Beitrag als Selbständiger und Nichtselbständiger.
    2. In Deutschland habe ich momentan nur 2 Wahlmöglichkeiten, entweder in der PKV oder in der GKV – d.h. ich werde in meiner Autonomie als Selbständiger beschnitten – da ich die Wahl, bei Eintritt einer Krankheit, dieses zu bezahlen, nicht habe – als Vergleich: alle 3 Jahre muss ich beruflich an einer Tauglichkeitsuntersuchung (ist so wie ein TÜV zu betrachten) teilzunehmen = Kosten momentan ca. 110,00 (lächerlich gegen ca. 8000,00 € / Jahr – einzige Gegenleistung 1 x >zur Kontrolle zum Zahnarzt!!!).
    3. Wenn wir als Selbständige krank werden (habe eine Privatversicherung) bekomme dann erst ab dem 29. Tage Krankengeld, als Nichtselbständiger sofort – als Selbständiger zahle ich, wie o.a. den Beitrag für einen Nichtselbständigen . Die Nachteile einer PKV (verheiratete, Kinder, älter über 50) muss ich nicht erwähnen.

    Somit ist diese Ansage wiederum eine Mogelpackung der Politik, sollen die Politiker mal in die Krankenkasse und Rentenkasse einzahlen, dann wäre der erste Schritt in sozialer Gerechtigkeit getan.

    Konfrontiert die Politiker mit diesem Thema…das interessiert jeden in der Bevölkerung, wir können nicht nur an uns denken (Solidargemeinschaft). zu guter allerletzt würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, was das für den Steuerzahler in Zahlen bedeutet, sprich die Kosten, für die wir alle aufkommen müssen, hier vor allem die Renten der Politiker.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      zu 1)
      Du meinst Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil?
      zu 2)
      Verstehe nicht ganz, worauf du raus willst. Grundsätzlich haben Selbsständige mehr Wahlmöglichkeiten, weil sie auch unterhalb der Versicherungspflichtgrenze in die PKV wechseln können. Allerdings ist ein Wechsel nicht immer sinnvoll, auch wenn die PKV vielleicht anfangs günstiger ist.
      zu 3)
      Zur Lohnfortzahlung ab dem ersten Tag vgl. meine Antwort auf den letzten Kommentar oben.
      .
      Zum Thema Beamte, Abgeordnete: Das haben wir immer wieder in geeigneter, differenzierter Form thematisiert. 🙂

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  30. Monika Cyrol schreibt:

    Ich hatte das schon einmal vorgeschlagen, deswegen nur kurz:
    Altersvorsorgepflicht für Selbständige nur bis zum Erreichen der Grundsicherung. Großzügige Auslegung dessen, was dazu beiträgt, u. a. auch Wohneigentum, vermietetes Eigentum usw. Breite Streuung ermöglichen. Zahlungen in Versicherungen können sich jederzeit als ungedeckter Scheck erweisen, auch in staatliche Systeme. Davor schützt nur Diversifizierung.

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    1. Antworten
  31. E. Özen schreibt:

    Vielen Dank für Eure Arbeit! Ich bin begeistert über Euer Engagement.
    Ich möchte auch nochmal auf die Ungerechtigkeit/Ungleichbehandlung hinweisen.
    Ein Selbständiger muss aus Mieteinnahmen höheren KV-Beitrag leisten , aber ein Angestellter nicht.
    Bis vor kurzem wusste ich nicht das meine Mieteinnahmen für KV von bedeutung sein könnten.
    Die KV interessiert sich fast nur noch für meine Mieteinnahmen und meine Einnahmen aus der Selbständigkeit sind zweitrangig geworden. Es kommt auch mal vor das ich in einem Jahr auch Verluste habe. Das wird von der KV nicht berücksichtigt.
    Die KV lässt bei den Mietennahmen die Tilgung ausser acht, aber ohne Tilgung bleibe ich doch auf einem Schuldenberg sitzen. Wie soll ich da für meine Rente vorsorgen wenn ich jetzt schon zu hohe KV-Beiträge zahlen muss? Meine Mieteinnahmen ist für mich die Altersvorsorge, hätte ich hier eine Rentenzahlung geleistet würde das bei der KV berücksichtigt. Es kann doch nicht Verfassungskonform sein wie Angestellte und Selbständige bei der Rente und Mieteinnahmen behandelt werden.
    Ich finde es sehr schade das die SPD bei der Bürgerversicherung nicht durchgesetzt hat.
    Ich stelle in meinem Bekanntenkreis fest das viele unsere Probleme mit der KV gar nicht kennen.
    Da müsste mehr aufgeklärt werden und ich hoffe das bei der nächsten Wahl die ‚Parteien das Thema im Mittelpunkt steht.

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Vielen Dank für dein positives Feedback und den Hinweis auf die Ungleichbehandlung bei Mieteinnahmen, deren Beseitigung eine wichtige Forderung ist.
      Sofern Mieteinnahmen beitragspflichtig bleiben (was z.B. im Rahmen einer Bürgerversicherung ja häufig gefordert wurde, dann allerdings auch für Angestellte), würde es aber wohl dabei bleiben, dass Tilgungen im Gegensatz zu Tilgungen nicht als Betriebsausgabe berücksichtigt werden. Das ist insofern nachvollziehbar, als ja sonst derjenige, der einen größeren Eigenanteil hat benachteiligt wird.

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  32. Helma Ostermayer schreibt:

    Auch ich bedanke mich sehr für Euer Engagement und bin froh, dass es den DGSD gibt, der sich für unsere Belange einsetzt. Macht weiter mit dieser wichtigen Arbeit!
    Zur Krankenversicherung: Vor allem an der Bemessungsgrundlage sollte weiter gearbeitet werden. Einkünfte aus Selbstständiger Arbeit zu verbeitragen, das ist keine Frage. Aber woher kommt die Berechtigung, dazu alle anderen Einkunftsarten hinzuzunehmen (Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen) und sogar das Einkommen des Ehepartners mit anzurechnen. Das widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz und meinem Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis gegenüber Angestellten und ist nicht länger einzusehen! Ähnlich wie mein Vorredner denke ich schon länger darüber nach, ob das überhaupt verfassungskonform ist.
    Zur Altervorsorgepflicht kann ich nur sagen: Selbstständige sind im Fall der Fälle auf sich alleine gestellt, tragen jeden Tag alleine ihre Risiken und sollen aber für alles verpflichtet werden? Wenn schon Altersvorsorgepflicht, dann nur im Rahmen einer Bürgerversicherung für ALLE, auch für Beamte! Wir zahlen schon genug in die Sozial- und Steuerkassen ein, auch als Arbeitgeber! Und dann sind wir noch dazu verpflichtet, die Künstlersozialkasse über Pflichtabgaben mitzufinanzieren. Auch das entbehrt nach meinem Empfinden jeglicher Logik. Weshalb soll ich die Sozialversicherung für meine Grafiker oder Werbetexter, der genauso selbstständig ist und wirtschaftlich arbeitet, mitbezahlen? Was denn noch alles?
    Sollte kein Weg dran vorbeiführen, dann bitte möglichst um verträgliche Beträge verhandeln und viele Optionen der Altersvorsorge berücksichtigen, nicht nur die gesetzlichen Versicherungen. Auch Immoblien, Kapitalanlagen und sonstiges, womit wirtschaftlich denkende Selbstständige schon in den letzten Jahren für ihr Alter vorgesorgt haben.

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  33. Ludger schreibt:

    Auch ich begrüße außerordentlich Euer Engagement für eine faire Behandlung Selbständiger. Offensichtlich weiß die Politik noch nicht, wie sie Selbständige zwischen Angestellten und Kapitalgesellschaften (z. B. GmbHs) einordnen soll. Hier wäre eine faire Positionierung mehr als wünschenswert. Bisher sieht es so aus, als würden wir von jeder der beiden Seiten eher das Schlechte bekommen.

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  34. Dorothea schreibt:

    Danke für Euren Einsatz! Ich kann Euch da nur unterstützen, da ich horrende KV-Beiträge zahle, die mich in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Ich sehe nicht ein, warum wir als Selbständige AN- und den AG-Anteil voll selbst zahlen müssen. Auch die Bemessungsgrundlage hinkt – wenn ich ein sehr schlechtes Jahr habe, werde ich auf Basis des letzten EK-Steuerbescheids bemessen; wenn ich also vor 2 Jahren ein Super Jahr hatte, muss ich von wenig EK sehr viel KV zahlen. Wir sollen halt alle schön brav wieder ins Angestellten-Verhältnis gedrängt werden! Selbständigkeit ist nicht gern gesehen in deutschen Landen. Sehr schade und bisweilen echt frustrierend. Weiter so, Ihr habt meine volle Unterstützung!

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für das positive Feedback! Die Logik, dass man als Selbstständiger zugleich sein eigener Arbeitgeber ist und deshalb Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil tragen muss, finde ich schon nachvollziehbar. Aber gerade deshalb ist es wichtig, dass die Bemessung dann fair erfolgt.

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    2. Anke Balkmann schreibt:

      Hallo Dorothea, ich finde es gut, dass du diesen Punkt ansprichst. Ich habe nämlich auch den Eindruck, dass die ganzen Benachteiligungen der Solo-Selbstständigen System haben.
      Aus meiner Sicht hängt es damit zusammen, dass Solo-Selbstständige das kapitalistische System in einigen Punkten infrage stellen und nicht ins System passen. Sie versuchen ja autark zu sein und selbstbestimmt zu arbeiten. Du arbeitetst aber einfach nur und versuchst damit deinen Lebensunsterhalt zu bestreiten. Dies ist politisch nicht gewollt! Das System verlangt, dass man entweder abhängig beschäftigt ist oder aber selbst andere abhängig beschäftigt. Im Kapitalismus sind solche Personen aber nicht vorgesehen, weil zu unabhängig. Da du glaubst, einfach selbstbestimmt arbeiten zu können ohne dich im kapitalistischen System komplett einzufügen, kommmt eben der Staat und zeigt dir, dass du das mal voll vergessen kannst. Er melkt dich ab. Erst wenn es so gut läuft, dass du Mitarbeiter einstellen kannst, ändert sich das wieder, weil du dann wieder andere abhängig beschäftigst und das Spiel von abhängig arbeiten/abhängig beschäftigen wieder mitspielst. Dieser Staat hat nicht das geringste Interesse an diesen Soloselbständigen, weil sie die gesamte Arbeitswelt und die Strukturen infrage stellen.

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  35. Agnes Lücker schreibt:

    Ich begrüße eure weiteren Forderungen sehr und bin als Teilzeit-Selbständiger daran interessiert, dass die Belastungen der Selbständigen denen der Angestellten angeglichen werden. Es gibt keinen Grund Mindestbeiträge zahlen zu müssen, die nicht dem tatsächlichen Einkommen angepasst sind. Auf welcher Grundlage wurde so etwas überhaupt eingeführt? Bitte bleibt weiter bei eurem Engagement, damit endlich ein Umdenken in der Politik stattfindet und damit gute Idee und risikofreudiger Einsatz von Selbständigen nicht wegen unsinnigen Zahlungsforderungen gleich im Keim erstickt werden!

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  36. Frank Schneider schreibt:

    Ich stimme mit Ihren Vorstellungen von einer fairen Berechnung für Selbstständige überein.
    Nur eine Berechnung auf Grund des tatsächlichen Verdienstes wäre gerecht.
    Weil diese Berechnung zwar immer zeitversetzt erfolgt, muss ich mich vielleicht auf eine Nachzahlung
    einrichten.
    Dies sollte aber jeder Kleinunternehmer im Griff haben und entsprechend der Geschäftserfolge des
    laufenden Jahres etwas Geld zurücklegen.
    Diese Ungleichbehandlung gegenüber den Angestellten ist mitunter existenzbedrohend.
    Ich hatte schon Monate, in denen ich nicht mal 400 € verdient habe.

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  37. Hans Peter Krämer schreibt:

    Alles andere als eine Anpassung der Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung ab einem Einkommen über 451,00 Euro ist politische Augenwischerei. Ich verweise dazu auf die Tabelle, die man beim Aufruf der Website http://www.sozial-und-fair.com findet. Die Beiträge zur freiwiligen Krankenversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse sind ja beileibe nicht das Einzige, was da im Argen liegt. Lieber Frank Schneider, was für Rücklagen soll den ein Kleinunternehmer bilden können in Anbetracht dieses gesetzlichen Elends, das jeden Arbeitswilligen nachhaltig diskriminiert, und jeden Berufsfaulenzer sichtbar besser stellt? Ich habe den offenen Brief an Frau Merkel vor allem im Raum Nordrhein-Westfalen an SPD-Mitglieder verteilt, und hoffe, sehr dass sich das bei der Entscheidung am Wochenende auswirkt. Erst mal muss Frau Merkel weg!!!

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  38. Leoni schreibt:

    Hallo vielen Dank erstmal für Euren Einsatz!!! Ich bin jedoch der Meinung, dass ein Beitrag für die GKV nur nach dem tatsächlichen Verdienst berechnet werden darf. Es kann nicht sein, dass ein Selbst-ständiger aufgrund von fiktiven Einkommen seine Beiträge bezahlen muß. Wenn es um Steuererklärungen geht kann ich auch nicht einen fiktiven Verdienst angeben ohne mit einer Bestrafung zu rechnen. Außerdem verstößt dieser Mindestsatz den sich unsere Politiker aus den Fingern saugen gegen das Gleicheitsgesetz was im Grundgesetz verankert ist. Somit müßten auch alle Angestellten von einem fiktiven Verdienst ihre Beiträge bezahlen. Wir leben mittlerweile in einem Land indem Menschen dafür bestraft werden, wenn sie selbst-ständig arbeiten, das ist Frau Merkel aus dem Osten ja auch nicht gewohnt, deswegen sträubt sie sich wohl gegen eine Absenkung der Beitragsbemessungsgrenze.

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  39. Simone schreibt:

    Ein recht herzliches „WEITER SO“!
    Ich hege schlimmste Befürchtungen, welche finanziellen Belastungen da noch bevorstehen…
    Ich finde dieses Forum sehr spannend – auch die kritischen oder ergänzenden Kommentare – und unterstütze weiterhin die Argumente von Andreas und Max / die Petition des VGSD!
    Gerade eben habe ich mir die Tabelle der von Hans Peter Krämer genannten Seite angesehen. Die Differenz ist tatsächlich erschütternd, vor allem OHNE Kindergeld… (allerdings finde ich die einleitende Wortwahl problematisch und nicht gerade antezeigt, um sich in der adressierten Politikerrunde Aufmerksamkeit zu verschaffen)

    Antworten
    1. Hans Peter Krämer schreibt:

      Ich danke Dir für Deinen Hinweis. Hinsichtlich der von mir gewählten Worte, allerdings darf ich anmerken, dass bislang gleich welche Wortwahl zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt haben. Zitat Anke 19.01.2018, 02:22 Uhr: „Es geht um Gleichbehandlung und Fairness und um Wahrgenommenwerden.“ Das mit Abstand beste Zitat in dieser Diskussion. Der aktuelle, sich hoffentlich bald ändernde Zustand der Gesetze ist eine tägliche Beleidigung des davon betroffenen Teils der Bevölkerung. Mir liegt seit gestern der Bescheid einer Krankenkasse über beinahe 800,00 Euro Beiträge zur Krankenversicherung für einen 16-jährigen vor…… . Da halte ich die von mir gewählten Vergleiche durchaus für angemessen.

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  40. Steiner-Böhm Evi schreibt:

    Ich bedanke mich bei euch für die gute Arbeit. Das hatte ich mir früher von der Gewerkschaft erwartet, dieses grundlegende Verständnis für die Situation von Selbständigen. Viel Glück und Erfolg an alle Aktiven hier!

    Antworten
  41. Antworten
  42. Thomas schreibt:

    Vielen Dank auch von mir. Mein Gewerbe habe ich zwar zum 31.12.17 abgemeldet, aber falls wirklich faire Bedingungen eingeführt werden, bin ich wieder dabei. Weiter so!!!!!!!!!

    Antworten
  43. Steffi schreibt:

    Vielen Dank dass Ihr einfach nicht aufgebt. So habe ich doch noch Hoffnung, mich selbständig machen zu können, insbesondere auf die Forderung der Gleitzonenregelung genauso auf Selbständige zu übertragen sowohl bei den Krankenversicherungs- als auch den Rentenversicherungsbeiträgen.

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      @ Agnes, @ Frank, @ Hans Peter, @ Leoni, @Simone, @ Evi, @ Hannah, @ Thomas, @ Steffi
      Danke für das positive Feedback! 🙂

      Antworten
  44. Sabine schreibt:

    Vielen Dank für die gute Arbeit ! Ich freue mich sehr, dass mehr Gerechtigkeit in Sicht ist.

    Auf ein Problem, was Selbständigen betrift, wenn sie in Rente gehen, möchte ich noch hinweisen: Als sogenanntes freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung muss man den vollen Regelsatz von zur Zeit ( 2017) 14,6 Prozent zur gesetzlichen Krankenversicherung auf das Renteneinkommen zahlen. Und auch hier gibt es eine fiktive Mindestrente von 968,33 Euro. Das heißt, man muss mindestens 137,57 Euro plus Zusatzbeitrag plus Pflegeversicherung zahlen. Hier setzt sich die Ungerechtigkeit weiter fort ! Könnt Ihr Euch des Problems bitte auch annehmen. Vielen Dank und viel Erfolg !
    (Quelle: rentenbescheid24.de/ krankenversicherung-der rentner)

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für den Hinweis, ich habe den Eindruck, das Thema beschäftigt viele hier!

      Antworten
  45. Erna schreibt:

    Gibt es schon irgendwelche konkreten Infos zur Altersvorsorgepflicht? Ich zahle aktuell schon freiwillig in die RV ein, allerdings prozentual natürlich weniger als ein Angestellter.

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    1. Antworten
  46. Sonja schreibt:

    Zum Glück bin ich derzeit in einem Angestelltenverhältnis, war aber zwischenzeitlich auch mal ein paar Jahre selbstständig, kenne daher die Ungerechtigkeit und finde, dass das auf jeden Fall behoben werden muss. Und ich fürchte der kurze Ausflug in die Selbstständigkeit, wird mir auch noch Nachwehen als Rentner bescheren, denn um das Dilemma der überhöhten KV Beiträge abzuschwächen, habe ich mich seinerzeit von einer privaten Krankenkasse „einfangen“ lassen. Auch wenn ich nur für 5 Jahre in dieser Situation war und ich nun wieder gesetzlich versichert bin, wird mich dies auch zukünftig entschieden benachteiligen. Es ist gut, dass sich jemand für dieses Thema einsetzt. Danke und viel Erfolg!

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  47. Antworten
  48. Antworten
  49. Anke schreibt:

    Danke für Euren Einsatz. Es ist alles in meinem Sinne. Es geht nicht darum, Vorteile gegenüber Angestellten zu haben (selbst wenn wir als Selbstständige freiwillig viel mehr Risiko auf uns nehmen, das ist für mich und viele andere eine freie Entscheidung). Es geht um Gleichbehandlung und Fairness und um Wahrgenommenwerden. Der Kampf an der Front ist nicht meines, umso dankbarer bin ich, dass ihr das tut und ich mit der Mitgliedschaft und Weiterempfehlungen eben diesen Kampf für uns alle unterstützen kann.

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  50. Rene schreibt:

    Dies teile ich zu 100%. Leider habe ich gerade den Krankenkassenbeitragsbescheid (freiwillig gesetzlich versichert) für 2018 erhalten. Und wen wundert es: ich muss nahezu 7,5% mehr bezahlen als 2017…

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      @ Sonja, @Anne @ Chris, @ Anke, @ Rene
      Danke für das positive Feedback!

      Antworten
  51. Thomas Grund schreibt:

    Es ist gut und wichtig, eine starke Interessengemeinschaft (VGSD) zu bilden. Die bisherige Arbeit des VGSD – im Verbund mit weiteren Interessengruppen – scheint nun endlich in der Politik angekommen. Wurde auch Zeit!

    Vieles wurde zum Thema bereits gesagt und geschrieben. Im Wesentlichen kann ich mich den Ausführungen und den Meinungen anschließen.

    Ich vertrete folgende Position:
    Arbeitnehmer und (Teilzeit-)Selbstständige sollen endlich gleich „fair“ behandelt werden. Gültig ab 01.01.2018 oder früher. Die ganze Thematik mag einiges an Komplexität in sich bergen. Mag ja sein. Komplexität raus und los geht es. Fokus auf das große Bild. Je weniger Ausnahmen u/o Sonderregelungen am langen Ende, um so besser.

    Die Leistung von (Teilzeit-)Selbstständigen und Arbeitnehmern (abhängigen Beschäftigten) muss auf Dauer in etwa gleich bewertet werden und dies drückt sich letztlich im Preis/Zeiteinheit aus.
    Kalkulieren (Teilzeit-)Selbstständigen einen Preis OHNE adäquate Berücksichtigung von KV/PV/RV/AV, kommt das einem Lohndumping gleich und führt zu einer Abwärtsspirale. Gibt der Markt keinen ausreichenden Preis her, ist das Geschäftsmodell auf Dauer zu überprüfen.

    KV/PV:
    Gleichstellung. Natürlich müssen Selbständige (Solisten sind AG und AN in Personalunion) die vollen Beiträge, d.h. den AG- und AN-Anteil aufbringen. Messlatte ist der ermittelte Gewinn, welcher mit dem Bruttolohn eines abhängig beschäftigten Arbeitnehmers gleichzusetzen ist. Keine Hinzurechnungen. Ob in die GKV oder PKV eingezahlt wird, soll auch weiterhin freigestellt sein.
    RV:
    Gleichstellung auf Dauer auch hier. Einfache Regelungen zum Bestandsschutz notwendig. Ob nun in staatliche Kassen eingezahlt wird oder private Vorsorge, soll weiterhin freigestellt sein.
    AV:
    Gleichstellung auf Dauer auch hier. Einfache Regelungen zum Bestandsschutz notwendig. Ob nun in staatliche Kassen eingezahlt wird oder private Vorsorge, soll weiterhin freigestellt sein.

    Bottom line: Wenn schon Gleichstellung angestrebt wird, dann aber konsequent. Ein bisschen schwanger geht nicht. Sollte „cherry picking“ das Ziel sein, dann braucht es eine andere Überschrift.

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Danke für den ausführlichen Kommentar, klingt für mich alles plausibel!

      Antworten
  52. Silvia schreibt:

    Hier das Zitat des vgsd, auf welches ich mich hier beziehe: „Auch die Bemessungsgrundlage muss an die von Angestellten angepasst werden: Es ist nicht einzusehen, dass Selbstständige auf Mieten und Kapitaleinkünfte, die ihrer Altersvorsorge dienen, Beiträge bezahlen, Angestellte nicht“. Dieser Passus sollte ebenfalls bei Rentner (und EM-Rentnern) gelten. Ich bin Rentnerin, genauer Erwerbsminderungsrentnerin, bin jedoch sehr wohl von der Regelung betroffen, da ich leider nicht in die KVdR reingekommen bin und auf Einnahmen wie z.B. Vermietung und Verpachtung hohe Krankenkassenbeiträge (und zwar sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeberbeiträge) zahlen muß. Auch hier finde ich, sollte eine einheitliche Regelung her, dass Rentner im allgemeinen nicht zusätzlich auf Einnahmen wie Vermietung und Verpachtung, Kapitalerträge, etc. Beiträge zahlen müßen!!! Rentner, welche in der KVdR sind, zahlen darauf keine Beiträge!!!

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    1. Antworten
  53. Monika schreibt:

    Herzlichen Dank für den unermüdlichen Einsatz. Als Honorardozentin bin ich mehrfach gekniffen. Nicht nur, dass ich wie alle einen viel zu hohen Krankenkassenbeitrag zahlen muss, ich muss auch noch in die Rentenkasse einzahlen. Grundsätzlich bin ich für ein Solidarprinzip. Aber alles in allem dann auf fast 60% Abzüge zu kommen, das ist nicht nur unfair, sondern eine Frechheit. 60 Stundenwoche und umgerechnet dann einen Lohn von 5 Euro, das zeigt auf, wo der Mindestlohn für Selbständig durchaus liegen kann.
    Ich wäre dafür, das für die Selbständigen mit einem geringen Umsatz lediglich den „Arbeitgeber-Anteil“ zu zahlen hätten und das sowohl für die Krankenkasse als auch für die Rentenversicherung. Wer anfängt und eine Website gestaltet, der darf erst mal an die Künstlersozialkasse Abgaben leisten. Als ich als Honorardozentin anfing hatte ich einen Umsatz vor Steuern von 3.600 Euro im Jahr! Davon durfte ich dann auch noch 450 Euro an die Künstlersozialkasse für die kreative Gestaltung meiner Webseite nebst eingestellte Fotos zahlen. Es gibt auch hier keine Ausnahme für Selbständige mit einem geringen Umsatz. Wenn die Politik so weitermacht, dann wird sie alle die, die sich auf den Weg machen eine Selbständigkeit anzustreben dafür bestrafen. Manchmal kann man lieber einen Minijob annehmen und ist versichert und hat dann auch das Geld auf dem Konto. Ach ja, und Bildung darf ja in unserem Land nichts kosten, stand auf irgendeinem Plakat vor den Bundestagswahlen. Und genauso fühlt man sich als Dozentin. Die Stundenlöhne sind erbärmlich niedrig. Die gesamte Vorbereitugnszeit und Nachbereitung von Fortbildungen und Seminaren werden nicht vergütet. Platz ein Kurs oder ein Seminar, dann war es das, keine Kohle trotz arbeit.

    Leider bekommt ihr meinen Frust ab. Auch wenn die Linke bereits eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt hat, interessiert es die Politik bisher noch nicht wirklich. Von daher herzlichen Dank für euren Einsatz.

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    1. Lutz Teubner schreibt:

      Monika deinem Beitrag kann ich nicht ganz folgen.
      der AG Anteil ist meines Wissens nach bis zu 82 % steuerfrei was Rente angeht.
      Als „Hauptberuflich:“ Freiberufler willst du doch nicht auf anrechenbare Anteile verzichten oder?
      Der Teilungsfaktor ist 50/50 An/ AG-Anteil.
      AG Teil ist voll vom Umsatz abziehbar ( es bleiben umständehalber 82 % )
      der Hasenfuss liegt m.E. darin, das der 50% AN Anteil den AG-Anteil bestimmt.
      Siehe auch Kreislaufberechnung.
      Schau mal bei einr Bilanzbuchhalterin über die Schulter oder lass dir mal eine händische Rechnung vorführen.
      Selbst Buchhalter wissen z.T. nicht das von Softwareprodukten nicht sichtbare Zwischenkonten zur Berechnung herangezogen werden.
      Frag mal einen Steuerberater wie du es auf den Cent genau händisch nachrechnen kannst.
      Gib ihm aber nur 2 Zahlen Umsatz und notwendige Ausgaben die zu diesem Umsatz geführt haben.
      Laß dich überraschen

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      1. Monika schreibt:

        Hallo Lutz Teubner,
        nun stehe ich auf dem Schlauch, ich verstehen deine Ausführungen nicht. Ich bin Selbständig und muss die vollen Abgaben doch leisten, oder? Wem will ich denn wo was abziehen???? Mit dem „AG-Anteil“ meinte ich, dass es ja auch reichen würde, wenn Selbständige eben nur den insgesamt hälftigen Betrag sowohl in die Renten- als auch KK einzahlen. Derzeit zahlte ich über 160 Euro in die RV ein, bekomme aber (ich weiß es ist ein Solidarprinzip) lediglich 5 Euro mehr Rente! Und als Honorardozentin bin ich pflichtversichert! Also 350 Euro KK und derzeit 260 Euro RV sind zusammen 610 Euro die ich zahlen muss zzgl. Steuern! Und das bei einem Jahresumsatz von 10.000 Euro vor Steuern! Jetz sagen Sie mir doch mal bitte, wo ich falsch denke und wo ich was buchen soll???
        Vielen Dank
        Monika

        Antworten
  54. Sabine schreibt:

    Danke für das Engagement. Ich bin seit 25 Jahren von dieser Regelung betroffen und da ich die meiste Zeit deutlich unter der Mindestbeitragsgrenze lag, blieb einfach kein Geld mehr für eine angemessene Altersvorsorge übrig. So treibt man die Menschen sehr erfolgreich in die Altersarmut. Ich habe mich immer gefragt, wie der Gesetzgeber sich eigentlich das vorstellt, dass jemand der selbständig ist, automatisch mehr als ca. 2.280 €/Monat Einnahmen hat, am besten auch nicht krank ist oder mal frei macht. Und wenn er diese Einnahmen nicht hat, wo soll er das Geld dann eigentlich hernehmen. Mir scheint, da kursiert bei vielen immer noch das Vorurteil, dass Selbständige ja per se viel verdienen und im Gegensatz zu den armen Angestellten ja so viel von der Steuer absetzen können. Mir ist dieses Logik in vielen Diskussionen begegnet. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Politik mal anfängt differenzierter auf das Selbständig-sein zu schauen.

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  55. Martin Guttenberger schreibt:

    Ich bin strikt gegen eine Ausdehnung des staatlichen Würgegriffs!
    Das ist doch nur Kuhhandel, damit die Sozialkassen gefüllt bleiben. Politiker scheinen zu glauben, daß Selbständige, die ihre irrwitzigen Vorgaben zu Pflichtbeiträgen nicht erwirtschaften können, als Angestellte oder Arbeiter besser abschneiden würden. Und wer stellt dann gescheiterte Gründer im Alter von 50+ ein?
    Meine private KV hebt Jahr für Jahr die Beiträge um 10-20% an. Da gibt es nichts neu zu verteilen. Jeder zusätzliche Euro Pflichtbeitrag bringt mich näher an Sozialtransfers – jetzt und in Zukunft.
    Pflichtversicherungen sind ineffizient und damit kontraproduktiv. Bei Riester und Rürup fressen die Gebühren die staatliche Subvention weg. Wer privat vorsorgt, gibt und nimmt nichts in die / aus der Rentenkasse. Mehr ist auf absehbare Zeit nicht zu holen!
    Wenn der Staat mehr und länger Rentenbeiträge sehen will, muß er Menschen früher in Lohn und Brot bringen. Nicht jeder braucht Abitur und Studium.

    Antworten
  56. Beate schreibt:

    Ich kann die Forderungen nur unterstreichen und unterstützen. Wenn mir mein ‚Job‘ nicht in anderer Hinsicht soviel Spaß machen würde, hätte ich schon lange ‚hingeworfen‘! Ich ärgere mich seit über 10 Jahren über die in meinen Augen völlig überzogenen Beiträge, die ich ganz alleine stemmen muss! Von den Rentenzahlungen habe ich ja später wenigstens noch etwas, aber die KK-Beiträge sind exorbitant!
    Kollegen/innen, die ihre Tätigkeit ’nebenberuflich‘ ausüben, verdienen quasi fast das Doppelte für die gleiche Tätigkeit!!!
    Insofern DANKE für diese Aktion, die hoffentlich von Erfolg gekrönt sein wird!!!

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  57. Antworten
    1. Antworten
  58. malzew schreibt:

    Mindestbemessunggrenze ändert sich zum 01.01.2018 von bisher 2231,25 Euro auf 2283,75 Euro.

    Antworten
  59. I. Bunke schreibt:

    Neben der Absenkung der Mindestbemessungsgrenze bei den Beiträgen gerade für „kleine“ Selbstständige, was hoffentlich baldigst passiert muss noch eine weitere Ungerechtigkeit angegangen werden.
    Thema Pflege von Angehörigen, Angestellte erhalten 10 Tage eine Art Lohnfortzahlung von der ges. Krankenversicherung, wenn sie einen akuten Pflegefall in der Familie beteuen müssen, sprich Heimplatz suchen, sich mit der ganzen Pflegebürokratie auseinandersetzen und dadaurch der Arbeit fernbleiben müssen. Selbständige als freiwilliges Mitglied der geseltzlichen Krankenkassen haben keinen Anspruch auf solch eine Lohnfortzahlung, obwohl deren Arbeit auch liegenbleibt, sie in in der Zeit auch einen Verdienstausfall haben, sie auch in die Pflegeversicherung einzahlen müssen als freiwilliges Mitglied der Gesetzlichen Krankenversicherung. Wieso wird hier wieder mit zweierlei Maß gemessen, zum Nachteil der Selbständigen?

    Antworten
  60. Rainer schreibt:

    Erstmal vielen Dank für euren Einsatz.
    Gerade habe ich von meiner BKK die Mitteilung bekommen, daß sich durch eine Gesetzesänderung zum 01.01.2018 die Berechnung der Beitragsbemessung grundsätzlich geändert hat.
    Zuviel bezahlte Beiträge werden anscheinend ab jetzt zurückerstattet (bisher war das Geld weg).
    Wem habe ich denn diese, längst überfällige, Änderung zu verdanken?

    Antworten
    1. Thomas schreibt:

      Diese Mitteilung habe ich auch erhalten. Bezogen auf meine konkrtete Situation ist sie aber vollkommen bedeutungslos. Wer Einkünfte unterhalb der Mindestbemessungsgrenze erzielt, bekommt nach wie vor nichts zurück. Die Bemessungsgrenzen werden durch diese Gesetzesänderung nicht aufgehoben. In meinem Fall werden Beiträge auf ein fiktives Einkommen von ca. 2300 Euro erhoben. Dem stehen tatsächliche Einkünfte von etwa der Hälfte gegenüber. Rückzahlungen sind auf Grund dieser Sachlage nicht zu erwarten. Die betreffende Mitteilung meiner BKK, ist in meinen Augen irreführend, man könnte auch sagen der Wahrheitsgehalt geht, meiner Ansicht nach, gegen Null.

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  61. Linda Guzzetti schreibt:

    Liebes Team von VGSD,

    ich auch finde diesen Beitrag sehr gut.
    Ich habe darauf auf den Blog der Sprachlehrbeauftragten aufmersam gemacht: https://sprachlehrbeauftragte.wordpress.com

    Dieses Thema ist für die Honorarlehrkräfte sehr relevant und wir setzen uns auch seit Jahren für die Senkung der Beitragsbemessungsgrenze.
    Siehe dazu: https://www.dafdaz-lehrkraefte.de/

    Es wäre schön, unsere Anstrengungen besser zu koordinieren.

    Mit vielen Grüßen, Linda Guzzetti

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Linda,
      vielen Dank für deine Unterstützung.
      Ich bin auf DafDaz im Zusammenhang mit der Petition „Faire Beiträge“ zugegangen und sie haben mehrfach auf die Petiton hingewiesen.
      Gerne hätten wir DafDazu auch bei der bagsv (Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände) dabei und sie ensprechend eingeladen. Leider ist das wieder etwas eingeschlafen, wahrscheinlich aufgrund der hohen zeitlichen Belastung durch die Lehrtätigkeit.
      Von unserer Seite würden wir sehr gerne zusammenarbeiten!
      Falls du da was bewegen kannst, freuen wir uns.
      lg A

      Antworten
  62. Susanne schreibt:

    Danke für Euren Einsatz, ich unterschreibe Eure Vorgehensweise.
    Die schleichende, jährliche Erhöhung der Beitragsbemesungsgrenzen könnte t noch mehr ins Bewusstsein gebracht werden. Die öffentliche Diskussion geht immer „nur“ um die Beitragssätze – die Bemessungsgrenze wird jährlich angehoben und die Erhöhung einfach hingenommen (so ist jedenfalls meine Wahrnehmung).

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Wir weisen immer vor dem Jahreswechsel darauf hin, aber du hast Recht: Es ist ein schleichende Gift. Wegen 10 Euro hier und 10 Euro da geht man nicht gleich auf die Barrikade.

      Antworten
  63. Christiane schreibt:

    Danke für euren Einsatz!!! Das macht mir Hoffnung.
    Ich verdiene mit meiner Selbständigkeit als einzige Einnahmequelle nur ca. 900,- € netto. Nachdem ich zur Altersvorsorge eine Rentenversicherung abgeschlossen habe, deren Zinsen nicht ausgezahlt werden sondern den Versicherungsbetrag erhöhen, hat mir die Krankenkasse geschrieben, dass ich nun 400,- € Beitrag zahlen muss.
    Begründung: Ich hätte jetzt Einnahmen aus Kapitalvermögen, dass 11.0000 € übersteigt und daher können sie mir die Mindestbemessungsgrenze nicht mehr nochmal absenken.
    Im Prinzip muss ich die Firma (die seit 2004 besteht) schließen, denn von den übrigen 500,- € kann ich definitiv nicht mehr leben (vorher war es schon schwer). Und das, weil ich für das Alter vorgesorgt habe.
    Das ist doch irre!
    Obwohl das Arbeitsamt mir 2014 sagte, dass ich wg. meiner Erkrankung nicht mehr vermittelbar bin, habe ich mich immer durch Selbständigkeit über Wasser gehalten und keinerlei Leistungen vom Staat in Anspruch genommen …. aber jetzt weis ich echt nicht mehr weiter.
    Daher bin ich sehr froh und dankbar, dass ihr gegen diese bodenlose Ungerechtigkeit vor geht!
    LG Christiane

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Christiane, für dich wäre dann die Absenkung der Mindestbemessungsgrenze auf 1.150 Euro ein wichtiger Fortschritt. Jetzt gilt es dafür zu kämpfen, dass diese Absenkung möglichst bald kommt und es auch nicht dabei stehen bleibt. Ich hoffe die Absenkung kommt noch rechtzeitig, bevor du dein Unternehmen aufgeben musst.

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  64. Kleinstbürgerin schreibt:

    Ganz großartige Arbeit, die Ihr da leistet, vielen Dank!
    Ich habe eine Frage, die nichts direkt mit den Versicherungsleistungen zu tun hat und hoffe, weil ich hier neu bin, dass sie nicht vollkommen am Thema vorbei ist.
    Für Kleinunternehmer gilt ja seit Jahr und Tag die steuerliche 17500-Euro-Umsatzgrenze. Nun sind aber die Versicherungen Jahr um Jahr gestiegen und wenn ich in meinem Bereich wettbewerbsfähig bleiben möchte, tue ich gut daran, im Kleinunternehmerbereich zu bleiben. Aber ich kann von den 17500 Euro im Jahr eigentlich nicht leben, am Ende des Jahres muss ich seit drei Jahren immer einen Kredit für Dezember aufnehmen, damit ich die Versicherungsrechnungen im Januar begleichen kann. Wäre das auch noch ein Argumentationspunkt, dass für Kleinunternehmer der Umsatzsteuerfreibetrag bei den derzeit steigenden Versicherungs- und Mietkosten viel zu gering ist (und man entpsrechend wenigstens die KV senken muss)?

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    1. Andreas Lutz schreibt:

      Der Steuerberaterverband hat sich sehr für eine Erhöhung engagiert, auch die MIT der CDU/CSU. Es schien schon fast beschlossen, dann kam es aber doch nicht. Das ist auf jeden Fall etwas, was auf unserer Agenda ist!

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  65. kommentatorin schreibt:

    Vielen Dank für Euer Engagement!
    Seit langem denke ich, dass für die Beitragsbemessung das zu versteuernde Einkommen zugrunde gelegt werden müsste und nicht die Einkünfte. Schließlich muss man für alle freiwillig Versicherten die Beiträge für die Altersvorsorge und die Kranken- und Pflegeversicherung in Anschlag bringen, die in Relation zu den Einkünften vieler sogenannter „Solo-Selbständiger“ sehr hoch sind.

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  66. Matthias Warneke schreibt:

    Mittlerweile kann ich mit Abstand die Sache verfolgen, da ich nicht mehr selbstständig bin. Im Grunde hat sich in den letzten 25 Jahren nichts geändert. Der Staat, das System holt sich die Mittel dort, wo es was zu holen gibt, um dieses System aufrecht zu erhalten zu rechtfertigen. Es funktioniert ja auch. Als Selbstständiger konnte ich nur 20 Jahre lang, nur reagieren, nicht mehr agieren.
    Es ist gut, das man sich zusammenschliessen kann, wie in diesen Fall, seine Interessen vertreten lassen kann, durch die VGSD, allein hat man keine Chance in diesem System. Nur leider, bevor sich was für Selbstständige ändert, ist das Geld, Rücklagen, Eigenkapital weg.
    Sobald Ihr nämlich Geld verdient, was übrig habt, ist das Finanzamt da.
    Es ist halt so, wenn man als Selbstständiger nicht genug Umsatz hat ( monatlich 100.000 ), zu wenig verdient, ( jährlich vor Steuer 250.000 ) ist man für das System nicht wichtig, es ist dem System, dem Staat scheissegal ob es euch gibt oder nicht.
    Es hilft euch nicht weiter, was ich hier schreibe, nur werdet euch einmal klar, was Ihr monatlich bezahlen müsst und was Ihr davon habt!
    Drei Tatsachen waren bei meiner damaligen Entscheidung ausschlaggebend.
    Begründung eines Urteils, OLG Celle, ….dem ( Finanz)beamten ist es nicht deren oberste Pflicht Gesetze zu beachten, sondern den Mittelzufluss des Staates zu gewährleisten…. später wurde vom Gericht dieser Satz kommentiert, ….es wäre aus dem Zusammenhang gerissen, wie kann ein Urteil ( Rechtsprechung ) damit
    begründet werden, zugleich gesagt werden, es ist aus dem Zusammenhang gerissen?????
    Aussage Finanzamt …… bei einer Betriebsprüfung, …. wir holen es uns da, wo was zu holen ist, das Beste zum Schluss, der Nachfrage warum eine Betriebsprüfung stattfindet…… für einen Betrieb dieser Grössenordnung wirft er zu wenig Steuern ab, also muss man den Betrieb so ausrichten, das er vergleichbare Einnahmen an den Staat generiert, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz, sind kein Argument.

    Werde den VGSD weiter untertützen, in der Hoffnung das, dass allen Selbstständigen weiterhilft, in ihrem täglichen Kampf um ihre wirtschaftliche Existenz.

    Mir war und ist, Moral und Ehre, wichtiger als dieses System weiter zu unterstützen.

    Antworten
    1. Rene schreibt:

      Hallo, hast Du zufällig noch mehr Infos zu dem Urteil und der Begründung des OLG Celle? Vielleicht die entsprechenden Nummer oder sogar einen Link ? Danke

      Antworten
  67. Jürgen schreibt:

    Guten Tag, eine gute Sache für alle gesetzlich Versicherten. Doch wo bleiben die, die in die PKV-Falle geraten sind. Leider bin ich zu lange drin und Ü55 um hier rauszukommen.
    Das Thema wurde zwar schon behandelt, aber ihr solltet das auch in dem Zusammenhang für Privat Versicherte aufgreifen, die hier massiv geschröpft werden…
    Danke

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Wir werden die PKV-versicherten nicht vergessen.
      In Kürze ist wieder eine Telko mit Jörg Somborn als Experte zu diesem Thema.
      Und wir weisen in Gesprächen mit Politikern immer wieder auf diese Situation hin.

      Antworten
  68. Tom schreibt:

    der aktuelle stand sieht so aus, dass selbständige, die bis 850 euro pro monat verdienen, ab 2019 ca. 280 euro mehr pro monat zahlen müssen. selbständige, die bis ca. 1500 euro im monat verdienen, werden ab 2019 ca. 270 bis 400 euro pro monat mehr zahlen müssen, je nachdem ob sie bisher von der härtefallregelung profitieren konnten oder nicht. die einzigen selbständigen, die von den geplanten neuregelungen in irgendeiner form profitieren werden, sind junge selbständige unter 30 mit einem überdurchschnittlich hohen einkommen. sie werden dann im alter eine rente knapp über der grundsicherung verdient haben.

    Antworten
    1. Andreas Lutz schreibt:

      Hallo Tom,
      das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Von der Absenkung der Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung würdest du ja profitieren – auch wenn noch mehr als genügend andere Schlechterbehandlungen bestehen, gegen die wir uns einsetzen werden.

      Antworten
  69. Jessica schreibt:

    Hallo und erst einmal vielen Dank für euren bisherigen Einsatz!

    Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es sich eine Selbstständigkeit nur unverheiratet lohnt. Warum? Ich bin seit zwei Jahren selbstständig und musste bislang immer einen Beitrag von 404,97 € zahlen obwohl ich noch kein richtiges Einkommen habe. Zugrunde gelegt wird aber das gute Gehalt meines Mannes. O-Ton der Kasse: Wenn wir nicht verheiratet wären, wäre es ja auch anders … Na toll! Nun kommt auch noch eine Erhöhung dazu …

    Das finde ich nicht richtig und führt mich immer wieder dazu, zu überlegen, geht das neben den beiden Kindern gut? Es kann doch nicht sein, dass ich meinen Traum nicht erfüllen kann, an das Ersparte gehen muss, nur damit die Kasse zufriedengestellt wird. Ich bin eine Kämpferin, nur ob diese Richtung gerade richtig ist …

    Den Punkt mit aufzunehmen wäre mir eine Herzensangelegenheit!

    Liebe Grüße! Jessica

    Antworten
  70. Andreas Lutz schreibt:

    Hi Jessica, die Berücksichtigung des Gehalts des Partners bei der Härtefallregelung ist ein großes Ärgernis. Diesbezüglich solltest du aber von der Halbierung der Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung profitieren… – Wenn sie dann kommt… Auf jeden Fall müssen wir weiter kämpfen, die Grenze von 1.150 Euro kann nur ein erster Schritt sein.

    Antworten
  71. Rolf schreibt:

    Die Aktivitäten hierzu unterstütze ich voll und ganz. Die Ungleichbehandlung der Freiberufler muss endlich aufhören. Herzlichen Dank an Andreas und Max für ihre Aktivitäten.

    Aktuell habe ich die Situation, dass ich für die Altersvorsorge Aktien gekauft habe und im Jahr 2016 im Depot Umschichtungen vorgenommen habe. Dabei habe ich auch einige Gewinne gemacht, die in meinem Steuerbescheid für 2016 aufgeführt sind. Von den meisten Gewinnen hat sich das Finanzamt über die Abgeltungssteuer 25% genommen und ansonsten hat sich noch die Bank über die Gebühren bedient. Was übrig geblieben ist, habe ich wieder in Aktien angelegt.
    Meine Krankenversicherung (GKV) interessiert das alles nicht (Widerspruch läuft); aufgrund der Kapitaleinkünfte wurde ich für 2018 mit einem Beitragssatz von über 770 Euro monatlich (anstatt bislang ca. 411 Euro monatlich) eingestuft. So wird ein großer Teil meiner gewonnenen Altersvorsorge vom Staat und der GKV wieder „aufgefressen“.

    Fazit: Das Honarar als Freiberufler besser in bar auszahlen lassen und es fürs Alter unter die Matratze legen.

    Viele Grüße
    Rolf

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