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Netzwerktag für Selbstständige mit Barcamp am 02. + 03. März 2023 in Frankfurt/Main
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Was wir erreicht haben und was wir vorhaben Jahresrückblick 2022 – Ausblick auf 2023

Wir hoffen, du bist gut und gesund ins Jahr 2023 gekommen! Im Rahmen unseres Jahresrückblicks wollen wir gemeinsam mit dir das Jahr 2022 Revue passieren lassen, immer wieder verbunden mit Ausblicken darauf, was wir im neuen Jahr planen. Gegen Ende findest du Kennzahlen zur Entwicklung des Verbands.

Unser Jahresrückblick und Ausblick auf das neue Jahr

Doppeljubiläum

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Im Juni 2012 fand die Gründungsversammlung des VGSD statt, so dass unser Verband im Sommer 2022 zehn Jahre alt wurde. Zahlreiche Regionalgruppen nahmen das zum Anlass, das Jubiläum mit besonderen Veranstaltungen zu feiern. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) hatte fünf Jahre nach ihrer Gründung im Februar 2017 ein Jubiläum.

Bundesweites Netzwerktreffen 2023

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Eigentlich hatten wir aus Anlass des Zehnjährigen für Mai 2022 ein großes Barcamp in Frankfurt/Main geplant. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten mussten wir dann aber einsehen, dass wir uns damit unter Corona-Bedingungen zu viel vorgenommen hatten.

Stattdessen wird nun am 2. und 3. März 2023 das erste bundesweite Netzwerktreffen für unsere Mitglieder sowie die Mitglieder befreundeter Verbände stattfinden. Am Vorabend feiern wir in einem Restaurant, am Haupttag wird dann endlich das lange geplante große Barcamp stattfinden. Die Veranstaltung ist schon jetzt so gut wie ausverkauft, es sind nur noch wenige Restkarten verfügbar.

Mitgliederversammlung und Abschied von Claudia Kimich als Vorständin

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Neues und altes Vorstandsmitglied: Silke Wüstholz (l.) mit ihrer Vorgängerin Claudia Kimich

Am 18. November fand in München unsere Mitgliederversammlung (MV) 2022 statt, auf der wir die stellvertretende Vorstandsvorsitzende neu wählten. Unser bisheriges Vorstandsmitglied Claudia Kimich trat nach drei Jahren nicht mehr zur Wahl an. Wir bedankten uns bei ihr mit einem großen Blumenstrauß und einer Laudatio. Schon lange vor ihrer Vorstandstätigkeit hatte sie ihr Engagement begonnen: Viele Talk-Expert/innen verdanken wir ihrer Empfehlung.

Nach ihrer Wahl 2019 sorgte sie dafür, dass wir uns als Vorstand, aber auch mit den aktiven Mitgliedern sehr viel häufiger trafen: Das war die Geburtsstunde der "Aktiven-Vikos", regelmäßigen Videokonferenzen mit unseren Aktiven, in denen wir über wichtige Neuigkeiten informieren und den gegenseitigen Unterstützungsbedarf abfragen. Auch die intensivere Betreuung der Gruppensprecher (inzwischen durch Maxi Albrecht) und generell intensivere und bewusstere Wertschätzung gegenüber den ehrenamtlich Engagierten waren Claudia ein wichtiges Anliegen.

Mit von ihr moderierten Erwartungsklärungsgesprächen half sie uns darüber hinaus bei der Personalentwicklung. Wir hoffen, dass wir auch nach ihrer Vorstandstätigkeit noch gelegentlich von ihrer außergewöhnlich guten Menschenkenntnis und schnellen Entschlossenheit profitieren dürfen.

Silke Wüstholz als neue Vorständin gewählt, Alexandra Meister als Beirätin bestätigt

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Als Nachfolgerin wurde Silke Wüstholz gewählt. Sie ist Sprecherin unserer Regionalgruppe Karlsruhe und als Coach im Gesundheitsbereich tätig, zum Beispiel für Kliniken. Wir freuen uns schon auf die erste gemeinsame physische Vorstandssitzung, die am 19. Januar 2023 bei uns im Büro stattfinden wird.
Alexandra Meister wurde erneut für drei Jahre in den VGSD-Beirat gewählt. Alexandra als Personal-Expertin hat uns beim Wachstum des VGSD von zwei auf inzwischen zehn Mitarbeiter/innen begleitet, ohne sie hätten wir nicht so schnell wachsen können.

Offsite-Workshop: Wie es mit dem VGSD weitergeht

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Ebenfalls auf Initiative von Claudia veranstalteten wir am 6. und 7. Oktober 2022 erstmals einen "Offsite-Workshop" von Vorstand und Beirat. "Offsite", weil wir uns nicht wie sonst im Büro trafen, sondern bewusst in einem Hotel außerhalb von München. Thema: "Der VGSD im Jahr 2032". Es war uns wichtig, eine gemeinsame Vision zu entwickeln, wie der Verband in zehn Jahren aufgestellt ist, was wir politisch erreichen und an Service zusätzlich anbieten wollen, wie viele Mitglieder, aber auch Mitarbeiter wir dann ungefähr haben werden, welche zusätzlichen Skills wir dann benötigen. Das Offsite war so produktiv, dass wir es auch 2023 durchführen werden, und zwar am 15. und 16. Mai.

Mitgliederversammlung erstmals online

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Und natürlich werden wir auch 2023 wieder eine MV organisieren, aller Wahrscheinlichkeit erstmals online. Die dafür nötige Satzungsänderung haben wir bereits bei der MV 2021 beschlossen und auch Programmierungsarbeiten durchgeführt, die eine Online-Abstimmung der stimmberechtigten Mitglieder ermöglichen.

Durch den Netzwerktag im März in Frankfurt ist sichergestellt, was uns besonders wichtig ist: Dass trotz Online-MV auch 2023 eine Gelegenheit zum physischen Treffen mit unseren engagierten Mitgliedern besteht.

Reform des Statusfeststellungsverfahrens und EU-Richtlinie zur Plattformarbeit

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Wie alle Jahre wieder hat uns auch 2022 (leider) das Thema Scheinselbstständigkeit beschäftigt. Zum einen in Form der im Frühjahr 2021 im Schnelldurchgang beschlossenen und am 1. April 2022 in Kraft getretenen "Reform" des Statusfeststellungsverfahrens. Zum anderen in Form der geplanten EU-Richtlinie zur Plattformarbeit, die den Plattform-Begriff derart weit definiert, dass ein Großteil der Selbstständigen in Europa darunter fällt.

Wir diskutierten 2022 bei im Rahmen der BAGSV organisierten Onlinekonferenzen mit Politikern und Beamten über die Richtlinie, berichteten immer wieder in aufwändig recherchierten Beiträgen über den Stand der Gesetzgebung und schmiedeten neue Bündnisse. Die führenden Arbeitgeberverbände warnten in einem Brandbrief vor dem "Ende der Solo-Selbstständigkeit" und auch die Mittelstandsallianz warnte in einem offenen Brief vor dem Richtlinienentwurf. Die FDP verweigerte der Richtlinie innerhalb der Bundesregierung ihre Zustimmung, was im EU-Rat zu einer Enthaltung Deutschlands führte.
Auf ein sehr positives Echo stieß auch unsere vierteilige Serie "Schütze deine Selbstständigkeit" mit vielen Tipps, was jeder Einzelne von uns tun kann, um dem Verdacht von Scheinselbstständigkeit vorzubeugen.

Vera Dietrich ist zurück

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Im September 2022 hat Vera Dietrich nach längerer Auszeit wieder ihre Tätigkeit für uns aufgenommen. Unter anderem vertritt sie uns bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) organisierten Verbändedialog "Stärkung von Frauen in Mittelstand, Handwerk, Gründungen und Start-ups", arbeitet dazu eng mit anderen beteiligten Verbänden zusammen und hat schon eine ganze Reihe von VGSD-Anliegen mit auf die Agenda gebracht.
Ein großer Erfolg für sie – und für alle Selbstständigen – ist, dass das durch ihre Bundestagspetition initiierte "Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs" 2022 zu einer deutlichen Abnahme des Abmahnmissbrauchs geführt hat.

Lars Bösel engagiert sich auch politisch

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Lars Bösel, vielen als Podcast-Host, Talk-Moderator und Sprecher der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg bekannt, engagiert sich auch politisch und hat zahlreiche Termine in Berlin für den VGSD wahrgenommen. Dazu zählt auch der BMWK-Verbändedialog "Mittelstand, Klimaschutz und Transformation". Hier kämpft er unermüdlich dafür, dass die Bedeutung von Solo- und Kleinstunternehmen besser wahrgenommen wird: für eine erfolgreiche digitale Transformation, den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung und die Lösung des Fachkräftemangels.

Ukraine-Krieg und Inflation

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Ein weiteres strategisches Ziel war und ist, in einem Ministerium eine Zuständigkeit für Soloselbstständige zu schaffen und nach dem Vorbild der BMWK-Startup-Strategie eine Regierungs-Strategie auch für Solo- und Kleinstunternehmen zu entwickeln.

Natürlich beschäftigten uns auch die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Energieverknappung und Inflation, aber auch noch immer die "Ausläufer" der Corona-Krise. Wir entwickelten mit eurer Hilfe Forderungen, deren Umsetzung ich (Andreas Lutz) bei Gesprächsrunden mit Robert Habeck, aber auch individuellen Gesprächen mit seinem Staatssekretär Michael Kellner und Mitarbeitern des Wirtschafts- und anderer Ministerium immer wieder einforderte.

In diesem Bereich lag auch der Schwerpunkt unserer Presseanfragen. Dank unserer beiden neuen Mitarbeiter/innen Nina Schick und Felix Petruschke können wir 2023 unsere Pressearbeit thematisch wieder ausweiten und intensivieren. Das ist auch die Voraussetzung dafür, dass wir neben der Unterstützung anderer Petitionen auch wieder verstärkt eigene Kampagnen durchführen können.

Endlich mit Umsetzung des Koalitionsvertrags beginnen

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Der Ukraine-Krieg und der damit verbundene starke Anstieg der Energiepreise hat die Ampel-Koalition in ihrem ersten Regierungsjahr in Atem gehalten. Wir haben immer wieder einen Zeitplan zur Umsetzung der für Selbstständige relevanten Punkte des Koalitionsvertrags gefordert und an Pläne wie die weitere Senkung des GKV-Mindestbeitrags erinnert. Wir rechnen damit, dass 2023 erste dieser Punkte angegangen werden und werden die verantwortlichen Politiker auch weiterhin regelmäßig darauf ansprechen.

Zusammenarbeit mit ifo, Jimdo und IW Köln

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Nachdem wir im Ende 2021 bei unserem Mitgliedern erfolgreich für eine Teilnahme am ifo-Panel geworben hatten und im Dezember eine erste monatliche Befragung stattfand, ging die Zusammenarbeit Anfang 2022 in den Regelbetrieb: Im Januar veröffentlichten und erläuterten wir erstmals die Ergebnisse einer ersten Befragung. Seit März tun wir das jeden Monat, immer zeitgleich mit der Veröffentlichung der entsprechenden Pressemitteilungen durch ifo und Jimdo. Es hat sich bestätigt, dass das Geschäftsklima von Solo- und Kleinstunternehmen erhebliche Unterschiede zu dem der Gesamtwirtschaft aufweist. Durch die Kenntnis der Zahlen können wir gegenüber Politikern und Journalisten empirisch sehr viel fundierter argumentieren, wenn sie uns nach der Situation unserer Mitglieder fragen.

Parallel arbeiten wir mit dem IW Köln an einer Auftraggeber- und Auftragnehmerbefragung zum Thema Scheinselbstständigkeit und zur Frage, wie wichtig Soloselbstständige für die deutsche Wirtschaft sind. Unser Mitglied Hendrik Schäfer hat einen wichtigen Anteil daran, dass es zu dieser Studie kam und hat durch seine Beitragsverdopplungsaktion auch zu deren Finanzierung beigetragen.

Der VGSD wird zum Arbeitgeber, und zwar zu einem richtig guten

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Das Krisenjahr 2020 und das enorme Wachstum der Zahl unserer Vereinsmitglieder, aber auch der Anfragen haben Max Hilgarth und mir gezeigt: "Wir schaffen es nicht mehr alleine". Deshalb haben wir mithilfe von Alexandra Meister unser Team von zwei auf inzwischen zehn Mitarbeiter ausgebaut. Zuletzt kamen die Journalist/innen Nina Schick (im November 2022) und Felix Petruschke (Anfang Januar 2023) hinzu, was der Qualität unserer Berichterstattung noch mal einen kräftigen Schub nach vorn gab bzw. geben wird.

Um solche hervorragenden Mitarbeiter/innen zu finden und auch zu halten, haben wir uns vorgenommen, ein "richtig guter und attraktiver Arbeitgeber" zu werden. Auf unserer Website beschreiben wir den "VGSD als Arbeitgeber". Wir haben eine Mitarbeiter-Befragung durchgeführt und die Learnings umgesetzt, zum Beispiel unsere Einarbeitung verbessert: Neue Mitarbeiter erhalten jetzt einen Einarbeitungsplan, ein Handbuch für unsere technischen Systeme und Briefings zu unseren politischen Schwerpunkten. Wichtig ist auch, dass wir mit zehn Mitarbeitern Meetings zur Abstimmung benötigen, aber Formate entwickelt haben, damit diese möglichst produktiv sind und wenig wertvolle Arbeitszeit kosten.

Inspiriert von Coworking-Spaces, wie wir sie 2022 in einer umfangreichen Reihe vorgestellt haben, sind wir dabei, unsere bisher etwas schmucklos eingerichteten Büros "wohnlicher" zu gestalten. Zudem haben wir mit allen vorhandenen Mitarbeiter/innen Personalentwicklungsgespräche geführt. Für alle Kolleg/innen ist zudem eine große Motivation, dass wir uns für eine gute und wichtige Sache einsetzen und natürlich auch die Wertschätzung unserer Mitglieder, die sie regelmäßig für ihre Arbeit erfahren.

Neuerungen auf unserer Website und bei unseren Mails

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Schon zum Jahresanfang 2022 gab es zwei technische Neuerungen, die wir alle inzwischen so selbstverständlich finden, dass wir nachschauen mussten, ob es sie wirklich erst seit einem Jahr gibt: Zum einen haben wir unsere Talks komplett auf Zoom umgestellt, zum anderen den Aufbau und das Aussehen unserer Newsletter, Transaktions- und Rundmails übersichtlicher und einheitlicher gestaltet.

Fraglos die wichtigste Neuerung auf unserer Website war die Einführung von "Frag den VGSD". Mitte Mai startete die neue Funktion, inzwischen wurden mehr als 1.600 Fragen gestellt, mehr als 98 Prozent davon sind beantwortet. Dies geschieht zu 87 Prozent innerhalb der ersten 24 Stunden – durch die entstandene Experten-Community aus VGSD-Mitgliedern.

Unsere Werkstudentin Jana Nitzsche ist (mit Hilfe von Charlotte Gruber) zudem alle bisherigen Talks durchgegangen und hat, sofern weiterhin relevant, Zusammenfassungen der Experten-Antworten geschrieben. Du kannst dir die Antworten der Experten auf "Frag den VGSD" aber auch direkt als Video anschauen oder als Audio anhören. In vielen, vielen Mails und Anrufen loben unsere Mitglieder "Frag den VGSD".

Dieser Erfolg hat unseren Ehrgeiz geweckt. 2023 wollen wir eine weitere wichtige Neuerung einführen, von der wir ganz sicher sind, dass sie euch gefallen wird. Wir sind schon an der Konzeption, wollen aber an dieser Stelle noch nicht mehr verraten.

Signal als Plattform für schnellen, inhaltlichen Austausch

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Nicht extra programmieren, aber viele zunächst dafür gewinnen mussten wir für eine andere Neuerung: Wir haben uns im Kreis der aktiven Mitglieder, zuvor schon im Kreis der Mitarbeiter, auf Signal als datenschutzfreundlichen Messenger geeinigt und verschiedene Signal-Gruppe eingerichtet, um unkompliziert z. B. unter und mit unserem Moderator/innen, Gruppensprecher/innen und politisch Aktiven zu kommunizieren. Letztere weisen uns zum Beispiel auf für kleine Unternehmen relevante Medienveröffentlichungen hin. Wir teilen diese dann ggf. auf Social Media oder nehmen sie zum Anlass für eigene Berichterstattung.

"VGSD Story"-Podcast und "Feiere deine Fehler"

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Mit den 20 neuen Folgen des Jahres 2022 liegen zum Jahreswechsel nun insgesamt schon 40 Podcastfolgen vor. Das Team aus Maxi Albrecht und Lars Bösel hat zuletzt in der Weihnachtsfolge Max und mich interviewt, ein Jahr zuvor sich gegenseitig.

Podcast Nr. 17 mit Keren Pickard (Oktober 2021) hat uns alle so begeistert, dass ich Keren anrief. Ich gewann sie für die ganz besondere Talk-Reihe "Feiere deine Fehler", die im Mai 2022 startete und von der im Dezember bereits die dritte stattfand. Bei ihr und Moderator Sebastian Schulz berichten ausgewählte Mitglieder offen über eigene Fehlschläge – sowie über die Lehren, die sie aus ihnen gezogen haben. Wer die Reihe anhört, muss nicht mehr jeden Fehler selbst machen und wird zugleich ermutigt, über eigene Fehler offener zu sprechen.

Dem vorausgegangen ist ab Anfang des Jahres die Beitrags-Reihe "Stärker als zuvor", die wir in enger Zusammenarbeit mit Keren konzipiert haben. Wir hatten unsere Mitglieder gebeten, für unsere Website Geschichten zu erzählen, die von dem Mut handeln, trotz Zweifeln und Gegenargumenten des persönlichen Umfelds zu gründen und wichtige Entscheidungen zu treffen, dabei auch Fehler in Kauf zu nehmen, weil sie an ihre Vision und ihr Bauchgefühl glauben.

Der Kontakt mit Keren hat auch dazu geführt, dass wir unsere Fehlerkultur beim VGSD weiterentwickelt haben. Wenn etwas einmal nicht wie erwartet klappt, fragen wir uns neugierig: Was können wir daraus lernen und beim nächsten Mal besser machen? Diese Denkweise gehört inzwischen zur DNA unseres Verbands.

Nach starkem Mitgliederwachstum 2020: Aufbau neuer Strukturen

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Was die Zahl unserer Mitglieder und andere Kennzahlen betrifft, waren 2020 und auch 2021 Ausnahmejahre. Insbesondere 2020 sprengte mit einem Mitgliederwachstum von 70 Prozent alle Maßstäbe. In der Folge mussten wir 2021 und 2022 viel Zeit in den Aufbau neuer Strukturen investieren. Die neuen Mitarbeiter/innen mussten gefunden und eingearbeitet werden, die Organisation und unsere Rollen angepasst, neue technische Systeme etabliert werden. Ich glaube, dass uns dieser Änderungsprozess gut gelungen ist, er hat uns alle aber auch sehr viel Arbeit, Zeit und Kraft gekostet.

Wir glauben, dass wir jetzt an dem Punkt stehen, an dem wir – mit der Unterstützung der neuen Kolleg/innen – wieder stärker nach außen wirken können. Nicht, dass wir in den letzten beiden Jahren nicht nach außen sichtbar gewesen wären. Aber es braucht natürlich schon unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und ein eingespieltes Team, um erfolgreiche Kampagnen durchzuführen, mit all der Folgearbeit, die sie mit sich bringen.

Entwicklung der Mitgliederzahlen, von Branchenprofilen und Vorteilsangeboten

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Nach dem enormen Wachstum im Jahr 2020 wuchsen wir 2021 nur noch leicht von 5.971 auf 6.206 Vereinsmitglieder (+4 Prozent). 2022 hatten wir sogar eine rückläufige Entwicklung , standen zum Jahreswechsel bei 5.961 (-4 Prozent) und damit ziemlich genau auf dem Stand von Ende 2020. Wir sind jetzt aber organisatorisch sehr viel besser aufgestellt als vor zwei Jahren, gerüstet für weiteres Wachstum.

Die Zahl der Community-Mitglieder schwankte in den letzten vier Jahren zwischen 14.010 (Ende 2019) und 21.564 (Ende 2020). Mit 20.627 liegen wir nun zwischen den beiden Werten. Neben der Zahl der Vereinsmitglieder werden wir auch der Zahl der Communitymitglieder künftig viel Aufmerksamkeit schenken, denn sie sind das Potenzial, aus dem wir – mit etwas Zeitverzögerung – Vereinsmitglieder gewinnen können.

Die Zahl der Branchenprofile und Vorteilsangebote nahm in dem betrachteten Vier-Jahres-Zeitraum kontinuierlich zu: Aus 1.182 Branchenprofilen Ende 2019 wurden 1.741, dann 2.275 und schließlich 2.320 (Ende 2022). Die Zahl der Vorteilsangebote wuchs von 457 über 939 und 1.193 auf zuletzt 1.200.

Experten-Talks und Gruppentreffen

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Die Zahl der von uns veranstalteten Experten-Talks erreichte 2020 einen Rekordwert von 94 – gefolgt von 67 im Jahr 2021 und 52 im Jahr 2022 – was gut ein Drittel mehr ist als in den Jahren davor. Auch künftig werden wir im Schnitt einen Talk pro Woche planen, aber gerne auch mehrere veranstalten, wenn entsprechend großer oder/und auch aktueller Informationsbedarf zu einem Thema besteht.

Eine ganz andere Entwicklung gab es bei unseren Gruppen. 2020 war die Zahl physischer Treffen von 123 auf 47 eingebrochen, ein Trend, der sich 2021 noch weiter fortsetzte auf 23 und im Jahr 2022 wieder etwas erholte (58 Präsenz-Veranstaltungen). Viele Gruppen trafen sich aber auch bzw. stattdessen online. Insgesamt nahm die Zahl ihrer Veranstaltungen deshalb von 123 in 2019 zwar auf 103 in 2020 ab, um dann 2021 auf 156 und in 2022 auf 197 anzusteigen. Die Zahl der Anmeldungen stieg im selben Zeitraum kontinuierlich von 1.667 auf 3.364.

Beiträge und Website-Traffic

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Zwar konnten wir 2022 mit 257 Beiträgen auf unserer Website nicht an das Spitzenjahr 2020 anschließen, aber dafür waren wir im zurückliegenden Jahr vorbildhaft, was die Regelmäßigkeit unserer VGSD-News betrifft, von denen 14 Ausgaben erschienen sind. 2.257 und damit durchschnittlich neun Kommentare haben unsere Nutzer pro Beitrag geschrieben.

Der Traffic auf unserer Website, der sich 2020 aufgrund des riesigen Informationsbedarfs zwischenzeitlich vervierfacht hatte, normalisierte sich 2022 wieder auf einem Niveau von gut 800.000 Seitenaufrufen. Insgesamt verbrachten unsere Mitglieder und Nutzer auf unserer Website, bei unseren Talks und Gruppentreffen schätzungsweise 22,1 Mann- bzw. Frautage.

Social Media

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Auf Social Media konnten wir - in der Regel - beste Zuwächse verzeichnen, was auch am inhaltlichen Ausbau unseres Instagram-Accounts lag. Auch der Twitter-Kanal, der einige Jahre nur stiefmütterlich gepflegt wurde, ist nun zu einem unserer täglich bespielten Kanäle geworden. Insgesamt haben wir über unser Planungstool Hootsuite im Jahr 2022 1.300 Social-Media-Posts geplant. Das sind 722 Postings mehr als 2021, was vor allem an der intensiveren Bespielung von Instagram und Twitter liegt. 704.000 Nutzer haben wir insgesamt mit unseren Posts erreicht, so die Hootsuite-Statistik.

Die größten Follower-Zuwächse konnten wir auf Instagram (plus 49 Prozent) auf 983 Follower und auf LinkedIn (plus 58 Prozent) auf 2.400 Follower verzeichnen. Facebook stieg nach Rekordjahren in der Corona-Krise zaghafter, um 2,3 Prozent auf 11.978 Fans. Allein auf Twitter haben wir Fans verloren, insgesamt 28, und stehen aktuell bei 3.154 Followern. Wir vermuten, dass nach der Übernahme des Netzwerks durch Elon Musk auch einige unserer Follower die Plattform verlassen und sich abgemeldet haben.

Alles in allem haben wir eine sehr gute Ausgangsbasis dafür, 2023 unsere Mission noch besser zu erfüllen, indem wir Gründern und Selbstständigen eine unabhängige Stimme geben, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gehört und als kompetent wahrgenommen wird.

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