„Ich werde mich niemals selbstständig machen“, dann kam alles anders
Jeannette Albrecht, Ernöhrungscoach
Jeannette Albrecht war 22 Jahre lang Bilanzbuchhalterin und überzeugt davon, dass Selbstständigkeit für sie nicht infrage kommt. Heute betreibt sie mit der „Küchenfamilie“ ein Unternehmen rund um Familienernährung. Dazwischen liegen eine achtmonatige Weltreise, zwei Kinder, eine berufliche Neuorientierung und einige Umwege.
Im Gespräch mit Lars Bösel erzählt sie in der 95. Folge unseres VGSD Story Podcasts, wie aus einem persönlichen roten Faden, einer eigenen Ernährungsunverträglichkeit und ihrer Freude an Weiterentwicklung Schritt für Schritt ein Geschäftsmodell wurde – und was sie auf ihrem Weg über Selbstständigkeit gelernt hat.
Jeannette wusste lange nicht, wohin ihr beruflicher Weg führen würde. Doch ihre Erfahrungen aus 22 Jahren Bilanzbuchhaltung erwiesen sich später als wertvoll: Zahlenverständnis, Projektarbeit und Organisation helfen ihr heute als Unternehmerin. Auch das Thema Ernährung begleitet sie schon seit ihrer Kindheit. Ihre Uroma war Fleischermeisterin, und auch in den nachfolgenden Generationen beschäftigte sich die Familie mit Ernährung. Mit ihren eigenen Kindern wurde Jeannettes Interesse noch konkreter.
Eine Weltreise 2012 zeigte Jeannette schließlich, dass Leben und Arbeiten auch anders aussehen können. Die konkrete berufliche Veränderung kam allerdings erst Jahre später. Für sie war es wichtig, ihren Weg Schritt für Schritt zu entwickeln. Heute ist sie Fachberaterin für Kinderernährung und Ayurveda-Ernährungsberaterin und möchte ihr Wissen alltagstauglich und möglichst vielen Familien zugänglich machen. Ihre Selbstständigkeit entwickelte sich zunächst nebenberuflich und veränderte sich mit den gesammelten Erfahrungen weiter.
Gutes Fachwissen allein macht noch kein Unternehmen.
Jeannette musste lernen, aus ihrem Wissen Angebote zu entwickeln, die Kundinnen und Kunden tatsächlich kaufen. Sie holte sich Unterstützung, testete Angebote und passte sie immer wieder an. Erste Kunden gewann sie unter anderem über Netzwerke und Beta-Angebote gegen Testimonials.
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Dabei machte sie eine interessante Erfahrung: Auch niedrigpreisige Aufträge können wertvoll sein, wenn daraus Kontakte, Empfehlungen und Kooperationen entstehen. Eine ihrer besten Entscheidungen war deshalb rückblickend, solche Chancen nicht vorschnell abzulehnen.
Für sie gehört außerdem dazu, die Selbstständigkeit so zu gestalten, dass sie zu ihrem Leben passt. Termine legt sie beispielsweise möglichst so, dass der späte Nachmittag der Familie gehört.
Die Geschichte von Jeannette Albrecht zeigt vor allem eines: Selbstständigkeit muss nicht einem geradlinigen Plan folgen. Manchmal entsteht das eigene Geschäftsmodell erst aus vielen scheinbar unverbundenen Stationen. Entscheidend ist, Erfahrungen zu nutzen, Angebote auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen und den eigenen Kurs anzupassen.
Folge 95 – hör rein!
Mit Jeanette haben wir bereits Folge 95 des VGSD-Story-Podcasts veröffentlicht. Alle weiteren Folgen unserer Podcastreihe findest du hier. Wir freuen uns, wenn du reinhörst – und auch über dein Feedback! Der Podcast soll Inspiration sein für alle, die sich selbstständig machen wollen, bereits auf diesem Weg sind oder einfach Freude an spannenden Lebenswegen haben.
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